PÄDOKRIMINALITÄT

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Yanell
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

Wurden die abgebildeteten Opfer des Richters darüber informiert, dass ihr Missbrauch beweisbar wäre? Könnten sie nicht den Richter auf Schmerzensgeld verklagen?
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 2fe9a18467
4000 Dateien
Ex-Richter wegen Besitzes von Kinderpornografie zu Geldstrafe verurteilt
Ein Richter besorgte sich Tausende Kindesmissbrauchsdarstellungen – unter anderem aus Strafakten. Jetzt wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.
02.08.2021, 18.03 Uhr

Ein ehemaliger Richter am Augsburger Landgericht ist wegen des Besitzes von Kinderpornografie zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Der 59-Jährige habe sich einen Teil der mehr als 4000 Dateien mit Missbrauchsabbildungen aus Strafakten beschafft, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg.

Ein Strafbefehl des Amtsgerichts Augsburg sei nun rechtskräftig, der Mann sei damit vorbestraft.

Auslöser der Ermittlungen gegen den Ex-Richter waren demnach Hinweise aus dem Ausland, dass der Mann im Jahr 2019 auf einer Darknet-Plattform für kinderpornografisches Material angemeldet war. Bei einer Durchsuchung im Juni 2020 stellten die Ermittler dann umfangreiches Beweismaterial sicher.

Zum Zeitpunkt der Verurteilung Anfang Juli war der 59-Jährige nicht mehr als Richter tätig. Er hatte um seine Entlassung aus dem Richteramt gebeten. Der Mann legte ein Geständnis ab und nahm den Strafbefehl des Amtsgerichts Augsburg an. Damit entging er einer öffentlichen Verhandlung.
Hier wird über den bisherigen Vorsitzenden Richter am OLG in München geschrieben...
Wer war Teil seines Netzwerkes, dass er soweit nach oben kommen konnte...
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

13.08.2021 - 18:58 Uhr
Multi-Milliardär Jeffrey Epstein (†66) war ein verurteilter Sexualstraftäter, der lange ungehindert seine Machenschaften ausüben konnte.

Der pädophile US-Milliardär baute sich ein Netzwerk aus einflussreichen Bekannten auf – und tat im Hintergrund alles, um sie erpressen zu können. Unter anderem mit Material, auf dem seine „Freunde“ beim Sex zu sehen waren ...
https://www.bild.de/bild-plus/unterhalt ... .bild.html (Bezahlschranke)
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.promiflash.de/news/2021/08/ ... -dazu.html
Klage gegen Prinz Andrew: So steht seine Ex-Frau Sarah dazu
13. Aug. 2021, 15:00 - Linda-Sophie G.
Verteidigt Sarah Ferguson (61) ihren Ex-Ehemann Prinz Andrew (61) oder wendet sie sich von ihm ab? Erst vor wenigen Tagen wurde es offiziell: Virginia Roberts Giuffre reichte vor einem US-Gericht eine Zivilklage gegen den britischen Royal ein. Sie wirft ihm vor, er habe sie als Minderjährige sexuell missbraucht. Der Sohn der Queen (95) bestreitet die Anschuldigungen – und auch Sarah, zu der er nach der Scheidung weiterhin ein gutes Verhältnis hat, scheint ihrem Ex nun indirekt den Rücken zu stärken.

Die Britin bezieht zwar keine Stellung zu der Klage oder der großen Frage, ob sie an seine Unschuld glaubt – allerdings sagt sie der Daily Mail: Sie rät Andrew vor allem, sich für den ganzen Tumult, seine angebliche Verwicklung in den Jeffrey Epstein (✝66)-Sexring – die 2019 bereits dazu führte, dass er von seinen königlichen Pflichten entbunden wurde – zu entschuldigen. Danach müsse der Vater ihrer beiden Kinder außerdem sich selbst verzeihen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, würde ein positives Zeichen setzen und ihm helfen, nach vorne zu blicken. "Ich habe mich viele Male selbst zerstört, aber das Wichtigste ist, aufzustehen und weiterzumachen", erklärt Fergie.

