MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

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SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Ja, trotzdem Einspruch. Die Ermittler haben Vorteile gegenüber unseren Überlegungen: Fakten und die Sichtung der Überreste.

Allein die Lage der Leiche (vielleicht auch bedeckt) kann einen Suizid adacta legen. Wenn offiziell verkündet wird: Gewaltverbrechen , dann ist das so. Sorry, aber das ist mehr als deutlich. Wir kennen den Täterkreis nicht. Bestimmte Täter könnten einen Zweitschlüssel haben. Dann erübrigt sich die Diskussion um den Autoschlüssel am Fundort. Die Ablage der Leiche wird vermutlich in den Abendstunden gewesen. Je nachdem wo die Tat stattfand, kann der Täter das Handy etc in das Auto verbracht haben und die Leiche später mit dem Autoschlüssel in den Wald gebracht haben.

Es gibt zwei Aussagen der Ermittler : 1. Nach dem Autofund und dem Inhalt ging man von einem Kapitalverbrechen aus. 2. Die Bestätigung erfolgte beim Fund der Überreste
Laut dem Video wurden auch Angehörige verdächtigt. DIe Polizei muss nicht sagen (aus Ermittlungsgründen) warum sie von einem Verbrechen ausgeht. Ich denke es genügt wenn es im Raum steht. Nicht zu vergessen, die Gegenstände am Fundort der Überreste die vom Täter stammen. Für mich ist der Suizid raus.
Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Rebus »

@Sherlock

Ja sicher, deinen Ausführungen ist nicht zu widersprechen. Ich kenne ja auch die Informationen und Verlautbarungen der Polizei, auf denen sie beruhen. Aber ich kenne eben nicht die Grundlagen, auf die sich die Polizei bei ihren Festgstellungen stützt. Nicht, dass ich der Polizei misstraue, eine höhere Instanz der Einschätzung der Lage haben wir nicht, das sind die Experten in Sachen Ermittlungsarbeit. Trotzdem bin ich insofern misstrauisch, als ich grundsäzulich den Aussagen Dritter misstraue. Ich möchte mir selbst ein Urteil bilden. Wenn mir jemand sagt, dass Herr XY von Herrn Z rassistisch beleidigt wurde, dann nehme ich das nicht als Fakt, sondern möchte wissen, was Herr Z denn zu Herrn XY genau sagte, um das bitte selbst beurteilen zu können. Ich lasse mir eben nicht gerne die Maßstäbe Dritter als Grundlage für Urteile auf’s Auge drücken. Das macht es mir bei der Beurteilung solcher Kriminalfaälle natürlich schwer, irgendwelche Leitplanken für meine Gedankengänge zu finden, hinsichtlich Zeugenaussagen und polizeilichen Einschätzungen, weil ich ja nicht zu wissen bekomme, warum die Polizei das sagt, was sie sagt. Ich muss also ständig statt auf einem klein abgegrenzten Gartenstück auf einem ziemlich großen Feld herumspekulieren, weil Polizei oder Zeugen mir höchstens Ratschläge hinsichtlich der wahrscheinlichen Richtung geben, ich aber grundsätzlich trotzdem immer alles für möglich halten muss. Und ich denke auch, dass es in der Polizeiarbeit ähnlich ist, wie in der Medizin. Bei Vorliegen bestimmter Symptome stellt der Arzt immer zuerst die Diagnose, die zu 99% bei diesen Symptomen zutrifft. Genau das letzte eine % von 100 möglichen Krankheiten kalkuliert er nicht ein.

Was mich hier immer irritiert hat, ist die Tatsache, dass eine Frau spur- und zeugenlos einfach verschwindet, die von den Charakterskizzen her absolut nichts hergibt für ein Verbrechen solcher Präzision und solchen Aufwands. Niemand hat sie nach Verlassen des Arbeitsplatzes mehr gesehen. niemand hat eine verdächtige Person gesehen, obwohl die Tat eigentlich so aufwändig abgelaufen sein muss, das es fast ungmöglich erscheint, nicht einmal ein Spürchen hinterlassen zu haben. Nirgendwo jemand, der ein Motiv haben könnte. Und als ein Mensch, der sehr mit dem Hunsrück, dem Hahn und allen diesen Wegen und Dickungen mehr als vertraut ist, muss ich sagen: So perfekt und genial kenne ich meine gemütlichen Hunsrücker gar nicht, da müsste schon ein zugereister Profi am Werk gewesen sein, oder einer, der unvorstellbares Glück gehabt hat.
Da frage ich mich dann schon manchmal: Was, wenn es gar keinen Täter gab? Und ich mache trotzdem weiter so, als müsse es einen oder mehrere gegeben haben.

Die Polizei hat zu einem Zeitpunkt von einem Gewaltverbrechen gesprochen, zu dem sie absolut nichts in Händen hatte, um das zu sagen: Das Auto von B.A., ohne jede Fremdspur. Wenn da sonst noch etwas gewesen sein sollte, dann wurde es nie öffentlich kommuniziert und in die Fahndung einbezogen, und das wäre ganz schön dumm. Wenn das lediglich auf der Opferbeschreibung der Familie und Freunde gefußt haben sollte, weiß ich das einzuschätzen. Menschen, die selbst positiv ins Leben sehen, die intakte Familienbindungen haben und eine Zukunft, die sehen, wenn es um die Einsamkeit ihrer Mitmenschen geht oft nur das, was sie sehen wohllen, weil Einsamkeit meist nicht kommuniziert wird. Da sagt es sich schnell „nur ein Verbrechen möglich, hat gestrickt für die Enlel, sich auf Ostern gefreut“. So einfach ist das nicht im Leben, da spielt sich nämlich immer auch etwas im Kopfe ab, etwas, das man ganz für sich behält, etwas, das niemand sieht.

