UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Jenny Böken, Kirsten Heisig, Unbek. Junge (Oelsa/Osterzgebirge), Isabelle Kellenberger, Malina Klaar, Elisa Lam, Paula Maaßen, Christian Morgenstern, Theresa Stahl, Georgeta Tapu
AngRa
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UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

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Das sog. Eisenheim Verfahren

2017 wurde Theresa Stahl in Eisenheim bei Würzburg von einem betrunkenen Autofahrer erfasst und getötet. Der Fahrer hatte 2,89 Promille im Blut als er Theresa erfasste. Der Autofahrer wurde in erster Instanz vom Amtsgericht wegen "Fahrlässigem Vollrausch" zu einer Geldstrafe von 5.000 € und einem Jahr Fahrverbot verurteilt.


Vor dem Amtsgericht bekundeten auch die drei Mitfahrer Scham, doch keiner von ihnen ging nach dem Unfall, geplagt von Reue, freiwillig zur Polizei. Im Amtsgericht wurden alle drei wegen unterlassener Hilfeleistung zu Geldstrafen zwischen 1000 und 2000 Euro verurteilt. Damals wurde auch ein Psychiater gehört, er schloss nicht aus, dass Niclas H. zum Zeitpunkt des Unfalls aufgrund seines Rausches schuldunfähig war – und so kam für das Gericht eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung nicht in Betracht. Was blieb, war der fahrlässige Vollrausch.
Die Familie Stahl hat Berufung eingelegt, wie auch die Staatsanwaltschaft Würzburg. Die Anklägerin hatte in erster Instanz zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe für fahrlässige Tötung beantragt. Und nun sieht es so aus, als sei in zweiter Instanz eben doch ein anderes Urteil denkbar.
https://www.nordbayern.de/region/20-jah ... 1.10410541


Vor kurzem jedoch meldete sich bei der Polizei eine neue Zeugin, die damals ein absichtsvolles Handeln belauscht haben will. Wird der Alkohol-Raser-Prozess noch einmal neu aufgerollt?

https://www.youtube.com/watch?v=hUNh5pH ... mb_rel_end


Eine neue Zeugin meldet sich mit einer Schilderung der Tatnacht. Das "Eisenheim-Verfahren" wird daraufhin auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Nun soll die Polizei ermitteln, ob der tödliche Unfall nicht doch ein Mord war.

Seit neuestem geht es nicht mehr nur um fahrlässige Tötung. Überraschend hatte sich Anfang September eine völlig unbekannte Zeugin gemeldet. Seither steht gegen den bisherigen Hauptangeklagten Niclas H. Mordverdacht und gegen seinen Kumpel der Vorwurf der Anstiftung zu Mord im Raum. Doch diesem Verdacht geht nun kein Schwurgericht nach, diesem Verdacht geht erst einmal gar kein Gericht mehr nach, sondern zunächst Polizei und Gutachter.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/eise ... -1.5043806

Gast

Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Gast »

Die Unglücksnacht im April 2017

Theresa will, weil sie etwas getrunken hat, ihr Auto in der Unglücksnacht stehen lassen. Ein Bekannter nimmt sie mit. Das letzte Stück des Heimwegs zu ihrer Wohnung im Ort Untereisenheim gehen sie zu Fuß.
Zur gleichen Zeit etwas entfernt machen sich die vier Angeklagten auf den Rückweg von einem Weinfest. Niclas sei erstmal mit dem Wagen eine Runde gedriftet und wäre "Donuts" gefahren, sagt einer der Mitfahrer vor Gericht aus. Er habe geschrien, er möchte aus dem Auto raus. Aber Niclas H. hielt nicht an.
Um 3.38 Uhr, so rekonstruier­t es die Polizei, rast Niclas H. im VW Golf mit über 60 Stundenkilometern zunächst an Theresas Freund vorbei und erfasst dann die 20-Jährige. "Ihr Freund hat keine Bremslichter gesehen, die sind volle Kanne weitergefahren", sagt Theresas Vater, Roland Stahl.
Niclas H., der Fahrer des Golfes, begeht Unfallflucht. Weit kommt er nicht. Er landet in einem Graben. Als die Polizei ihn aus dem Auto holt, hat er 2,89 Promille Alkohol im Blut. Theresa kommt mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Würzburger Uniklinik. Sie wird mehrfach operiert, doch am Ende sind alle Bemühungen vergebens. Sechs Tage nach dem Unfall stirbt sie.
https://www.rtl.de/cms/betrunkener-totr ... 25128.html

