MORDFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

INTERNE, NICHT ÖFFENTLICHE DISKUSSION UND ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle in Foren: Charlotte Böhringer, Güthenke/Schroeder, Alexander H. (Haar), Ehepaar Schemmer, Familie Toll (Babenhausen)

Fälle in Themen: Maëlys de Araujo, Julia B. (Heidelberg), Mireille B. (Flensburg), Maria D. (Leipzig), Maria & Tatiana Gertsuski, Keira Gross, Patricia H. (Hannover), Eddy & Connie Hall, Ursula Herrmann, Daniel Hillig, Jona K. (Wenden), Manjinder K. (Hamburg), Maria K. (Usedom), Sylvia K. (Lindau/Berlin), Meredith Kercher, 4-fach Mord in Königs Wusterhausen, Georgine Krüger, Nadine L. (Schackendorf), Wilhelm L. (Stuttgart), Leo (8 † | Bahngleis-Mord in Frankfurt), Sophia Lösche, Walter Lübcke, Karsten Manczak, Viktoria Marinowa, Birgit Meier, Nathalie Minuth, Anja N. (Voerde), Mine O. (Duisburg), Armbrust-Morde in Passau, Doppelmord in Petershausen, Ehepaar Placzek, Iuliana R. (Viersen), Melanie Rehberger, Julia Reifer, Michael Riecher, Ivonne Runge, Lea S. (Hofheim), Elias & Mohamed - Revisionsprozess Silvio S., Steffi S. (Weißensberg), Anke Schäfer, Brigitte Scholl, Melissa Schröter, Manfred Seel, Sparkasse Siegelsbach (07.10.2004), Anna Smaczny, Anna-Lena T. (Barsinghausen), Jennifer V. (Wörgl), Dreifachmord in Villingendorf, Jana W. (Seelze), Natalie W. (Bünde), Elke Wieland/Beate Neuber
Karla Raven
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Karla Raven »

AngRa hat geschrieben: Donnerstag, 02. Juni 2022, 17:45:36 Es muss einer speziellen Persönlcihkeitsstruktur des Angeklagten geschuldet sein, dass er ernsthaft angenommen hat, er könne den Platz von KM einnehmen, wenn er ihn umbringt. Es hätte ihm doch klar sein müssen, dass er immer zweite Wahl bleiben wird, wenn die Ehefrau von KM keine Anstalten gemacht hat den Ehemann zu verlassen.
Vllt. dachte er, es bliebe alles an ihm hängen, weil dessen Frau in seiner Konstruktion leider zu charakterstark war, ihren Mann zu verlassen, natürlich nicht aus Anhänglichkeit u leibgewonnener Gewohnheit. Kurzfristig kann es ihm auch zu lange gedauert haben, auf eine saubere Trennung in unbestimmter Zeit zu warten und langfristig rechnete er wohl damit, dass sie ihn bald aus dem Kopf bekommt. Was seine Selbstüberschätzung auslöste, würde mich aber auch mal interessieren, aber vllt sind die Vertreter der Übervorteilungstheorie des Unbewussten näher dran und begründen die wenig fachmännische Ausführung damit, dass die Aussicht auf das neue Level von Beziehung mit einer ungebundenen Frau dann doch nicht so viel Bock machte.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Mich würde 'diese spezielle Persönlichkeitsstruktur' (um @AngRas Worte zu benutzen) auch interessieren, und zwar von einem Fachmann wie dem Psychiater Prof. Dr. Reinhard Haller. Ich selbst bin nicht befähigt zu diagnostizieren, aber fragen darf ich mich schon, was der tiefere Grund war, dass den Verurteilten diese Begehrlichkeit so stark bestimmt hat? Laienhaft erkläre ich es mir so, dass er etwas haben wollte, was die von ihm gewünschte Frau hatte. Die von ihm gewünschte Frau hatte eine Familie, an der sie trotz ihres Seitensprungs, festhalten wollte. Was könnte das in seiner Tiefenstruktur bewirkt haben? Die Frau setzte den Wert seiner Person zugunsten eines anderen ideellen Wertgefüges zurück. Dieses Wertgefüge basierte auf gesellschaftlichen Normen und ihrer negativen Sanktionierung, wenn sie verletzt werden. Also die Norm der Ehe und Elternschaft, die Normvorschrift des Arbeitgebers, die Normvorschriften der Orts- und Vereinsgemeinschaften betreffend. Was immer auch im Einzelnen die Gewichtung war, so hat die Frau diese Rolle, die sie in ihrem Sozialgefüge spielte, beibehalten wollen. Es war die Beibehaltung der Institution Ehe. Das war ein Principium, sozusagen ein Schutzmantel vor dem Verlust von gesellschaftlicher Anerkennung. Der Liebhaber konnte weder mit seiner Person, seinem Fachwissen noch seinem im Prestige höher angesiedelten Beruf diesen Schutzmantel trumpfen.