Und jetzt wieder, nach dem Auffinden des Skeletts das Gleiche. Aussage Gewaltverbrechen, sonst nur Gerüchte, aber wo sind sie denn nun, die Gegenstände, die vom Täter stammen könnten, und wie weit entfernt von den Überresten des Opfers wurden sie gefunden? War denn nun das Opfer mit irgend einem Tuch bedeckt, einem Müllsack, lag da direkt bei der Leiche etwas, das dort niemals hätte liegen können, wenn nicht Drittverschulden vorgelegen hätte? Direkt dort am Fundort und mit Sicherheit nicht später dort weggeworfen oder hingeweht? Ich sehe nichts in den Fahndungen der Polizei, mir wurden kürzlich nur Gegenstände gezeigt, die man in einigen Entfernung schon vor Jahren gefunden hat, und die gar nichts mit der Tat zu tun haben müssen. Da kann man schnell wieder sagen „Täterwissen und fahndungstechnisch“, aber diese Begründungen gehen mir doch auf Dauer reichlich auf den Geist, wenn sonst gar nichts kommt. Das Gras über diesen Fall wächst und wächst, ist mittlerweile selbst zur Dickung geworden, mögliche Zeugen versterben oder ziehen weg, erinnern sich nicht mehr. Und jetzt ein Video im Fernsehen, das ja Gelegenheit für eine zusätzliche bundesweite Fahndung geboten hätte, aber auch hier nichts, was beim Zuschauer den Eindruck erwecken könnte, hier läge wirklich ein abscheuliches Verbrechen vor, an dessen Aufklärung er mitwirken sollte, sondern lediglich ein Skelettfund im Wald, von dem die Polizei sagt, diese Frau müsse gewaltsam ums Leben gekommen sein, ohne irgendwie zu erklären, waruzm das so sein müsse. Das, was bei Aktenzeichen XY genutzt wird, um Empathie beim Zuschauer zu erzeugen, kann hier offenbar nicht eingesetzt werden.
Nichts, was die Erinnerung eines Zeugen anticken könnte, um ihn sagen zu lassen „Mensch, da war doch damals was. Jetzt fällt es mir ein.“
Dass es ein Vebrechen war, sagt mir die Polizei, aber die mir bekannten Umstände lassen diese Frage völlig offen. Ich weiß halt zu wenig. Wie sagte schon Faust "Zwar weiß ich nichts, doch möch't ich alles wissen", oder so ähnlich.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Hallo, Rebus
Hallo, SherlockHolmes

Ich habe gesehen, dass sich zwei Menschen wieder inhaltlich mit den Mordfall befassen. Ich habe diesen Fall auch immer im Kopf. Jetzt bin ich mal ganz offen: @Rebus, du hast so viel geschrieben, dass ich es gar nicht lesen wollte. Du kennst meine latente Meinung, die auch latent bleiben soll. Ich dachte: Was soll ich mir nach den Weisheiten von Frau Benecke nun auch noch diesen Zerstreuungsroman von Rebus antun? Ja, das habe ich gedacht. Bitte um Entschuldigung! In diesem Fall Ehrlichkeit von Höflichkeit. Möchte ja nicht lügen. Alles Nebelkerzen.

Unser lieber Sherlock hat sich deines Textes angenommen und dir seine Einwände gesagt. Darauf hast du freundlich geantwortet. Ich habe die Antwort auch nicht gelesen. Dass Sherlock Einwände hatte, ging aus den ersten drei Worten hervor. Sherlock begann nämlich mit "Ja, trotzdem Einspruch." Weiter habe ich nicht gelesen.

Ich finde, dass zur Zeit Nebelkerzen geworfen werden.

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Ich habe mich nun doch entschlossen, die neuen Beiträge nachzulesen, aber unter ganz anderer Fragestellung UND mit meiner festen Meinungsgrundlage im Kopf. Nicht unterlassen möchte ich meinen Dank für das weitere Beschäftigen mit dem Fall sowie die Ausführlichkeit der Gedanken.

1. Passen die Fundgegenstände zur Absicht des Täters, es so aussehen zu lassen, als ob B.A. alleine zum Wald spazierte, ihr dort etwas zustieß, und sie deshalb die Gegenstände bei sich hatte, die sie auf einen normalen Waldspaziergang mitgenommen hätte?

2. Welche deiner aufgeworfenen Fragen oder Verwunderungen führen von der logischsten aller Möglichkeiten weg? Mit welchem Geschick passiert das?

Ich weiß nicht, ob ich fündig werde. Möchte einfach klar sagen, dass ich froh bin, dass die Polizei noch nichts raus lässt. Das sagt mir, dass noch gearbeitet wird. Da meine Zeit limitiert ist, muss ich diese krasse Haltung zu diesem Fall einnehmen. Von meiner latenten Meinung bringt mich niemand ab. Es gibt für mich keine Alternative. Keine !!!

