MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Anja Aichele, Birgit Ameis, Vierfachmord von Annecy 2012, Maëlys de Araujo, Annika Brill, Tristan Brübach, Anne D. (Lorch), Suzanne Eaton, Michaela Eisch, Victor Elling, Trude Espas, Regina Fischer, Marion & Tim Hesse, Jutta Hoffmann, Peggy Knobloch, Cindy Koch, Martina Gabriele Lange, Karl M. (Berlin), Stefan M. (Salzgitter), Jelena Marjanović, Margot Metzger, Karin N. (Borchen), Elmar Rösch, Gabriele Schmidt, Mord in Sehnde-Höver, Yasmin Stieler, Elisabeth Theisen, Nicky Verstappen
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass der Mord an BA durch mikrobiologische Spurenanalysen aufgeklärt werden kann, denn zumindest durch die Verbringung und die Ablage der Leiche, wahrscheinlich aber auch schon durch die Tötungshandlung muss es einen intensiven Täter-Opfer Kontakt gegeben haben, weshalb es auch sehr wahrscheinlich ist, dass Fremd DNA gefunden werden kann. .

Führend auf diesem Gebiet der mikrobiologischen Spurenanalysen ist das LKA Hessen. Nicht jeder Fall wird dort angenommen. Es wird vielmehr sorgfältig abgewogen ob der Aufwand einer umfangreichen Untersuchung gerechtfertigt ist. Es muss schon nach dem Tatgeschehen eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das Auffinden von Fremd DNA gegeben sein. Daher war es vorab entscheidend, dass mithilfe von Profilern ein entsprechendes Tatgeschehen rekonstruiert werden konnte. Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass das Innere des Fahrzeugs ( Lenkrad, Sitze, Fußraum) nochmals einer mikrobiologischen Spurenanalyse unterzogen wird, falls noch nicht umfassend geschehen.

Dr. Harald Schneider vom LKA Hessen hat schon in vielen Fällen einen Täter mittels der von ihm angewendeten "selektiven Hautschuppen Präparation" überführen können. Es handelt sich hier um ein einmaliges mikrobiologisches Verfahren, das nur wenige Wissenschaftler beherrschen. Dazu ist es notwendig, dass die Kriminaltechnik die Kleidung des Opfers und auch Gegenstände des Täters mit Folie abklebt, so dass sich ein komplettes Spurenbild ergibt. Es handelt sich hier um Feinstarbeit, denn auf einem kleinen Klebestück ( 10 x 10 cm) hängen bis zu 2000 Hautschuppen fest, die einzeln analysiert werden müssen um DNA Spuren zu finden. Das ist im Fall Mirco und auch in anderen Fällen schon gelungen. Ich hoffe, dass auch im Fall von BA Dr. Schneider mit den Untersuchungen der biologischen Mikrospuren beauftragt worden ist. Da es sich um sehr viele Analysen handelt, kann die Untersuchung längere Zeit in Anspruch nehmen.

Über die Arbeitsweise von Dr. Schneider kann man sich hier informieren:

https://www.wz.de/nrw/krefeld/hautschup ... d-26736377

Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Rebus »

Hallo, zusammen, hoffe die Mai-Demos sind gut überstanden.

Wie allle hier habe auch ich noch immer nicht den Schimmer einer Ahnung. Hinsichtlich der Aufffindesituation der sterblichen Überreste, der ggf. gefundenen Gegenstände, der Kleidung des Opfers, Alibis befragter Personen usw., hat die Polizei nichts Substanzielles verlauten lassen. Das wäre aber sehr wichtig, um unsererseits weitere Schlussfolgerungen, auch Mutmaßungen anzustellen zu können. Wir können da nur deuten und vermuten. Ich gehe also nicht mehr weiter mit meiner Erwägung bestimmter Tathergänge, weil es mich nicht weiterbringt.