Ihr ehemaliger Schwager Prinz Charles (72) soll nicht ganz so viel Empathie für seinen Bruder übrig haben – das behauptet nun zumindest ein Insider gegenüber Times of London: "Er ist schon vor langer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass es sich wahrscheinlich um ein unlösbares Problem handelt."
Kein Wort für seine Opfer - nur Schadensbegrenzung für sich selbst...
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.spiegel.de/panorama/leute/n ... 8WcQ6nJT7M
Ex-Babymodel zieht wegen Kinderpornografie vor Gericht
Spencer Elden war vier Monate alt, als er beim Schwimmen fotografiert wurde. Später zierte sein Nacktbild das Cover des Nirvana-Albums »Nevermind«. Jetzt hat er die Macher verklagt – wegen Kinderpornografie.
25.08.2021, 08.28 Uhr

Das Unterwasserbild des Babys mit vorbeischwimmender Dollarnote ist fraglos ikonisch: Ab September 1991 war es auf dem Cover des Kultalbums »Nevermind« der Band Nirvana zu sehen.

Jetzt ist um das Plattencover ein Rechtsstreit entbrannt: Spencer Elden hat die noch lebenden Bandmitglieder, die Nachlassverwalter von Kurt Cobain und weitere Personen verklagt.

Der 30-Jährige ist das Baby auf dem Cover – ihm zufolge ist die Nacktdarstellung Kinderpornografie und verstößt gegen US-Gesetze. Seine Eltern hätten der Veröffentlichung des Fotos niemals schriftlich zugestimmt, heißt es in einem Bericht des Senders CBS.

Jetzt beschäftigt sich ein Gericht in Los Angeles mit dem Fall. Der Kläger fordert laut »Variety mindestens 150.000 US-Dollar Schadensersatz von jedem Beklagten, darunter die Band-Mitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic, Kurt Cobains Ehefrau Courtney Love, der Fotograf Kirk Weddle sowie Vertreter der Plattenfirma.

Elden führt an, seine Identität und sein Name seien »für immer verbunden mit der kommerziellen sexuellen Ausbeutung«, die er als Minderjähriger erfahren habe. Sein Foto werde bis zum heutigen Tage weltweit verbreitet und verkauft.

»Sexarbeiter, der nach einer Dollarnote greift«
Spencer Elden war vier Monate alt, als das umstrittene Bild im Jahr 1990 in einem Schwimmbad in Pasadena aufgenommen wurde. Angeblich war es Nirvana-Frontmann Kurt Cobain, der die Darstellung für die Covergestaltung aussuchte.

Die Verbindung von nacktem Kind und Geldschein deutet dem Kläger zufolge auf einen »Sexarbeiter, der nach einer Dollarnote greift«. Den Beklagten wird vorgeworfen, mit Spencer Eldens Abbild »wissentlich kommerzielle Kinderpornografie produziert, besessen und beworben zu haben« – auch, weil bewusst die Genitalien des Babys gezeigt wurden.

Es sei viel Geld mit dem Foto verdient worden, während Spencer Eldens Eltern gerade mal 200 Dollar am Tag der Aufnahme dafür bekommen hätten. Eine Veröffentlichung und massenhaften Verbreitung hätten sie nie zugestimmt.
ala
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Iven »

Kurz Off Topic


Exakt drei Wochen vor der Bundestagswahl ziehen wir sie hier im HET schon mal vor und stimmen bereits jetzt ab.

Hier geht's zur vorgezogenen Bundestagswahl im HET: viewtopic.php?f=190&t=932

Bitte alle mit abstimmen!

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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://web.de/magazine/panorama/sexuel ... t-36148560
Viel mehr Kinder in England von Minderjährigen sexuell missbraucht
Aktualisiert am 06.09.2021, 12:00 Uhr
In Großbritannien hat die Zahl von sexuellem Missbrauch durch Minderjährige deutlich zugenommen.
In England und Wales haben sich die Zahlen innerhalb von zwei Jahren verdoppelt.
Ein Teil der mutmaßlichen Täter ist jünger als zehn Jahre.

Sexueller Missbrauch von Kindern durch Minderjährige hat sich in England und Wales zwischen 2017 und 2019 verdoppelt. Wurden der Polizei zwischen April 2016 und März 2017 insgesamt 7.866 Fälle gemeldet, in denen sowohl Täter als auch Opfer unter 18 Jahre waren, waren es im gleichen Zeitraum 2018/19 bereits 16.102.

Das berichtete die BBC am Montag unter Berufung auf Daten von 34 der 43 Polizeibezirke. Die Abgeordnete Emma Hardy von der oppositionellen Labour-Partei sagte, das Problem sei vermutlich noch größer, weil längst nicht alle Fälle gemeldet würden.


