von Maxi9 » Sonntag, 01. November 2026, 15:40:19
Ich frage mich, wie man auf die Art und Weise, wie es momentan passiert, die Vermisste finden will.
Es könnte sich als hilfreich erweisen, auf Hobbyermittler oder Privatdetektive zu setzen, da man auf die offiziellen Behörden bei Vermisstenfällen meinem Eindruck nach kaum setzen kann. Wenn nicht innerhalb der ersten Woche nach Verschwinden Ermittlungen aufgenommen werden, ist meiner Ansicht nach vieles verloren. Doch offenbar scheint es das Gesetz in Deutschland so zu wollen. Als erwachsene Frau kann man durch Vermisstenfälle wie die von Carolin Schmidt und Scarlett nur gewarnt sein. Wer bei einer Tätigkeit verschwindet, die als gefährlich gilt, kann ja fast schon darauf wetten, dass die Polizei erst einmal keine Anhaltspunkte für eine Straftat sieht, da es ja sein könnte, dass die Person verunfallt ist. Obwohl beide Alterantiven gleich wahrscheinlich sind, sieht es beim Verunfallen so aus, als werde automatisch davon ausgegangen, auch wenn keine Anhaltspunkte dafür vorliegen. Eine Straftat schließt man aber aus bzw. darf nicht einmal beginnen zu ermitteln, da ja keine Anhaltspunkte dafür vorliegen. Warum dem Gesetzgeber diese wirre Logik nicht auffällt und diese nicht beseitigt wird? Vielleicht Personalmangel oder Gründe finanzieller Art? Praktisch für die Arbeit der Ermittlungsbehörden - fatal für das mögliche Opfer. Wer in einer Grenzregion verschwindet, hat ebenfalls schlechte Karten, da es offenbar Wochen dauert, bis sich Behörden länderübergreifend absprechen, sofern sie überhaupt tätig werden und sich nicht nur darauf berufen, dass eine erwachsene Person ihren Aufenthaltsort wählen kann wie sie will.
Also ermitteln die Angehörigen selbst. Hier besteht meiner Meinung nach jedoch das Problem, dass Angehörige nicht vom Schlimmsten ausgehen wollen, weil sie dies psychisch nicht aushalten würden. Also sucht ein Vater von Scarlett den Schluchtensteig auch noch das hunderste Mal ab und der Vater von Carolin ruft zum Durchsuchen der Gipfelbücher in einer bestimmen Region auf. Wie viele Gipfelbücher gibt es wohl in der Region? 100, 200, 500? Ist überhaupt bekannt ob Carolin wirklich in jedes Gipfelbuch schreibt, an dessen Gipfel sie ankommt?
Auf der offiziellen Vermisstenseite bei Linktree liest man von Sichtungen. Nirgends steht, inwiefern diese Sichtungen verifiziert sind. Unter einen Artikel der Tiroler Zeitung soll eine Person auf eine Facebook-Seite verwiesen haben, wo eine Inhaberin eines Geschenkeshops Carolin angeblich gesehen haben will. Werden solche Behauptungen nur im Internet abgetippt und als 'Hinweise' genannt oder wurde die Geschenkladeninhaberin wirklich aufgesucht und ermittelt, wie glaubhaft die Sichtung ist? Wieso wird nicht genau dazu geschrieben, wo und um welche Uhrzeit Carolin gesichtet wurde und grob von wem. Man könnte dann gezielt in der Umgebung suchen oder eigene Überlegungen anstellen. Je mehr Personen sich Gedanken machen, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas Auffälliges entdeckt, das einen weiterbringt.
