PÄDOKRIMINALITÄT

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Yanell
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... b5af6237bb
Urteil gegen früheren Fußballprofi
Metzelders Parallelwelt
Christoph Metzelder ist im Kinderpornografie-Prozess zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er wirkte erst selbstsicher, dann angefasst. Der Angeklagte habe »echte Reue gezeigt«, sagte die Richterin.
Von Lukas Eberle
29.04.2021, 19.05 Uhr

Christoph Metzelder im Amtsgericht Düsseldorf: »Ich möchte Sie hier im Saal stellvertretend für die Opfer von sexueller Gewalt um Vergebung bitten«

Der Prozess dauert knapp vier Stunden, da nimmt Christoph Metzelder seine schwarze Maske ab, sortiert die handschriftlichen Notizen vor sich und legt ein Geständnis ab.

Er habe sich in »einer digitalen Parallelwelt« befunden, sagt er. Beim Wort »Schuld« bricht seine Stimme. »Neben der strafrechtlichen Bedeutung«, so Metzelder, »geht es hier um eine moralische Schuld.« Er sei sich bewusst, dass hinter jeder seiner Taten ein Verbrechen stehe: »Ich möchte Sie hier im Saal stellvertretend für die Opfer von sexueller Gewalt um Vergebung bitten.« Dann weint er.

Seit Anfang September 2019 ist das alte Leben des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Christoph Metzelder, 40, vorbei. Damals fuhren Ermittler zur Sportschule Hennef bei Bonn, wo er gerade einen Trainerlehrgang absolvierte. Sie nahmen sein Handy mit, durchsuchten sein Haus in Düsseldorf und seine Büroräume.

Seitdem stand ein ungeheuerlicher Verdacht im Raum: Metzelder, der Vorzeigesportler, der sich viele Jahre lang für benachteiligte Schülerinnen und Schüler eingesetzt hatte, soll kinder- und jugendpornografisches Material besessen und weitergegeben haben. Am Donnerstag musste er sich dafür vor dem Amtsgericht Düsseldorf verantworten. Das Urteil am Ende: eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, ausgesetzt zur Bewährung.

Er wirkt anfangs fast selbstsicher
Metzelder wirkt zunächst gefasst an diesem Tag, fast selbstsicher. Er kommt einige Minuten vor Prozessbeginn in den Saal, begrüßt seinen Verteidiger, Fäustchen gegen Fäustchen. Metzelder setzt sich, jede seiner Bewegungen wird von den Fotografen festgehalten. Als die Richterin in den Saal kommt, steht er auf und knöpft sich sein graues Sakko zu.

Schnell wird klar, dass er heute bereit ist, Fehler einzugestehen. Es vergingen rund 600 Tage, an denen er öffentlich zu den Anschuldigungen geschwiegen hat. Kurz nach Prozessbeginn ergreift er das Wort: »Ich äußere mich jetzt«, sagt Metzelder.

In seiner ersten Erklärung spricht er von seiner Fußballkarriere, von der Sportmarketingagentur, die er später gründete, und von seiner Stiftung. Er erzählt von den Auszeichnungen, die er für sein ehrenamtliches Engagement bekommen hat. Er sei »stolz« darauf gewesen, sagt Metzelder. Doch den Landesverdienstorden und das Bundesverdienstkreuz am Bande wolle er nun zurückgeben, unabhängig vom Ausgang des Prozesses.

Die Ehrungen, sagt er, würden »einen Anspruch an den Ordensträger« erheben, »der auch in die Zukunft gerichtet ist«. Er ist offenbar der Meinung, diesem Anspruch nicht gerecht geworden zu sein. Wie sein neues Leben aussieht, berichtet er auch: »Die Durchsuchung war eine Zäsur, beruflich und privat«, sagt er, »ich lebe seitdem zurückgezogen.«


Es geht um 297 Dateien
Als die Staatsanwältin Kathrin Radtke die Anklage verliest, blickt ihr Metzelder dabei fast 30 Minuten lang ins Gesicht. Es geht um 297 Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt, die Ermittler auf seinem Handy gefunden haben sollen. Metzelder soll drei Frauen solche Dateien per WhatsApp geschickt haben, insgesamt 27 Bilder und zwei Videos.

Staatsanwältin Radtke beschreibt manche Bilder im Detail: Zu sehen seien »teilweise oder ganz entkleidete Jugendliche«, jünger als 14 Jahre. Ein Bild zeige ein Mädchen, jünger als 10 Jahre, das Oralverkehr ausführe. Auf einem weiteren sei »ein Kleinkind« zu sehen, dessen »Beine auseinandergedrückt« würden.


Metzelder macht sich Notizen, während Radtke vorliest. Dann äußert sich sein Verteidiger, Ulrich Sommer. Der Gesetzgeber meine, den Schutz von Kindern verbessern zu können, indem er den Umgang mit den beschriebenen Bildern kriminalisiere, sagt Sommer. Es hört sich an, als würde er davon nicht viel halten.

Die Öffentlichkeit sei im Umgang mit dieser Strafform »nicht geübt«, sagt der Verteidiger. Laien würden die entsprechenden Bilder als »schrecklich oder anstößig« bezeichnen. Dem Strafgesetzbuch gehe es aber nicht um Anstößigkeit. Das Strafrecht schütze Rechtsgüter, nicht Gefühle. Er, Sommer, gehe davon aus, dass diesem Anspruch vor Gericht Genüge getan werde. Seine Ausführungen sind ein Appell, weniger moralisierend, sondern nüchterner auf die Vorwürfe zu blicken.

Die Staatsanwaltschaft will keinen Deal
Es ist bemerkenswert, dass Metzelders Verteidiger dem Gericht offenbar sagen will, wie es seinen Job zu machen hat. Noch, so scheint es, gehen Metzelder und seine Anwälte davon aus, Handlungsspielraum zu haben. Um 10 Uhr legt Richterin Astrid Stammerjohann eine Pause ein. Es gibt ein Rechtsgespräch zwischen allen Seiten, es dauert zweieinhalb Stunden, doch die Staatsanwaltschaft will keine Verständigung. Also geht es weiter.