Und nun kommt ein Schritt, da brauche ich die Erklärung eines Psychiaters. Es hat ein Vorspiel gegeben, eine Scheidung zu bewirken (anonymer Brief, Untreuemitteilung an den Ehemann). Dieses war jedoch keine Interaktion zwischen zwei Rivalen allein, sondern da spielte die Frau mit hinein. In diesem Spiel hat sie erkannt, wer der Anonymus war. Ich meine, dass das aus ihrer Sicht eine Überschreitung des Rubikons gewesen sein könnte. Hier könnte es psychisch einen Riss gegeben haben, weil aus ihrer Sicht eine unkontrollierte Eigenmacht des Nebenbuhlers bei ihr zum Vorschein kam, die sie ziemlich irritiert haben dürfte.

Und nun scheint es mir verhängnisvoll gewesen zu sein, dass die Frau indifferent geblieben ist. Oder sie hat Zeit gebraucht, einen Weg zur Loslösung zu finden, was nicht einfach in dieser "bunten Familie" war. Beim Nebenbuhler könnte ich mir vorstellen, dass dessen Persönlichkeit diese Grenzüberschreitung (die Scheidung zu initiieren) nicht als Problem erkannt hatte. Er fuhr fort, um sein Ziel zu erreichen, dass sich der "Schutzmantel" der Frau und sein gesellschaftliches Kapital nicht mehr rivalisierten. Doch die Frau musste erkennen, zu welchem Unheil die unkontrollierte Eigenmächtigkeit des Nebenbuhlers führte. Und hier muss ihre Psyche ins Gegenteil umgeschlagen haben. Sie hat m.E. den Nebenbuhler nun verachtet und zutiefst abgelehnt. Auch wird sie ihr Verhältnis zu diesem schwer bereut haben.

(Es ist mein Erklärungsversuch. Er ist mit Sicherheit laienhaft und nicht richtig zutreffend.)
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Die Bibel sagt in den Sprüchen Salomos Kap. 16, V. 18:
Zugrunde gehen wird der Stolze, und Hochmut kommt vor dem Fall.
Das Gegenteil von Stolz ist Demut. Und es sind nur drei Dinge, die Gott fordert: Die zehn Gebote beachten, Liebe üben und demütig sein vor Gott (Micha 6, 8).
Wie kann ich da auf den Gedanken kommen, einen Menschen umzubringen, der mir im Weg ist?
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich glaube, dass die Selbstüberschätzung bei MG ihre Ursache in einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat. Eine Zeugin hat das im Prozess so ausgesagt und sie ist dafür von Verteidiger Nitschmann scharf kritisiert worden, weil sie auf Nachfrage für ihre Einschätzung keine Beweise erbringen konnte. Ich glaube aber, dass die Zeugin mit ihrer Einschätzung ins Schwarze getroffen hat.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist auch die Aussage des Sohnes von KM:
G. habe sonst viel erzählt, manchmal sogar angeberisch von seinem Job gesprochen und sei auch sonst sehr mitteilsam gewesen.

https://regionalheute.de/goslar/sohn-im ... 642179138/


MG hat sich vermutlich gerne im Mittelpunkt gesehen, sich selber dargestellt und er war auch auf seinen Beruf sehr stolz durch den allein er sich anderen schon überlegen fühlte

Über die Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstruktur gibt es unterschiedliche Theorien. Einige gehen davon aus, dass die Grundsteine in der Kindheit gelegt werden, etwa wenn Eltern ihre Kinder vergöttern und meinen dass ihnen eine besondere Behandlung und Wertschätzung gebührt. Mich hat es etwas gewundert, dass es kein psychiatrisches bzw. psychologisches Gutachten über MG gibt. Ich erkläre es mir aber so, dass es nicht erstellt worden ist, weil Zweifel an seiner Schuldfähigkeit oder Anhaltspunkte für eine verminderte Schuldfähigkeit nicht bestehen und dass deshalb auf ein psychiatrisches Gutachten verzichtet worden ist, zumal MG bei der Erstellung sehr wahrscheinlich nicht kooperiert hätte.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

BildDie Diagnose "narzisstischen Persönlichkeitsstörung " wird im Moment seitens der Psychologie grundsätzlich in Frage gestellt.

