UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

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Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Auch Gast » Dienstag, 13. Januar 2026, 13:16:13

Die Frage die ich mir aber dann stelle ist, warum sollte Yolanda sich das Leben nehmen? Warum haben Freunde und Familie es nicht in irgendeiner Art und Weise gemerkt? Und warum ausgerechnet in Freyburg und nicht woanders?
Und warum nimmt man auch sein Handy mit, wenn man beschlossen hat es abzuschalten, nur damit man nicht mehr erreichbar ist?
Das ergibt für mich keinen Sinn.

Zugegeben, der Fall Walter Schuster ähnelt ein klein wenig mit Yolanda`s Fall und es hatte mich überrascht, dass er sich das Leben nahm. Er hatte damals auch für den Urlaub alles vorbereitet und sich anschließend das Leben genommen. Aber das hatte die Polizei auch selber erwähnt. Und der Fundort war auch an der Stelle, wo man nicht davon ausging, dass er soweit laufen würde bzw. das Leben nahm, da laut Bericht er sich immer in der Nähe seines Hauses aufgehalten hatte. Bei Yolanda hatte aber die Polizei in keinen Bericht erwähnt, dass auch ein möglicher Suizid zu ihren Verschwinden zusammenhängt, oder?

Ich nehme daher an, dass sie einfach raus wollte, weil die Freundin sich nicht gemeldet hatte und sie nicht auf Abruf in der WG aufhalten wollte. Ich gehe davon aus, dass sie durch das nicht melden als Absage sah. Wenn ich mir den Wortlaut aus Aktenzeichen XY "Könnten" und "Wollte eigentlich" genau nehme, dann scheint das Treffen mit der Freundin nicht bindend zu sein, da die Freundin sich nochmal melden wollte. Also könnte Yolanda es als Absage betrachten, da die Freundin sich nicht gemeldet hat. Auch hatte die Freundin in einem Interview zugegeben https://vimeo.com/382220205 dass sie das Treffen selber vergessen hatte und sie sich wieder erinnerte und noch melden wollte.

Insgesamt kann man sagen, das alles möglich wäre. Von Unfall, Verbrechen oder Suizid.
Als ich selber in Freyburg war und in das Naturschutzgebiet spazieren ging, empfand die Gegend sehr entspannend. Kein Stress, keine Menschenmenge (ich war die meiste Zeit alleine gewesen), die Natur zuzuhören..... ich hatte mich einfach wohl gefühlt. Bis auf ein paar Stellen, wo zum Beispiel die Hütten bzw. die Laube wo angeblich sie dort gefunden wurde, alles zerstört wurde und hier und da lag viel Müll und Glasscherben. Bis auf den Müll und die kaputten Hütten oder Laube empfand ich die Gegend sehr angenehm und kann mir daher schwer vorstellen. dass jemand sein Leben beenden möchte.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Gast » Dienstag, 13. Januar 2026, 13:02:49

Nur so am Rande
Die Zeal-Church in Leipzig wird ja von der Antifa gehasst was man auf deren Seiten nachlesen kann.

Konnte man Yolanda früher nicht als links einschätzen?

Andere Medungen dazu

https://www.idea.de/artikel/leipzig-in- ... iches-cafe

https://www.radioleipzig.de/beitrag/15- ... fe-837125/

https://taz.de/Merkwuerdiger-Reiz-des-E ... /!6103706/

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von HP1 » Dienstag, 13. Januar 2026, 09:01:23