https://bilderbrunnen.com/2017/04/29/r-i-p-theresa/

https://www.gegen-alkohol-am-steuer.de/

https://eventview.eu/main/events_3152_W ... -Eisenheim

Theresa stammt aus Güntersleben und wohnte in Untereisenheim evtl mit ihrem Freund zusammen.
Am 22. April 2017 wollten Theresa und ihr Freund feiern: Es war ein Samstag Abend, am Sonntag hatte er Geburtstag. Theresa Stahl, 20 Jahre, stieg in ihren Mini – von Untereisenheim fuhr das Paar in eine Disco nach Würzburg, knapp 20 Kilometer entfernt.

Heute bleibt nur noch die Erinnerung. "Sie war so stolz auf ihr Auto", schildert Ronald Stahl, Theresas Vater. Er erzählt, dass sie bei BMW im Büro lernte, den gebrauchten Mini zu guten Konditionen bekommen hatte. Ehrensache sei es für sie gewesen, nur nüchtern zu fahren....
An jenem Abend besuchte Niclas H., damals 18 Jahre, das Weinfest in Untereisenheim, eine Wiese entlang des Mains diente als Parkplatz. Dort, knapp 500 Meter vom Dorf entfernt, parkte der VW Golf.

Um 1 Uhr nachts versuchte H.s Vater erfolglos, Niclas mit nach Hause zu nehmen. Später sahen Zeugen, wie H. über den Parkplatz driftete, sich in die Kurve legte, drehte und mit den Reifen Kreise ins Erdreich zeichnete, "Donuts", wie es im Motorsport heißt.
Kilometerlange Spritztour

Die Polizei hatte an der Landstraße nach Untereisenheim zur Kontrolle eine Verkehrssperre errichtet. Als das Weinfest längst beendet war, packten die Beamten zusammen.

Erst jetzt machte sich Niclas H. auf den Heimweg und fuhr drei Kumpels nach Untereisenheim, dabei beträgt der Fußweg auf direktem Weg gerade 500 Meter. Doch die Gruppe setzte sich in den Golf. Es folgte eine kilometerlange Spritztour, ein Umweg entlang einer kurvigen Landstraße, um nach Hause zu gelangen. Niclas H., dies wurde im Prozess öffentlich, trinkt seit seinem 11. Lebensjahr, er ist an Alkohol gewöhnt.
Theresa Stahl dagegen hatte ihren Mini in Würzburg stehen lassen. Jemand hatte ihr in der Disco ein Getränk spendiert, das sie für Cola hielt. Dass auch Alkohol im Glas war, bemerkte sie erst, als sie getrunken hatte – und so beschloss sie, nicht mehr zu fahren.

Ein Bekannter nahm sie und ihren Freund mit, kurz vor Untereisenheim setzte er die beiden ab, sie wollten nach Hause laufen. Theresa war am rechten Fahrbahnrand unterwegs, als der dunkelblaue Golf sie mit etwa 60 bis 80 km/h gegen 3.40 Uhr erfasste. Ihr Hinterkopf knallte auf die Windschutzscheibe, sie wurde 13 Meter weit in ein Feld geschleudert. Ihr Freund wählte den Notruf.
https://www.nordbayern.de/region/20-jah ... 1.10410541
Update vom 24. September: Im Berufungsprozess um eine totgeraste 20-Jährige hat sich der Verdacht erhärtet, der betrunkene Fahrer wäre gezielt auf die Fußgängerin zugerast. „Fahr sie um oder überfahr‘ sie“, soll der Beifahrer des Unfallwagens scherzhaft zum alkoholisierten Fahrer gesagt haben. So zitierte ein Ermittler eine Zeugin bei seiner Befragung am Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg. Der Beifahrer hätte demnach nicht gedacht, dass der Fahrer tatsächlich auf die Frau zusteuern würde. Der Aussage nach, hätten die drei Mitfahrer den damals 18-jährigen Deutschen nach dem Weinfest im April 2017 bewusst ans Steuer gesetzt, da er „am besoffensten“ war und am wenigsten zu befürchten hätte.