Mir fehlen Informationen darüber, ob Carolin mit eigenem Auto gereist ist, per Bus und Bahn oder per Anhalter. Wie war das Übernachtungsverhalten? Wurden eher Hotels gewählt, Unterkünfte mit Kochgelegenheit, einfache Jugendherbergen oder gar private Übernachtungen? Jeder Urlaubsort muss Kurabgabe leisten, zumindest würde ich in Tirol und um Garmisch davon ausgehen. Heutzutage werden Gäste akribisch notiert, vermutlich auch bei einer einzelnen Übernachtung. Ich glaube nicht, dass ein Übernachtungsbetrieb daher nicht mehr weiß, ob Carolin bei ihm übernachtet hat. Wo könnten private Übernachtungen vereinbart worden sein? Es gibt Plattformen wie Airbnb. Wurde hier Einsicht in das Konto von Carolin genommen, falls sie eines hat? Wurde Einsicht in Apps wie Blablacar genommen? Das sind doch die wahrscheinlichsten Buchungsplattformen, wenn jemand günstig übernachtet und Mitfahrgelegenheiten nutzen würde. Ich plädiere dafür, zuerst das Wahrscheinlichste zu checken.
Als allererstes hätte ich mich in das e-Mail-Konto eingeloggt. Buchungen wie Sesselliftkarten, Eintrittsticket, Übernachtungen usw laufen heute oft darüber.
Wurde formell Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und eine Vermisstenmeldung? Kann man damit nicht bei den Internetprovidern genauere Standortdaten des Handys erhalten?
Wieso wird nicht mitgeteilt, wo sich die Wanderapp eingeloggt hatte und welche Routen laut Wanderapp schon gewandert worden waren? Auch anhand der bereits gewanderten Routen könnte man Rückschlüsse ziehen.
Ist bekannt, welche sozialen Plattformen Carolin nutzte? Wurden sämtliche sozialen Plattformen, die Menschen in dem Alter häufig nutzen dahingehend überprüft ob ein Account unter Carolins Mailadresse vorhanden ist?
Angenommen, es handelt sich um ein Verbrechen, würde ich Zeugenhinweisen sehr vorsichtig nachgehen, da es durchaus möglich ist, dass ein Täter Sichtungen im Internet behauptet, um Spuren zu verwischen oder auf falsche Spuren zu führen.
Ist den Angehörigen bekannt, dass monatelang in der Region Mittenwald, Ehrwald, Seefeld i. Tirol Straßensperrungen stattfanden am Wochenende und der Bahnverkehr monatelang komplett durch Schienenersatzverkehr bedient wurde? Ist bekannt, dass in der Region, wo Scarlett verschwand, ebenfalls Streckensperrungen vorlagen und der Bus nicht gefahren ist? Ist bekannt, dass in Lenzkirchen, in der Nähe wo Scarlett verschwand, in einer Urlaubsregion an einem Kurpark ebenfalls ein Bus nicht fuhr und dort ein Täter gezielt auf Personen gewartet haben soll um diesen eine Fahrt im Privat-PKW anzubieten. Hierbei wurde vor einigen Jahren eine junge Frau von einem Autofahrer an der Bushaltestelle aufgegabelt und in ein Waldstück gebracht. Die Frau konnte während der Fahrt aus dem Auto springen. Wird in Erwägung gezogen, dass es Täter geben könnte, die gezielt Urlaubsorte auswählen, an denen Busse und Bahnen ausfallen, um junge Frauen ins Auto zu locken, in dem sie sich als hilfsbereit anbieten? Das würde nicht groß auffallen bzw. höchstens, wenn Personen sehr aufmerksam sind und sehen, wie Autofahrer oder Personen gezielt an Haltestellen auflauern. Hat man an Haltestellen in Garrmisch, Seefeld und an der gesperrten Strecke Richtung Tirol diesbezüglich Aushänge gemacht?
Kann man noch auf Videomaterial aller relevanten Bahnhöf zurückgreifen, sofern Carolin Bahn gefahren ist?
Neben dem Geschenkeladen, in dem Carolin angeblich gesichtet wurde, befindet sich ein "Adult Hotel" mit fragwürdigen Bewertungen, was ein seltsamer Laden zu sein scheint. Wäre es denkbar, dass ein junger Täter, der sich vielleicht als Berg- und Tierfreund ausgibt, eine junge Frau in ein solches Hotel einlädt, in dem er z. B. behauptet, er wollte mit einem Freund wandern und hätte nun ein Bett im Zimmer frei und man könne sich ja gemeinsam erholen in der Therme oder ähnliches? Wäre Carolin so naiv, solche Angebote anzunehmen?