Viele der mutmaßlichen Täter jünger als zehn Jahre alt
Die jüngsten Angaben zeigten zwar, dass die Zahl der Fälle während der Corona-Pandemie offenbar wieder zurückgegangen ist - die Polizei registrierte 10.861 Anzeigen. Allerdings wiesen Experten darauf hin, dass dies angesichts monatelanger Schulschließungen sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen eine enorme Zahl sei.

90 Prozent der mutmaßlichen Täter waren Jungen und 80 Prozent der Opfer Mädchen. In etwa zehn Prozent der Fälle waren die mutmaßlichen Täter jünger als zehn Jahre.

Nacktfotos und sexuelle Gewalt für Kinder heutzutage Alltag
Die Psychologin Rebekah Eglinton sagte der BBC, ungewollte Berührungen sowie der Druck, Nacktfotos zu teilen, seien für Kinder zum Alltag geworden, "sodass sie sich nicht die Mühe machen, darüber zu berichten". Aufgrund von sozialen Medien und einfachem Zugang zu Pornografie im Internet sei sexuelle Gewalt "völlig normal".

Die zuständige Staatssekretärin Vicky Ford sagte, die Regierung habe ihr Engagement stetig verstärkt. Zudem seien Partnerschaften zwischen Schulen, Polizei und Sozialdiensten zum Schutz von Schülerinnen und Schülern ins Leben gerufen worden.

Neun von zehn Mädchen schon mal sexuell belästigt
Im Juni hatte ein Bericht der Schulaufsichtsbehörde Ofsted ergeben, dass sexuelle Belästigung an britischen Schulen weit verbreitet ist. Neun von zehn Mädchen gaben bei der Befragung an, oft oder manchmal ungewollt explizite Bilder geschickt oder mit sexistischen Spitznamen angesprochen zu werden. Einige berichteten auch davon, in der Schule ungewollt berührt zu werden. Oft spiele sich die Belästigung aber auch an unbeaufsichtigten Orten wie in Parks oder auf Partys ab.

Das Thema hatte in Großbritannien im Frühjahr große Aufmerksamkeit bekommen, nachdem Tausende Schülerinnen und Studentinnen auf der Webseite "Everyone's Invited" ihre Erfahrungen von sexuellen Übergriffen schilderten.

Wenn Sie selbst von sexueller Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich bitte an das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch 0800/2255530 (Deutschland), die Beratungsstelle für misshandelte und sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Kinder (Tamar) 01/3340437 (Österreich) beziehungsweise die Opferhilfe bei sexueller Gewalt (Lantana) 031/3131400 (Schweiz).
Wenn Sie einen Verdacht oder gar Kenntnis von sexueller Gewalt gegen Dritte haben, wenden Sie sich bitte direkt an jede Polizeidienststelle.
Falls Sie bei sich oder anderen pädophile Neigungen festgestellt haben, wenden Sie sich bitte an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden".

© dpa
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.tagesschau.de/inland/missbr ... r-101.html

Projekt zur Aufklärung gestartet
Pfadfinderbund will Missbrauch aufarbeiten
Stand: 01.09.2021 15:18 Uhr

In den USA muss der Pfadfinder-Dachverband Zehntausende Betroffene sexuellen Missbrauchs entschädigen. Auch in Deutschland sollen dem Verdacht jahrelanger Vergehen nun nachgegangen werden.
Von Barbara Schneider, BR

Lange Jahre war es ein Gerücht unter Pfadfindern. 2013 kam es an die Öffentlichkeit: Auf der Burg Balduinstein, einer freien Bildungsstätte in Rheinland-Pfalz, wurden Minderjährige über Jahre hinweg sexuell missbraucht.Über das, was hinter den Mauern der Burg vor sich ging, hatte auch Uwe Scherf aus Weilheim schon früh gehört. Der heute 56-Jährige war als junger Pfadfinder nur einmal kurz auf der Burg. Er erzählt von einem damaligen Freund, "oder halt eine aus unserer Gruppe". Scherf habe "gespürt, dass da etwas los ist". Dann sei er ferngeblieben.

