MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Mister Mason » Samstag, 07. November 2026, 00:02:07

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 22:37:10 Hast du den Beitrag gelesen, auf den ich mich bezog?
Ja.
Was verstehst du an meiner Antwort nicht? präzisiere bitte deine Anmerkung.
Isabella, Christos und Mutter Liebs wussten schon am Mittwoch daß Frauke sich in Gefahr befindet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Freitag, 06. November 2026, 22:37:10

Mister Mason hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 21:26:35 Frau Liebs suchte bereits am Mi. 21.06. zur Mittagszeit die Polizeiwache in Bad Driburg auf um Fra6ke als vermisst zu melden.
Man verfährt doch nicht auf diese Weise wenn keine Gefahr im Verzug ist.
Fraukes vermeintliche Blessuren gehören wahrscheinlich ins Reich der Fantasie und wurden durch die Erzählungen eines anonymen Schreibers befeuert.
Hast du den Beitrag gelesen, auf den ich mich bezog?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 06. November 2026, 22:29:39

Was man hätte anders machen können (am Telefon den Täter im Hintergrund ansprechen) oder ob man in der damaligen Situation zum Abiball gegangen wäre oder nicht, das ist doch müßig zu diskutieren. Hocuspocus, evereybody focus...

Telefonzellen gab es 2006 schon noch vereinzelt ein paar. Aber soweit ich mich erinnere, praktisch nur noch welche für so Telefonkarten mit Guthaben, die man bei der Post kaufen konnte. Münztelefone gab es schon zum Ende der D-Mark nur noch vereinzelt, mit der Umstellung auf Euro im Bargeldverkehr (1.1.2002) sind da praktisch keine auf die neue Währung umgebaut worden. Da wurde vielmehr viel abgebaut, weil eh längst die allermeisten ein Handy hatten und nutzten. Die Telefonkarten hatten übrigens lange ein Verfallsdatum von ich glaube drei Jahren, gab da Gerichtsentscheidungen meine ich, ob Restguthaben ausbezahlt werden müssen, müsste vor 2006 gewesen sein.
MMn sehr unwahrscheinlich, dass Frauke eine funktionierende Telefon-Guthabenkarte dabei hatte, das war 2006 längst durch.

Ja, das Capitol lag auf einer möglichen Heimwegroute von Frauke, und zwar der, die sie vermutlich am ehesten eingeschlagen hatte/hätte (Widukindstraße).
Aber wenn sie da noch vorbeigeschaut hätte, auf der Suche nach einem bekannten Gesicht, gar ihr bekannte Türsteher oder Barkeeper angequatscht und einen Drink geschnorrt hätte - da hätte es doch auch Zeugenmeldungen dieser Kontakte bzw. Sichtungen vor Ort gegeben. Gesucht wurde in der Stadt mit Flyern mit ihrem Foto bereits am übernächsten Tag - und bestimmt auch beim Capitol, das an einem möglichen Heimweg liegt und wo viele Leute unterwegs sind, von denen nicht wenige sie auch vom Sehen kannten. Dass sich da keiner erinnern oder den Tag nicht mehr hätte zuordnen können, nach so kurzer Zeit kein Argument.