»Soll eine Einlassung erfolgen?«, fragt Richterin Stammerjohann. Verteidiger Sommer nickt, dann spricht Metzelder sein Geständnis in ein schwarzes Mikrofon: Ja, er habe auf frei zugänglichen Internetseiten inkriminierte Bilder gefunden und diese dann verschickt, sagt er. Metzelder redet davon, in Chats »Extremfantasien« ausgetauscht zu haben.

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Ex-Fußballer soll kinderpornografische Bilder weitergegeben haben: Die Akte Metzelder Von Lukas Eberle, Ansgar Siemens und Jean-Pierre Ziegler
Die Akte Metzelder
Vom selbstsicheren Auftreten ist in diesem Moment nicht mehr viel übrig. Metzelder wählt fragwürdige Formulierungen, spricht von der »Faszination des Unaussprechlichen«, vom »Reiz der Grenzüberschreitung«. Doch was genau soll an Bildern von missbrauchten Kindern faszinierend sein? Wo liegt der Reiz? Dazu sagt er nichts.

Er gesteht, sich 18 Dateien verschafft und weitergegeben zu haben. Manche verschickte er angeblich doppelt. In einschlägigen Foren oder im Darknet sei er nicht unterwegs gewesen. Übergriffe auf Kinder habe es nicht gegeben, so etwas sei auch nicht geplant gewesen.

Zuhörer und Journalisten müssen den Saal verlassen
Metzelder spricht in seinem Geständnis viel von sich selbst, kaum von den Kindern, die auf den Bildern und in den Videos zu sehen waren. Er wisse, dass er eine Wunde hinterlasse, die möglicherweise nie verheilen werde, sagt er. Damit werde er »für den Rest meines Lebens« zurechtkommen müssen.

Im Gerichtssaal werden die Bilder gezeigt, die Chatverläufe gelesen. Die Zuhörer und Journalisten müssen den Saal deswegen kurz verlassen. Bevor Stammerjohann die Beweisaufnahme schließt, äußert sich noch Heiko Klatt, Metzelders Medienanwalt. In den vergangenen Monaten habe die Presse durch ihre Artikel die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten verletzt. Klatt spricht von einer »mittelalterlichen Hexenjagd«, Metzelder sei durch die Medien vorverurteilt worden. Das, sagt Klatt, solle das Gericht strafmindernd berücksichtigen.

In ihrem Urteil geht Stammerjohann später darauf ein. Metzelder müsse zwar ein öffentliches Interesse hinnehmen, das sei nun mal die Kehrseite seiner Berühmtheit, sagt sie. Andererseits erkenne sie auch »eine vorweggenommene Bestrafung«. Zudem mache Metzelder bereits eine Therapie. »Und er hat echte Reue gezeigt«, sagt die Richterin.

Sie verurteilt Metzelder zu zehn Monaten auf Bewährung, weil er einer anderen Person in 26 Fällen Besitz an kinderpornografischen Schriften verschafft und weil er selbst kinderpornografische Schriften besessen hat. Weisungen und Geldauflagen gibt es nicht für Metzelder.

Das Verfahren werde ihm »als Warnung dienen«, sagt Richterin Stammerjohann noch. Nach sieben Stunden verlässt Metzelder den Saal, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Er läuft vorbei an Dutzenden Kameras und Reportern, er will sich nicht zum Urteil äußern.
Wie geht es den Opfern damit?
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Yanell
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.tagesschau.de/inland/kinder ... t-101.html
Ermittlungen im Darknet
Schlag gegen Kinderpornografie-Plattform
Stand: 03.05.2021 08:57 Uhr

Ermittlern in Deutschland ist ein Schlag gegen die weltweite Verbreitung von kinderpornografischem Material gelungen. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wurden vier Männer festgenommen.
Von Michael Götschenberg, ARD-Hauptstadtstudio

Die Plattform mit dem Namen "Boystown" wurde im Darknet als Tauschbörse für kinderpornografisches Material betrieben. Sie soll weltweit rund 400.000 Mitglieder gehabt haben. Wie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigte, wurden die Betreiber bereits Mitte April festgenommen. Die Ermittlungen werden vom Bundeskriminalamt durchgeführt und dauern noch an.Hauptbeschuldigte sind vier Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit: ein 40-Jähriger im Kreis Paderborn, ein 49-Jähriger im Landkreis München, sowie ein 54-Jähriger in Paraguay sollen den Ermittlungen zufolge die Administratoren und Betreiber der Plattform gewesen sein. Ein 64-Jähriger in Hamburg wird beschuldigt, eines der aktivsten Mitglieder gewesen zu sein.Server in MoldauDie drei Beschuldigten in Deutschland sitzen seit dem 14. beziehungsweise 15. April in Untersuchungshaft. Im Zuge der Festnahmen wurden sieben Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg durchsucht. Gegen den 54-Jährigen in Paraguay liegt ein internationaler Haftbefehl vor - er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Nach der Festnahme der Hauptbeschuldigten wurde die Plattform von den Ermittlern abgeschaltet.Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, konnten die Nutzer auf "Boystown" im Darknet kinderpornografisches Material tauschen. Die Plattform soll mindestens seit Juni 2019 bestanden haben. Die Server befanden sich demnach in der Republik Moldau und waren dort angemietet worden.Internationale TaskforceBei den Missbrauchsdarstellungen soll es sich überwiegend um Jungen unterschiedlichsten Alters gehandelt haben, darunter den Angaben zufolge auch schwerste Fälle von Missbrauch an Kleinkindern. Demnach bestand die Plattform aus einem Forum, das in unterschiedliche Bereiche gegliedert war, in denen die Missbrauchsdarstellungen abgelegt und gesucht werden konnten.Darüber hinaus habe es zwei Chatbereiche gegeben, über die die Mitglieder kommunizieren und Material tauschen konnten. Allein der 64-Jährige aus Hamburg, der besonders aktiv gewesen sein soll, habe demnach rund 3.500 Darstellungen auf der Plattform geteilt, so die Ermittler.Die drei mutmaßlichen Betreiber sollen den Mitgliedern Verhaltenshinweise für das sichere Surfen gegeben haben, um sich vor einer Entdeckung zu schützen. Für die Ermittlungen war auf deutsche Initiative eine internationale Taskforce ins Leben gerufen worden, die von Europol koordiniert wurde. An den Ermittlungen waren Strafverfolgungsbehörden in Schweden, den USA, Australien und Kanada beteiligt.Große PlattformDa die Plattform im Darknet betrieben wurde, in dem anonym gesurft werden kann, sind die Ermittlungen besonders schwierig. Für die Ermittler ist die Abschaltung der Plattform und die Festnahme der mutmaßlichen Betreiber ein großer Erfolg im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie.Mit 400.000 Mitgliedern war "Boystown" um ein vielfaches größer als die Plattform "Elysium", die 111.000 Nutzer hatte und im Juni 2017 abgeschaltet wurde. Sie galt als eine der größten ihrer Art und wurde ebenfalls von Deutschland aus betrieben. Die Betreiber wurden vor zwei Jahren zu Haftstrafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten und zehn Jahren und neun Monaten verurteilt.
Schlag gegen Kinderporno-Plattform im Darknet


