VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: [NEU] Ralf Kottmann (41), Essen, 2017
[NEU] Harald Oelschläger (69), Rodgau, 2021
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Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Truefinder
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Truefinder »

:| Es ist sicherlich schwer, mit den vorliegenden Informationen Scarletts Verschwinden zu erklären. Die letzte Wanderstrecke ist ein großes Fragezeichen! Hunde haben versucht, Scarletts zu finden, aber leider ohne Erfolg. Das Handy ist, glaube, ganz wichtig. Womöglich ein Anhaltspunkt, dass kein Verbrechen vorlag. Dies passt jedenfalls nach den jetzigen Daten wohl kaum zu ein plötzliches Verschwinden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Scarlett von dem buddhistischen Zentrum in Nähe von Todtmoos erfahren hat und dahin wandern wollte. Dieses liegt jedenfalls in Richtung Wehr. Diese Wanderung dauert ungefähr 1,5 Std. und bleibt noch im Rahmen der Handydaten. Ihr Interesse war jedenfalls da, diese Kultur noch näher kennenzulernen. Die Indianer sagen, es gibt für jedes Problem eine Lösung. Ich würde gerne sagen, wir finden Scarlett.
So glaube ich, es ist wichtig, Anhaltspunkte zu finden. Die Polizei kann ihren Teil viel besser als jeder Laie. Dennoch ist auch sie auf Unterstützung angewiesen. Machen wir weiter! Auch wenn uns der Tod von Ayleen schockiert und fassungslos gemacht hat!

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

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Truefinder hat geschrieben:
Dienstag, 02. August 2022, 23:49:23
:| Es ist sicherlich schwer, mit den vorliegenden Informationen Scarletts Verschwinden zu erklären. Die letzte Wanderstrecke ist ein großes Fragezeichen! Hunde haben versucht, Scarletts zu finden, aber leider ohne Erfolg. Das Handy ist, glaube, ganz wichtig. Womöglich ein Anhaltspunkt, dass kein Verbrechen vorlag. Dies passt jedenfalls nach den jetzigen Daten wohl kaum zu ein plötzliches Verschwinden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Scarlett von dem buddhistischen Zentrum in Nähe von Todtmoos erfahren hat und dahin wandern wollte. Dieses liegt jedenfalls in Richtung Wehr. Diese Wanderung dauert ungefähr 1,5 Std. und bleibt noch im Rahmen der Handydaten. Ihr Interesse war jedenfalls da, diese Kultur noch näher kennenzulernen. Die Indianer sagen, es gibt für jedes Problem eine Lösung. Ich würde gerne sagen, wir finden Scarlett.
So glaube ich, es ist wichtig, Anhaltspunkte zu finden. Die Polizei kann ihren Teil viel besser als jeder Laie. Dennoch ist auch sie auf Unterstützung angewiesen. Machen wir weiter! Auch wenn uns der Tod von Ayleen schockiert und fassungslos gemacht hat!
Jemand der Asien bereist hat, geht in ein buddhistisches Zentrum im Schwarzwald in Deutschland? Oo
Tut mir Leid, aber das finde ich vollkommen unglaubwürdig.
Genauso wie ein Österreicher keine Indoorskihalle in Holland besuchen würde.

Ich finde es auch interessant, dass du die Kompetenz der Polizei lobst und gleich danach den Fall Ayleen erwähnst, wo die Polizei doch scheinbar komplett versagt hat. Denn wie kann ein kürzlich entlassenen Sexualstraftäter, der unter strenger Beobachtung stand, machen was er getan hat?

Und warum das Handy darauf hindeutet, dass kein Verbrechen stattgefunden hat, erschließt sich mir null.
Kannst du das bitte näher ausführen?

Truefinder
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Truefinder »

:| Zu deiner Frage gibt keine wirklich aussagekräftige
Antwort. Ich persönlich kann auch nicht beurteilen, ob es den zweiten Haken gegeben hat. Das war mein Ansatz! Ich bin Mathematiker und arbeite mit anderen Gedankengängen. Ob die Polizei genug Personal hat, um alle Sexualstraftäter zu überwachen, bezweifle ich.
Das ist leider die Realität. Das BZ wird wohl ausscheiden. Neuer Ansatz.....?