Und dieses meiner Meinung nach zurecht.
Die Illusion der Demokratie lebt von der Vertuschung staatlicher Rechtsbrüche, und leider verliert sich selbst die Standfestigkeit ursprünglich integerer Persönlichkeiten allzu oft in den Sümpfen der Politik.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

U.s.1 883 hat geschrieben: Samstag, 04. Juni 2022, 15:01:04 BildDie Diagnose "narzisstischen Persönlichkeitsstörung " wird im Moment seitens der Psychologie grundsätzlich in Frage gestellt.

Und dieses meiner Meinung nach zurecht.
Hängt das eventuell mit der neuen Geisteshaltung "woke" zusammen? Leider konnte ich das Bild nicht öffnen, so dass ich nur ahnen kann, worum es gehen könnte?

Tichys neuester Ausblick hat diese neue 'woke' Geisteshaltung des Menschen zum Inhalte. Das bisherige jüdisch-christliche Menschenbild soll abgelöst werden. In der Ampel-Regierung gibt es einen Queer-Beauftragten namens Sven Lehmann, der diese Entwicklung vorwärts bringen werde.

So vermute ich, dass sich die Psychologie entsprechend auf die neue Geisteshaltung "WOKE" umzustellen hat und es dann evtl. keinen Narzissmus mehr gibt? Aber sicher bin ich nicht in meiner Vermutung.

Aus der Einleitung zum Video:
"Woke" beschreibt eine Geisteshaltung, die von oben auf uns herabfällt und uns dramatisch bis ins tiefste private Leben ändern soll. Zum Beispiel:
Fleischesser sollen höher besteuert werden. Unsere Fahne "schwarz-rot-gold" soll ersetzt werden durch die Regenbogenfahne. Bundesinnenministerin Faeser wird zu bestimmten Zeiten vor den Verwaltungsgebäuden die Regenbogenfahne aufziehen lassen. Man solle sich nicht als Deutscher vestehen, sondern als Mitglied des Regenbogenlandes. Die Wörter "Vater" und "Mutter" sollen ersetzt werden durch Elter 1 und Elter 2. Der Multi-Sex-Beauftragte der Bundesregierung Sven Lehmann erklärt, auch im Namen der Bundesregierung, dass die "Vater-Mutter"-Familie keine gute Quelle sei. Es gehe künftig darauf hinaus, dass man die Geschlechter nicht mehr auseinander kenne. Niemand soll vom optischen ein Geschlecht zuordnen können, denn es könne falsch sein. Was als Mann erscheine, könne auch eine Frau sein.
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U.s.1 883
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Widasedumi hat geschrieben: Samstag, 04. Juni 2022, 16:17:36 Hängt das eventuell mit der neuen Geisteshaltung "woke" zusammen? Leider konnte ich das Bild nicht öffnen, so dass ich nur ahnen kann, worum es gehen könnte?

Tichys neuester Ausblick hat diese neue 'woke' Geisteshaltung des Menschen zum Inhalte. Das bisherige jüdisch-christliche Menschenbild soll abgelöst werden. In der Ampel-Regierung gibt es einen Multi-Sex-Beauftragten namens Sven Lehmann, der diese Entwicklung vorwärts bringen werde.

So vermute ich, dass sich die Psychologie entsprechend auf die neue Geisteshaltung "WOKE" umzustellen hat und es dann evtl. keinen Narzissmus mehr gibt? Aber sicher bin ich nicht in meiner Vermutung.

Aus der Einleitung zum Video:


Ich halte das was Du oben beschrieben hast du für die Mitteln, die von der Wirkung her, als repressiv anzusehen sind.Wobei mir klar ist, das bei der oben relevanten Diagnose,der repressive Charakter- in der Anwendung -immanent ist.

Alles in allem sind das für mich die Angriffe der bisher Profitierenden von Ausbeutung und Versklavung von Menschen (Leben allgemein).

Gerade im Bezug auf die hier unten von mir noch einmal da gebrachten Beispiele:

Anwendungen der abgewandelten elektromedizinischen,
psychiatrischen und pharmakologischen Verfahren stellten in
den westlichen Demokratien die wirksamste Methode im verdeckten
Kampf dar, da sie den Einsatz von physischer und psychischer Gewalt
in einem Bereich erlaubt, der der wirksamen strafrechtlichen
Überwachung weitgehend entzogen ist. Gemeint ist das Gesundheitswesen.

