MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

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Iven
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Iven hat geschrieben:PS: Als Tatmotive kommen für mich nur Hass gegen Obdachlose und Mordlust infrage.
Beck hat geschrieben:Klingt auf den ersten Blick plausibel. Aber: Die jüngsten Fragen der Polizei zielen deutlich auf das Beziehungsumfeld von Herrn Straten, deuten also auf eine Beziehungstat an.
Mit Verlaub, das ist Quatsch, was Du da schreibst. Die Kripo arbeitet hier lediglich den Teil der eingegangenen Zeugenhinweise ab, den sie nicht weiter/näher verifizieren kann. Das ist Standard bei der Polizei bzw. gehört zum kleinen 1x1 der Ermittlungsarbeit und hat rein gar nichts mit Andeutung auf eine Beziehungstat zu tun.

Es ist, glaube ich, allgemein bekannt, dass die Polizei stets von innen nach außen ermittelt, was ja auch vollkommen richtig ist (machen wir beispielsweise bei uns im PET nicht anders). Aber irgendwann ist auch der Zeitpunkt gekommen, wo pri­o­ri­tär das "Außen" in den Fokus der Ermittlungen rücken muss. Nämlich dann, wenn die Ermittlungen nach innen über einen längeren Zeitraum ständig nur ins Leere führen und außer vielleicht ein paar Trugspuren nichts ergeben. Ich glaube jedoch, dass es den besagten Zeitpunkt für die zuständige Soko in Koblenz nie geben wird, weil dann unter anderem auch die dort lebenden Flüchtlinge ins Spiel kämen, was aber von den dort verantwortlichen Politikern natürlich nicht gewollt ist und somit schon der geringste Ansatz in diese Richtung von ihnen im Keim erstickt werden würde.

In diesem Kon­text dürfte es den politisch Verantwortlichen (und vielleicht auch der Soko Hauptfriedhof, das will ich jetzt aber nicht unterstellen) auch sehr zupasskommen, dass das Opfer ja nur ein "Penner" war. Noch dazu ein "Penner" ohne Angehörige*, Freunde etc., die - würde es sie geben - medial Druck auf die Ermittlungsbehörden ausüben könnten und wahrscheinlich auch würden. Und diesen Druck, insbesondere durch Angehörige, sollte man nicht unterschätzen, der kann durchaus einiges bewirken. Da das aber auch die Ermittler, Staatsanwaltschaft und alle anderen, die in irgendeiner Weise mit dem Fall zu tun haben, wissen, werden diese alles andere als traurig darüber sein, dass er hier entfällt.

* Gerd Michael Stratens sicherlich schon sehr alte Mutter habe ich jetzt mal bewusst außen vor gelassen, da sie sehr wahrscheinlich nicht mehr die Kraft haben wird, sich regelmäßig mit den Ermittlungsbehörden auseinanderzusetzen und ggf. Druck auf sie auszuüben.

Beck hat geschrieben:Und die Polizei hat schon früh kommuniziert, dass keine Gefahr für Dritte mehr besteht.
Da es sich hier mutmaßlich nicht um einen Terroranschlag handelt, ist auch das als eine schlichte Standardaussage der Polizei zu betrachten/werten. Einfach, um die Menschen in Koblenz und Umgebung nicht in Unruhe bzw. Panik zu versetzen. Was passiert wäre, wenn die Kripo (bei der PK) Gegenteiliges kommuniziert hätte, kann sich, glaube ich, jeder selbst ausmalen.