Hinweise auf gravierendes institutionelles Versagen
Ein Fall sexuellen Missbrauchs und doch kein Einzelfall. Auch innerhalb der Pfadfinderverbände in Deutschland gibt es Missbrauchsfälle. Dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, eine von mehreren Organisationen, sind mindestens fünf Fälle aus der Vergangenheit bekannt, bei denen es nicht gelungen sei, Täter aus dem Verband zu entfernen, sagt die Bundesvorsitzende Maria Venus. Es gebe Hinweise auf Täternetzwerke und ein gravierendes institutionelles Versagen im Umgang mit Tätern und Betroffenen. "Der Verband scheint in seinem Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt den Bedürfnissen der Betroffenen nicht immer gerecht geworden zu sein", kritisierte Venus: Sei es, weil wir ihnen kein Gehör geschenkt oder das Gehörte abgewiegelt haben oder das Andenken von Tätern immer noch gelebt wird. Die Fälle sexualisierter Gewalt in der Vergangenheit wurden teilweise unsichtbar gemacht und als Verschlusssache behandelt, wahrscheinlich um das Ansehen des Verbandes zu schützen.

"Dieses Vertuschen hatte System"
Mehr als 82.000 mutmaßliche Opfer sexueller Gewalt haben Klagen gegen eine US-Pfadfinderorganisation eingereicht.

"Verharmlosung" und "Verleumdungen" auflösen
Der Verband arbeitet mit dem sozialwissenschaftlichen Institut für Praxisforschung und Projektberatung IPP aus München zusammen. Das IPP bringt dafür Erfahrungen aus dem Kloster Ettal oder der Odenwaldschule mit, derzeit ist es an der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der evangelischen Kirche beteiligt.Das Institut soll die Akten durchforsten, aber auch mit Betroffenen und Zeitzeugen sprechen. "Aufarbeitung heißt nämlich möglicherweise in vielen Fällen, jahrzehntelanges Schweigen zu brechen", sagt Peter Caspari vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung. "Der Stimme der Betroffenen Gehör zu verschaffen", das bedeute auch, "subtile Verharmlosungen, Verleugnungen und Manipulationen aufzulösen". Und es bedeute, die Geschichte des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Bezug auf sexualisierte Gewalt neu zu schreiben.Auf der Suche nach möglichem Täternetzwerk
Die Forscher gehen in erster Linie der Frage nach, inwiefern es Täterstrukturen und Täternetzwerke gab. Sie wollen aber auch ideologische Hintergründe erforschen. Im Mittelpunkt stehen die Jahre 1976 bis 2006. Ein Projekt, das bis 2023 angelegt ist und innerhalb der Ortsgruppen auf ein positives Echo stößt.
Logo "Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder"
01.09.2021
Der BdP informiert über die gemeinsame Studie mit dem IPP pfadfinden.de
Betroffene können sich meldenUwe Scherf vom Pfadfinderstamm Eule in Geretsried erinnert sich zwar aus seiner aktiven Zeit als Pfadfinder nicht an Übergriffe innerhalb des eigenen Stammes. Er sagt aber auch:Natürlich gibt es sehr viele Gelegenheiten. Es gibt so einen Spruch, der heißt: Nachts sind alle Kohten schwarz - weil das Zelt bei uns ist Kohte heißt, und das ist aus schwarzem Baumwollstoff. Und was da passiert, kriegt nicht jeder mit. Verbunden mit dem Forschungsprojekt ist daher ein Aufruf an Betroffene. Sie können sich per Mail oder ab dem 9. September per Telefon an das Institut für Praxisforschung und Projektberatung in München wenden.
Kontakt für Betroffene zum IPP
Zeitzeugen und Betroffene können sich per unter der Mail-Adresse aufruf@ipp-muenchen.de an das Institut wenden.

Zwischen dem 9. September und 7. Oktober wird eine Tlefon-Hotline eingerichtet. Sie ist dienstags zwischen 11 und 13 Uhr und donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr unter 030 / 54 98 75 51 zu erreichen.

Missbrauch Pfadfinder
Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. September 2021 um 16:00 Uhr.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.vaticannews.va/de/welt/news ... rauch.html
Österreich: Bischöfe aktualisieren Richtlinien im Kampf gegen Missbrauch
Die Österreichische Bischofskonferenz hat die kirchlichen Richtlinien gegen Missbrauch und Gewalt überarbeitet und veröffentlicht. Sie treten mit 1. September in Kraft und gelten wie bisher für den gesamten kirchlichen Bereich, sowohl für die hauptamtlichen als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Missbrauchsprävention: Eine Bilanz vor der nächsten Konferenz in Warschau
Die Rahmenordnung wurde erstmals 2010 erlassen, 2016 erfolgte eine überarbeitete Version. Erzbischof Franz Lackner, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, betont im Vorwort, die Katholische Kirche bemühe sich seit mehr als zehn Jahren aufrichtig, Wunden zu heilen, die Priester und pastoral Mitarbeitende durch Gewalt und Missbrauch verursacht hätten. Lackner schrieb, es sei eine wichtige Aufgabe, in der Kirche einen generell wertschätzenden Umgang miteinander einzufordern. Auch das Thema geistlicher Missbrauch werde im Blickfeld bleiben müssen.