Die geheime Anwendung dieser Methodik ist an personelle und
organisatorische Voraussetzungen gebunden , die
zum Routinebetrieb der Geheimdienste gehört. Man kann sagen,
daß der offensive Einsatz dieser Methoden nur möglich ist, wenn
eine Voraussetzung erfüllt ist, nämlich die Existenz eines
„geheimdienstlich-medizinischen Komplexes“, das heißt das
Vorhandensein einer personellen Basis in einer Gliederung des
Geheimdienstes Und in bestimmten Institutionen des
Gesundheitswesens (staatliches Gesundheitswesen), insbesondere
der Psychiatrie.

Letztere wenn zu keinem anderen Zweck als dem, wie Opfer der
Manipulation und Gesundheitsschädigung durch abgewandelte medizinische
Verfahren von ärztlicher Autoritäten und medizinischen Institutionen
auffangen zu lassen, die zumindest stillschweigen über die eigentlichen
Ursachen der Gesundheitsstörungen bewahren.

Die Ursachen dafür liegen vorwiegend, wenn auch nicht
ausschließlich, in der Anwendung der modernen Methoden des
verdeckten Kampfes im innenpolitischen Bereich.

Vermerkt sei, daß illegale Geheimdienstmethoden auf der Grundlage
elektromedizinischer Erkenntnisse und Verfahren in den Ländern
des Westens seit Jahrzehnten praktiziert worden sind.

Es so zu einer bedeutenden Kumulation von Straftaten gekommen ist.
Im Sinne einer möglichst weitgehenden Korrumpierung der Gesellschaft
erfolgt die Anwendung der Methodik auch außerhalb der Politik.
Wegen der technologischen Grundlagen und des Wirkungsspektrums der
Methoden ist dem Bereich des Gesundheitswesens besondere Aufmerksamkeit zu-
zuwenden.

Insgesamt ist dies ein Stand der Dinge, dem mit aller Entschiedenheit und ohne weitere Verzögerung entgegenzutreten ist neben der Sicherung der Grundrechte gegen geheime, von außen gesteuerte Cliquen und ihre zurzeit noch schwer nachweisbare Methoden der verdeckten Kampfes geht es auch um die Wiederherstellung politischer Leistungsfähigkeit u. politische Institutionen.


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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Karla Raven »

Widasedumi hat geschrieben: Samstag, 04. Juni 2022, 16:17:36 Tichys neuester Ausblick hat diese neue 'woke' Geisteshaltung des Menschen zum Inhalte. Das bisherige jüdisch-christliche Menschenbild soll abgelöst werden. In der Ampel-Regierung gibt es einen Multi-Sex-Beauftragten namens Sven Lehmann, der diese Entwicklung vorwärts bringen werde.
Offensichtlich leb ich hinterm Mond.. dass ein Selbstbestimmungsgesetz vorgesehen ist, ging an mir vorbei. Junge Leute zu ermächtigen, ab 14 Jahren, also mitten in der Orientierungsphase, sich geschlechtlich umoperierten zu lassen und das auch gegen den Willen der Eltern und gesponsert von der Krankenkasse, ist schon irre kriminell. Bisher kannte ich den Woke Quatsch nur als peinlichen Versuch, die Leute bissel gendermässig umzuerziehen, oder dafür zu sorgen, dass die geilen Momente für Männer, die auch HBs900 immer so schön beschreibt (zb wenn der rote Zeh rausguckt, n braunes Bein od der Vorbau sich ganz geil abzeichnet :lol: ) noch frustrierender zu gestalten, weil angucken ist ja jetzt auch nicht mehr erlaubt. Aber die Wendung hin zum Selbstbestimmungsgesetz, was die Eltern maßlos ängstigen muss, wow.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Momentan sehe ich es nicht, dass die Grundsätze zur narzisstischen Persönlichkeitsstruktur allgemein in Frage gestellt werden. Zumindest diejenigen, die aktuell in der Praxis zu Entscheidungen beitragen, weil sie für Gerichte psychiatrische bzw. psychologische Gutachten erstellen zweifeln nicht. So wurde beispielsweise im Prozess über den Mord an Maria Baumer dem Täter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert und gleiches gilt auch für einige Angeklagte in den Prozessen wegen Kindesmissbrauch.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Dieses komplexe Thema des Narzissmus reicht in viele Bereiche. Es gibt das Phänomen des Narzissmus im Alltag, in der Psychologie, in der Psychiatrie, in der Forensik usw. Aber ich bin nicht der wissenschaftliche Experte, sondern ich habe einen Alltagsbegriff von dem, was ein Narzisst ist. Diesen Persönlichkeitstypus gab es schon immer und wird es immer geben. Auch gab es schon immer Probleme im Zusammenleben mit solchen Charakteren und es wird sie weiterhin geben. Was sich ändert, sind die Bewertungen dieses Typus. In einer christlichen Weltanschauung ist die Selbstbewunderung und Selbstüberschätzung, der Mangel an Empathie, Bedürfnisse nach Bewunderung und Dominanzstreben, eine Selbstidealisierung, Überheblichkeit und Arroganz eindeutig negativ bewertet. Heute bewertet man solche Eigenschaften im Hinblick auf Durchsetzungsvermögen zum Erreichen hochgesteckter Ziele jedoch durchaus positiv. Das hängt mit dem Wechsel in den Weltauffassungen zusammen (Schöpfergott oder Evolution ohne Gott, Darwinismus, Kommunismus, Sozialismus, Rationalismus, Idealismus usw.).