Fakt ist jedoch, dass der gesamte Friedhof monatelang polizeilich intensiv überwacht wurde und derzeit immer noch wird. Das ist für mich ein klares, essenzielles und unwiderlegbares Indiz, dass sehr wohl eine Gefahr für die in Koblenz und Umgebung lebende Bevölkerung bestand und vermutlich immer noch besteht.
Wann wird er kommen, der gesetzliche Feiertag "Tag der Befreiung von linker Ideologie"?
Jenni83
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jenni83 »

Iven, klasse Beitrag! Ich stimme dir wieder mal 100 % zu in allem was du geschrieben hast. Genauso sehe ich das auch! Wobei ich aber denke Freunde etc könnten auch nicht viel ausrichten, maximal Verwandte in gerader Linie oder Ehepartner, wo ja in diesem Fall aber nur die Mutter bleibt. Ansonsten hat man ja doch keine Rechte irgendetwas zu erfahren oder durchzusetzen.
Fragezeichen
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fragezeichen »

Ich denke mal, dass niemand in der Runde hier weiß, gegen wen ermittelt wird und gegen wen nicht. Der Justizminister in RLP wird von der FDP gestellt und diese steht mittlerweile relativ weit rechts. Ich glaube sogar, dass der Druck relativ groß ist, diesen Fall zu lösen - nicht zuletzt wegen der Abscheulichkeit der Tat. Diese hat zu großer Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Ich selbst möchte diesen Friedhof niemals besuchen - auch wenn er ein von der UNESCO geschütztes Kulturerbe ist. Egal wer es ist, der/die Täter muss/müssen sehr hart bestraft werden!
Beck
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Beck »

Iven hat geschrieben:Mit Verlaub, das ist Quatsch, was Du da schreibst.
Wenn eine von Deiner eigenen Meinung abweichende Sicht für Dich gleich pauschal Quatsch ist ... Na ja, auch das ist eine Form von Diskussionskultur, wenn auch keine gute.
Beck hat geschrieben:Und die Polizei hat schon früh kommuniziert, dass keine Gefahr für Dritte mehr besteht.
Iven hat geschrieben:Da es sich hier mutmaßlich nicht um einen Terroranschlag handelt, ist auch das als eine schlichte Standardaussage der Polizei zu betrachten/werten. Einfach, um die Menschen in Koblenz und Umgebung nicht in Unruhe bzw. Panik zu versetzen. Was passiert wäre, wenn die Kripo (bei der PK) Gegenteiliges kommuniziert hätte, kann sich, glaube ich, jeder selbst ausmalen.

Fakt ist jedoch, dass der gesamte Friedhof monatelang polizeilich intensiv überwacht wurde und derzeit immer noch wird. Das ist für mich ein klares, essenzielles und unwiderlegbares Indiz, dass sehr wohl eine Gefahr für die in Koblenz und Umgebung lebende Bevölkerung bestand und vermutlich immer noch besteht.
Nein, das ist eben keine "schlichte Standardaussage." Viele waren sich hier einig, dass diese Aussage mit der fehlenden Gefahr für Dritte nur passt, wenn der Anschlag gezielt Herrn Straten galt. Die Überwachung der Örtlichkeit steht dazu nicht im Widerspruch: Sie kann auch dem Ziel dienen, den oder die Mörder bei einer Rückkehr zum Tatort abzugreifen. Vielleicht haben sie etwas zurückgelassen?
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Iven
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Iven hat geschrieben:Mit Verlaub, das ist Quatsch, was Du da schreibst.
Beck hat geschrieben:Wenn eine von Deiner eigenen Meinung abweichende Sicht für Dich gleich pauschal Quatsch ist ... Na ja, auch das ist eine Form von Diskussionskultur, wenn auch keine gute.
Nur mit dem Unterschied, dass es sich hierbei nicht um meine eigene Meinung, sondern um Fachwissen handelt. Das sollte man schon richtig einordnen können, bevor man hier den Oberlehrer spielt. :)

Beck hat geschrieben:Und die Polizei hat schon früh kommuniziert, dass keine Gefahr für Dritte mehr besteht.
Iven hat geschrieben:Da es sich hier mutmaßlich nicht um einen Terroranschlag handelt, ist auch das als eine schlichte Standardaussage der Polizei zu betrachten/werten. Einfach, um die Menschen in Koblenz und Umgebung nicht in Unruhe bzw. Panik zu versetzen. Was passiert wäre, wenn die Kripo (bei der PK) Gegenteiliges kommuniziert hätte, kann sich, glaube ich, jeder selbst ausmalen.