z3001x hat geschrieben: Dienstag, 13. Januar 2026, 01:42:08 Ja genau, wenn man dieses Bewegungsmuster als den tatsächlichen Weg von Yolanda Klug an ihrem vermutlich letztem Tag im Leben ansieht, wirft es wirklich sehr viele Fragen auf, auf die man eine innere Zerrissenheit einer Person, die mit dem Leben hadert, als Antwort konstruieren kann.
Wobei wie schon ausgeführt es auch bei Zerrissenheit befremdlich ist, dass jemand sich zu einem Ort begibt, wo er/sie ziemlich sicher niemand Bekanntes antreffen wird, weil man sich erst 3 h später verabredet hat - und außerdem die andere Person auch nur kommen würde, wenn man gemeinsam von Leipzig davon fahren würde. Das Verhalten versteh ich auch bei "unterstellter" Suizidalität nicht.
Naja, das wäre eigentlich genau mein Argument. Dass jemand, der ganz von einem so schwerwiegenden inneren Entscheidungsprozess vereinnahmt ist, dabei eine hohe innere Unruhe und Anspannung empfindet und die in äußere Unruhe, Rastlosigkeit kanalisieren kann - und es dabei eben überhaupt nicht darum geht, damit irgendetwas "Sinnvolles" zu tun. Das Ziel, wo man (vielleicht nicht mal mehr aktuell) hinwollte, mag da Ideengeber sein, in welche Richtung man seine Schritte lenkt. Aber um das dann dort sein zu einer bestimmten Uhrzeit, um jemanden zu treffen, um irgendeinem sinnhaften, zielstrebigen Kontext geht es dabei gar nicht.
Dass Menschen vor schwerwiegenden Entscheidungen, belastet vom Entscheidungsprozess, gern ziellos umherwandern oder mit dem Auto einfach irgendwelche "Runden drehen", ist soweit bekannt. Warum nicht auch mit Bus und Bahn?
Vermisste mit anzunehmender Suizidgefahr sucht man mit recht guter Erfolgsquote entlang ihnen bekannter Wege, das muss nicht unbedingt alltäglicher Bewegungsradius sein, sondern auch Urlaubsorte oder so. Um die Frage, was die Person gerade jetzt gerade dort zu suchen hätte, geht es dabei nicht.
z3001x hat geschrieben: Dienstag, 13. Januar 2026, 01:42:08 Ich persönlich habe irgendwie eine Abneigung, den Tod von Yolanda als Suizid zu deuten. Generell mag ich das nicht das Leuten "unterzuschieben", wenn man keine konkreten Hinweise hat. Es spricht sich auch das Umfeld dagegen aus, und zwar mW in allen ihren Bezugsgruppen. Sowohl Familie, als auch die Leipziger Freichristen, die Leipziger Unikontakte und auch die Lörracher Kontakte. Ich hatte sogar mal Kontakt zu einem Baptisten-Pfarrer aus Wales gehabt, über Twitter - da war sie ein Jahr lang, in 2012/13 (und übrigens, ohne dass ihre Scientologen-Familie dagegen interveniert hätte, war sie schon damals freichristlich stark engagiert). Und auch dieser Pfarrer und seine Frau, mit der Yolanda damals in einer Schulklasse war und mit der sie bis zu ihrem Tod befreundet war, dachten nicht an Suizid. Das ist natürlich nicht absolut, die Einschätzung des Umfelds.
Ein Umstand der sich in die Suizidtheorie einfügen liesse, ist die erste Nacht, in der sie verschwand, Ende August 2019 im Schwarzwald zwischen Hochfirst und Lenzkirch. Das ist ja letztlich ungeklärt, was da wirklich los war. Man könnte es so deuten, dass das der erste Versuch war, der entweder in der Umsetzung misslang, oder den sie zuvor abgebrochen hatte. Es gab allerdings seitens der Polizei auch die Theorie, dass sie sich in dieser Nacht mit jemandem traff (man dachte an den Stiefvater RL, der aus der Gegend stammte und auch damals noch ein Wohnhaus dort verfügbar hatte).
Ob man die Entscheidung zum Suizid überhaupt als Fehlverhalten ansieht, sei dahingestellt. Der Mensch hat für das, was er tut, (für ihn selbst) gute Gründe, und die Entscheidungsfreiheit in diesem Punkt ist in meinen Augen Ausdruck eines hohen Maßes an persönlicher Souveränität und Integrität - die Wertung anderer ist dabei irrelevant (also wenn nicht da, wo dann?). Ob äußere, durch andere verantwortete Umstände zu dieser Entscheidung hinreichten, ist dann eine gänzlich andere Frage, natürlich.
Den Tod anderen als Täter "unterschieben" zu wollen, ist bei Licht betrachtet ohne konkrete Hinweise auch nicht besser. So lange man dabei keine konkreten Personen im Blick hat, tut man halt niemand Bestimmten Unrecht damit.

Wie auch immer, Suizide geschehen mehrheitlich für das Umfeld völlig unerwartet, und nicht selten ist (und bleibt) es dem Umfeld in Kenntnis der Person unverständlich. Im Unterschied zu einem ungeklärten Fall bleibt einem beim eindeutigen Suizid letztlich nicht anderes übrig, als es als Tatsache zu akzeptieren und diesen Fakt dem eigenen Bild von der Person zuzufügen.


Soll nicht heißen, dass ich überzeugt wäre, Yolanda hätte sich selbst getötet. Aber für unwahrscheinlich halte ich es nicht.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von MB77 » Dienstag, 13. Januar 2026, 08:27:14

Halle (Saale) und Ikea Günthersdorf sind auch zwei völlig verschiedene Richtungen. So richtig auf dem Weg liegt beides nicht. Halle wäre an der A14 Richtung Norden und Ikea westlich von Leipzig an der A9.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Dienstag, 13. Januar 2026, 01:55:14

Was ich zu der vermeintlichen Route/Odysee auch noch loswerden wollte.
Yolanda scheint relativ gut organisiert gewesen zu sein und ihre freie Zeit effektiv ausgenutzt zu haben, um ihre vielen Freizeitaktivitäten - zum großen Teil sportlicher Natur - unter Dach und Fach zu bringen. Sie ist früh aufgestanden und selten spät ins Bett (wenn man ihr umfangreiches Social-Media-Verhalten als Messlatte nimmt).
Sie hat an Wochenenden teils zwei unterschiedliche große Unternehmungen gemacht, also z.B. samstags Ausflug Bauhaus Weimar und Sonntag Klettern in der Sächsischen Schweiz. Auch ihre Semesterferien waren vollgestopft mit Unternehmungen. I.d.R. hat sie mehrere Reisen in einem Semesterferien-Block unternommen. Zusätzlich viel Pendeln zwischen Lörrach und Leipzig.
Und dieses erratische Mäandern durch Sachsen und Sachsen-Anhalt am letzten Tag passt einfach nullstens in dieses Muster. Was ein Punkt mehr ist, für mich, anzunehmen, dass sie am letzten Tag nicht über Halle nach Freyburg gefahren ist. Sondern, dass sie direkt nach Freyburg ist.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Dienstag, 13. Januar 2026, 01:42:08