Was das Gesundheitswesen anbelangt, bin ich seit einiger Zeit grundsätzlich kritisch und misstrauisch. Diesen Bereich nehme ich aber hier mal raus, denn in diesem Fall Manczak wurde gerichtlich kein Gutachten im Bezug auf eine evtl. Persönlichkeitsstörung erhoben.

Was ich bei Google fand zur Frage: "Was für Frauen suchen sich Narzissten aus?"
Der Narzisst interessiert sich für erfolgreiche Frauen. Selbstbewusst müssen sie sein, taffe Mütter oder sie sollten ihren ganz eigenen Charme haben. Diese perfekten Frauen liebt er. Da er sich selbst als eine blendende Erscheinung sieht, möchte er mit Ihnen angeben.
Ich bin kein Fachmann und möchte hier keine Zuschreibung treffen. Mich interessierte der Persönlichkeitstyp des Angeklagten zu dem einen Punkt der Grenzüberschreitung und Anmaßung, ohne seine Geliebte ins Bild zu setzen, einfach über ihren Kopf hinweg ihre Scheidung zu initiieren. Das ist eigentlich der Mega-Hammer! Da drängt sich automatisch die Frage nach einer solchen Persönlichkeit auf? Wenn ich jemanden liebe, muss ich mich auch in die Situation und Befindlichkeit meiner Freundin einfühlen und sie ernst nehmen. Ich darf die Verhältnisse nicht nur nach meinen Wünschen und schon gar nicht mit der Brechstange verändern.

Nun hat aber Karsten M. seiner Ehefrau sowohl die SMS als auch den Brief gezeigt. Frau M. konnte erkennen, woher der Wind wehte. Ich schätze sie vom Typus als mit einem familiären Verantwortungssinn ein, so dass ihr die Eigenmächtigkeit ihres Geliebten aufgestoßen haben müsste.

Das war nach meiner Einschätzung der spannendste Moment. Was hat diese Erkenntnis in Frau M. bewirkt? Welche Handlungsmöglichkeiten hatte sie überhaupt? Sie konnte den MG nicht einfach hinausschmeißen. Das hätte einen großen Eklat gegeben. Wie aber sollte sie sich weiter verhalten in der bunten Familie? Hier wäre ich an den Aussagen von Frau M. vor Gericht interessiert gewesen. Nur hieran !!! Sexkontakte, wann und wo, hätten mich überhaupt nicht interessiert. Nur diese eine Situation, als sie die Eigenmächtigkeit und Selbstermächtigung ihres Geliebten erkannte, der sie in dieser wichtigen Angelegenheit ihrer Familienexistenz einfach übergangen hatte, hätte mich interessiert, ob sie das betroffen machte, wie tief sie das betroffen machte, was in ihr vorging, welche Gefühle ihr kamen und wie sie MG gegenüber reagierte? Und vor allem auch: Wie reagierte MG ihr gegenüber? Das wäre für mich ungeheuer wissenswert gewesen.

Es ging anscheinend aber weiter wie bisher in der bunten Familie. Das kann ich nicht verstehen. Das würde mich sehr interessieren, warum es weitergehen konnte? Und dann kam das dicke Ende. Leider!

