MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Freitag, 25. September 2026, 23:41:09

Gastleser hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 21:40:13 Nk im Interview Tag 30
Spoiler
Frau Habetha ist einfach sympathisch und von gleichbleibender lebendiger frischen Routine zum Arbeitsbeginn, sowie nach Ende des Gerichttages mit fundierten und differenzierten Kommentaren geduldig präsent und sehr schön: Sie lässt sich niemals vom xxxxxxxx beeinflussen.
Während im Hintergrund RA Ohm seine Aktensackkarre bravourös an der Treppe bändigt, Rasta -Trudel mit neu dicht eingeflochtenem Falschhaar, Opfermutter und eine 3. Trude ungezwungen lauern. Auf wen?! :?
Spoiler
Noch nie sah ich eine Jeansjacke mit abgetrenntem Kragen und angesetztem Strickbündchen. Ihr Schwanenhals scheint sehr empfindsam. Zur Schwarzrobe nie ohne weissen Seidenschal.
Ausserdem geht die Jacke nur zugeknöpft in die Waschtrommel, wegen der Geräusche und unkontrolliertem Herumschlagen der wirklich grossen Metallknöpfe die auf zartere Gewebe malträtierend einwirken können. Man erkennt es gut an den dunkleren Stellen rund um die Knopflöchern. Bei ihr werden auch sicherlich keine Turnschuhe und Rucksäcke getrommelt. Richtig so. Das ist einfach abartig hirnlos, tut diesen weh und der Trommel werden unwuchtige Schleudertraumen bis zum Exitus verpasst. Es reicht vollauf, ab und an mit ein wenig Hygienespray die Plastikschuhe zu erfrischen, Rucksäcke alle 10 Jahre mit Lappen in mildem handwarmen Seifenwasser etwas abzuwischen
ch.png
ch.png (637.88 KiB) 137 mal betrachtet

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Freitag, 25. September 2026, 23:13:07

Dann müsste schon einiges klar sein,  wenn § StGB 20 od. 21 v. Gina H. nicht zur Anwendung kommt.
Wie aus den Vorgutachten des Gutachters angenommen wird. 

Problematisch ist allerdings die 3. Handyauswertung durch den KOK und seine Angaben.
Warum informiert er das Gericht nicht im Voraus über die bestehenden Einschränkungen hinsichtlich von C. D. Handys ?

Andere Gutachter machen es doch auch. Einen anderen Sachverständigen neu zu beauftragen und nochmal eine Prozessverlängerung
im Fall Fabian zu riskieren ? Offensichtlich genügt jetzt der Kammer bereits vorhandenes Auswertungsmaterial ?

Ehrgeizig ist die Nebenanklägerin Christine H. schon und will sich nicht wie üblich dem Schlussplädoyer der StA. anschließen.
https://www.youtube.com/watch?v=t859Y1yNaPA&t=1s

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von AngRa » Freitag, 25. September 2026, 22:50:48

@sronson

Vielen Dank für die Zusammenfassung des Stern-Interviews mit RA Ohm. Er hat sich überaus deutlich geäußert. So klare Worte hört man selten von einem Verteidiger. Er hat auch recht mit seiner Beurteilung, dass die Einlassung / Stellungnahme und die Fragenbeantwortung der Angeklagten nicht zu einer Entlastung geführt hat und es von daher gesehen aus Sicht der Verteidigung wohl besser gewesen wäre nichts zu sagen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Freitag, 25. September 2026, 22:16:51

