VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
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Nordlicht
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Man muss schon davon ausgehen, dass der Täter einige Blessuren davon getragen hat und dafür ( wenn er nicht alleine lebte) eine passende Erklärung parat haben musste. Vermutlich hat der Täter ein Umfeld, das bis heute schweigt. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass jetzt einer aus dem Umfeld von Katrin, die neu eingerichtete, mobile Polizeistation in Bergen/ Dumme aufsucht. Das wäre nicht mal in BB möglich, ohne dass man befürchten müsste, evtl. von Nachbarn oder Freunden dort beim Rein- oder Rausgehen gesehen zu werden. Da wäre es schon weniger verfänglich einfach in Lüchow, die Revierwache aufzusuchen. Oder das anonyme Online Portal der Polizei zu benutzen, wenn man etwas mitteilen will.
Man kann nur hoffen, dass dieser Fall noch geklärt wird.
Man kann nur hoffen, dass dieser Fall noch geklärt wird.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Die Familie K. ist lt. Berichten erst 1994 nach Groß Gaddau gezogen. Das sielt sicher eine Rolle, denn sie waren dort keine Ureinwohner sondern Zugezogene, die es auf dem Land mit der Akzeptanz nicht so einfach haben. Hinzu kommt, dass sie viele Kinder hatten. Dadurch könnten sie zu Außenseitern geworden sein. Die beiden jüngsten Kinder, zwei Jungs, waren zum Zeitpunkt des Verschwindens von Katrin noch sehr jung. Das jüngste Kind soll zwei Jahre alt gewesen sein. Es gibt Aufnehmen von Katrin und ihrem jüngsten Bruder, wo sie ihm das Fläschchen gibt. Katrin wirkt eigentlich auf den verfügbaren Bildern nicht mehr so kindlich. Es fällt ihre Fröhlichkeit und Unbekümmertheit auf. In letzter Zeit vor ihrem Verschwinden soll sie sich aber verändert haben und zickig geworden sein. Das ist aber meiner Meinung nach durch die Pubertät so bedingt. Sie kommt aus einem Elternhaus mit vielen Geschwistern, wo Familiäres groß geschrieben wird, von einer gemeinsamen Silvesterfeier vor dem Verschwinden ist die Rede. Ich vermute mal, dass sie sich durch den neuen Freund von dieser familiären Situation abgrenzen wollte, die sie vielleicht als zu eng und zu bürgerlich /spießig empfunden haben mag. Der Kontrast waren dann vielleicht die Nordmänner aus dem Motorradclub. Ich könnte mir vorstellen, dass die Mitglieder dort eher rustikal waren und nicht so familiär eingestellt waren, also so mit Behüten von kleinen Kindern etc. Das war mal etwas anderes, was sie vielleicht anziehend fand, zumal der Vater berichtete, dass er sie versucht hat als Jungen zu erziehen, weil er sich statt einer vierten Tochter immer einen Jungen gewünscht hat. Diese Aussage hat er nicht umsonst gemacht. Es sagt etwas über das Wesen von Katrin aus.
Hier kann man noch etwas über die Beziehung zum Freund nachlesen. Offenbar hat sie ihn dort im Motorradclub bei den Nordmännern kennen gelernt, was aber auch heißt, dass sie schon ohne ihn dort verkehrt hat. Sie muss dort also auch andere gekannt haben. Außerdem wird klargestellt, warum der Freund sie an Neujahr nicht fahren konnte, nämlich weil sein Auto defekt war.
Katrins Vater hat in einem längeren Interview erwähnt, dass er es für wahrscheinlich erachtet, dass Katrin noch irgendwo lebt. Darüber kann man stutzen. Ich vermute aber, dass er und die ganze Familie den Tod verdrängen wollten und dass er die Version mit dem Kaffeepflanzen in Brasilien für seine Jungs, die damals noch sehr klein waren, erzählt hat, denn wie soll man so kleine Kinder auch sonst mit Ängsten über das Schicksal eines Familienmitglieds konfrontieren.
Ich könnte mir vorstellen, dass Ermittlungen in diesem speziellen Milieu, wo ein großer Zusammenhalt besteht, sehr schwierig ist. Hinzu kommt noch, dass Zeugen vielleicht Angst haben ihr Wissen an die Polizei weiterzugeben, weil sie um ihre Sicherheit fürchten. Möglicherweise sind die Verdächtigten nicht zimperlich. Das hilft aber alles nicht, denn es kann nicht so sein, dass Katrins Tod ungesühnt bleibt. Die Polizei tut daher gut daran nun nochmals mit Volldampf in diesem Fall zu ermitteln und auch anonyme Plattformen für Aussagen zu bieten. Vor Ort wollen sie auch Präsenz zeigen. Mehr geht eigentlich nicht.
Die Eltern von Katrin sind nach dem Verschwinden der Tochter mehrfach umgezogen. Vielleicht hängt das mit dem Beruf des Vaters zusammen, der Wachmann beim Bundesgrenzschutz ist, vielleicht wurde ihnen der Medienrummel zu groß, vielleicht fühlten sie sich aber auch wegen der Beziehung ihrer Tochter in ein schwieriges Milieu in Groß-Gaddau nicht mehr sicher.
Hier kann man noch etwas über die Beziehung zum Freund nachlesen. Offenbar hat sie ihn dort im Motorradclub bei den Nordmännern kennen gelernt, was aber auch heißt, dass sie schon ohne ihn dort verkehrt hat. Sie muss dort also auch andere gekannt haben. Außerdem wird klargestellt, warum der Freund sie an Neujahr nicht fahren konnte, nämlich weil sein Auto defekt war.
https://www.abendblatt.de/archiv/2001/a ... onert.htmlSilvester verbringt das Mädchen mit ihren Eltern und ihren fünf Geschwistern. Neujahr holt ihr Freund H.-J. R. (30) sie von zu Hause ab. Sein Wagen ist defekt, deshalb fährt ein Freund von ihm. Sie fahren in Rs' Wohnung im 15 Kilometer entfernten Bergen/Dumme. Das Paar kennt sich aus der Motorradclique "Die Nordmänner". Ihren Eltern sagt Katrin noch, dass sie gegen 19 Uhr wieder zu Hause sein will.
Katrins Vater hat in einem längeren Interview erwähnt, dass er es für wahrscheinlich erachtet, dass Katrin noch irgendwo lebt. Darüber kann man stutzen. Ich vermute aber, dass er und die ganze Familie den Tod verdrängen wollten und dass er die Version mit dem Kaffeepflanzen in Brasilien für seine Jungs, die damals noch sehr klein waren, erzählt hat, denn wie soll man so kleine Kinder auch sonst mit Ängsten über das Schicksal eines Familienmitglieds konfrontieren.
Ich könnte mir vorstellen, dass Ermittlungen in diesem speziellen Milieu, wo ein großer Zusammenhalt besteht, sehr schwierig ist. Hinzu kommt noch, dass Zeugen vielleicht Angst haben ihr Wissen an die Polizei weiterzugeben, weil sie um ihre Sicherheit fürchten. Möglicherweise sind die Verdächtigten nicht zimperlich. Das hilft aber alles nicht, denn es kann nicht so sein, dass Katrins Tod ungesühnt bleibt. Die Polizei tut daher gut daran nun nochmals mit Volldampf in diesem Fall zu ermitteln und auch anonyme Plattformen für Aussagen zu bieten. Vor Ort wollen sie auch Präsenz zeigen. Mehr geht eigentlich nicht.
Die Eltern von Katrin sind nach dem Verschwinden der Tochter mehrfach umgezogen. Vielleicht hängt das mit dem Beruf des Vaters zusammen, der Wachmann beim Bundesgrenzschutz ist, vielleicht wurde ihnen der Medienrummel zu groß, vielleicht fühlten sie sich aber auch wegen der Beziehung ihrer Tochter in ein schwieriges Milieu in Groß-Gaddau nicht mehr sicher.
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Hbs900
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
sie hatten den freund im verdacht u. werden ihn bedraengt u. genervt haben.
der hingegen wird sich das nicht gefallen gelassen haben......auch verstaendlich, wenn er es tatsaechlich nicht war.
es gibt somit 2 moeglichkeiten, warum die mehrfach umzogen.
bedrohungen oder versetzung des vaters....auch logisch...wo will man dort als wachmann arbeit finden.
ich glaube auch es wird schwer werden.
warum.
der zusammenhalt der dorf u. kleinstadtbewohner.
konerts waren ja nur dazugezogene, dazu noch im sprachgebrauch ossis
dazu hat katrin sich nicht an die regeln des lebens einer 15jaehrigen gehalten.
wenn jemand etwas wuesste koennte er hier z.b. ziemlich anoym als gast etwas schreiben.
vorteil hier, der deckel wird nicht gleich zugemacht.
ich verschoenere nichts, so werden die menschen in den betroffenen orten denken.
der hingegen wird sich das nicht gefallen gelassen haben......auch verstaendlich, wenn er es tatsaechlich nicht war.
es gibt somit 2 moeglichkeiten, warum die mehrfach umzogen.
bedrohungen oder versetzung des vaters....auch logisch...wo will man dort als wachmann arbeit finden.
ich glaube auch es wird schwer werden.
warum.
der zusammenhalt der dorf u. kleinstadtbewohner.
konerts waren ja nur dazugezogene, dazu noch im sprachgebrauch ossis
dazu hat katrin sich nicht an die regeln des lebens einer 15jaehrigen gehalten.
wenn jemand etwas wuesste koennte er hier z.b. ziemlich anoym als gast etwas schreiben.
vorteil hier, der deckel wird nicht gleich zugemacht.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Es wird offensichtlich angenommen, dass die Leute, die etwas wissen schweigen, weil sie eingeschüchtert worden sind. Im Jahre 2006 gab es wohl Flugblätter mit der Überschrift "Schweigen ist feige", im Text der Hinweis, dass es auch ihre Tochter sein kann, die verschwunden ist. Das sagt eigentlich viel aus. Dieser Fall scheint ein ganz besonderer Vermisstenfall zu sein wegen des Umfelds in das Katrin geraten ist.
Man darf gespannt sein, was in den Radiosendungen noch an Informationen preisgegeben werden. Nach all den Jahren sind wohl viele Informationen zusammen gekommen. Aber ohne dass jemand den Mund aufmacht, wird der Täter nicht zu fassen sein.
Man darf gespannt sein, was in den Radiosendungen noch an Informationen preisgegeben werden. Nach all den Jahren sind wohl viele Informationen zusammen gekommen. Aber ohne dass jemand den Mund aufmacht, wird der Täter nicht zu fassen sein.