Was hat es mit dem Aufenthalt in Weilheim auf sich? Wieso wird nicht kommuniziert, wo die Sichtung stattgefunden hat, in welchem Supermarkt, was eingekauft wurde und wieso das unüblich sein sollte?
Wie lange war die Tour ursprünglich geplant? Ist es üblich, dass Carolin bei Urlauben von Hotel zu Hotel wechselte? Auch hier wäre interessant, ob ein Auto vorhanden war, dann wäre ein Hotelumzug wahrscheinlicher. Wurde das Hotel möglicherweise wegen eines Vorfalles mit anderen Gästen gewechselt? Wann wurde der Aufenthalt gebucht? Was sagte Carolin beim Auschecken aus dem Hotel? Man redet doch in der Regel ein paar Worte an der Rezeption und sagt dann, dass es heute mit dem Zug nach Hause geht oder beispielsweise dass man noch eine Woche in Tirol weiter wandert oder ähnliches.
Kein Mensch macht am Tag des Auscheckens aus dem Hotel, wenn er am gleichen Tag nach Hause fahren will, noch eine große Wandertour. Wenn Carolin bedacht und vernünftig war, wird sie wissen, dass man sich weder auf Zuglifte, noch auf Busse und Bahnen verlassen kann und ein Unwetter in den Bergen zu Zeitverzögerungen führen kann, sofern man bei der Rückfahrt auf die Bahn angewiesen ist. Wer würde sich diesen Stress im Nacken bei einer letzten Wanderung antun? Allenfalls würde man einen kleinen Abstecker an einen touristisch interessanten Ort oder eine sehr kleine Wanderung machen. Dann hätte man aber trotzdem das Problem mit dem Gepäck. Wer will beim Wandern schon sein ganzes Gepäck mitschleppen? Wurden sämtliche Schließfächer in der Umgebung aufgesucht und geschaut, ob dort Gepäck schon länger liegt? Wurde das Hotel befragt, ob es Carolin angeboten hat, das Gepäck aufzubewahren bis mittags? Was hat Carolin darauf geantwortet? Würde man überhaupt am letzten Tag noch eine Wanderug machen wenn man schon 2 Wochen in einer Region unterwegs war? Würde es dem Charakter von Carolin entsprechen, dass man unbedingt jede Minute ausnutzen will und deswegen dann bei der Rückfahrt möglicherweise Stress mit Zügen hat? Wer die Bahn kennt, wird eher nicht gegen nachmittag noch eine mehrstündige Reise in die Heimat antreten. Zu hoch ist die Gefahr, dass man um Mitternacht an einem Bahnhof im Nirgendwo strandet da der Zug Verspätung hatte usw.
Wurde in Erwägung gezogen, dass die letzte Whatsapp-Nachricht vielleicht von einer ganz anderen Person abgesendet wurde? Wie aktuell ist das Foto, das in dieser Nachricht versendet wurde? Würde man wirklich verschiedene Fotos schicken und schreiben, man mache noch einen Abstecher und nicht sagen, wohin? Wann fand der letzte verifizierbare Kontakt zu Carolin statt, also ein Telefonat oder ein Realkontakt? Mir sind in diesem Fall zu viele Ungereimtheiten und ich sehe nicht, inwiefern dem nachgegangen wurde. Angenommen, man würde an dem Tag zurückfahren, könnte man doch sagen "ich habe heute ausgecheckt aber fahr noch einmal auf den Berg namens ..." oder "ich habe ausgecheckt, aber gehe nochmal zu einem schönen Wasserfall" oder "auf der Rückfahrt treffe ich noch eine/n Bekannte/n". Wieso diese kryptische Aussage "ich mache noch einen Abstecher?". So redet kein junger Mensch meiner Meinung nach und so schreibt man im Normalfall auch nicht mit den eigenen Angehörigen, es sei denn der Kontakt ist enorm distanziert und oberflächlich. Dazu könnte der Vater Auskünfte geben.
Wieso gibt es keine Auskünfte mehr, was es mit diesem Daniel auf sich hat, zu dem Carolin angeblich nach München reisen wollte? Wenn die Angehörigen wirklich die Hilfe der Bevölkerung in Anspruch nehmen wollen, dann sollten sie wesentlich mehr Informationen bereitstellen und offen in alle Richtungen ermitteln.
