von z3001x » Mittwoch, 12. August 2026, 23:28:45
Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 11. August 2026, 22:51:36Über diesen Umstand habe ich mir ebenfalls Gedanken gemacht. Vielleicht lag bei Vanessa [
sollte sie noch leben] damals ein psychischer Ausnahmezustand vor, der sie dazu veranlasst hat,
sämtliche Brücken abzubrechen - Auch die zu ihren Eltern. Vielleicht fühlte es sich für sie dann irgendwann zu spät an, sich wieder bei ihnen zu melden. Immerhin musste sie davon ausgehen, ihren Eltern großes Leid zugefügt zu haben.
Einen sog. Ausnahmezustand könnte sie schon ereilt haben. Sie und ihr Mann befanden sich ja in einer schwierigen Phase, die letztlich auf eine Trennung hinauslief, die mit erheblichen ökonomischen Verwerfungen und emotionalen Narben einhergegangen sein würde (oder
ist wenn man annimmt, sie lebt noch).
Dass TH sie aus ihrer eigenen Wohnung ausgesperrt hatte und die Schlösser austauschte (und den Austausch XY zufolge perfiderweise sie bezahlen ließ) war nur eine Woche alt. Man kann also annehmen, dass weiter Eruptionspotential in der Luft lag. Und dass der Kit von Harmonie und Neuanfang, der Anfang Oktober über die tiefen Beziehungsrisse und ernsten materiellen Probleme gelegt worden war, schon wieder erheblich bröckelte.
Also gut denkbar, dass sie die Reissleine zog und dachte: Ich muss hier raus, koste es was es wolle.
Aber so einfach ist das dennoch nicht. Denn was ist ein "psychischer Ausnahmezustand" konkret? Wie lange hält der an? Was passiert, wenn die Betroffene sich wieder in einen nüchtern-rationalen Zustand zurückbewegt? Und kann ein Mensch überhaupt seine bisherige Persönlichkeit mit einem Fingerschnips über Bord werfen in so einen "Ausnahmezustand"? Ein Mensch und seine Persönlichkeit sind ja ein gewachsenes Gebilde und kein erworbenes Accessoire, das man einfach abstreifen kann, wie einen Mantel, wenn man ihn satthat. Mein bleibt in seiner Persönlichkeit, selbst wenn man es nicht möchte.
Bei Fr. Huber gäbe es eindeutig gute Gründe sich von ihrem Mann zu trennen. Auch wenn sie noch Gefühle für ihn hatte. Aber es gäbe keinen Grund, dass sie sich selbst destabilisiert und auch ihre anderen Stützen, die Eltern, die Freundin, die Jobs, aufzugeben. Höchstens in eine Amnesie oder Persönlichkeitstransformation. Aber ist so etwas real? Kann sie alles, was ihr 40 Jahre wichtig war, in einem Moment von "Ausnahme" dauerhaft aus ihrem Leben blasen? Selbst wenn sie kurz austickt, sie würde wieder zu Sinne kommen nach einiger Zeit.
Merkwürdig an dem "Ausnahmezustand" wäre auch, dass sie alles zurücklässt, was sie fürs Leben benötigt. Z.B. besonders die Brille. Wollt sie denn nicht mehr scharf sehen, in ihrem neuen Leben? Das ergibt keinerlei Sinn. Und warum ohne Geld, die Geldsorgen hatten an ihr genagt und sie war nicht der Typ, der von Luft, Liebe und Illusionen lebt. Wovon wollte sie also leben und warum sollte sie ihr Geld ihrem Mann, der sie in die Krise zog schenken? Wenn sie so gestrickt gewesen wäre, gäb es die Krise ja gar nicht.
Auch ein Handy hätte sie gebrauchen können, musste sie denn nichts mehr googeln, buchen, niemand anrufen, texten usw?. Sie hätte nicht inkognito unerkannt fliehen müssen, sondern nur gehen müssen, mit Geld, Handy, Brille etc. Das wäre also alles sehr ungewöhnlich. Insbesondere wenn es eine
spontane Reaktion gewesen wäre - was noch denkbar ist - aber dann würde sie eben nicht vier Jahre andauern. Wenn sie wieder gechillter gewesen wäre, nach max. ein paar Tagen, hätte sie sich wieder gesammelt und erwachsen gehandelt.