Michael Götschenberg, ARD Berlin, 3.5.2021 · 09:24 Uhr
Boystown
ZIT
Über dieses Thema berichtete NDR 2 am 03. Mai 2021 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.bild.de/politik/2021/politi ... .bild.html
VIER DEUTSCHE IN U-HAFT
Riesige Kinderporno-Plattform gesprengt
Das Portal „Boystown“ hatte laut BKA mehr als 400 000 Mitglieder
veröffentlicht am
03.05.2021 - 10:31 Uhr
Eine der größten Kinderporno-Plattformen im Darknet ist gesprengt!

Das Portal „Boystown“ hatte nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) mehr als 400 000 Mitglieder. Die Hauptverdächtigen: drei deutsche Männer.

Bei ihnen handelt es sich laut BKA um einen 40-Jährigen aus dem Kreis Paderborn, einen 49-Jährigen aus dem Landkreis München und einen 58-Jährigen, aus Norddeutschland stammenden Mann, der seit mehreren Jahren in Südamerika lebt. Dazu nahmen Ermittler in der Region Concepción (Paraguay) ein weiteres mutmaßliches Bandenmitglied fest.

Der Vorwurf: bandenmäßige Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Die Kinderporno-Plattform ist nun abgeschaltet, schreibt das BKA bei Twitter.

Den drei Männern wird vorgeworfen, die Plattform als Administratoren betrieben zu haben. Ein weiterer Beschuldigter (64) aus Hamburg soll einer der aktivsten Nutzer der Plattform gewesen sein und mehr als 3500 Beiträge gepostet haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und das BKA hatten bereits Mitte April insgesamt sieben Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg durchsucht. Seitdem sitzen die Verdächtigen in Untersuchungshaft. Jetzt informierte das BKA über den Schlag gegen das Kinderporno-Netzwerk.

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann nennt den Schlag gegen das Kinderporno-Netz einen „phantastischen Ermittlungserfolg bei der Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“. Ihre Ansage an die Kinderporno-Verbrecher: „Die Luft für alle Personen, die sich an der Verbreitung schlimmster Fotos und Videos beteiligen, wird immer dünner.“


info.bild.de
Das war „Boystown“
Die kinderpornografische Plattform gab's seit mindestens Juni 2019 im Darknet. Darüber wurden weltweit Kinderpornos getauscht – die Aufnahmen zeigten hauptsächlich Missbrauch von Jungen. Auf den Bild- und Videoaufnahmen war auch schwerster sexueller Missbrauch von Kleinkindern zu sehen.

Das Forum war laut BKA „in verschiedene Bereiche unterteilt, um eine strukturierte Ablage und ein einfaches Auffinden der kinderpornografischen Inhalte zu ermöglichen.“ Dazu gab's zwei Chat-Bereiche – mit verschiedenen Sprachkanälen.

Anonyme und kostenlose Beratungsangebote
Sie haben den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind misshandelt oder missbraucht wird? Sie haben etwas gesehen, das Ihnen Sorgen bereitet? Dann können Sie sich (anonym) ans „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden: 0800 22 55 530.

Kinder und Jugendliche, die Missbrauch erlebt haben, bekommen montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der „Nummer gegen Kummer“ 116 111 Unterstützung. Auf der Internetseite gibt es auch die Möglichkeit, mit den Beratern zu chatten.

Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu besitzen, findet Ansprechpartner beim Projekt „Kein Täter werden“ von der Berliner Charité. Auf der Website und unter 030 450 529 450 gibt es kostenlose Informationen. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 7cb76db500
Ex-Fußballnationalspieler
Urteil gegen Metzelder ist rechtskräftig
Das Urteil gegen Ex-Fußballprofi Metzelder wegen Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat laut Gericht die Berufung zurückgenommen.
03.05.2021, 15.18 Uhr
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Christoph Metzelder im Gerichtssaal: »Echte Reue gezeigt«
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Christoph Metzelder im Gerichtssaal: »Echte Reue gezeigt« Foto: Federico Gambarini / dpa
Christoph Metzelder ist nun rechtskräftig wegen Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie verurteilt. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat die gegen das entsprechende Urteil des Amtsgerichts eingelegte Berufung zurückgenommen. Beide Seiten hätten auf Rechtsmittel verzichtet, teilte das Gericht mit.

Die zehnmonatige Bewährungsstrafe gegen den früheren Fußballprofi hat damit Bestand. Der 40-Jährige habe zudem auf die Rückgabe seines Handys, das als Beweismittel sichergestellt worden war, verzichtet, heißt es. Das Gericht wiederum verzichtete darauf, zusätzlich zur Bewährungsstrafe eine Geldauflage festzusetzen.

Therapie absolviert
Metzelder hatte gestanden, kinder- und jugendpornografische Dateien besessen und an drei Frauen weitergeleitet zu haben. Der Anwalt des Ex-Fußballprofis, Ulrich Sommer, hatte noch offengelassen, ob sein Mandant das Urteil annehmen werde.

Metzelder hatte dem Amtsgericht zufolge 2019 insgesamt 29 Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt an die Frauen verschickt. Zudem hatte er den Angaben zufolge unterschiedliche Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem Mobiltelefon besessen, das Gericht ging für September 2019 von 18 Dateien aus.