Aber grundsätzlich, dass Frauke statt dem direkten Heimweg noch initiativ einen Abstecher gemacht und irgendwo oder bei jemandem vorbeigeschaut hätte, ist natürlich grundsätzlich denkbar - ob nun spontan, lose oder fest verabredet. Es muss nicht zwangsläufig so gewesen sein, dass sie tatsächlich zufällig auf jemanden getroffen, jemand ihr scheinbar zufällig aufgelauert oder sie einfach von der Straße abgegriffen worden sein muss.
Eberhoferin hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 10:02:16
Wenn es so war: Was glaubst du, könnte einer Freilassung/Heimkehr in diesem Fall im Weg gestanden haben? Von den Funzellen her war das ja der Anruf, der am nächsten an ihrer Wohnung war. Was könnte sie oder sen Täter gehindert haben, dass sie wirklich kommt?
Die Wohnortnähe ist da ja nicht nur die Luftlinie, sondern auch die Route: Wann man (plausibel) über die B64 anfährt, fährt man da raus und biegt dann nicht nach links auf die Borchener Richtung Stadtmitte ab (wo nach wenigen hundert Metern Fraukes Zuhause lag), sondern nach rechts, wo man dann praktisch unmittelbar in besagtem Industriegebiet ist, nach hundert Metern der Abzweig links, wo Samstag Nachmittag "Tote Hose" ist. Natürlich rein spekulativ, aber das würde sich doch damit decken, sie nach Hause fahren zu wollen und kurz vorher (eine Minute...) nochmal wo ungestört anhalten zu wollen. Würde ich ja ohne weiteres als geografischen Zufall einordnen, wenn da nicht auch die ungewöhnliche Zeit und die Ankündigung explizit zeitnaher Heimkehr Freitagnacht und eben bei jenem Samstagtelefonat wäre. Wie gesagt, Frauke erscheint mir bei den Telefonaten bis Sonntag nicht wie jemand, der eh sicher ist, nicht freigelassen zu werden, im Gegenteil. Und auch aus Täterperspektive macht die Ankündigung sehr zeitnaher Heimkehr ohne jede entsprechende Absicht keinerlei Sinn, sofern man das nicht als provokantes Kasperletheater fürs Publikum ansieht (was ich für recht absurd halte).

Gut, wenn es so war...
In dem Szenario, wo man Frauke festhielt, weil sie ansonsten etwas mit erheblichen Folgen für den/die Täter berichten/anzeigen könnte, geht es nicht darum Frauke festzuhalten, um an ihr Straftaten zu begehen (sexuelles Motiv, Sadismus, Rache...) sondern um die Vermeidung von juristischen/sozialen/beruflichen Folgen, wenn sie "plaudert". Ihr Tod ist da als weit schwerwiegendere Tat zunächst(!) keine "Lösung", die irgendwie im Raum stehen würde, weder für Täter noch für Frauke selbst. Es ist zunächst klar, dass es irgendwie mit ihrer Freilassung enden muss.
Das heißt, Frauke und Täter wollen im Grunde dasselbe, sie wird soweit ordentlich behandelt (keine sexuelle/körperliche oder über das Festhalten als solches hinaus psychische Gewalt) und hat allen Grund, mit kooperativem Verhalten auf eine möglichst baldige und (zunächst alternativlos/selbstverständlich erscheinende) Freilassung mit hinzuwirken. Was es braucht, ist eine Vereinbarung ihres Stillschweigens, welcher der Täter vertrauen kann. Natürlich will sie ihn davon überzeugen, ist deshalb kooperativ. Aber auch er will ja so eine Lösung, hat kein Interesse, Frauke unnötig weiter gegen sich aufzubringen und ihr Grund zu geben, ihn nach einer Freilassung verraten zu wollen. Deshalb glaube ich da an "gute Behandlung". Art und Inhalt der Anrufe sowie Fraukes Auftreten bei den Anrufen passen weit besser zu so einem Rahmen als zu irgendwelchen Szenarien mit wunder weiß wie durchdachtem Täterhandeln in bösartiger Absicht im Rahmen eines Verbrechens, bei dem ihr Tod von vornherein feststeht.
Nur, es kommt zu keiner solchen Vereinbarung, die für ihn hinreichend vertrauenswürdig wäre, sein könnte. Vielleicht ist das Misstrauen gegenüber Frauke zu groß, wahrscheinlich aber vor allem die Ängste vor den Folgen, falls sie doch "plaudert".
Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Verschwinden ab Donnerstag öffentlich und polizeilich als mögliche Entführung kommuniziert wird. Aus (auch unserer) Umfeld-Sicht und im Nachgang ist das zwar folgerichtig und erscheint selbstverständlich, aber aus damaliger situativer Sicht von Täter und Frauke nicht unbedingt die Eskalation, die man auf dem Schirm gehabt hatte, wenn eine Erwachsene mal zwei Tage nicht Zuhause ist. Der Fokus war da zunächst klar auf Frauke/Täter/Anlass, nicht auf dem Gesamtbild von außen. Auf einmal ist er also mutmaßlicher Entführer, es geht plötzlich nicht mehr nur darum, dass Frauke über den Anlass der Situation Stillschweigen bewahren soll, sie würde sich nach einer Heimkehr erklären müssen, ohne dass es dabei einen "Entführer" gibt. In dem Sinne kommt es zu den Anrufen, um den Entführungsverdacht zu entkräften und einer Heimkehr den Boden zu bereiten, die ohne Offenlegung der tatsächlichen Umstände auskommen kann.
Der Täter will sie freilassen können, Frauke (obwohl von ihm festgehalten, am Gehen gehindert) da vielleicht sogar diejenige von ihnen, die sortierter ist, während er zunehmend verzweifelt, sich nicht auf das Risiko einlassen kann, sie gehen zu lassen. Aber so genau will ich das gar nicht modellieren, kann man nicht wissen und ist an der Stelle auch nicht von Bedeutung.
Jedenfalls realisiert man, dass es so nicht geht, dass Fraukes tagelanges Fernbleiben die Situation weit größer gemacht hat, als sie anfangs war, dass eine Heimkehr ohne Folgen für ihn utopisch ist, gar zusätzliche Folgen für die Freiheitsberaubung im Grunde unvermeidbar sind - weil Frauke bei allem möglicherweise von ihr vorgebrachten Verständnis nicht wirklich Grund hat, nichts zu erzählen, dem Wissen-Wollen des Umfelds (und der Polizei?) standzuhalten.
Ob Frauke zu der Erkenntnis kommt, dass ohne Freilassung nur ihr Tod am Ende stehen kann, oder ob der Täter drauf kommt und es ausspricht - spielt keine Rolle. Jedenfalls passiert genau das nach dem Sonntag-Anruf, vielleicht erst am Montag, ist aber wohl der Grund, warum am Montag keine Frauke anruft und ihr Sprüchlein von der Heimkehr aufsagt.