8:30 ff https://youtu.be/t859Y1yNaPA?t=510
Ich kann nicht erkennen, dass die Beweisaufnahme insgesamt zu einem deutlich abweichenden Ergebnis, als das
schon schriftlich fixierte Ergebnis im vorläufigen Gutachten, was den Prozessbeteiligten ja vorliegt seit Monaten, sein wird. Ich glaube nicht
an diese gravierenden Abweichung. Ob das der Verteidigung dann so schmeckt, weiß ich nicht so richtig. Jedenfalls stellt der Sachverständige die Angeklagte ja in diesen vorläufigen Gutachten schon recht eindeutig da und spricht ihr keinerlei Aspekte zu, die für eine eingeschränkte
oder gar aufgehobene Schuldfähigkeit sprechen würden.
Überrascht mich nicht. Die Zeichen der Zeit deuten auf Bützow und damit ist sie viel besser dran als in Rostock in Michas bunter Stube mit dekorativen Exkrementen und so viel Psychopharmaka wie nötig um die Rasselbande mit angenehmer Sedierung zu verwöhnen. Je nachdem wie es um den Geisteszustand des weißen Ritters steht könnte kontinuierlicher Support durch die verbleibende Nähe zu Güstrow und Umgebung auch ein Trostpflaster werden. Wenn die Großeltern das Zeitliche segnen wird vielleicht ein neues Medienspektakel entstehen
Spoiler
Gina mit Hand- und Fußfesseln sowie 1 Beamter in Zivil auf dem Friedhof während ein weißer Ritter sie nach Paraguay entführen will? 😇 eieiei
https://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/__11.html
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html
https://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/__88.html
https://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/__90.html

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Freitag, 25. September 2026, 21:40:13

Nk im Interview Tag 30
Spoiler

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Freitag, 25. September 2026, 21:16:23

Der "Schwachsinn" ist natürlich auch für manche ein recht wirksamer Begriff, den man schonmal nehmen kann, wenn es hakelig wird und man was stärkeres braucht.....oder nichts anderes mehr hilft. Am geringen Wortschatz kann es wohl nicht liegen, schließlich hat sogar ihr Anwalt Löcker ihr eine "verbale Intelligenz" bescheinigt, "die er ihr anfangs nicht zugetraut hätte" :oops:

Während Olaf K. angab, er sei mit Gina H. durch ein Waldstück zum Tümpel gefahren, sagt die Angeklagte heute, sie seien durch den Ort Klein Upahl gefahren.
Richter: "Das hat Olaf K. hier anders gesagt."
"Das ist Schwachsinn", betont Gina H.

"Warum haben Sie während der zweiten Aktion ihr Handy ausgeschaltet?"
"Weil Olaf mir das gesagt hat. Er hat sein Handy extra zu Hause gelassen."
"Olaf hat Ihnen das gesagt?"
"Ja, damit wir nicht geortet werden können. Was Schwachsinn ist, weil er ein neues Auto mit GPS hat. Oder hatte."

angeblich war es auch Heike´s Idee, dass die Hunde am Tümpel weglaufen und Spuren von Gina H. am Fundort zu finden sind, die Zeugin hatte ausgesagt, das Gina H. die Idee hatte - der nächste Widerspruch, Gina H. spricht wieder von Schwachsinn

Auch die Aussage von Heike M., Gina H. habe ihr angeboten, ein Foto des toten Jungen zu machen, weist die Angeklagte zurück. Das sei „totaler Schwachsinn“.

Christian D. habe gesagt, sie solle nicht die Polizei rufen, weil er „Ärger kriegen würde wegen seiner Jagdlizenz“. „Aber so im Nachhinein ist das ja eigentlich totaler Schwachsinn“, sagt Gina H.

Der Richter hält Gina H. eine Aussage von Christian D. vor. Der Zeuge hatte berichtet, die beiden hätten ihre Handys bei dem Treffen am Bolzsee im Auto gelassen. Christian D. hatte vor Gericht erklärt, dass er und Gina H. während ihrer Treffen ihre Handys nie benutzt hätten. Gina H. weist diese Darstellung deutlich zurück: „Das ist totaler Schwachsinn.“

Der Richter spricht Gina H. auf die Aussage ihrer Schwester an, wonach sie psychische Erkrankungen nur vorgetäuscht habe, um nicht arbeiten zu müssen. Die Angeklagte reagiert darauf deutlich verärgert und weist den Vorwurf entschieden zurück: „Das ist totaler Schwachsinn.“ Die Diagnosen seien schließlich von Fachleuten gestellt worden. „Das sind ja Fachkräfte, die mich untersucht haben. Die werden sich das nicht aus dem Finger gesogen haben“, sagt Gina H. sichtbar aufgebracht.

