MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:55:01

Gast 16 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 05:18:58 Der 24. Juni, war in Paderborn kein Sommertag.

Nach meteorologischer Definition, muss ein Sommertag 25 Grad erreichen/überschreiten.

Morgens um 6 Uhr, war es mit 10,8 Grad sehr frisch.

Bis zum Zeitpunkt des Anrufes gegen 14 Uhr 22 , stieg das Thermometer auf 22,5 Grad.

Gegen 17 Uhr wurde die maximale Tagestemperatur, von 24 Grad erreicht.
Die Frage, wo I und N das Spiel geschaut haben, ist weiterhin unbeantwortet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Pope1107 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:23:09

Eichkater31 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36 Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:45:57 Es wäre Aussage gegen Aussage gewesen.
"Sie war doch freiwillig bei mir, wir hatten Spaß, sie gab Bescheid, bald nach Hause zu gehen und tat es".

Ich bin für Gerechtigkeit. Niemals würde ich einen Täter in Schutz nehmen.
Hier ging es nur um eine Variante einer Hypothese von Solitär.
Ob es nur Indizien oder handfeste Beweise für eine Straftat gegeben hätte (bis zum Todesfall), wissen wir nicht.

Ich rekurriere aber darauf - der Täter hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Gedankengang so nicht gehabt.

Er selbst war ja vermutlich dabei, eine schwere Straftat zu begehen. Dies wird ihm recht sicher auch bewusst gewesen sein.
Eine solche Drucksituation lässt - auch erfahrungsgemäß - häufig diesen Gedankengang eher nicht zu.

Wissen tun wir es nicht, wir wissen nicht um Verletzungen, wissen nicht, was die forensische Toxikologie ans Tageslicht gebracht hätte, wir wissen nur im Nachgang nahezu sicher, dass es sich von Anfang an um eine schwere Straftat gehandelt hat.

Ob er F von Anfang an nie mehr gehen lassen wollte, können wir nur mutmaßen. Kann so sein, kann auch „aus dem Ruder gelaufen sein“ und am Ende gab es kein zurück mehr in Wahrnehmung des Täters.
Den Gedanken des Täters zwischendurch, „Ich kann F gehen lassen, sie hat ja nichts in der Hand“, schließe ich recht sicher aus. Der weitere Verlauf spricht auch dagegen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Pope1107 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 08:12:08

Solitär hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 23:19:20 ------------------

Was interessieren mich Deine Juristereien. Deine Kumpels von der EB haben doch auf ganzer Linie versagt. Es gibt noch nicht mal einen einzigen offiziellen Tatverdächtigen. Gab es nie. Also fangen wir an. Etwas konkreter von Deiner Seite wäre schon sinnvoll gewesen. Fangen wir mit Deiner ersten Frage an.

-------------------


ALLES GEMÄSS MEINER THEORIE als Diskussiongrundlage
--------------------------------------------------------------------

1. Was hat es mit der SMS auf sich?

Ich vermute Du meinst die erste SMS von Frauke:

21. Juni // Mittwoch // 0.49 Uhr // Funkzelle Nieheim-Entrup
SMS an Mitbewohner Chris
Frauke: „Komme später. Das Spiel war lustig nicht gegen England :) Hdgdl bis später"

Diese SMS wurde von Frauke geschrieben, nachdem sie kurz vor Verlassen des Pubs den Akku mit Isabella zurückgetauscht hat. Laut Isabella ging das Handy von Frauke mit Fraukes Akku nämlich nochmal an. Diese SMS war für Chris gedacht und bezeugt, dass Frauke noch eine Verabredung im Anschluss an ihren Pubbesuch hatte.

Leider ist sie nicht mehr rausgegangen, da, wie hier ausführlich technisch professionell erläutert, der Akku zwar noch die Kapazität hatte die SMS zu verfassen, aber nicht mehr zu versenden. Diese SMS wurde dann in die Nieheimer - Funkzelle eingeliefert um 0.49 Uhr weil der Täter wahrscheinlich diese SMS aus Versehen versendet hat, als er das Handy von Frauke um 0.49 Uhr kontrollierte.

Will sagen: Die Situation war spätestens hier schon eskaliert.

Fragen hierzu?

-------------------------------------------------------------------
ALLES GEMÄSS meiner Theorie als Diskussiongrundlage
Vielleicht sollten Dich „Juristereien“ aber mal interessieren, das könnte Dir helfen, zu verstehen, weshalb einige Deiner Aspekte nicht weiter oder auch nicht wieder zu verfolgen sind, aber das nur am Rande.