Ich persönlich sehe Parallelen zwischen dem Fall Scarlett und Carolin. Vor allem finde ich auffällig, dass beide Frauen sehr von ihren Vätern geprägt zu sein scheinen. Von den Müttern hört man nichts. Beide Frauen scheinen sehr bodenständig zu sein. Wer auf dem Boden im Freien auf einer Thermofolie schläft oder eine alpine Bergsteigerin ist, ist auf jeden Fall nicht die typische Tussi. Man schaue sich einfach die Fotos an. Mit ein klein wenig Menschenkenntnis weiß man was ich meine. Mir scheinen beide Frauen durchaus intelligent zu sein, aber vielleicht aufgrund einer hohen Sachorientierung auch zu verstandesbasiert und mit zu wenig Bauchgefühl? Was wäre, wenn eine Person sich wirklich als Vogelfreund ausgibt und anbietet, zu einem Beobachtungspunkt zusammen zu fahren etc.? Würde man das ausschlagen bzw. würde man mögliche Bedenken erkennen, wenn man vielleicht voll im Hobbymodus oder davon ausgeht, dass alle Menschen genau so aufrichtig sind, wie man selbst es ist? Auch vom Aussehen sehe ich durchaus Parallelen zwischen beiden Frauen. Ein möglicher Täter könnte sich gezielt für Frauen eines bestimmen Typs interessieren, die natürlich wirken, eher hemdsärmlig und an deren Auftreten man ablesen kann, dass sie sich eher weniger Gedanken um ihre Außenwirkung machen (Carolin) bzw. dass sie kein Gespür dafür haben, wie sie nach außen wirken (Scarlett). Ein möglicher Täter könnte sich dadurch angezogen fühlen, weil er eben nicht die typische Frau vor sich sieht, vor der er vielleicht Angst hätte, sich anzunähern, sondern eher sehr begeisterungsfähige sachbezogene junge Damen, die aufgrund des Erscheinungsbildes bestimmte Signale aussenden.
Ich gehe davon aus, dass auch hier jahrelang im Trüben gestochert werden wird, wenn so weiter ermittelt wird bzw. nicht ermittelt wird, wie bisher. Seitdem ich vom Fall Scarlett gelesen habe und mich kurz in die Gesetzeslage eingelesen habe, bin ich entsetzt, wie leicht es möglichen Tätern gemacht wird und wie viel höher der Schutz von Daten und von Tätern über dem Schutz eines potentiellen Opfers steht. Man kann selbst nur hoffen, dass einem so etwas niemals passieren wird und wenn, dass die Angehörigen dann einen Privatermittler einschalten, der über logisches Denk- und Kombinationsvermögen verfügt und dazu die juristischen Kniffe kennt, mit denen man Ermittlungsbehörden dazu bringen kann, überhaupt zu ermitteln. Wenn so etwas in den USA passiert wäre, wäre bereits nach einem Monat laut Gesetz der Vermisstenfall automatisch zu einem Straftatfall geworden und es würden höchste Behörden ermitteln die Spezialisten ihres Faches sind. In Deutschland wird offenbar selbst nach Wochen noch nicht einmal in Hinblick auf eine mögliche Straftat ermittelt, da ja keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen. Man betreibt lediglich Maßnahmen der Gefahrenabwehr, die man nach 4 Wochen, wenn ich mich recht erinnere, einstellen darf. Ich frage mich, wie man als Personal in solch einer Behörde abends noch die Augen zu tun kann, wenn man weiß, dass es in Deutschland praktisch unmöglich ist, in Vermisstenfällen Strafermittlungsmaßnahmen zu ergreifen. Wenn nur Gefahrenabwehr betrieben wird, fehlt offenbar die Befugnis, Hotelbetriebe zu befragen, Handys gezielt zu orten, sich Daten von online-Betreibern herausgeben zu lassen usw. Als allererstes hätte ich doch als Angehöriger und Behörde geschaut, wie man sich in die technischen Geräte einloggen kann. Tatsächlich finde ich es schlimm, wenn man als Außenstehender zuschauen muss, wie solche Fälle angegangen werden. Wie müssen sich da erst die Angehörigen fühlen?