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Rosespätlese
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Was kam denn eigentlich bei dem Anruf an Katrins Schwester raus?
Wurde da etwas bekannt? Kann auch ein Fake Anruf gewesen sein.
Wurde da etwas bekannt? Kann auch ein Fake Anruf gewesen sein.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
@Rosespätlese
Der Anruf aus Nürnberg, den Katrins Schwester Mandy erhielt, steht weiterhin mit einem Fragezeichen versehen im Raum.
Hier nochmals Informationen zum Anruf:
Die Anruferin erwähnt zwar einen BMW, ebenso wie die Zeugin aus Bassum, die sich 2002 gemeldet hat. Allerdings war diese Zeugenaussage zum BMW im Jahre 2006 schon seit langen Jahren bekannt und es muss sich daher nicht unbedingt um Täter oder Mitwisser Wissen handeln. Ein Bezug zu Hamburg wurde außerdem nie erwähnt. Merkwürdig ist auch, dass die Anruferin die Telefonnummer der Schwester kannte, denn wie zu lesen war, ist diese mehrmals umgezogen und woher sollte Katrin also die Nummer kennen, wenn sie noch leben würde. Ich halte die Anruferin eher für jemanden , die Kontakt zum weiteren Umfeld der Familie hatte, daher die Kenntnis der Telefonnummer und die sich interessant machen wollte. Vielleicht wollte sie mit dem Anruf auch nur erreichen, dass Katrins Fall nicht in Vergessenheit gerät. Das ist ihr auch gelungen, denn über den Anruf wird immer noch gerätselt und er ist ein Teil der Fallgeschichte.
Der Anruf aus Nürnberg, den Katrins Schwester Mandy erhielt, steht weiterhin mit einem Fragezeichen versehen im Raum.
Hier nochmals Informationen zum Anruf:
https://www.abendblatt.de/nachrichten/n ... chsen.htmlAm 30.Oktober 2006 um 19.59 Uhr erhielt die Schwester des vermissten Mädchens, die in Norddeutschland wohnt, einen mysteriösen Telefonanruf. Dieser Anruf, der mehrere Sekunden dauerte, erfolgte, wie jetzt nachvollzogen werden konnte, aus einer öffentlichen Telefonzelle in der Leyher Straße im Nürnberger Stadtwesten.
Nachdem die Angerufene sich gemeldet hatte und nochmals "Hallo" sagte, weil der Teilnehmer aus der Telefonzelle nicht sofort antwortete, sagte eine weibliche Stimme (ca. 30 - 40 Jahre alt) sehr leise in polnischem oder russischem Akzent: "...rufe an wegen deiner Schwester, wegen deiner Schwester, die verschwunden ist. BMW schwarz Hamburg". Dann war die Verbindung unterbrochen. Hintergrundgeräusche konnten nicht wahrgenommen werden. Bislang gab es in dieser Vermisstensache auch keine Verbindungen in den Raum Nürnberg. Das für den Vermisstenfall zuständige Polizeikommissariat in Lüchow nimmt den Anruf sehr ernst. Es fragt jetzt: Wer kann Angaben zu der Anruferin machen?
Die Anruferin erwähnt zwar einen BMW, ebenso wie die Zeugin aus Bassum, die sich 2002 gemeldet hat. Allerdings war diese Zeugenaussage zum BMW im Jahre 2006 schon seit langen Jahren bekannt und es muss sich daher nicht unbedingt um Täter oder Mitwisser Wissen handeln. Ein Bezug zu Hamburg wurde außerdem nie erwähnt. Merkwürdig ist auch, dass die Anruferin die Telefonnummer der Schwester kannte, denn wie zu lesen war, ist diese mehrmals umgezogen und woher sollte Katrin also die Nummer kennen, wenn sie noch leben würde. Ich halte die Anruferin eher für jemanden , die Kontakt zum weiteren Umfeld der Familie hatte, daher die Kenntnis der Telefonnummer und die sich interessant machen wollte. Vielleicht wollte sie mit dem Anruf auch nur erreichen, dass Katrins Fall nicht in Vergessenheit gerät. Das ist ihr auch gelungen, denn über den Anruf wird immer noch gerätselt und er ist ein Teil der Fallgeschichte.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Es gibt dann noch die ominöse Kreidenachricht aus dem Jahr 2011.
https://www.abendblatt.de/region/nieder ... -nach.html
Ich vermute, dass die Polizei die Kreidenachricht deshalb nicht ganz veröffentlicht wird, weil in der Nachricht ein Name genannt wird. Es gibt in Bergen Dumme Personen, die so heißen und das würde dann wohl Persönlichkeitsrechte verletzen.
In der Bild-Zeitung kann man Näheres nachlesen:
https://www.bild.de/regional/hannover/f ... .bild.html
Hinter der Kreidenachricht steht auch nach wie vor ein Fragezeichen im Raum.
Vielleicht handelt es sich um Kritzeleien von Schülern, die dort auf den Bus gewartet haben. Sie haben vielleicht nur etwas Aufgeschnapptes gekritzelt, denn sie haben sogar den Namen Konert falsch geschrieben. Das deutet darauf hin, dass der /die Verfasser vielleicht nur etwas vom Hörensagen gekritzelt hat.
Im Fall der seit 2001 vermissten Katrin Konert aus dem Wendland geht die Polizei einer mysteriösen Kreidenachricht nach. Der Hinweis befindet sich seit Juli in dem Bushaltehäuschen in Bergen/Dumme, in dem die damals 15-Jährige 2001 letztmalig gesehen wurde, teilte die Polizei in Lüchow am Freitag mit.Den vollständigen Text der Kreidenachricht veröffentlichte die Polizei nicht, "Katrin Konert wurde..." ist lediglich auf einem Polizeifoto zu lesen. Die Polizei bittet den Verfasser der Nachricht, Kontakt zu den Beamten aufzunehmen.
https://www.abendblatt.de/region/nieder ... -nach.html
Ich vermute, dass die Polizei die Kreidenachricht deshalb nicht ganz veröffentlicht wird, weil in der Nachricht ein Name genannt wird. Es gibt in Bergen Dumme Personen, die so heißen und das würde dann wohl Persönlichkeitsrechte verletzen.
In der Bild-Zeitung kann man Näheres nachlesen:
https://www.bild.de/regional/hannover/f ... .bild.html
Hinter der Kreidenachricht steht auch nach wie vor ein Fragezeichen im Raum.
Vielleicht handelt es sich um Kritzeleien von Schülern, die dort auf den Bus gewartet haben. Sie haben vielleicht nur etwas Aufgeschnapptes gekritzelt, denn sie haben sogar den Namen Konert falsch geschrieben. Das deutet darauf hin, dass der /die Verfasser vielleicht nur etwas vom Hörensagen gekritzelt hat.
- Agatha Christie
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Mir ist nicht klar, weshalb der Freund zwar organisieren konnte, dass Katrin von ihrem Wohnort abgeholt wurde, aber die Rückfahrt nicht. Das ist doch vollkommen unverständlich. Das könnte mAn der Grund für den Krach gewesen sein. Katrin hatte ihrer Schwester ja mitgeteilt, dass sie gegen 19 Uhr wieder zu Hause sein wollte, also hatte sie nicht vor über Nacht wegzubleiben. Der Bus fuhr so spät auch nicht mehr, sie wäre sonst wohl früher aufgebrochen. Weshalb hat sie dann aber an der Bushaltestelle gestanden?
Ich vermute, sie hat doch eine Fahrgelegenheit nach Hause gefunden, Treffpunkt war dann die Bushaltestelle. Die Familie geht davon aus, dass Katrin nicht zu Fremden ins Auto gestiegen wäre, dann käme aber nur eine ihr bekannte Person in Frage.
Wenn sie keine Mitfahrgelegenheit hatte, wieso hat sie dann kein Taxi gerufen? Selbst wenn sie das Geld für die Fahrt nicht dabei hatte, sie hätte ja erst am Zielort bezahlen müssen. Die Schwestern hätten ihr das Geld sicher geliehen.
Ich vermute, sie hat doch eine Fahrgelegenheit nach Hause gefunden, Treffpunkt war dann die Bushaltestelle. Die Familie geht davon aus, dass Katrin nicht zu Fremden ins Auto gestiegen wäre, dann käme aber nur eine ihr bekannte Person in Frage.
Wenn sie keine Mitfahrgelegenheit hatte, wieso hat sie dann kein Taxi gerufen? Selbst wenn sie das Geld für die Fahrt nicht dabei hatte, sie hätte ja erst am Zielort bezahlen müssen. Die Schwestern hätten ihr das Geld sicher geliehen.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Hat die Anruferin damals nicht auf dem Handy der Schwester angerufen? Seine Handynummer ändert man ja nicht zwangsläufig bei jedem Umzug. Festnetznummern im Übrigen auch nicht immer, wenn man nicht will. Es sei denn die Vorwahl ändert sich.AngRa hat geschrieben:Merkwürdig ist auch, dass die Anruferin die Telefonnummer der Schwester kannte, denn wie zu lesen war, ist diese mehrmals umgezogen und woher sollte Katrin also die Nummer kennen, wenn sie noch leben würde.
Es könnte ja sein, dass Katrins Schwester ihre Nummer nicht gewechselt hat, egal ob Handy oder Festnetz. Ist zwar unwahrscheinlich, schon allein wegen der Belästigung durch Presse und Trolle, die sich dumme „Scherze“ mit der Familie Konert erlaubt haben dürften, aber möglich wärs vielleicht. Das würde den Kreis der Menschen, denen diese Nummer bekannt war wahrscheinlich erheblich vergrößern.
Ich persönlich finde diesen Anruf irgendwie ein bisschen unheimlich, weil er mich immer daran erinnert, dass diese komische Thelemiten Sekte sowohl Verbindungen ins rechte Milieu in Hamburg als auch nach Berlin hat. Außerdem pfelgen die laut Antifa eine gute Nachbarschft zu den Nordmännern, die ebenfalls Verbindungen ins rechte Milieu haben. Zumindest gilt das für den MC Nordmänner in Stade. Mir ist schon klar, dass die Sekte wohl als unverdächtig gilt, genauso wie der MC, aber ganz ehrlich bin ich mir nicht so sicher, ob man solche Vereinigungen je als unverdächtig einstufen kann, da es sich als extrem schwierig gestaltet Leute aus diesem Umfeld zum Reden zu bringen. Es dauert nicht umsonst Jahre, um V-Leute einzuschleusen.
