MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von No way » Sonntag, 08. November 2026, 13:00:30

HE7469 hat geschrieben: ↑Sonntag, 08. November 2026, 11:33:15 Ich glaube, dass der Täter und Frauke bei dem letzen Gespräch am Dienstag nicht mehr alleine waren, sondern noch jmd Neues da war, der zuhörte. Ich glaube, dass der Täter sich Montag jmd anvertraut hat, mit Sicherheit aber nicht einem Kumpel oder Arbeitskollegen, wenn dann einem Verwandten ersten Grades. Und dieser jmd gab die neue Richtung vor, keine Freilassung, sondern die einzige Zeugin zu töten.
Mittlerweile halte ich folgende Täterschaft am wahrscheinlichsten: Junger Mann und seine Eltern (evt auch nur die Mutter).

Auch wenn manche nicht mehr daran glauben. Man kann den oder die Täter noch finden! Es gibt mMn noch Spuren, denen man nachgehen kann.
Was glaubst du, welchen Spuren kann man noch nachgehen? Wo kann man den Täter finden?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Sonntag, 08. November 2026, 12:07:07

HE7469 hat geschrieben: ↑Sonntag, 08. November 2026, 11:31:09 Das soll ihn so aus dem Konzept gebracht haben, so eine dermaßen vage Ortsangabe? Schwer vorstellbar, finde ich.
Wie vage die Ortung war, konnte er ja kaum wissen ....
Es sei denn, er ist ein Fernmeldetechniker etc.
Als Täter würde es aber sicher reichen, um jemand "etwas nervös" zu machen.
Oder eben "ziemlich" nervös ... (weil man eben nicht weiss, wie genau sowas ist)
HE7469 hat geschrieben: ↑Sonntag, 08. November 2026, 11:31:09 Würde ein Täter, der so skrupellos und kaltblütig immer wieder mit Frauke nach Paderborn zur Kontaktaufnahme fährt, nur um mehr Zeit bis zur ihrer fest eingeplanten Tötung rauszuschlagen, sich so dermaßen ins Hemd machen, nur weil die Funkzelle Nieheim Entrup als Absendeort der ersten SMS bekannt geworden ist? Das soll ihn so aus dem Konzept gebracht haben (...)
Ich halte den Täter aber nicht für 'skrupellos' ...
Im Gegenteil ... ich glaube, dass der sogar extrem nervös war.
Und die Fahrten eben nur verzweifelte Notlösungen waren, um die verdammte SMS aus Nieheim zu vertuschen.
Womöglich hat er sogar darauf gewartet, dass im Radio gemeldet wird, dass man "jetzt nur noch in Paderborn fahndet".
Da das aber nicht passierte, gab's eben immer wieder verzweifelt Fahrten, um bloss Nieheim und Umgebung aus dem Fokus zu nehmen ...

Jedenfalls glaube ich überhaupt nicht, dass der Täter 'skrupellos und kaltblütig' war.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HE7469 » Sonntag, 08. November 2026, 11:33:15

Hallo Gast, ich sehe das ähnlich wie du. Und würde noch folgendes ergänzen, damit mMn alles rund wird:

Ich glaube nicht, dass der Täter mit den Anrufen die Angehörigen beruhigen oder die Suche aufhalten oder verlangsamen wollte. Nicht nur, dass Sätze wie Komme später und Komme heute nach Hause, kurz vor Mitternacht (um dann nicht zu kommen) auch gar nicht dazu taugen, es wäre auch etwas, was für den Täter gar nicht überprüfbar gewesen wäre.

Am Ende des Tages hätte der Täter ahnungslos dagesessen und sich gefragt: Wie sehr hat der Anruf denn jetzt alle beruhigt und inwiefern die Suche beeinflusst? Viel, wenig oder gar nicht? Und nein, das hätte der Täter auch dann nicht gewusst, wenn er im sehr unwahrscheinlichen Fall in engen Kontakt mit Fraukes engsten Angehörigen oder der Polizei gestanden hätte. Denn ich glaube, weder C noch Frau Liebs und auch nicht die Polizei hätten konkret sagen können, wie sehr der Anruf Fraukes sie jetzt beruhigt hat oder die Suche ab sofort beeinflussen wird.