Der Richter spricht Gina H. auf die Aussage ihrer jüngeren Schwester an. Diese hatte vor Gericht berichtet, nach einem Streit mit der Großmutter aus dem gemeinsamen Haushalt in Reimershagen ausgezogen zu sein. Gina H. weist die Darstellung deutlich zurück: „Das ist alles an den Haaren herbeigezogen. Das ist Schwachsinn.“

Innerhalb des Prozesses ging es immer wieder um die Beerdigung vom Vater von Matthias R. Die Mutter von Dorina L. und der Lebensgefährte hatten behauptet, dass sie im Vorfeld eine Nachricht von Gina H. erhalten hätten, die sinngemäß lautete: „Ihr braucht nicht mehr hinkommen, Moni (Mutter von Matthias R., Anmerkung der Redaktion) will euch nicht sehen.“
Der Richter fragt nun danach. „Ich hab niemals denen gesagt, dass sie nicht kommen dürfen, das ist Schwachsinn.

Das Gericht spielt weitere Sprachnachrichten von Gina H. an den Zeugen ab. In einer beteuert sie, dass sie hoffe, Fabian tauche wieder auf. Drei Tage sind seit dem Verschwinden von Fabian zu dem Zeitpunkt vergangen.
„Ich hoffe, dass sie ihn wiederfinden. Egal wie. Klar lebend wäre es am schönsten“, sagt Gina H auf der Aufnahme.
Eine Spur, die Hunde der Polizei damals während der Suchaktion gefunden haben sollen, kommentierte sie so:
„Das mit der Spur ist totaler Schwachsinn, der ist noch nie Bus gefahren in seinem Leben. Der hat auch keine Buskarte. Auch, dass er zu seinem Vater fahren wollte, ist totaler Stuss.“

(wobei das letzte Beispiel gar nicht so in die Reihe passt)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Freitag, 25. September 2026, 21:08:20

Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 21:02:20 Dazu diese Stelle von Bild etwas ausführlicher, also ca. 0,5% mehr

Das dritte Video bei Tag am 14.10. mit Heike Muttertier spare ich aus


"Stimmt ja nicht" von ihr soll bedeuten dass der vom Polizeibeamten hinzugefügte Vermerk falsch wäre.
Sie bestreitet also da gefahren zu sein. Das lässt sich leicht widerlegen anhand der Daten von 3 Mobiltelefonen, ihres und von C.D. und O.K.
Also wieder mal "zu kurz gesprungen" weil die Vorgänge in ihrer Gesamtheit in ihrem Kindhaften Scheingemüt nicht vollständig erfasst werden können
Ja aber wieso sagt sie das zu ihrem Anwalt eher in leise? Dem muss sie doch nix vormachen. Oder glaubt sie das selber? Oder ist das bei ihr so eine Art antrainierter Abwehr-Reflex wenn ihr Name fällt?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Freitag, 25. September 2026, 21:02:20

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 20:29:33 Da fällt mir direkt ganz aktuell das ein was ich in dem Moment und bis heute nicht nachvollziehen konnte:
Dazu diese Stelle von Bild etwas ausführlicher, also ca. 0,5% mehr
Bild

23.09.2026 - 10:25 Uhr
Verteidiger: „nicht aussagekräftig“

Verteidiger Andreas Ohm ist wenig beeindruckt. Die Fahrzeuge seien „nicht zu erkennen“ und die Videos „nicht aussagekräftig“. Es würde sich verbieten, mit Videos, auf denen man nichts erkennt, im Nachhinein eine Vergleichbarkeit zu suggerieren. Ohm kündigt an, zu den Googlesuchanfragen von Gina H. bis zum nächsten Prozesstag Beweisanträge vorzubereiten.
23.09.2026 - 10:24 Uhr
Dunkel, hell, dunkel