Einen schönen Tag und alles Gute wünsche ich euch.
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich gehe davon aus, dass BA sich nicht selbst getötet hat. Die Polizei hat sich eindeutig geäußert, dass sie durch fremde Hand zu Tode gekommen ist. Daher scheidet Suizid für mich als Option aus.
SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Wir kennen bis auf die graue Plastiktüte keine weiteren Gegenstände des Täters. Es ist für mich auch nicht plausibel warum BA eine Plastiktüte mitnehmen sollte um es nach was aussehen zu lassen ? Ob der Begriff "Nebelkerze" hier angemessen ist, kann und möchte ich nicht bewerten. Nebelkerzen zündet man um jemanden zu verunsichern. Das macht aber nur Sinn wenn man eine bestimmte Person im Blickfeld hat. Ein Blick auf die Zeitstrahlachse lässt mir leider die Nebelkerze verglühen. Wir befinden uns in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022. BA verschwand im April 2015. Nach dem Autofund 1 Woche später ging man von einer Straftat aus. November 2020 dann der "erlösende" Fund der Überreste mit Spuren , Gegenständen und kriminaltechnischen Auswertungen. "Wird der Fall nun endlich gelöst?" hieß es damals. Nein , denn es wurden nur sehr sparsame HInweise bekannt gegeben. Über das "Warum" zerbreche ich mir eher den Kopf. "Ergebnisse" wurden dann quasi zum Jahrestag an Ostern 2021 veröffentlicht. Im November 2021 wird dann der Boxenfund mit Handschuh und Autoschwamm veröffentlicht. Dazu der "kompetente" Hinweis diese Dinge schon im April 2015 gefunden zu haben. Wir diskutieren uns wund ob die Box überhaupt BA gehört hat. Trotzdem ein bemerkenswerter Zufall. Erschwerend hinzu kommt, dass "scheinbar" niemand aus dem Familienumkreis die Box BA zuordnen kann. Die Nebelkerze kann man hier hinzufügen. Ob man tatsächlich dem Damenhandschuh keine DNA entnehmen kann ? Die Kriminaltechnik und Forensik ist doch sehr weit fortgeschritten. Was macht die Polizei als nächsten Schritt? Sie stellt große HInweisschilder auf. Insofern verstehe ich die Haltung von @Widsdedumi , frage mich aber warum die Polizei so latent vorgeht. Konnte oder wollte sich die Familie nicht zum Handschuh äussern ? Die Gegenstände die mutmaßlich dem Täter gehören sollen wurden bis heute nicht veröffentlicht. Eine XY Sendung um höhere Aufmerksamkeit zu erregen ist ebenso bis heute nicht erfolgt. Unabhängig von dem Fund gibt es noch die Themen: warum war die Box nicht mehr im Auto, Flugmodus, Abschleppseil auf der Rücksitzbank, Milchflasche auf dem Beifahrersitz und Handy mit Geldbörse im Kofferraum.
Die Wettersituation im April 2015 war recht kühl, eisig , vernebelt und vergraupelt. Ich gehöre zu den Menschen die auch einen Autoschwamm im Fahrzeug haben. Über Sinn und Zweck müssen wir nicht diskutieren, viele User*innen werden auch einen Schwamm oder zumindest ein Wischtuch im Seitenfach haben. Wurde im Auto von BA etwas ähnliches gefunden ? Wenn nein kann man durchaus spekulieren. BA wanderte gerne, sie hatte auch Ausrüstung wie Wanderschuhe , Wanderstöcke, Outdoorjacke etc dabei. Auch eine Pudelmütze befand sich im Kofferraum. Bei den genannten Wetterbedingungen können Handschuhe sicherlich hilfreich sein. Wurden Handschuhe im Fahrzeug gefunden ? Wenn nein darf auch hier spekuliert werden. Der gefundene Typ Frauenhandschuh passt durchaus in die Rubrik Schutz bei Kälte beim Wandern. Wenn die Ermittler bei mehrmaligen Nachfragen im familiären Bereich den Scholzmoment erfahren haben (kann mich nicht erinnern) wird es schwieriger. Wem sollen denn die Nebelkerzen schaden? Nehmen wir an die Box etc gehören BA. Warum hat man dann den Fund über 6 Jahre verschwiegen ? Ich gehe davon aus, die Familie einschl. Bruder wurde im April 2015 mit dem Fund konfrontiert. Man ging aber nicht an die Öffentlichkeit damit. 6 Jahre später werden in einem doch übersichtlichen Radius zum Boxenfund die Überreste gefunden. Der Boxenfund wird wiederum erst etliche Monate später publik gemacht. Nun lese ich mit den gezündeten Nebelkerzen möchte man die Leute verdummen. Zu welchem Zweck ? Das kann bedeuten man hat einen möglichen Täter durchaus im Visier, aber es fehlt der letzte Beweis ? Nebelkerze interpretiere ich als Ablenkung. Nein, ich kann nicht nachvollziehen das die Polizei nach nun 7 Jahre nichts rauslässt.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich kann mir vorstellen, wie wohl - von wem auch immer - den Ermittlern weisgemacht worden sein könnte, dass B. A. an jenem Samstagmorgen selbst ihr Auto nach Lautzenhausen auf den Parkplatz gefahren hätte, gegen alle bisherige Gewohnheit. Es war nach der damaligen Hahn-Planung die vorletzte Schicht, bevor der DWD seinen Betrieb dort einstellte. Bei der letzten Schicht war eine persönliche Verabschiedung B. A.s von allen Mitarbeitern Sternchen Innen wahrscheinlich. Bei dieser vorletzten Schicht nun hätte sie sich von ihrer geliebten Natur verabschieden wollen. Ich persönlich glaube das natürlich nicht, dass Frau A. an diesem Morgen dieses vorhatte. Und ihr Auto hat definitiv der Täter nach Lautzenhausen gebracht. Aber diese Story könnte aufs Tapet gekommen sein. Es sollte halt so aussehen... Mit dem Handtaeschchen auch.
SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