Zusammenarbeit mit Ordenskonferenz

Die Rahmenordnung wurde in intensiver Zusammenarbeit mit der Ordenskonferenz überarbeitet. Einige Abläufe wurden auf Grundlage der Erfahrungen der vergangenen Jahre etwas modifiziert, um für alle Beteiligten - Betroffene, Beschuldigte bzw. kirchliche Obere – die bestmögliche Lösung zu finden. Erweitert wurden die Möglichkeiten, genaue Überprüfungen durchzuführen. Andererseits können Verfahren nun auch abgekürzt werden, wenn dies im Interesse der Betroffenen (also der Opfer) ist. Neu ist ein von der Bischofskonferenz und der Österreichischen Ordenskonferenz gemeinsam eingerichteter „Beirat Opferschutz".

Die in der Rahmenordnung enthaltene Verfahrensordnung regelt das Zusammenwirken verschiedener kirchlicher Einrichtungen: Neben den diözesanen Ombudsstellen als Erstanlaufstellen für Betroffene sind es die Diözesankommissionen, die Verdachtsfällen nachgehen und den Bischof, Ordinarius oder die Oberen und Oberinnen bei der Entscheidung beraten. Auch die Ordensverantwortlichen sind in genau geregelter Form in das Verfahren einbezogen. Über finanzielle Hilfe und Therapiekosten entscheidet die „Unabhängige Opferschutzkommission" unter dem Vorsitz von Waltraud Klasnic. Die Auszahlung der Mittel erfolgt über die kirchliche „Stiftung Opferschutz". Die Verfahrensordnung regelt neben der Hilfe für Opfer auch die Vorgangsweise bei Beschuldigten sowohl hinsichtlich eines kirchenrechtlichen als auch eines staatlichen Strafverfahrens.

Neben der ausführlichen Verfahrensordnung wird in der Rahmenordnung auch großer Wert auf die Prävention gelegt, wofür vor allem die in jeder Diözese eingerichteten Stabsstellen für Prävention von Missbrauch und Gewalt zuständig sind. Auch die Orden intensivieren ihre Präventionsbemühungen mit eigenen Beauftragten und Schulungen für die einzelnen Ordensgemeinschaften und deren Einrichtungen.

Detaillierte Bestimmungen
Dass der Präventionsbereich ständig weiterentwickelt wird, zeigt sich u.a. daran, dass derzeit detaillierte Bestimmungen für die lokale, regionale und diözesanübergreifende Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet werden. Diese werden demnächst gesondert von der Bischofskonferenz und der Ordenskonferenz erlassen. Als neue Formen von Missbrauch bzw. Gewalt wird in der Rahmenordnung nun auch „Spirituelle Gewalt" sowie Gewalt in digitalen Medien thematisiert.

Die Rahmenordnung wurde in der Vollversammlung der Österreichischen Ordenskonferenz am 10. Mai und in der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz von 14. bis 16. Juni beschlossen. Schon mit ihrem Schreiben vom 29. Mai teilte die Glaubenskongregation mit, dass ihrerseits keine Einwände gegen die vorliegende Neufassung bestehen. Die Rahmenordnung tritt mit 1. September 2021 in Kraft.

2.515 Fälle zugunsten von Betroffenen entschieden
Seit 2010 hat die Unabhängige Opferschutzkommission 2.515 Fälle zugunsten von Betroffenen entschieden. Mit Stand vom 31. Mai 2021 sind 140 Fälle noch in Bearbeitung, in 215 Fällen wurden weder finanzielle Hilfe noch Therapie zuerkannt. Die Kirche hat alle Entscheidungen der Opferschutzkommission akzeptiert und umgesetzt. Den Betroffenen wurden bisher in Summe 32,7 Mio. Euro zuerkannt, davon 25,9 Mio. Euro als Finanzhilfen und 6,8 Mio. Euro für Therapien. Bis zu 70 Prozent der Zahlungen werden von Ordensgemeinschaften geleistet.