Der Richter lässt die Rollos und Leinwände wieder hochfahren. Staatsanwalt Oliver Schley schaltet sich ein und bittet darum, dass noch die Vergleichsbilder des Fahrzeugs von Christian D. gezeigt werden. Der Richter lässt die Rollos und Leinwände wieder herunterfahren. Ein kleiner Schmunzler im Saal. Es werden acht Fotos eines schwarzen VW‑Touareg gezeigt. Das Auto von Christian D.
23.09.2026 - 10:22 Uhr
Facebooksprüche und Polizeimeldungen

Nun wird die Internetrecherche der Staatsanwaltschaft vorgetragen. Es handelt sich um alle Such- und Aufrufe auf dem Mobiltelefon der Angeklagten am Tattag. Gina H. hat etwa einige Facebooksprüche aufgerufen. Aber sie hat auch auf Google nach nach Polizeimeldungen gesucht.

23.09.2026 - 10:18 Uhr
Gina H. flüstert zu Anwälten

Im Vermerk des Polizisten, der die Videos sichergestellt hat, heißt es: „Die Nachtaufnahmen sind sehr schlecht bis gar nicht zu erkennen. (…) Möglicherweise handelt es sich um die beiden Personen, die mit Frau H. am Tatort gewesen sein sollen.“ Gina H. wendet sich leise an ihre Verteidiger: „Stimmt ja nicht“, sagt sie. Das Gericht zeigt nun zum Vergleich zwei Fotos des Autos von Olaf K. Es ist ein schwarzer Seat SUV.
Das dritte Video bei Tag am 14.10. mit Heike Muttertier spare ich aus
23.09.2026 - 10:11 Uhr
Das zweite Video

Ein zweites Video ist vom selben Abend um 23.21 Uhr. „Die selbe Einfahrt, es fährt ein Auto in die andere Richtung“, erklärt der Richter. Christian D. war ca. um 21.30 Uhr mit Gina H. in Richtung Klein Upahl aufgebrochen, später dann Olaf K.

23.09.2026 - 10:10 Uhr
Erstes Video vom 13. Oktober

Das erste Video von einer Wildtierkamera stammt vom 13. Oktober 2025 um 22.31 Uhr. Das war der Abend, an dem Gina H. zunächst mit ihrem Bekannten Christian D. (37), dann mit ihrem Nachbarn Olaf K. (58) am Tümpel bei Klein Upahl war. Es ist alles dunkel, die Kamera ist in einer Einfahrt zwischen Gerümpel. Man sieht nur den Scheinwerfer eines Autos kommen. Der Richter erklärt, dass das Auto aus dem Wald kommt und Richtung Lohmen und Landstraße L111 fährt.

23.09.2026 - 10:08 Uhr
Jetzt kommen die geheimen Videos
"Stimmt ja nicht" von ihr soll bedeuten dass der vom Polizeibeamten hinzugefügte Vermerk falsch wäre.
Sie bestreitet also da gefahren zu sein. Das lässt sich leicht widerlegen anhand der Daten von 3 Mobiltelefonen, ihres und von C.D. und O.K.
Also wieder mal "zu kurz gesprungen" weil die Vorgänge in ihrer Gesamtheit in ihrem Kindhaften Scheingemüt nicht vollständig erfasst werden können.
Korrektur: Das von C. D. scheidet aus mangels Möglichkeiten der Polizei, bleiben 2

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Freitag, 25. September 2026, 20:39:35

Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Paradebeispiel könnte hier das Thema Papa sein.
Spoiler
01.07.2026 - 09:58 Uhr
„Den nannte sie Papa“

Richter Holger Schütt fragt nach einem Mann, den Gina H. in dem Gespräch mit der Gerichtshelferin erwähnt hatte. Dabei handelte es sich um einen früheren Partner ihrer Mutter.