Daher hier nur weiterhin meine Eckwerte, auf Trinkstärke herabgesetzt:

Ich gehe noch immer davon aus, dass B.A. unter Mitwirkung einer Person ums Leben gekommen ist, die sie gekannt hat und die, zumindest damals, eine Verbindung zum Hahn hatte. Ferner: Sie hat ihr Auto selbst zum Parkplatz am Gemeindehaus gefahren und sie ist dem „Täter“ oder der „Tätererin“ (ja, auch das ist nicht völlig ausgeschlossen) freiwillig gefolgt. Entweder zu Fuß oder (wahrscheinlicher für mich) mit einem Auto.
Ich neige zu der Meinung, dass die Abwesenheit vom Auto aus Sicht B.A. kurzfristig sein sollte und es wahrscheinlicher ist, dass sie outdoor ums Leben kam oder im anderen Auto, mache das allerdings nur an der Logik fest, nämlich dass Handtasche und Handy im Kofferraum blieben. Bei längerer Fahrt in ein Gebäude wären diese Gegenstände m.E. mitgenommen worden. Vom Zurückbringen durch den Täter halte ich nichts, das ist Tatort-Krimi. Auch Kidnapping am Parkplatz fällt für mich in diese Kategorie.

Wenn doch indoor, dann denke ich, nicht in einem Privathaus oder einer Wohnung, sondern eher anonymer, also eines dieser Kuzzeithotels rund um den Hahn (da gibt es welche in denen man nach erfolgtem Checkin einer Person auch direkt vom Parkplatz in die Zimmer kommen kann), eine Jagdhütte oder aber sogar in einem am Osstersonnabend ungenutzten öffentlichen Gebäude, zu dem die Täterperson einen Schlüssel hatte. Z.B. das Gemeindehaus am Abstellplatz des Autos. Hier haben Fremdpersonen an bestimmten Tagen durchaus einen Schlüssel, z.B. die Verantwortlichen für die Heimspiele des TUS L’hausen oder Leute, die einen der Säle für private Veranstaltungen nutzen. Das nur als Beisspiel, dass so etwas im Prinzhip geht. Dagegen spricht: viel zu nahe am Abstellort des Autos, falls Tat geplant war. Allerdings, wenn Unglücksfall und Täter ungeschickt, dann ist alles möglich. Falls Leiche am Abend nicht mehr dort, wär's ja auch nicht mehr gefährlich gewesen. Aber ist eine ausgefallene Idee. Die Praxis sah wahrscheinlich gradliniger aus.

Motiv: Je nach Version kann man sich etwas ausdenken, aber das ist Spielerei. Bin weiterhin gespannt, was da noch kommt.

lindenstein
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

Was könnte denn das Motiv der Tat gewesen sein..

als Oberbegriff sicher etwas Ausgeartetes Zwischenmenschliches.

Meiner Meinung nach aus dem Umfeld, auf Sicht.

BA wurde gesehen und das lässt natürlich ein breites Spektrum an Spekulation.

@Rebus hat den Gemeindesaal angesprochen, hier einer der ggf. einen Schlüssel hatte.
Man sollte Emotionen mal versuchen außen vor zu lassen und in Gedanken wertneutral zu sein.

Man will dem Opfer auch nichts andichten. Der Mensch ist neugierig/ der Mensch beobachtet auch sein Umfeld, heimlich wie auch immer.
Das triste Appartement 669 hatte doch auch Fenster und man konnte wenn gewollt hier bei Dunkelheit auch vielleicht mal etwas erhaschen, folglich war hier Potenzial und sollte hier eine Zugänglichkeit vorgelegen haben würde man mit einem Fernglas um so besser sehen, was einem womöglich schon länger "Kopfzerbrechen" bereitet.

Gerade in so einem grauen Einerlei, wie medial das Appartement und auch ggf. BA beschrieben wird, könnten solche Dinge eine interessante und kribbelige Angelegenheit und Abwechslung gewesen sein.
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SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Bemerkenswert auffällig in Summe ist die sehr überschaubare Anzahl an Zeugen und diese werden teilweise auch in Frage gestellt. Neben den Towerangestellten sind in dem Gebäude auch die Feuerwehr und andere Angestellte ansässig. Ob nun dem Feiertag geschuldet oder was auch immer , im Sternbericht wird kein Zeuge aus dem Tower erwähnt. Es wird etwas über das 45 Minuten Gespräch mit dem Bruder berichtet und eine weitere Angestellte WILL BA im Terminal Höhe Backshop gesehen. Keine weiteren Zeugen, weder vom Sicherheitspersonal, Parkplatzzeugen vor dem Tower o.ä. Dann gibt es noch den Anwohnerzeugen vom Gemeindehausparkplatz. Selbst vor oder am Apartment keine Zeugen. Entferne ich nun das Gespräch mit dem Bruder - dann bleibt nichts. Das bedeutet in aller Deutlichkeit: Als die Frau ihr Büro verließ hat niemand die Frau gesehen. Da die Angestellten sich untereinander kennen sollte eine Erinnerung möglich sein. Es wurde keine Person erwähnt. Warum der Sternbericht den Vorabend ausblendet , bleibt auch ein Rätsel. Es wurde kein Kollege vom Vorabend erwähnt. Das heizt natürlich Spekulationen an, gab es tatsächlich keine Übergabe würde es die Spekulationen noch weiter anheizen. Der Bericht schildert ihre Kontakte zu Kollegen und Angestellten, sie aber am Samstag niemand gesehen. Dem Anwohner unterstellt man leichtfertig er habe sich im Tag geirrt, die Angestellte im Terminal kann sich aber auch geirrt haben. Nun wird wiederholt nach Zeugen aufgerufen. Nach 6 Jahren erwarte ich eher wenig oder Null Resonanz.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Meidericher »

