VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Ina K. (Gorleben), Milina K. (Luckenwalde), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Yolanda Klug, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Nuschka
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

z3001x hat geschrieben: Sonntag, 25. September 2022, 17:26:24 Mit solchen Techniken der Deutung kann man jeden Umstand und dessen Gegenteil benutzen, um seine Theorie scheinbar zu untermauern.
Eigentlich ignoriert man das Kriterium dabei aber mehr, als dass man es anerkennt, eben um seine schon feststehende Einschätzung (scheinbar) zu bestätigen. Ist eine Variante dessen, was sich "kognitionspsychologisch" Bestätigungsfehler nennt, in veramerikanisiertem Nicht-Deutsch auch confirmation bias genannt. Man dreht es eben hin zum Wunschergebnis. Macht aber eig. fast jeder auf die eine oder andere Art.
Man lernt nie aus, danke für Deinen Post dazu. Diesem "Bestätigungsfehler " bin ich bei ehrlicher Sicht aufgesessen.
Anon

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anon »

Frage

Hat jemand Informationen darüber ob und wenn ja welcher "beruflichen" Tätigkeit Y neben ihrem Studium nachgegangen sein könnte ?

Danke im Voraus
Gast

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Gast »

Da hat sich ja heute der Tatbestand der Freiheitsberaubung heraus kristallisiert.

Wer kann mir mal Beispiele nennen von jungen Frauen in Deutschland die länger als einen Monat oder ein Jahr festgehalten wurden, ohne jedoch südländische Familienehre-Fälle zu nennen. Entweder aus sexuellen oder anderen Gründen.
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Gast hat geschrieben: Sonntag, 25. September 2022, 23:55:05 Da hat sich ja heute der Tatbestand der Freiheitsberaubung heraus kristallisiert.

Wer kann mir mal Beispiele nennen von jungen Frauen in Deutschland die länger als einen Monat oder ein Jahr festgehalten wurden, ohne jedoch südländische Familienehre-Fälle zu nennen. Entweder aus sexuellen oder anderen Gründen.
Du stellst vielleicht Fragen? Ob es irgendwelche Festhaltegeschichten gibt oder nicht, hat für den Fall Yolanda überhaupt keine Relevanz, weil hier das Wesensmerkmal "Religion" hereinspielt. Deine Fixidee, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, greift hier nicht.

Ein umgekehrtes Beispiel: Wer kennt einen Fall, in dem ein Tochter eine ganz andere Religion wählte, als Eltern und Geschwister. Die Tochter lebte weit weg in einer WG. Sie lebte bewusst ohne Freund. Auf einmal war die Tochter wie vom Erdboden verschluckt .

Gibt es Beispiele? Und was ist aus diesen Vermisstenfällen geworden?
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Nuschka hat geschrieben: Sonntag, 25. September 2022, 22:50:42 Man lernt nie aus, danke für Deinen Post dazu. Diesem "Bestätigungsfehler " bin ich bei ehrlicher Sicht aufgesessen.
Vll bin ich ihm auch selbst aufgesessen, diesem Bestätigungsfehler, mit meinem fast-kategorischen Ausschließen dieser Erklärungsmöglichkeit. War jedenfalls nicht auf dich persönlich gemünzt, sondern mehr auf diese psychologischen (Doppel-)Deutigkeitsmuster allgemein.
Ich fand selbst, dass einige Details dafür sprechen könnten. Speziell das in beiden Fällen ausgeschaltete Handy. Und dass es natürlich so wirkt, als ob der Vorfall im August und der im September zusammenhängen. Und die schlichteste Erklärung (nicht zwingend die plausibelste) wäre, dass Yolanda selbst die treibende Kraft des Verschwindens war. Nicht "Dritte". Es gibt natürlich auch andere Deutungen wie beide Ereignisse zusammenhängen und bei denen B) die Fortsetzung/Wiederholung von A) ist, und die nicht einen Suizidversuch zum Gegenstand haben.
Ausschließen kann man es jedenfalls nicht. Vll will ich es nicht so sehen, aus eigenem Wunschdenken, kA.
Nuschka hat geschrieben: Sonntag, 25. September 2022, 13:36:57 Stimme Dir da zu. Natürlich wären die Ermittlungen ganz anders ausgerichtet, WENN die Polizei von einem vorherigen Suizidversuch weiß.