Die Motivation hinter dem Dienstag-Anruf ist fraglich. Man könnte ein zugestandenes Abschieds-Telefonat annehmen, aber da stellt sich natürlich die Frage, warum Frauke da nichts Zielführendes "ausgeplaudert" hat. Sie konnte da lange und augenscheinlich ungehindert reden und war ja durchaus in der Verfassung für Spontanäußerungen, brüchige Selbstkontrolle.
Ich würde da im Kontext doch eher einen "letzten verzweifelten Versuch" annehmen. Frauke ist zwar völlig hinüber, rechnet mit ihrem Tod, bemüht sich aber dennoch, sich an die "Regeln" zu halten, nichts über ihre Situation verlauten zu lassen. Das verzweifelte Festhalten am Narrativ der möglichen (und eigentlich von beiden gewünschten) Freilassung als letzter Strohhalm der Hoffnung, so etwa. Was genau da vorher zwischen den beiden wie kommuniziert worden war, weiß man natürlich nicht. Aber ich sehe da eine Situation, in der der Täter viel eher ebenfalls maximal aufgewühlt, überfordert war - nur dass der den Schlüssel zu ihrem Käfig hatte (bildhaft) und in ihrem Tod nicht das Ende, sondern die Lösung für seine Verzweiflung erkannt hatte.