Ich frage mich, wie man auf die Art und Weise, wie es momentan passiert, die Vermisste finden will.
Es könnte sich als hilfreich erweisen, auf Hobbyermittler oder Privatdetektive zu setzen, da man auf die offiziellen Behörden bei Vermisstenfällen meinem Eindruck nach kaum setzen kann. Wenn nicht innerhalb der ersten Woche nach Verschwinden Ermittlungen aufgenommen werden, ist meiner Ansicht nach vieles verloren. Doch offenbar scheint es das Gesetz in Deutschland so zu wollen. Als erwachsene Frau kann man durch Vermisstenfälle wie die von Carolin Schmidt und Scarlett nur gewarnt sein. Wer bei einer Tätigkeit verschwindet, die als gefährlich gilt, kann ja fast schon darauf wetten, dass die Polizei erst einmal keine Anhaltspunkte für eine Straftat sieht, da es ja sein könnte, dass die Person verunfallt ist. Obwohl beide Alterantiven gleich wahrscheinlich sind, sieht es beim Verunfallen so aus, als werde automatisch davon ausgegangen, auch wenn keine Anhaltspunkte dafür vorliegen. Eine Straftat schließt man aber aus bzw. darf nicht einmal beginnen zu ermitteln, da ja keine Anhaltspunkte dafür vorliegen. Warum dem Gesetzgeber diese wirre Logik nicht auffällt und diese nicht beseitigt wird? Vielleicht Personalmangel oder Gründe finanzieller Art? Praktisch für die Arbeit der Ermittlungsbehörden - fatal für das mögliche Opfer. Wer in einer Grenzregion verschwindet, hat ebenfalls schlechte Karten, da es offenbar Wochen dauert, bis sich Behörden länderübergreifend absprechen, sofern sie überhaupt tätig werden und sich nicht nur darauf berufen, dass eine erwachsene Person ihren Aufenthaltsort wählen kann wie sie will.
Also ermitteln die Angehörigen selbst. Hier besteht meiner Meinung nach jedoch das Problem, dass Angehörige nicht vom Schlimmsten ausgehen wollen, weil sie dies psychisch nicht aushalten würden. Also sucht ein Vater von Scarlett den Schluchtensteig auch noch das hunderste Mal ab und der Vater von Carolin ruft zum Durchsuchen der Gipfelbücher in einer bestimmen Region auf. Wie viele Gipfelbücher gibt es wohl in der Region? 100, 200, 500? Ist überhaupt bekannt ob Carolin wirklich in jedes Gipfelbuch schreibt, an dessen Gipfel sie ankommt?
Auf der offiziellen Vermisstenseite bei Linktree liest man von Sichtungen. Nirgends steht, inwiefern diese Sichtungen verifiziert sind. Unter einen Artikel der Tiroler Zeitung soll eine Person auf eine Facebook-Seite verwiesen haben, wo eine Inhaberin eines Geschenkeshops Carolin angeblich gesehen haben will. Werden solche Behauptungen nur im Internet abgetippt und als 'Hinweise' genannt oder wurde die Geschenkladeninhaberin wirklich aufgesucht und ermittelt, wie glaubhaft die Sichtung ist? Wieso wird nicht genau dazu geschrieben, wo und um welche Uhrzeit Carolin gesichtet wurde und grob von wem. Man könnte dann gezielt in der Umgebung suchen oder eigene Überlegungen anstellen. Je mehr Personen sich Gedanken machen, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas Auffälliges entdeckt, das einen weiterbringt.
Mir fehlen Informationen darüber, ob Carolin mit eigenem Auto gereist ist, per Bus und Bahn oder per Anhalter. Wie war das Übernachtungsverhalten? Wurden eher Hotels gewählt, Unterkünfte mit Kochgelegenheit, einfache Jugendherbergen oder gar private Übernachtungen? Jeder Urlaubsort muss Kurabgabe leisten, zumindest würde ich in Tirol und um Garmisch davon ausgehen. Heutzutage werden Gäste akribisch notiert, vermutlich auch bei einer einzelnen Übernachtung. Ich glaube nicht, dass ein Übernachtungsbetrieb daher nicht mehr weiß, ob Carolin bei ihm übernachtet hat. Wo könnten private Übernachtungen vereinbart worden sein? Es gibt Plattformen wie Airbnb. Wurde hier Einsicht in das Konto von Carolin genommen, falls sie eines hat? Wurde Einsicht in Apps wie Blablacar genommen? Das sind doch die wahrscheinlichsten Buchungsplattformen, wenn jemand günstig übernachtet und Mitfahrgelegenheiten nutzen würde. Ich plädiere dafür, zuerst das Wahrscheinlichste zu checken.