Fakt ist jedoch, dass der gesamte Friedhof monatelang polizeilich intensiv überwacht wurde und derzeit immer noch wird. Das ist für mich ein klares, essenzielles und unwiderlegbares Indiz, dass sehr wohl eine Gefahr für die in Koblenz und Umgebung lebende Bevölkerung bestand und vermutlich immer noch besteht.
Beck hat geschrieben:Nein, das ist eben keine "schlichte Standardaussage." Viele waren sich hier einig, dass diese Aussage mit der fehlenden Gefahr für Dritte nur passt, wenn der Anschlag gezielt Herrn Straten galt.
Sorry, nicht böse gemeint, aber das grenzt an Kindergartengeschwätz. Nur weil viele sich hier einig waren ... liegst Du also richtig und ich falsch. Das ist ein Totschlagargument, aber träum' ruhig weiter ... ;)

Beck hat geschrieben:Die Überwachung der Örtlichkeit steht dazu nicht im Widerspruch: Sie kann auch dem Ziel dienen, den oder die Mörder bei einer Rückkehr zum Tatort abzugreifen. Vielleicht haben sie etwas zurückgelassen?
Das glaubst Du allen Ernstes!?? :lol: Na ja, wenn die Täter ähnlich schlau sind wie die berühmt-berüchtigten Panzerknacker, dann könntest Du natürlich Recht haben.
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tonne
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

Fragezeichen hat geschrieben:Ich denke mal, dass niemand in der Runde hier weiß, gegen wen ermittelt wird und gegen wen nicht. Der Justizminister in RLP wird von der FDP gestellt und diese steht mittlerweile relativ weit rechts. Ich glaube sogar, dass der Druck relativ groß ist, diesen Fall zu lösen - nicht zuletzt wegen der Abscheulichkeit der Tat. Diese hat zu großer Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Ich selbst möchte diesen Friedhof niemals besuchen - auch wenn er ein von der UNESCO geschütztes Kulturerbe ist. Egal wer es ist, der/die Täter muss/müssen sehr hart bestraft werden!

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Genetic
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Genetic »

Fragezeichen hat geschrieben:Ich denke mal, dass niemand in der Runde hier weiß, gegen wen ermittelt wird und gegen wen nicht.
:roll:
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

Kann sein.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

Jenni83 hat geschrieben:Iven, klasse Beitrag! Ich stimme dir wieder mal 100 % zu in allem was du geschrieben hast. Genauso sehe ich das auch! Wobei ich aber denke Freunde etc könnten auch nicht viel ausrichten, maximal Verwandte in gerader Linie oder Ehepartner, wo ja in diesem Fall aber nur die Mutter bleibt. Ansonsten hat man ja doch keine Rechte irgendetwas zu erfahren oder durchzusetzen.
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Iven
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Jenni83 hat geschrieben:Wobei ich aber denke Freunde etc könnten auch nicht viel ausrichten, maximal Verwandte in gerader Linie oder Ehepartner, wo ja in diesem Fall aber nur die Mutter bleibt. Ansonsten hat man ja doch keine Rechte irgendetwas zu erfahren oder durchzusetzen.
Freunde und Bekannte könnten beispielsweise zusammenlegen (finanziell) und so dazu beitragen, dass die Angehörigen einen Rechtsanwalt bekommen, der sie in der Sache vertritt, berät, für sie spricht (z.B. mit der Presse) und sich quasi um alle Belange, die rund um einen Mordfall anfallen (können), kümmert. Das schließt natürlich auch ein Ausüben von Druck gegenüber den Ermittlungsbehörden mit ein (z.B. durch Interviews mit dem Fernsehen oder der Presse).
Im Mordfall Tanja Gräff wurden die Angehörigen (die Mutter) beispielsweise auch von einem Rechtsanwalt vertreten.