HP1 hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 03:16:44 Für mich klingt das nach einer Person, die einerseits eine massive innere Unruhe in äußere Aktivität, "Bewegung" kanalisiert, dabei andererseits innerlich ziellos, unentschlossen ist. Würde ich im Hinblick auf ein späteres, nicht anderweitig identifiziertes Ableben als mögliche Entscheidungsphase vor einem Suizid deuten. Alternativ, als Fluchtbewegung vor einer wahrgenommenen äußeren Bedrohung, fehlt es hier in meinen Augen an dem Element "Schutz suchen", aber das ist natürlich in hohem Maß Deutungssache.
Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass dieses Bewegungsmuster tatsächlich so oder ähnlich stattgefunden hat.
Ja genau, wenn man dieses Bewegungsmuster als den tatsächlichen Weg von Yolanda Klug an ihrem vermutlich letztem Tag im Leben ansieht, wirft es wirklich sehr viele Fragen auf, auf die man eine innere Zerrissenheit einer Person, die mit dem Leben hadert, als Antwort konstruieren kann.
Wobei wie schon ausgeführt es auch bei Zerrissenheit befremdlich ist, dass jemand sich zu einem Ort begibt, wo er/sie ziemlich sicher niemand Bekanntes antreffen wird, weil man sich erst 3 h später verabredet hat - und außerdem die andere Person auch nur kommen würde, wenn man gemeinsam von Leipzig davon fahren würde. Das Verhalten versteh ich auch bei "unterstellter" Suizidalität nicht.
Wenn sie ihre Freundin da hätte treffen können, dann wär es nachvollziehbarer. Aber die war ja in Leipzig und wartet darauf, dass Yolanda sich meldete, damit sie zusammen erst von Leipzig nach Halle fahren. Und ohne sich zu melden, wäre Yolanda klar gewesen, dass sie die Freundin Louise nicht treffen wird. D.h. die Fahrt dahin wäre also super sinnlos gewesen, es sei denn, es gäbe noch andere Gründe, ggf. andere Menschen, die sie treffen konnte. Dann wär der aufwendige Abstecher z.B. ein Abholen einer Person in Halle gewesen.

Die Frage ist halt, ob sie wirklich diese Route gewählt hat. Persönlich denk ich, dass die ermittelte Route eine Art Artefakt ist, der sich v.a. aus den relativ spät genommenen Mantrailing-Spuren speist (die wurden 6 Wochen und 3 Monate später erhoben) und eben ihrer Ankündigung, dass sie zu IKEA, zwischen Halle und Leipzig gelegen, wollte. Es kann sein, dass die Mantrailing-Spuren einfach Unsinn sind, und sie da nie war. Es kann auch sein, dass sie die Route tatsächlich mal gefahren ist. Aber halt wannanders. Angeblich hatte sie ein persönliches Interesse an dem Unicampus an der Burg Giebichenstein. Sie war nach dem US-Urlaub seit 10 Tagen wieder in der Gegend.
Nicht auszuschließen, dass sie an einem der Vortage mal dort war. Oder sogar vor dem Urlaub. Wobei ich nicht genau weiß, wann sie vor dem Urlaub Leipzig verlassen hat. Sie hatte ja Ende August ein Sommercamp im Schwarzwald betreut
Was z.B. auch komisch ist, dass man die Mantrailingspuren offenbar nur nach Halle hat - aber nicht von Halle wieder weg nach Freyburg. Aber vll hat man da einfach nicht gesucht. Das hatte ja niemand auf dem Schirm, bis zum 25.2.2023.

Ich persönlich habe irgendwie eine Abneigung, den Tod von Yolanda als Suizid zu deuten. Generell mag ich das nicht das Leuten "unterzuschieben", wenn man keine konkreten Hinweise hat. Es spricht sich auch das Umfeld dagegen aus, und zwar mW in allen ihren Bezugsgruppen. Sowohl Familie, als auch die Leipziger Freichristen, die Leipziger Unikontakte und auch die Lörracher Kontakte. Ich hatte sogar mal Kontakt zu einem Baptisten-Pfarrer aus Wales gehabt, über Twitter - da war sie ein Jahr lang, in 2012/13 (und übrigens, ohne dass ihre Scientologen-Familie dagegen interveniert hätte, war sie schon damals freichristlich stark engagiert). Und auch dieser Pfarrer und seine Frau, mit der Yolanda damals in einer Schulklasse war und mit der sie bis zu ihrem Tod befreundet war, dachten nicht an Suizid. Das ist natürlich nicht absolut, die Einschätzung des Umfelds.
Ein Umstand der sich in die Suizidtheorie einfügen liesse, ist die erste Nacht, in der sie verschwand, Ende August 2019 im Schwarzwald zwischen Hochfirst und Lenzkirch. Das ist ja letztlich ungeklärt, was da wirklich los war. Man könnte es so deuten, dass das der erste Versuch war, der entweder in der Umsetzung misslang, oder den sie zuvor abgebrochen hatte. Es gab allerdings seitens der Polizei auch die Theorie, dass sie sich in dieser Nacht mit jemandem traff (man dachte an den Stiefvater RL, der aus der Gegend stammte und auch damals noch ein Wohnhaus dort verfügbar hatte).

Ich vermute allerdings eher, dass ihr zum Verhängnis wurde, was hier im 2. Absatz unter dem Foto des Vaters gerüchteweise angerissen wurde, und was sich aber als wahr und kein Gerücht herausgestellt hat. Und auch, dass der Vorfall eben kein Einzel-Ereignis war, sondern Ergebnis einer längerfristigen derartigen Konsumgewohnheit.