100% bei Dir. Dann stellt sich bei mir immer die Frage nach dem "Nutzen", man kann es auch Motiv nennen. Aber Nutzen trifft es manchmal doch besser. Ein Täter ohne engen Kontakt zu BA bzw ein Täter der die Frau nur locker gekannt hat muss nicht solch ein Szenario entwerfen.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@SherlockHolmes

Um es deutlich zu sagen: Die Nebelkerzen haben nichts mit der Polizei zu tun. Diese machte m. E. ihre Sache einwandfrei. Meinerseits gibt es nicht die geringste Kritik an der Polizei. Und es gibt keine Zweifel an ihr.

Nebel sehe ich eher im Video von Sat1. Ein Nebeltalent sehe ich auch im Forum.
Stiller Gast

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Stiller Gast »

Nachdem es neue Informationen (wenn auch mit ungewisser Verlässlichkeit) gibt, melde ich mich auch mal wieder mit einer These:

Wenn der Täter einen Zweitschlüssel für das Auto hatte, dann hätte er die Leiche mit dem Auto von BA zum Ablageort bringen und ihren Erstschlüssel dort in der Tasche belassen können. Danach hätte er das Auto zum Parkplatz gebracht.

Die Erstschlüssel könnten zufällig oder ganz gezielt in der Tasche gewesen sein - wenn gezielt, dann um eine Verabredung zu suggerieren.

Könnte der Täter die Ausweisdokumente im Auto belassen haben, damit die Leiche, wenn sie nach vielen Jahren gefunden wird, nicht so rasch identifiziert werden kann? Vielleicht darf man die Bedeutung der Gegenstände im Kofferraum aber auch gar nicht überbewerten?
Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Rebus »

Widasedumi hat geschrieben: Samstag, 20. August 2022, 13:49:30 @SherlockHolmes

Um Ein Nebeltalent sehe ich auch im Forum.
Oh, danke, danke, welche Freude am Wochenende, endlich erkennt mal jemand ein Talent bei mir, und sei es das Nebelkerzenwerfen. Hätte ich eher wissen sollen. Ist aber wohl als Job ziemlich schlecht bezahlt und auch keine olympische Disziplin. Und zu der Ehre komme ich ja auch nur durch dich, weil du dich schon sehr früh, noch bevor ich überhaupt das Licht der Forumswelt erblickte, auf eine konkrete Täterperson, ein Motiv und einen Tathergang so festgelegt hast,dass dich niemand davon abbringt, alternativlos (s.o.), Fall geklärt. Wenn du dich aber vielleicht doch irren solltest – nur so theoretisch, könnte doch vielleicht eventuell sein, denn Irren ist menschlich– dann wäre ich gar kein talentierter Nebelkerzenwerfer, wäre auch mein Talent ein Irrtum – och nee, wieder nichts.

Ich schätze es sehr, dass du immer offen dafür bist, die Vorstellungen Anderer wenigstens zu durchdenken, aber wenn sie wegführen von deinem Täter, dann magst du solche Nebelkerzen nicht. Verstehe ich. Während die meisten Forumer ergebnisoffen vor sich hin diskutieren, kannst du verständlicherweise den letzten Schritt nicht gehen, nämlich deinen Täter mit deinem angedachten Motiv und dieser Tat zu verbinden. Du weißt gar nicht, ob dein Täter dieses Motiv gehabt hat, weißt auch nicht, was er an diesem Tag gemacht hat. Er könnte der Täter sein, er könnte dein Motiv gehabt haben, er könnte die Tat so begangen haben, wie du es glaubst. Steht alles im Konjunktiv und du kriegts das nicht in den Indikativ, glaubst aber unbeirrbar daran.

Und nun tritt etwas ganz Doofes ein. Durch den Mund eines „Erklärbärs“ (schon diese Titulierung zeigt, wie sehr du diese Frau schätzt), gibt die Polizei kund, dass die Tätergruppe, zu der dein Täter gehört, zwar anfangs im Focus der Ermittler stand, nun aber aus dem Spiel ist. Die Polizei hat das getan, was du selbstverständlich nicht kannst, nämlich das Tun des möglichen Täters am Tattag zu durchleuchten. Ergebnis: dein Täter hat ein Alibi, war es nicht. Deine Überzeugung gegen die der Polizei. Ende Gelände, oder schludriger Erklärbär, oder Nebelkerze der Polizei?
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@stiller Gast

Dass ist auch meine Hypothese, dass der Täter die Ausweisdokumente aus der Tasche entfernt hat und im Fahrzeug hinterlassen hat, damit sie , falls die Leiche doch noch irgendwann gefunden wird, nicht eine schnelle Identifizierung ermöglichen. Man sollte den Gegenständen, die im Auto vorhanden waren schon Bedeutung beimessen, denn sie können auf einen bestimmten Ablauf der Tat und auf Absichten des Täters hindeuten.