Ebenso wie AngRa würde ich ehrlich gern wissen, wie Katrin ihren Freund kennengelernt hat. Denn wenn es stimmt, dass sie Joachim auf einer MC-Party kennengelernt hat, dann muss sie jemand dort mit hingenommen haben. In der Regel sind diese Parties keine Veranstaltungen zu denen jeder hingehen kann, schon gar keine Minderjährigen. Was für mich bedeutet, sie hatte schon vor Joachim Kontakt zur Szene oder kannte zumindest jemanden mit Kontakten zur Szene, der sie vorgestellt hat. Da fragt man sich doch, wer war das? Was für ein Mensch schleppt eine Teenagerin auf eine MC-Party? Das ist schon sehr strange.
Dann ist da noch die Beziehung zu Joachim an sich. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Katrin Ende September Geburtstag hatte. Wenn man nun bedenkt, dass ihre Beziehung zu Joachim schon ein paar Monate andauerte, dann war sie zu Beginn gerade erst 15 geworden. Ich kann mich da des Begriffs „grooming“ nicht erwehren. Ob nun für rein private Zwecke oder für „gewerbliche“ Dienstleistungen sei mal dahin gestellt. Doch am meisten stutzen lässt mich, dass Joachim für seine Beziehung zu Katrin scheinbar nie angezeigt worden ist, obwohl ihre Eltern mit der Beziehung angeblich nicht einverstanden war. Dabei wäre es aus der Sicht der verzweifelten Eltern doch naheliegend dieses Recht wahrzunehmen, zumal er außerdem zum Kreis der Verdächtigen gehörte. Warum also dieser Verzicht?
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
@Samiqu
Ich bin daher davon ausgegangen, dass der Anruf auf eine Festnetznummer erfolgt ist, weil er von einer Telefonzelle aus getätigt worden ist. Zwingend ist das natürlich nicht.
Mich wundert, dass die Eltern lt. Zeitungsbericht der Polizei ( Herrn Emme gegenüber) die Beziehung zum Freund als rein platonische Beziehung bezeichnet haben. Auf mich wirkt das so, als wollten sie dem Mann keine Schwierigkeiten bereiten. . Sie könnten eingeschüchtert gewesen sein. So weltfremd kann doch niemand sein, dass er davon ausgeht, dass die pubertierende Tochter nur eine platonische Beziehung hatte. Mich wundert es auch, dass sie angeblich nichts vom Freund wussten, aber dann konnte Tobias doch schnell seine Telefonnummer finden und ihn zusammen mit dem Vater aufsuchen.
Ich habe auch gelesen, dass Katrin Ende September Geburtstag hatte, d.h. sie ist also erst rund drei Monate vor ihrem Verschwinden 15 Jahre alt geworden. Die Beziehung zu Joachim soll einige Monate bestanden haben. Es ist also durchaus möglich, dass die Beziehung schon bestand als sie erst 14 Jahre alt war. Da kann sexueller Missbrauch von Jugendlichen durchaus eine Rolle spielen, zumal sie anfangs sehr jung war hat das ein Geschmäckle.
Vielleicht hatte eine der Schwestern über einen Freund eine Beziehung zum MC Nordmänner, so dass die kleinere Schwester dann mal mitgenommen worden ist und auch auf den Geschmack gekommen ist. Vielleicht geschah das auch über den Tobias?
@Agatha Christie
Ich finde es auch nicht plausibel, dass der Freund keine Mitfahrgelegenheit für die Nachhausefahrt organisieren konnte. Leider weiß man auch nur durch seine Aussage, dass sie die ganze Zeit zusammen in seiner Wohnung verbracht haben. Denkbar wäre es doch auch, dass die beiden am späteren Nachmittag / frühen Abend anlässlich Neujahr ins Clubhaus zu den Nordmännern gegangen sind. Vielleicht hat es dann dort Streit gegeben und Katrin ist dort rausgegangen, weil sie es nicht mehr ausgehalten hat. Das würde erklären, dass sie dann zunächst mal niemanden zur Nachhausefahrt hatte, wenn sie sich darauf verlassen hat, dass sie einer von den Nordmännern schon fahren wird.
Ich bin daher davon ausgegangen, dass der Anruf auf eine Festnetznummer erfolgt ist, weil er von einer Telefonzelle aus getätigt worden ist. Zwingend ist das natürlich nicht.
Mich wundert, dass die Eltern lt. Zeitungsbericht der Polizei ( Herrn Emme gegenüber) die Beziehung zum Freund als rein platonische Beziehung bezeichnet haben. Auf mich wirkt das so, als wollten sie dem Mann keine Schwierigkeiten bereiten. . Sie könnten eingeschüchtert gewesen sein. So weltfremd kann doch niemand sein, dass er davon ausgeht, dass die pubertierende Tochter nur eine platonische Beziehung hatte. Mich wundert es auch, dass sie angeblich nichts vom Freund wussten, aber dann konnte Tobias doch schnell seine Telefonnummer finden und ihn zusammen mit dem Vater aufsuchen.
Ich habe auch gelesen, dass Katrin Ende September Geburtstag hatte, d.h. sie ist also erst rund drei Monate vor ihrem Verschwinden 15 Jahre alt geworden. Die Beziehung zu Joachim soll einige Monate bestanden haben. Es ist also durchaus möglich, dass die Beziehung schon bestand als sie erst 14 Jahre alt war. Da kann sexueller Missbrauch von Jugendlichen durchaus eine Rolle spielen, zumal sie anfangs sehr jung war hat das ein Geschmäckle.
Vielleicht hatte eine der Schwestern über einen Freund eine Beziehung zum MC Nordmänner, so dass die kleinere Schwester dann mal mitgenommen worden ist und auch auf den Geschmack gekommen ist. Vielleicht geschah das auch über den Tobias?
@Agatha Christie
Ich finde es auch nicht plausibel, dass der Freund keine Mitfahrgelegenheit für die Nachhausefahrt organisieren konnte. Leider weiß man auch nur durch seine Aussage, dass sie die ganze Zeit zusammen in seiner Wohnung verbracht haben. Denkbar wäre es doch auch, dass die beiden am späteren Nachmittag / frühen Abend anlässlich Neujahr ins Clubhaus zu den Nordmännern gegangen sind. Vielleicht hat es dann dort Streit gegeben und Katrin ist dort rausgegangen, weil sie es nicht mehr ausgehalten hat. Das würde erklären, dass sie dann zunächst mal niemanden zur Nachhausefahrt hatte, wenn sie sich darauf verlassen hat, dass sie einer von den Nordmännern schon fahren wird.
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Hbs900
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
der freund muss doch ein asozialer gewesen sein.
das er in einem umkresi mit so kleinen orten sich nicht schaemte mit so einem jungen ding wis katrin ein verhaeltnis zu haben , sagt alles.
nach dem motto ...die leute koennten ihn alle am arsch lecken..
die rueckfahrt von katrin duerfte ihm egal gwesen sein.
er wird neujahr nach abbau des alkoholes druck auf der leitung gehabt haben.
was danach war. war ihm egal...wahrscheinlich soff er weiter.
das er in einem umkresi mit so kleinen orten sich nicht schaemte mit so einem jungen ding wis katrin ein verhaeltnis zu haben , sagt alles.
nach dem motto ...die leute koennten ihn alle am arsch lecken..
die rueckfahrt von katrin duerfte ihm egal gwesen sein.
er wird neujahr nach abbau des alkoholes druck auf der leitung gehabt haben.
was danach war. war ihm egal...wahrscheinlich soff er weiter.
Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Na ja, ich nehme nicht an, dass die beiden wirklich Filme geschaut haben. Zumindest nicht nur. Ich sehe das wie hbs900, sofern wir mit „Druck auf der Leitung haben“ dasselbe meinen. Vielleicht hatte Katrin ihre Schuldigkeit getan und wie sie nach Hause kommt hat Joachim nicht weiter interessiert. Er hatte ja was er wollte. Wundern würde mich das nicht. Ein 30 jähriger, der eine Beziehung mit so einem jungen Mädchen führt, bei dem läuft irgendetwas ganz gewaltig falsch.Agatha Christie hat geschrieben:Mir ist nicht klar, weshalb der Freund zwar organisieren konnte, dass Katrin von ihrem Wohnort abgeholt wurde, aber die Rückfahrt nicht. Das ist doch vollkommen unverständlich
@AngRa
Ich bezweifele, dass die Eltern wirklich geglaubt haben, dass die Beziehung rein platonisch war. Wie du bereits sagtest, so blauäugig kann niemand sein. Ich denke eher, dass man die Zeitungsberichte damals „geschönt“ hat, weil diese Beziehung ein fragwürdiges Licht sowohl auf Katrin, als auch auf ihre Familie hätte werfen können.
Es gibt auf Youtube einen Kanal der LordanArts heißt, der Typ greift Vermissten- und ungeklärte Mordfälle auf. Er hat schon mermals erwähnt, dass Polizei und Presse öfters Details weglassen/schönen, die dazu führen könnten, dass das Opfer bzw. dessen Familie von der Öffentlichkeit „verdammt“ wird. Denn sobald das Opfer in irgendeine negative Schublade gesteckt wird, schwindet das Interesse der Bevölkerung. So nach dem Motto „Das was ne Nutte, juckt eh keinen/Die Schlampe hats nicht besser verdient/Ach der war nur ein dreckiger Junkie, selbst schuld wenn er an einer Überdosis verreckt“, um es mal sehr grob zu formulieren.
Besonders bei Mädchen ist es anscheinend wichtig dieses Mädchen-von-nebenan-Bild zu vermitteln und etwaige sexuelle Kontakte zu verschweigen wo es nur geht, es sei denn das Mädchen hatte eine langfristige monogame Beziehung zu einem Gleichaltrigen. Nun kommt der Typ aus den Staaten, die bekanntlich in vielen Gebieten weitaus prüder sind, als Deutschland. Man denke nur an den bible belt. Aber auch hier ist ein solches Verhalten in großen Teilen der Bevölkerung leider immer noch sichtbar. Der „Wert“ von jungen Mädchen und Frauen wird von vielen immer noch an ihrem Aussehen und der Anzahl/Art ihrer Sexualkontakte gemessen.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Das Geburtsdatum von Katrin war der 20.9.1985. Man kann es auf dem Rücken eines Leitz-Ordners der Polizei sehen. Gewohnt hat sie in 29496 Waddeweitz OT Gr. Gaddau Nr.15.
https://www.landeszeitung.de/blog/lokal ... m-maedchen
Interessant ist, dass 2015 ein Berlinale - Film über ihr Schicksal gedreht worden ist.
https://www.youtube.com/watch?v=CxOMn1GSLsc
Anfangs wird das Bushäuschen bei Dunkelheit gezeigt, wo Katrin gewartet haben soll. Mich hat die Dunkelheit überrascht, die dort geherrscht hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Zeugen sie bei diesen Lichtverhältnissen gut erkennen konnten.