MMn wollten Frauke und der Täter etwas ganz Bestimmtes, Konkretes, Überprüfbares mit den Kontaktaufnahmen am Freitagabend und Samstagnachmittag erreichen: Sie wollten, dass das Radio eine Meldung bringt, dass Frauke sich aus Paderborn gemeldet hat und sagt, dass sie nach Hause kommt. Denn genau so eine Meldung hat es am Donnerstagnachmittag gegeben, als Radio Hochstift mitteilte, dass Frauke vermisst, polizeilich gesucht und ihre letzte SMS aus der Funkzelle Nieheim-Entrup gesendet wurde. Deshalb betonte Frauke, ohne dass sie konkret danach gefragt wurde, wo sie sei, dass sie sich in Paderborn befinde.

Ich glaube, dass der Täter sich ursprünglich sehr sicher war, dass keine Spur zu ihm führt und zwar deshalb, weil Frauke ungesehen und ungeplant zu ihm ins Fahrzeug stieg und aufgrund ihres leeren Akkus keine Nachricht abschicken konnte. Als aber das Radio den Beitrag brachte über die Funkzelle, wurde ihm schlagartig klar, dass er sehr wohl eine Spur hinterlassen hatte. Und das machte ihm große Angst, zusammen mit der Suche die bereits angelaufen war.

Ich glaube, dass der Täter die Tat abbrechen wollte, bzw. zum Zeitpunkt Donnerstagabend bereits abgebrochen hat. Die eigentlich Tat, eine Frau gefangenzuhalten für was auch immer, wollte er nicht mehr weiter ausführen.
Stellt euch vor, ihr fantasiert seit geraumer Zeit darüber, eine Frau zu entführen und habt auch schon Vorbereitungen getroffen. Und als die Gelegenheit günstig war und alles passte, habt ihr zugeschlagen. Doch nach ein oder zwei Tagen wird euch klar, dass das ganze eine Scheißidee war und die Tatausführung besser mal hätte Fantasie bleiben sollen.

Ich glaube, ab spätestens Freitagabend ging es dem Täter nur noch darum Schadensbegrenzung zu betreiben mit Fraukes Hilfe. Die einzige Chance, da ungestraft und ohne gesellschafliche Ächtung wieder herauszukommen und das alles so wird wie vorher, bestand darin, dass Frauke keine Anzeige stellt, ihn nicht verrät, über seine Identität schweigt. Dafür lässt er sie frei. Ich behaupte, Frauke zu töten war zu diesem Zeitpunkt keine Option, nicht einmal annähernd. Doch diese eine Spur, dieser eine Fehler, der ihm so große Angst machte, der musste vorher korrigiert werden.
Ich glaube, dass dieser Plan durchaus hätte funktionieren können. weil Frauke 1. nicht mehr von ihm wusste als seinen Vornamen und auch nicht wusste, wo genau er sie gefangenhielt und 2. ihr zwar Freiheitsberaubung, aber noch keine Gewalt angetan hat. Und gerade wegen Letzerem und auch weil der Täter mMn ehrlich Angst und Reue zeigte, war Frauke bereit über die Identität des Täters zu Schweigen und keine Anzeige zu stellen.

Das Einzige was jetzt noch getan werden musste um die Freiheit zu erlangen, war dafür zu sorgen, dass auf eine SMS oder Anruf von ihrem Handy eine Meldung im Radio oder anderen Medien erfolgte, dass sie sich in Paderborn befinde und die Spur Nieheim raus ist. Deshalb machte sie mit bei den Fahrten und Kontaktaufnahmen auch ohne Druck oder Gewalt durch den Täter und sie war so überzeugt, dass das klappen wird und sie nach Hause kommt.