Deine Theorie beruht - natürlich - nur auf Annahmen. Das ist völlig okay und anders kann es auch gar nicht sein.

An sich sind diese auch weitestgehend hier plausibel, wobei die SMS noch am einfachsten in ein mögliches Szenario zu bringen ist.

Allerdings gibt es auch hier schon den großen Haken, dass es auf eine feststehende Verabredung keinerlei Hinweise gab nach 23:00 Uhr und die Aussagen Fs Mitstreiter sowie ihr Verhalten und ihre Aussagen erstmal dagegen sprechen. Insofern überdeckt deine Annahme bislang feststehende Fakten, aber das gestehe ich dir zu.
Irgendwie muss die SMS ja zu erklären sein und die Annahme, dass F sie im guten Glauben, freiwillig und auch im von dir angenommenen Zeitraum schrieb, kann man so annehmen.

Die großen Stolpersteine Deiner Theorie (vor allem im Hinblick auf deinen TV) kommen aber erst noch. Von einer Freiwilligkeit dieser SMS gehen die EB auch aus - lassen aber keinen Hinweis auf den Täter zu. Wie gesagt: worauf es keine Hinweise gibt, ist eine bestehende Verabredung.

Fahre gerne weiter fort, ich hatte ja noch zahlreiche andere Fragen gestellt und finde es erfrischend, dass du zumindest den Versuch machst, eine Theorie auf die Beine zu stellen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Mittwoch, 10. Juni 2026, 07:24:44

Es ist davon auszugehen, das am 20. Juni spätabends etwas vorgefallen sein muss, was eine unmittelbare Rückkehr und damit verbundene Restrisiken für den oder die Täter unmöglich machte. Das kann von Betäubung/k.o.-Tropfen bis hin zu einem massiven Übergriff reichen.

In dieser Folge kam es zur Überschneidung mit der medialen Suche und öffentlicher Fahndung. Allein dieser Aspekt wird dem oder den Täter(n) die Rückkehr/Freilassung noch einmal deutlich erschwert haben. Unsicherheit war womöglich die Folge, daher folgend Fraukes Aussagen, weil Täter und Opfer wirklich so dachten das es irgendwann wieder zurückgeht.

Mit jedem Verlusttag muss die Angst beim Täter gestiegen sein. Letztlich im Ergebnis, das eine Rückkehr nicht mehr möglich ist. Mit fatalem Ende.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast 16 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 05:18:58

Johnny77 hat geschrieben: Montag, 08. Juni 2026, 12:25:24 Samstag, den 24.06.06, Achtelfinale
Deutschland - Schweden
Anpfiff 17 Uhr

Es herrschte strahlender Sonnenschein mit hochsommerlichen Temperaturen von etwa 33 Grad (in München).
Der 24. Juni, war in Paderborn kein Sommertag.

Nach meteorologischer Definition, muss ein Sommertag 25 Grad erreichen/überschreiten.

Morgens um 6 Uhr, war es mit 10,8 Grad sehr frisch.

Bis zum Zeitpunkt des Anrufes gegen 14 Uhr 22 , stieg das Thermometer auf 22,5 Grad.

Gegen 17 Uhr wurde die maximale Tagestemperatur, von 24 Grad erreicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:45:57

Eichkater31 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36 Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.
Es wäre Aussage gegen Aussage gewesen.
"Sie war doch freiwillig bei mir, wir hatten Spaß, sie gab Bescheid, bald nach Hause zu gehen und tat es".

Ich bin für Gerechtigkeit. Niemals würde ich einen Täter in Schutz nehmen.
Hier ging es nur um eine Variante einer Hypothese von Solitär.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eichkater31 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:40:05

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13
Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Über Sinn und Zweck der SMS kann man vielleicht geteilter Meinung sein, aber für mich klingt sie wie eine endgültige Bestätigung nach dem Motto "Wir haben, wie erhofft, Sitzplätze mit freier Sicht auf die Leinwand".

Möglicherweise hatten Isabella, ihr Partner und Frauke einen "Plan B", falls nur noch Stehplätze mit eingeschränktem Sichtfeld und angetrunkener Nachbarschaft zur Verfügung gestanden hätten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:39:09

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13 Übrigens wenn ich auf die Briefe zurückgehe in Verbindung mit dem Pubbesuch.

Auf Grundlage dessen was im Podcast von Stawski bekannt wird.