Die meisten Vorfälle sind rechtlich verjährt und haben sich hauptsächlich in den 1960er- und 1970er-Jahren ereignet. 51,2 Prozent der Fälle sind vor 1970 geschehen, 32,3 Prozent in den 1970er-Jahren, 10,6 Prozent in den 1980er-Jahren, 4,1 Prozent in den 1990er-Jahren und 1,3 Prozent seit 2000. 0,5 Prozent der Fälle sind noch nicht zeitlich zugeordnet.

(kap – gs)
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.rtl.de/cms/berlin-mutmassli ... 29106.html
Mutmaßlicher Missbrauch in Berliner Kita
Mutter erhebt schwere Vorwürfe: Ich habe die Kita-Leitung schon im Mai gewarnt - dann wurde uns gekündigt
12. September 2021 - 10:56 Uhr

Erzieher soll Kinder der Kita "Feldhäuschen" in Berlin missbraucht haben
Die Vorwürfe gegen einen Erzieher der Kita "Feldhäuschen" in Berlin-Spandau wiegen schwer: Der 32-jährige namens Martin soll sich an fünf Kindern sexuell vergangen haben. Im Interview mit RTL erhebt eine Mutter jetzt schwere Vorwürfe. Sie sagt: "Als ich den Mund aufgemacht habe, wurde mir der Kita-Platz gekündigt."


Gegen den 32-jährigen Erzieher liegen mindestens fünf Anzeigen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor.
Mutter sprach Kita angeblich auf merkwürdigen Erzieher an
Mehrere Monate lang soll Erzieher Martin mindestens fünf Kinder der Kita sexuell missbraucht haben. Bei einer Elternversammlung kamen erschreckende Details ans Licht. Der Elternabend in Berlin war von Anti-Mobbing-Trainer Carsten Stahl initiiert worden. Viele der betroffenen Eltern wirkten aufgewühlt, wie RTL-Reporterin Marylin Müller berichtet. Einige sind sich sicher, dass ihre Kinder Opfer sexueller Gewalt geworden sind.

Eine Mutter sprach die Kita-Leitung angeblich auf den Mann an: "Meine Tochter hat solche Angst vor Martin, ist hier irgendwas passiert?" Daraufhin habe die Kita geantwortet: "Ja, der ist schon komisch, der ist anders als wir Erzieher." Später eskalierte die Situation dann wohl...

Im Video - Mutter am Boden zerstört: "Meine Tochter weint und sieht nur Männer"

Play/Pause
Wurden die Eltern von der Kita in Berlin unter Druck gesetzt?
Jetzt erhebt die Frau schwere Vorwürfe gegen die Einrichtung. Denn wegen ihrer kritischen Nachfragen und Beschwerden, soll ihr der Kita-Platz ihrer jüngeren Tochter gekündigt worden sein. "Sie [die Kita-Leiterin, Anm. d. Red.] hat mich dann am nächsten Tag eingeladen und gesagt, 'so, ich habe mitbekommen, was hier passiert ist – für Ihre kleine Tochter war ein Platz reserviert aufgrund von Geschwistern, die haben Vorrang. Aber ich muss Ihnen den Kita-Platz hiermit kündigen, es ist kein Vertrauen da.'"

In dem Zuge sei darauf hingewiesen worden, dass ihre ältere Tochter trotzdem weiter in den Kindergarten gehen könnte. "Aber die Kleine nicht, das haben die mir Ende Mai gesagt". Wortwörtlich soll man der Mutter erklärt haben: "Sie haben sich den Kita-Platz verspielt, suchen Sie sich einen neuen Platz." Demnach soll die Kita schon im Mai von dem angeblichen sexuellen Missbrauch gewusst haben.

Damals habe die Mutter Angst bekommen, weil sie selbst wieder arbeiten musste und auch auf den Kita-Platz angewiesen war. Sie habe um den Kita-Platz gebettelt. Heute blickt die Frau mit Bedauern auf dieses Gespräch zurück: "Ich war noch so dumm und habe mich entschuldigt."

Im Video: Eltern sollen Erzieher gewarnt haben

Play/Pause
Anti-Mobbing-Trainer verurteilt das Verhalten der Berliner Kita
Anti-Mobbing-Trainer Carsten Stahl verurteilt das Verhalten der Kita: "Mit Druck und Nötigung werden Eltern zum Schweigen gebracht und ihnen wird eingeredet, dass es Einzelfälle sind und die Kinder würden lügen", resümiert er. Zwar könne es sein, dass Kinder mal eine rege Fantasie hätten, "aber bei der Masse zeigt es mir, was passiert ist".