Als allererstes hätte ich mich in das e-Mail-Konto eingeloggt. Buchungen wie Sesselliftkarten, Eintrittsticket, Übernachtungen usw laufen heute oft darüber.
Wurde formell Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und eine Vermisstenmeldung? Kann man damit nicht bei den Internetprovidern genauere Standortdaten des Handys erhalten?
Wieso wird nicht mitgeteilt, wo sich die Wanderapp eingeloggt hatte und welche Routen laut Wanderapp schon gewandert worden waren? Auch anhand der bereits gewanderten Routen könnte man Rückschlüsse ziehen.
Ist bekannt, welche sozialen Plattformen Carolin nutzte? Wurden sämtliche sozialen Plattformen, die Menschen in dem Alter häufig nutzen dahingehend überprüft ob ein Account unter Carolins Mailadresse vorhanden ist?
Angenommen, es handelt sich um ein Verbrechen, würde ich Zeugenhinweisen sehr vorsichtig nachgehen, da es durchaus möglich ist, dass ein Täter Sichtungen im Internet behauptet, um Spuren zu verwischen oder auf falsche Spuren zu führen.
Ist den Angehörigen bekannt, dass monatelang in der Region Mittenwald, Ehrwald, Seefeld i. Tirol Straßensperrungen stattfanden am Wochenende und der Bahnverkehr monatelang komplett durch Schienenersatzverkehr bedient wurde? Ist bekannt, dass in der Region, wo Scarlett verschwand, ebenfalls Streckensperrungen vorlagen und der Bus nicht gefahren ist? Ist bekannt, dass in Lenzkirchen, in der Nähe wo Scarlett verschwand, in einer Urlaubsregion an einem Kurpark ebenfalls ein Bus nicht fuhr und dort ein Täter gezielt auf Personen gewartet haben soll um diesen eine Fahrt im Privat-PKW anzubieten. Hierbei wurde vor einigen Jahren eine junge Frau von einem Autofahrer an der Bushaltestelle aufgegabelt und in ein Waldstück gebracht. Die Frau konnte während der Fahrt aus dem Auto springen. Wird in Erwägung gezogen, dass es Täter geben könnte, die gezielt Urlaubsorte auswählen, an denen Busse und Bahnen ausfallen, um junge Frauen ins Auto zu locken, in dem sie sich als hilfsbereit anbieten? Das würde nicht groß auffallen bzw. höchstens, wenn Personen sehr aufmerksam sind und sehen, wie Autofahrer oder Personen gezielt an Haltestellen auflauern. Hat man an Haltestellen in Garrmisch, Seefeld und an der gesperrten Strecke Richtung Tirol diesbezüglich Aushänge gemacht?
Kann man noch auf Videomaterial aller relevanten Bahnhöf zurückgreifen, sofern Carolin Bahn gefahren ist?
Neben dem Geschenkeladen, in dem Carolin angeblich gesichtet wurde, befindet sich ein "Adult Hotel" mit fragwürdigen Bewertungen, was ein seltsamer Laden zu sein scheint. Wäre es denkbar, dass ein junger Täter, der sich vielleicht als Berg- und Tierfreund ausgibt, eine junge Frau in ein solches Hotel einlädt, in dem er z. B. behauptet, er wollte mit einem Freund wandern und hätte nun ein Bett im Zimmer frei und man könne sich ja gemeinsam erholen in der Therme oder ähnliches? Wäre Carolin so naiv, solche Angebote anzunehmen?
Was hat es mit dem Aufenthalt in Weilheim auf sich? Wieso wird nicht kommuniziert, wo die Sichtung stattgefunden hat, in welchem Supermarkt, was eingekauft wurde und wieso das unüblich sein sollte?