Mein Beitrag hat sich mit dem von @AngRa überschnitten.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich glaube, dass Frau M. an ihrem vermissten und wahrscheinlich getöteten Mann heute im Nachhinein all seine vielen guten familiären Eigenschaften in besonderer Weise bewusst wurden, weil sie sie nun schmerzlich vermisst, und dass sie große Trauer empfindet, diese vielen guten Eigenschaften nicht mehr weiterhin erleben und würdigen zu können? Es ist oft im Leben so, dass man erst nach einem Verlust so richtig ermessen kann, was man verloren hat.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Entschuldigung! Off Topic! Ich wollte @Karla Raven noch antworten.
Karla Raven hat geschrieben: Samstag, 04. Juni 2022, 21:08:46 Offensichtlich leb ich hinterm Mond.. dass ein Selbstbestimmungsgesetz vorgesehen ist, ging an mir vorbei. Junge Leute zu ermächtigen, ab 14 Jahren, ... sich geschlechtlich umoperierten zu lassen und das auch gegen den Willen der Eltern ...
Ich halte dieses Alter auch für viel zu früh. In einem 4-Minuten Video spricht Herr Lehmann mit Frau Miosga von den Tagesthemen ARD.
https://www.tagesschau.de/multimedia/vi ... 33445.html
Er plädierte dort für die Abschaffung des Transsexuellengesetzes, weil das diskriminierend für die Transmenschen sei. Ich wusste nicht, was ich mir unter "Transsexuell" vorstellen muss, habe gegoogelt und ein Video gefunden, wo sich ein Mann in eine Frau operieren ließ. Diese Transfrau heißt nun Sarah und war relativ offen. Sie muss aber ihr ganzes Leben lang irgend etwas einführen, dass die Öffnung nicht zuwächst. Ob sie das vorher gewusst hat?
https://www.youtube.com/watch?v=Hj4z0EUKBes
Mir scheint Sarah sehr gedämpft zu sein, also nicht so arg fröhlich. Ich finde die Last eines solchen irreversiblen Schrittes unheimlich groß. Und Sahra war zwischen 24 und 28 während der Geschlechtsangleichung. Das ist weitaus älter als 14 Jahre.

Der Queer-Beauftragte, Herr Lehmann, ist nicht nur für die Forcierung von Queerdiversitäten zuständig, sondern auch für die Herstellung einer Akzeptenz, wo das noch nicht der Fall ist.

Bevor ich einen solchen Transprozess akzeptieren könnte, müsste ich mehr fröhliche und glückliche Erfahrungsberichte direkt von den veränderten Menschen hören, die auf mich glaubhaft und echt wirken. Bei Sarah habe ich das leider nicht so empfunden. Also eine direkte Überzeugung von Mensch zu Mensch und nicht nur über einen Psychologen, Therapeuten oder ein Schulbuch etc. Also nach Anschauen des Videos mit Sarah alleine? Tut mir leid. Da würde ich eher meine Skepsis behalten.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Nachtrag zum Video mit Sarah "Wie ist das TRANSSEXUELL ZU SEIN?"

Ich vermisste die Fragen:

a) Bist du zufrieden?
b) Bist du glücklich?
c) Würdest du es noch einmal tun?


-----------------------

Es gibt auch Menschen, welche die Transition bereuten und sich detransitionieren ließen. Bei youtube "Detransition" eingeben. Da kommt einiges.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Einfache Worte zum Verständnis Psychiatrie

Jetzt noch einmal zum Fall eine Frage.

Hätte das Gericht den mutmaßlich Getöteten nicht für tot erklären müssen, bevor eine Verurteilung des mutmaßlichen Täters erfolgt?

viewtopic.php?p=194817#p194817
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Für Todeserklärungen ist die Strafkammer nicht zuständig. Sie muss im Rahmen des Mordprozesses auch nicht auf eine Todeserklärung des Amtsgerichts warten.

Rechtliche Grundlage für die Todeserklärung ist das Verschollenheitsgesetz. Zuständig ist das Amtsgericht. Die Angehörigen von KM könnten nach Rechtskraft des Urteils beim Amtsgericht im Wege eines Aufgebotsverfahrens eine Todeserklärung beantragen.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

So richtig logisch zu den Abläufen zur Tat, wie diese im Prozess zur Sprache kamen und dem Urteil, ist das ja nicht.

So wie wie mir bekannt ist, kann nur das verfolgt werden seitens der Justiz, was schon erfolgt ist und dadurch Schaden angerichtet wurde.

Unabhängig von der Zuständigkeit bleibt die Frage trotzdem unbeantwortet.

Denn der Tod ist im Grunde genommen nicht nachgewiesen.

Unfall Baumer gab es eine Leiche.

Die Prophylaxe fällt in Bezug auf Justiz und Hilfskräfte der Justiz in einen anderen Bereich.

Dieses nur zur Erklärung meiner Gedankengänge.

Danke für die Erläuterung
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Urteil Baumer......