Auch andere Kinder und Eltern sind betroffen
"Wir haben unsere Tochter von der Kita abgeholt, sie hatte sich eingepullert", erinnert sich ein Vater auf der Versammlung. "Und vier weitere Kinder hatten sich eingepullert, obwohl sie trocken sind." Doch offenbar ahnte niemand, was dahinterstecken könnte. "Die Kita hat gesagt: 'Das ist ein komischer Tag gewesen.'"


Play/Pause
Der Verdächtige ist weiterhin auf freiem Fuß. "Es liegt eine Strafanzeige wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs vom Februar bis August vor. Der Anfangsverdacht war stichhaltig genug, um Ermittlungen einzuleiten", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zu RTL.

Am Dienstag wurde die Wohnung des 32-Jährigen durchsucht. Dabei stellten die Ermittler laut Staatsanwaltschaft Datenträger sicher. Sie wollen nun Zeugen zu dem mutmaßlichen Missbrauchsfall vernehmen. Auch Kinder aus der betroffenen Kindertagesstätte "Feldhäuschen" in Berlin-Spandau sollen befragt werden.

Im RTL-Interview erklärten Eltern, die Kita-Leitung vor dem Erzieher gewarnt zu haben. Die Einrichtung habe darauf allerdings zu spät reagiert. Die Kita wies dies zurück und erhob ihrerseits Vorwürfe gegen das Landeskriminalamt. (dky, bst)
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.deutschlandfunk.de/katholis ... _id=503221

Katholische Kirche und sexualisierte GewaltWie Verantwortung verdunstet

Völlig egal, wie schäbig sich Bischöfe gegenüber Opfern sexualisierter Gewalt verhalten - es bleibt für sie ohne Konsequenzen, kommentiert Christiane Florin. Das abgelehnte Rücktrittsgesuch des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße sei ein weiterer Beleg dafür. Neu sei, dass diese Haltung so offen verkündet werde.

Ein Kommentar von Christiane Florin
Die Illusion der Demokratie lebt von der Vertuschung staatlicher Rechtsbrüche, und leider verliert sich selbst die Standfestigkeit ursprünglich integerer Persönlichkeiten allzu oft in den Sümpfen der Politik.

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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.bild.de/regional/frankfurt/ ... .bild.html
VIDEOS ZEIGEN MISSBRAUCH VON SÄUGLINGEN
Kinderporno-Razzia bei 35 Männern
Der jüngste Beschuldigte ist 17 Jahre alt
289 Ermittler durchsuchten 32 Objekte von 35 Männern in Hessen (Symbolfoto)

23.09.2021 - 13:03 Uhr
Frankfurt – Sie sollen sich im Netz widerlichste Videos heruntergeladen haben, auf denen zum Großteil der sexuelle Missbrauch von Säuglingen zu sehen war. Deswegen durchsuchten Ermittler nun drei Tage über das Hab und Gut von 35 Männern in Hessen.

An der Kinderporno-Razzia unter der Führung des Hessischen Landeskriminalamts waren fast 300 Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesland beteiligt.

In einer Asservatenkammer in Berlin stapeln sich Kartons. In ihnen steckt die Beute der Kinderporno-Jäger vom LKA!
Das gaben das LKA und die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft sowie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) am Donnerstag bekannt.

Demnach durchsuchten die Ermittler seit Anfang der Woche 32 Objekte. Verdacht: „Besitzverschaffung und Besitz von Kinderpornografie“. Sichergestellt: Computer und Datenträger.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Die Illusion der Demokratie lebt von der Vertuschung staatlicher Rechtsbrüche, und leider verliert sich selbst die Standfestigkeit ursprünglich integerer Persönlichkeiten allzu oft in den Sümpfen der Politik.

Yanell
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.tagesschau.de/inland/bischo ... z-151.html
Deutsche Bischofskonferenz
"Das Thema Missbrauch lässt uns nicht los"
Stand: 23.09.2021 15:41 Uhr

Als Reaktion auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat die Bischofskonferenz eine verbesserte Personalaktenführung beschlossen. Zudem soll das Verfahren zur Anerkennung des Leids von Opfern sexualisierter Gewalt überprüft werden.Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben einheitliche Standards für das Führen der Personalakten von Priestern beschlossen. Damit werde künftig eine lückenlose und manipulationssichere Dokumentation aller Personalvorgänge im Raum der Kirche garantiert, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing. "Wir hatten hier erheblichen Nachholbedarf, weil sich gezeigt hat, dass es in der Vergangenheit vielfach sehr mangelhafte Aktenführung gab."Die neue Personalaktenordnung (PAO) soll demnach zum 1. Januar 2022 in allen 27 Diözesen in Kraft treten. Auf ihrer Grundlage sei es möglich, dass Missbrauchsbeschuldigungen künftig in allen Diözesen "verbindlich, einheitlich und transparent dokumentiert" werden, so Bätzing. Auch der Missbrauchs-Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz habe sich für die neuen Regeln ausgesprochen.