Wie lange war die Tour ursprünglich geplant? Ist es üblich, dass Carolin bei Urlauben von Hotel zu Hotel wechselte? Auch hier wäre interessant, ob ein Auto vorhanden war, dann wäre ein Hotelumzug wahrscheinlicher. Wurde das Hotel möglicherweise wegen eines Vorfalles mit anderen Gästen gewechselt? Wann wurde der Aufenthalt gebucht? Was sagte Carolin beim Auschecken aus dem Hotel? Man redet doch in der Regel ein paar Worte an der Rezeption und sagt dann, dass es heute mit dem Zug nach Hause geht oder beispielsweise dass man noch eine Woche in Tirol weiter wandert oder ähnliches.
Kein Mensch macht am Tag des Auscheckens aus dem Hotel, wenn er am gleichen Tag nach Hause fahren will, noch eine große Wandertour. Wenn Carolin bedacht und vernünftig war, wird sie wissen, dass man sich weder auf Zuglifte, noch auf Busse und Bahnen verlassen kann und ein Unwetter in den Bergen zu Zeitverzögerungen führen kann, sofern man bei der Rückfahrt auf die Bahn angewiesen ist. Wer würde sich diesen Stress im Nacken bei einer letzten Wanderung antun? Allenfalls würde man einen kleinen Abstecker an einen touristisch interessanten Ort oder eine sehr kleine Wanderung machen. Dann hätte man aber trotzdem das Problem mit dem Gepäck. Wer will beim Wandern schon sein ganzes Gepäck mitschleppen? Wurden sämtliche Schließfächer in der Umgebung aufgesucht und geschaut, ob dort Gepäck schon länger liegt? Wurde das Hotel befragt, ob es Carolin angeboten hat, das Gepäck aufzubewahren bis mittags? Was hat Carolin darauf geantwortet? Würde man überhaupt am letzten Tag noch eine Wanderug machen wenn man schon 2 Wochen in einer Region unterwegs war? Würde es dem Charakter von Carolin entsprechen, dass man unbedingt jede Minute ausnutzen will und deswegen dann bei der Rückfahrt möglicherweise Stress mit Zügen hat? Wer die Bahn kennt, wird eher nicht gegen nachmittag noch eine mehrstündige Reise in die Heimat antreten. Zu hoch ist die Gefahr, dass man um Mitternacht an einem Bahnhof im Nirgendwo strandet da der Zug Verspätung hatte usw.
Wurde in Erwägung gezogen, dass die letzte Whatsapp-Nachricht vielleicht von einer ganz anderen Person abgesendet wurde? Wie aktuell ist das Foto, das in dieser Nachricht versendet wurde? Würde man wirklich verschiedene Fotos schicken und schreiben, man mache noch einen Abstecher und nicht sagen, wohin? Wann fand der letzte verifizierbare Kontakt zu Carolin statt, also ein Telefonat oder ein Realkontakt? Mir sind in diesem Fall zu viele Ungereimtheiten und ich sehe nicht, inwiefern dem nachgegangen wurde. Angenommen, man würde an dem Tag zurückfahren, könnte man doch sagen "ich habe heute ausgecheckt aber fahr noch einmal auf den Berg namens ..." oder "ich habe ausgecheckt, aber gehe nochmal zu einem schönen Wasserfall" oder "auf der Rückfahrt treffe ich noch eine/n Bekannte/n". Wieso diese kryptische Aussage "ich mache noch einen Abstecher?". So redet kein junger Mensch meiner Meinung nach und so schreibt man im Normalfall auch nicht mit den eigenen Angehörigen, es sei denn der Kontakt ist enorm distanziert und oberflächlich. Dazu könnte der Vater Auskünfte geben.
Wieso gibt es keine Auskünfte mehr, was es mit diesem Daniel auf sich hat, zu dem Carolin angeblich nach München reisen wollte? Wenn die Angehörigen wirklich die Hilfe der Bevölkerung in Anspruch nehmen wollen, dann sollten sie wesentlich mehr Informationen bereitstellen und offen in alle Richtungen ermitteln.