Das Gericht hatte eine Reihe von Faktoren strafmildernd gewertet. So habe die umfangreiche Berichterstattung wie eine vorweggenommene Bestrafung gewirkt. Metzelder dürfte für absehbare Zeit weder seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen können, noch am öffentlichen Leben teilnehmen.

Positiv wurde ihm zudem angerechnet, dass er nicht vorbestraft ist, geständig war und frühzeitig eine Therapie absolviert habe. »Für mich hat er echte Reue gezeigt«, hatte die Richterin gesagt.

Strafschärfend kam dagegen hinzu, dass der Angeklagte laut Gericht zwei Videodateien verschickt hatte, die den schweren Missbrauch von Kindern zeigen.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.toponline.ch/news/winterthu ... -00157009/
Pädokriminalität in der Schweiz: Jeder zweite Teenager wurde bereits von Groomern belästigt
Jeder zweite 12- bis 19-Jährige wurde via Internet bereits belästigt. Die meisten dieser Taten wurden nicht aufgedeckt, wie eine Untersuchung der ZHAW zeigt.

25.04.2021 / 11:59 / von: lpe/sda
Einer von zwei 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz ist im Internet schon einmal von einem sogenannten Groomer belästigt worden. Das berichtete die «SonntagsZeitung» gestützt auf eine Untersuchung der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZHAW).

Taten bleiben im Dunkeln

Die meisten dieser Taten blieben jedoch unentdeckt, schreibt die Zeitung. Die polizeiliche Kriminalstatistik erfasse lediglich 130 Straftaten dieser Art. Die Täter - vor allem Männer zwischen 20 und 60 Jahren - kamen mit einer Busse davon. Beim Grooming suchen Erwachsene via Internet Kontakt zu Minderjährigen. Regula Bernhard Hug, Geschäftsführerin von Kinderschutz Schweiz, hofft, dass bei der anstehenden Revision des Sexualstrafrechts griffigere Bestimmungen eingebaut werden, um diese Form der Pädokriminalität zu bekämpfen.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.sueddeutsche.de/politik/lan ... -99-496278
7. Mai 2021, 16:42 Uhr
Landtag - Düsseldorf
:
Ex-Landrat weiß nicht, wie viele Kinder betroffen war

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der hundertfache Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz im lippischen Lügde hat beim zuständigen Landrat bei Bekanntwerden des Falls nach eigenen Angaben zunächst keine Alarmglocken schrillen lassen. "Am Anfang war das ein Fall wie viele andere Fälle auch im Haus", sagte der inzwischen pensionierte Landrat des Kreises Höxter, Friedhelm Spieker (CDU), am Freitag als Zeuge im Untersuchungsausschuss Kindesmissbrauch des nordrhein-westfälischen Landtags. Als der Fall "aufploppte", habe sich für ihn nicht abgezeichnet, "da kommt jetzt was ganz Schlimmes auf uns zu".

Er habe sich die Akten zu den betroffenen Kindern aus dem Kreis Höxter nicht vorlegen lassen und wisse auch nicht, wie viele es seien, sagte Spieker. Er wisse nicht mal mehr, "wann es genau begann, der Skandal - helfen Sie mir", bat er den Ausschussvorsitzenden Martin Börschel (SPD).

Auf dessen Frage, ob der Fall nicht so wichtig gewesen sei, um ihn in Erinnerung zu behalten, antwortete der 66-jährige Zeuge: "Da können Sie sich nicht dran erinnern - wer das kann, der behauptet was Unmenschliches." Um Details habe er sich als Landrat neben den vielen anderen Aufgaben nicht kümmern können. Dafür seien gut bezahlte Fachbereichs- und Abteilungsleiter zuständig.

Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden, welche verbindlichen Dienstanweisungen es in der Kreisverwaltung Höxter gegeben habe zum Umgang mit sogenannten 8-a-Fällen des Sozialgesetzbuchs - also zur Schutzpflicht des Jugendamts bei Kindeswohlgefährdung - antwortete der Jurist, 8-a-Meldungen sagten ihm nichts. Zuständig sei der Fachbereichsleiter.

Er wisse auch nicht, welche Dokumentationspflichten es gebe bei Amtswechsel und Fallübergaben, sagte Spieker, der bis zum vergangenen Oktober elf Jahre lang Landrat in Höxter war. "Es könnte durchaus sein, dass ich ein Regelwerk für Übergaben habe - irgendwo vergraben." Es habe aber keinen Grund für "Formalismus" und noch mehr Bürokratie gegeben. "Das läuft einfach. Das hat immer geklappt." Börschel kommentierte das mit den Worten: "Das klingt sehr menschenfreundlich, aber wenig organisiert."

Der Untersuchungsausschuss versucht seit Sommer 2019 aufzuklären, wie es zu dem hundertfachen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz im lippischen Lügde kommen konnte, ohne dass Behörden auf die kriminellen Vorgänge aufmerksam wurden. Im Mittelpunkt steht das Leid eines kleinen Mädchens, das vom Jugendamt im niedersächsischen Hameln zu einem - 2019 zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilten - Pädokriminellen auf den Campingplatz gegeben worden war.

Der Landrat war als Behördenleiter mit dem Thema befasst. Viele bisherige Zeugenaussagen haben auf mangelnde Kommunikation zwischen den beteiligten Behörden und unzureichende Dokumentation der Fälle hingedeutet.

Die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Verena Schäffer, äußerte Unverständnis, wie sich ein Behördenleiter an Einzelheiten eines derart abscheulichen, bundesweit diskutierten Falls nicht erinnern könne - zumal Spieker in seiner einleitenden Stellungnahme im Ausschuss vorgetragen habe, wie nahe es ihm als Opa zweier kleiner Enkel gehe, wenn an unschuldigen Kindern Verbrechen begangen würden.

Abgeordnete von SPD, Grünen, FDP, aber auch der CDU äußerten sich kritisch zur Amtsführung des Landrats. Vor allem SPD, Grüne und FDP warfen Spieker vor, nichts getan zu haben, um den Fall Lügde aufzuarbeiten und Lehren für die Zukunft zu ziehen. Spieker wies das unter Verweis auf Gespräche mit seinen untergebenen Fachleuten zurück. "Ob sich das in einem Ergebnisprotokoll wiederfindet, weiß ich nicht."