Lückenlose Aktenführungen sollen garantiert werdenDie Personalaktenordnung standardisiert beispielsweise auch die Auskunftsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Bistümern, etwa wenn Priester in mehreren Bistümern tätig war. Darüber hinaus verständigte sich die Vollversammlung auf verbindliche Grundsätze, um den neuen, unabhängigen Aufarbeitungskommissionen Auskünfte und Einsichten in Personalakten zu gewähren. Hierbei geht es nicht nur um Geistliche, sondern um alle kirchlichen Mitarbeiter. Die Diözesen sollen nun entsprechende Regeln zu den Auskunftsrechten nach dem Vorbild einer Musterordnung erlassen, hieß es.Hintergrund der neuen Regeln sind vor allem die Erkenntnisse der Missbrauchsaufarbeitung, etwa bei der MHG-Studie 2018. So wurden in der Vergangenheit vielfach Akten manipuliert, Seiten entfernt oder Hinweise auf Missbrauchtstaten und deren Meldung vernichtet.Die neuen Regeln sollen nun fälschungssichere und lückenlose Aktenführungen garantieren. So ist etwa festgeschrieben, dass alle Aktenseiten durchnummiert werden.

Verfahren soll überprüft werden
Die katholischen Bischöfe wollen zudem das Verfahren zur Anerkennung des Leids von Opfern sexualisierter Gewalt noch einmal überprüfen. Grundsätzlich wollten sie aber am bestehenden System festhalten, sagte Bätzing. "Wir verstehen, dass Betroffene durch lange Bearbeitungszeiten erneut Retraumatisierung erleiden können", fügte Bätzing hinzu. "Wir sehen, dass Erwartungen enttäuscht werden und dass dies schmerzlich ist. Das bedauern wir sehr."Mitte Oktober sei deshalb ein Gespräch zwischen Vertretern des Betroffenenbeirats, der Unabhängigen Anerkennungskommission (UKA), der Deutschen Ordensoberkonferenz und der Bischofskonferenz anberaumt. Dabei sollten die Kritikpunkte noch einmal diskutiert und mögliche Maßnahmen besprochen werden."Das Thema Missbrauch lässt uns nicht los", sagte Bätzing. "Wir können angesichts dieses dunkelsten Kapitels nicht zur Tagesordnung übergehen."


Bischöfe halten an Anerkennungsleistungen fest
Grundsätzlich halten die Bischöfe aber daran fest, die Anerkennungsleistungen im Rahmen der in Deutschland üblichen gesetzlichen und gerichtlichen Bedingungen zu zahlen, so der Limburger Bischof. "Das Verfahren ist transparent, die Mitglieder der Kommission sind ebenso bekannt wie die Kriterien, die berücksichtigt werden", unterstrich der Limburger Bischof. "Auch die Leistungshöhe wurde deutlich angehoben." So sollten sich die festgesetzten Leistungen am "oberen Bereich" der Schmerzensgeldtabellen orientieren.Kürzlich hatte der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz gefordert, das Verfahren noch einmal zu reformieren. Aktuell führe es zu zahlreichen Retraumatisierungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten, gehe zu langsam und sei intransparent und ungerecht. Viele Bescheide fielen zudem "für die Beteiligten unverständlich und unangemessen gering" aus.Im September 2020 hatten die Bischöfe das System der "Anerkennungsleistungen" für Betroffene sexualisierter Gewalt grundsätzlich reformiert. Wer als Kind und Jugendlicher Missbrauch durch einen Kirchenmitarbeiter erlebt hat, soll seit Januar 2021 je nach Schwere des Falls ein bei Gerichtsverfahren übliches Schmerzensgeld von bis zu 50.000 Euro erhalten.
No one actually thinks all men.
Just too many men.
Just enough men to be afraid.
Just enough men that all women have experienced it.
Just enough men to make it a social problem not a personal one.

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