In meinen Augen passt die oben umrissene Dynamik der Situation auch im zeitlichen Rahmen sehr gut.
Ein Anlass, weswegen er Frauke nicht gehen lässt. Zunächst ist er vielleicht sehr dominant, übt viel Druck aus, lässt seinen Stress mit der Situation ihr gegenüber aus. Hält sie fest, ohne dass weiter viel passiert. In dem Sinne auch beim ersten Anruf Frauke vom Stress erschöpft, übernächtigt, verängstigt, vielleicht auch mit involvierten Substanzen. Ihr Text da augenscheinlich vorgegeben, von ihr vorgetragen, "ich wollte sagen, dass...".
Man erkennt, so kommt man nicht weiter. Frauke erkennt, dass sein Vertrauen in sie der Schlüssel ist und kooperiert, er erkennt, dass eine (im Rahmen des möglichen) ihm möglichst wohlgesonnene, zumindest verständnisbereite Frauke nötig ist. Man kooperiert auf ein gemeinsames Ziel hin, drei Tage bis Sonntag, es scheitert immer wieder an seiner Angst und vielleicht Misstrauen, jeden Tag.
Es geht in die nächste Kalenderwoche, kein Fortschritt in Sicht, vielleicht geht es Frauke gesundheitlich nicht gut (Hygiene, Versorgung, Stress...), vielleicht bringt die neue Woche ihm berufsbedingt Schwierigkeiten, die Festhaltesituation weiter aufrecht erhalten zu können.
Wie gesagt, die Zeiträume/Abstände von jeweils 2-3 Tagen bis zu einem "Paradigmenwechsel" erscheinen mir für so ein Szenario passend, erwartbar.
Dem gegenüber steht natürlich die Frage, bei welchen völlig anderen Tatumständen/Motiven wäre denn ein Überleben von etwa einer Woche und Anrufe mit so in "Schritten" erkennbarer Entwicklungsdynamik plausibel?

Ja, und zu deiner ursprünglichen Frage: Falls die Samstags-Fahrt auch den Sinn einer möglichen Freilassung ebenda gehabt haben sollte, könnte das ganz im obigen Sinne sehr kurzfristig, quasi unmittelbar daran gescheitert sein, dass der Täter sich doch nicht dazu durchringen konnte, "noch etwas Zeit brauchte" - weswegen Frauke dann am Telefon von "heute, nicht so spät" sprach.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Mister Mason » Freitag, 06. November 2026, 21:26:35

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 17:50:43 Das wusste die Familie zu diesem Zeitpunkt doch nicht.
Frau Liebs suchte bereits am Mi. 21.06. zur Mittagszeit die Polizeiwache in Bad Driburg auf um Fra6ke als vermisst zu melden.
Man verfährt doch nicht auf diese Weise wenn keine Gefahr im Verzug ist.
Fraukes vermeintliche Blessuren gehören wahrscheinlich ins Reich der Fantasie und wurden durch die Erzählungen eines anonymen Schreibers befeuert.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NinJa » Freitag, 06. November 2026, 19:04:38

Gaston hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 15:06:16 Beim letzten Gespräch das sie mit Hallo Chrissy eröffnet, wird sie mehrmals fast schnippisch ihm gegenüber und blockt alles ab, wirkt kühler, diese immer selben Fragen, und zu Karen dann Bitte frag mich nicht aus und wird nochmal emotionaler.
Spätestens bei diesem Gespräch bei dem man zu zweit anwesend war, hätte man sich an einen Jemand im Hintergrund wenden müssen, oder nicht? Was willst du, lass sie frei...
Vermutlich hätte ich genauso wie Chris und Karen gehandelt:
Nicht den Täter zum beenden des Telefonats provoziert, sondern den Ball flachhalten um nicht von Frauke unterbrochen zu werden.
Und mich hinterher geärgert dass ich eben nicht doch X im Hintergrund angesprochen/provoziert zu haben...
Ich finde es massig Situationen im Nachhinein besser/anders gelöst haben zu wollen. Wer von uns war denn schonmal in einer vergleichbaren Situation?
Btw: Es wird hier oft herausgelesen/unterstellt Chris hätte das Telefonat aktiv beendet.
Ich finde das lässt sich anhand von dem wenigen, was wir an (bestimmt unvollständigem) Protokoll haben nicht als Gewiss behaupten. Wird hier aber von manchen als gegeben hingestellt.
Finde es aber als zu sehr,aufgrund mangelnder faktenlage hinein interpretiert. Und je öfter es hier wiederholt wird wird allmählich ein Fakt daraus. Ist es aber nicht

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Freitag, 06. November 2026, 18:34:24

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 16:07:52 Das könnte aber recht riskant sein ....
Man weiss ja nicht, wie diese Person im Hintergrund darauf reagieren würde.
Mit sowas sollte man wohl eher vorsichtig sein.
Naja aber die Situation wurde mehrmals inszeniert, es war klar dass etwas nicht stimmte. Alles von C wurde abgeblockt, spärliches gesprochen. Evt. hätte der Unsichtbare im Hintergrund einfach nichts gesagt, oder aufgelegt.