Aber auch das ist nicht die Lösung des Rätsels, weil es selbst wieder ein Rätsel ist, insofern, dass der Grund für diese fatale Gewohnheit verborgen bleibt. Sowas macht man, nimmt man ja nicht "einfach so". Und das zweite Rätsel dabei ist: Gab es letzte Begleoter, hat sie das alleine gemacht? Oder war eine oder mehreren anderen mit dabei? Und wenn ja welche Rolle habe soe gespielt? Das ist die Frage die bis heute ungekärt blieb ob sie alleine in Freyburg war.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Wiesenblume » Montag, 12. Januar 2026, 21:44:16

Ich denke auch, dass Yolanda unter beachtlichen inneren Spannungen stand, die sie nicht lösen konnte. Ihre Eltern und auch ihre Schwester waren nun einmal Mitglieder von Scientology und diese Kirche ,der sie sich angeschlossen hatte, hoffte dass sie auf deren Linie blieb. Sie aber entschied sich nicht für die eine oder andere Richtung. Wie soll das auch gehen, wenn man seine nächsten Verwandten liebt. Da zerren einen dann zwei Parteien in eine Richtung, wo sie davon ausgehen ,dass nur ihre Richtung stimmig ist. Also, ich fand gruselig, was ich von beiden Seiten gelesen habe.--Der Ort, wo sie gefunden wurde, war es auch.Ich glaube nicht, dass Yolanda diesen Ort für ein Suizid gewählt hätte.--Nun, ich bin immer noch der Meinung, dass da jemand von oben herab "Gott" spielen wollte und Yolanda an genau diesen Ort brachte.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von HP1 » Montag, 12. Januar 2026, 03:16:44

z3001x hat geschrieben: Montag, 25. August 2025, 22:59:44 Was ich an der These, dass YK sich zunächst noch nach Halle aufmachte und erst danach nach Freyburg, nicht verstehe, ist, warum sich Yolanda dann nicht bei LH, ihrer verabredeten Freundin, in XY "Emily" genannt, gemeldet hat, dass sie sich's anders überlegt hat und sie gleichzeitig aber trotzdem zu dem Ort fuhr, wo sie verabredet waren. Aber das ~2 bis 3 Stunden bevor sie verabredet waren. Sodass es klar war, dass sie LH da nicht antreffen würde. Wer würde sich so verhalten? Wenn man eine Verabredung cancelt, kann es vorkommen, dass man die andere Person nicht informiert - nicht nett, aber das passiert - aber man fährt doch nicht mehr zu dem Treffpunkt, wo man gar nicht hin will ...

Es kann natürlich sein, dass Yolanda zunächst hinfuhr, nachdem sie bei IKEA war und auch in der Absicht, tatsächlich die Filmvorführung dort zu besuchen und sich mit LH zu treffen. Dass sie aber, als sie deutlich zu früh ankam, aus irgendeinem Grund die Idee bekam, lieber eine Nachtwanderung oder Waldnacht in Freyburg zu unternehmen. Dabei wäre halt von Interesse - und das ist auch das worum sich die ganzen aufwendigen Ermittlungen bzgl. Handy-Restauration dreh(t)en - ob sie das alleine machen wollte oder in Begleitung. Merkwürdig wie gesagt sind ja schon die vergleichsweise größeren Distanzen. Normalerweise würde man nicht erst nach Halle fahren von Leipzig aus und dann noch nach Freyburg, sondern sich vorher für eines entscheiden. Spätestens in Merseburg. Da ist die Weggabelung.
Für mich klingt das nach einer Person, die einerseits eine massive innere Unruhe in äußere Aktivität, "Bewegung" kanalisiert, dabei andererseits innerlich ziellos, unentschlossen ist. Würde ich im Hinblick auf ein späteres, nicht anderweitig identifiziertes Ableben als mögliche Entscheidungsphase vor einem Suizid deuten. Alternativ, als Fluchtbewegung vor einer wahrgenommenen äußeren Bedrohung, fehlt es hier in meinen Augen an dem Element "Schutz suchen", aber das ist natürlich in hohem Maß Deutungssache.
Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass dieses Bewegungsmuster tatsächlich so oder ähnlich stattgefunden hat.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Donnerstag, 28. August 2025, 23:42:17

Auch Gast hat geschrieben: Donnerstag, 28. August 2025, 16:41:37 Aber war es wirklich sicher, dass Yolanda sich auf dem Weg nach IKEA befand? Auf irgendeinen Podcast wurde einmal erwähnt dass Personenspürhunde nicht immer zuverlässig die Spur ermitteln können oder das Alter der Spur bestimmen können. ...
Es ist aber in der Tat interessant, dass die Spürhunde die Spur bis zu Burg Giebichenstein zurückverfolgen konnten. Aber würde Yolanda mit ihren Einkauf von Ikea zu Giebichenstein fahren? ...
Wie du es erwähnt hast, wäre es eine Odysee wenn Yolanda die Strecke von Leipzig-Südvorstadt -> IKEA-Leuna -> Merseburg -> Halle-Hbf -> Halle-Kunsthochschule Giebichenstein -> Freyburg/Unstrut genommen hätte. Das ergibt für mich kein Sinn. Wer würde so etwas machen?
Also ich frag mich das auch und zweifle eher an der Annahme, dass Yolanda überhaupt zum IKEA aufgebrochen ist.
Die Mantrailer-Spuren am IKEA sind m.W. einige Wochen nach ihrem Verschwinden erfasst worden, die in Giebichenstein sogar erst Mitte/Ende Dezember 2019, also 12 Wochen nach dem Vorfall. Es wäre evtl. ganz klug noch mal rauszurecherchieren, wann die bei IKEA und dem Weg nach Halle genau erfasst wurden. Das sagt ja was zu Qualität dieser Hundespuren. Mantrailer müssen eigentlich sehr zeitnah genommen werden, eigentlich Stunden nach dem Vorfall oder zumindest in den ersten paar Tagen, um zuverlässig zu sein.
Am 17/18. Dez 2019 wurde umfangreich an der "Burg" ermittelt. U.a. wurde der Saale-Arm "Mühlgraben" mit Tauchern abgesucht. Die Presse zog dabei eine Parallele zum Mordfall Mariya N. aus 2016, den die Polizei aber nicht sah. Auch der Kunsthochschul-Campus wurde dabei nach Spuren von Yolanda abgesucht, u.a mit Hunden.
Meines Wissens wohnte Freundin LH, wie Yolanda ja auch, ihrerseits in Leipzig und sie und Yolanda kannten sich erst frisch und eher oberflächlich von der Freikirche in Leipzig. Sie hatten eigentlich verabredet, zusammen von Leipzig aus nach Halle aufzubrechen, und nicht, sich erst in Halle zu treffen und jeder einzeln dahinzufahren.