Yolandas Zustand war stabil, nicht kritisch. Diagnostische Untersuchungen (Blutbild etc.) könnte sie abgelehnt und sogar einleuchtend begründet haben (das war nur wieder so eine Ohnmacht, das habe ich öfter). Damit käme auch kein Suizidverdacht auf- weder seitens der Klinik noch der Polizei.
Also jedenfalls ist es gut denkbar bis hoch wahrscheinlich, dass falls ein Suizidversuch gewesen sein sollte im August, dass die WG/Leipzig-Freunde dies nicht genau gewusst hätten. Und die Polizei dementsprechend anfangs auch nicht. Yolanda war allerdings schon für einen ganzen Tag, inklusive einer Nacht im Krankenhaus, nach der Schwarzwald-August-Wald-Nacht. Solange man nicht weiß, welche Untersuchungen im Zuge dessen an ihr durchgeführt wurden, weiß man es eben nicht. Wenn es aber so war, wie es kommuniziert wurde, in allen Darstellungs-"Versionen" des Vorfalls, dass ihr nämlich erst übel wurde und sie dann ohnmächtig wurde, und aber die Ursachen dieser Ohnmachten unbekannt war - und die gab es eindeutig - dann wäre es echt seltsam, wenn kein Blutbild genommen worden wäre und sie sich nur ausgeruht hätte. Weil daraus kann na ja viele Daten lesen, nicht nur Vergiftungen, sondern auch andere körperliche Ursachen, die Ohnmachten auslösen. Epilepsien, Tumore die Ohnmächte auslösen könne haben ja auch "Marker" im Blut.
Natürlich wäre es eine weitere Frage, ob das Krankenhaus falls es diese Untersuchungen gab und sie z.B. eine Vergiftung festgestellt hätten, oder Medikamente, ob sie das überhaupt an Angehörige hätten kommunizieren dürfen. Rein rechtlich. Sie war ja auch damals schon lange volljährig. Da bin ich ehrlich gesagt überfragt.
Der Vater war wohl vor Ort am Tag als sie gefunden wurde (stand in einem Bericht der BZ) kurz danach ging es in die USA. Man könnte sich schon einen Geschichte zusammenbasteln, dass man sie eben dem Vater anvertraute, der gelobte dafür zu sorgen, dass sie wieder zu Kräften kommt, wie er ja in einem Nebensatz ausdrückte. Aber ist alles halt geraten ...

Ein User in "einem anderen Forum", das sehr löschfreudig ist, sagte übrigens, er sei der Vater einer guten Freundin Yolandas und dass sie nach der KH-Entlassung (am Fr, 23.8.19) für das Wochenende mit einer anderen Freundin wieder hoch zum Zelten an den Schluchsee wäre. Und noch andere Sachen zu den Ohnmachten (auf USA-Reise muss es also erst nach dem Wochenende gegangen sein). Die Aussagen kann man im Webarchiv noch nachlesen (auf den Seiten 38 und 40). Irgendwie wäre das auch seltsam, wenn sie einen Suizidversuch gemacht hätte, der misslingt, und danach gleich wieder zeltet und wandert - passt nicht so ganz von der emotionalen Verfassung, oder reim ich mir was zsuammen?
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

AngRa hat geschrieben: Sonntag, 25. September 2022, 05:25:30
In Erinnerung ist mir , dass das Pastorenehepaar, das für Leipzig zuständig war, im März 2020 offiziell mitgeteilt hat, dass sie das "ICF Movement" (International Christian Fellowship ) verlassen und zusammen mit anderen ausgetretenen Gemeinden die Zeal Church gründen. Die Neugründung hat Yolanda nicht mehr miterlebt. Sie gehörte noch zum ICF Movement, einer überkonfessionell ausgerichteten christlichen Freikirche. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es schon 2019 innerhalb dieser Gemeinschaft Konflikte gab, denn Austritte gehen nie ohne Ärger ab. Da dürfte es schon länger gegärt haben, so meine Einschätzung. Ob dann die Zusammenkünfte, Gottesdienste noch ein Quell der ungetrübten Freude für die Mitglieder war, möchte ich bezweifeln. Es könnte sein, dass Yolanda sich dort zum Schluss vielleicht auch nicht mehr so gut aufgehoben fühlte.
Dass es im ICF schon 2019 Ärger/Konflikte gab wegen dem bevorstehenden Wechsel zu Zeal vermutete ich auch. Aber dem scheint nicht so gewesen zu sein, denn das Pastorehepaar hat dies im Alleingang entschieden, ohne Vorabinfo an die Mitglieder (nicht mal die ICF- Leiter wussten Bescheid). Erst nach dem Wechsel 2020 hat es dann gebrodelt in der Gemeinde.
So zumindest entnehme ich das aus diesem Link zum ICF Dresden und Leipzig:
https://www.allesMist/themen/km138798-39
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@z3001x

