Iven hat geschrieben:PS: Als Tatmotive kommen für mich nur Hass gegen Obdachlose und Mordlust infrage.
Mit Verlaub, das ist Quatsch, was Du da schreibst. Die Kripo arbeitet hier lediglich den Teil der eingegangenen Zeugenhinweise ab, den sie nicht weiter/näher verifizieren kann. Das ist Standard bei der Polizei bzw. gehört zum kleinen 1x1 der Ermittlungsarbeit und hat rein gar nichts mit Andeutung auf eine Beziehungstat zu tun.Beck hat geschrieben:Klingt auf den ersten Blick plausibel. Aber: Die jüngsten Fragen der Polizei zielen deutlich auf das Beziehungsumfeld von Herrn Straten, deuten also auf eine Beziehungstat an.
Es ist, glaube ich, allgemein bekannt, dass die Polizei stets von innen nach außen ermittelt, was ja auch vollkommen richtig ist (machen wir beispielsweise bei uns im PET nicht anders). Aber irgendwann ist auch der Zeitpunkt gekommen, wo prioritär das "Außen" in den Fokus der Ermittlungen rücken muss. Nämlich dann, wenn die Ermittlungen nach innen über einen längeren Zeitraum ständig nur ins Leere führen und außer vielleicht ein paar Trugspuren nichts ergeben. Ich glaube jedoch, dass es den besagten Zeitpunkt für die zuständige Soko in Koblenz nie geben wird, weil dann unter anderem auch die dort lebenden Flüchtlinge ins Spiel kämen, was aber von den dort verantwortlichen Politikern natürlich nicht gewollt ist und somit schon der geringste Ansatz in diese Richtung von ihnen im Keim erstickt werden würde.
In diesem Kontext dürfte es den politisch Verantwortlichen (und vielleicht auch der Soko Hauptfriedhof, das will ich jetzt aber nicht unterstellen) auch sehr zupasskommen, dass das Opfer ja nur ein "Penner" war. Noch dazu ein "Penner" ohne Angehörige*, Freunde etc., die - würde es sie geben - medial Druck auf die Ermittlungsbehörden ausüben könnten und wahrscheinlich auch würden. Und diesen Druck, insbesondere durch Angehörige, sollte man nicht unterschätzen, der kann durchaus einiges bewirken. Da das aber auch die Ermittler, Staatsanwaltschaft und alle anderen, die in irgendeiner Weise mit dem Fall zu tun haben, wissen, werden diese alles andere als traurig darüber sein, dass er hier entfällt.
* Gerd Michael Stratens sicherlich schon sehr alte Mutter habe ich jetzt mal bewusst außen vor gelassen, da sie sehr wahrscheinlich nicht mehr die Kraft haben wird, sich regelmäßig mit den Ermittlungsbehörden auseinanderzusetzen und ggf. Druck auf sie auszuüben.
Da es sich hier mutmaßlich nicht um einen Terroranschlag handelt, ist auch das als eine schlichte Standardaussage der Polizei zu betrachten/werten. Einfach, um die Menschen in Koblenz und Umgebung nicht in Unruhe bzw. Panik zu versetzen. Was passiert wäre, wenn die Kripo (bei der PK) Gegenteiliges kommuniziert hätte, kann sich, glaube ich, jeder selbst ausmalen.Beck hat geschrieben:Und die Polizei hat schon früh kommuniziert, dass keine Gefahr für Dritte mehr besteht.
Fakt ist jedoch, dass der gesamte Friedhof monatelang polizeilich intensiv überwacht wurde und derzeit immer noch wird. Das ist für mich ein klares, essenzielles und unwiderlegbares Indiz, dass sehr wohl eine Gefahr für die in Koblenz und Umgebung lebende Bevölkerung bestand und vermutlich immer noch besteht.
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