Die Zeugin berichtet, Gina H. habe diesen Mann als „Papa“ bezeichnet. Er sei die einzige männliche Bezugsperson gewesen, zu der sie ein väterliches Verhältnis aufgebaut habe. Auch nach der Trennung ihrer Mutter habe sie den Kontakt zunächst gehalten. Erst später sei dieser abgebrochen. Von seinem Tod habe sie schließlich über soziale Medien erfahren.
Heckengäu hat geschrieben: ↑Donnerstag, 06. August 2026, 15:07:51 Bild

06.08.2026 - 14:51 Uhr
Aussage zu den Vätern sorgt für Reaktion

Anschließend spricht der Richter die Familienverhältnisse an und fragt, ob die Schwestern unterschiedliche Väter hätten. Die Zeugin antwortet, offiziell hätten beide denselben Vater eingetragen. Es gebe jedoch familiäre Erzählungen, die etwas anderes nahelegten.

Während dieser Aussage reagiert Gina H. sichtbar. Die Angeklagte schaut fassungslos in Richtung ihrer Schwester und lacht lautlos auf.
Wann eine Vaterschaft anerkannt/ eingetragen wurde lässt sich nachvollziehen. Fällt dir ein anderer Grund ein wieso die Berichterstattung genauso ist wie sie ist ? ^^ Der Richter hat wohl auch nicht umsonst verschiedene Zeugen danach gefragt. Er wusste was kommt und wollte es nur im Saal vorgetragen und bestätigt bekommen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Freitag, 25. September 2026, 20:29:33

Sway hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:55:12 Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.
Dann wären aber ihre Spuren am Tatort nicht erklärbar gewesen, soweit konnte sie anscheinend denken....
Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Da fällt mir direkt ganz aktuell das ein was ich in dem Moment und bis heute nicht nachvollziehen konnte:
10:24
23.09.
Gina H. widerspricht dem Polizeivermerk
Gericht

Im Vermerk des Polizisten, der die Überwachungsaufnahmen sichergestellt hat, wird die Qualität der Nachtbilder als äußerst schlecht beschrieben. Dort heißt es: „Die Nachtaufnahmen sind sehr schlecht bis gar nicht zu erkennen. (…) Möglicherweise handelt es sich um die beiden Personen, die mit Frau H. am Tatort gewesen sein sollen.“

Gina H. reagiert darauf leise und wendet sich ihren Verteidigern zu. „Stimmt ja nicht“, sagt sie.


... Ohm ...räumte er zugleich ein, dass Widersprüche zum Problem für die Angeklagte werden könnten. "Und solche Widersprüche will das Gericht, wenn ich die Äußerung des Vorsitzenden richtig verstanden habe, erkannt haben", ergänzte Ohm.
Ach ich finde ihn und seine Trockenheit bzw seine Ausdrucksweise einfach sympathisch irgendwie wenn man ihn dazu sieht :lol: :D
(bei anderen würde sowas wohl eher arrogant rüberkommen)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Freitag, 25. September 2026, 20:26:07

Dieses Phänomen des kompletten Verdrängen/ Abspalten von Erlebnissen die "zu viel" für die Psyche sind findet man eher bei Kindern.
Auch Erwachsene verdrängen, keine Frage. Ich gehe auch davon aus, dass Gina versucht das so gut wie es nur geht zu tun.
Jedoch bin ich davon überzeugt, dass bei ihr alles im Gedächtnis abrufbar ist, was bei überfordernden Erlebnissen im Kindesalter oftmals nicht der Fall ist. Gewisse Trigger können im Laufe des Lebens jedoch die verdrängten Erinnerungen wieder ins Bewusstsein zurückholen. Dies führt unumgänglich dazu, dass diese wieder präsent und normal abrufbar sind.
Zurück zu Gina: mMn platzt das Erlebte immer wieder in verschiedensten Formen aus ihr herraus. Beispiele:
- Sprachnachrichten 13.10.: Wasserleichen und Brandleichen (!) haben keine DNA (das war vor den Tümpelfahrten. sprachis mit Erik)
- Situation Tümpel 14.10.: Ort eignet sich zum Entsorgen, völliges "rauszoomen" und abwesend sein als der verbrannte Leichnam am Tümpel thematisiert wird, später Verneinung von Kind abschlachten