lindenstein hat geschrieben:
Sonntag, 02. Mai 2021, 19:35:00


Man will dem Opfer auch nichts andichten. Der Mensch ist neugierig/ der Mensch beobachtet auch sein Umfeld, heimlich wie auch immer.
Das triste Appartement 669 hatte doch auch Fenster und man konnte wenn gewollt hier bei Dunkelheit auch vielleicht mal etwas erhaschen, folglich war hier Potenzial und sollte hier eine Zugänglichkeit vorgelegen haben würde man mit einem Fernglas um so besser sehen, was einem womöglich schon länger "Kopfzerbrechen" bereitet.

Gerade in so einem grauen Einerlei, wie medial das Appartement und auch ggf. BA beschrieben wird, könnten solche Dinge eine interessante und kribbelige Angelegenheit und Abwechslung gewesen sein.
Was meinst du genau? Ich hatte vor geraumer Zeit auch einmal die Idee mit dem Spanner die Idee wurde dann aber sehr zerissen . denkbar ist natürlich auch dass jemand etwas durch das Fenster gesehen hat was er lieber gar nicht sehen wollte.

lindenstein
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

Ich greife das, was medial veröffentlicht wurde und versuche mir ein Bild daraus zu formen.

Würdest Du ein Abschleppseil auf die Rückbank deines Wagens legen?
Würdest Du eine leere Glasmilchflasche vorne in den Beifahrerfussraum legen?
Würdest Du getragene und saubere Wäsche zusammen in Deinen Trolley legen?

Würdest Du nach Feierabend, wenn Ostern vor der Tür steht und es Dich nach Hause zieht, dann Dich nochmal 45 min nach der Arbeit mit Deinem Bruder über Gott und die Welt unterhalten?

Der Bruder war zu früh am Arbeitsplatz, er hatte noch Zeit bis seine Schicht anfängt und er den Kollegen ablösen muss.
Vielleicht war die Talkzeit mit dem Bruder auch eine Art Überbrückung, weil BA auch auf jemanden gewartet hat, der erst später kommen würde..
war der Täter oder die Täterin eine Person welche man schon im Vorfeld (gut) kannte?
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Conny »

lindenstein hat geschrieben:
Mittwoch, 05. Mai 2021, 09:50:47
Ich greife das, was medial veröffentlicht wurde und versuche mir ein Bild daraus zu formen.

Würdest Du ein Abschleppseil auf die Rückbank deines Wagens legen?
Würdest Du eine leere Glasmilchflasche vorne in den Beifahrerfussraum legen?
Würdest Du getragene und saubere Wäsche zusammen in Deinen Trolley legen?

Würdest Du nach Feierabend, wenn Ostern vor der Tür steht und es Dich nach Hause zieht, dann Dich nochmal 45 min nach der Arbeit mit Deinem Bruder über Gott und die Welt unterhalten?

Der Bruder war zu früh am Arbeitsplatz, er hatte noch Zeit bis seine Schicht anfängt und er den Kollegen ablösen muss.
Vielleicht war die Talkzeit mit dem Bruder auch eine Art Überbrückung, weil BA auch auf jemanden gewartet hat, der erst später kommen würde..
war der Täter oder die Täterin eine Person welche man schon im Vorfeld (gut) kannte?
Kurz etwas zu Deinen Fragen:

- Würdest Du ein Abschleppseil auf die Rückbank deines Wagens legen?
Nein, würde ich nicht tun. Selbst wenn der Kofferraum gut gefüllt wäre, muss sie es ja dort zuvor herausgeholt haben, also wäre nach einem ev. Gebrauch des selben ja auch wieder Platz gewesen, um es ordnungsgemäß zurückzulegen. Es sei denn, es wäre gar nicht ihr Abschleppseil gewesen.

