AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

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Widasedumi
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

xy-Sendung vom 1.6.22: Hinterrücks erstochen

Zum Fall des 54jährigen schizophrenen Wohnsitzlosen aus der x-Sendung vom 1.6.22, der in der Eilenriede in Hannover hinterrücks erstochen wurde:

Es sei kein Raubmord gewesen, sagte der Ermittlungsbeamte im Studio bei Herrn Cerne.
Das Motiv könnte entweder im Hass auf Wohnsitzlose liegen oder in einer konkreten Verärgerung über den Mann.

Wenn der Mann nachts krankheitsbedingt geschrien hatte und den Schlaf der Anwohner störte, könnte er möglicherweise aus Frust über die nervigen Ruhestörungen umgebracht worden sein?

Der Film verwendete hierauf große Aufmerksamkeit. Man sah die hilfsbereite Witwe, wie sie nachts die Fenster schloss. Man sah eine Essensszene,
wie der Wohnsitzlose mit sich selbst schrie, weil er Stimmen hörte. Er ging Menschen eher aus dem Weg. Er bettelte nicht. Daher sah ich keinen Anlass im Film, dass er einen Streit gehabt haben könnte. Die Krankheit mit ihren Lautäußerungen ist daher mein Ansatzpunkt, dass mir dieser Gedanke als erstes gekommen ist.

Die Realität schlägt jeden Krimi.


Widasedumi
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

"Mutter und Baby verschwinden"
Die 20-jährige Eritreerin Bisrat Tewelde Habtu und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson Kidane Habtamariam werden seit dem 14.01.2019 vermisst.
Die Geschichte wirft Fragen auf. Als die werdende Mutter ihrem Freund von der Schwangerschaft erzählte, war nach meinem Eindruck beim zukünftigen Vater die Freude etwas verhalten. Nach der Geburt soll es anfangs mit dem Paar gut gegangen sein, bis beim Vater ein anderer Mann anrief und ihm sagte, dass auch er der Vater des Kindes sein könne. Dadurch kam es zu einem Streit. Der Vater wollte einen Test organisieren und fuhr dazu weg. Während dieser Zeit verschwanden Mutter und Baby, angeblich während einer Zugreise. Die Mutter hatte weder Handy, noch Papiere, noch Geld mitgenommen. Zwar soll die Mutter mit dem Baby auf dieser Reise von Zeugen gesichtet worden sein, aber sind diese Zeugensichtungen auch wirklich absolut zuverlässig?
Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Kindesmutter ohne Handy, ohne Geld und ohne Papiere mit ihrem Kind in eine andere Stadt fahren wollte.
Die Tat könnte sich ganz anders ereignet haben. Der Vater war im Zweifel, ob er der Kindesvater sei. Das hat zur Folge, dass für ihn Sexualkontakte der Kindesmutter vor seiner Beziehung zu dieser im Bereich des Möglichen lagen. Und er hat erfahren, dass von solchen sexualkontakten noch andere Männer wussten. Fazit:

Mögliche Überlegungen des angeblichen Kindesvaters:

Ist das Kind von mir gezeugt?
Welche Sexualkontakte hatte die Kindesmutter vor mir?
Welche Rechtsposition habe ich in Deutschland, wenn die Kindesmutter mich als den Vater angibt?
Wie stehe ich in meiner Communitiy da, wenn ich eine Beziehung zu dieser Frau und ihrem Sohn eingehe?
Wie komme ich aus diesem Problem heraus?

Ich glaube auf keinen Fall an das im xy-Film angedeutete Motiv, dass die Frau dem Mann das Kind entziehen wollte. Es ist kein großes Geheimnis, zu vermuten, wer hier eine schwer nachvollziehbare Geschichte angegeben hat.

Die Realität schlägt jeden Krimi.


Assis
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Assis »

Hinterrücks ermordet
Ein Obdachloser schläft auf einer Parkbank in einem Stadtwald. Von hinten wird er plötzlich mit mehreren Messerstichen so schwer verletzt, dass er noch am Tatort verstirbt.