(1) Yolanda Klug: Suche nach vermisster Yolanda - TV Halle - 18-DEZ-2019

(2) Yolanda Klug: Polizei setzt Suche in Halle fort - MDR um 2 - 18-DEZ-2019


Selbst wenn Yolanda diesbzgl ihren Plan geändert hätte, hätte sie ja LH anrufen / antexten müssen damit sie sich treffen. Ohne Kontaktaufnahme musste sie ja davon ausgehen, dass LH gar nicht alleine nach Halle fährt, weil sie annimmt, Yolanda hat sie versetzt oder ihr sei etwas passiert. Tatsächlich war beides dann auch der Fall. LH fuhr nicht nach Halle, als sich YK nicht meldete und sie sie nicht erreichte und sie auch sah, dass ihre Nachrichten gar nicht auf YKs Handy ankamen. Sie kurbelte vielmehr zusammen mit der WG sehr rasch die Suche nach ihr an.

Von daher kann man sich keinen rechten Reim auf die angenommene Route Lpz-Ikea-Giebichenstein-Freyburg und das Nicht-Kontaktaufnahme-Verhalten machen. So würde sich kaum jemand gemäß Alltagserfahrung verhalten. Die einzige denkbare Option für mich, dass sie jemand anderen dort traf. Und daher auf die Kontaktaufnahme zu LH verzichtete und auch deutlich vor 20 Uhr (als der Film begann ) dort war, sondern schon so gegen etwa 17-17:30 Uhr - und alles unter der Annahme bzuw dem Gedankenspiel: Yolanda war wirklich an der Burg Giebichenstein, die Mantrailerspuren dort sind real - und man sich überlegt, was sie dazu motiviert haben könnte.

Dass die Polizei diese Theorie aufgebaut hat(te), dürfte in der Aufgabe der Polizei liegen, objektive Sachbeweise zu ermitteln. Ihnen fehlen hier, jedenfalls soweit bekannt, ja verlässliche Beweismittel, wie z.B. ein digitaler Bezahlvorgang bei IKEA, Kamerasichtungen im ÖPNV oder IKEA, eine Handy-Einlogroute, 100% zuverlässige Sichtzeugen von Leuten die Yolanda kannten und sicher wiedererkannten. Sie haben nur ein bzw. zwei Zeugenaussagen (Busfahrer, und evtl. dieser Lastkraftfahrer der die ES-Limousine und die Frau am Elster-Saale-Kanal sah), die sind halt mit starkem Vorbehalt zu sehen, weil unklar ist, ob die jeweiligen Frauen überhaupt Yolanda waren, die Zeugen kannten sie ja nicht. Was die Polizei als vergleichsweise stärkste Indizien hat, sind die Hundespuren. Daher bauen sie die These auf denen auf.

Was halt auch merkwürdig ist, wenn Yolanda da am Rödel eine größere Wanderung oder ein Natur-Erleben geplant hatte (ggf. mit Übernachten im Freien) und das auch angetreten hatte, das ist ja eine ganz andere Art von Vorbereitung als die "offizielle" Version mit Inneneinrichtungseinkauf (Tischlampe, Gardinen, Blumentöpfe) und danach Film über zeitgenössische Avantgardekunst. Beim Naturtrip müsste sie bestimmte Accessoires fürs Übernachten dabei gehabt haben. Auch was zu trinken, warme Klamotten. Aber evtl. hatte sie das ja, weil die Polizei diese These ja (inoffiziell) vertritt oder vertrat. Evtl gab es derartige Stoffreste.
Auch Gast hat geschrieben: Donnerstag, 28. August 2025, 16:41:37Und wurden am Fundort die Einkäufe von Ikea gefunden? Zumindest in den Nachrichten und in den kostenpflichtigen Nachrichten hab ich da zumindest nichts davon gelesen. Und auch hier, zumindest soweit ich es gelesen habe und in anderen Foren fand ich bis jetzt gelesen nichts wo es sicher war, dass ihre Einkäufe am Fundort ebenfalls gefunden wurde. Korrigiert mich gerne, falls ich da falsch liege.
Es wurde nicht viel dazu gesagt, was bei Yolanda gefunden wurde. Ihr Handy, bzw. die Reste davon, wurden ja bestätigt. Gerüchteweise hieß es auch mal ihr Rucksack. Aber sonst ist mir nichts bekannt. Was natürlich nicht heißt, dass sich noch einige odeer ggf. eine ganze Reihe ihrer Habseligkeiten am Fundort verstreut befunden haben könnten.
Dass sie die "Vorhänge, Vorhangstange, Schreibtischlampe, Blumentöpfe", was ja auf ihrer Einkaufsliste stand, vom IKEA in das Naturschutzgebiet geschleppt hat, halt ich für ausgeschlossen. Das wäre einfach nur 100 % gaga.