Der SPD-Abgeordnete Andreas Bialas warf dem Ex-Landrat vor, sich hinter formalem Verwaltungshandeln zu verstecken. Tatsächlich seien aber Kinder, die über mehrere Jahre eigentlich vom Jugendamt begleitet worden seien, trotzdem Opfer aller möglichen erdenklichen Vergewaltigungsarten geworden. Trotz des faktischen Scheiterns der verantwortlichen Behörden könne Spieker jedoch "keine spezifische Änderung angeben, die Sie veranlasst haben", kritisierte der frühere Polizist.

Der FDP-Abgeordnete Marcel Hafke bilanzierte: "Sie haben nichts gemacht." Spieker entgegnete darauf: "Das ist Ihre Bewertung. Ich weiß gar nicht, was Sie wollen." Die Bearbeitung sei "nicht optimal gelaufen", allerdings nicht in einem justiziablen Sinn. "Da werden Sie mich nicht dazu kriegen, dass ich sage: Wir haben Fehler gemacht."

Sein Amtsnachfolger Michael Stickeln (CDU) sagte im Untersuchungsausschuss, er könne nicht im Nachhinein bewerten, wie die Abläufe vor seinem Dienstantritt im November gewesen seien. Der 52-Jährige Landrat kündigte aber eine externe Untersuchung an. Als Vater vierjähriger Zwillinge sei ihm die Aufklärung eine Herzensangelegenheit.

Künftig sollen Kinder in Deutschland besser vor Missbrauch geschützt werden. Am Freitag billigte der Bundesrat in Berlin einen entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages. Wer Kinder sexuell misshandelt oder Bilder und Filme mit entsprechenden Inhalten beschafft, verbreitet oder auch nur besitzt, soll künftig grundsätzlich mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Anlass für die Verschärfung waren unter anderem die Missbrauchsfälle von Lügde, Bergisch-Gladbach und Münster.



© dpa-infocom, dpa:210506-99-496278/5
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

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https://www.ksta.de/region/wir-helfen/k ... 0488019150
Kinder als Missbrauchsopfer vor Gericht Wie ein weiteres Trauma verhindert werden soll
KInder, die vor Gericht als Opfer von Gewalt aussagen, haben einen Rechtsanspruch auf kostenlose Begleitung.

Nadja Lissok
16.04.21, 17:04 Uhr
Köln -
Das Interesse am Prozess gegen Jörg L. war riesig. Viele Journalisten reisten im vergangenen August nach Köln, um über das größte Verfahren wegen sexueller Gewalt an Kindern in der Geschichte der Bundesrepublik zu berichten. Der 43-jährige Mann aus Bergisch Gladbach wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt, weil er immer wieder seine 2017 geborene Tochter missbraucht haben soll.

Er gilt als Schlüsselfigur eines riesigen Netzwerkes pädokrimineller Männer. 30 000 mögliche Tatverdächtige und Milliarden Datenträger, auf denen Unvorstellbares festgehalten wurde, zählt die Polizei. Die Opfer kommen in der Berichterstattung kaum vor. Sie werden geschützt und abgeschirmt. Wie geht es für Kinder, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, nach dem ersten Verdacht weiter? Ein Kommissar und eine Prozessbegleiterin geben Auskunft.

Bei der Polizei
„Das, was die BAO Berg bei Ermittlungen zu Missbrauchsfällen aufgedeckt hat, hat Menschen, die hier schon länger arbeiten, nicht überrascht“, sagt Andreas Dick, Leiter des Kriminalkommissariats 12 der Kölner Polizei, kurz KK 12. Das KK 12 beschäftigt sich ausschließlich mit Sexualdelikten und sexuellem Missbrauch, die rund 20 Beamten des Kommissariats verhören mindestens ein bis zwei Mal wöchentlich mutmaßliche minderjährige Opfer. Spricht man mit Dick, wird schnell klar: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist keine gesellschaftliche Randerscheinung, die sich auf einige Horrormeldungen beschränkt.

Das Anhörungszimmer für Kinder sei wie ein Spielzimmer eingerichtet, erzählt Dick am Telefon, damit die Kinder sich möglichst wohlfühlen und sich trauen, mit ihm zu sprechen. Ab dem Alter von vier bis fünf Jahren spricht der Kriminalkommissar mit möglichen Opfern, bei kleineren Kindern sei er auf die Aussagen der Eltern angewiesen. Die Kinder selbst müssen möglichst nur einmal zur Polizei, um die Tat nicht wieder und wieder zu durchleben.

Doch mindestens einmal müssen sie das. Wenn Dick sie freundlich ansieht und sagt: „Du weißt ja, warum du hier bist. Dir ist etwas passiert.“ Und dann wartet er, ob der Junge oder das Mädchen erzählt. Suggestive Fragen vemeiden er und seine Kolleginnen und Kollegen, sonst kann die Aussage in einem späteren Gerichtsprozess nicht verwendet werden. „Manche Kinder sind verstockt, andere reden gleich los“, sagt Dick. Viele schämen sich, weil sie denken, sie hätten etwas falsch gemacht.

„Manche begreifen erst bei der Polizei, was man ihnen jahrelang angetan hat“
Die schlimmsten Fälle sind in den Augen des Kommissars, die, bei denen die Kinder in der Familie jahrelang missbraucht wurden und gar nicht wissen, dass ihnen Unrecht geschieht. Weil der Missbrauch zum Familienalltag gehört. Weil die Täter sie mit Geschenken bestechen und zur Verschwiegenheit verpflichten. „Manche begreifen erst bei der Polizei, was man ihnen jahrelang angetan hat.“ Sie weinen und schreien in der Vernehmung, Dick muss möglichst sachlich bleiben. „Das ist manchmal schwer zu ertragen.“

Schwierig sei es für die ermittelnden Beamten auch, wenn der Vorwurf des Missbrauchs in einem Sorgerechtsstreit zwischen den Eltern aufkommt. Wenn die Mutter den Vater beschuldigt zum Beispiel. „Oft ist die Mutter aufgeregt und redet auf uns und ihr Kind ein. Wir müssen dann herausfinden, was wirklich passiert ist – und was dem Kind vielleicht in den Mund gelegt wurde“, sagt der Polizist.