Ich glaube nicht, dass der Täter nach dem Anruf von Bruder F, der glaubte, Frauke hätte Mist gebaut und sie gehörig zusammenfaltete, ernsthaft dachte, dass die Angehörigen demnächst auf eigene Faust Nieheim o. ä Orte durchsuchen. Ein neues Versteck halte ich auch deshalb für unwahrscheinlich, weil für mich offensichtlich ist, dass Frauke nicht verschwunden bleiben sollte. Der Täter wollte sie nicht bei sich behalten.

Frauke hätte mit Sicherheit nicht so überzeugt über Tage ihre heutige Heimkehr angekündigt, wenn der Täter ihr nicht ihre Freilassung ebenso überzeugend in Aussicht gestellt hätte.

Für mich hängt der Anruf am Samstag noch mit dem von Freitagabend zusammen. Als am Samstag auch bis nach dem Mittag keine Meldung im Radio etc. kam, ließ der Täter - -vielleicht ohne das dieser riskante Anruf überhaupt einen Vorteil für ihn hatte- Frauke in Paderborn bei Tag anrufen. Es war laut Protokoll das kürzeste Gespräch und auf Cs Frage Bist du verletzt? antwortet Frauke: Nein, ich bin in Paderborn. Ich bin Paderborn. Ich bin in Paderborn.
Doch auch abends gab es keinen Beitrag im Radio. Ich glaube, dass dem Täter spätestens jetzt klar wurde, dass Frauke gar nicht so intensiv gesucht wurde, wie er anfänglich gedacht hatte, dass ihm die Nieheim-Entrup Funkzellen Spur nicht gefährlich werden würde, auch weil es weder dort noch in Paderborn Polizeipräsenz und Suchmannschaften gab.

In den letzen beiden Anrufen, Sonntag und Dienstag, erwähnte Frauke Paderborn nicht mehr. Auf Cs Frage am Sonntagabend: Wo bist du denn? antwortet Frauke: Erkläre ich dir, wenn ich Zuhause bin. Dennoch schien Frauke auch hier noch sehr überzeugt, nach Hause zu kommen!
Am Dienstag war nichts mehr davon zu hören. Auf Cs Frage Wo bist du, sagte sie auch hier nur Kann ich dir nicht sagen oder Mama. Ein baldiges Nach Hause kommen wird nicht mehr angekündigt.

Das letzte Gespräch ist anders. Nicht nur, weil es wesentlich länger ist, und wahrscheinlich deshalb überhaupt stattfand, damit der Täter sichergehen kann, dass die Angehörigen auch ja völlig ahnungslos sind und niemand den Täter und Frauke zusammen gesehen hat. Im letzen Telefonat finde ich eine Emotion Fraukes auffällig herauszulesen. Und das ist nicht Angst. Es ist Scham, Verlegenheit. Bitte frag mich nicht aus, Das weißt du doch etc.

Ja, der Täter ist bei ihr und hört jedes Wort, und sie kann nicht frei sprechen und sie muss aufpassen, was sie sagt. Aber der Täter war schon die ganze vergangene Woche bei den Telefongesprächen dabei. Ich glaube, dass der Täter und Frauke bei dem letzen Gespräch am Dienstag nicht mehr alleine waren, sondern noch jmd Neues da war, der zuhörte. Ich glaube, dass der Täter sich Montag jmd anvertraut hat, mit Sicherheit aber nicht einem Kumpel oder Arbeitskollegen, wenn dann einem Verwandten ersten Grades. Und dieser jmd gab die neue Richtung vor, keine Freilassung, sondern die einzige Zeugin zu töten.
Mittlerweile halte ich folgende Täterschaft am wahrscheinlichsten: Junger Mann und seine Eltern (evt auch nur die Mutter).