Die Eltern würden sich übrigens auch heute noch freuen, wenn sie wirklich noch leben sollte und sie sich melden würde. Das Verhältnis sei "hervorragend" gewesen laut den Worten des Vaters in XY. Die Begründung, dass sich das jmd nicht mehr traut das ist nicht reales Verhalten. Das ist ein Argumentations-Topos, was oft in Diskussion kreiert wird, wenn genau diese Annahme plausibel erklärt werden soll, dass jmd alle Kontakte abbricht, selbst zu Leuten, die ihm/r seit Jahrzehnten ans Herz gewachsen sind und wichtigste Stützen.
Das Problem dabei ist, dass man das fast nur in der gedanklichen Welt von Vermisstenfall-Diskussionen und eben der Wunsch-Option "Selbstbestimmtes Untertauchen" antrifft. Aber wo hat je ein Mensch real so gehandelt? Leute die alles abbrechen verlassen i.d.R. ein Umfeld, dem man nicht nachtrauern muss und das sie objektiv kaputtmacht. Und solche "Ausbrüche " geschehen v.a. auch nicht abrupt. Sondern sie werden vorbereitet.
Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 11. August 2026, 22:51:36Um beurteilen zu können, ob eine solche Annahme realistisch ist, müsste man Vanessa persönlich kennen und genauer über ihren damaligen psychischen Zustand informiert sein. Ich will auch nicht beurteilen, was einen Menschen veranlasst, sein bisheriges Leben als so unerträglich zu empfinden, dass er daraus ohne Rücksicht auf andere aussteigen will.
Du willst nicht beurteilen, was die Gründe sind, weil du sie nicht kennst. Okay. Aber das Verhalten, das sie überhaupt untergetaucht ist, schreibst du ihr schon zu. Also verpasst du ihr schon eine Persönlichkeit nach deinem Bild,m teilwesie jedenfalls. Die Frage ist bloß: Harmoniert diese zugeschriebene Persönlichkeit der angeblich untergetauchten Vanessa Huber überhaupt mit der Persönlichkeit der realen Vanessa Huber, bevor sie verschwand?
Leute die sie kannten beschreiben Vanessa Huber als ehrgeizig und zielstrebig, dass sie was aus sich machen wollte, und dabei auch erfolgreich war. Dass sie im Beruf über das durchschnittliche Maß hinaus engagiert war, hieß es. Sie hatte insbesondere auch Ambitionen, sich einen finanziellen Wohlstand aufzubauen. Das merkt schon die Mutter ran, dass sie aus eher armen Verhältnissen kam, und das wohl ein Motiv, es später besser zu haben, war.
Das zeigt sich konkret und real in ihren abgeschlossenen Ausbildungen als Diplom-Fitnessökonomin und als Anlagemanagerin im Versicherungsbereich.
2x finanzieller Fokus. Zuletzt arbeite sie bei einer Versicherung im Bereich HR. Im Privaten hat sie Geldanlage angelegt (da gab es einen bösen Verlust).
Aber all das zeigt einen Menschen, der weiß, was er will einen definierten Lebensentwurf hat und den verfolgt.
Auch in der Beziehung sei sie die treibendere Kraft gewesen.
Und die Ehekrise kam sehr stark deswegen auf, weil der finanzielle Unterbau wegbrach. Und wie es hieß wg des Kinderwunschs, den ihr zum softdrogenkonsumierenden Nichtsnutz mutierter Göttergatte zu allem Ärger auch verweigerte.
Das heißt, sie hatte eigentlich nur die Möglichkeit sich zu trennen. Oder mit ihrem Gatten unterzugehen. Und auch wenn sie noch Gefühle für ihn hatte und die 10 Jahre nicht einfach wegwerfen wollte, dämmerte ihr das, weil sie ja rechnen konnte.
Und ihm war klar, wenn sie geht, ist er geliefert. Dann verliert er die Wohnung, ist arbeitslos. Berufsperspektive von jmd der vorher (ungelernter?) Fitnesstrainer war und da jetzt nicht mehr Fuß fassen kann, weil der Staat diese Option durch die "Operation Corona" zerstört hat, auch vermutlich ziemlich düster oder zumindest wacklig.
Und wie hat er darauf reagiert? Indem er sich Zugriff auf ihr Geld erschlich und es zu seinem machte. Das ist eine Form von Diebstahl. Und seine Methode dabei war Beziehungs-Gaslighting ("Wenn ich dein Erspartes nicht bekomme, vertraust du mir nicht"). Und sie ist sogar drauf eingegangen. Er hat also gewusst wie er sie manipulieren muss.