Amnesie schließe ich bei Gina zu 100% aus =)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Maria » Freitag, 25. September 2026, 19:31:06

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Mir fiele dafür auch eine ganz andere Erklärung ein. Angesichts der zu vermutenden Lichtverhältnisse hätte ich den Ausruf nicht zwangsläufig als eindeutiges Erkennen interpretiert, sondern, dass es relativ unwahrscheinlich wäre, dass es ein anderes Kind wäre. Der Ausruf kann auch bedeutet haben "Das muss er sein.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sway » Freitag, 25. September 2026, 19:12:50

Keks22 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 19:07:00 Wieso ich habe sie (GH) doch nicht aus der Verantwortung genommen. Ich habe geschrieben " hätte(n) sie beide "
Damit meinte ich CD und GH. Es hätte auch jeder für sich separat machen können, von mir aus auch anonym.
Beide haben es nicht getan.

Das liest sich im ersten Moment ein wenig so, als hätte sie ja keine Wahl ohne sein Zutun gehabt (die Arme). Aber wenn Du das so schreibst, ok :)
Kalle hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:46:47 Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran.
Da muss man in der Forensuche nur mal das Wort „Quatsch“ eingeben, da findet man paar Beispiele aus den Tickern :D

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Keks22 » Freitag, 25. September 2026, 19:07:00

Sway hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 18:55:12 Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.

@Sronson

Ganz lieben Dank für die Zusammenfassung des Stern-Artikels <3
Wieso ich habe sie (GH) doch nicht aus der Verantwortung genommen. Ich habe geschrieben " hätte(n) sie beide "
Damit meinte ich CD und GH. Es hätte auch jeder für sich separat machen können, von mir aus auch anonym.
Beide haben es nicht getan.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sway » Freitag, 25. September 2026, 18:55:12

Keks22 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 17:58:03 Man muss aber auch ganz klar sagen
das die beiden folgenden Tümpelzeugen nur dem Umstand geschuldet sind weil das erste Auffinden nicht den erwünschten Erfolg für ihren persönlichen Geschmack gebracht hat. Nämlich das Melden des Fundes von Fabian. Hätte einer der beiden richtig gehandelt hätte es keine weiteren Tümpelzeugen gegeben.
Fixed your post. Sie da aus der Verantwortung nehmen, indem man es von ihm abhängig macht, find ich nicht fair. Ihn gefunden zu haben kann man durchaus als „Erfolg“ werten, wenn das ein initiales Vorhaben war. Es gibt auch immer die Möglichkeit eines anonymen Tipps btw.

@Sronson

Ganz lieben Dank für die Zusammenfassung des Stern-Artikels <3

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Freitag, 25. September 2026, 18:46:47

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Eine besondere Würdigung könnten Reaktionen der Angeklagten im Saal erfahren, die sich nicht im Prozessverlauf erklären lassen. Es wurde ja öfter berichtet, dass sie Zeugen oder Sachverständige durch Reaktionen wie Kopfschütteln, aufgeregtes Flüstern mit den Anwälten bis hin zum “Dachschaden” quittiert hat. Interessant sind diese Reaktionen v.a. dann wenn sich unstrittig herausgestellt hat dass sie lügt bzw. eindeutig etwas ablehnt was objektiv “wahr” war oder sie im Nachgang etwas eingeräumt hat. Konkret kann ich nichts benennen, aber der Gutachter ist natürlich sehr nah dran. Er wird auch Dinge wie geistige Abwesenheit, Apathie, Resignation oder Zuversicht, Erregung usw in den Kontext setzen können und sich dann wundern wennnes nicht zum erwarteten Verhalten passt