Auch wenn manche nicht mehr daran glauben. Man kann den oder die Täter noch finden! Es gibt mMn noch Spuren, denen man nachgehen kann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HE7469 » Sonntag, 08. November 2026, 11:31:09

Hallo! Ich habe schon länger nichts mehr gepostet, deshalb kommentiere ich erst mal einen älteren Beitrag:
Trodat5203 hat geschrieben: ↑Sonntag, 04. Oktober 2026, 20:03:50 Das ergibt mMn gar keinen Sinn. Ohne die SMS hätte er sie vllt früher getötet? Wenn er sie direkt getötet hätte, wäre er doch kein weiteres Risiko eingegangen und man hätte sie auch nicht bei ihm finden können. Also wollte er Frauke zwingend länger festhalten und brauchte die Ablenkung, DAMIT er den Zeitpunkt der Tötung hinaus zögern konnte, ohne dass man in Nieheim nach ihr sucht. Das Ergebnis der "Ortung" lag ja längst vor. (...)
Würde ein Täter, der so skrupellos und kaltblütig immer wieder mit Frauke nach Paderborn zur Kontaktaufnahme fährt, nur um mehr Zeit bis zur ihrer fest eingeplanten Tötung rauszuschlagen, sich so dermaßen ins Hemd machen, nur weil die Funkzelle Nieheim Entrup als Absendeort der ersten SMS bekannt geworden ist? Das soll ihn so aus dem Konzept gebracht haben, so eine dermaßen vage Ortsangabe? Schwer vorstellbar, finde ich.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Sonntag, 08. November 2026, 00:29:33

Gast hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 23:42:03 Vergiss die KI
Die deutschen Ermittler wandten sich an die Special Investigation Branch, da ging es um weit mehr als von von dir beschrieben.
Und woher weisst du das wenn da absolut nichts drüber zu finden ist ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 23:42:03

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 22:56:07 Da ging's um Zeugen und Fotos, die an dem Abend im und vor dem Pub gemacht wurden ....
Von Britischen Tatverdächtigen kann ich da nichts finden. (und ChatGPT auch nicht)
Vergiss die KI
Die deutschen Ermittler wandten sich an die Special Investigation Branch, da ging es um weit mehr als von von dir beschrieben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 22:56:07

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 21:38:10 Du hast wohl nicht auf dem Schirm, dass diese Idee Teil der offiziellen Ermittlungen war.
Da ging's um Zeugen und Fotos, die an dem Abend im und vor dem Pub gemacht wurden ....
Von Britischen Tatverdächtigen kann ich da nichts finden. (und ChatGPT auch nicht)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 21:38:10

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 20:00:29 ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee qakommen kann ....
Du hast wohl nicht auf dem Schirm, dass diese Idee Teil der offiziellen Ermittlungen war.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eberhoferin » Samstag, 07. November 2026, 20:19:06

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 20:00:29 Ich glaube, dass der Täter aus dem Raum Paderborn kommt und auch die Ablagestelle von Frauke Liebs
sehr gut kannte ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee kommen kann ....
Es ist eben nur eine von vielen Überlegungen. Im Pub waren an dem Abend viele Militärangehörige und in der Umgebung gab (gibt es noch?) einige militärische Gelände. Britische Soldaten waren durchaus auch mal ein paar Jahre in PB, so dass sie sich genug auskennen konnten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 20:00:29

Eberhoferin hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 19:40:01 Auch beim Militär gibt es Feierabend, Wochenende und Urlaubstage.
Ich glaube, dass der Täter aus dem Raum Paderborn kommt und auch die Ablagestelle von Frauke Liebs
sehr gut kannte ... ein Britischer Soldat als Täter kann ich mir da überhaupt nicht vorstellen, tut mir leid.
Ich weiss auch gar nicht, wie man überhaupt auf diese Idee kommen kann ....

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eberhoferin » Samstag, 07. November 2026, 19:40:01

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 18:12:12 Ausserdem glaube ich kaum, dass es beim Britischen Militär für so eine Tat genug freie Zeit gäbe.
Auch beim Militär gibt es Feierabend, Wochenende und Urlaubstage.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 19:04:55

SAFIA hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 13:28:43 Es ist menschlich verständlich, dass man an " eine aus dem Ruder gelaufene Situation " als Ursache für die Ermordung von F. annimmt.
Aber die vermutlich häufigste Ursache einer Sexualstraftat ist eiskalte Berechnung und/oder eine sexuelle Perversion. (...)
Wer redet von einer Sexualstraftat?