Auch demonstrierte er ihr: Wenn wir uns trennen, schnapp ich mir die Wohnung, auch auf illegalem Weg. Das war die non-verbale und unmissverständliche Botschaft des Aussperrens und Schlösserwechselns.
Er hat sie einfach als seinen Mutterkuchen behandelt. Wenn sie gehen würde, hatte sie keine Funktion mehr. Er würde bei der Trennung nur noch darauf achten, sich möglichst viele bis alles der gemeinsamen materiellen Güter unter den Nagel zu reißen, um sich für eine Weile abzusichern und trotz seiner Erwerbslosigkeit gut leben zu können.
Und genau so ist es gekommen. Sie ist weg, er hat alles bekommen und hat vermutlich all ihr Erspartes nach ihrem Verschwinden durchgebracht. Das seien ja 20.000 € gewesen. Als das alle war, war er plötzlich tot.
Wäre den Details des Verschwindens anders, speziell dass man eine Vorbereitung sehen würde, und VH sich speziell finanziell abgesichert hätte, um ein neues Leben ohne den Ballast ihres Mannes zu starten, würde ich es glauben. Aber so. Ein Sprung ins Nichts und 4 Jahre ein unerkanntes Phantom. Für was? Das klingt nach all den anderen Vermisstenfällen (Maria Baumer, Tanja Gräff, Yolanda Klug ..) wo man diese Hoffnung auch hatte und wo irgendwann ein Fund in einem einsamen Wald diese schöne Hoffnung zur Illusion machte. Das befürchte ich hier auch. Man kann es erst als wahr bezeichnen, wenn es so ist. Und wenn es hier alles ganz anders und VH als wohnungslos-selbstbestimmtes Phantom an der Ostsee leben sollte, wäre das v.a. für sie selbst und ihre Eltern schön. Aber solange das nicht bestätigt ist, hab ich Schwierigkeiten es anzunehmen. Und vermute in der Frau aus dem Hotel eine Doppelgängerin, bzw. einfach jemand mit einer bestimmten Ähnlichkeit.
[quote=Sronson post_id=357398 time=1786481496 user_id=9913]Über diesen Umstand habe ich mir ebenfalls Gedanken gemacht. Vielleicht lag bei Vanessa [[u]sollte sie noch leben[/u]] damals ein psychischer Ausnahmezustand vor, der sie dazu veranlasst hat, [i]sämtliche[/i] Brücken abzubrechen - Auch die zu ihren Eltern. Vielleicht fühlte es sich für sie dann irgendwann zu spät an, sich wieder bei ihnen zu melden. Immerhin musste sie davon ausgehen, ihren Eltern großes Leid zugefügt zu haben.[/quote]
Einen sog. Ausnahmezustand könnte sie schon ereilt haben. Sie und ihr Mann befanden sich ja in einer schwierigen Phase, die letztlich auf eine Trennung hinauslief, die mit erheblichen ökonomischen Verwerfungen und emotionalen Narben einhergegangen sein würde (oder [i]ist[/i] wenn man annimmt, sie lebt noch).
Dass TH sie aus ihrer eigenen Wohnung ausgesperrt hatte und die Schlösser austauschte (und den Austausch XY zufolge perfiderweise sie bezahlen ließ) war nur eine Woche alt. Man kann also annehmen, dass weiter Eruptionspotential in der Luft lag. Und dass der Kit von Harmonie und Neuanfang, der Anfang Oktober über die tiefen Beziehungsrisse und ernsten materiellen Probleme gelegt worden war, schon wieder erheblich bröckelte.
Also gut denkbar, dass sie die Reissleine zog und dachte: Ich muss hier raus, koste es was es wolle.
Aber so einfach ist das dennoch nicht. Denn was ist ein "psychischer Ausnahmezustand" konkret? Wie lange hält der an? Was passiert, wenn die Betroffene sich wieder in einen nüchtern-rationalen Zustand zurückbewegt? Und kann ein Mensch überhaupt seine bisherige Persönlichkeit mit einem Fingerschnips über Bord werfen in so einen "Ausnahmezustand"? Ein Mensch und seine Persönlichkeit sind ja ein gewachsenes Gebilde und kein erworbenes Accessoire, das man einfach abstreifen kann, wie einen Mantel, wenn man ihn satthat. Mein bleibt in seiner Persönlichkeit, selbst wenn man es nicht möchte.