Matheman

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Matheman »

Truefinder hat geschrieben:
Donnerstag, 04. August 2022, 00:01:57
:| Zu deiner Frage gibt keine wirklich aussagekräftige
Antwort. Ich persönlich kann auch nicht beurteilen, ob es den zweiten Haken gegeben hat. Das war mein Ansatz! Ich bin Mathematiker und arbeite mit anderen Gedankengängen. Ob die Polizei genug Personal hat, um alle Sexualstraftäter zu überwachen, bezweifle ich.
Das ist leider die Realität. Das BZ wird wohl ausscheiden. Neuer Ansatz.....?
Ich bin etwas verwirrt. Ich bin Diplom-Mathematiker und kann das Korollar Ayleen in der Ableitung von Scarlett nicht nachvollziehen.

Was die Indianer mit Mathematik zu tun haben, erschließt sich mir auch nicht.

An welcher Hochschule hast Du Dein Diplom in welchen Fächern erworben?

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Gast »

Dieses uneingeschränkte Vertrauen in die Polizei, das hier viele zu haben scheinen, wundert mich.
Man weiß doch, dass die Polizei nur die allerwenigsten Kriminalfälle aufklärt.
Mich stört es, dass immer von einem Verbrechen abgelenkt wird, obwohl es für mich mittlerweile das einzig realistische Szenario zu sein scheint.
Ich vermute hier einen Abwehrmechanismus. Man redet sich die Welt einfach selbst schön.
Nur kommt so ein möglicher Täter leider davon und entgeht seiner Strafe.
Was auch nicht vergessen werden sollte, ist dass Scarlett im Falle eines Verbrechens auch noch am Leben sein könnte. Hier zählt also jeder Tag.

Truefinder
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Truefinder »

:| "Matheman" Sende mir eine private Mail, dann kann ich Dir Deine Fragen beantworten. Kennwort Datenschutz.
Kritik hilft uns nicht weiter!
Aus irgendein Grund wollte Scarlett am 10.09. alleine laufen! Und das könnte ihr Schicksal gewesen sein! Abwegig ist es nicht, dass tatsächlich im Bannwald abgestürzt ist. Dort ist sie nicht leicht zu finden. Ich habe selber 2 Töchter und habe mir auch schon Sorgen gemacht. Wie schwer ist es also für Scarlett Familie, mit dieser Ungewissheit über ihr Schicksal zurechtzukommen. Ich glaube dennoch, wir werden bald Antworten finden!

Ticino
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Ticino »

Truefinder hat geschrieben:
Freitag, 05. August 2022, 23:37:49
Ich glaube dennoch, wir werden bald Antworten finden!
Und wo finden wir diese Antworten, die in nunmehr fast zwei Jahren nicht gefunden wurden?

Angenommen, sie ist im Wehratal verunglückt, was aber nach allem, was man bis heute weiß, eher unwahrscheinlich ist. Was sollte man nach zwei Jahren noch finden, was man seit September 2020 nicht gefunden hat?

Angenommen, sie ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Dann wäre der Täter ein Genie, es wäre quasi das perfekte Verbrechen, weil man es als solches nicht erkennt und selbst die Polizei stets auf einen Unfall beharrt hat. Es gibt keine Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, es gibt keine Spuren, es gibt keine Ausrüstungsgegenstände, es gibt keine Leiche.

Ich denke, der Fall wird einer der Vermißtenfälle, der nicht geklärt werden kann.

Und die XY-Sendung ist mittlerweile 4 Wochen her. Gäbe es neue Erkenntnisse, eine heiße Spur, dann wäre es langsam mal an der Zeit, dass die Polizei etwas vermelden müsste. Ich denke, die haben nichts.