Eigentlich ist es, für mich jedenfalls, auf gemutmaßter Ebene, wahrscheinlicher, dass sie direkt zum Rödel ist, getrampt, oder mit einem PKW und unbekanntem Chauffeur oder eben mit Bussen und Bahnen. Die offene Frage: War jemand mit dabei, von Anfang oder traf sie jemanden unterwegs oder am Zielort, verabredeterweise, oder traf sie auf jemand Unbekannten im Wald, die fatale Begegnung? - wird womöglich immer ungelöst bleiben :cry:

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Donnerstag, 28. August 2025, 23:32:24

Auch Gast hat geschrieben: Donnerstag, 28. August 2025, 16:41:37 Aber war es wirklich sicher, dass Yolanda sich auf dem Weg nach IKEA befand? Auf irgendeinen Podcast wurde einmal erwähnt dass Personenspürhunde nicht immer zuverlässig die Spur ermitteln können oder das Alter der Spur bestimmen können. Jedenfalls hatte ein Busfahrer ausgesagt, dass er Yolanda gesehen hatte. Nur die Frage die ich mir nach wie vor stelle ist, gab es bei IKEA keine Überwachungskamera, die Yolanda erfasst hatte, ähnlich wie bei dem Fall Scarlett S. wo eine Kamera sie bei Edeka erfasst hatte, bevor sie verschwand? Ich denke mal nein, sonst hätte man ein Foto in der Vermisstenanzeige eingefügt.
Also was IKEA (Günthersdorf) und Kameras angeht: Zu Anfang, so erste und zweite Oktoberwoche 2019, wurde berichtet, dass IKEA hätte nur welche im Kassenbereich und die seien gesichtet worden, aber keine Yolanda.
Leute die bei IKEA arbeit(et)en widersprechen allerdings der Aussage, es gäbe generell bei IEKA nur im Kassenbereich Videoaufzeichnungen, sondern sagen es gäbe auch im Eingang und im ganzen Verkaufsbereich welche. Wenn man in IKEA ist und die Augen aufhält, dann bestätigt sich das.

In der Presse wurden die knappe Aussage zu den IKEA-Videomitschnitt-Auswertungen später "vernebelt" und es so dargestellt, als ob es dazu keinerlei Informationen gäbe, weder, ob es diese Aufnahmen überhaupt gäbe, noch ob sie gesichtet wurden, noch ob ggf. Yolanda drauf sei.

Man kann wohl davon ausgehen, dass es kein IKEA-Video mit Yolanda gibt, sonst würde man ihre angenommene Fahrt zum IKEA nicht an den viel wackligeren "Beweisen" Zeugensichtung Busfahrer und Mantrailerhunde am Eingang festmachen. Wobei die Mantrailer aber erst einige Wochen nach Verschwinden eingesetzt wurden (müsste nachrecherchieren wann genau).


(1) https://www.epochtimes.de/blaulicht/leipzig-taucher-suchen-nach-vermisster-studentin-yolanda-klug-23-verbrechen-immer-wahrscheinlicher-a3033076.htm
(2) https://www.lvz.de/lokales/leipzig/vermisste-leipziger-studentin-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-straftatverdacht-WJVNEP4YC2YZ5XRE6SVURVASEQ.html (Bezahlschranke, LVZ-Abo benötigt)

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Auch Gast » Donnerstag, 28. August 2025, 16:41:37

z3001x hat geschrieben: Montag, 25. August 2025, 22:59:44 Damals gingen sie davon aus, dass Yolanda noch zur Burg Giebichenstein gefahren ist in den Öffis - das basierte auf den Mantrailer-Spuren dahin, die wurden ja, so hieß es, sowohl an allen maßgeblichen Haltestelle auf dem Weg von Günthersdorf über Merseburg und Halle-Hbf gefunden, als auch am Ziel, "der Burg".
Aber war es wirklich sicher, dass Yolanda sich auf dem Weg nach IKEA befand? Auf irgendeinen Podcast wurde einmal erwähnt dass Personenspürhunde nicht immer zuverlässig die Spur ermitteln können oder das Alter der Spur bestimmen können. Jedenfalls hatte ein Busfahrer ausgesagt, dass er Yolanda gesehen hatte. Nur die Frage die ich mir nach wie vor stelle ist, gab es bei IKEA keine Überwachungskamera, die Yolanda erfasst hatte, ähnlich wie bei dem Fall Scarlett S. wo eine Kamera sie bei Edeka erfasst hatte, bevor sie verschwand? Ich denke mal nein, sonst hätte man ein Foto in der Vermisstenanzeige eingefügt. Es ist aber in der Tat interessant, dass die Spürhunde die Spur bis zu Burg Giebichenstein zurückverfolgen konnten. Aber würde Yolanda mit ihren Einkauf von Ikea zu Giebichenstein fahren? Und wurden am Fundort die Einkäufe von Ikea gefunden? Zumindest in den Nachrichten und in den kostenpflichtigen Nachrichten hab ich da zumindest nichts davon gelesen. Und auch hier, zumindest soweit ich es gelesen habe und in anderen Foren fand ich bis jetzt gelesen nichts wo es sicher war, dass ihre Einkäufe am Fundort ebenfalls gefunden wurde. Korrigiert mich gerne, falls ich da falsch liege.

Wie du es erwähnt hast, wäre es eine Odysee wenn Yolanda die Strecke von Leipzig-Südvorstadt -> IKEA-Leuna -> Merseburg -> Halle-Hbf -> Halle-Kunsthochschule Giebichenstein -> Freyburg/Unstrut genommen hätte. Das ergibt für mich kein Sinn. Wer würde so etwas machen?