....sollte es heißen
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Widasedumi hat geschrieben: Sonntag, 05. Juni 2022, 05:29:09 Dieses komplexe Thema des Narzissmus reicht in viele Bereiche. Es gibt das Phänomen des Narzissmus im Alltag, in der Psychologie, in der Psychiatrie, in der Forensik usw. Aber ich bin nicht der wissenschaftliche Experte, sondern ich habe einen Alltagsbegriff von dem, was ein Narzisst ist. Diesen Persönlichkeitstypus gab es schon immer und wird es immer geben. Auch gab es schon immer Probleme im Zusammenleben mit solchen Charakteren und es wird sie weiterhin geben. Was sich ändert, sind die Bewertungen dieses Typus. In einer christlichen Weltanschauung ist die Selbstbewunderung und Selbstüberschätzung, der Mangel an Empathie, Bedürfnisse nach Bewunderung und Dominanzstreben, eine Selbstidealisierung, Überheblichkeit und Arroganz eindeutig negativ bewertet. Heute bewertet man solche Eigenschaften im Hinblick auf Durchsetzungsvermögen zum Erreichen hochgesteckter Ziele jedoch durchaus positiv. Das hängt mit dem Wechsel in den Weltauffassungen zusammen (Schöpfergott oder Evolution ohne Gott, Darwinismus, Kommunismus, Sozialismus, Rationalismus, Idealismus usw.).

Was das Gesundheitswesen anbelangt, bin ich seit einiger Zeit grundsätzlich kritisch und misstrauisch. Diesen Bereich nehme ich aber hier mal raus, denn in diesem Fall Manczak wurde gerichtlich kein Gutachten im Bezug auf eine evtl. Persönlichkeitsstörung erhoben.

Was ich bei Google fand zur Frage: "Was für Frauen suchen sich Narzissten aus?"


Ich bin kein Fachmann und möchte hier keine Zuschreibung treffen. Mich interessierte der Persönlichkeitstyp des Angeklagten zu dem einen Punkt der Grenzüberschreitung und Anmaßung, ohne seine Geliebte ins Bild zu setzen, einfach über ihren Kopf hinweg ihre Scheidung zu initiieren. Das ist eigentlich der Mega-Hammer! Da drängt sich automatisch die Frage nach einer solchen Persönlichkeit auf? Wenn ich jemanden liebe, muss ich mich auch in die Situation und Befindlichkeit meiner Freundin einfühlen und sie ernst nehmen. Ich darf die Verhältnisse nicht nur nach meinen Wünschen und schon gar nicht mit der Brechstange verändern.

Nun hat aber Karsten M. seiner Ehefrau sowohl die SMS als auch den Brief gezeigt. Frau M. konnte erkennen, woher der Wind wehte. Ich schätze sie vom Typus als mit einem familiären Verantwortungssinn ein, so dass ihr die Eigenmächtigkeit ihres Geliebten aufgestoßen haben müsste.

Das war nach meiner Einschätzung der spannendste Moment. Was hat diese Erkenntnis in Frau M. bewirkt? Welche Handlungsmöglichkeiten hatte sie überhaupt? Sie konnte den MG nicht einfach hinausschmeißen. Das hätte einen großen Eklat gegeben. Wie aber sollte sie sich weiter verhalten in der bunten Familie? Hier wäre ich an den Aussagen von Frau M. vor Gericht interessiert gewesen. Nur hieran !!! Sexkontakte, wann und wo, hätten mich überhaupt nicht interessiert. Nur diese eine Situation, als sie die Eigenmächtigkeit und Selbstermächtigung ihres Geliebten erkannte, der sie in dieser wichtigen Angelegenheit ihrer Familienexistenz einfach übergangen hatte, hätte mich interessiert, ob sie das betroffen machte, wie tief sie das betroffen machte, was in ihr vorging, welche Gefühle ihr kamen und wie sie MG gegenüber reagierte? Und vor allem auch: Wie reagierte MG ihr gegenüber? Das wäre für mich ungeheuer wissenswert gewesen.

Es ging anscheinend aber weiter wie bisher in der bunten Familie. Das kann ich nicht verstehen. Das würde mich sehr interessieren, warum es weitergehen konnte? Und dann kam das dicke Ende. Leider!

Mein Beitrag hat sich mit dem von @AngRa überschnitten.

info

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (nach DSM-IV) zeichnet sich aus durch mangelndes Selbstbewusstsein und Ablehnung der eigenen Person nach innen sowie wechselnd übertriebenem und mangelndem Selbstbewusstsein nach außen.
[Enzyklopädie: Persönlichkeitsstörung. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 218239]



narzißtische P. (narcissistic personality disorder) betrifft ein Zustandsbild, das sich durch gesteigerte Selbstzuwendung, Ehrgeiz, Bedürfnis nach Anerkennung und Beneiden anderer beschreiben läßt.
[Wörterbuch: Persönlichkeitsstörung. Wörterbuch Psychologie, S. 1983
(vgl. WB Psych., S. 331)




