MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SGE » Donnerstag, 05. November 2026, 22:12:13

Frau Holle_X hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 21:53:54
Eine andere Sache: Ein User erwähnte einen Abiball. Kann aber dazu nicht einen einzigen Artikel finden. Was hat es damit auf sich?
Während die Tochter vermisst und in einer Gefahrensituation vermutet wird gehen die Liebs gemütlich aufn Abiball der jüngsten Tochter?
Und diese Frage ist wichtig, weil...?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Frau Holle_X » Donnerstag, 05. November 2026, 21:53:54

Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 19:42:26 Sie riechen aber schon verdammt nach spätem Feierabend oder eben Spätschicht ....
(und, ja, an manchen Tagen haben auch Mörder mal einen freien Tag ...)
Nein, es riecht eben nicht nach spätem Feierabend. Alle Zeiten wo per Anruf und SMS KOntakt hergestellt worden ist, sind in einer Unterkategorie des Forums haarklein aufgelistet, User !ettib 101 remmiZ hat recht, da ist tatsächlich kein Ssystem hinter den Kontaktzeiten, man muss nur ganz in Ruhe darauf achten.
Es könnte ein Schichtarbeiter sein, es könnte sich aber auch um jemand handeln, der nur Frühdienst leistet, genauso gut kommt auch ein Urlauber in Betracht oder jemand der ganz ohne Job ist. Können wir alles nicht wissen und müssen uns mit Spekulationen behelfen. Diese sind ja auch in einem gewissen Maß ok, aber den Bogen zu spannen zu Schützenfesten und anderen Veranstaltungen hilft das iwie ? ..ich denke eher nicht.
Eine andere Sache: Ein User erwähnte einen Abiball. Kann aber dazu nicht einen einzigen Artikel finden. Was hat es damit auf sich?
Während die Tochter vermisst und in einer Gefahrensituation vermutet wird gehen die Liebs gemütlich aufn Abiball der jüngsten Tochter?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Searchabout » Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:50

Was mir da noch einfiehl..

Damals waren noch etliche Telefonzellen im Gebrauch?
Wie sah dass dazumal in Paderborn aus in der Nähe des Pubs? Hab es da wo eine T.Zelle?
Wärs möglich das Frauke von da aus jemand kontaktierte? Vl ihren späteren Täter?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Donnerstag, 05. November 2026, 19:42:26

!ettib 101 remmiZ hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:33:42 warum versucht ihr euch so krampfhaft im herbeireden und konstruieren von zeitlichen zusammenhaengen?
die anrufe und sms en sind unsystematisch und folgen keinem schema
Sie riechen aber schon verdammt nach spätem Feierabend oder eben Spätschicht ....
(und, ja, an manchen Tagen haben auch Mörder mal einen freien Tag ...)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 05. November 2026, 19:34:16

Gast hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 14:37:33 Der Täter war da anzunehmend natürlich dabei, hat das Gespräch aber nicht abgebrochen und es gibt zumindest im Protokoll keine Stelle, wo man meinen könnte, dass sich da Fraukes Auftreten schlagartig ändern würde (weil der Täter ihr entsprechend was signalisiert hätte, Drohung...), auch Chris und Karen, die ja einiges über ihren Eindruck von dem Telefonat berichteten, haben zumindest öffentlich nicht von so etwas gesprochen. Und das wäre doch augenfällig gewesen, wenn man eh schon die naheliegende Möglichkeit sieht, dass sie festgehalten wird. Karens "irgendwie klang das wie ein Abschied" (sinngemäß) spricht dagegen, dass da die Anwesenheit des Täters bzw. dessen Einflussnahme auf den Gesprächsverlauf wahrnehmbar gewesen wäre.
Kurz - nur weil der Täter wohl die Macht hatte zu entscheiden, heißt das nicht, dass Frauke nur die Sprechmarionette für die von ihm vorgegebenen Äußerungen zu von ihm bestimmten Zeiten/Tagen gewesen wäre. Diese Vorstellung ist einfach und Schwarzweiß, eckt aber an mehreren Stellen an.
Super auf den Punkt gebracht. Das möchte ich betonen, dass es genau das ist, was doch auffällt. Niemand ihrer Gesprächspartner berichtete, sie habe einfach aufgelegt, das Gespräch wurde zu keiner Zeit abrupt beendet. Und es war überhaupt nicht so, dass sie nur einen sturen Satz sagte und sofort auflegte. Sie hatte enorme Freiheiten bei diesen Telefonaten. Der Täter hat sie scheinbar einfach telefonieren lassen, sogar Anrufe annehmen lassen.
Im letzten Telefonat klingt die Nacherzählung viel eher ja geradezu so, als habe C das Gespräch final beendet und nicht Frauke, was ja vollkommen grotesk wirkt.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 05. November 2026, 19:26:17