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Mittwoch, 27. August 2025, 22:42:17

z3001x hat geschrieben: Montag, 25. August 2025, 22:59:44Merkwürdig wie gesagt sind ja schon die vergleichsweise größeren Distanzen. Normalerweise würde man nicht erst nach Halle fahren von Leipzig aus und dann noch nach Freyburg, sondern sich vorher für eines entscheiden. Spätestens in Merseburg. Da ist die Weggabelung.
Die ganze angenommene Strecke Leipzig-Südvorstadt -> IKEA-Leuna -> Merseburg -> Halle-Hbf -> Halle-Kunsthochschule Giebichenstein -> Freyburg/Unstrut gleicht einer Odyssee.
Im ÖPNV dauert das 5 Stunden oder mehr, und zwar ohne Wartezeiten.
Körnerstr->IKEA Günthersdorf (Straba+Bus) ~1h15m
IKEA->Merseburg (Bus) ca 40min
Merseburg->Kunsthalle Giebichenstein (Bahn+Straba) 1h
Kunsthalle Giebichenstein->Freyburg (Bahn+Straba) 1h 45m bis 2h 30m

Mit Wartezeiten kommt man wohl auf gut 6, wenn nicht 7 Stunden(!)
Mit dem Auto wären es nur 2 h.

Der direkte Weg Körnerstr -> Freyburg (ohne Umwege über IKEA, Merseburg, Halle)
ÖPNV: 2h bis 2h30m
Auto 50 min.

Ein Auto würde eben einen unbekannten Fahrer erfordern. Yolanda hat ja selbst keines. Und einen Fahrer konnte man offenbar nicht ausfindig machen. Fragt sich, ob es ihn nicht gab oder ob man ihn oder sie nur nicht fand?

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Montag, 25. August 2025, 22:59:44

Auch Gast hat geschrieben: Montag, 25. August 2025, 21:40:00 Ich glaube weniger daran, dass das Handy noch gerettet werde kann. Aber sollte es tatsächlich der Fall sein, wüsste ich nicht ob es verwertbare Daten enthält, da es abgeschaltet wurde als sie sich auf dem Weg machte. Natürlich könnte sie vorher mit jemanden telefoniert haben.

Aber würde der Anbieter diese Daten nicht schon vorher der Polizei übermitteln? Falls die Frage bereits irgendwo beantwortet wurde, tut es mir leid, aber ich konnte aufgrund der Menge nicht alle Beiträge komplett durchlegen
Ich hatte (das mag man mir glauben oder nicht) zuletzt im Frühjahr 2024 Kontakt mit dem Ermittler in Leipzig, der den Fall hauptsächlich bearbeitete.
Damals hat er sich durchaus aus der Restauration des Handys Informationen zu den letzten Kontakten von Yolanda erhofft. Speziell betreffend den 25. September 2019. Vermutlich ist diese Restaurierung der Reste von Yolanda iPhone, das dreieinhalb Jahre im Wald lag, aber technisch nicht mehr gelungen. Im Umkehrschluss heißt das ja übrigens auch, dass man diese Informationen nicht vollständig hat. Sie hat sicher v.a über diverse Messanger kommuniziert, WA und Telegram sind bekannt, vermutlich hat man da nicht alle Chats speziell vom letzten Tag. Die wären auf dem Handy zu finden gewesen.

Damals gingen sie davon aus, dass Yolanda noch zur Burg Giebichenstein gefahren ist in den Öffis - das basierte auf den Mantrailer-Spuren dahin, die wurden ja, so hieß es, sowohl an allen maßgeblichen Haltestelle auf dem Weg von Günthersdorf über Merseburg und Halle-Hbf gefunden, als auch am Ziel, "der Burg". Auf dem Burg-Campus hätte sie dann, so die These/Interpretation der ermittelten Spuren, quasi stehenden Fußes wieder kehrt gemacht und sei dann mit unbekanntem Fortbewegungsmittel, aber denkbarer Weise wiederum mit Bus/Bahn, Richtung Freyburg/Unstrut aufgebrochen und da am Abend angekommen. Man hat vermutet, dass sie den Abend und die Nacht in der Natur dort verbringen wollte, derartiges habe sie öfters und gerne gemacht. Ihr Tod wurde als Unglück eingeschätzt und Resultat von Kälte und anderen speziellen schwerwiegenden medizinischen Komplikationen, die sich einer bestimmten "Gewohnheit" YKs ergaben und die hier einige Male angeschnitten wurden, weil sie ihn einem bestimmten Blog zunächst gerüchtweise angedeutet worden war, und später aber bestätigt wurden, seitens der POL Lpz. Aus Pietätsgründen wollt ich das hier aber nicht mehr tiefer oder genauer ausführen, was das genau war.

Was ich an der These, dass YK sich zunächst noch nach Halle aufmachte und erst danach nach Freyburg, nicht verstehe, ist, warum sich Yolanda dann nicht bei LH, ihrer verabredeten Freundin, in XY "Emily" genannt, gemeldet hat, dass sie sich's anders überlegt hat und sie gleichzeitig aber trotzdem zu dem Ort fuhr, wo sie verabredet waren. Aber das ~2 bis 3 Stunden bevor sie verabredet waren. Sodass es klar war, dass sie LH da nicht antreffen würde. Wer würde sich so verhalten? Wenn man eine Verabredung cancelt, kann es vorkommen, dass man die andere Person nicht informiert - nicht nett, aber das passiert - aber man fährt doch nicht mehr zu dem Treffpunkt, wo man gar nicht hin will ...