- Würdest Du eine leere Glasmilchflasche vorne in den Beifahrerfussraum legen?
Nein, das würde ich nicht tun, a) weil ich befürchten würde, dass die Restmilch-Neige auf meinen Teppich laufen und b) zu einer üblen Geruchsbildung führen würde.

- Würdest Du getragene und saubere Wäsche zusammen in Deinen Trolley legen?
Nein, ausgeschlossen! In bin in meinem Leben viel gereist und auch dienstlich herumgekommen, ich habe beides immer getrennt. Schmutzige Wäsche kam bei mir immer in einen eigens dafür mitgeführten Kunststoffsack. So, wie Birgit geschildert wird, war sie bestimmt sehr umsichtig und ordnungsliebend

- Würdest Du nach Feierabend, wenn Ostern vor der Tür steht und es Dich nach Hause zieht, dann Dich nochmal 45 min nach der Arbeit mit Deinem Bruder über Gott und die Welt unterhalten?
Könnte sein, wenn es Wichtiges zu besprechen gab und die Beiden ansonsten keine Gelegenheit hätten, persönlich zu kommunizieren.

Aus dieser Frage entwickelt sich für mich zwangsläufig eine weitere Frage.
Hat es Birgit nach Hause gezogen?
Diese Frage impliziert ja auch bereits eine mögliche erklärende Antwort, sie hatte diese Zeit, jedenfalls schien sie nicht in Eile gewesen sein. Also nein.

- Vielleicht war die Talkzeit mit dem Bruder auch eine Art Überbrückung, weil BA auch auf jemanden gewartet hat, der erst später kommen würde..
Diese Frage bzw. Dein Erklärungsansatz stehen im unmittelbarem Zusammenhang mit Deiner Frage
Würdest Du nach Feierabend, wenn Ostern vor der Tür steht und es Dich nach Hause zieht, dann Dich nochmal 45 min nach der Arbeit mit Deinem Bruder über Gott und die Welt unterhalten?.
Ja, es muss so gewesen sein, ansonsten hätte sie ganz sicher nur Wesentliches kurz besprochen.


- war der Täter oder die Täterin eine Person welche man schon im Vorfeld (gut) kannte?
Auch das wäre möglich.


Wie ich es drehe und wende, es ergeben sich für mich zu viele wenn und aber, könnte sein.....
Eigentlich gibt es kaum Greifbares, dass uns über Frau Ameis bekannt ist, sie uns nahebringen könnte, um solche Fragen konkret beantworten zu können, für mich ist diese Frau nicht fassbar.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Zur Frage mit dem Abschleppseil:

Sie muss es nicht aus dem Kofferraum genommen haben. Sie kann es tatsächlich ZURÜCK erhalten haben, weil sie so nett gewesen ist, es zu verleihen. Es kann tatsächlich so banal gewesen sein. Hätte man zwangsweise daran Spuren feststellen können ? Ich denke nicht, wenn derjenige es nur beiseite legte und nicht benutzte.

Würdest Du eine leere Glasmilchflasche vorne in den Beifahrerfussraum legen?

Vielleicht war die Flasche in der Kiste ? Der Unbekannte wollte sich mit etwas bedanken, BA nahm die Flasche aus der Kiste und stieg mit der Kiste zu dem Unbekannten in das Auto. Vielleicht war er Jäger, ein Forstmensch und er wollte er ihr vielleicht Grillfleisch geben ? Wildschwein etc.

Würdest Du getragene und saubere Wäsche zusammen in Deinen Trolley legen?
Der eine macht es , eine andere(r) macht es wiederum so. Betrachte ich die Fragen in Summe, dann war BA eventuell nicht sehr ordentlich. Es gab irgendwo ein Foto von dem Wohnhaus. Gepflegt ist anders. Ihre Wanderklamotten waren nun nicht auch nicht "hip", sondern sahen eher schon älter aus. Das Apartment war auch nicht sehr einladend. Das soll nicht abwertend klingen, BA machte sich vielleicht nichts daraus. Auch in der Mittelkonsole hiess es lag viel Krimskrams. Ordentlich ist anders.