Vor Gericht
Wenn Antje Lachmann beauftragt wird, ein Kind in den Gerichtssaal zu begleiten, dann wurde nach der Vernehmung bei der Polizei ein Hauptverfahren eröffnet. Das vermeintlich missbrauchte Kind muss als Zeuge aussagen und die Tat vor Gericht erneut schildern. Lachmann arbeitet seit 15 Jahren beim Kinderschutzbund Leverkusen und ist seit drei Jahren psycho-soziale Prozessbegleiterin. Ihre Aufgabe: Sie tut alles, damit das Kind durch den Prozess kein zweites Trauma erleidet.

Lachmann informiert das Kind und die Eltern vorher über die Abläufe im Verfahren und ist am Tag der Verhandlung dabei. „Die meisten Kinder wollen auf keinen Fall den Beschuldigten sehen“, erzählt Lachmann am Telefon. Viele hätten vor der Verhandlung Angst, dass der Richter ihnen nicht glaubt oder dass sie sich nicht mehr erinnern. Lachmann erklärt, dass sie den Täter höchstens zu Beginn der Verhandlung kurz sehen müssen und macht ihnen Mut, ehrlich zu sein, wenn sie etwas nicht mehr wissen.

Seit 2015 haben Gewaltopfer unter 18 Jahren den Rechtsanspruch auf eine kostenlose Begleitung im Verfahren. Vor einer Gerichtsverhandlung sollen die Kinder nicht zu einem Therapeuten, um die Erinnerung nicht zu verfälschen, sagen Juristen. Viele Kinder können nicht schlafen und haben Schwierigkeiten in der Schule, sagt Lachmann und versucht zu helfen. Bis zur Hauptverhandlung im Gerichtssaal kann es zwei Jahre dauern. In Lachmanns Augen ein viel zu langer Zeitraum. Sie unterstützt die Kinder solange bei der Bewältigung des Alltags, bespricht mit den Eltern Therapiemöglichkeiten für die Zeit nach der Verhandlung. Mit dem Kind über die Tat sprechen darf sie nicht.

Fälle innerhalb der Familie sind die Schwierigsten
Der Prozesstag ist für das Kind extrem aufwühlend. Lachmann empfiehlt, dass das Kind nur zur Zeugenaussage in den Saal geht und ihn danach wieder verlässt. Vorher wartet sie mit dem Zeugen oder der Zeugin möglichst in einem separaten Raum, bringt Spielsachen oder etwas zu lesen mit. Ähnlich wie für Kommissar Dick sind auch für die Prozessbegleiterin die Fälle, in denen die sexualisierte Gewalt innerhalb der Familie stattfindet, die schwierigsten. Oft sei die Familie gespalten, nicht alle Angehörigen stellen sich automatisch hinter das kindliche Opfer. „Manche sagen: Du willst unsere Familie zerstören.“

Es sei auch immer sehr belastend für die Kinder, wenn der Täter freigesprochen wird, weil die Tat zu lange zurückliegt und nicht mehr bewiesen werden kann. Deshalb wünscht sich Lachmann von der Justiz schnellere Verfahren ohne lange Wartezeit. Außerdem sollten Prozessbegleiter öfter eingebunden werden. „Die Möglichkeit wird bei Verfahren um sexualisierte Gewalt noch viel zu selten genutzt.“
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Yanell
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

aus Facebook
#Repost @du.bist.nicht.schuld with @make_repost
・・・
#Triggerwarnung

#SexualisierteGewalt gegen Kinder - detaillierte Beschreibungen

#Metzelder
"Sie sieht so aus, als hätte sie Lust ge...
•••••
...fickt zu werden.“

So zitiert @oliverpocher Metzelder.
#Metzelder habe das beim Anblick eines Fotos, auf dem ein dunkelblondes, nacktes Mädchen mit gespreizten Beinen zu sehen sei, welches rittlings auf einem Mann sitzt.
Ein weiteres Zitat:“Ich stehe nicht auf Männer, deswegen junge Boys und junge Girls, die sind unschuldig und können noch geformt werden. Außerdem ist das ja auch ein bisschen verboten.“

Ein weiteres Foto, welches man gefunden hat (übrigens eins von mehr als 300, auf dem Kinder zwischen 4 & 14 Jahren zu sehen sind) wird so beschrieben:“Ein augenscheinlich unter 10-jähriges Mädchen mit Zopf, das am Glied eines Mannes den Oralverkehr vollzieht.“

Auf die Begrifflichkeiten „Oralverkehr vollzieht“ gehe ich gleich noch weiter ein.

Oliver Pocher ist daraufhin von Metzelders Anwalt angehalten worden, Metzelder nicht weiter zu zitieren. (Bzw die Zeit, die diese Zitate veröffentlicht hat)
Das könnte sich ja negativ auf die Urteilsfindung auswirken und verletze seine Persönlichkeitsrechte. Pocher wurde eine „Ausgleichszahlung“ in Höhe von 10.000 € „angeboten“. Hat er übrigens abgelehnt 👏

Wenn das mal nicht perfide #täteropferumkehr in Reinform ist.

So, nun zur erwähnten Begrifflichkeit:
Oralverkehr ist ebenso wie Kinderpornografie eine völlig falsche Beschreibung. Oralverkehr und Pornografie setzt Konsens voraus. Kinder unter 14 Jahren sind nicht konsensfähig in Bezug auf Sex. Es geht also nicht um sexuelle Handlungen sondern, mal Margarine bei die Vische, ausnahmslos um (Aufnahmen von) Vergewaltigungen. Nix anderes!

#kindervergewaltigung #sexualisiertegewaltgegenkinder #victimblaming #victimblamingsichtbarmachen #Schuldumkehr
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.nau.ch/people/welt/melinda- ... n-65923089
Melinda verbot Bill Gates Freundschaft mit Pädo-Epstein

Nach einem Treffen mit Sex-Straftäter Jeffrey Epstein war Melinda «stinksauer» auf Bill Gates – und bekräftigte, nichts mit ihm zu tun haben zu wollen.