Klar, wenn einer Frauke als junge Frau gezielt abgegriffen/festgesetzt hätte, um dann erst gemäß gegebenenm Motiv "in Aktion" zu treten, dann sind sexuelle Handlungen bzw. in sexuellen Handlungen ausgedrückte Machtausübung ein statistisch sehr nahe liegendes Motiv. Und da stimme ich dir voll zu, da wäre mit berechnendem Handeln und ihrem von vornherein eingeplanten Tod jedenfalls zu rechnen.

Aber wenn wir von der Möglichkeit reden, dass der überhaupt keine sexuell übergriffige Absicht hatte, jedenfalls nicht in strafrechtlichem Rahmen, sondern auf eine Ablehnung bei einem Annäherungsversuch spontan aggressiv reagiert hat und dann aus Angst vor den Folgen sie erstmal nicht gehen lässt, sondern das erst mit ihr "klären" will - dann reden wir bei dem Festhalten und dem sich in diesem Szenario entwickelnden Verlauf doch gar nicht von einer Sexualstraftat.
Der Anlass könnte da gut so etwas gewesen sein, die Erzählung ist eingängig. Aber für das, worüber man anhand Telefonaten (und Ablage) an der Stelle wirklich nachdenken und reden kann, spielt es im Grunde gar keine Rolle, ob es nun dieser oder jener Anlass gewesen wäre.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 18:12:12

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 17:16:03 Warum denn keine Briten, wie kommst du zu deinem Schluss, was spricht noch dagegen?
Weil sie wahrscheinlich nicht zu Fremden ins Fahrzeug gestiegen wäre ...
Und weil der Täter - meiner Meinung nach - die Stelle, wo Frauke gefunden wurde, gut kannte.
Ausserdem glaube ich kaum, dass es beim Britischen Militär für so eine Tat genug freie Zeit gäbe.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nesrin » Samstag, 07. November 2026, 17:18:12

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56 Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Nicht in einer Kaserne.
Soldaten, die sich länger verpflichtet hatten, lebten teilweise außerhalb der Kasernen in der sog. "englischen Siedlung" im Bereich der Raabestraße, Arndtstraße, Uhlandstraße, alles Seitenstraßen der Benhauser Straße.
Dort gab es Reihenhaussiedlungen für die britischen Soldaten aber für die höheren Dienstgrade auch einzelstehende Häuser.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 17:16:03

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56
Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Nicht in der Kaserne, keine Ahnung, in Verstecken oder im Fahrzeug, in einer Wohnung in Nieheim, abgelegenes von der Armee (un)genutztes Areal. Warum denn keine Briten, wie kommst du zu deinem Schluss, was spricht noch dagegen? Findest du nicht auch zum Beispiel dass die Vorgehensweise auf militärische Vorkenntnisse und eine betriebsame Mobilität hinweisen könnte? Der Pub war fest in englischer Hand.

Ich halte das dreimalige Mama und bin in Paderborn evt. für Hinweise auf die 3 Kasernen, aber weiss man nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 07. November 2026, 16:49:50

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 16:02:56 Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?
Das. Und einfach so eingestiegen wäre sie bei dem doch auch nicht.
Es muss Irland gewesen sein, den mindestens kannte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 16:02:56

Gaston hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 15:47:07 Ja wenn man die Google-Ki zum Beispiel bezüglich stationierter Soldaten in Paderborn ausquetscht, könnte man meinen, die Lage war angespannt. Um die Zeit als das Spiel endete mussten die Soldaten zB alle zeitig zurück in die Kasernen, interessant bezüglich Mitnahmemöglichkeit.
Und wie soll man in einer Kaserne unbemerkt eine Person eine Woche lang festhalten ?
Nicht sehr plausibel, oder ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Samstag, 07. November 2026, 15:47:07