Würdest Du nach Feierabend, wenn Ostern vor der Tür steht und es Dich nach Hause zieht, dann Dich nochmal 45 min nach der Arbeit mit Deinem Bruder über Gott und die Welt unterhalten?
BA hat auch morgens um 5.56 Uhr eine Mail an die Freundin geschrieben. Falls sie die Dauer nutzte um auf jemanden zu warten, dann hat sie niemanden davon erzählt oder den Termin irgendwo festgehalten. Mich wundert eher , warum sie im Terminal (sofern die Zeugin sich nicht irrte), sich kein Frühstück (Kaffee, Brötchen o.ä) gekauft hat. Ich hätte es (als Mann) sicherlich getan. Das hat sie nicht getan , ansonsten gäbe es noch einen Zeugen. Übrigens wundere ich mich immer noch, dass die Flughafenpolizei sich in der Woche nicht die Mühe machte , die Überwachungsvideos anzuschauen, da diese nach einer Woche überschrieben werden. Koblenz wurde erst nach dem Fund des Autos zuständig. vorher war die Polizei vom Flughafen zuständig. Man wusste definitiv wie lange die Aufnahmen verfügbar sind.

Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Rebus »

@Sherlock Holmes
„Entferne ich nun das Gespräch mit dem Bruder - dann bleibt nichts...“

In der Tat, da bleibt nichts und da ist nichts. Denn auch für dieses Gespräch scheint es keine Zeugen zu geben. Ich habe keinen Anlass, an den Aussagen des Bruders zu zweifeln, aber erst recht keinen, sie als Tatsachen zu nehmen. Es ist eine Aussage. Dieser Bruder wurde auch von der Polizhei überprüft, also war selbst sein Alibi, obwohl er ja den Tag im Tower verbrachte, für die Beamten kein Selbstläufer. Er ist ja überhaupt die Person der Familie, die fast unsichtbar geblieben ist. Wenn er den Geburtsnamen von B.A. trägt, dann hat er keine Spuren irgendwo hinterlassen und das will im 21. Jahrhundert schon was heißen. Wir wissen nur, er habe damals auch beim DWD am Hahn gearbeitet. Das zumindest ist Fakt.

Er sagt, dass er sie so kurz vor 7:00 ablöste (ablösen heißt für mich: Er übernahm ihren Arbeitsplatz) und B.A. dann noch so 45 Minuten lang, also bis +/- 7:45 mit ihm, wie man so im Hunsrück sagt „am maije war“, Smalltalk über Familie und die Welt. Das kann doch nur im Tower stattgefunden haben, denn einer von Beiden war ja noch oder schon an der Arbeit. Genaugenommen wissen wir nicht einmal, wann sie ihren Arbeitsplatz wirklich verlassen hat, (oder gibt es da eine Stechuhr) denn sie musste nur halbstündlich Daten nach Offenbach übermitteln (telefonisch?). Hat jemand die Beiden gemeinsam im Tower beim Gespräch gesehen??? Wir müssen wirklich sagen, dass B.A. spätestens mit Ablauf ihrer Arbeitszeit, ggf. früher, von keiner Menschenseele mehr gesehen wurde. Und das ist schon sehr, sehr seltsam.

War sie wirklich noch einmal in 669 oder schon in einem Auto innerhalb der Ein- und Ausfahrschranken des Airports? Das würde erklären, warum sie den ganzen Tag über von keinem Zeugen mehr wahrgenommen wurde, spurlos. Und ich frage mich, wie schon einmal: Hatten die Tower-Mitarbeiter eine Mittagspause?

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Um den Bruder von Frau Ameis ist es still. Ich glaube, dass er viel mitmachen musste, viel gelitten hat und noch immer leidet. Genau wegen ihm wünsche ich mir sehnlichst, dass was Eindeutiges bei den Ermittlungen raus kommt. Diese Ungewissheit muss den Bruder mit am meisten belasten,
weil er der letzte bekannte Gesprächspartner von Frau Ameis war. Da könnte ich mir deshalb so unterschwellige, latente Vorbehalte vorstellen, auch wenn dazu überhaupt kein Grund vorhanden ist. Er wurde überprüft. Vielleicht spürte er aber dennoch Vorbehalte? Wenn dem so wäre, müsste ihn das unheimlich belastet haben, vermute ich. Ich glaube, dass er sich ebenfalls wünscht, dass man Klarheit bekommt. Ob er wohl noch beim DWD arbeitet nach all dem, was passiert ist ?