Nun hieß es im Beitrag von Lydia Benecke, dass die Oberbekleidung der Leiche gefehlt hat und nur noch der BH vorhanden war. Über diesen Punkt mache ich mir auch immer wieder Gedanken. Ich bin mir nicht sicher, ob Tiere die Oberbekleidung fortgeschafft haben. Immerhin waren Hosen , Schuhe, Brille und Tasche noch vorhanden. Auszuschließen ist es natürlich nicht. Es kann aber auch sein, dass der Täter die Leiche zum Teil entblößt abgelegt hat, vielleicht weil Spuren von ihm an der Oberbekleidung vorhanden waren . Es könnte sich auch der erste Anschein ergeben, dass die Tat einen sexuellen Hintergrund hat.

Ich gehe davon aus, dass die kriminaltechnischen Untersuchungen umfangreich sind und sehr lange Zeit in Anspruch nehmen. Das war so angekündigt. Ich gehe weiter davon aus, dass Gegenstände des Opfers und auch Gegenstände, die mutmaßlich dem Täter gehören, langwierig untersucht werden. Daher tut sich in dem Fall meiner Meinung nach momentan nichts bzw. nicht viel und die Polizei teilt nichts zum Sachstand mit, weil sie sich nur wiederholen müsste.
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@stiller Gast

Was B.A.s Auto betrifft, bin ich nicht sicher, ob B.A. in diesem Fahrzeug zum Wald gebracht wurde? Ich denke, eher nicht. Das Fahrzeug wurde nicht verstellt (Sitze, Spiegel). Gegenstände wurden belassen, bis auf das Abschleppseil. Das war Tätertaktik, um für das widerrechtliche Parken eine Panne zu insinuieren. Um in das kleine Auto einen großen Trolley hineinzuquälstern, hätte man einiges verstellen müssen. Das hätte Spuren verursacht, die man nicht B.A. hätte zuordnen können. (Meine Vermutung!)

@Rebus

Ich möchte mich entschuldigen, dass ich so unflexibel wirke. Du bist ein genuines Humanum, voll der Würde und Güte. Du bist auch ein 'Intelligentum' sinnestüchtig, sprech- und sprachtalentiert, intuitiv, empathisch etc. Ferner vermute ich ein excellentes psychologischen Wissen.

Ich schreibe hier nur meine Meinung, als fehlbares Subjekt. Ich habe Popper gelesen und würde sofort auf eine erklärungskräftigere Theorie wechseln, wenn es sie gäbe. Ich bin offen, aber nicht leer. Es sind immer Vorurteile da, Hypothesen, eine Einordnung in eine Kategorie. Ich bleibe so lange dabei, bis ein besseres Konzept auftaucht.

Du, @Rebus, hast ein großartiges Talent gezeigt, solche Alternativkonzepte aufzuzeigen. Du hast dazu eine Motivation/ein Bedürfnis gehabt. Es gibt legitime Gründe dazu, die im Humanum wurzeln. Auch meine oberste Instanz ist jenseits aller Säugetierfunktionalität. Es ist die Orientierung an bzw. Zielgerichtetheit auf das Gute, Wahre und Schöne. Die Ebenbildlichkeit dieser Dimension unterscheidet den Menschen vom Säugetier, die Ebenbildlichkeit ist das Kriterium des Menschseins.

Meine Tätigkeit ist ein reines Rätsellösen. Es steht mir nie und nimmer zu, mich über jemanden zu erheben, dem ich eine Tat zutraue. Ich darf das nicht, und dieser Mensch könnte beim Schöpfer der Menschen möglicherweise angenommen sein, während ich verworfen werde. Ich denke nur an den Mörder und Verbrecher am Kreuz, den der Schöpfer mit sich in sein Reich genommen hat. Der Schöpfer kennt ALLES: Die Eltern, die Zeitumstände, die Bedingungen, die Einflüsse, die Chancen und Risiken, die der Mensch hatte, die Intrigen, die Hilfen, und er kennt die Wechselwirkungen, die den Menschen zu dem machten, was er im Moment einer Tat war. Ich glaube zu wissen, dass wir den Heilsplan des Schöpfers nicht kennen, und dass ER es ist, der Dinge zulässt oder Dinge verhindert. Wenn er eine Tat zulässt, das kann der Mensch niemals ermessen, welchen Sinn eine Tat aus der Schöpferdimension macht.

Meine Tätigkeit ist das reine Rätsellösen, nicht das Verdammen, Verurteilen oder Richten. Ob es eine Aufklärung, ein Nachweisen, eine Bestrafung gibt, ist völlig sekundär. Ich habe keinen Verfolgungseifer. Aber ich habe vom Schöpfer meine Sinne und Verstand bekommen. Und Intuition, Gedächtnis, Gerechtigkeitsempfinden usw. Ich kenne seine Ordnung. Diese Ordnung ist wahr. In diesem Fall B.A. gibt es eine Faktenlage. Sie ist sehr reichhaltig. In der Normalität und Gewohnheit, in der B.A. ihr Leben lebte, liegt der Schlüssel, um auf die Täterschaft zu kommen. Nimmt man Außergewöhnliches, wie einen Zufälligen, einen Wanderfreund, einen Zugewanderten oder einen Kollegen an, hakt es vorne und hinten. Die Normalität und Gewohnheit war Programm, daher gab es für B.A. kein falsches Parken, keinen Treff in L'hausen, keinen Sondereinkauf. Sie hätte dem Bruder gesagt, wenn sie dem Hunsrücker Wald an diesem Morgen einen Abschiedsbesuch hätte abstatten wollen.

In der Einfachheit, Strukturiertheit und Verlässlichkeit dieser Frau, in der Kenntnis ihres Dienstplanes, ihrer Unterkunft, ihrer Gewohnheit und ihres Aufbruchs zur Heimreise liegt die Gewähr, die Täterschaft anpeilen zu können. Es ist frappant, was alles passt. Anderes hat nicht diese Passgenauigkeit.