Klugscheißer hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 13:39:23 Ich weiß ja nicht, aber ob das Vater, Freundin und Chris selbst so prickelnd gefunden hätten, wenn sich da "rund um die Uhr" ein Mitglied aus der Familie der Ex ihnen angeschlossen hätte.
Naja, wäre das noch zwei oder drei Tage so gegangen, wären viel eher mal jemand von der Polizei rund um die Uhr bei ihm gehockt und hätte die Anrufe abgewartet und aufgezeichnet.
Damit musste der Täter rechnen. Damit hätte er beim letzten Anruf übrigens auch schon rechnen können und tat es.

"Weißt du, dass die Polizei nach dir sucht?"
"Ja"
"Woher weißt du das?"
"Ich bin ja schon eine Woche weg."

Wenn es dem Opfer bewusst war, war es auch dem Täter bewusst. Sie wusste genau, dass man sie sucht, auch offiziell und jederzeit war für den Täter klar, dass die Polizei mithört, den Anruf annimmt oder das Gespräch aufzeichnet. Ob C davon genervt gewesen wäre, wäre wohl ziemlich egal gewesen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Donnerstag, 05. November 2026, 19:15:56

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. November 2026, 09:04:56 Warum nicht Herr Liebs?
Kommt in Frage wofür?
!ettib 101 remmiZ hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:33:42 warum versucht ihr euch so krampfhaft im herbeireden und konstruieren von zeitlichen zusammenhaengen?
die anrufe und sms en sind unsystematisch und folgen keinem schema
Naja, die fanden eben alle abends statt, bis auf einen um 14:20. Und kontinuierlich bis auf Montag.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NinJa » Donnerstag, 05. November 2026, 19:04:10

!ettib 101 remmiZ hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:33:42 warum versucht ihr euch so krampfhaft im herbeireden und konstruieren von zeitlichen zusammenhaengen?
die anrufe und sms en sind unsystematisch und folgen keinem schema
Unsystematisch? Vielleicht ja, vielleicht nein.

Aber die Uhrzeiten zeigen schon ein Schema, was nicht 100% heißen muss das eins Vorlag. Sieht aber halt so aus

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von !ettib 101 remmiZ » Donnerstag, 05. November 2026, 18:33:42

warum versucht ihr euch so krampfhaft im herbeireden und konstruieren von zeitlichen zusammenhaengen?
die anrufe und sms en sind unsystematisch und folgen keinem schema

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SGE » Donnerstag, 05. November 2026, 16:32:06

Gast N hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 13:35:59 Am Sonntag aber auch, oder? Und dennoch abends der Anruf, das passt dann wiederum doch nicht.
Das kann schon passen. Wenn man früher Schluss macht, um für den Frühschoppen und das ganze Tagesprogramm am Montag fit zu sein.

Eventuell auch fürs Arbeiten. Könnte natürlich auch auf Montag Abend/Dienstag Morgen zutreffen. Aber da war ja der Abschluss des Schützenfestes.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 05. November 2026, 14:37:33