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Der Ehemann tätigte auch keine Aussagen in de Öffentlichkeit nach dem Verschwinden. Im Stern Artikel hieß es : "Der Bruder arbeitete damals auch beim DWD". Vergangenheitsform...möglicherweise tut er es nicht mehr. Man findet auch in den Sozial- oder Karrierenetzwerken keine Info über ihn. Seine Ehefrau und somit Schwägerin ist in Facebook aktiv bzw hat einen Account. Selbst bei den Traueranzeigen von BA und des Vaters kein Name präsent. Scheinbar hat seine Schwester ihm am Morgen auch nicht mitgeteilt ob sie noch jemanden treffen wird. Natürlich kann man insgesamt über Ungereimtheiten spekulieren. Wir drehen uns immer wieder im Kreis weil es unerklärlich scheint. Die Frau hat scheinbar das Towergebäude wie ein Geist betreten und wieder verlassen. Es ist auch nicht bekannt , ob es Wachpersonal im Tower gibt. Warum frage ich das ? Eigentlich verstösst der DWD gegen das Arbeitsschutzgesetz wenn man eine 12 Stunden Schicht tatsächlich allein absolviert. Es kann immer etwas passieren. Der Rhythmus der 30 Minuten Meldung kann daher zu spät sein. Der Sicherheitsdienst müsste eigentlich regelmässig Rundgänge machen. Es wird Informationen darüber geben, wir kennen diese nicht.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

SherlockHolmes hat geschrieben:
Donnerstag, 06. Mai 2021, 13:54:05
Im Stern Artikel hieß es : "Der Bruder arbeitete damals auch beim DWD". Vergangenheitsform...möglicherweise tut er es nicht mehr.
Hallo SherlockHolmes

Vielen Dank, dass du mir die Nase auf eine Formulierung gestoßen hast, die ich in ihrer Bedeutung nicht registriert hatte. Das ist eindeutig
zu verstehen, dass er vor Birgits Verschwinden beim DWD arbeitete, aber nach dem Verschwinden nicht mehr. Da kann man sich seine Gedanken machen. Nicht dass ich an eine Belastung denke, überhaupt nicht. Da sehe ich absolut kein Motiv. Wenn der Mann nicht mehr beim DWD arbeitet, dann auf keinen Fall, weil auf ihm ein Schatten lastet. Nein, überhaupt nicht. Die Gründe können vielfältig sein.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Dass BA sich nach ihrem Dienst so lange mit ihrem Bruder unterhalten hat, werte ich dahingehend, dass sie im Bereich Hahn am Morgen oder Vormittag keine Verabredung hatte. Sie hatte noch Zeit sich mit ihrem Bruder über alles Mögliche zu unterhalten. Vielleicht war sie froh mal wieder reden zu können, denn so viele Gelegenheiten boten sich um den Dienst herum sicher nicht. Ich schätze es so ein, dass der Dienst ziemlich anstrengend war.

Danach wollte sie sich noch vor der Heimfahrt im Appartement ausruhen. Da sie eine lange Nachtschicht hinter sich hatte, hatte sie gewiss das Bedürfnis sich auszuruhen. Ich gehe davon aus, dass sie entweder auf dem Weg zum Appartement oder im Appartement auf ihren Mörder getroffen ist.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Vielleicht ist Lösung banaler als wir denken. Wer hat einen Nutzen von dieser blauen Box mit den restlichen Lebensmitteln ? Es fand kein Diebstahl von Wertgegenständen statt. Der Täter muss ein Auto haben, ansonsten hätte er BA nicht in dem Waldstück ablegen können. Der Täter war mobil. Warum aber verschwindet die Kiste? Sonst war alles im Auto. Selbst der Flughafenausweis lag in der Mittelkonsole. Der Täter kannte ausserdem den Parkplatz am Gemeindehaus. Scheinbar war es ihm wichtig, dass das Auto vom Apartment verschwindet.
Falls diese Box am Fundort lag, dann war der Täter vermutlich nicht mehr am Fahrzeug, ansonsten hätte er die Box reinlegen können. Um weiter spekulieren zu können, wäre es hilfreich zu wissen, ob z.B Autoschlüssel und Box bei den Überresten gefunden wurden.

Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Sternschnuppe »

Zitat:
Vielen Dank, dass du mir die Nase auf eine Formulierung gestoßen hast, die ich in ihrer Bedeutung nicht registriert hatte. Das ist eindeutig zu verstehen, dass er vor Birgits Verschwinden beim DWD arbeitete, aber nach dem Verschwinden nicht mehr. Da kann man sich seine Gedanken machen. Nicht dass ich an eine Belastung denke, überhaupt nicht. Da sehe ich absolut kein Motiv. Wenn der Mann nicht mehr beim DWD arbeitet, dann auf keinen Fall, weil auf ihm ein Schatten lastet. Nein, überhaupt nicht. Die Gründe können vielfältig sein.

--
meine Antwort
Vielleicht bezieht sich das aber auch einfach auf den Fakt, da der DWD ab Mai 2015 in Hahn aufgelöst wurde. Daher "arbeitete beim DWD in Hahn".

Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Sternschnuppe »

Rebus hat geschrieben:
Mittwoch, 05. Mai 2021, 20:24:01
@Sherlock Holmes
„Entferne ich nun das Gespräch mit dem Bruder - dann bleibt nichts...“

In der Tat, da bleibt nichts und da ist nichts. Denn auch für dieses Gespräch scheint es keine Zeugen zu geben. Ich habe keinen Anlass, an den Aussagen des Bruders zu zweifeln, aber erst recht keinen, sie als Tatsachen zu nehmen. Es ist eine Aussage. Dieser Bruder wurde auch von der Polizhei überprüft, also war selbst sein Alibi, obwohl er ja den Tag im Tower verbrachte, für die Beamten kein Selbstläufer. Er ist ja überhaupt die Person der Familie, die fast unsichtbar geblieben ist. Wenn er den Geburtsnamen von B.A. trägt, dann hat er keine Spuren irgendwo hinterlassen und das will im 21. Jahrhundert schon was heißen. Wir wissen nur, er habe damals auch beim DWD am Hahn gearbeitet. Das zumindest ist Fakt.

Er sagt, dass er sie so kurz vor 7:00 ablöste (ablösen heißt für mich: Er übernahm ihren Arbeitsplatz) und B.A. dann noch so 45 Minuten lang, also bis +/- 7:45 mit ihm, wie man so im Hunsrück sagt „am maije war“, Smalltalk über Familie und die Welt. Das kann doch nur im Tower stattgefunden haben, denn einer von Beiden war ja noch oder schon an der Arbeit. Genaugenommen wissen wir nicht einmal, wann sie ihren Arbeitsplatz wirklich verlassen hat, (oder gibt es da eine Stechuhr) denn sie musste nur halbstündlich Daten nach Offenbach übermitteln (telefonisch?). Hat jemand die Beiden gemeinsam im Tower beim Gespräch gesehen??? Wir müssen wirklich sagen, dass B.A. spätestens mit Ablauf ihrer Arbeitszeit, ggf. früher, von keiner Menschenseele mehr gesehen wurde. Und das ist schon sehr, sehr seltsam.

War sie wirklich noch einmal in 669 oder schon in einem Auto innerhalb der Ein- und Ausfahrschranken des Airports? Das würde erklären, warum sie den ganzen Tag über von keinem Zeugen mehr wahrgenommen wurde, spurlos. Und ich frage mich, wie schon einmal: Hatten die Tower-Mitarbeiter eine Mittagspause?
Ganz genau das Gleiche denke ich auch. Nichts ist belegbar. Besonders der Satz "...war sie schon in einem Auto innerhalb der Ein- und Ausfahrtschranken..." entspricht meinem Denken.

Ich störe mich z.B. schon von Anfang an dem angeblichen 45-minütigen Gespräch. 10 min. Ok. Aber 45? Das war Arbeitszeit.
Und selbst wenn das Gespräch stattgefunden hat... mindestens 1x während dieser Zeit hätten Messdaten vom Feld entnommen werden müssen. Wie geht das auf mit der Aussage, dass eine 3/4h über die Familie geredet wurde? Ich habe für einige Dinge ganz viele Fragezeichen über meinem Kopf schwirren.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@Sternschnuppe

Du hast recht, so ganz eindeutig kann man diese Formulierung nicht festmachen:
... der Bruder von Birgit Ameis. Er arbeitete damals ebenfalls beim Deutschen Wetterdienst am Hahn.
Bei der Veröffentlichung des STERN-Artikels lag das Verschwinden eineinhalb Jahre zurück.
Wie ich es auch auf Eindeutigkeit prüfen möchte, es ist wegen der Ortsangabe nicht eindeutig zu verstehen.