Nach dem Aufprall ist der Fahrer auf der Ortsstraße in Richtung Untereisenheim (Landkreis Würzburg) weitergefahren und ohnmächtig geworden. Wie die Zeugin erfahren haben soll, wären die Mitfahrer daraufhin ausgestiegen und hätten das Auto absichtlich einen Abhang herunterfahren lassen. Die drei Deutschen liefen weiter und legten sich schlafen. Rettungskräfte fanden den bewusstlosen Mann am Steuer, nur wenige Meter entfernt von der schwer verletzten Frau. Laut dem Polizisten passt die Aussage der Zeugin „sehr gut ins Bild“.
https://www.merkur.de/bayern/wuerzburg- ... 40698.html

https://www.youtube.com/watch?v=RIK7fhxPi-0

https://www.facebook.com/watch/?v=691406914809487

Der Tatort liegt zwischen Kaltenhausen und Untereisenheim
https://static2.mainpost.de/storage/ima ... aa4UyQ.jpg
https://www.mainpost.de/regional/wuerzb ... t-10467611
https://www.google.com/maps/place/Neue+ ... 10.1537594

AngRa
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Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@Gast

Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.

Das Urteil des Amtsgerichts Würzburg vom Oktober 2019 ist vielfach kritisiert worden. Niemand versteht es, niemand empfindet es als gerecht. Das Gericht hatte einen 21 jährigen Angeklagten wegen "fahrlässigen Vollrauschs" verurteilt. Er stand vor Gericht, weil er im Alter von 18 Jahren auf einer Ortsstraße mit seinem Fahrzeug eine 20-jährige Frau mit solcher Wucht erfasst hatte, dass sie 13 Meter weit in ein Feld geschleudert wurde und an den Verletzungen starb.

Mit seinen 2,9 Promille Alkohol im Blut galt er für die Tötung als schuldunfähig, begründet durch ein psychiatrisches Gutachten. Bestraft wurde lediglich der Rausch, verursacht durch hohen Alkoholkonsum (§ 323a StGB) .

Das Urteil ist empörend. Es liegt aber auch an der Gesetzgebung, dass ein solches Urteil gesprochen wurde.

In den USA wirkt Alkohol am Steuer bei Unfällen immer strafverschärfend. Der Rauschzustand gilt als vorsätzlich herbeigeführt. Bei uns herrscht dagegen grundsätzlich eine Gleichsetzung von geisteskranken Menschen mit Volltrunkenen oder Junkies, wenn es um Schuldunfähigkeit geht. Doch wie kommt es, dass ein total unzurechnungsfähiger Volltrunkener sein Auto finden, es öffnen, starten und losfahren kann? Da beißt sich doch irgendwas.

Bis heute sieht das Justizministerium keinen Grund, bei "selbstverschuldeten Bewusstseinsstörungen" die Schuldunfähigkeit generell auszuschließen, wie es kürzlich erst wieder im Bundesrat mitteilte. Warum eigentlich?

Ich hoffe, dass es nach den polizeilichen Ermittlungen ein gerechteres Urteil gibt, aber eigentlich liegt der Knackpunkt an der Gesetzgebung, die meiner Meinung nach dringend geändert gehört.

Gast

Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Gast »

Was aus den vielen Berichten nicht ganz klar wird, wo dann das Unfallauto danach mit dem Fahrer aufgefunden wurde und wo alle 4 Insassen gewohnt haben um überhaupt zu verstehen wieso und in welche Richtungen nach den Weinfest rumgefahren wurde.
Eine weitere Frage ist ob sie die 2 Fussgänger bei der schnellen Fahrt persönlich erkannt haben und sich daraus ein Motiv ergibt.
Vllt sind sie ihnen erst entgegen gefahren und haben dann gedreht und sind dann von hinten gekommen.