Der Film ist der Familie Konert gewidmet. Entsprechend bedrückend ist er teilweise, denn eine Schwester sagt das Entscheidende, nämlich dass sie alle nie mehr richtig glücklich geworden sind seit Katrins Verschwinden. Man sieht auch Videoaufnahmen aus der Zeit als Katrin noch da war. Ich habe den Eindruck, dass Katrin sehr behütet aufgewachsen hat ist und dass alle in der Familie zusammen gehalten haben.
Interessant fand ich auch die Plakataktion der Polizei aus dem Jahr 2003. Es wurden große Plakate mit einem Bild von Katrin entlang einer Straße aufgestellt, um den Pulsschlag des Täters zu erhöhen, denn die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Einheimischen und keinen Fremden handelt.
Der Kommissar Rusche hat über Jahre immer Kontakt zur Familie gehalten. Zu Weihnachten hat er den Kindern sogar Geschenke gebracht. Ich finde es beeindruckend, dass die Polizei sich so um eine Opfer-Familie kümmert.
https://www.landeszeitung.de/blog/lokal ... m-maedchen
Interessant ist, dass 2015 ein Berlinale - Film über ihr Schicksal gedreht worden ist.
https://www.youtube.com/watch?v=CxOMn1GSLsc
Anfangs wird das Bushäuschen bei Dunkelheit gezeigt, wo Katrin gewartet haben soll. Mich hat die Dunkelheit überrascht, die dort geherrscht hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Zeugen sie bei diesen Lichtverhältnissen gut erkennen konnten.
Der Film ist der Familie Konert gewidmet. Entsprechend bedrückend ist er teilweise, denn eine Schwester sagt das Entscheidende, nämlich dass sie alle nie mehr richtig glücklich geworden sind seit Katrins Verschwinden. Man sieht auch Videoaufnahmen aus der Zeit als Katrin noch da war. Ich habe den Eindruck, dass Katrin sehr behütet aufgewachsen hat ist und dass alle in der Familie zusammen gehalten haben.
Interessant fand ich auch die Plakataktion der Polizei aus dem Jahr 2003. Es wurden große Plakate mit einem Bild von Katrin entlang einer Straße aufgestellt, um den Pulsschlag des Täters zu erhöhen, denn die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Einheimischen und keinen Fremden handelt.
Der Kommissar Rusche hat über Jahre immer Kontakt zur Familie gehalten. Zu Weihnachten hat er den Kindern sogar Geschenke gebracht. Ich finde es beeindruckend, dass die Polizei sich so um eine Opfer-Familie kümmert.
Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
@AngRa
Danke für den Artikel-Link zur Lokalzeitung. Das Foto kannte ich noch nicht.
Dort wo ich aufgewachsen bin, gibt es eine Bushaltestelle mit ähnlichen Lichtverhältnissen. Von dort fuhren alle Busse zu den umliegenden Schulen. Wenn man im Winter morgens als erster dort ist, kann das wirklich unheimlich sein. Besonders für die Jüngeren, die noch zur Grundschule gehen. Aber auch wenn man älter ist, ist das Gefühl nicht sehr angenehm, da man weder gut gesehen wird, noch selbst gut sehen kann. Da wird man schon beim Knarzen der Bäume im Wind paranoid. Deshalb frage ich mich oft, wie Katrin sich wohl gefühlt haben mag. Allein an dieser Bushaltestelle, bei Eis und Minusgraden, die mehr oder minder ausgestorbene Straße vorne und den unübersichtlichen Heckenweg im Rücken. Also ich hätte mich da an diesem Feiertag sicher nicht hingestellt, ganz gleich nun ein Bus gekommen wäre oder nicht. Da hätte ich lieber Stress mit meinen Eltern und einen Monat Hausarrest riskiert und wäre in die Pizzeria zum Telefonieren gegangen oder in das Hotel, das ebenfalls an der Breiten Straße liegt (fallls es das damals schon gab).
Wir wissen ja nicht, ob Katrin im Bushäuschen gewartet hat oder auf dem Gehweg der Neuen Straße, wo ein kleiner Bereich von einer Lampe erhellt wird. Wenn sie genau in diesem Bereich gestanden hat, kann ich mir schon vorstellen, dass sie von diesem Martin erkannt worden ist, falls dieser Bergen in Richtung Norden (Clenze) verlassen haben sollte. Er hätte dann direkt an ihr vorbei fahren müssen und er hat ja laut Aussage angehalten, also muss er sie entweder erkannt haben oder im Vorfeld gewusst haben, dass sie dort stehen wird. Dass er sie allerdings schon beim Verlassen des Hauses, in dem seine Schwester wohnte, erkannt hat, glaube ich nicht. Die Straßenbeleuchtung befindet sich seitens des Hauses der Schwester und die Haltestelle hat nur eine einzelne orangefarbene Laterne. Da sieht es sich eher schlechter.
Andererseits könnte Katrin ihn auch über die Straße hinweg angesprochen/gegrüßt haben als er das Haus verließ, weil sie wusste, dass Martins Schwester dort wohnhaft war und/oder sie vielleicht sein Auto an der Straße parken sehen hat.
Auch Christian und Tanja sind anscheinend direkt an ihr vorbei gefahren, nachdem Christian den Wagen an der Kreuzung Breite Straße/Neue Straße gewendet hatte und zurück in Richtung Pizzeria fuhr. Katrin ist damals auf der linken Seite gegangen, also auf der beleuchteten Straßenseite.
Als sehr unsicher werte ich die Aussage der Zeugin, die sich verfahren hatte. Wenn man sich verfährt, dann achtet man neben dem Straßenverlauf bestimmt eher auf einprägsame Wegmarken als auf Menschen. Und wenn man in einer unbekannten Umgebung bei Glatteis fahren muss bestimmt noch mehr. Außerdem war Katrin der Zeugin am Tag der Sichtung unbekannt, d.h. im schlechten Licht der Straßenlaterne schwerer zu identifizieren als für jemanden, der Katrin schon lange kannte, wusste wie sie ging und stand, was für Klamotten sie bevorzugte, wie sie ihre Haare frisierte.
Außerdem glaube ich kaum, dass sie sich überhaupt an alle Ortschaften erinnern kann, durch die sie damals gefahren ist, geschweige denn um welche Uhrzeit sie diese durchfahren hat.
Was Svens Aussage betrifft, habe ich nicht wirklich eine Meinung. Es wird ja nichts weiter gesagt, als dass er sich eine Pizza holen wollte. Wo genau hat er sie gesehen? Auf welcher Straßenseite befand er sich während der Sichtung? Kam er ihr entgegen oder hat er sie nur von hinten bzw. im Rückspiegel gesehen? Befand er sich gar in der Pizzeria und hat nur durch das Fenster etwas gesehen? War er überhaupt mit Auto unterwegs oder ist er vielleicht zu Fuß gegangen, weil er vor Ort wohnte?
Ich habe großen Respekt vor Herrn Rusche. In all den Jahren hat er nie aufgegeben und ist auch ungewöhnliche Wege gegangen (Plakataktion) um diesen Fall zu klären. Die Bereitschaft den Kontakt zur Familie Konert aufrecht zu erhalten ist außergewöhnlich. Eine solche Menschlichkeit sieht man selten bei den ermittelnden Behörden. Stattdessen werden die Familien der Opfer nur all zu oft mit ihrem Schmerz allein gelassen, Fragen werden abgeblockt, Verdachtsmomente ignoriert und manchmal sogar ins Lächerliche gezogen. Ich wünsche Herrn Rusche fast so sehr, dass der Fall Katrin Konert zu seinen Lebzeiten noch aufgeklärt wird, wie der Familie Konert selbst. Viele Ermittler haben den einen Fall, der sie ihr Leben lang begleitet, der sie mehr als alle anderen berührt, der sie nie mehr wirklich loslässt, ob aufgeklärt oder nicht. Vielleicht ist Katrins Verschwinden dieser eine Fall für Herrn Rusche.
Danke für den Artikel-Link zur Lokalzeitung. Das Foto kannte ich noch nicht.
Dort wo ich aufgewachsen bin, gibt es eine Bushaltestelle mit ähnlichen Lichtverhältnissen. Von dort fuhren alle Busse zu den umliegenden Schulen. Wenn man im Winter morgens als erster dort ist, kann das wirklich unheimlich sein. Besonders für die Jüngeren, die noch zur Grundschule gehen. Aber auch wenn man älter ist, ist das Gefühl nicht sehr angenehm, da man weder gut gesehen wird, noch selbst gut sehen kann. Da wird man schon beim Knarzen der Bäume im Wind paranoid. Deshalb frage ich mich oft, wie Katrin sich wohl gefühlt haben mag. Allein an dieser Bushaltestelle, bei Eis und Minusgraden, die mehr oder minder ausgestorbene Straße vorne und den unübersichtlichen Heckenweg im Rücken. Also ich hätte mich da an diesem Feiertag sicher nicht hingestellt, ganz gleich nun ein Bus gekommen wäre oder nicht. Da hätte ich lieber Stress mit meinen Eltern und einen Monat Hausarrest riskiert und wäre in die Pizzeria zum Telefonieren gegangen oder in das Hotel, das ebenfalls an der Breiten Straße liegt (fallls es das damals schon gab).
Wir wissen ja nicht, ob Katrin im Bushäuschen gewartet hat oder auf dem Gehweg der Neuen Straße, wo ein kleiner Bereich von einer Lampe erhellt wird. Wenn sie genau in diesem Bereich gestanden hat, kann ich mir schon vorstellen, dass sie von diesem Martin erkannt worden ist, falls dieser Bergen in Richtung Norden (Clenze) verlassen haben sollte. Er hätte dann direkt an ihr vorbei fahren müssen und er hat ja laut Aussage angehalten, also muss er sie entweder erkannt haben oder im Vorfeld gewusst haben, dass sie dort stehen wird. Dass er sie allerdings schon beim Verlassen des Hauses, in dem seine Schwester wohnte, erkannt hat, glaube ich nicht. Die Straßenbeleuchtung befindet sich seitens des Hauses der Schwester und die Haltestelle hat nur eine einzelne orangefarbene Laterne. Da sieht es sich eher schlechter.