Wiesenblume hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. November 2026, 22:36:47 Am Samstag war der Abi Ball von Karen. Ich gehe davon aus, dass der Täter das wusste. Und dieser fand genau zu der Zeit der eigentlichen Anrufe statt. Da Chris am Samstag sowieso immer in Lübbecke weilte, hätte ich ihn an Ingrid Liebs Stelle mit auf diesen Abi Ball eingeladen.
Karen hätte ihn eingeladen, oder auch nicht. Nicht Ingrid Liebs.
Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 09:00:16 Aber hätte der Täter nicht eh damit rechnen müssen,dass Fraukes Familie eh beim Handy "wacht" ? Das ist z. B. eine Sache, die ich deutlich schwerer greifen kann als das nicht aufgetriebene Diktiergerät. Spätestens ab dem zweiten Anruf hätte ich vermutet, dass rund um die Uhr ein Mitglied von Fraukes Familie in der Nähe von Chris Handy gewesen wäre.
Auch das relativ frühe "Aufgeben" beim letzten Anruf finde ich als Außenstehende mit den bekannten Informationen überraschend.
Womit der Täter alles gerechnet haben soll, was er wegen diesem oder jenem Timing augenscheinlich sicher gewusst hat oder auch nicht, wen Frauke sonst noch alles hätte anrufen können - vielleicht ging es einfach darum, die Geschichte eines selbstbestimmten (und hinreichend harmlosen) Fernbleibens weiter zu kolportieren, nachdem das am Donnerstag mit dem ersten Anruf initial so präsentiert worden war. Also so ganz ohne das Tun und Lassen und Befinden aller möglichen Umfeldpersonen groß zu berücksichtigen, sondern vielmehr genauso unprätentiös wie es als Botschaft gemeint war.
Klar macht man sich im Nachgang in Kenntnis des weiteren Verlaufs wunder weiß was für Gedanken, was alles hätte sein können, geht von einem Tatverlauf aus, der genauso war wie vom Täter geplant (Warum? Weil Frauke tot ist und er nicht erwischt wurde? Gewagte Schlussfolgerung...). Aber bei Licht betrachtet erscheint mir das wiederholte Anrufen bei Chris mit (bis Sonntag) recht ähnlicher Art und Botschaft eher dafür zu stehen, dass man da weder tiefe Einblicke ins Befinden des Umfelds hatte noch sowas groß bedacht und in ein detailliert gestaltetes Anruftheater umgesetzt hätte. Nein, das war doch viel simpler.
Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 09:00:16 Am Montag fiel der Anruf ganz aus. Warum hätte der Täter das nicht auch am Samstag so machen sollen?
Frauke war bis Sonntag am Telefon recht stabil, konnte die Anrufe soweit gut tätigen, keine augenscheinlichen klaren Anzeichen von Todesangst, Fassungsverlust, Panik usw.
Am Dienstag war sie völlig anders drauf. Mir offensichtlich, dass es da zwischen Sonntag Abend und Dienstag Abend eine qualitative Veränderung in ihrer Situation gegeben hat. Innerlich auf jeden Fall, aber ich nehme an auch bei den Rahmenbedingungen, etwa Äußerungen/Verhalten/Haltung des Täters. Gut denkbar, dass Frauke am Montag psychisch nicht in der Lage oder aber nicht kooperationsbereit war zu telefonieren. Oder der Täter realisiert hat, dass ihre täglichen Anrufe zur unglaubwürdigen Farce werden mussten, wenn sie dann jedesmal nicht wie angekündigt heimkommt. Vielleicht fand man das Ganze nach dem Sonntag-Anruf einfach zu idiotisch?

Ob der Täter den Montag-Anruf "ausfallen ließ" und den Samstag-Anruf doch genauso gut hätte "ausfallen lassen" können - klar kann man davon ausgehen, dass das in seiner Entscheidungsgewalt gelegen hätte. Aber angerufen und gesprochen hat Frauke. Den Anruf von Frank entgegengenommen hat Frauke. Beim letzten Telefonat hat Frauke minutenlang ein Gespräch geführt, das so im Einzelnen jedenfalls nicht vorbesprochen war und insgesamt dem Duktus der vorigen Telefonate zuwider lief. Der Täter war da anzunehmend natürlich dabei, hat das Gespräch aber nicht abgebrochen und es gibt zumindest im Protokoll keine Stelle, wo man meinen könnte, dass sich da Fraukes Auftreten schlagartig ändern würde (weil der Täter ihr entsprechend was signalisiert hätte, Drohung...), auch Chris und Karen, die ja einiges über ihren Eindruck von dem Telefonat berichteten, haben zumindest öffentlich nicht von so etwas gesprochen. Und das wäre doch augenfällig gewesen, wenn man eh schon die naheliegende Möglichkeit sieht, dass sie festgehalten wird. Karens "irgendwie klang das wie ein Abschied" (sinngemäß) spricht dagegen, dass da die Anwesenheit des Täters bzw. dessen Einflussnahme auf den Gesprächsverlauf wahrnehmbar gewesen wäre.
Kurz - nur weil der Täter wohl die Macht hatte zu entscheiden, heißt das nicht, dass Frauke nur die Sprechmarionette für die von ihm vorgegebenen Äußerungen zu von ihm bestimmten Zeiten/Tagen gewesen wäre. Diese Vorstellung ist einfach und Schwarzweiß, eckt aber an mehreren Stellen an.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Donnerstag, 05. November 2026, 14:29:03