Dann ist doch der Ablauf doch so, dass N. und F. beim Picknick wohl ein Treffen für 23 Uhr vereinbaren.
Oder sie vereinbaren etwas lose und danach sagt N. noch irgendwie zu, dass er und A. kommen. Am Montag zum Beispiel.
Am Dienstag höchstwahrscheinlich passiert das: F. hatte I. einen Brief geschrieben, dass N. und A. um 23 Uhr kommen.

Und dann ist doch die Frage ob sich I. als sie das erfahren hat sich und die anderen nicht zwischengeschoben hat sich im Pub zu treffen. Sie musste doch wissen, dass N. kommen wollte denn sonst hätte jener nicht bei ihr absagen müssen. Hat er aber weil I. vorher schon versucht hatte ihn noch zum Kommen zu überreden. Und dann hat aber folglich auch N. gewusst, dass I. und andere im Pub sind.

Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?
Ich würde ja bei den Briefen auf den Montag tippen.
Also Picknick am Sonntag.
Montag früh in der Schule dann das gegenseitige Hin-und-Herschreiben der Briefe, weil es vorher noch keine andere Gelegenheit gab, sich darüber auszutauschen.

Was die Idee zum Treffen im Pub und die Absage angeht, gibt es einige Möglichkeiten.
Z.b. war die Verabredung im Pub wahrscheinlich keine spontane Idee von Frauke alleine, sondern man hatte auch schon die Tage in der Woche davor so verbracht. Also gemeinsames Public-Viewing unter der Woche im Pub oder in ähnlichen Lokalen.
Ich denke daher nicht, dass sich I. mit den anderen dazwischen geschoben hat.

Ob N. dann nicht schon im Laufe des montags oder am Dienstag bei Frauke oder I. durchklingen liess, dass er wohlmöglich doch nicht kommen werde, wissen wir nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eichkater31 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:34:36

Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:24:52 Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.
Doch, die Gefahr wäre durchaus gegeben gewesen. Auch ohne körperliche Misshandlung kann der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt sein.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:28:18

Wusste übrigens die beste Freundin Fraukes aus Paderborn, dass Frauke in N. verschossen war, oder nicht?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:24:52

Es ging doch primär um den Ansatz, dass Frauke ggf. gar keine Strafanzeige gestellt hätte.

Bei einem Prozess aber ohne Hinweise auf körperlichen Missbrauch hätte der Täter ganz sicher nicht verloren.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Eichkater31 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:07:16

Solitär hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 18:48:01 Na ja nun, ich hatte dies ja hier für Dich schon einmal ausgeführt, ohne eine Erwiderung von Dir zu erhalten: Wenn selbst die Polizei der Ansicht war, dass Frauke freiwillig weg war, warum sollte es dann ein Gericht / ein Richter anders sehen. Weil Frauke das so / anders erzählt nachdem sie freigekommen wäre? Klar, wenn sie Blessuren / Verletzungen gehabt hat, dann ja, aber wenn sie völlig unverletzt gewesen wäre, ich weiss nicht, ob das vor Gericht gereicht hätte. Mit einem guten Anwalt für N bestimmt nicht.
Dann ist mir deine Frage irgendwie durchgerutscht oder ich hielt sie aufgrund der allgemeinen Diskussion für ausreichend beantwortet.

Hole ich aber gerne nach:

Zunächst einmal: Vor Gericht und auf hoher See...Du weißt schon, aber:

Wir hätten hier im Falle einer hypothetischen Anklage bei Überleben von Frauke

-Auf der einen Seite die eloquente Frauke, die ohne Belastungseifer, aber selbstverständlich wahrheitsgemäß und wenig begeistert vom Handeln des Täters aussagt.

-Auf der anderen Seite einen schweigenden oder nach Worten ringenden Täter, der zu seiner Verteidigung Sätze wie "Ich dachte halt..." verbringt.

Nach wie vor gehe ich felsenfest davon aus, dass kein einseitiges Interesse von Frauke am (potenziellen und von einigen Foristen vermuteten, aber keinesfalls feststehenden) Täter vorlag. Meinetwegen beidseitig, insofern bin ich gespannt, was die von Iven erwähnten physischen Beweise zutage fördern, falls sie jemals vorgelegt werden (dürfen).

Aber nun noch zu objektiven Kriterien, die im Falle eines Prozesses eine Rolle gespielt hätten:

Es gab keine nachweisbare Verabredung an diesem Abend außerhalb des Pubs. Dies hätten Isabella und ihr Mann, nach allem, was wir wissen, so vor Gericht bestätigt. Frauke drohten durch ihr unentschuldigtes Fernbleiben, falls es freiwillig gewesen wäre, schwere berufliche Nachteile und sie hätte, nach allem, was über ihren Charakter bekannt ist, niemals ihre Familie und Freunde ohne Not in Panik versetzt.