Es kann natürlich sein, dass Yolanda zunächst hinfuhr, nachdem sie bei IKEA war und auch in der Absicht, tatsächlich die Filmvorführung dort zu besuchen und sich mit LH zu treffen. Dass sie aber, als sie deutlich zu früh ankam, aus irgendeinem Grund die Idee bekam, lieber eine Nachtwanderung oder Waldnacht in Freyburg zu unternehmen. Dabei wäre halt von Interesse - und das ist auch das worum sich die ganzen aufwendigen Ermittlungen bzgl. Handy-Restauration dreh(t)en - ob sie das alleine machen wollte oder in Begleitung. Merkwürdig wie gesagt sind ja schon die vergleichsweise größeren Distanzen. Normalerweise würde man nicht erst nach Halle fahren von Leipzig aus und dann noch nach Freyburg, sondern sich vorher für eines entscheiden. Spätestens in Merseburg. Da ist die Weggabelung.

Yolanda kannte in Halle und Umgebung einige Leute speziell durch den ICF-(heute ZealChurch)-Standort in Halle.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Auch Gast » Montag, 25. August 2025, 21:40:00

Ich glaube weniger daran, dass das Handy noch gerettet werde kann. Aber sollte es tatsächlich der Fall sein, wüsste ich nicht ob es verwertbare Daten enthält, da es abgeschaltet wurde als sie sich auf dem Weg machte. Natürlich könnte sie vorher mit jemanden telefoniert haben.

Aber würde der Anbieter diese Daten nicht schon vorher der Polizei übermitteln? Falls die Frage bereits irgendwo beantwortet wurde, tut es mir leid, aber ich konnte aufgrund der Menge nicht alle Beiträge komplett durchlegen

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Anonymous X » Donnerstag, 21. August 2025, 16:20:13

Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung aus dem Jahr 2024 sollte das Handy von Yolanda nochmals auf Daten ausgewertet werden

Bisher gibt es aber keine öffentliche Stellungnahme oder Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Leipzig hierzu

Falls jemand einen Journalisten kennt, wäre es vielleicht sinnvoll bei der Staatsanwaltschaft nachzuhaken

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Donnerstag, 03. Juli 2025, 00:58:17

Anonymous X hat geschrieben: Dienstag, 25. Februar 2025, 06:49:13 https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2022_92751.htm
Auch Gast hat geschrieben: Donnerstag, 03. Juli 2025, 00:00:08 Der Link lässt sich nicht mehr abrufen. Das könnte wahrscheinlich bedeuten, das der Fall nun endgültig abgeschlossen wurde.
Gut beobachtet. Bis in den Monat Mai diesen Jahres, vor gut 6 Wochen, war der Link noch aktiv.
https://web.archive.org/web/20250518231 ... _92751.htm
Allerdings war das Dokument seit dem Leichenfund vor gut 2 Jahren nur noch eine knappe Mitteilung dazu, dass die Vermisstensuche nunmehr beendet ist und man sich bei den Helfern bedankt. Es wurde aber nicht mehr zum Mitteilen von Beobachtungen oder ähnlichem aufgerufen. Schon seit Mrz 2023 nicht mehr.

Ursprünglich war die Seite im Okt 2022 angelegt worden, als man nach dem tätowierten HTWK-Haltestellen-Zeugen und der ES-Limousine am IKEA-Günthersdorf suchte. Und Yolandas Überreste noch unentdeckt im Wald oberhalb Freyburg-Nissmitz lagen.

Das sieht man noch in dieser archivierten version der Seite:
https://web.archive.org/web/20221112160 ... _92751.htm

Ja, der Fall scheint abgeschlossen und dennoch ungeklärt. Ohne verwertbare, greifbare Hinweise auf Fremdverschulden. Aber auch ohne die Gewissheit darüber, was wirklich passiert ist.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Auch Gast » Donnerstag, 03. Juli 2025, 00:00:08

Anonymous X hat geschrieben: Dienstag, 25. Februar 2025, 06:49:13
https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2022_92751.htm
Der Link lässt sich nicht mehr abrufen. Das könnte wahrscheinlich bedeuten, das der Fall nun endgültig abgeschlossen wurde.

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von z3001x » Donnerstag, 22. Mai 2025, 23:33:35

Heute wäre sie 29 Jahre alt geworden, die Yolanda Klug, Yola genannt.
Vermutlich wäre sie als Architektin jung im Beruf, oder sie würde Reisen und Klettertouren in Jordanien oder Kolumbien organisieren.

Auch 6 Jahre nach dieser Nacht im Wald von Freyburg im Burgenland ist nicht klar, wie sie ihr Leben verlor und was diesen schillernden Lebensweg unterbrochen hat. Unklar, ob es ein fatales Unglück war, ob jemand ihr Leben beendet hat, ob sie zuletzt alleine war oder ob jemand bei ihr war und sein Geheimnis bei sich behält.

2016-05-04--08_christival_karlsruhe_nur-yolanda.jpg

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Agatha Christie » Donnerstag, 17. April 2025, 12:04:21

Osterbild 2025.jpg

Re: UNGEKL. TODESFALL YOLANDA KLUG (23 †), LEIPZIG, 2019

von Auch Gast » Samstag, 05. April 2025, 08:35:37

Okay es sieht wohl leider tatsächlich so aus, dass über Yolanda nicht mehr weiter berichtet wird.
Ich persönlich glaube, das es ein tragischer Unfall war und Yolanda einen Ohnmachtsanfall hatte von dem sie leider nie mehr aufwachte.
Und es ist auch bei anderen Vermissten Fällen ebenfalls so, das darüber nicht mehr weiter berichtet wird, wenn kein Fremdverschulden zu erkennen ist.
Bei Yolanda wurde zwar Fremdverschulden nie ganz ausgeschlossen aber es gibt wohl nach den aktuellen Stand keinen Anhaltspunkt für ein Fremdverschulden.

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