Dieser Fall wirft einige Fragen auf.

Der Angreifer wusste, wo sich das Opfer befand, und stach von hinten auf ihn ein!!

Ich bezweifle, dass Lärmbelästigung das Motiv ist, denn wenn ich das richtig verstanden habe, schlief das Opfer schon länger an diesem Ort, schließlich kannte ihn die Anwohnerin schon länger. Die Polizei hätte aufgrund von Beschwerden der Anwohner von dieser Lärmbelästigung wissen müssen.

Da es laut Polizei kein Raubmord zu sein scheint und das Opfer von hinten erstochen wurde, was mMn eine Auseinandersetzung unwahrscheinlicher macht, war es also die Absicht des Mörders zu töten. Weiterhin vermute ich, dass der Täter nicht wusste, dass sein Opfer kein Drogensüchtige oder Alkoholiker war und daher von den Schreien des Opfers überrascht wurde.

Vielleicht gibt es tatsächlich einen Verrückten, der es auf drogen- oder alkoholsüchtige Obdachlose abgesehen hat.

Widasedumi
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Assis hat geschrieben:
Donnerstag, 02. Juni 2022, 09:45:52
Hinterrücks ermordet
Ein Obdachloser schläft auf einer Parkbank in einem Stadtwald. Von hinten wird er plötzlich mit mehreren Messerstichen so schwer verletzt, dass er noch am Tatort verstirbt.

Dieser Fall wirft einige Fragen auf.

Der Angreifer wusste, wo sich das Opfer befand, und stach von hinten auf ihn ein!!

Ich bezweifle, dass Lärmbelästigung das Motiv ist, denn wenn ich das richtig verstanden habe, schlief das Opfer schon länger an diesem Ort, schließlich kannte ihn die Anwohnerin schon länger. Die Polizei hätte aufgrund von Beschwerden der Anwohner von dieser Lärmbelästigung wissen müssen.

Da es laut Polizei kein Raubmord zu sein scheint und das Opfer von hinten erstochen wurde, was mMn eine Auseinandersetzung unwahrscheinlicher macht, war es also die Absicht des Mörders zu töten. Weiterhin vermute ich, dass der Täter nicht wusste, dass sein Opfer kein Drogensüchtige oder Alkoholiker war und daher von den Schreien des Opfers überrascht wurde.
Ich denke, dass die Polizei das Milieu der Wohnsitzlosen kennt. So wird sie auch diesen schizophrenen Mann gekannt haben. Man war wohl der Ansicht, dass man niemanden Krankes in ein Wohnheim verpflichten kann und man eine gewisse Toleranz aufbringen muss. Aber wie das manchmal so ist, stört sich doch der eine oder andere so sehr, dass es ihm unerträglich auf die Nerven geht. Es passt zur Feigheit, den armen Kerl von hinten anzugreifen. Lärmbelästigung sehe ich in erster Linie als Motiv.

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Assis
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Assis »

Widasedumi hat geschrieben:
Donnerstag, 02. Juni 2022, 11:08:01
Ich denke, dass die Polizei das Milieu der Wohnsitzlosen kennt. So wird sie auch diesen schizophrenen Mann gekannt haben. Man war wohl der Ansicht, dass man niemanden Krankes in ein Wohnheim verpflichten kann und man eine gewisse Toleranz aufbringen muss. Aber wie das manchmal so ist, stört sich doch der eine oder andere so sehr, dass es ihm unerträglich auf die Nerven geht. Es passt zur Feigheit, den armen Kerl von hinten anzugreifen. Lärmbelästigung sehe ich in erster Linie als Motiv.
Wäre das Motiv Lärmbelästigung gewesen, wäre das Opfer nicht im Schlaf angegriffen worden, wie im Film von Aktenzeichen XY ungelöst zu sehen ist und auch gesagt wird.