Die Täterschaft ist ein Genie. Der atheistische Gottersatz müsste ihr einen Orden verleihen. Die Raffinesse und Intelligenz der Täterschaft sucht ihresgleichen.

Meine Tätigkeit ist das Rätsellösen. Subjektiv, ohne Gültigkeitsanspruch, nur für meine bescheidene Existenz, habe ich das Rätsel gelöst. @Rebus, du hast eine große Kunst an den Tag gelegt, voll Einfühlung und Mitfühlens, sehr anerkennenswert. Du musstest für deine Version den Punkt "Validität der Polizei" ins Feld führen. Dieser ist für mich kein Thema. Diese SoKo Hahn wird schon wissen, was sie tut. Ich sehe manchmal den Mond nur halb, oder kaum. Und trotzdem ist er immer rund.

Alles Gute und vielen Dank, @Rebus, für deine konstruktiven Aufwendungen. Durchaus könntest du auf dem richtigen Dampfer sein, während ich ein Opfer meiner Vorurteile geworden sein könnte.
Stiller Gast

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Stiller Gast »

@ Widasedumi: Auch wenn der Täter die Leiche nicht mit dem Auto von BA weggebracht haben sollte, ist es möglich, dass er über einen Zweitschlüssel verfügt und ihr Auto umgeparkt hat. Ein planender Täter aus dem Umfeld hätte nämlich nicht riskiert, dass er den Schlüssel bei BA oder in ihrem Appartment lang suchen muss. Vielleicht hat er das Auto ja auch schon vor der Tat umgeparkt, um die Leiche nicht zwischenlagern zu müssen. Auch dafür wäre ein Zweitschlüssel erforderlich gewesen.

Was ich damit nur sagen will: Der bei der Leiche gefundene Autoschlüssel kann zwar dafür sprechen, dass BA selbst gefahren ist. Genauso kann das aber auch dafür sprechen, dass der Täter aus dem Umfeld stammt und einen Zweitschlüssel hatte. Theoretisch hätte der Täter - wenn er das Auto vor der Tat umgeparkt hat - den Schlüssel dann auch bewusst bei der Leiche belassen können.

Der Schlüssel allein sagt letztlich nichts aus. Man müsste vielmehr alle Details kennen.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

@stiller Gast

Ich verstehe dich und ich kann das nachvollziehen. Ich denke, dass der Täter das Auto von B. A. nach Lautzenhausen fuhr. Das steht für mich fest. Da ich den Täter für ein Planungsgenie halte, ist mir nicht klar, warum er noch einmal zum Auto ist und den Flugmodus am Handy einstellte? War es so geplant oder hatte er es vergessen?
Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Rebus »

Widasedumi hat geschrieben: Sonntag, 21. August 2022, 06:35:12

In der Normalität und Gewohnheit, in der B.A. ihr Leben lebte, liegt der Schlüssel, um auf die Täterschaft zu kommen. Nimmt man Außergewöhnliches, wie einen Zufälligen, einen Wanderfreund, einen Zugewanderten oder einen Kollegen an, hakt es vorne und hinten. Die Normalität und Gewohnheit war Programm, daher gab es für B.A. kein falsches Parken, keinen Treff in L'hausen, keinen Sondereinkauf. Sie hätte dem Bruder gesagt, wenn sie dem Hunsrücker Wald an diesem Morgen einen Abschiedsbesuch hätte abstatten wollen.

In der Einfachheit, Strukturiertheit und Verlässlichkeit dieser Frau, in der Kenntnis ihres Dienstplanes, ihrer Unterkunft, ihrer Gewohnheit und ihres Aufbruchs zur Heimreise liegt die Gewähr, die Täterschaft anpeilen zu können. Es ist frappant, was alles passt. Anderes hat nicht diese Passgenauigkeit.

Ja.

Und deshalb ist dein Täter auch mein Hauptverdächtiger, bei dem ich viel Zeit verwendetg habe, um etwas über ihn zu erfahren. Aber gilt das von dir Gesagte hinsichtlich Kenntnis nicht auch für eine andere Person, die wir als Namen kennen?

Die Täterschaft ist ein Genie. Der atheistische Gottersatz müsste ihr einen Orden verleihen. Die Raffinesse und Intelligenz der Täterschaft sucht ihresgleichen.
Ebenfalls ja, leider. Bin allerdings in meinem Leben noch nie einer Person begegnet, der ich solche Genialität zutrauen würde. Wie weit hätte der es bringen können.


Noch mal zurück, um Handy in den Flugmodus zu schalten
Wenn der Brötcenzeuge sich nicht geirrt hat, dann spielte sich das alles schon am Vormittag ab. Dann musste der Täter auf jeden Fall noch einmal zu ihrem Auto, denn es wurde ja erst am frühen Nachmittag auf Flugmodus geschaltet. Nur bei einer Tat am frühen Nachmittag wäre eine Einweg-Logistik möglich gewesen.
Oder der Täter, der ja nichts von dem Brötchenzeugen wissen konnte, ist nachträglich auf die Idee gekommen, mit einem Wegschalten zu dieser Urzeit noch eine zusätzliche falsche Spur zu legen. Nicht nur ein genialer Täter, sondern auch einer, dem es Spaß macht, mit den Ermittlern zu spielen.
Stiller Gast

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Stiller Gast »

@ Widasedumi: Der Täter könnte das Handy bewusst ins Auto gelegt haben, aber erst nach der Leichenablage auf den Gedanken gekommen sein, dass das Handy geortet und das Umparken damit konterkariert werden kann. Er könnte daher nochmals zurückgekehrt sein. Er hätte sozusagen einen Fehler gemacht und später korrigiert.