Ja das stimmt @Miss_Erfolg, es ist nur auffällig, dass die Situation so krass durch die Lebenszeichen per Sms und Anrufe von aussen beeinflusst war. Und die Situation hat man bis zuletzt mitgetragen, denn das einzige was man hätte probieren können, war diese unsichtbare Wand hinter der sich der Täter versteckt hielt, einzureissen. Der Polizei war nicht daran gelegen, man hätte selbst die Konfrontation suchen müssen. Schliesslich wurde man ja selbst immer wieder kontaktiert, was eine offensive Strategie war. Hätte hätte, ich weiss, soll auch kein Vorwurf sein.

Was wenn Chris geantwortet hätte? ZB mit "Ja, toll. Wenn du dann deine Schlüssel willst, ruf an. Lebe inzwischen eigenes Leben." Oder "Hab keine Zeit, ruf deine Mutter an". Aber er hat die Situation für sich angenommen, und eigentlich nur noch reagiert von da an. In dem Moment, wo ich den Abend darauf - keine 24h später, so merkwürdig am Telefon abgewimmelt werde, und Mama und Papa und den anderen Bescheid geben soll, verstehe ich doch, dass hier etwas Größeres geschieht, das über mich hinausgeht. Wieso richtet er keine Rufumleitung ins Präsidium ein oder umgekehrt von dort aus, klingelt's hier klingelt's dort. Er übernimmt die tragische Rolle in dem Fall, man könnte mehr noch eine Demütigung ihm gegenüber als eine gegen die Eltern gerichtete vermuteten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Freitag, 06. November 2026, 17:50:43

LuLupus hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 16:43:26 Aber ja doch, ganz bestimmt.
Mit blauem Auge und gebrochenem Zahn? (Nicht meine Spekulation)
So nach dem Motto, huhuu... hab euch eine Woche lang auf Trab gehalte, bin jetzt aber wieder da...
Bei einigen Forenusern setzt es langsam aus, tut mir leid das ich das so krass sagen muss. Hier hat astreiner Trashtalk Einzug gehalten. Manche User sind nur noch peinlich
Das wusste die Familie zu diesem Zeitpunkt doch nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Freitag, 06. November 2026, 17:47:37

Gaston hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 15:06:16 Spätestens bei diesem Gespräch bei dem man zu zweit anwesend war, hätte man sich an einen Jemand im Hintergrund wenden müssen, oder nicht? Was willst du, lass sie frei...
Ich vermute, so im Nachhinein hätten Chris und die Familie so einiges anders gemacht oder gesagt. Das ist eine extreme Situation, und ich könnte mir vorstellen, dass dein Hirn da diverse Drehungen hinlegt. Von nicht klar denken können bis hin zum Selbstschutz im Sinne von "Es muss eine logische Erklärung geben" oder dem Glauben, es wird gut ausgehen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wird da alles vorkommen.

Chris war zudem auch noch sehr jung, musste täglich zur Polizei ... Einer solchen Situation werden die wenigsten gewachsen sein und "logisch agieren".

