von Gast » Donnerstag, 05. November 2026, 07:07:14
Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. November 2026, 12:11:31
Weil die Anrufe nur von der ersten SMS aus Nieheim ablenken sollten.
Und diese SMS ging eben an Chris.
Jede weitere einbezogene Person hätte es für den Täter nur noch komplizierter gemacht.
Schätze ich mal ....
Auch eine Frage der Perspektive.
Von der Außensicht aus, die ja auch wir für gewöhnlich einnehmen, war da natürlich das ganze Umfeld in Aufruhr, ihre Familie letztlich wohl noch weit mehr betroffen als etwa Chris. Und Fraukes Rolle als Ingrid Liebs´ Kind ist uns durch deren umfangreiches öffentliches Auftreten im Nachgang ja auch mehr als präsent. Wir neigen vielleicht manchmal dazu, Frauke kindlicher einzuwerten als zutreffend ist.
Aber aus der Innensicht der Tat und zum damaligen Zeitpunkt, also Täter (und auch Frauke, gewissermaßen) sieht es doch so aus:
Eine mit 21 Jahren definitv erwachsene Frau, in Ausbildungsberuf und schon ein Weilchen nicht mehr bei den Eltern wohnend, ist für ein paar Tage überraschend weg. Will man da erreichen, dass sich keiner allzu große Sorgen macht oder so, jedenfalls Harmlosigkeit und ein freiwilliges Fernbleiben suggerieren, dann ruft man doch da an, wo man wohnt - aber weniger gleich die halbe Verwandtschaft.
Wäre ich mit Anfang 20 (habe damals auch in WGs gewohnt) spontan für ein paar Tage "abgetaucht", ich hätte wohl kurz in meiner WG Bescheid gegeben, aber nicht bei meinen Eltern. Trotz gutem und regelmäßigem Kontakt (bei mir etwa alle ein bis zwei Wochen Besuch, dazwischen mal telefoniert) waren die nicht so kleinteilig in mein alltägliches Tun und Lassen involviert.
Und hier im Fall reden wir da ja nicht unbedingt primär von Fraukes eigenem Erleben und den Gepflogenheiten bzgl. Kontakt zur Familie, sondern vielleicht eher davon, was dem Täter naheliegend erschien. Vielleicht selbst nicht mehr Anfang 20, kein enger Kontakt mit dem Elternhaus mehr, vielleicht auch nie so ausgeprägt gehabt, sobald er dort nicht mehr gewohnt hatte, wie auch immer. Als Erwachsene ruft Frauke da an wo sie wohnt, wenn sie spontan für ein paar Tage unterwegs ist, völlig nahe liegend.
[quote=Hybla_Valley post_id=369268 time=1793790691 user_id=1]
Weil die Anrufe nur von der ersten SMS aus Nieheim ablenken sollten.
Und diese SMS ging eben an Chris.
Jede weitere einbezogene Person hätte es für den Täter nur noch komplizierter gemacht.
Schätze ich mal ....
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Auch eine Frage der Perspektive.
Von der Außensicht aus, die ja auch wir für gewöhnlich einnehmen, war da natürlich das ganze Umfeld in Aufruhr, ihre Familie letztlich wohl noch weit mehr betroffen als etwa Chris. Und Fraukes Rolle als Ingrid Liebs´ Kind ist uns durch deren umfangreiches öffentliches Auftreten im Nachgang ja auch mehr als präsent. Wir neigen vielleicht manchmal dazu, Frauke kindlicher einzuwerten als zutreffend ist.
Aber aus der Innensicht der Tat und zum damaligen Zeitpunkt, also Täter (und auch Frauke, gewissermaßen) sieht es doch so aus:
Eine mit 21 Jahren definitv erwachsene Frau, in Ausbildungsberuf und schon ein Weilchen nicht mehr bei den Eltern wohnend, ist für ein paar Tage überraschend weg. Will man da erreichen, dass sich keiner allzu große Sorgen macht oder so, jedenfalls Harmlosigkeit und ein freiwilliges Fernbleiben suggerieren, dann ruft man doch da an, wo man wohnt - aber weniger gleich die halbe Verwandtschaft.
Wäre ich mit Anfang 20 (habe damals auch in WGs gewohnt) spontan für ein paar Tage "abgetaucht", ich hätte wohl kurz in meiner WG Bescheid gegeben, aber nicht bei meinen Eltern. Trotz gutem und regelmäßigem Kontakt (bei mir etwa alle ein bis zwei Wochen Besuch, dazwischen mal telefoniert) waren die nicht so kleinteilig in mein alltägliches Tun und Lassen involviert.
Und hier im Fall reden wir da ja nicht unbedingt primär von Fraukes eigenem Erleben und den Gepflogenheiten bzgl. Kontakt zur Familie, sondern vielleicht eher davon, was dem Täter naheliegend erschien. Vielleicht selbst nicht mehr Anfang 20, kein enger Kontakt mit dem Elternhaus mehr, vielleicht auch nie so ausgeprägt gehabt, sobald er dort nicht mehr gewohnt hatte, wie auch immer. Als Erwachsene ruft Frauke da an wo sie wohnt, wenn sie spontan für ein paar Tage unterwegs ist, völlig nahe liegend.