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Keks22 » Freitag, 25. September 2026, 17:58:03

Pentax77 hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 16:38:35 Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.
Eine Amnesie würde einige ihrer Handlungen und auch gesagte Sätze in ihren Telefonaten oder Sprachnachrichten bzw chats plausibel erscheinen lassen. Zb das Schlechtmachen oder indirekte Schuldzuweisungen an die Mutter. Auch das zufällige Auffinden von Fabian mi dem ersten Tümpelzeugen. Man muss aber auch ganz klar sagen
das die beiden folgenden Tümpelzeugen nur dem Umstand geschuldet sind weil das erste Auffinden nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat. Nämlich das Melden des Fundes von Fabian. Hätte beide richtig gehandelt hätte es keine weiteren Tümpelzeugen gegeben.
Hier sieht man übrigens wieder das klare Prinzip von Ursache und Wirkung,
Somit kann man definitiv sagen das auch das erstmalige Auffinden von Fabian kein Zufall war.
Entweder sie kannte den Tatort weil sie die Mörderin ist oder
Sie wurde durch Dritte dorthin gelenkt.
Eine Amnesie erklärt aber wiederum auch nicht ihre Google und Facebooksuchanfragen.
Und wann soll die Amnesie eingetreten sein ? Direkt nach der Tat oder nach dem Inbrandsetzen?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Freitag, 25. September 2026, 17:41:33

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 11:55:59 Zusammenfassung des Stern-Interviews mit Ginas Strafverteidiger Andreas Ohm, geführt von Jonas Fedders

Ohm ist erstmalig Ende Oktober mit ihr bzgl. des Falls in Kontakt gekommen. Sie hat ihn damals angerufen, um zu fragen, wie lange die Untersuchung ihres Fahrzeugs dauern wird. […..]
https://www.stern.de/panorama/verbreche ... 87124.html
Ergänzend weitere Zitate:
Anwalt von Gina H. macht Andeutung
t-online, von lp, Aktualisiert am 25.09.2026 - 16:47 Uhr

[…..] Andreas Ohm, über ein mögliches Urteil gesprochen. "Sie hofft natürlich, dass sich mit dem Urteil alles aufklärt und sie freigesprochen wird. Aber ich habe ihr schon vor einigen Wochen gesagt, dass derzeit alles in Richtung einer Verurteilung läuft", sagte Ohm in einem Interview mit dem "Stern". […..]

Verteidiger Ohm sagte nun in dem "Stern"-Interview zu der Einlassung, diese habe "nicht auf meinem innigsten Wunsch" beruht. Die Ankündigung, dass die Angeklagte aussagen werde, sei von seinem Kollegen gekommen.

Gina H. hat zwei Verteidiger, neben Ohm den Rostocker Rechtsanwalt Thomas Löcker. Ohm räumte ein: "Ich war skeptisch, habe aber den Wunsch der Angeklagten auch nicht weiter negiert. Ich habe ihr nur mehrfach gesagt, dass ich es nicht für eine besonders gute Idee halte."

Auch wenn Ohm betonte, er finde, Gina H. habe Einlassung und anschließende Befragung "gut gemacht", räumte er zugleich ein, dass Widersprüche zum Problem für die Angeklagte werden könnten. "Und solche Widersprüche will das Gericht, wenn ich die Äußerung des Vorsitzenden richtig verstanden habe, erkannt haben", ergänzte Ohm. […..]

https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... rteil.html

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Freitag, 25. September 2026, 16:38:35