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nesrin » Freitag, 06. November 2026, 17:09:36

Searchabout hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 15:19:39 Ich wiederhole nochmal- da ich weder von dieser Thematik bisher las und es gar nicht abwegig ist dass man gewisse Leute und ihre Handys überprüfte aber da ausschließlich auf Fraukes Handynummer schaute..
Was wenn Frauke den Täter via Telefonzelle anrief .. da kein Akku mehr und Frauke die Nummer auswendig kannte? Bei soviel Fehlern grad am Anfang der Ermittlungen könnte dies ebenfalls in Betracht gezogen werden..Frauke hatte noch etwas Geld dabei - soviel dass es zum telefonieren von einer Telefonzelle reicht! Es gab damals noch Telefonzellen- warum wurde sowas nie erwähnt od hier mal in Erwägung gezogen?
Wenn ich mich richtig erinnere, war sogar direkt am Liboriberg an der Ecke zur Rosenstraße eine Telefonzelle. Also auf einem der möglichen Heimwege. Theoretisch könnte Frauke aus einer Telefonzelle angerufen haben, das Problem was ich dabei sehe ist, dass man meistens die Handynummern von Bekannten nicht im Kopf hat. Wenn Fraukes Handy tatsächlich aus war, konnte sie nicht in die Kontakte ihres Handys schauen.
Ich kann mir gerade mal meine eigene Festnetznummer merken und meine eigene Handynummer und die meines Partners, da hört es dann schon auf.
Aber klar, Frauke hätte natürlich aus einer Telefonzelle anrufen können, ich weiß nicht, ob das überprüft wurde.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von LuLupus » Freitag, 06. November 2026, 16:43:26

Gast hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 12:36:11 Exakt. Ich finde, die Familie hat genau richtig gehandelt.
Und außerdem hätte doch die Möglichkeit bestanden, dass Frauke dort auftaucht.
Aber ja doch, ganz bestimmt.
Mit blauem Auge und gebrochenem Zahn? (Nicht meine Spekulation)
So nach dem Motto, huhuu... hab euch eine Woche lang auf Trab gehalte, bin jetzt aber wieder da...
Bei einigen Forenusern setzt es langsam aus, tut mir leid das ich das so krass sagen muss. Hier hat astreiner Trashtalk Einzug gehalten. Manche User sind nur noch peinlich

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Freitag, 06. November 2026, 16:33:19

Searchabout hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 15:19:39 Was wenn Frauke den Täter via Telefonzelle anrief .. (...) Es gab damals noch Telefonzellen- warum wurde sowas nie erwähnt od hier mal in Erwägung gezogen?
Hier ist eine Karte mit den Telefonzellen in Paderborn:
https://umap.openstreetmap.fr/de/map/eh ... 9/8.743465

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Freitag, 06. November 2026, 16:07:52

Gaston hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 15:06:16 Spätestens bei diesem Gespräch bei dem man zu zweit anwesend war, hätte man sich an einen Jemand im Hintergrund wenden müssen, oder nicht? Was willst du, lass sie frei...
Das könnte aber recht riskant sein ....
Man weiss ja nicht, wie diese Person im Hintergrund darauf reagieren würde.
Mit sowas sollte man wohl eher vorsichtig sein.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Searchabout » Freitag, 06. November 2026, 15:19:39

Searchabout hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:50 Was mir da noch einfiehl..

Damals waren noch etliche Telefonzellen im Gebrauch?
Wie sah dass dazumal in Paderborn aus in der Nähe des Pubs? Hab es da wo eine T.Zelle?
Wärs möglich das Frauke von da aus jemand kontaktierte? Vl ihren späteren Täter?

Ich wiederhole nochmal- da ich weder von dieser Thematik bisher las und es gar nicht abwegig ist dass man gewisse Leute und ihre Handys überprüfte aber da ausschließlich auf Fraukes Handynummer schaute..
Was wenn Frauke den Täter via Telefonzelle anrief .. da kein Akku mehr und Frauke die Nummer auswendig kannte? Bei soviel Fehlern grad am Anfang der Ermittlungen könnte dies ebenfalls in Betracht gezogen werden..Frauke hatte noch etwas Geld dabei - soviel dass es zum telefonieren von einer Telefonzelle reicht! Es gab damals noch Telefonzellen- warum wurde sowas nie erwähnt od hier mal in Erwägung gezogen?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Freitag, 06. November 2026, 15:06:16