Die Noch-Frau von Bill Gates hat ihm eine Freundschaft mit Jeffrey Epstein verboten.
Das Paar hatte im Jahr 2013 ein unangenehmes Treffen mit dem Sexualstraftäter.
Die beiden Männer hatten sich zwei Jahre zuvor angefreundet.
Microsoft-Gründer Bill Gates (65) war mit dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) bekannt: Die beiden freundeten sich 2011 an, als Epstein der Gates Foundation und JP Morgan einen Fonds vorschlug.

Mit der Beziehung der beiden Männer war Noch-Ehefrau Melinda (56) alles andere als einverstanden, wie sich nun herausstellt.

Im Jahr 2013 ist es zu einem unangenehmen Treffen des Paares mit Epstein gekommen. In der Folge verbot Melinda ihrem Mann jeden weiteren Kontakt. Laut der US-amerikanischen «Daily Beast» war Melinda «stinksauer» auf Bills Beziehung zu Epstein.

Bill Gates' Frau war Epstein-Treffen unangenehm
Danach bekräftigte sie, nichts mit Epstein zu tun haben zu wollen und drückte aus, wie unangenehm ihr das Treffen war. Der Besuch in Epsteins Stadthaus erwies sich dabei als Wendepunkt in der Beziehung zwischen ihm und Gates.

Als sich die beiden zwei Jahre zuvor zum ersten Mal getroffen hatten, hatte Epstein bereits ein Jahr im Gefängnis abgesessen. Der Grund: Förderung von Kinderprostitution (das ist Vergewaltigung von Kindern) . Nach diesem ersten Treffen verschickte Gates eine E-Mail an Arbeitskollegen, in der er Epsteins Lebensstil als «irgendwie faszinierend» beschrieb. «Auch, wenn er für mich nicht funktionieren würde.»

Erst kürzlich gaben Melinda und Bill Gates nach 27 Jahren ihre geplante Scheidung bekannt. Die beiden heirateten 1994 und haben drei gemeinsame Kinder.
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von Yanell »

https://www.welt.de/vermischtes/article ... -soll.html
Was Jeffrey Epstein mit der Gates-Scheidung zu tun haben soll
Stand: 07:08 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

Bill und Melinda Gates haben sich bislang nicht näher zu den Hintergründen ihrer Trennung geäußert
Quelle: dpa/Jean-Christophe Bott
Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ war der Scheidungswunsch bei Melinda Gates bereits rund zwei Jahre lang gereift. Demnach sollen auch Treffen ihres Mannes mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine Rolle gespielt haben.

Die Ankündigung ihrer Scheidung überraschte in der vergangenen Woche die Welt. Doch laut einem Bericht des „Wall Steet Journal“ bereitete Melinda Gates bereits seit mehr als einem Jahr die Trennung von ihrem Ehemann, dem Tech-Milliardär Bill Gates, vor.

Die 56-Jährige habe bereits im Oktober 2019 mit Anwälten gesprochen und gesagt, die Ehe sei „unwiederbringlich zerbrochen“, berichtete die Zeitung am Sonntag unter Berufung auf offizielle Dokumente und mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Demnach sei es bei der Entscheidung auch um Melinda Gates‘ Unbehagen über den Kontakt ihres Mannes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gegangen. Bereits 2013 habe sie die Verbindungen ihres Ex-Mannes zu Epstein kritisiert. Ähnliches berichtete „The Daily Beast“.


Eine Scheidung, die die Welt verändern könnte
Die „New York Times“ hatte im Oktober 2019 enthüllt, dass der Microsoft-Gründer Gates Epstein mehrere Male getroffen habe – einmal bis spät in die Nacht. Eine Sprecherin von Gates sagte damals, bei den Treffen sei es um Angelegenheiten der Philanthropie gegangen. Epstein wurde 2019 angeklagt, einen Missbrauchsring zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen unterhalten zu haben. Er starb unter zweifelhaften Umständen in der Untersuchungshaft.

Jeffrey Epstein auf einem Foto in der Kartei der Sexualstraftäter im State of New York
Quelle: AP
Konkrete Gründe für die Trennung nannten Melinda und Bill Gates bislang nicht, stattdessen baten sie um „Raum und Privatsphäre für unsere Familie“ beim Beginn „dieses neuen Lebens“. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: die Töchter Jennifer Katharine, geboren 1996, und Phoebe Adelle, geboren 2002, sowie der 1999 geborene Sohn Rory John.

Im Jahr 2000 gründeten Bill und Melinda Gates gemeinsam die Bill and Melinda Gates Foundation, die größte wohltätige Privatstiftung der Welt. Sie beschäftigt nach Angaben auf ihrer Website 1600 Menschen und hat innerhalb von 20 Jahren rund 54 Milliarden Dollar ausgegeben. Die Stiftung engagiert sich unter anderem im Kampf gegen extreme Armut und gegen Krankheiten weltweit und ist auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv.

Bloomberg/AFP/lep
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Re: PÄDOKRIMINALITÄT

Ungelesener Beitrag von U.s.1 883 »

Frankreich
Französischer Serienmörder Fourniret gestorben
10.05.2021 um 16:45



Der 79-Jährige litt angeblich an Alzheimer und Herzproblemen. Er wurde in Paris in ein Spital eingeliefert, wo er verstarb. Fourniret hatte mehrere junge Mädchen und Frauen in Frankreich und Belgien entführt, vergewaltigt und ermordet.

Der französische Serienmörder Michel Fourniret ist tot. Der 79-Jährige starb am Montag im Krankenhaus, wie die französische Nachrichtenagentur Agence France-Presse unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Er sei etwa um 15 Uhr gestorben, hieß es. Zuvor war bekannt geworden, dass Fourniret bereits Ende April ins Pariser Krankenhauses Pitié Salpétrière eingeliefert worden war. Das Justizministerium hatte keine Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht.

Medien berichteten allerdings, dass sein Zustand extrem ernst gewesen sei. Fourniret, von Medien auch "Monster der Ardennen" genannt, und seine Ex-Frau waren im Mai 2008 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Fourniret hatte mehrere junge Mädchen und Frauen in Frankreich und Belgien entführt, vergewaltigt und ermordet. Seine frühere Ehefrau half ihm dabei. Im Jahr 2018 wurde er wegen eines weiteren Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er gilt als einer der schlimmsten Serienmörder Frankreichs.