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

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Ticino hat geschrieben:
Samstag, 06. August 2022, 01:41:17
Angenommen, sie ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Dann wäre der Täter ein Genie, es wäre quasi das perfekte Verbrechen, weil man es als solches nicht erkennt und selbst die Polizei stets auf einen Unfall beharrt hat. Es gibt keine Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, es gibt keine Spuren, es gibt keine Ausrüstungsgegenstände, es gibt keine Leiche.
Sehe ich anders. Es kann einfach glücklich für den Täter gelaufen sein.
Zufällig hat niemand hingeschaut als Scarlett gerade in ein Fahrzeug eingestiegen ist, oder man erinnert sich einfach nicht daran, bzw hat es nicht bewusst wahrgenommen, weil es nicht verdächtig war.
Vielleicht wurden Personen, die etwas gesehen haben, auch einfach nicht gefunden.
Oder in der Straße bzw auf dem Waldparkplatz war gerade einfach niemand, der etwas hätte sehen können.
Die Polizei könnte Fehler gemacht haben.
Dass es außer der Edeka-Kamerafotos keine anderen Aufnahmen gibt, deutet für mich entweder darauf hin, dass die Polizei den Moment verpasst hat, dieses Material einzusammeln, oder, dass Todtmoos ein solches Dorf ist, dass es dort keine anderen Kameras gibt.

Was soll überhaupt der Ausdruck "perfektes Verbrechen" bedeuten?
Scheinbar nicht, dass ein Verbrechen nicht aufgeklärt wird (was dem Zufall und Inkompetenz geschuldet sein kann), sondern eher um eine Methode oder einer Schablone, durch deren Anwendung man nicht erwischt werden kann.
Ich kann ehrlichgesagt im Fall Scarlett nichts mit diesem Begriff anfangen und ich glaube auch nicht, dass es eine solche Verbrechens-Blaupause gibt. Denn unvorhersehbare Zufälle können jeden noch so guten Plan zunichte machen.

Stellen wie uns mal vor, Scarlett kommt gerade am Waldparkplatz an der Brücke an und dort befindet sich außer dem Täter gerade keine weitere Person.
Scarlett steigt ins Fahrzeug ein, freiwillig oder auch unfreiwillig und das Fahrzeug fährt weg und Scarlett wurde nie wieder gesehen.
Es gibt keine Zeugen, keine Anhaltspunkte, nichts. Wäre das ein perfektes Verbrechen?
Für mich wäre das eher ein ganz simples 0815 Szenario, wie es bei Entführungen wahrscheinlich sehr häufig vorkommt.
Einfach und relativ sicher.
Falls es sich um eine geplante Entführung gehandelt haben sollte, könnten hier und dort sogar noch Komplizen Wache gestanden haben um auf Nummer sicher zu gehen, von niemanden gesehen worden zu sein.

Monsterenergy77
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Monsterenergy77 »

Ich habe den Fall ebenfalls bei Xy gesehen. Was haltet ihr von der Theorie eines freiwilligen Verschwindens? Das sie dies über ihre Wanderung geplant hat und sie sich mit jemandem am Parkplatz verabredet hat, der sie auch mitgenommen hat? Klar, sie hatte einen guten Kontakt zu ihrer Familie und auch ihren Freund,aber das heißt meiner Meinung nach nichts. Man kann Menschen ja nur vor den Kopf gucken. Und auch Menschen, welche, leider, Selbstmord begehen, wirkten vorher glücklich und niemand rechnete damit?Nur ein Gedanke…..

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Gast »

Monsterenergy77 hat geschrieben:
Samstag, 06. August 2022, 17:54:32
Ich habe den Fall ebenfalls bei Xy gesehen. Was haltet ihr von der Theorie eines freiwilligen Verschwindens? Das sie dies über ihre Wanderung geplant hat und sie sich mit jemandem am Parkplatz verabredet hat, der sie auch mitgenommen hat? Klar, sie hatte einen guten Kontakt zu ihrer Familie und auch ihren Freund,aber das heißt meiner Meinung nach nichts. Man kann Menschen ja nur vor den Kopf gucken. Und auch Menschen, welche, leider, Selbstmord begehen, wirkten vorher glücklich und niemand rechnete damit?Nur ein Gedanke…..
Vom Gefühl her würde ich nein zu dieser Theorie sagen. Aus gleichem Grunde ebenso zur Selbstmordtheorie.
Auf der anderen Seite scheint der Vater auf die Rückkehr seiner Tochter zu warten. Demnach hält er scheinbar ein freiwilliges Verschwinden für denkbar.