Ich persönlich sehe Parallelen zwischen dem Fall Scarlett und Carolin. Vor allem finde ich auffällig, dass beide Frauen sehr von ihren Vätern geprägt zu sein scheinen. Von den Müttern hört man nichts. Beide Frauen scheinen sehr bodenständig zu sein. Wer auf dem Boden im Freien auf einer Thermofolie schläft oder eine alpine Bergsteigerin ist, ist auf jeden Fall nicht die typische Tussi. Man schaue sich einfach die Fotos an. Mit ein klein wenig Menschenkenntnis weiß man was ich meine. Mir scheinen beide Frauen durchaus intelligent zu sein, aber vielleicht aufgrund einer hohen Sachorientierung auch zu verstandesbasiert und mit zu wenig Bauchgefühl? Was wäre, wenn eine Person sich wirklich als Vogelfreund ausgibt und anbietet, zu einem Beobachtungspunkt zusammen zu fahren etc.? Würde man das ausschlagen bzw. würde man mögliche Bedenken erkennen, wenn man vielleicht voll im Hobbymodus oder davon ausgeht, dass alle Menschen genau so aufrichtig sind, wie man selbst es ist? Auch vom Aussehen sehe ich durchaus Parallelen zwischen beiden Frauen. Ein möglicher Täter könnte sich gezielt für Frauen eines bestimmen Typs interessieren, die natürlich wirken, eher hemdsärmlig und an deren Auftreten man ablesen kann, dass sie sich eher weniger Gedanken um ihre Außenwirkung machen (Carolin) bzw. dass sie kein Gespür dafür haben, wie sie nach außen wirken (Scarlett). Ein möglicher Täter könnte sich dadurch angezogen fühlen, weil er eben nicht die typische Frau vor sich sieht, vor der er vielleicht Angst hätte, sich anzunähern, sondern eher sehr begeisterungsfähige sachbezogene junge Damen, die aufgrund des Erscheinungsbildes bestimmte Signale aussenden.
Ich gehe davon aus, dass auch hier jahrelang im Trüben gestochert werden wird, wenn so weiter ermittelt wird bzw. nicht ermittelt wird, wie bisher. Seitdem ich vom Fall Scarlett gelesen habe und mich kurz in die Gesetzeslage eingelesen habe, bin ich entsetzt, wie leicht es möglichen Tätern gemacht wird und wie viel höher der Schutz von Daten und von Tätern über dem Schutz eines potentiellen Opfers steht. Man kann selbst nur hoffen, dass einem so etwas niemals passieren wird und wenn, dass die Angehörigen dann einen Privatermittler einschalten, der über logisches Denk- und Kombinationsvermögen verfügt und dazu die juristischen Kniffe kennt, mit denen man Ermittlungsbehörden dazu bringen kann, überhaupt zu ermitteln. Wenn so etwas in den USA passiert wäre, wäre bereits nach einem Monat laut Gesetz der Vermisstenfall automatisch zu einem Straftatfall geworden und es würden höchste Behörden ermitteln die Spezialisten ihres Faches sind. In Deutschland wird offenbar selbst nach Wochen noch nicht einmal in Hinblick auf eine mögliche Straftat ermittelt, da ja keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen. Man betreibt lediglich Maßnahmen der Gefahrenabwehr, die man nach 4 Wochen, wenn ich mich recht erinnere, einstellen darf. Ich frage mich, wie man als Personal in solch einer Behörde abends noch die Augen zu tun kann, wenn man weiß, dass es in Deutschland praktisch unmöglich ist, in Vermisstenfällen Strafermittlungsmaßnahmen zu ergreifen. Wenn nur Gefahrenabwehr betrieben wird, fehlt offenbar die Befugnis, Hotelbetriebe zu befragen, Handys gezielt zu orten, sich Daten von online-Betreibern herausgeben zu lassen usw. Als allererstes hätte ich doch als Angehöriger und Behörde geschaut, wie man sich in die technischen Geräte einloggen kann. Tatsächlich finde ich es schlimm, wenn man als Außenstehender zuschauen muss, wie solche Fälle angegangen werden. Wie müssen sich da erst die Angehörigen fühlen?