Bei Fr. Huber gäbe es eindeutig gute Gründe sich von ihrem Mann zu trennen. Auch wenn sie noch Gefühle für ihn hatte. Aber es gäbe keinen Grund, dass sie sich selbst destabilisiert und auch ihre anderen Stützen, die Eltern, die Freundin, die Jobs, aufzugeben. Höchstens in eine Amnesie oder Persönlichkeitstransformation. Aber ist so etwas real? Kann sie alles, was ihr 40 Jahre wichtig war, in einem Moment von "Ausnahme" dauerhaft aus ihrem Leben blasen? Selbst wenn sie kurz austickt, sie würde wieder zu Sinne kommen nach einiger Zeit.
Merkwürdig an dem "Ausnahmezustand" wäre auch, dass sie alles zurücklässt, was sie fürs Leben benötigt. Z.B. besonders die Brille. Wollt sie denn nicht mehr scharf sehen, in ihrem neuen Leben? Das ergibt keinerlei Sinn. Und warum ohne Geld, die Geldsorgen hatten an ihr genagt und sie war nicht der Typ, der von Luft, Liebe und Illusionen lebt. Wovon wollte sie also leben und warum sollte sie ihr Geld ihrem Mann, der sie in die Krise zog schenken? Wenn sie so gestrickt gewesen wäre, gäb es die Krise ja gar nicht.
Auch ein Handy hätte sie gebrauchen können, musste sie denn nichts mehr googeln, buchen, niemand anrufen, texten usw?. Sie hätte nicht inkognito unerkannt fliehen müssen, sondern nur gehen müssen, mit Geld, Handy, Brille etc. Das wäre also alles sehr ungewöhnlich. Insbesondere wenn es eine [i]spontane [/i]Reaktion gewesen wäre - was noch denkbar ist - aber dann würde sie eben nicht vier Jahre andauern. Wenn sie wieder gechillter gewesen wäre, nach max. ein paar Tagen, hätte sie sich wieder gesammelt und erwachsen gehandelt.
Die Eltern würden sich übrigens auch heute noch freuen, wenn sie wirklich noch leben sollte und sie sich melden würde. Das Verhältnis sei "hervorragend" gewesen laut den Worten des Vaters in XY. Die Begründung, dass sich das jmd nicht mehr traut das ist nicht reales Verhalten. Das ist ein Argumentations-Topos, was oft in Diskussion kreiert wird, wenn genau diese Annahme plausibel erklärt werden soll, dass jmd alle Kontakte abbricht, selbst zu Leuten, die ihm/r seit Jahrzehnten ans Herz gewachsen sind und wichtigste Stützen.
Das Problem dabei ist, dass man das fast nur in der gedanklichen Welt von Vermisstenfall-Diskussionen und eben der Wunsch-Option "Selbstbestimmtes Untertauchen" antrifft. Aber wo hat je ein Mensch real so gehandelt? Leute die alles abbrechen verlassen i.d.R. ein Umfeld, dem man nicht nachtrauern muss und das sie objektiv kaputtmacht. Und solche "Ausbrüche " geschehen v.a. auch nicht abrupt. Sondern sie werden vorbereitet.
[quote=Sronson post_id=357398 time=1786481496 user_id=9913]Um beurteilen zu können, ob eine solche Annahme realistisch ist, müsste man Vanessa persönlich kennen und genauer über ihren damaligen psychischen Zustand informiert sein. Ich will auch nicht beurteilen, was einen Menschen veranlasst, sein bisheriges Leben als so unerträglich zu empfinden, dass er daraus ohne Rücksicht auf andere aussteigen will.[/quote]
Du willst nicht beurteilen, was die Gründe sind, weil du sie nicht kennst. Okay. Aber das Verhalten, das sie überhaupt untergetaucht ist, schreibst du ihr schon zu. Also verpasst du ihr schon eine Persönlichkeit nach deinem Bild,m teilwesie jedenfalls. Die Frage ist bloß: Harmoniert diese zugeschriebene Persönlichkeit der angeblich untergetauchten Vanessa Huber überhaupt mit der Persönlichkeit der realen Vanessa Huber, bevor sie verschwand?