Widasedumi
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Assis hat geschrieben:
Donnerstag, 02. Juni 2022, 11:42:11
Wäre das Motiv Lärmbelästigung gewesen, wäre das Opfer nicht im Schlaf angegriffen worden, wie im Film von Aktenzeichen XY ungelöst zu sehen ist und auch gesagt wird.
Da bin ich geradezu gegenteiliger Meinung. Der Täter handelte vorsätzlich und rational. Es war eine geplante Tat. Der Täter wollte nicht Face to Face töten. Diese belastenden Augenblicke wollte er vermeiden. Er wollte vermutlich nur das Geschrei weghaben. Da ging es nicht um Hass gegen die Person, sondern um Hass gegen das Geschrei. Logischerweise vermute ich, dass der Täter ein Anwohner ist. Es kann die freundlichste Person sein. Mann oder Frau.

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Assis
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Assis »

@Widasedumi
Das Opfer war nicht der einzige, der manchmal laut war! Die nette Anwohnerin fragte das Opfer doch, ob er diese lautstarken Jugendlichen gehört habe!

Vielleicht haben sie etwas mit diesem Mordfall zu tun!

Widasedumi
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Assis hat geschrieben:
Donnerstag, 02. Juni 2022, 13:35:59
@Widasedumi
Das Opfer war nicht der einzige, der manchmal laut war! Die nette Anwohnerin fragte das Opfer doch, ob er diese lautstarken Jugendlichen gehört habe!

Vielleicht haben sie etwas mit diesem Mordfall zu tun!
@Assis

Das kann ich nicht ausschließen. Intuitiv würde ich jedoch annehmen, dass es ein Einzeltäter war, der sich sehr leise herangeschlichen hat.
Wenn die Jugendlichen tatsächlich einen Mord vorgehabt hätten, hätten sie vielleicht keinen Radau gemacht?
Aber es kann möglich sein, dass diese Gruppe von Jugendlichen schon enthemmt war, vielleicht über die belegte Parkbank frustriert war und sich spontan zu der Tat hinreißen ließ? Für mich eine Hypothese mit etwas geringerer Wahrscheinlichkeit.

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papaya
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Re: AKTENZEICHEN XY... UNGELÖST - Fälle & Links zu den Sendungen

Ungelesener Beitrag von papaya »

Widasedumi hat geschrieben:
Donnerstag, 02. Juni 2022, 09:17:16
"Mutter und Baby verschwinden"
Die 20-jährige Eritreerin Bisrat Tewelde Habtu und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson Kidane Habtamariam werden seit dem 14.01.2019 vermisst.



Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Kindesmutter ohne Handy, ohne Geld und ohne Papiere mit ihrem Kind in eine andere Stadt fahren wollte.
Die Tat könnte sich ganz anders ereignet haben. Der Vater war im Zweifel, ob er der Kindesvater sei. Das hat zur Folge, dass für ihn Sexualkontakte der Kindesmutter vor seiner Beziehung zu dieser im Bereich des Möglichen lagen. Und er hat erfahren, dass von solchen sexualkontakten noch andere Männer wussten. Fazit:

Mögliche Überlegungen des angeblichen Kindesvaters:

Ist das Kind von mir gezeugt?
Welche Sexualkontakte hatte die Kindesmutter vor mir?
Welche Rechtsposition habe ich in Deutschland, wenn die Kindesmutter mich als den Vater angibt?
Wie stehe ich in meiner Communitiy da, wenn ich eine Beziehung zu dieser Frau und ihrem Sohn eingehe?
Wie komme ich aus diesem Problem heraus?

Ich glaube auf keinen Fall an das im xy-Film angedeutete Motiv, dass die Frau dem Mann das Kind entziehen wollte. Es ist kein großes Geheimnis, zu vermuten, wer hier eine schwer nachvollziehbare Geschichte angegeben hat.
Ich glaube auch, dass es in einem anderen Kulturkreis ein erheblicher Gesichtsverlust sein kann, fälschlicherweise die Vaterschaft anerkannt zu haben, wenn die Partnerin zu der Zeit noch eine zweite Beziehung unterhielt, von dieser schwanger geworden ist und das offenbar verschwiegen hat.

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