Andererseits könnte Katrin ihn auch über die Straße hinweg angesprochen/gegrüßt haben als er das Haus verließ, weil sie wusste, dass Martins Schwester dort wohnhaft war und/oder sie vielleicht sein Auto an der Straße parken sehen hat.
Auch Christian und Tanja sind anscheinend direkt an ihr vorbei gefahren, nachdem Christian den Wagen an der Kreuzung Breite Straße/Neue Straße gewendet hatte und zurück in Richtung Pizzeria fuhr. Katrin ist damals auf der linken Seite gegangen, also auf der beleuchteten Straßenseite.
Als sehr unsicher werte ich die Aussage der Zeugin, die sich verfahren hatte. Wenn man sich verfährt, dann achtet man neben dem Straßenverlauf bestimmt eher auf einprägsame Wegmarken als auf Menschen. Und wenn man in einer unbekannten Umgebung bei Glatteis fahren muss bestimmt noch mehr. Außerdem war Katrin der Zeugin am Tag der Sichtung unbekannt, d.h. im schlechten Licht der Straßenlaterne schwerer zu identifizieren als für jemanden, der Katrin schon lange kannte, wusste wie sie ging und stand, was für Klamotten sie bevorzugte, wie sie ihre Haare frisierte.
Außerdem glaube ich kaum, dass sie sich überhaupt an alle Ortschaften erinnern kann, durch die sie damals gefahren ist, geschweige denn um welche Uhrzeit sie diese durchfahren hat.
Was Svens Aussage betrifft, habe ich nicht wirklich eine Meinung. Es wird ja nichts weiter gesagt, als dass er sich eine Pizza holen wollte. Wo genau hat er sie gesehen? Auf welcher Straßenseite befand er sich während der Sichtung? Kam er ihr entgegen oder hat er sie nur von hinten bzw. im Rückspiegel gesehen? Befand er sich gar in der Pizzeria und hat nur durch das Fenster etwas gesehen? War er überhaupt mit Auto unterwegs oder ist er vielleicht zu Fuß gegangen, weil er vor Ort wohnte?
Ich habe großen Respekt vor Herrn Rusche. In all den Jahren hat er nie aufgegeben und ist auch ungewöhnliche Wege gegangen (Plakataktion) um diesen Fall zu klären. Die Bereitschaft den Kontakt zur Familie Konert aufrecht zu erhalten ist außergewöhnlich. Eine solche Menschlichkeit sieht man selten bei den ermittelnden Behörden. Stattdessen werden die Familien der Opfer nur all zu oft mit ihrem Schmerz allein gelassen, Fragen werden abgeblockt, Verdachtsmomente ignoriert und manchmal sogar ins Lächerliche gezogen. Ich wünsche Herrn Rusche fast so sehr, dass der Fall Katrin Konert zu seinen Lebzeiten noch aufgeklärt wird, wie der Familie Konert selbst. Viele Ermittler haben den einen Fall, der sie ihr Leben lang begleitet, der sie mehr als alle anderen berührt, der sie nie mehr wirklich loslässt, ob aufgeklärt oder nicht. Vielleicht ist Katrins Verschwinden dieser eine Fall für Herrn Rusche.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Es ist schon außergewöhnlich, dass sich bei den Ermittlungen in all den Jahren kein Fortschritt ergeben hat. Der Ermittlungsstand ist heute noch so wie unmittelbar nach der Tat. Darauf hat Herr Rusche hingewiesen.
Nichts wurde mehr von Katrin gefunden, was man vielleicht auf Spuren untersuchen könnte. Kein Zeuge hat sich gemeldet, der etwas Relevantes gesehen hat, beispielsweise in welches Fahrzeug sie eingestiegen ist. Man hat praktisch nur Zeugenaussagen in der Hand, die man auf Plausibilität und Widersprüche hin untersuchen kann. Das ist nicht sehr viel.
Bislang ist auch durch Zufall, etwa durch Pilzsammler oder Gassigänger nichts von ihr gefunden worden. Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Täter sich mit dem Verbergen der Leiche Zeit genommen hat. Zum Zeitpunkt des Verschwindens war der Boden gefroren. Man kann daher vermuten, dass sie nicht gleich vergraben worden ist sondern irgendwo zwischen gelagert wurde. Auf dem Land ist vieles möglich, denn da gibt es Scheunen und andere Nebengebäude, wo im Winter niemand nachschaut. Möglich ist es natürlich auch, dass der Täter so vorgegangen ist wie im Fall von Lolita Brieger, wo die Leiche auf einer Mülldeponie abgelegt worden ist. Das ist für einen Täter immer eine sichere Sache, wenn er es geschafft hat beim Ablegen unbeobachtet gewesen zu sein. Dennoch kommt es nicht so häufig vor, aus welchen Gründen auch immer. Ich vermute, dass nicht viele sich mit den Gepflogenheiten auf einer Mülldeponie so gut auskennen, dass sie dort unbeobachtet etwas ablegen können.
Sie muss meiner Meinung nach in ein Fahrzeug eingestiegen sein und zwar zu jemandem, der es nicht gut mit ihr gemeint hat. Hinweisgeber haben sich offensichtlich immer mal wieder gemeldet, ich denke da an den Hinweis auf Grabungsarbeiten auf einem Acker /Feld. Als die Polizei mit großem Aufwand nachgesucht hat, hat sich wieder mal nichts ergeben. Gerüchte muss es schon immer mal wieder gegeben haben. Ich denke da auch an die Kreidenachricht im Bushäuschen im Jahre 2017, also 16 Jahre nach der Tat. Immer noch scheint das Verschwinden von Katrin Thema in ihrer Heimat zu sein und die Leute zu beschäftigen.. Die Kreidenachricht enthält im Kern die Botschaft, dass Katrin sexuell missbraucht worden sei. Vielleicht ist da ein wahrer Kern dahinter, denn kein Rauch ohne Feuer. Ihr Freund war wesentlich älter als sie. Vielleicht hat das Männer in seinem Alter angespornt es auch bei ihr zu versuchen. Möglicherweise gingen einige davon aus, dass sie leicht zu haben sei, weil sie einen wesentlich älteren Freund hatte. Im Kopfkino mögen sich da bei manch einem illustre Szenen abgespielt haben und den Wunsch ausgelöst haben es ihm gleich zu tun. Jedenfalls könnte sich hieraus ein Tatmotiv und ein Auslöser zur Tat ergeben.
Gerüchte streuen bringt auf Dauer nichts, da muss mal Butter bei die Fische kommen. Die Gedanken an die Tat lassen sich ohnehin nicht wegschieben. Die tauchen wie Gespenster immer wieder auf.
Das Verhalten von Joachim kann ich schwer deuten. Ihm muss doch daran gelegen gewesen sein, dass seine junge Freundin sicher nach Hause kommt. Er wusste doch, dass sie nach Hause zurück muss und dass er dafür etwas organisieren muss, wie für die Hinfahrt. Eine Kabbelei ändert daran doch nichts, es sei denn, dass sie vor ihm direkt geflohen ist. Immerhin muss er nachmittags noch so fit gewesen sein, dass er aufstehen konnte und zusammen mit dem Freund im Auto fahren und Katrin abholen konnte. Das Treffen mit ihr muss ihm zu dem Zeitpunkt also noch wichtig gewesen sein. Es kann natürlich sein, dass er im Laufe des Nachmittags immer mehr getrunken hat, so dass ihm alles egal war. Jedenfalls hat der Freund der Schwester sein Verhalten später als seltsam bezeichnet und er habe wie zugekifft gewirkt.
Nichts wurde mehr von Katrin gefunden, was man vielleicht auf Spuren untersuchen könnte. Kein Zeuge hat sich gemeldet, der etwas Relevantes gesehen hat, beispielsweise in welches Fahrzeug sie eingestiegen ist. Man hat praktisch nur Zeugenaussagen in der Hand, die man auf Plausibilität und Widersprüche hin untersuchen kann. Das ist nicht sehr viel.
Bislang ist auch durch Zufall, etwa durch Pilzsammler oder Gassigänger nichts von ihr gefunden worden. Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Täter sich mit dem Verbergen der Leiche Zeit genommen hat. Zum Zeitpunkt des Verschwindens war der Boden gefroren. Man kann daher vermuten, dass sie nicht gleich vergraben worden ist sondern irgendwo zwischen gelagert wurde. Auf dem Land ist vieles möglich, denn da gibt es Scheunen und andere Nebengebäude, wo im Winter niemand nachschaut. Möglich ist es natürlich auch, dass der Täter so vorgegangen ist wie im Fall von Lolita Brieger, wo die Leiche auf einer Mülldeponie abgelegt worden ist. Das ist für einen Täter immer eine sichere Sache, wenn er es geschafft hat beim Ablegen unbeobachtet gewesen zu sein. Dennoch kommt es nicht so häufig vor, aus welchen Gründen auch immer. Ich vermute, dass nicht viele sich mit den Gepflogenheiten auf einer Mülldeponie so gut auskennen, dass sie dort unbeobachtet etwas ablegen können.
Sie muss meiner Meinung nach in ein Fahrzeug eingestiegen sein und zwar zu jemandem, der es nicht gut mit ihr gemeint hat. Hinweisgeber haben sich offensichtlich immer mal wieder gemeldet, ich denke da an den Hinweis auf Grabungsarbeiten auf einem Acker /Feld. Als die Polizei mit großem Aufwand nachgesucht hat, hat sich wieder mal nichts ergeben. Gerüchte muss es schon immer mal wieder gegeben haben. Ich denke da auch an die Kreidenachricht im Bushäuschen im Jahre 2017, also 16 Jahre nach der Tat. Immer noch scheint das Verschwinden von Katrin Thema in ihrer Heimat zu sein und die Leute zu beschäftigen.. Die Kreidenachricht enthält im Kern die Botschaft, dass Katrin sexuell missbraucht worden sei. Vielleicht ist da ein wahrer Kern dahinter, denn kein Rauch ohne Feuer. Ihr Freund war wesentlich älter als sie. Vielleicht hat das Männer in seinem Alter angespornt es auch bei ihr zu versuchen. Möglicherweise gingen einige davon aus, dass sie leicht zu haben sei, weil sie einen wesentlich älteren Freund hatte. Im Kopfkino mögen sich da bei manch einem illustre Szenen abgespielt haben und den Wunsch ausgelöst haben es ihm gleich zu tun. Jedenfalls könnte sich hieraus ein Tatmotiv und ein Auslöser zur Tat ergeben.