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 14:16:53
Vielleicht wird im Fall Frauke Liebs ja auch 'etwas ignoriert' und unter den Teppich gekehrt ....
Ja wenn man die Google-Ki zum Beispiel bezüglich stationierter Soldaten in Paderborn ausquetscht, könnte man meinen, die Lage war angespannt. Um die Zeit als das Spiel endete mussten die Soldaten zB alle zeitig zurück in die Kasernen, interessant bezüglich Mitnahmemöglichkeit. Auch die britische Militärpolizei war auf den Strassen.
Da die Telefonate aus wechselnden Regionen kamen (u.a. Nieheim), die perfekt zu den Bewegungsmustern und Übungsgebieten von Soldaten passten, prüfte die Polizei auch britische Staatsbürger und Angehörige der Streitkräfte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Samstag, 07. November 2026, 14:16:53

SAFIA hat geschrieben: ↑Samstag, 07. November 2026, 13:28:43 Beispielhaft wie solche Täter "ticken" ist Philipp G., ein Assistenzarzt, welcher sich im Klinikum Bethel ( in Bielefeld ) über eine längere Zeit unter einem Vorwand in der Nacht zu Patientinnen begeben hat, sie mit Propofol betäubt und vergewaltigt hat. Zudem wurden die Übergriffe jeweils noch gefilmt.
Erst das Auffinden einer leeren Propofolflasche im Bett einer Patientin , hat zur Überführung und Festnahme des Täters geführt, welcher sich in der Haft dann suizidiert hat.
Da wir aber rein gar nichts über den Täter wissen, bleibt alles nur reine Spekulation.
"Mich kriegt man nicht mehr ins Krankenhaus (...) ... weil ich sehe, dass das alles nur noch unter den Teppich gekehrt werden soll."
(ein Opfer von Philipp G., Assistenzarzt in der Neurologie)

Die Tagesschau berichtete im September 2025 über die Anklageerhebung gegen den Chefarzt, einen ehemaligen Oberarzt
und den Pflegedienstleiter des Klinikums wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen,
da Hinweise auf unindizierte Sedierungen ignoriert worden sein sollen.

Vielleicht wird im Fall Frauke Liebs ja auch 'etwas ignoriert' und unter den Teppich gekehrt ....

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SAFIA » Samstag, 07. November 2026, 13:28:43

Es ist menschlich verständlich, dass man an " eine aus dem Ruder gelaufene Situation " als Ursache für die Ermordung von F. annimmt.
Aber die vermutlich häufigste Ursache einer Sexualstraftat ist eiskalte Berechnung und/oder eine sexuelle Perversion. Selbst wenn F. die Identität des Täters nicht gekannt hätte, wäre eine Freilassung für den Täter zu riskant gewesen und deshalb wurde sie ermordet. Ungewöhnlich ist nur, dass er F. so lange leben liess.
Unter der Annahme, dass F. denTäter gekannt hat (wie allgemein angenommen wird), wäre nach einer Freilassung eine Identifikation sicher gewesen und das galt es zu verhindern.
Warum das lange Überleben von F.? Vermutlich nicht Empathie ,wie man gerne annimmt ,sondern vielleicht ist beim Täter nur ein "Zeitfenster" (Urlaub, Nachdienstkompenstion,Krankheit,etc.) vorhanden gewesen ,in dem er seine Phantasien (eventuell sogar geplant )hat ausleben können, wohl wissend ,dass am Ende F. getötet wird, weil er wieder in sein soziales Umfeld zurückkehren muss.
Beispielhaft wie solche Täter "ticken" ist Philipp G., ein Assistenzarzt, welcher sich im Klinikum Bethel ( in Bielefeld ) über eine längere Zeit unter einem Vorwand in der Nacht zu Patientinnen begeben hat, sie mit Propofol betäubt und vergewaltigt hat. Zudem wurden die Übergriffe jeweils noch gefilmt.
Erst das Auffinden einer leeren Propofolflasche im Bett einer Patientin , hat zur Überführung und Festnahme des Täters geführt, welcher sich in der Haft dann suizidiert hat.
Da wir aber rein gar nichts über den Täter wissen, bleibt alles nur reine Spekulation.

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