SAFIA hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 13:24:52 Und ich nehme an, dass er sich nur mit dem Vornamen vorgestellt hat.
Und einmal überwältigt, hätte sie auf die Frage, von wem wirst du festgehalten, nur mit Max oder Hans antworten können.
Ich glaube nicht, dass die Kenntnis des Namens eine grosse Rolle spielte ....
Es ist wohl nicht schwer zu vermitteln, was bei den Telefonaten gefälligst nie genannt werden darf.
Verbunden mit gewissen Drohungen, natürlich.
Und vermutlich hat Frauke bis zum Schluss gehofft, dass es irgendwie gut ausgeht.
Wer täte das denn nicht ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Donnerstag, 05. November 2026, 14:00:44

einige eigenartige Abläufe der Anrufe,bzw Sms ab Donnerstag : C war an diesen Tagen nicht in der WG, es
gab ein Festrnetztelefon, da währe es schon ev. not-
wendig gewesen, die Wohnung zu besetzen, falls F.
sich da gemeldet hätte, weiters währe ein Appell v. C.
an F. sich bei der Mutter zu melden angebracht gewesen,
aber um Nachhinein ist man meistens schlauer,

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Klugscheißer » Donnerstag, 05. November 2026, 13:39:23

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 09:00:16 Aber hätte der Täter nicht eh damit rechnen müssen,dass Fraukes Familie eh beim Handy "wacht" ? Das ist z. B. eine Sache, die ich deutlich schwerer greifen kann als das nicht aufgetriebene Diktiergerät. Spätestens ab dem zweiten Anruf hätte ich vermutet, dass rund um die Uhr ein Mitglied von Fraukes Familie in der Nähe von Chris Handy gewesen wäre.
Ich weiß ja nicht, aber ob das Vater, Freundin und Chris selbst so prickelnd gefunden hätten, wenn sich da "rund um die Uhr" ein Mitglied aus der Familie der Ex ihnen angeschlossen hätte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast N » Donnerstag, 05. November 2026, 13:35:59

SGE hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 12:01:16 Und am kompletten Montag war auch Programm, vom Frühschoppen bis zum letzten Ehrentanz um 23 00 Uhr.
Am Sonntag aber auch, oder? Und dennoch abends der Anruf, das passt dann wiederum doch nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SAFIA » Donnerstag, 05. November 2026, 13:24:52

HYBLA_VALLY hat gesschrieben:

"Ein junger Arzt aus Fraukes beruflichem Umfeld könnte aufgrund seiner medizinischen Autorität und des damit verbundenen Vertrauensvorschusses eine besondere Stellung eingenommen haben. Selbst bei nur oberflächlicher persönlicher Bekanntschaft wäre denkbar, dass Frauke ihn als vertrauenswürdig wahrgenommen hätte und deshalb bereit gewesen wäre, in sein Fahrzeug einzusteigen."

Ich halte das für plausibel, würde das aber nicht nur auf das ärztliche Personal beschränken.
Die Wahrscheinlichkeit, dass man als Schwesternschülerin Personen von den Schnittstellen des Arbeitsumfeldes (Operationssaal,Intensivstation,Wachsaal, Röntgen, Kantine,etc.) " kennt", ist sehr hoch.
Wobei es sich bei dem "Kennen" um k e i n namentliches Kennen handeln muss. Man weiss, XY habe ich einmal Patienten gebracht oder bei ihm abgeholt, kenne aber nur sein Gesicht und keinen Namen, weiss bestenfalls noch auf welcher Abteilung das geschehen ist.
Und das dann auch eine junge attraktive Schwesternschülerin bei gewissen Leuten ins Auge sticht, ist ebenfalls nachvollziehbar.
Wenn nun diese Person nach dem Pub besucht auf F trifft , dann gehen keine Warnlampen an. Und ich nehme an, dass er sich nur mit dem Vornamen vorgestellt hat. Und einmal überwältigt, hätte sie auf die Frage, von wem wirst du festgehalten, nur mit Max oder Hans antworten können.
Aber natürlich trifft das Gleiche auch auf Personen zu, welche nicht aus dem Arbeitsumfeld stammen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Donnerstag, 05. November 2026, 12:40:58