Beim letzten Gespräch das sie mit Hallo Chrissy eröffnet, wird sie mehrmals fast schnippisch ihm gegenüber und blockt alles ab, wirkt kühler, diese immer selben Fragen, und zu Karen dann Bitte frag mich nicht aus und wird nochmal emotionaler.
Spätestens bei diesem Gespräch bei dem man zu zweit anwesend war, hätte man sich an einen Jemand im Hintergrund wenden müssen, oder nicht? Was willst du, lass sie frei...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Freitag, 06. November 2026, 13:55:01

Gast hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 12:43:02 Mögliche Gründe
Spoiler
- Sie hatte einen mentalen Zusammenbruch, war nicht zum Telefonieren zu gebrauchen, aus Tätersicht
- Sie war nicht wach zu kriegen oder erst zu spät (zB nach Mitternacht oder deutlich später)
- Der Täter war verhindert
- Der Täter konnte das Haus mit ihr nicht ungesehen verlassen, weshalb auch immer
- Der Täter plante bereits, sie am Montag zu töten, aber konnte nicht aus irgendwelchen Gründen, weswegen sie dann doch nochmal anrief
- Die Polizei tauchte beim Täter auf, er war alarmiert und nicht mutig genug am Montag
- Er brauchte den Montag für sich, weil er an diesem Tag beschloss, dass er sie töten muss und wird und das erforderte seine volle Konzentration
- Erst als er sich sicher war, wie es mit ihr weitergeht, hat er sie noch einmal telefonieren lassen
+ sie haben Standort gewechselt
+ es wurde beraten was mit ihr zu geschehen hat
+ es wurde geprüft wie sehr die Polizei sucht

Tags darauf meldet man sich wieder spätabends (eindeutiges Muster) mit dem finalen 5-Minuten-Gespräch. Etwas hatte sich geändert. Nicht aber dass sie gar nicht wusste, wie sie einen Hinweis geben kann, oder den Täter benennen. Sie konnte gar nichts dazu sagen.
Wären es mehrere ihr bekannte Leute gewesen, hätte sie nur ein, zwei Namen ins Telefon brüllen müssen, was natürlich durch eine vorangegangene Sedierung und emotionale Manipulation oder unmittelbare Bedrohung erschwert gewesen wäre, aber es war ihre einzige Chance. Diese Karte hat sie nicht gezogen.
War es ein einzelner Typ könnte er mit beider Leben als Einsatz gespielt haben, nur so konnte er sich sicher sein, dass sie in seinem Interesse telefonieren würde. Und sie hätte jedes Mal den Beweis erbracht, dass ihr beider Leben wichtig war, dadurch dass sie denjenigen nicht verriet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 06. November 2026, 12:43:02

Gaston hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 12:25:35 Warum fällt der Anruf am Montag aus?
Etwas muss geschehen oder entschieden worden sein, da das Telefonat am folgenden Tag lange geführt wurde und schließlich das Letzte war. Wollte der Täter nur die Spannung erhöhen? Oder passte es aus anderen Gründen nicht mit dem Anruf?
Mögliche Gründe
- Sie hatte einen mentalen Zusammenbruch, war nicht zum Telefonieren zu gebrauchen, aus Tätersicht
- Sie war nicht wach zu kriegen oder erst zu spät (zB nach Mitternacht oder deutlich später)
- Der Täter war verhindert
- Der Täter konnte das Haus mit ihr nicht ungesehen verlassen, weshalb auch immer
- Der Täter plante bereits, sie am Montag zu töten, aber konnte nicht aus irgendwelchen Gründen, weswegen sie dann doch nochmal anrief
- Die Polizei tauchte beim Täter auf, er war alarmiert und nicht mutig genug am Montag
- Er brauchte den Montag für sich, weil er an diesem Tag beschloss, dass er sie töten muss und wird und das erforderte seine volle Konzentration
- Erst als er sich sicher war, wie es mit ihr weitergeht, hat er sie noch einmal telefonieren lassen

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 06. November 2026, 12:36:11