Unter anderem im vergangenen November war Fourniret nach einem Schwächeanfall in seiner Gefängniszelle ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Le Parisien" schrieb etwa, dass der 79-Jährige unter anderem an Alzheimer und Herzproblemen gelitten habe.

(APA/AFP)

Fourniret, Michel

Michel Fourniret (*1941 oder 1942) ist ein französischer Staatsbürger und mutmaßlicher Serienmörder.

In die Schlagzeilen geriet der Waldarbeiter am 30. Juni 2004, als er den belgischen Behörden gestand, sechs Mädchen entführt, missbraucht und umgebracht zu haben. Nach weiteren Belastungen durch seine dritte Ehefrau, Monique Olivier, gestand er tags darauf drei weitere Morde. Unter den Opfern seien auch zwei Erwachsene. Die Aufmerksamkeit der Medien und der Behörden war zu dem Zeitpunkt besonders hoch, da nur eine Woche zuvor der belgische Kinderschänder Marc Dutroux wegen Entführung und Vergewaltigung von sechs Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Biographie

Fourniret fiel bereits in den siebziger Jahren im Großraum Paris durch unsittliches Verhalten auf. 1987 wurde er in Frankreich wegen Vergewaltigung und Gewalt gegen Minderjährige zu sieben Jahren Haft verurteilt. Da die Untersuchungshaft angerechnet wurde, kam Fourniret bereits nach wenigen Monaten auf freien Fuß. Im Juni 2003 wurde er in Belgien erneut festgenommen, nachdem ihm ein 13-jähriges Mädchen nur knapp entkommen war und die Polizei alarmiert hatte. Die belgischen Behörden wurden allerdings laut Presseberichten schon zwei Jahre vor der Festnahme auf ihn aufmerksam gemacht. Eine Frau habe im April 2001 bei der Polizei ausgesagt, sie sei von einem Mann in einem weißen Lieferwagen auf dem Heimweg in Südbelgien belästigt und verfolgt worden. Dabei habe sie eine genaue Beschreibung Fournirets gegeben und das Kennzeichen seines Wagens genannt. Nur drei Wochen später verschwand in Sedan die 13-jährige Mananya Thumpong, deren Ermordung Fourniret mittlerweile gestand.

Nach eigenen Angaben verübte Fourniret seine Morde zwischen 1987 und 2001. Während seiner U-Haft in Frankreich lernte er Jean-Pierre Hellegouarch kennen, ein Mitglied der Terrorgruppe Action Directe. Hellegouarch zog ihn kurz vor der Entlassung ins Vertrauen und beauftragte ihn, gemeinsam mit dessen Lebensgefährtin, Farida, die "Kriegskasse" der Action Directe zu verwalten. Stattdessen brachte Fourniret die Frau um, nahm das Geld und erwarb 1988 für zwei Millionen Francs (rund 305.000 Euro) das Schloss Sautou im nordfranzösischen Donchery. Das Jagdschloss aus dem 19. Jahrhundert liegt nördlich von Sedan und fünf Kilometer südlich der französisch-belgischen Grenze abgeschieden in einer Hügellandschaft. Er renovierte das 15 Hektar große Anwesen zu einem luxuriösen Gästehaus. Die großzügigen Bauarbeiten in den folgenden Jahren, bei denen er auch lange Gräben aushob, ließen somit keinen merkwürdigen Verdacht aufkommen. Nach dem Geständnis Fournirets sind dort mindestens zwei seiner Mordopfer vergraben.

Die Suche nach den Leichen begann in seinem Beisein am 3. Juli 2004. Auf dem Schlossgelände gruben die Ermittler zwei Skelette aus, bei denen es sich vermutlich um die sterblichen Überreste von Elisabeth Brichet und Jeanne-Marie Desramault handelt.

Insgesamt hat Fourniret nach eigenen Angaben die folgenden Mädchen und Erwachsenen getötet und offenbar in Frankreich und Belgien versteckt:

· Isabelle Laville (17) – verschwand am 11. Dezember 1987 bei der französischen Stadt Auxerre.
· Fabienne Leroy (18) – wurde erwürgt aufgefunden im August 1988.
· Jeanne-Marie Desramault (22) – verschwand am 18. März 1989.
· Farida Hellegouarch – Ehefrau von Jean-Pierre Hellegouarch, vermutlich im Jahr 1989 getötet.
· Elisabeth Brichet (12) – aus Namur. Von ihr verlor sich jede Spur am 20. Dezember 1989. Ihr Verschwinden war oft mit dem Fall Dutroux in Zusammenhang gebracht worden.
· Natacha Danais (13) – wurde am 21. November 1990 in der französischen Stadt Reze bei Nantes entführt. Drei Tage später wurde ihre Leiche 70 Kilometer von Nantes entfernt in den Dünen des am Atlantik gelegenen Ortes Brem-sur-Mer entdeckt.
· Ein unbekanntes Au-Pair-Mädchen – Sie arbeitete für das Ehepaar Fourniret. Sie soll 1993 ermordet worden sein.
· Celine Saison (18) – verschwand am 16. Mai 2000 in Charleville-Mezieres. Am 22. Juli 2000 wurde ihr Leichnam in einem Wald bei Sugny in den belgischen Ardennen gefunden.
· Mananya Thumpong (13) – Von ihr verliert sich jede Spur am 5. Mai 2001 in der französischen Stadt Sedan. Wanderer finden ihre Leiche am 2. Mai 2002 in einem Wald bei Nolleveaux, 30 Kilometer entfernt vom Fundort von Celine Saison.
· Unbekannter Autofahrer – Fourniret erschoss ihn nach eigenen Angaben mit einem Jagdgewehr an einer Autobahnraststätte, um an dessen Geld zu kommen.
[Quelle]
[Enzyklopädie: Fourniret, Michel. Wikipedia Herbst 2004, ]

Die Illusion der Demokratie lebt von der Vertuschung staatlicher Rechtsbrüche, und leider verliert sich selbst die Standfestigkeit ursprünglich integerer Persönlichkeiten allzu oft in den Sümpfen der Politik.

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