Gast hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 07:07:14 Auch eine Frage der Perspektive.
Spoiler
Von der Außensicht aus, die ja auch wir für gewöhnlich einnehmen, war da natürlich das ganze Umfeld in Aufruhr, ihre Familie letztlich wohl noch weit mehr betroffen als etwa Chris. Und Fraukes Rolle als Ingrid Liebs´ Kind ist uns durch deren umfangreiches öffentliches Auftreten im Nachgang ja auch mehr als präsent. Wir neigen vielleicht manchmal dazu, Frauke kindlicher einzuwerten als zutreffend ist.
Aber aus der Innensicht der Tat und zum damaligen Zeitpunkt, also Täter (und auch Frauke, gewissermaßen) sieht es doch so aus:
Eine mit 21 Jahren definitv erwachsene Frau, in Ausbildungsberuf und schon ein Weilchen nicht mehr bei den Eltern wohnend, ist für ein paar Tage überraschend weg. Will man da erreichen, dass sich keiner allzu große Sorgen macht oder so, jedenfalls Harmlosigkeit und ein freiwilliges Fernbleiben suggerieren, dann ruft man doch da an, wo man wohnt - aber weniger gleich die halbe Verwandtschaft.
Wäre ich mit Anfang 20 (habe damals auch in WGs gewohnt) spontan für ein paar Tage "abgetaucht", ich hätte wohl kurz in meiner WG Bescheid gegeben, aber nicht bei meinen Eltern. Trotz gutem und regelmäßigem Kontakt (bei mir etwa alle ein bis zwei Wochen Besuch, dazwischen mal telefoniert) waren die nicht so kleinteilig in mein alltägliches Tun und Lassen involviert.
Und hier im Fall reden wir da ja nicht unbedingt primär von Fraukes eigenem Erleben und den Gepflogenheiten bzgl. Kontakt zur Familie, sondern vielleicht eher davon, was dem Täter naheliegend erschien. Vielleicht selbst nicht mehr Anfang 20, kein enger Kontakt mit dem Elternhaus mehr, vielleicht auch nie so ausgeprägt gehabt, sobald er dort nicht mehr gewohnt hatte, wie auch immer. Als Erwachsene ruft Frauke da an wo sie wohnt, wenn sie spontan für ein paar Tage unterwegs ist, völlig nahe liegend.
Davon könnte man auch ablesen, dass es keinen besonderen Bezug zu den Liebs gab.

Wenn man sich die einzelnen Inhalte ansieht...
Der Donnerstag, beim ersten Anruf rund um Sennelager, und die darauf folgenden Tage unterscheiden sich etwas. Beim letzten dann war bis zum Ende des Transkripts nicht mehr die Rede davon noch nach Hause zu kommen. Die Idee hatte man wohl bereits verworfen, nachdem man sie am Montag eventuell woanders hin [u"]in Sicherheit" [/u] gebracht hat. Falls sie die meiste Zeit wirklich immer in der Stadt oder der unmittelbaren Umgebung verbrachte, wurde sie dann in die Peripherie verbracht und damit wurde ihr zu verstehen gegeben, dass es kein Zurück mehr gibt.

Aber am Donnerstag, beim ersten Anruf, was muss sie da sprechen: Christos (es ist ernst), ich komme bald nach Hause,(es ist sehr ernst - die Worte widersprechen den Taten) sag Mama und Papa (sehr, sehr Ernst) und den anderen (?) Bescheid.

Bald heisst, ja bald halt. Es könnte ein wenig dauern. Und mit den anderen ist wer gemeint? Mama und Papa bedeutet schon Alarmstufe Rot. Ich meine, sie sollte das ja sagen.

Das war die Situation. Wie konnte man da von einem freiwilligen Wegbleiben ausgehen?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SGE » Donnerstag, 05. November 2026, 12:01:16

Gast N hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 11:13:32 Am Sa, 24.06.2006 war in Hövelhof schon ab 14.30Uhr quasi das ganze Dorf auf den Beinen, denn da traf sich der Hofstaat beim König. Da konnte man wahrscheinlich nicht ungesehen durch die Gegend kutschieren.
Der Anruf von Frauke erfolgte ca 14 Uhr. Hier könnte man durchaus einen Zusammenhang vermuten.
Und am kompletten Montag war auch Programm, vom Frühschoppen bis zum letzten Ehrentanz um 23 00 Uhr.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast N » Donnerstag, 05. November 2026, 11:13:32

Am Sa, 24.06.2006 war in Hövelhof schon ab 14.30Uhr quasi das ganze Dorf auf den Beinen, denn da traf sich der Hofstaat beim König. Da konnte man wahrscheinlich nicht ungesehen durch die Gegend kutschieren.
Der Anruf von Frauke erfolgte ca 14 Uhr. Hier könnte man durchaus einen Zusammenhang vermuten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 05. November 2026, 10:57:56

Sehe das so wie Miss_Erfolg.
Frauke konnte doch auch nach ihrer Schwester verlangen und mit ihr reden, dem Täter war das entweder egal oder aber er fand es sogar gut, dass so viele Menschen involviert waren und wollte es ganz genau so haben. Vielleicht hätte es ihm gefallen, wenn die Mama mal da gewesen wäre.
Hätte es das verhindern wollen, hätte er komplett auf Anrufe verzichten und einfach hin und wieder eine SMS an C versenden können. Überhaupt wäre das doch auch ne Lösung gewesen, die er schlicht nicht in Betracht zog.

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