Gleiches gilt natürlich auch für einen Privatdetektiv. Freunde und Bekannte könnten zusammenlegen (finanziell) und so dazu beitragen, dass die Angehörigen einen Privatdetektiv beauftragen können, der für sie in dem Mordfall privat ermittelt.

Last, but not least könnten Freunde und Bekannte natürlich auch selbst mit den Medien sprechen. Das gab's ja alles schon ...
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fragezeichen »

Es kostet nicht allzu viel, sich als Angehöriger einen Rechtsanwalt zu nehmen - das könnte die Mutter tun, wenn sie es nicht schon getan hat - und Akteneinsicht zu verlangen. Ich glaube, die Mutter ist dazu finanziell in der Lage. Sie hat die Beerdigung bezahlt und die Tafel aufstellen lassen. Das spricht schon sehr dafür, dass sie genau weiß, was sie will und was sie tut.
Mir ist bewusst, dass für die meisten hier die Täter schon feststehen. Für mich nicht. Im Übrigen: Ermittlungen können lange Zeit unsichtbar laufen, ohne dass das das Personal in Flüchtlingsheimen mitbekommt, falls sich aus deren Reihen schon jemand geäußert hat. Das hier bereits erwähnte Flüchtlingsheim hat einen privaten Betreiber, der auch hinlänglich bekannt ist. Sollten seitens der Behörden Dinge durchsickern, ja, dann gibt es wohl ein grundsätzliches Problem. Dass tendenziös ermittelt werden kann, ist mir bekannt, das möchte ich hiermit nicht in Frage stellen.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

Super Idee.Aufruf starten, wer was Spendet.
Beck
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Beck »

Beck hat geschrieben:Nein, das ist eben keine "schlichte Standardaussage." Viele waren sich hier einig, dass diese Aussage mit der fehlenden Gefahr für Dritte nur passt, wenn der Anschlag gezielt Herrn Straten galt.
Iven hat geschrieben:Sorry, nicht böse gemeint, aber das grenzt an Kindergartengeschwätz. Nur weil viele sich hier einig waren ... liegst Du also richtig und ich falsch. Das ist ein Totschlagargument, aber träum' ruhig weiter ... ;)
Warum so giftig? Ich habe in diesem Punkt eine andere Einschätzung, und ich stehe damit nicht allein. Von Totschlagargument keine Rede :!: Natürlich habe ich Deine Argumentation nicht widerlegt, nur widersprochen, aber sie ist nicht alternativlos.
Beck hat geschrieben:Die Überwachung der Örtlichkeit steht dazu nicht im Widerspruch: Sie kann auch dem Ziel dienen, den oder die Mörder bei einer Rückkehr zum Tatort abzugreifen. Vielleicht haben sie etwas zurückgelassen?
Iven hat geschrieben:Das glaubst Du allen Ernstes!?? :lol: Na ja, wenn die Täter ähnlich schlau sind wie die berühmt-berüchtigten Panzerknacker, dann könntest Du natürlich Recht haben.
Ich halte es für möglich. In Endingen wurde auch so verfahren. Ich glaube auch nicht, dass der/die Täter noch etwas finden würden. Aber etwas vermissen und suchen! Viele Täter kehren nochmal an den Ort ihrer Tat zurück.
In der Ruhe liegt die Kraft.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von tonne »