Leute die sie kannten beschreiben Vanessa Huber als ehrgeizig und zielstrebig, dass sie was aus sich machen wollte, und dabei auch erfolgreich war. Dass sie im Beruf über das durchschnittliche Maß hinaus engagiert war, hieß es. Sie hatte insbesondere auch Ambitionen, sich einen finanziellen Wohlstand aufzubauen. Das merkt schon die Mutter ran, dass sie aus eher armen Verhältnissen kam, und das wohl ein Motiv, es später besser zu haben, war.
Das zeigt sich konkret und real in ihren abgeschlossenen Ausbildungen als Diplom-Fitnessökonomin und als Anlagemanagerin im Versicherungsbereich.
2x finanzieller Fokus. Zuletzt arbeite sie bei einer Versicherung im Bereich HR. Im Privaten hat sie Geldanlage angelegt (da gab es einen bösen Verlust).
Aber all das zeigt einen Menschen, der weiß, was er will einen definierten Lebensentwurf hat und den verfolgt.
Auch in der Beziehung sei sie die treibendere Kraft gewesen.
Und die Ehekrise kam sehr stark deswegen auf, weil der finanzielle Unterbau wegbrach. Und wie es hieß wg des Kinderwunschs, den ihr zum softdrogenkonsumierenden Nichtsnutz mutierter Göttergatte zu allem Ärger auch verweigerte.
Das heißt, sie hatte eigentlich nur die Möglichkeit sich zu trennen. Oder mit ihrem Gatten unterzugehen. Und auch wenn sie noch Gefühle für ihn hatte und die 10 Jahre nicht einfach wegwerfen wollte, dämmerte ihr das, weil sie ja rechnen konnte.
Und ihm war klar, wenn sie geht, ist er geliefert. Dann verliert er die Wohnung, ist arbeitslos. Berufsperspektive von jmd der vorher (ungelernter?) Fitnesstrainer war und da jetzt nicht mehr Fuß fassen kann, weil der Staat diese Option durch die "Operation Corona" zerstört hat, auch vermutlich ziemlich düster oder zumindest wacklig.
Und wie hat er darauf reagiert? Indem er sich Zugriff auf ihr Geld erschlich und es zu seinem machte. Das ist eine Form von Diebstahl. Und seine Methode dabei war Beziehungs-Gaslighting ("Wenn ich dein Erspartes nicht bekomme, vertraust du mir nicht"). Und sie ist sogar drauf eingegangen. Er hat also gewusst wie er sie manipulieren muss.
Auch demonstrierte er ihr: Wenn wir uns trennen, schnapp ich mir die Wohnung, auch auf illegalem Weg. Das war die non-verbale und unmissverständliche Botschaft des Aussperrens und Schlösserwechselns.
Er hat sie einfach als seinen Mutterkuchen behandelt. Wenn sie gehen würde, hatte sie keine Funktion mehr. Er würde bei der Trennung nur noch darauf achten, sich möglichst viele bis alles der gemeinsamen materiellen Güter unter den Nagel zu reißen, um sich für eine Weile abzusichern und trotz seiner Erwerbslosigkeit gut leben zu können.
Und genau so ist es gekommen. Sie ist weg, er hat alles bekommen und hat vermutlich all ihr Erspartes nach ihrem Verschwinden durchgebracht. Das seien ja 20.000 € gewesen. Als das alle war, war er plötzlich tot.
Wäre den Details des Verschwindens anders, speziell dass man eine Vorbereitung sehen würde, und VH sich speziell finanziell abgesichert hätte, um ein neues Leben ohne den Ballast ihres Mannes zu starten, würde ich es glauben. Aber so. Ein Sprung ins Nichts und 4 Jahre ein unerkanntes Phantom. Für was? Das klingt nach all den anderen Vermisstenfällen (Maria Baumer, Tanja Gräff, Yolanda Klug ..) wo man diese Hoffnung auch hatte und wo irgendwann ein Fund in einem einsamen Wald diese schöne Hoffnung zur Illusion machte. Das befürchte ich hier auch. Man kann es erst als wahr bezeichnen, wenn es so ist. Und wenn es hier alles ganz anders und VH als wohnungslos-selbstbestimmtes Phantom an der Ostsee leben sollte, wäre das v.a. für sie selbst und ihre Eltern schön. Aber solange das nicht bestätigt ist, hab ich Schwierigkeiten es anzunehmen. Und vermute in der Frau aus dem Hotel eine Doppelgängerin, bzw. einfach jemand mit einer bestimmten Ähnlichkeit.