Die Illusion der Demokratie lebt von der Vertuschung staatlicher Rechtsbrüche, und leider verliert sich selbst die Standfestigkeit ursprünglich integerer Persönlichkeiten allzu oft in den Sümpfen der Politik.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von AngRa »

In diesem Fall ist das Kernstück des Motivs das Beziehungsgeflecht zwischen dem in erster Instanz Verurteilten, dem Opfer und der Frau des Opfers. Nun war die Aussage der Ehefrau vor Gericht nicht öffentlich. Alle Details muss man auch nicht wissen. Ich gehe davon aus, dass sie eine entscheidende Rolle gespielt hat. Sie hat bezüglich der Beziehung zum Hausfreund diesem gegenüber keine klaren Ansagen gemacht. Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Wenn er der Mann ihres Lebens gewesen wäre, dann hätte sie ihren Mann für ihn verlassen. Wenn sie ihm klipp und klar gesagt hätte, dass er nicht der Mann ihres Lebens ist und dass sie für ihn ihre Ehe nicht aufgeben wird, dann wäre die Situation nicht eskaliert. So aber ist MG davon ausgegangen, dass er nur die Scheidung auf seine Weise ( durch Mord) initiieren muss, weil sie sich zu diesem rechtlichen Schritt ( evtl. aus Gutmütigkeit) nicht traut und dann ergibt sich das gemeinsame Leben wie von selbst, auch ganz offiziell. Ich nehme an ( und das ist meine ganz persönliche Meinung), dass die Frau klare Ansagen vermieden hat, weil sie auf die Dienste des Hausfreundes nicht verzichten wollte. Er hat ihr bei der Renovierung des geerbten Hauses geholfen, er hat bei Abgabe der Steuererklärung geholfen, er war den Söhnen wie ein zweiter Vater, was mich vermuten lässt, dass er auch die Söhne in jeglicher Hinsicht unterstützt hat. Er hat vermutlich auch bei vielen anderen Dingen geholfen. Auf diese Vorteile wollte die Frau nicht verzichten. Darum hat sie zum Thema Beziehung keine klaren Ansagen gemacht. Das war ein fataler Fehler. Die Schuld des Verurteilten schmälert ihr Verhalten allerdings nicht. Er hat aus niederen Beweggründen gehandelt.

Für eine Revision sehe ich wenig Chancen. Ein Indizienprozess ermöglicht es jemanden wegen Mordes zu verurteilen, auch wenn die Leiche des Opfers nicht gefunden worden ist.
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Re: VERMISSTENFALL KARSTEN MANCZAK (51), LIEBENBURG, 2021

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@AngRa

Die Ehe des Verurteilten wurde ja erst geschieden, als KM schon vermisst wurde, also um diese Zeit herum. So lange war er verheiratet, wenn auch vielleicht schon getrennt lebend. Der jetzt wahrscheinlich getötete KM hatte vermutlich kaum die Absichten des MG geahnt, ihm seine Frau wegzunehmen. Aber zwischen MG und Frau M. hat es doch bestimmt Gespräche gegeben, was die Zukunft betrifft? Hier blieb Frau M. wohl indifferent. Mir fällt dazu der Spruch ein, dass jemand die Bettdecke an fünf Zipfeln haben möchte? Das wäre eine kleine Spur anders, als wenn sie sich nur nicht getraut hätte, weil der Hausfreund sie vielleicht öffentlich in einen schlechten Ruf mit ihren Seitensprüngen hätte bringen können? Das hätte dann evtl. auch übergegriffen auf familiäre sowie auf Vereinsverflechtungen. Es hätte ihrem Image schwer schaden können. In dieser Situation hätte sie die Unterstützung des Freundes verloren und hätte Prestigeeinbußen hinnehmen müssen. Das wollte sie offenbar nicht. Aber das hatte auch seinen Preis auf psychisch-seelischer Ebene. Sie musste eigentlich annehmen, dass sie vom Freund als feste offizielle Partnerin begehrt wurde, und dass er seine Unterstützung maßgeblich nur deshalb leistete, weil er auf sie hoffte? Spätestens bei der anonymen Brief und Friedhofsgeschichte hätte sie klar Schiff machen sollen, meines Erachtens. Aber sie machte es nicht. Warum machte sie es nicht? Etwa, weil sie weiterhin die Bettdecke an fünf Zipfeln haben wollte? Es steht mir nicht zu, jemanden in moralischer Hinsicht zu beschuldigen. Und mit einem Mord konnte Frau M. nie und nimmer rechnen.
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