Gerüchte streuen bringt auf Dauer nichts, da muss mal Butter bei die Fische kommen. Die Gedanken an die Tat lassen sich ohnehin nicht wegschieben. Die tauchen wie Gespenster immer wieder auf.
Das Verhalten von Joachim kann ich schwer deuten. Ihm muss doch daran gelegen gewesen sein, dass seine junge Freundin sicher nach Hause kommt. Er wusste doch, dass sie nach Hause zurück muss und dass er dafür etwas organisieren muss, wie für die Hinfahrt. Eine Kabbelei ändert daran doch nichts, es sei denn, dass sie vor ihm direkt geflohen ist. Immerhin muss er nachmittags noch so fit gewesen sein, dass er aufstehen konnte und zusammen mit dem Freund im Auto fahren und Katrin abholen konnte. Das Treffen mit ihr muss ihm zu dem Zeitpunkt also noch wichtig gewesen sein. Es kann natürlich sein, dass er im Laufe des Nachmittags immer mehr getrunken hat, so dass ihm alles egal war. Jedenfalls hat der Freund der Schwester sein Verhalten später als seltsam bezeichnet und er habe wie zugekifft gewirkt.
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Ich habe mir nochmals den NDR Podcast angehört.
Die Schwester Nadine hat ausgesagt, dass auch sie nicht wusste, dass ihre Schwester am Nachmittag ihres Verschwindens den Freund Joachim in Bergen/Dumme besuchen wollte. Aus den Aussagen der Zeugen hat sich auch ergeben, dass Katrin nicht an der Bushaltestelle in der Nähe ihres Elternhauses auf ihren Freund und dessen Kumpel gewartet hat, sondern an der Bushaltestelle in Schlanze.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlanze
Indem sie einen längeren Fußweg in Kauf genommen hat, hat sie schon einigen Aufwand betrieben, damit die Familie nicht durch eine zufällige Beobachtung erfahren kann, mit wem sie sich trifft. Sie muss dann ganz genau gewusst haben, dass sie Probleme bekommt, wenn herauskommt, dass sie sich mit Joachim trifft. Die Beziehung zu ihm muss daher wohl schon mal mit den Eltern zur Diskussion gestanden haben, denn ansonsten hätte sie deren Reaktion auf ein Treffen nicht so gefürchtet und vermeiden wollen, dass es herauskommt, wo sie hingeht.
Von daher gesehen glaube ich auch nicht, dass sie Joachim über die Schwestern bzw. deren Freunde kennen gelernt hat. Ich kann es somit auch nachvollziehen, dass sie sich an dem Abend nicht getraut hat ihren Vater anzurufen, damit er sie abholt. Sie hat sicher befürchtet, dass es für sie Konsequenzen hat, wenn er sieht, dass sie sich mit Joachim getroffen hat. Ein Telefonanruf bei den Eltern war also für sie wohl keine Option. Joachim konnte ihr ohne Auto auch nicht helfen, so dass eine Rückkehr zu ihm sinnlos gewesen wäre.
Es spricht auch einiges dafür, dass sie nicht ewig in dem dunklen Bushäuschen auf einen Bus gewartet hat, denn dort war es ihr sicher unheimlich und es war angesichts des Wetters und des Feiertags auch gar nicht gesichert, wann und ob überhaupt ein Bus kommt. Ihr muss auch klar gewesen sein, dass sie dort kaum gesehen wird. Strategisch gesehen war der Standort äußerst ungünstig.
Christian und Tanja haben Katrin zuletzt in Höhe der Kirche gesehen. Sie hat sich also vom Bushäuschen fortbewegt. Es waren lt. Tanja auch nicht viele Autos unterwegs, da nach Einbruch der Dunkelheit in Bergen /Dumme die Bürgersteige hochgeklappt werden.
Ich halte es daher für möglich, dass sie irgendwo hingegangen ist, wo sie sich erhofft hat jemanden zu finden, der sie nach Hause fährt. Die Pizzeria wird das nicht gewesen sein, denn mit den Gästen Christian und Tanja war es ja schon geklärt, dass sie von denen keine Hilfe zu erwarten hat. Vielleicht ist sie deshalb letzten Endes zum Clubhaus der Nordmänner gegangen, weil sie sich dort von Joachims Kumpeln Hilfe erhofft hat. Das Clubhaus soll nicht so weit entfernt sein von der Bushaltestelle und ich habe es gelesen, dass es dort hin einen Schleichweg geben soll. Mangels Ortskenntnissen kann ich nicht beurteilen, ob das wirklich so ist. Es ist natürlich alles spekulativ.Es kommen auch andere Anlaufstellen in Betracht. Man wüsste wissen, welche Personen mit Auto sie dort in der Nähe gekannt hat.
Aber wenn man sich die dunkle Ecke anschaut, wo das Bushäuschen steht, dann ist es schon sehr wahrscheinlich, dass sie sich von dort fortbewegt hat und nicht passiv dort ausgeharrt hat.
Ich halte es allerdings auch für möglich, dass Joachim doch noch eine Mitfahrgelegenheit organisieren konnte und sie zusammen mit einem Fahrer am Bushäuschen oder in der Nähe aufgelesen hat. Da sie sich mit ihm gestritten hatte und seine Glieder vielleicht vom Trinken /Kiffen schon schwer waren, halte ich es für wahrscheinlicher, dass sie die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit selber in die Hand genommen hat und irgendwo aufgetaucht ist, weil das Smsen nichts gebracht hat..
Die Schwester Nadine hat ausgesagt, dass auch sie nicht wusste, dass ihre Schwester am Nachmittag ihres Verschwindens den Freund Joachim in Bergen/Dumme besuchen wollte. Aus den Aussagen der Zeugen hat sich auch ergeben, dass Katrin nicht an der Bushaltestelle in der Nähe ihres Elternhauses auf ihren Freund und dessen Kumpel gewartet hat, sondern an der Bushaltestelle in Schlanze.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlanze
Indem sie einen längeren Fußweg in Kauf genommen hat, hat sie schon einigen Aufwand betrieben, damit die Familie nicht durch eine zufällige Beobachtung erfahren kann, mit wem sie sich trifft. Sie muss dann ganz genau gewusst haben, dass sie Probleme bekommt, wenn herauskommt, dass sie sich mit Joachim trifft. Die Beziehung zu ihm muss daher wohl schon mal mit den Eltern zur Diskussion gestanden haben, denn ansonsten hätte sie deren Reaktion auf ein Treffen nicht so gefürchtet und vermeiden wollen, dass es herauskommt, wo sie hingeht.
Von daher gesehen glaube ich auch nicht, dass sie Joachim über die Schwestern bzw. deren Freunde kennen gelernt hat. Ich kann es somit auch nachvollziehen, dass sie sich an dem Abend nicht getraut hat ihren Vater anzurufen, damit er sie abholt. Sie hat sicher befürchtet, dass es für sie Konsequenzen hat, wenn er sieht, dass sie sich mit Joachim getroffen hat. Ein Telefonanruf bei den Eltern war also für sie wohl keine Option. Joachim konnte ihr ohne Auto auch nicht helfen, so dass eine Rückkehr zu ihm sinnlos gewesen wäre.
Es spricht auch einiges dafür, dass sie nicht ewig in dem dunklen Bushäuschen auf einen Bus gewartet hat, denn dort war es ihr sicher unheimlich und es war angesichts des Wetters und des Feiertags auch gar nicht gesichert, wann und ob überhaupt ein Bus kommt. Ihr muss auch klar gewesen sein, dass sie dort kaum gesehen wird. Strategisch gesehen war der Standort äußerst ungünstig.
Christian und Tanja haben Katrin zuletzt in Höhe der Kirche gesehen. Sie hat sich also vom Bushäuschen fortbewegt. Es waren lt. Tanja auch nicht viele Autos unterwegs, da nach Einbruch der Dunkelheit in Bergen /Dumme die Bürgersteige hochgeklappt werden.
Ich halte es daher für möglich, dass sie irgendwo hingegangen ist, wo sie sich erhofft hat jemanden zu finden, der sie nach Hause fährt. Die Pizzeria wird das nicht gewesen sein, denn mit den Gästen Christian und Tanja war es ja schon geklärt, dass sie von denen keine Hilfe zu erwarten hat. Vielleicht ist sie deshalb letzten Endes zum Clubhaus der Nordmänner gegangen, weil sie sich dort von Joachims Kumpeln Hilfe erhofft hat. Das Clubhaus soll nicht so weit entfernt sein von der Bushaltestelle und ich habe es gelesen, dass es dort hin einen Schleichweg geben soll. Mangels Ortskenntnissen kann ich nicht beurteilen, ob das wirklich so ist. Es ist natürlich alles spekulativ.Es kommen auch andere Anlaufstellen in Betracht. Man wüsste wissen, welche Personen mit Auto sie dort in der Nähe gekannt hat.
Aber wenn man sich die dunkle Ecke anschaut, wo das Bushäuschen steht, dann ist es schon sehr wahrscheinlich, dass sie sich von dort fortbewegt hat und nicht passiv dort ausgeharrt hat.
Ich halte es allerdings auch für möglich, dass Joachim doch noch eine Mitfahrgelegenheit organisieren konnte und sie zusammen mit einem Fahrer am Bushäuschen oder in der Nähe aufgelesen hat. Da sie sich mit ihm gestritten hatte und seine Glieder vielleicht vom Trinken /Kiffen schon schwer waren, halte ich es für wahrscheinlicher, dass sie die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit selber in die Hand genommen hat und irgendwo aufgetaucht ist, weil das Smsen nichts gebracht hat..
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Interessant ihr wohnort...hauptstr. von uelzen nach luechow
Nebenort rosche...da wo im fall goehrde morde der vater von bernd m. Koepp. Wohnte u. Die muehle renovierte
Vielleicht war der wirkliche goehrde moerder..den wir noch nicht kennen erneut auf achse.....falls es einen zweiten helfer gab. Scherz beiseite.
So wie es fuer mich aussieht, kannte katrin ihren moerder gut.
Mordgrund duerften unerwuenschte sexuelle uebergriffe gewesen sein.... ..u. drohung ihrerseits mit anzeige.