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 14:50:23
Das Unterbewusstsein will diese Informationen auch unter gar keinen Umständen wieder preisgeben, weil es weiß, dass das großen Schaden anrichten würde. Stattdessen klafft im Bewusstsein für den Tatzeitraum nun also eine Lücke. Das Unterbewusstsein weiß, dass diese Lücke schnellstmöglich mit "halbwes sinnvollen" Erklärungen geschlossen werden muss und manipuliert also das Bewusstsein, wo es nur kann. Gina fällt so auf ihre eigenen Lügen rein und glaubt diese entweder oder interessiert sich nicht für die Dinge, die sich nicht mehr genau weiß. Sie lebt also mehr oder minder völlig normal weiter.
...
Das Unterbewusstsein weiß aber weiterhin, dass das Preisgeben der geheimen Informationen eine absolute Katastrophe wäre. Was macht es also, es pflanzt lediglich den Gedanken Klein Upahl in den Kopf oder als Bauchgefühl bei Gina ein und maniupliert sie so dort mit CD suchen zu fahren. Das Unterbewusstsein lenkt dabei geschickt zum Tümpel und das Bewusstsein merkt nichts davon und denkt am Ende, dass das "alles ein scheiß Zufall" war.
Dazu würde zumindest ihre beschriebene Reaktion, das "Da ist er!" und späteres lachen, ganz gut passen. So als ob sie selber für nen Moment überrascht war dass er da liegt weil sie vlt die Stelle gar nicht mehr so genau wusste weil verdrängt.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Keks22 » Freitag, 25. September 2026, 15:26:19

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Freitag, 25. September 2026, 11:25:16
Hast du denn Akteneinsicht?

Na es wäre doch dann gar nicht notwendig gewesen den Beweisantrag zuzulassen. Ich sehe das hier eher so das der Richter Klarheit haben wollte weil die Zeugenaussagen eben nicht genau überprüft wurden.
Zb die Zeugenaussage des Mädchens: Das Mädchen konnte sich nicht erinnern in welche Straße Fabian eingebogen sein soll. In der Akte müsste ja aber vermerkt sein in welche Straße Fabian eingebogen ist wenn man die Zeugenaussage
zusammen mit dem Mädchen vor Ort überprüft hätte. Dann hätte man in der Zeugenvernehmung dem Mädchen ja eine Karte vorlegen können und das Mädchen hätte gezeigt wo Fabian aus Ihrem Sichtfeld verschwunden ist. Man hat das aber nicht abgeklärt in der Zeugenaussage vor Gericht. Aber weil sie jetzt ausgesagt hat das es zwei Männer waren, damals aber nur von einem Mann die Rede war wird sie als unglaubwürdig abgekanzelt. Wer weiß was der Polizeibeamte damals wissen wollte. Vielleicht ist ja nur ein Mann schneller hinter Fabian her. Vielleicht hätte man vor 11 Monaten direkt abklären sollen ob an der Zeugenaussage was dran ist und den Beweisantrag ablehnen können mit einer plausiblen Begründung. Das hätte Zeit gespart und dem Mädchen eine Zeugenvernehmung vor Gericht.
Auch die beiden Hortbetreuer wurden damals nicht gehört, aber jetzt schien es auf einmal doch notwendig.

Wir beide haben halt eine andere Betrachtungsweise und eine andere Beurteilung der Dinge die wichtig sind oder nicht so wichtig. Das ist für mich auch völlig akzeptabel.

Und was die Verteidigung angeht in Punkto Fahrzeugdaten da hast du völlig recht. Ich fand sowieso das die beiden zu Prozessbeginn ziemlich defensiv vorgegangen sind.
Aber da habe ich halt keine Ahnung von, da ich kein RA bin.

Anfangs hatte ich noch den Eindruck das die richterliche Instanz an einer Aufklärung und Erklärung des Tatgeschehens interessiert war.
Aktuell sehe ich nur noch das Prozess zu Ende gebracht werden muss.
Die Staatsanwaltschaft definitiv nicht. Ermittlungsbehörden sind Jäger und keine Sammler von entlastenden Informationen eines Tatverdächtigen. Und haben sie erstmal ihr Wild gefangen dann wird es nicht in Watte gepackt sonder zerlegt und gerupft.
Daß hat überhaupt nichts mit Verschwörungstheorien zu tun.

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