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

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Gast hat geschrieben:
Samstag, 06. August 2022, 10:55:47

Stellen wie uns mal vor, Scarlett kommt gerade am Waldparkplatz an der Brücke an und dort befindet sich außer dem Täter gerade keine weitere Person.
Scarlett steigt ins Fahrzeug ein, freiwillig oder auch unfreiwillig und das Fahrzeug fährt weg und Scarlett wurde nie wieder gesehen.
Es gibt keine Zeugen, keine Anhaltspunkte, nichts. Wäre das ein perfektes Verbrechen?
Für mich wäre das eher ein ganz simples 0815 Szenario, wie es bei Entführungen wahrscheinlich sehr häufig vorkommt.
Wenn sich ein Täter bei der Leichenablage genug Mühe gemacht hat, und sie unfindbar ist, dann wäre es das perfekte Verbrechen das vllt nicht mal als Verbrechen erkannt wird.

HP1
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von HP1 »

Gast hat geschrieben:
Sonntag, 07. August 2022, 13:31:28

Wenn sich ein Täter bei der Leichenablage genug Mühe gemacht hat, und sie unfindbar ist, dann wäre es das perfekte Verbrechen das vllt nicht mal als Verbrechen erkannt wird.
Was so ein bisschen von alltäglichem "08/15" abweicht ist, dass es nicht das übliche alltägliche Umfeld des Opfers ist. Statt gewohnten, nachvollziehbaren/bekannten Wegen und eher engmaschigen Kontakten ist es hier eine Situation, wo ihr Verschwinden im Vergleich erst verzögert bemerkt wird und sich Ort und Zeit nur schlecht eingrenzen lassen. Das beeinträchtigt dann natürlich auch die Eingrenzung des möglichen Hergangs erheblich.
Aber aus Täterperspektive ist es natürlich "08/15", da brauchts keinen ausgefeilten Plan.

Was das dauerhafte Verschwinden-Lassen angeht: Ich kenne die Gegend rund um den Feldberg recht gut, auch Todtmoos, St. Blasien, Schluchtensteig - habe selbst einige Jahre in so einem 2000-Seelen-Kaff im Schwarzwald gewohnt. Die Gegend ist zwar vielerorts eher unwegsam, gleichzeitig auch recht frequentiert. Soll heißen, wo man eine Leiche mit vertretbarem Aufwand hintransportieren kann, da kommen eher früher als später auch irgendwelche Leute vorbei. Vergraben ist vielerorts eher problematisch, zum einen machen die allgegenwärtigen flachwurzelnden Fichten das Graben ohne schweres Gerät schwierig überall dort, wo es irgendwie "waldig" ist, zum anderen stößt man oft bereits nach 30-40cm Humusschicht auf Fels (Granit).
Kurz, ohne gute Ortskenntnisse, einfach "irgendwo im Wald", wird man dort eine Leiche eher schwer erfolgreich verschwinden lassen.

Eine andere Sache ist allerdings, dass dort viele Ortsansässige ordentlich Grundbesitz haben. Also nicht nur Gartengrundstück zum Einfamilienhaus, sondern Weideflächen, Waldstücke (oft Forstwirtschaft als Nebenerwerb oder Eigenbedarf) und sowas. Zu solchen Zwecken gepachtete Flächen gibt es natürlich auch reichlich.
Da gibt es vielerorts keinen Publikumsverkehr, es gibt Zäune, Gatter, "Privat"-Schilder, manchmal führt der Zuweg über das Hofgelände mit bellendem Hund. Hier wäre eine langfristige Verbringung einer Leiche denkbar und es würde niemandem auffallen, wenn da der Eigentümer auf dem Grundstück mal einen Tag mit der Baggerschaufel am Traktor zugange wäre.
Auch allein stehende Häuser außer Sicht- und Rufweite von Nachbarn gibt es zuhauf. Das (auch längerfristige) Festhalten eines lebenden Opfers wäre da technisch recht gut zu bewerkstelligen.