Wenn Yolanda nach einem Ohnmachtsanfall oder wegen sonstiger Beschwerden in einem Krankenhaus aufgenommen worden ist, dann wird sie zunächst in der Aufnahme untersucht und dann beispielsweise auf die Chrirurgische oder Innere Station verlegt, je nachdem was ihr fehlt. Wenn sich dort herausstellt, dass ein Suizidversuch vorlag, dann wird sie von dort aus automatisch , nachdem die körperlichen Beschwerden abgeklärt und kuriert sind auf die Psychiatrische Station oder in ein Psychiatrisches Krankenhaus zur weiteren Behandlung überwiesen und verlegt. Das läuft nicht so ab, dass sie dem Vater anvertraut wird, wenn der zusichert, dass er es schon richten wird und sie dem vielleicht zustimmt. Einem Suizidversuch liegt immer eine schwerwiegende psychische Beeinträchtigung zugrunde und die muss fachgerecht behandelt werden, denn es besteht immer eine Gefahr für Leib oder Leben der Patientin. Dafür muss das Krankenhaus Sorge tragen. Wenn die Patientin sich nicht zum freiwilligen Bleiben entscheidet bzw. überreden lässt, dann wird das Betreuungsgericht eingeschaltet und es wird eine gerichtliche Unterbringung veranlasst. Die Behandlung in der Psychiatrie dauert mindestens drei Wochen und kann auch verlängert werden, je nach Bedarf..

Und ja, es besteht die ärztliche Schweigepflicht auch Familienangehörigen gegenüber. Niemand, kein Arzt und kein Personal, darf dem Vater etwas über den Gesundheitszustand bekannt geben, wenn die volljährige Tochter es nicht will.
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Zum Thema Mitgliedschaft in der Zeal Church findet sich hier etwas:
Pastor: Wir beten weiter für Yolanda

Yolanda besuchte bis zu ihrem Verschwinden die freikirchliche „Zeal Church Leipzig“. Wie deren Pastor René Wagner IDEA sagte, wurde sie in der Gemeinde getauft. Sie habe etwa zweieinhalb Jahre die Freikirche besucht. Laut Wagner hat sie sich schon sehr früh dazu entschieden, kein Teil von „Scientology“ sein zu wollen. Ihre Eltern seien vermutlich aber weiterhin Anhänger der Organisation. Yolanda habe davon berichtet und man sei immer wieder im Gespräch mit ihr darüber gewesen, so Wagner.

Nach ihrem Verschwinden habe die Gemeinde der Polizei bei zwei Suchaktionen geholfen. Wagner: „Neben dieser direkten Hilfe waren wir in vielen seelsorgerischen Gesprächen mit Freunden und Leitern von Yolanda und haben diese in ihrem Trauerprozess begleitet.“ Außerdem habe man lange Zeit regelmäßig in den Gottesdiensten für sie gebetet. Bis heute tauche sie in vielen Gesprächen auf, und man höre nicht auf, an sie zu denken und für sie zu beten
https://www.idea.de/artikel/leipzig-fre ... rschwunden

Offenbar hat sich Yolanda dem Pastoren gegenüber eindeutig zu Scientology geäußert, auch dazu, dass sie sich schon sehr früh entschieden habe kein Teil von Scientology sein zu wollen. Fragt sich, was mit "sehr früh" gemeint ist. Unter sehr früh verstehe ich ein Alter ab etwa 12 Jahren, denn in diesem Alter beginnt man sich so langsam zu orientieren. Mit 14 setzt dann auch die Religionsmündigkeit ein. Das , was ihr die Mutter oder der Vater in Bezug auf Scientology vorgelebt haben, scheint ihr nicht gefallen zu haben. Ich tippe darauf, dass ihr besonders der von SC entfaltete Leistungsdruck nicht gefallen haben dürfte, denn das dürfte sie speziell auch als Schülerin betroffen haben. Wenn sie immer wieder mit dem Pastor über das Thema SC gesprochen hat, scheint sie sich immer noch damit beschäftigt zu haben.
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

Danke für den Link @AngRa

Mich wundert darin die Formulierung des Pastors : ".. im Trauerprozess begleitet". Wieso "Trauer"? Yolanda war und ist "nur" vermisst, sie wurde nicht tot aufgefunden. Da hat man als Freund etc. doch die Hoffnung, dass sie noch lebt! Zu einem Trauerprozess kommt es erst, wenn man weiß, dass die Person tot ist.
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@Nuschka

Ja, ich habe mich auch über den Begriff "Trauerprozess" gewundert. Er scheint davon auszugehen, dass Yolanda tot ist. Wobei natürlich auch noch die vage Möglichkeit bleibt, dass er mit "Trauerprozess" meinte, dass Anlass zum Trauern der Umstand ist, dass sie fort ist.