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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Sternschnuppe hat geschrieben:
Freitag, 07. Mai 2021, 10:08:30
Ich störe mich z.B. schon von Anfang an dem angeblichen 45-minütigen Gespräch.
Dieser ungewöhnliche Fakt gibt einen kleinen Einblick ins Leben von Frau A. Der Arbeitsplatz des Ehemanns von Frau A. war sehr weit entfernt. Telefonkontakte konnte man auch nicht zum Ehemann erkennen. Aber mit dem Bruder war ein Redebedürfnis vorhanden. Es könnten zwei sich vertrauende Geschwister gewesen sein. Wenn Frau A's Kinder aus dem Haus waren, und der Ehemann selten zugegen war, dann war eben der Bruder der Ersatzpartner. Irgendjemanden brauchte sie ja auch. Die beiden standen vor der gleichen Situation des Ortswechsels. Jeder kannte die Familie des anderen. Jeder hatte dieselben Eltern, um die man sich Gedanken machte. Und vielleicht vertraute man sich auch einmal ein familiäres Problemchen an? Man sagt sich was. Man schweigt zusammen oder gibt Raum für Gedanken. Und vor allem hält man den familiären Rückhalt am Leben.

Meine Beiträge sind meine subjektive Meinung.
Ich bemühe mich um Wahrhaftigkeit, kann aber irren.

Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Sternschnuppe »

Da hast Du natürlich recht. Ich störe mich ehr an folgenden rein sachlichen Fakten:

1. Ganz gleich ob Geschwister / Mann - Frau / Eltern-Kindverhältnis. Es war Arbeitszeit. Der DWD ist öffentlicher Dienst und wenn
ich als Arbeitgeber erfahre, dass bei Schichtübergabe 45 Minuten Privatgespräche geführt werden, dann fände ich das, ehrlich
gesagt, nicht gut. Und das ist noch freundlich ausgedrückt.

Das man privat einige Worte spricht, dagegen ist sicherlich nichts einzuwenden aber fast eine Stunde? Nein, das geht nicht.
Was wirft das für ein Bild auf den DWD?

2. Wie ich schon schrieb, ist in der Aussage des Bruders - jedenfalls aus meiner Sicht - ein Fehler beinhaltet. 45 Minuten Gespräch
beinhalten rein rechnerisch eine Messdaten-Entnahme. Der Bruder hat laut seiner Aussage die Schicht um 7 Uhr begonnen. Sagen
wir, BA hat ihre letzte Probe so gegen 6:45 Uhr nach Offenbach gemeldet.

Wir wissen den Rhythmus nicht. Ob immer zur vollen und halben Stunde oder ehr plus/minus von irgendwas ausgehend. Ich tippe
auf Letzteres.

Gehen wir also davon aus, dass gegen 3/4 Sieben die letzte Meldung rausgegangen ist. Dann hätte die nächste Messung so
gegen 7:15 Uhr gemacht werden müssen. Diese Zeit liegt aber in dem 45-minütigen Gespräch und leuchtet mir absolut nicht ein.

Vielleicht denke ich zu kompliziert aber irgendwas gibt mir zu denken bei dem gesamten geschilderten Ablauf.

Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@Sternschnuppe

Ich sehe in den 45 Minuten eine fachliche Doppelbesetzung. Die Daten wurden vom Bruder ordentlich abgelesen und übermittelt.
Am Rande war halt das Gespräch. Während der Bruder dienstlich beansprucht war, dachte Frau A nach, ließ ihre Gedanken schweifen
und sammelte Stoff für die Gesprächsfortsetzung.

Wenn man einen Praktikanten bei sich hat, muss man sich diesem widmen, ihn was probieren lassen, schauen, ob er es richtig macht, erklären, warum und wozu usw. Der Praktikant macht Beobachtungen durchs Fenster und fragt dieses und jenes. Der Beamte erzählt Historisches und Zukünftiges über die Entwicklung der Arbeitsbedingungen etc. Es entwickeln sich Gespräche, die nun auch nichts mit der reinen Datenerfassung und -übermittlung zu tun haben.

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