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Gast »

Da hier jemand diese Ayleen erwähnte... Die wurde doch auch hunderte Kilometer weit weg in einem See abgeladen.
Dass Scarlett im Schwarzwald mitgenommen/entführt/überwältigt wurde (falls überhaupt), hieße also nicht, dass sie auch im Schwarzwald abgelegt/vergraben wurde.
Außerdem muss man nicht unbedingt ein tiefes Loch graben. Man könnte eine Leiche auch unter einem Erdhaufen begraben. Als dieser Soldat und der Reporter unterwegs waren, sind die auf viele Erdhaufen gestoßen. Scheint also nichts ungewöhnliches im SW zu sein. Versenken in einem See käme auch in Frage.
Aber danach heutzutage noch zu suchen, wäre wie die Nadel im Heuhaufen zu finden. Dieser Zug ist wahrscheinlich leider längst abgefahren. Da hätte man noch im Jahr des Verschwindens bzw im frühen Frühjahr des Folgejahres nach schauen müssen. So wie es der Soldat getan hat. Er hat die Lage noch am realistischsten eingeschätzt, aber alleine ists natürlich schwierig.

Ticino
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Ticino »

Gast hat geschrieben:
Sonntag, 07. August 2022, 19:44:35
Da hier jemand diese Ayleen erwähnte... Die wurde doch auch hunderte Kilometer weit weg in einem See abgeladen.
Dass Scarlett im Schwarzwald mitgenommen/entführt/überwältigt wurde (falls überhaupt), hieße also nicht, dass sie auch im Schwarzwald abgelegt/vergraben wurde.
Außerdem muss man nicht unbedingt ein tiefes Loch graben. Man könnte eine Leiche auch unter einem Erdhaufen begraben. Als dieser Soldat und der Reporter unterwegs waren, sind die auf viele Erdhaufen gestoßen. Scheint also nichts ungewöhnliches im SW zu sein. Versenken in einem See käme auch in Frage.
Aber danach heutzutage noch zu suchen, wäre wie die Nadel im Heuhaufen zu finden. Dieser Zug ist wahrscheinlich leider längst abgefahren. Da hätte man noch im Jahr des Verschwindens bzw im frühen Frühjahr des Folgejahres nach schauen müssen. So wie es der Soldat getan hat. Er hat die Lage noch am realistischsten eingeschätzt, aber alleine ists natürlich schwierig.
Wenn Scarlett bei jemandem mitgefahren und sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, dann kann sie natürlich überall sein. Dann kann man hier bis zum St. Nimmerleinstag suchen und wird sie trotzdem nicht finden.

Es wurde ja auch im Folgejahr 2021 und bis heute ununterbrochen gesucht. Mehr als suchen kann man nicht und ich denke, dass so ziemlich alles ausgereizt ist im Gelände hier. Und wenn man nicht weiß, in welche Richtung sie sich überhaupt bewegt hat, zu Fuß oder per Auto, dann kann sie überall sein und nirgends.

Truefinder
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Truefinder »

:| Es ist im Leben immer leicht, aufzugeben. Ich bin Weltrekordinhaber und kenne das Gefühl. Natürlich kann man sagen, die Aussichten Scarlett zu finden sind sehr gering. Aber es gibt immer Hoffnung, die Nadel im Heuhaufen zu finden! Wenn man sagt, es ist aussichtslos, dann ist es aussichtslos!
Wir entscheiden immer selbst Gewinner oder Verlierer zu sein. Wir sprechen von perfekten Verbrechen! Ich weiß, dass alles an das Licht kommt. Und jeder muss sich eines Tages für seine Taten rechtfertigen. Jeder bekommt seine Strafe - auf die eine oder andere Weise.

Wie ich schon sagte, Scarlett, wir finden dich!

Gast

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Gast »

Truefinder hat geschrieben:
Montag, 08. August 2022, 14:11:57
Ich weiß, dass alles an das Licht kommt. Und jeder muss sich eines Tages für seine Taten rechtfertigen. Jeder bekommt seine Strafe - auf die eine oder andere Weise.

Wie ich schon sagte, Scarlett, wir finden dich!
Das sind ja alles nette Worte, haben aber nichts mit der Realität zutun.
Wie genau trägst du denn dazu bei, Scarlett zu finden?
Und wo drin glaubst du einen Weltrekord zu halten?