Die einsame gegend dort....ich war dieses jahr in um suhlendorf wird dem moerder...wie schon von angra beschrieben...sichere moeglichkeiten der zwischenlagerung gegeben haben..u. danach eurde sie richtig entsorgt...verbrannt, zersaegt u. Reste nach auslaufen u. Austrocknen in blaue grosse zugebundene muelltueten...zur deponie entsorgt...oder irgendwo den gruenen punkt erhalten......ich meine erdgrab..
suche nach ihr unmoeglich...stecknadel im heuhaufen.
wie von angra beschrieben...sehr gute moeglichkeiten dort furr einheimische...wo jeder sicherlich einen oder mehrere geheime plaetze kennt.
Verwesung der leiche erzielen wie bei den goehrde morden im wald......der taeter wird mehr angst gehabt haben u. War vorsichtiger.
Herr rusche duerfte wissen, wer der taeter war....konnte es ihm nicht nachweisen. Er duerfte bei der aussage eine luege benutzt haben, die auffiel, aber nicht zu wiederlegen war.......die neue kripo leiterin will ja noch mal alle akten ausfuehrlich studieren
Wodurch kann er aufgefallen sein. Blaue flecke, kratzer, danach mehr alkohol, autoverkauf, abkapselung von alten verbindungen.....ernster geworden.
Meine meinung
Ps bergen dumme nach suhlendorf ca. 16km
Fuer mich ungewohnte tote gegend
Kuhdoerfer, felder, bauernhaeuser etc.
warum zog die familie dorthin.?
der vater sagte im interview, seine kinder sollten besser u. ruhiger aufwachsen als in magdeburg.
gab es in magdeb. schon schwierigkeiten.
hatte katrin zugang zur pille.
ungewollte schwangerschaft....
wenn der freund sie doch noch mit einem anderen mann aufgabelte...muss es unterwegs zu einem ernsten streit gekommen sein. das thema wurde vielleicht nie bekannt.
ich finde es erstaunlich, was sich katrin fuer ein leben kurz nach ihrem 15. geburstag ermoeglicht hat.
man muss die einsamkeit der orte dort kennen...per anhalter fahren, davor soll sie jedoch mit nachdruck gewarnt worden sein.
sie kannte mehrere junge maenner mit auto....gerade erst 15jahre. .machte sie sich aelter...ihr halsband sagt mehr aus.
das die eltern da nicht eingeschritten sind??? eben magdeburger......andere liga
Nebenort rosche...da wo im fall goehrde morde der vater von bernd m. Koepp. Wohnte u. Die muehle renovierte
Vielleicht war der wirkliche goehrde moerder..den wir noch nicht kennen erneut auf achse.....falls es einen zweiten helfer gab. Scherz beiseite.
So wie es fuer mich aussieht, kannte katrin ihren moerder gut.
Mordgrund duerften unerwuenschte sexuelle uebergriffe gewesen sein.... ..u. drohung ihrerseits mit anzeige.
Die einsame gegend dort....ich war dieses jahr in um suhlendorf wird dem moerder...wie schon von angra beschrieben...sichere moeglichkeiten der zwischenlagerung gegeben haben..u. danach eurde sie richtig entsorgt...verbrannt, zersaegt u. Reste nach auslaufen u. Austrocknen in blaue grosse zugebundene muelltueten...zur deponie entsorgt...oder irgendwo den gruenen punkt erhalten......ich meine erdgrab..
suche nach ihr unmoeglich...stecknadel im heuhaufen.
wie von angra beschrieben...sehr gute moeglichkeiten dort furr einheimische...wo jeder sicherlich einen oder mehrere geheime plaetze kennt.
Verwesung der leiche erzielen wie bei den goehrde morden im wald......der taeter wird mehr angst gehabt haben u. War vorsichtiger.
Herr rusche duerfte wissen, wer der taeter war....konnte es ihm nicht nachweisen. Er duerfte bei der aussage eine luege benutzt haben, die auffiel, aber nicht zu wiederlegen war.......die neue kripo leiterin will ja noch mal alle akten ausfuehrlich studieren
Wodurch kann er aufgefallen sein. Blaue flecke, kratzer, danach mehr alkohol, autoverkauf, abkapselung von alten verbindungen.....ernster geworden.
Meine meinung
Ps bergen dumme nach suhlendorf ca. 16km
Fuer mich ungewohnte tote gegend
Kuhdoerfer, felder, bauernhaeuser etc.
warum zog die familie dorthin.?
der vater sagte im interview, seine kinder sollten besser u. ruhiger aufwachsen als in magdeburg.
gab es in magdeb. schon schwierigkeiten.
hatte katrin zugang zur pille.
ungewollte schwangerschaft....
wenn der freund sie doch noch mit einem anderen mann aufgabelte...muss es unterwegs zu einem ernsten streit gekommen sein. das thema wurde vielleicht nie bekannt.
ich finde es erstaunlich, was sich katrin fuer ein leben kurz nach ihrem 15. geburstag ermoeglicht hat.
man muss die einsamkeit der orte dort kennen...per anhalter fahren, davor soll sie jedoch mit nachdruck gewarnt worden sein.
sie kannte mehrere junge maenner mit auto....gerade erst 15jahre. .machte sie sich aelter...ihr halsband sagt mehr aus.
das die eltern da nicht eingeschritten sind??? eben magdeburger......andere liga
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
Ich gehe nach den bisher vorliegenden Informationen davon aus, dass die Polizei sehr wohl Tatverdächtige im Visier hat, denen sie aber die Tat nicht nachweisen kann.
Wenn ich nach den Informationen aus der ersten Folge des Podcasts gehe, dann hat sie maximal vier Tatverdächtige im Focus, die allesamt aus dem Umfeld von Katrin stammen. Es dürfte sich um Joachim, Christian, Sven und Martin handeln. An einen fremden Täter glaube ich nicht. Alleine das Zeitfenster ist sehr knapp, wo ein Fremder hätte auf Katrin treffen können. Gegen 18. 45 Uhr hat sie nach Angaben von Joachim seine Wohnung verlassen. Gegen 19 Uhr hat sie noch mit Martin gesprochen und es angeblich abgelehnt mit ihm zu fahren. Gegen 19.30 konnte sie schon eine SMS nicht mehr empfangen, die ihre Schwester Jacqueline ihr zukommen lassen wollte.
Offenbar sieht die Polizei bei der Tat keinen sexuellen Hintergrund, denn es war zu lesen, dass gegen einen Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags geführt worden ist, was wieder eingestellt werden musste mangels Beweis. Würde sie von einem sexuellen Bezug ausgehen, dann hätte wegen Mordes ermittelt werden müssen, weil Katrin dann getötet worden wäre um eine sexuelle Straftat zu verdecken. Die Polizei geht meiner Meinung nach davon aus, dass ein Streit zwischen Täter und Opfer eskaliert ist und dass Katrin dadurch als Ergebnis getötet worden ist. Das kann sehr gut sein.
Ich sehe den doppelt so alten Freund in erster Linie als Tatverdächtigen, denn er hat einen Streit mit ihr vor dem Verschwinden zugegeben und ich vermute mal, dass sie aus diesem Streit heraus auch nicht von ihm nach Hause gebracht werden wollte und seine Wohnung verlassen hat. In ihrer Wut auf ihn wird es ihr egal gewesen sein, ob sie eine andere Mitfahrgelegenheit findet.
Ich vermute weiter, dass ihre Schwester Nadine sehr wohl wusste, dass sie sich an diesem Nachmittag bei Joachim aufgehalten hat, denn es ist lebensfremd anzunehmen, dass sie es der älteren Schwester nicht anvertraut hat. Das Verhältnis war innig genug, als dass sie nicht einfach das Haus verlässt ohne sie einzuweihen, wo sie hingeht. Ich gehe davon aus, dass nur die Eltern nichts wussten. Dass Joachims Fahrzeug nicht einsatzbereit war, kann nur er ausgesagt haben und da er verdächtig ist, ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen. Dass er Katrin zusammen mit einen Freund in dessen Auto von der Bushaltestelle abgeholt hat, kann den Grund haben, dass beide zusammen von einer Silvesterfeier kamen und auf dem Weg nach Hause haben sie halt die Katrin aufgelesen.
Ich nehme auch an, dass die SMS , die Nadine erhalten hat, von ihm verschickt worden ist. Er hat angekündigt, dass "sie" ( also Katrin) zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr nach Hause kommt. Ich halte es nicht für einen bloßen Versprecher, dass Nadine als sie den Inhalt der SMS wiedergegeben hat, gesagt hat, "sie" kommt nach Hause, statt "ich " komme nach Hause. Joachim wird die Formulierung "sie" verwendet haben. Anschließend hat Nadine die SMS gelöscht, damit die Eltern nicht sehen können von wem die SMS kam. Ich vermute auch, dass Thilo Bescheid wusste. Er hat Katrin womöglich auch deshalb nicht nach Hause gefahren, weil er der Auffassung war, dass das Joachims Aufgabe war und dass er nicht involviert werden wollte, weil er nicht deren Büttel ist. Einen plausiblen Grund konnte er nämlich nicht angeben, warum er sie nicht gefahren hat, wo er sie doch so oft gefahren hat.Er hat einfach nur gesagt, dass er nicht weiß, warum er es nicht getan hat. Das ist eine schwache Aussage.Schwach ist auch die Aussage, dass sie Joachims Telefonnummer in Katrins Zimmer gefunden haben, so dass sie dadurch erst den Kontakt herstellen konnten.
In einem denkbaren Szenario ist Joachim Katrin hinterher gefahren, als sie das Haus verlassen hat und hat sie an der Bushaltestelle aufgelesen und ins Auto genommen, um sie nach Hause zu fahren. Unterwegs könnte dann der Streit fortgeführt worden sein und eskaliert sein.
An zweiter Stelle halte ich den Martin für verdächtig, denn er war der letzte, der mit Katrin gesprochen hat und seine Aussage beinhaltet Widersprüche. Einmal sagte er, dass sie nicht mit ihm fahren wollte, weil er zu schnell fährt, ein anderes mal sagte er, dass er sie nicht fahren konnte, weil der Benzintank eine solche Fahrt nicht hergegeben hätte.
Den Telefonanruf aus Nürnberg halte ich für relevant und zwar , weil jemand ihn aus dem Bekanntenkreis der Schwester getätigt haben muss, da ihre Telefonnummer nur einem begrenzten Kreis bekannt war. Aus dem Bekanntenkreis stammt auch der Täter und ich vermute stark, dass eine Mitwisserin die Polizei auf eine falsche Fährte nach Berlin locken wollte, weil die dem Tatverdächtigen vielleicht damals schon so dicht auf den Fersen waren, dass er den Atem der Verfolger im Nacken spüren konnte. Diese Frau, die möglicherweise den osteuropäischen Akzent nur nachgeahmt hat, sollte statt den Tatverdächtigen zu schützen sich mal darauf besinnen, wie es einem geht, wenn man nicht weiß, was aus der Schwester bzw. der Tochter geworden ist. Es ist doch direkt unverschämt die Schwester noch mit einem solchen Anruf zu behelligen.