Wobei ich den Zweck des Umparkens allerdings nur begrenzt nachvollziehen kann, wenn man davon ausgeht, dass das Auto von BA nicht zum Leichentransport verwendet wurde. Es war ein relativ großes Risiko, beim Umparken gesehen zu werden oder Spuren zu hinterlassen, die nicht vom normalen Gebrauch einer nahestehenden Person stammen konnten. All das nur um das Verschwinden von BA ein paar Stunden oder ein paar Tage lang noch unklarer zu machen?
z3001x
Moderator
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Rebus' Ausführungen waren recht lesenswert, trotz der Länge ;)
Wenn ich den Fundort auf mich wirken lasse und mir angucke, wie man da zu Fuß oder als Autofahrer hinkommt, fällt mir vor allem auf, dass er einem Autofahrer, der durch die Forstwege dorthin schleicht, die beste Möglichkeit gibt, einen Leichnam schnell, mit minimalem Risiko, beobachtet zu werden, loszuwerden und zu verstecken.
Man kann einige 100m weit gucken, ob die Luft rein ist, in beide Wegrichtungen (bzw alle 3) und kann sein Auto so postieren, dass es niemand sieht, dann hat man vll 1-2min wo man den Leichnam über den Asphaltweg ins Dickicht bringen muss. Aber dadurch, dass man vorher den Weg kontrollieren kann, ist das faktisch keine Gefahr.

Dass jemand in Suizidabsicht unter ganz dichte junge Fichten kriecht, und dann in seinen letzten Minuten Reisiggestrüpp im Gesicht hat, ist nicht wirklich ausgeschlossen, aber wäre wirklich ein sehr trostloser Freitod.
Aber ich würde vermuten, eine Selbstmörderin würde sich einen anderen Ort suchen. Sanfter gebettet im Wald, tiefer im Wald, abseits von Wegen. Aber nicht so versteckt. Das spricht eben eher für einen Fremdtäter.
Bei einem Freitod würde sich auch die Frage stellen, womit, und ob man dann nicht Spuren erwarten könnte.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Stiller Gast hat geschrieben: Sonntag, 21. August 2022, 19:25:28 @ Widasedumi: Der Täter könnte das Handy bewusst ins Auto gelegt haben, aber erst nach der Leichenablage auf den Gedanken gekommen sein, dass das Handy geortet und das Umparken damit konterkariert werden kann. Er könnte daher nochmals zurückgekehrt sein. Er hätte sozusagen einen Fehler gemacht und später korrigiert.

Wobei ich den Zweck des Umparkens allerdings nur begrenzt nachvollziehen kann, wenn man davon ausgeht, dass das Auto von BA nicht zum Leichentransport verwendet wurde. Es war ein relativ großes Risiko, beim Umparken gesehen zu werden oder Spuren zu hinterlassen, die nicht vom normalen Gebrauch einer nahestehenden Person stammen konnten. All das nur um das Verschwinden von BA ein paar Stunden oder ein paar Tage lang noch unklarer zu machen?
@stiller Gast

Das Umparken kann ich nachvollziehen. Der Täter könnte gewusst haben, dass B.A. von ihrem Bruder abgelöst wurde, und dieser neben ihrem Auto parkte. Also musste er das Auto wegfahren, sonst hätte der Bruder in der Schichtpause gestutzt, wenn das Auto noch dagestanden hätte. Aber durch das Wegfahren sah alles ganz normal aus.

Worüber ich mir Gedanken mache, ist das nochmalige Aufsuchen von B.A.s Auto, um das Handy umzustellen. Ich war immer der Meinung, dass dem Täter die Handyumstellung erst später eingefallen ist, dass er sie vorher vergessen hatte. Dass er eben nach Werk-Vollendung eine Checkliste durchging und diesen Fehler hierbei festellte.

Ein Täter mit dieser Planungsgenialität und Perfektion, wohl auch mit Alibi und ohne Handy auf dem Hahn --- der müsste eigentlich ans Handy gedacht haben. Da ich davon ausgehe, dass er alles so arrangierte, dass es wie ein unerwartetes Ereignis auf einem Frühspaziergang von B.A. scheinen sollte, frage ich mich eben, wass er mit dieser nachträglichen Einstellung in den Flugmodus vortäuschen wollte?