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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Gast hat geschrieben:
Dienstag, 09. August 2022, 08:09:13
Das sind ja alles nette Worte, haben aber nichts mit der Realität zutun.
Wie genau trägst du denn dazu bei, Scarlett zu finden?
Und wo drin glaubst du einen Weltrekord zu halten?
Und was trägst du mit deiner Abwertung von @Truefinders Ansicht bei, Scarlett zu finden?
Lass doch bitte jedem seine Hoffnungen, Gedanken und Gefühle. Das darf im Forum durchaus geäußert werden.
Verstehst du dich als Aufpasser, dass niemand etwas Realitätsüberschreitendes äußert?
Das trägt auch nicht mehr zur Auffindung Scarletts bei.

Die Realität schlägt jeden Krimi.


Ticino
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Ticino »

Truefinder hat geschrieben:
Montag, 08. August 2022, 14:11:57
:| Es ist im Leben immer leicht, aufzugeben. Ich bin Weltrekordinhaber und kenne das Gefühl. Natürlich kann man sagen, die Aussichten Scarlett zu finden sind sehr gering. Aber es gibt immer Hoffnung, die Nadel im Heuhaufen zu finden! Wenn man sagt, es ist aussichtslos, dann ist es aussichtslos!
Wir entscheiden immer selbst Gewinner oder Verlierer zu sein. Wir sprechen von perfekten Verbrechen! Ich weiß, dass alles an das Licht kommt. Und jeder muss sich eines Tages für seine Taten rechtfertigen. Jeder bekommt seine Strafe - auf die eine oder andere Weise.

Wie ich schon sagte, Scarlett, wir finden dich!
Man muß aber auch realistisch bleiben. Bei der Suche vor Ort wurde alles menschenmögliche getan. Was sollte man daher weiter tun? Das Wehratal und das Gebiet um Todtmoos die nächsten 10 Jahre weiter absuchen? Wobei ja nicht mal sicher ist, dass sie dort überhaupt liegt. Man kann nichts erzwingen. Scarlett S. wäre nicht die erste Vermißte, die verschwunden bleibt. Und danach sieht es doch aus.
Und XY scheint auch keine neuen Erkenntnisse gebracht zu haben. Schlimm für die Familie allemal, nicht zu wissen, was mit ihrer Tochter/Schwester passiert ist.

Truefinder
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Truefinder »

:| Die Antworten von morgen folgen andere Gesetze als der Realität. Die Realität ist trügerisch, weil sie von verschiedenen Betrachtungswinkel begriffen werden kann. Um die Wahrheit herauszufinden, braucht es Zeit. Erst, wenn eine Spur gefunden ist, gibt es eine auch Möglichkeit Scarlett zu finden. Bisher gibt es leider keine Anhaltspunkte, wo Scarlett wirklich ist. An dem Tag, wo Scarlett spurlos verschwand, heulten, um 11 Uhr die Sirenen (Warntag)
Wir wissen nicht, wie sie darauf reagiert hat.

Jeder kleine Hinweis kann uns Ziel führen. Lassen wir der Polizei Zeit, diese Hinweise zu prüfen (AZ XY). Sie haben eine gute Ausbildung darin, sofern es sich um ein Verbrechen handelt.

Catch22
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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT S. (26), BAD LIPPSPRINGE / ST. BLASIEN, 2020

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

Truefinder hat geschrieben:
Mittwoch, 10. August 2022, 22:56:00
An dem Tag, wo Scarlett spurlos verschwand, heulten, um 11 Uhr die Sirenen (Warntag)
Wir wissen nicht, wie sie darauf reagiert hat.
Der Warntag 2020 war in Todtmoos leider ein Schuss in den Ofen. Keine einzige Sirene heulte dort. Pech, denn sonst bestünde hierin ein markanter Ankerpunkt für das Erinnerungsvermögen von Zeugen.

Im Übrigen finde ich die eher philosophische Betrachtungsweise von @Truefinder sehr lohnenswert, weil sie hilft, den Blick zu weiten. Wir sollten über den Tellerrand der Wehraschlucht und eines Wanderunfalls hinausdenken.

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