Scheinbar wollten die 4 Insassen den Abend nach dem Motto " Wir schüren noch en bisschen rum" ausklingen lassen.
Update vom 24. September: Im Berufungsprozess um eine totgeraste 20-Jährige hat sich der Verdacht erhärtet, der betrunkene Fahrer wäre gezielt auf die Fußgängerin zugerast. „Fahr sie um oder überfahr‘ sie“, soll der Beifahrer des Unfallwagens scherzhaft zum alkoholisierten Fahrer gesagt haben. So zitierte ein Ermittler eine Zeugin bei seiner Befragung am Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg. Der Beifahrer hätte demnach nicht gedacht, dass der Fahrer tatsächlich auf die Frau zusteuern würde. Der Aussage nach, hätten die drei Mitfahrer den damals 18-jährigen Deutschen nach dem Weinfest im April 2017 bewusst ans Steuer gesetzt, da er „am besoffensten“ war und am wenigsten zu befürchten hätte.

Nach dem Aufprall ist der Fahrer auf der Ortsstraße in Richtung Untereisenheim (Landkreis Würzburg) weitergefahren und ohnmächtig geworden. Wie die Zeugin erfahren haben soll, wären die Mitfahrer daraufhin ausgestiegen und hätten das Auto absichtlich einen Abhang herunterfahren lassen. Die drei Deutschen liefen weiter und legten sich schlafen. Rettungskräfte fanden den bewusstlosen Mann am Steuer, nur wenige Meter entfernt von der schwer verletzten Frau. Laut dem Polizisten passt die Aussage der Zeugin „sehr gut ins Bild“.
https://www.merkur.de/bayern/wuerzburg- ... 40698.html
Doch die Ermittler hatten Zeugen ausfindig gemacht, die gesehen hatten, wie Niclas H. im Golf auf dem Parkplatz kunstvoll driftete. Nur kurze Zeit später soll er alkoholbedingt nicht mehr in der Lage gewesen sein, seine Handlungen zu beherrschen?
https://www.nordbayern.de/region/20-jah ... 1.10410541
Psychiatrischer Gutachter sorgte für Überraschung

Entscheidend für das umstrittene Urteil in erster Instanz war ein Gutachten, das dem Fahrer wegen seiner starken Alkoholisierung Schuldunfähigkeit attestiert hatte. Am ersten Tag des laufenden Berufungsverfahrens hatte derselbe psychiatrische Gutachter dann für eine erste Überraschung gesorgt. Denn nachdem er die Aussagen der Sanitäterin und des Notarztes gehört hatte, die den Fahrer in der Unfallnacht medizinisch versorgt hatten, schwenkte der Gutachter um: Entgegen seines eigenen Gutachtens in erster Instanz kam er nun zu dem Schluss, dass eine Schuldunfähigkeit des Fahrers "eher zu verneinen sei".
https://www.br.de/nachrichten/bayern/wa ... im,SBPGT6Z
Der Aussage nach, hätten die drei Mitfahrer den damals 18-jährigen Deutschen nach dem Weinfest im April 2017 bewusst ans Steuer gesetzt, da er "am besoffensten" war und am wenigsten zu befürchten hätte.
Nach dem Aufprall ist der Fahrer auf der Ortsstraße in Richtung Untereisenheim (Landkreis Würzburg) weitergefahren und ohnmächtig geworden. Wie die Zeugin erfahren haben soll, wären die Mitfahrer daraufhin ausgestiegen und hätten das Auto absichtlich einen Abhang herunterfahren lassen. Die drei Deutschen liefen weiter und legten sich schlafen. Rettungskräfte fanden den bewusstlosen Mann am Steuer, nur wenige Meter entfernt von der schwer verletzten Frau. Laut dem Polizisten passt die Aussage der Zeugin "sehr gut ins Bild"........
Doch nach einer erhellenden Aussage des Notarztes aus der Unfallnacht will der Sachverständige im Berufungsprozess Schuldunfähigkeit „eher verneinen“. Dies deckt sich mit einem neuen Gutachten, das noch nicht öffentlich bekannt ist. Laut dem Vorsitzenden Reinhold Emmert erklärt es Niclas H. zum Unfallzeitpunkt für schuldfähig – was bei einer Anklage wegen Mordes von großer Bedeutung wäre.
Die drei Mitfahrer hatten vor Gericht Erinnerungslücken geltend gemacht. Einig waren sie sich, dass alle vier stark betrunken gewesen seien und Niclas H. letztendlich den Unfallwagen gesteuert habe. Nach dem Unfall hatten sie sich abgesprochen, gegenüber der Polizei falsche Aussagen zu machen. .......
Während der Angeklagte und seine Mitfahrer ihre Fahrt fortsetzten, leistete ihr Freund alleine im Dunkeln Erste Hilfe und alarmierte den Notruf. Nach eigenen Angaben wartete er rund 20 Minuten auf den Notarzt. Wenige Tage später starb die junge Frau im Krankenhaus.
https://www.infranken.de/lk/wuerzburg/w ... rt-5067305