Fragezeichen hat geschrieben:Es kostet nicht allzu viel, sich als Angehöriger einen Rechtsanwalt zu nehmen - das könnte die Mutter tun, wenn sie es nicht schon getan hat - und Akteneinsicht zu verlangen.
Mir ist bewusst, dass für die meisten hier die Täter schon feststehen. Für mich nicht. Im Übrigen: Ermittlungen können lange Zeit unsichtbar laufen, ohne dass das das Personal in Flüchtlingsheimen mitbekommt, falls sich aus deren Reihen sich schon jemand geäußert hat. Sollten seitens der Behörden Dinge durchsickern, ja, dann gibt es wohl ein grundsätzliches Problem.
Wohlwahr.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jenni83 »

Man muss sich als Angehöriger aber auch einen Anwalt nehmen WOLLEN. Wenn es hier aber nur eine Mutter gibt, die kein gutes Verhältnis zu ihrem Sohn hatte, dann ist das fraglich. Das hohe Alter kommt noch dazu. Zum Thema Beerdigung bezahlt... also ich halte es für zweifelhaft, dass die Gedenktafel und Aufbahrung von der Mutter veranlasst und gezahlt wurden, kann genauso eigentlich von der Stadt kommen, die ihre Bürger (insbesondere Bekannte und Freunde vom Opfer) ruhig stellen möchte... Die eigentliche anonyme Beerdigung kann auch das Sozialamt getragen haben, wenn absolut nix zu holen ist. Und selbst wenn nicht, so eine anonyme Beerdigung gibt's für wenig Geld... ist ja nunmal eine absolute Sparversion.

Zum Thema Freunde könnten mit der Presse sprechen... Also einige von uns hatten ja auch Kontakt mit der BILD, was hat es gebracht?! Nüscht! Genauso haben einige von uns verschiedene Zeitungen etc angemailt... es kommt nix bei rum. Und Rechte hat man als Freund/Bekannter/Mitfühlender/Hobbyermittler etc
nunmal keine. Das haben nur engste Angehörige.

Mal davon abgesehen hat jeder, der der Mutter helfen wollen würde, (wenn sie es denn wollte) nur die Möglichkeit, den Kontakt über die Kripo herzustellen. Die werden aber wohl kaum das Angebot, einen Anwalt zu nehmen, an die Mutter weiterleiten ;-). Ich z.B. hatte auch Kontakt zur Kripo aufgenommen, weil ich gemeinsam mit anderen Spenden sammeln wollte für die Beerdigung. Wir hätten einen großen Batzen zusammen bekommen, auch Grabstein etc. Aber es war nicht gewünscht. Ich für meinen Teil habe dann stattdessen einen Betrag X ans Mampf gespendet, weil ich etwas tun wollte.
Auch der Kontakt mit der Mutter lief aber nur über die Kripo, das wollte ich damit sagen.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fragezeichen »

Jenni83 hat geschrieben:Man muss sich als Angehöriger aber auch einen Anwalt nehmen WOLLEN. Wenn es hier aber nur eine Mutter gibt, die kein gutes Verhältnis zu ihrem Sohn hatte, dann ist das fraglich. Das hohe Alter kommt noch dazu. Zum Thema Beerdigung bezahlt... also ich halte es für zweifelhaft, dass die Gedenktafel und Aufbahrung von der Mutter veranlasst und gezahlt wurden, kann genauso eigentlich von der Stadt kommen, die ihre Bürger (insbesondere Bekannte und Freunde vom Opfer) ruhig stellen möchte... Die eigentliche anonyme Beerdigung kann auch das Sozialamt getragen haben, wenn absolut nix zu holen ist. Und selbst wenn nicht, so eine anonyme Beerdigung gibt's für wenig Geld... ist ja nunmal eine absolute Sparversion.
@Jenni83
Jetzt gehst du wirklich zu weit. Was für ein Verhältnis die beiden hatten, geht nun wirklich niemanden etwas an. Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass die Mutter die Kosten übernommen hat. Im Übrigen sind Eltern und Kinder verpflichtet, die Beerdigung des jeweilig anderen zu tragen, sofern Geld vorhanden ist, ungeachtet der Frage, wie gut man sich verstand. Andernfalls muss eben der Staat einspringen, wenn nichts zu holen ist. Das mit dem Sozialamt ist eine Behauptung, die durch nichts belegt ist.
Wenn die finanzielle Unterstützung nicht gewünscht war, so kann das verschiedene Gründe haben, das möchte ich hier nicht näher ausführen. Wenn man jemanden finanziell unterstützen möchte, gibt es andere Wege als über die Kripo zu gehen. Ich wüsste da schon mehrere. Offensichtlich braucht und wünscht die Mutter keine Unterstützung, das sollte man einfach respektieren. Wenn man unterstützt wird, wird man abhängig und ggfs. instrumentalisiert.
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jenni83 »