Es muss wohl doch ein Fehler gewesen sein.
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Rebus hat geschrieben: Samstag, 20. August 2022, 20:45:15 Und nun tritt etwas ganz Doofes ein. Durch den Mund eines „Erklärbärs“ (schon diese Titulierung zeigt, wie sehr du diese Frau schätzt), gibt die Polizei kund, dass die Tätergruppe, zu der dein Täter gehört, zwar anfangs im Focus der Ermittler stand, nun aber aus dem Spiel ist. Die Polizei hat das getan, was du selbstverständlich nicht kannst, nämlich das Tun des möglichen Täters am Tattag zu durchleuchten. Ergebnis: dein Täter hat ein Alibi, war es nicht. Deine Überzeugung gegen die der Polizei. Ende Gelände, oder schludriger Erklärbär, oder Nebelkerze der Polizei?
Ein Alibi könnte sein, dass es der Täter mit einem Alibi hinbekommen hat, weil er einfach sehr perfekt war. Aber ganz sicher bin ich nicht.
Sicher bin ich auch nicht, wie Frau Benecke zu dieser Information kam.
Da strahlt ein Unterhaltungssender Polizeiinformationen aus? Wenn man kein SAT1-TV hat, geht diese Information ganz vorbei.
Sollte es einen Kontakt vom Sender SAT1 mit der Mordkommission gegeben haben, oder einen Kontakt von Frau Benecke mit der MoKo, dann würde mich dieses Gespräch im Wortlaut interessieren. Das bekomme ich aber nicht zur Kenntnis.
Was der Sender und was Frau Benecke aus dem Gespräch machten, ist wieder was anderes. Sie wollen unterhalten und sie wollen Werbung ausstrahlen, Zuschauer generieren und beeinflussen.
Die Polizei hat andere Intentionen. Ich möchte lieber direkt von der Polizei die Informationen haben.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der ich nicht mehr alles so unkritisch als Wahrheit auffassen möchte. Bei manchen Medien prüfe ich zu bestimmten Themen sogar, ob das Gegenteil eher real sein könnte.

Kurzum, @Rebus, ich korrigiere dich, deine Erlaubnis vorausgesetzt: Meine Überzeugung ist nicht gegen die Polizei, sondern gegen SAT1 und Frau Benecke. Der Polizei unterstelle ich keine intendierte Nebelstrategie. Aber wenn eine Mordkommission richtig und ohne Störfeuer arbeiten will bzw. muss, dann ist das Thema "Auskunft" ein ganz sensibles. Wenn da eine Anfrage ist und die Polizei mit einer geplanten Sendung konfrontiert wird, wird die Freude eine sehr gedämpfte gewesen sein. Was soll man darauf antworten? Es muss eine Antwort her, welche die Ermittlungsarbeit überhaupt nicht tangieren darf. Und die Wahrheit ist hier kein Thema, denn die Wahrheit könnte den Ermittlungserfolg empfindlich stören. Der Informationsanspruch ist weit hinter Ermittlungstaktik angesiedelt. Und wenn dieser Anspruch zu einer Unzeit eingefordert wird, dann muss man diplomatisch sein. Auch Diplomatie hat wenig mit offener Wahrheit, sondern vielmehr mit schöner Sprache zu tun. AngRa hat bezüglich der SAT1 Sendung u.a. geschrieben:
AngRa hat geschrieben: Dienstag, 26. Juli 2022, 13:54:52 Anfangs seien seitens der StA Freunde und Familienangehörige als Tatverdächtige in Frage gekommen. Dieser Verdacht sei aber fallen gelassen worden. Es ist mir ganz neu, dass anfangs von den Ermittlern Familienangehörige von BA verdächtigt worden seien, denn es hieß doch immer, dass der Fall so mysteriös sei, dass man keinerlei Ansatzpunkte im Hinblick auf eine Täterschaft erkennen könne.
Da haben wir wieder so einen Stolperstein, der auch mich stolpern ließ. Die Polizei hat nie öffentlich jemanden aus der Familie verdächtigt.
Ich muss mir schon die Augen reiben, bei diesen Benecke-Weisheiten: a la: die Polizei verdächtigte Leute in der Familie, aber jetzt nicht mehr!

Nein, @Rebus, ich möchte aus dem Mund der Polizei etwas hören, und zwar, wenn sie von sich aus eine Information geben will, und nicht, wenn SAT1 mal eben eine Sendung plant und der Polizei den Informationsanspruch auf die Brust setzt.
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Meine Lösung zu Sat1 und der Formulierung von Frau Benecke!

Nochmal aus @AngRas Beitrag:
Anfangs seien seitens der StA Freunde und Familienangehörige als Tatverdächtige in Frage gekommen. Dieser Verdacht sei aber fallen gelassen worden.
Ich gehe von Sprachlogik aus: Also "Verdacht gegen Freunde und Familienangehörige". Es kommt auf das Bindewörtchen "und" an.

Wenn ich eine Aussage treffe: Hunde und Fische sind Vierbeiner. Dann ist diese Aussage wegen einer unpassenden Teilmenge falsch. Ich lasse sie fallen, weil ich das nicht aufrecht erhalten kann. Aber ich könnte aufrecht erhalten "Hunde sind Vierbeiner." Dann ist die Aussage wahr.

Wenn die Ermittlungen gezeigt haben, dass die Menge der "Freunde und Familienangehörigen" zu weit gefasst war, und der Verdacht längst nicht auf diese Gesamtmenge gerichtet werden kann, dann ist diese Aussage heute nicht mehr richtig, sondern falsch.
"Dieser Verdacht wurde fallengelassen."
Betonung auf "Dieser"!, denn das Demonstrationspronomen "dieser" steht am Beginn des Satzes. "Dieser" Verdacht wurde fallengelassen. Jener Verdacht vielleicht nicht? Wir wissen es nicht, weil diese Benecke-Aussage überhaupt nicht definitiv ist.

Damit hätte die Polizei nicht gelogen, wenn es sich so verhielt. Die Polizei hätte nur diplomatisch reagiert. Zum Stand der Ermittlungsarbeit hat sie überhaupt nichts Ermittlungsrelevantes gesagt. (Das ist aber nur meine Interpretation.)

Was Frau Benecke und Sat1 daraus in der Sendung machen, das ist nicht das Bier der Polizei, oder mit @Rebus gesprochen: "Ende Gelände".
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