Die Kreidenachrichten halte ich eher für nicht relevant. Das war meiner Meinung nach Gekritzel von Jugendlichen, die sich wichtig machen wollten und die irgendein Gerücht weitergeben wollten, was sie irgendwo aufgeschnappt haben.
Ich bin gespannt auf die heutige Sendung. Vielleicht gibt es weitere Neuigkeiten.
Wenn ich nach den Informationen aus der ersten Folge des Podcasts gehe, dann hat sie maximal vier Tatverdächtige im Focus, die allesamt aus dem Umfeld von Katrin stammen. Es dürfte sich um Joachim, Christian, Sven und Martin handeln. An einen fremden Täter glaube ich nicht. Alleine das Zeitfenster ist sehr knapp, wo ein Fremder hätte auf Katrin treffen können. Gegen 18. 45 Uhr hat sie nach Angaben von Joachim seine Wohnung verlassen. Gegen 19 Uhr hat sie noch mit Martin gesprochen und es angeblich abgelehnt mit ihm zu fahren. Gegen 19.30 konnte sie schon eine SMS nicht mehr empfangen, die ihre Schwester Jacqueline ihr zukommen lassen wollte.
Offenbar sieht die Polizei bei der Tat keinen sexuellen Hintergrund, denn es war zu lesen, dass gegen einen Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags geführt worden ist, was wieder eingestellt werden musste mangels Beweis. Würde sie von einem sexuellen Bezug ausgehen, dann hätte wegen Mordes ermittelt werden müssen, weil Katrin dann getötet worden wäre um eine sexuelle Straftat zu verdecken. Die Polizei geht meiner Meinung nach davon aus, dass ein Streit zwischen Täter und Opfer eskaliert ist und dass Katrin dadurch als Ergebnis getötet worden ist. Das kann sehr gut sein.
Ich sehe den doppelt so alten Freund in erster Linie als Tatverdächtigen, denn er hat einen Streit mit ihr vor dem Verschwinden zugegeben und ich vermute mal, dass sie aus diesem Streit heraus auch nicht von ihm nach Hause gebracht werden wollte und seine Wohnung verlassen hat. In ihrer Wut auf ihn wird es ihr egal gewesen sein, ob sie eine andere Mitfahrgelegenheit findet.
Ich vermute weiter, dass ihre Schwester Nadine sehr wohl wusste, dass sie sich an diesem Nachmittag bei Joachim aufgehalten hat, denn es ist lebensfremd anzunehmen, dass sie es der älteren Schwester nicht anvertraut hat. Das Verhältnis war innig genug, als dass sie nicht einfach das Haus verlässt ohne sie einzuweihen, wo sie hingeht. Ich gehe davon aus, dass nur die Eltern nichts wussten. Dass Joachims Fahrzeug nicht einsatzbereit war, kann nur er ausgesagt haben und da er verdächtig ist, ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen. Dass er Katrin zusammen mit einen Freund in dessen Auto von der Bushaltestelle abgeholt hat, kann den Grund haben, dass beide zusammen von einer Silvesterfeier kamen und auf dem Weg nach Hause haben sie halt die Katrin aufgelesen.
Ich nehme auch an, dass die SMS , die Nadine erhalten hat, von ihm verschickt worden ist. Er hat angekündigt, dass "sie" ( also Katrin) zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr nach Hause kommt. Ich halte es nicht für einen bloßen Versprecher, dass Nadine als sie den Inhalt der SMS wiedergegeben hat, gesagt hat, "sie" kommt nach Hause, statt "ich " komme nach Hause. Joachim wird die Formulierung "sie" verwendet haben. Anschließend hat Nadine die SMS gelöscht, damit die Eltern nicht sehen können von wem die SMS kam. Ich vermute auch, dass Thilo Bescheid wusste. Er hat Katrin womöglich auch deshalb nicht nach Hause gefahren, weil er der Auffassung war, dass das Joachims Aufgabe war und dass er nicht involviert werden wollte, weil er nicht deren Büttel ist. Einen plausiblen Grund konnte er nämlich nicht angeben, warum er sie nicht gefahren hat, wo er sie doch so oft gefahren hat.Er hat einfach nur gesagt, dass er nicht weiß, warum er es nicht getan hat. Das ist eine schwache Aussage.Schwach ist auch die Aussage, dass sie Joachims Telefonnummer in Katrins Zimmer gefunden haben, so dass sie dadurch erst den Kontakt herstellen konnten.
In einem denkbaren Szenario ist Joachim Katrin hinterher gefahren, als sie das Haus verlassen hat und hat sie an der Bushaltestelle aufgelesen und ins Auto genommen, um sie nach Hause zu fahren. Unterwegs könnte dann der Streit fortgeführt worden sein und eskaliert sein.
An zweiter Stelle halte ich den Martin für verdächtig, denn er war der letzte, der mit Katrin gesprochen hat und seine Aussage beinhaltet Widersprüche. Einmal sagte er, dass sie nicht mit ihm fahren wollte, weil er zu schnell fährt, ein anderes mal sagte er, dass er sie nicht fahren konnte, weil der Benzintank eine solche Fahrt nicht hergegeben hätte.
Den Telefonanruf aus Nürnberg halte ich für relevant und zwar , weil jemand ihn aus dem Bekanntenkreis der Schwester getätigt haben muss, da ihre Telefonnummer nur einem begrenzten Kreis bekannt war. Aus dem Bekanntenkreis stammt auch der Täter und ich vermute stark, dass eine Mitwisserin die Polizei auf eine falsche Fährte nach Berlin locken wollte, weil die dem Tatverdächtigen vielleicht damals schon so dicht auf den Fersen waren, dass er den Atem der Verfolger im Nacken spüren konnte. Diese Frau, die möglicherweise den osteuropäischen Akzent nur nachgeahmt hat, sollte statt den Tatverdächtigen zu schützen sich mal darauf besinnen, wie es einem geht, wenn man nicht weiß, was aus der Schwester bzw. der Tochter geworden ist. Es ist doch direkt unverschämt die Schwester noch mit einem solchen Anruf zu behelligen.
Die Kreidenachrichten halte ich eher für nicht relevant. Das war meiner Meinung nach Gekritzel von Jugendlichen, die sich wichtig machen wollten und die irgendein Gerücht weitergeben wollten, was sie irgendwo aufgeschnappt haben.
Ich bin gespannt auf die heutige Sendung. Vielleicht gibt es weitere Neuigkeiten.
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AngRa
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Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001
@samiqu
Danke für den Hinweis auf den zweiten Teil der Serie.
Im zweiten Teil "Ein taffes Mädchen" kommen zwei Lehrer zu Wort, die Katrin kannten und die berichtet haben, dass sie die 8. Klasse wiederholt hat. Katrin wurde von ihnen als ganz normales Mädchen wahrgenommen, aber auch als Teil einer durchsetzungsfähigen Gruppe bestehend aus drei älteren Schwestern und einer Cousine Nancy. Die Cousine soll auf dem Schulhof das Sagen gehabt haben.
Interessant finde ich die Aussage ihrer damals besten Freundin Stefanie. Joachim war Stefanies Ex-Schwager und Katrin hat ihn kennengelernt als er sie, Stefanie, von der Schule abgeholt hat. Katrin war sehr verliebt in ihn und sie war wohl auch eifersüchtig, denn sie konnte es beispielsweise nicht ertragen, wenn er Stefanie als Ex-Schwägerin freundschaftlich umarmt hat. Interessant ist, dass Stefanie ganz in der Nähe von Joachim gewohnt hat. Umso unverständlicher ist es aus meiner Sicht, dass Katrin Stefanie nicht aufgesucht hat, als sie Joachims Wohnung verlassen hat, zumal sie Stefanie den Eltern gegenüber als Alibi angegeben hat. Sie hätte doch dann von Stefanie aus den Vater anrufen und bitten können sie dort abzuholen. Das wäre doch die einfachste Lösung gewesen. Dass sie es nicht getan hat, muss einen Grund haben. Sie muss sicher davon ausgegangen sein, dass jemand sie nach Hause fährt. Vielleicht hat sie darauf gebaut, dass es Joachim ist, dass er trotz des Streits und des Verlassens seiner Wohnung einlenkt und hinter ihr herkommt und sie fährt.
Stefanie hat meiner Meinung nach eine wichtige Aussage gemacht.
Danke für den Hinweis auf den zweiten Teil der Serie.
Im zweiten Teil "Ein taffes Mädchen" kommen zwei Lehrer zu Wort, die Katrin kannten und die berichtet haben, dass sie die 8. Klasse wiederholt hat. Katrin wurde von ihnen als ganz normales Mädchen wahrgenommen, aber auch als Teil einer durchsetzungsfähigen Gruppe bestehend aus drei älteren Schwestern und einer Cousine Nancy. Die Cousine soll auf dem Schulhof das Sagen gehabt haben.
Interessant finde ich die Aussage ihrer damals besten Freundin Stefanie. Joachim war Stefanies Ex-Schwager und Katrin hat ihn kennengelernt als er sie, Stefanie, von der Schule abgeholt hat. Katrin war sehr verliebt in ihn und sie war wohl auch eifersüchtig, denn sie konnte es beispielsweise nicht ertragen, wenn er Stefanie als Ex-Schwägerin freundschaftlich umarmt hat. Interessant ist, dass Stefanie ganz in der Nähe von Joachim gewohnt hat. Umso unverständlicher ist es aus meiner Sicht, dass Katrin Stefanie nicht aufgesucht hat, als sie Joachims Wohnung verlassen hat, zumal sie Stefanie den Eltern gegenüber als Alibi angegeben hat. Sie hätte doch dann von Stefanie aus den Vater anrufen und bitten können sie dort abzuholen. Das wäre doch die einfachste Lösung gewesen. Dass sie es nicht getan hat, muss einen Grund haben. Sie muss sicher davon ausgegangen sein, dass jemand sie nach Hause fährt. Vielleicht hat sie darauf gebaut, dass es Joachim ist, dass er trotz des Streits und des Verlassens seiner Wohnung einlenkt und hinter ihr herkommt und sie fährt.
Stefanie hat meiner Meinung nach eine wichtige Aussage gemacht.
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