@Fragezeichen Ich wollte damit nur sagen, dass man einen Anwalt aber auch selbst wollen muss und dann auch für die Aufklärung brennen. Sonst funktioniert es nicht. Das tut aber nunmal nicht jedes Familienmitglied für ein anderes, auch nicht jede Mutter für ihr Kind. Es gibt überall zerrüttete Familienverhältnisse. Das hat gar nix speziell mit diesem Fall zu tun. Ja du hast gelesen, dass die Mutter die Kosten übernommen hat und wie du selbst geschrieben hast, sind Eltern dazu verpflichtet, das heißt aber nicht, dass sie dies gerne und freiwillig tun (was man in diesem Fall nicht weiß).

Dass man beim Sozialamt Geld (Zuschuss) für eine anonyme Beerdigung beantragen kann, ist Fakt (z.B. H4-Empfaenger, die nichts auf der hohen Kante haben).

Klar muss man es akzeptieren, wenn Spenden nicht gewünscht werden. Das kann ich sogar verstehen. Es war nur ein Angebot. Das habe ich in diesem Zusammenhang auch nur erwähnt, weil ich persönlich keinen anderen Weg als über die Kripo wüsste...
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Iven »

Jenni83 hat geschrieben:Zum Thema Freunde könnten mit der Presse sprechen... Also einige von uns hatten ja auch Kontakt mit der BILD, was hat es gebracht?! Nüscht! Genauso haben einige von uns verschiedene Zeitungen etc angemailt... es kommt nix bei rum. Und Rechte hat man als Freund/Bekannter/Mitfühlender/Hobbyermittler etc
nunmal keine. Das haben nur engste Angehörige.

Mal davon abgesehen hat jeder, der der Mutter helfen wollen würde, (wenn sie es denn wollte) nur die Möglichkeit, den Kontakt über die Kripo herzustellen. Die werden aber wohl kaum das Angebot, einen Anwalt zu nehmen, an die Mutter weiterleiten ;-). Ich z.B. hatte auch Kontakt zur Kripo aufgenommen, weil ich gemeinsam mit anderen Spenden sammeln wollte für die Beerdigung. Wir hätten einen großen Batzen zusammen bekommen, auch Grabstein etc. Aber es war nicht gewünscht. Ich für meinen Teil habe dann stattdessen einen Betrag X ans Mampf gespendet, weil ich etwas tun wollte.
Auch der Kontakt mit der Mutter lief aber nur über die Kripo, das wollte ich damit sagen.
Damit keine Missverständnisse aufkommen, noch folgende Anmerkung von mir:

Meine Ausführungen zum Thema "Wie könnten Freunde und Bekannte helfen?" waren eher allgemeiner Natur und weniger auf den hier diskutierten Mordfall bezogen.
Wann wird er kommen, der gesetzliche Feiertag "Tag der Befreiung von linker Ideologie"?
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Re: MORDFALL GERD MICHAEL STRATEN -- Diskussion

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Fragezeichen hat geschrieben:
@Jenni83
Jetzt gehst du wirklich zu weit. Was für ein Verhältnis die beiden hatten, geht nun wirklich niemanden etwas an
Ändert aber nichts daran, das der ein, oder andere das Verhältnis kennt.. ;)
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