Bernard Raymond von Bredow
Mammut-Forscher
im Gespräch mit Ellen Norten
Sendetag: 24.03.2004, 20.15 Uhr
Norten:
Hat denn diese Geige, die Sie gebaut haben, auch einen besonderen Bezug zur Vergangenheit? Oder ist das nur Ihr Wissen, dass Sie da praktisch eingesetzt haben?
Bredow:
Ich sehe das schon als Resultat meiner Arbeit in den letzten 15 Jahren überhaupt. Ich spiele mit Kindern, ich klopfe Steine, werde immer besser dabei, beschäftige mich wieder mit Musik und komme dann irgendwie bei diesem Instrument an. Ich habe da an diesem Instrument natürlich all das verwendet, was mir zur Verfügung steht: An dieser Geige finden sich Mammutelfenbeinwirbel, Büffelhorneinlagen und hier sogar ein Mammutsaitenhalter. Es ist also alles dran, was das Herz begehrt.
Norten:
Das war Bernard von Bredow, er leitet das Mammutheum bei Siegsdorf in Oberbayern. Er ist Mammutforscher und er hat uns heute wirklich faszinierende Dinge erzählt. Ich hoffe, Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, hat es Spaß gemacht. Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünschen Ihnen noch einen schönen Tag.
Quelle
Ich habe das Gespräch überflogen. Und ganz ehrlich gesagt, ist Bredow für mich ein riesen Schnorri und Angeber. Er mag da aus steinzeitlichen Materialien was zusammen gebastelt haben, was einer Geige nahe kommt. Aber den Bogen will er nicht gemacht haben. Dafür kritisiert er alle Geigenmanufakturen gleichermassen auf schärfste. Anbei würden sie das Handwerk nicht verstehen.
Es liegt mir fern mich hier über Bredow weiter auszulassen. Nur noch soviel. Er hat auch nie ein Studium abgeschlossen.
Bredow verkauft keine Geigen. Er bastelt da an einer rum. Das wars dann auch. Im ausgebrannten Camper der LS wurden Reste gefunden, welche man passend zu einer Geige interpretierte. Wie jetzt aber die Geige in den Camper kam bleibt völlig offen. Die LS haben mit grösster Wahrscheinlichkeit kein Geige von zu Hause mitgenommen. Und kaufen wollten sie eher keine. So weit bekannt wollten sie nur eine Geigenausstellung besuchen.
Also bei Bredow und seinem Mammutheum Museum waren die LS an der falschen Adresse. Anbei sicher auch nicht zu Besuch.
Weiter sind mir keine Quellen bekannt, aus welchen hervorgeht, dass sich Bredow und Yves S zum Tatzeitpunkt gekannt haben. Und ob Yves S zum Tatzeitpunkt im Chiemgau war ist nochmal eine ganz andere Frage. Tendiere eher zu nein.