Eberhoferin hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 09:43:55 Von gemütlich würde ich hier auf keinen Fall sprechen. Frau Liebs sagte in einem Podcast, dass die Schwester auf ihrem Abiball nur geheult hat, wenn ich mich richtig erinnere. Ja, FL war verschwunden, hat sich aber gemeldet und keiner konnte ahnen, wie tragisch die Geschichte ausgeht. Trotz allem ist der Abiball ein wichtiges Ereignis im Leben der Schwester und verdient genauso Aufmerksamkeit und Anerkennung. Von daher finde ich es richtig, dass jemand mit ihr dort war.
Exakt. Ich finde, die Familie hat genau richtig gehandelt.
Und außerdem hätte doch die Möglichkeit bestanden, dass Frauke dort auftaucht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Freitag, 06. November 2026, 12:25:35

Warum fällt der Anruf am Montag aus?
Etwas muss geschehen oder entschieden worden sein, da das Telefonat am folgenden Tag lange geführt wurde und schließlich das Letzte war. Wollte der Täter nur die Spannung erhöhen? Oder passte es aus anderen Gründen nicht mit dem Anruf?

Frauke hätte, nachdem ihre Müdigkeit wundersamerweise rasch überwunden gewesen wäre, auf dem Heimweg einen Abstecher ins Capitol machen können, da sie zB Türsteher und Barkeeper kannte, und davon ausging dass ihr geholfen werden würde, sie ihren Akku dort laden könnte, und evt. ein Getränk schnorren konnte. Das wurde bedeuten dass sie (erstmals) alleine dort war. Wäre sicher gut gewesen, hätte man auch das Capitol auch überprüft.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Freitag, 06. November 2026, 10:06:50

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 08:32:26 Naja, der User vermutet eine Racheaktion an Frau Liebs. Mir ist nicht klar warum.....es könnte, wenn man diesem Gedanken folgt auch Rache an Herr Liebs sein. Grundsätzlich denke ich aber, dass es einem Menschen der so tickt wichtig wäre,dass die jeweilige Person weiß, dass sie "Schuld" ist. Das seh ich hier nicht.
Ahja, das sehe ich genauso. Hier meinen manche dass es von besonderer Grausamkeit den Eltern gegenüber zeugt, dass sie quasi tatenlos miterleben mussten, wie ihre Tochter verschwand und nicht mehr lebend auftauchte.
Da fällt mir der fehlende Zahn ein, von dem man nichts weiss. Hier wäre zumindest eine Querverbindung zum Beruflichen gezogen. Und auch zur Mutter, wenn man den Sachverhalt ganzheitlich spirituell betrachten möchte.
Hat der fehlende Zahn einer Zahnarztstochter einer Dentistenfamilie eine besondere Bedeutung oder fehlt der rein zufällig?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eberhoferin » Freitag, 06. November 2026, 10:02:16

Gast hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 23:13:33 Bemerkenswert am Samstag-Anruf ist aber noch etwas ganz anderes, nämlich der Anrufort. Nicht Nieheim östlich von Paderborn, nicht die Gewerbegebiete im östlichen Paderborn, nicht Dreihausen "ganz woanders", sondern der nördliche Rand des Industrie- und Gewerbegebiets Mönkeloh im südlichen Paderborn.
Erstens, das liegt grad an der Borchener Straße. Von ihrem Wohnort grad ein paarhundert Meter die Hauptstraße runter. Könnte, so ganz spekulativ, die Samstagfahrt mit einer möglicherweise tatsächlich vorgesehenen Freilassung Fraukes zusammenstehen?
Fraukes wiederholter (und in meiner Vorstellung aufgeregter) Ausspruch "Ich bin in Paderborn!" bei diesem Telefonat sagt mir, dass sie die wohnortnahe Gegend bei Tageslicht nicht nur wiedererkannt (natürlich...) hat, sondern auch die Heimkehr, das gute Ende "zum Greifen nah" erschien.
Wenn es so war: Was glaubst du, könnte einer Freilassung/Heimkehr in diesem Fall im Weg gestanden haben? Von den Funzellen her war das ja der Anruf, der am nächsten an ihrer Wohnung war. Was könnte sie oder sen Täter gehindert haben, dass sie wirklich kommt?

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