AngRa
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Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@Gast

Einer der Angeklagten wollte wohl zusammen mit dem anderen Angeklagten bei dessen Großmutter übernachten, die in Untereisenheim wohnt.
Der erste vom Richter befragte Angeklagte konnte sich dann angeblich nicht mehr an viele Details der Unfallnacht erinnern. Er sei zum ersten Mal in Untereisenheim gewesen, habe auf dem Weinfest etwa drei Liter Wein getrunken. Eigentlich sei geplant gewesen, bei der Großmutter des anderen Angeklagten zu übernachten, die in Untereisenheim wohne.

"Die Fahrt war nicht beabsichtigt gewesen - aber plötzlich fuhren wir auch schon", so der Angeklagte.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/ei ... ig,SA6y7Jl

Angeblich sind sie einfach losgefahren und wissen nicht mehr warum.

Gast

Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Gast »

Neue Meldung v. 18.12.2020
In der Berufungsverhandlung zum Unfall in Eisenheim überraschten die Aussagen von Zeugen - und der mitangeklagte Beifahrer kam in Untersuchungshaft. Nun ist er wieder auf freiem Fuß.
https://www.mainpost.de/regional/wuerzb ... t-10543635

Gast

Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Gast »

Das Landgericht Würzburg wird nach Prüfung der Beweislage den Fall um den Unfalltod der 20-jährigen Theresa Stahl bei Eisenheim (Lkr. Würzburg) nicht zu einem Mordprozess hochstufen. Die Gerüchte um eine Anstiftung zum Mord ließen sich nach der Auswertung zweier Gutachten nicht ausreichend erhärten. Die große Jugendkammer des Landgerichts hat Ende März die Eröffnung eines Verfahrens wegen Mordes und Anstiftung zum Mord abgelehnt. Auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt Pressesprecher Rainer Volkert, dass das Gericht "keinen hinreichenden Tatverdacht hinsichtlich eines Mordes" feststellen konnte.
https://www.mainpost.de/regional/wuerzb ... t-10591982

Gast

Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Gast »

Im Fall der totgerasten Theresa Stahl ist erneut ein Urteil gegen den Hauptangeklagten gefallen: Im Berufungsprozess wurde Niklas H. zu einem Jahr und drei Monate auf Bewährung verurteilt – wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Außerdem wird dem Angeklagten die Fahrerlaubnis für mindestens drei weitere Monate entzogen....

Zur gleichen Zeit machten sich die vier Angeklagten von einem Weinfest auf den Rückweg. Niklas H. soll hier schon unverantwortlich gefahren sein und mit dem Wagen "Donuts" gedriftet haben.
Dann raste er mit seinem VW Golf erst an Theresas Freund vorbei und erfasste dann die 20-Jährige. Der Freund will keine Bremslichter gesehen haben, der Unfallfahrer soll weitergerast sein. Die Fahrt endete im Graben – mit 2,89 Promille im Blut. Theresa kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Würzburger Uniklink und starb sechs Tage später an ihren Verletzungen.
https://www.rtl.de/cms/urteil-niklas-h- ... 55413.html

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Re: UNGEKL. TODESFALL THERESA STAHL (20 †), EISENHEIM, 2017

Ungelesener Beitrag von Hbs900 »

Unmoegliches urteil, der taeter hatte sein auto als waffe benutzt, weniger zum fortbewegen

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