Er scheint aber einer der wenigen zu sein mit dem sie überhaupt das Thema Scientologie besprochen hat. Ist ja auch eigentlich nahe liegend, denn es muss ja so etwas wie ein Taufgespräch gegeben haben und da wird natürlich vom Pastor nach dem religiösen Werdegang gefragt.
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Das Wort Trauerprozess sehe auch ich in Verbindung mit der Annahme, dass Yolanda tot sein wird. Der Artikel bei idea.de beruht auf einem Gespräch mit dem Pastor der Zeal-Kirche. Dieser Pastor hat sich mit Yolanda sowohl allgemein, als auch unter vier Augen, unterhalten und sie mehr als zwei Jahre auf ihrem Glaubensweg begleiten können. Dieser Pastor hatte ganz andere Einblicke in Yolandas Psyche sowie in ihre seelische Stabilität. Bei Yolanda ist mir mal der Gedanke gekommen, zwar kein typischer Borderliner zu sein, aber dennoch in der Stimmungslage einem starken Wechsel unterworfen zu sein, sich mal gut und sicher zu fühlen, dann aber auch wieder alleingelassen und niedergeschlagen.

Die Kirchengemeinschaft hat intensiv gebetet, aber es hat sich nichts getan. Normalerweise stirbt auch und gerade bei einem Pastor die Hoffnung zuletzt. Und dennoch spricht er von einem Trauerprozess. Das hört sich für mich nicht gut an.
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Das ist eine Nachricht an den User @Neuling, der hier schon viel geschrieben hat und hoffentlich noch mitliest. Könntest du dich eventuell, bitte per E-Mail an 'het-yolanda-309[at]vodafone.de' wenden? Es gäbe was Wichtiges zu besprechen ...

(Also ne leer Mail reicht, halt so, dass man dir antworten kann ...)

MfG z3001x
Anontrx

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anontrx »

Save the date

16.10. MDR "Kripo Live" 19.50Uhr
AnonXRX

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von AnonXRX »

"Steht der Vermisstenfall Yolanda Klug mit Scientology im Zusammenhang ?"

https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-794666.html
Nuschka
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Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Nuschka »

Anon787

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anon787 »

"Das Fahrzeug (in das Yolanda eingestiegen ist)
soll ein Kennzeichen aus dem baden-württembergischen Landkreis Esslingen bei Stuttgart gehabt haben, wo die religiöse Bewegung Scientology aktiv ist."

https://www.tag24.de/justiz/vermisste-p ... rk-2639526
Anon

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anon »

Die Polizei schließt nichts aus, aber es gibt keine Beweise das Scientology mit dem Verschwinden von Yolanda zu tun haben könnte

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/ ... a-100.html
Anontrx

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anontrx »

Es gibt mittlerweile viele neue Presseartikel von heute über die Sendung bezüglich Yolanda die um 19:50Uhr beim MDR in "Kripo Live" zu sehen sein wird.

Eine Spur führt wohl auch nach Dänemark. Dort, in den USA und Australien gibt es nachgewiesene "RPF"-Lager von Scientology.

Diese dienen allerdings in erster Linie zur Disziplinierung von SeaOrg-Mitgliedern. Aber nicht nur.

Das Yolanda in solch einem Lager festgehalten wird, dafür fehlen die Beweise. Aber ausschließen will die Polizei das auch nicht. Mehr dazu heute in der Sendung.

Hier noch ein Video über ein solches "RPF"-Lager in Australien:
https://youtu.be/Ty2QYBenT_c
Gasto

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Gasto »

Nach allem was ich weiß wird - anders als im Gulag oder anderen Gefangenencamps - niemand gegen seinen Willen in einem RPF Camp festgehalten.

Für Außenstehende seltsames Verhalten gibt es überall, von knieenden Katholiken im Gottesdienst über die Beichte bis hin zu Leuten, die sich mit Ruten und Nägeln im Namen Gottes quälen, um nur mal im europäischen Kulturraum zu bleiben.
Anon

Re: VERMISSTENFALL YOLANDA KLUG (23), LEIPZIG, 2019

Ungelesener Beitrag von Anon »

Gasto hat geschrieben: Sonntag, 16. Oktober 2022, 18:11:33 Nach allem was ich weiß wird - anders als im Gulag oder anderen Gefangenencamps - niemand gegen seinen Willen in einem RPF Camp festgehalten.

Für Außenstehende seltsames Verhalten gibt es überall, von knieenden Katholiken im Gottesdienst über die Beichte bis hin zu Leuten, die sich mit Ruten und Nägeln im Namen Gottes quälen, um nur mal im europäischen Kulturraum zu bleiben.
Dann weißt du nur sehr wenig.

Informier dich mal gründlich über "RPF".

Vielleicht weißt du dann mehr.
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