Entscheidende Bedeutung hat natürlich auch der Aufenthaltsort und es erscheint durchaus wahrscheinlich, dass er nicht dem Umfeld entspricht, den sich eine gepflegte junge Frau für ein romantisches Stelldichein verspricht Die Tatsache, dass sie vielleicht zunächst freiwillig ins Auto eingestiegen wäre, spielt für die Strafbarkeit des Handelns auch keine Rolle, wenn Frauke eben ab einem gewissen Zeitpunkt eben nicht mehr freiwillig beim Täter war.

Das wäre wahrlich kein Zuckerschlecken für den Anwalt des Täters geworden, so raffiniert und routiniert er auch sein möge. Möglicherweise wäre der Täter mit einem blauen Auge herausgekommen, falls Frauke unverletzt geblieben wäre, aber eine "Vorstrafe", die im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht, wäre äußerst wahrscheinlich gewesen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Ardnas » Mittwoch, 10. Juni 2026, 02:06:03

Scheich Manfred hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:16:25 Also, ich weiss nicht weshalb Pope1107 hier ist, klär uns doch bitte auf und lass uns an Deinem überragenden Wissen teil haben.
Vielleicht ist der Mann überhaupt nicht auf einer Mission, vielleicht nur ein stinknormaler Jurist, der ein besonderes Interesse an diesem mysteriösen Fall hat?
Boar- zwei drei Leute sind hier schon anstrengend! Da frag ich mich können die lesen und das verstehen?

Man muss ja nicht gleicher Meinung sein aber man kann auch andere Meinungen bzw Theorien akzeptieren.

Ich finde Solitär hat in ganz vielen Punkten einen logischen Ablauf geschildert und dem schlies ich mich an

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Mittwoch, 10. Juni 2026, 01:41:20

Zimmer 101 hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 22:50:42 falsch! so wie fast alle deine naiv-realitaetsfernen theorien. es ist genau das was ein böser geist tun wuerde.
wenn du dich dazu in der lage siehst, deinen meinungskorridor zu vergroessern hier eine andere sicht. fraukes peiniger war ihr intellektuell hoch ueberlegen. wen hatte er eine woche unter seiner kontrolle? denk mal nach.
eine lebens unerfahrene gutmuetige junge frau, ein junger mensch der bis dato noch nie mit der boesen und dunklen seite des menschseins konfrontiert war. er war der tonangebende part und manipulator, er konnte mit frauke verfahren wie es ihm beliebte. die anrufe sind ein sicheres indiz fuer seine negative intelligenz. er liess frauke nur in dem glauben, selbstbestimmt handeln zu koennen. das maedchen hatte nie eine chance. glaubst du wirklich, zwei buddys aus normalen lebensverhaeltnissen kriegen das hin?
Solitär hat darauf ja schon mit einigen guten Punkte geantwortet.
Und mal gegengefragt; wer und wessen Umfeld wurde denn damals mit der bösen und dunklen Seite des Menschseins konfrontiert?

Zudem; ob der Täter mit Frauke - oder besser gesagt mit der Situation - verfahren konnte, wie es ihm beliebte, würde ich ganz stark bezweifeln.
Auch, dass die Anruffahrten ihn "Freude" bereiteten.
Es war eher so, dass der Täter fremdbestimmt war. Die Anrufe waren notwendig, geschahen aus Angst vor Entdeckung, eine Flucht nach vorn.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NinJa » Mittwoch, 10. Juni 2026, 01:09:40

Johnny77 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:07:03 Moment, Solitär wurde nach seiner/ihrer Ablauf-Hypothese gefragt. Er/Sie begann sie vorzustellen. Klar, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass die SMS um 23 Uhr geschrieben wurde, es spricht aber technisch nichts kategorisch dagegen.
Zum Schluss hat er/sie die Diskussion angeboten.
Wie soll es sonst laufen?
Ja genau.
Das Problem ist halt das sowohl Pope als auch Solitär zwar über den Fall Frauke sprechen, aber das ist schon fast das einzige gemeinsame Thema:

Solitär beschreibt eine Hypothese die ja in sich (größtenteils) plausibel dargelegt und durch keine uns bekannten ( wasserdichten ;) )FAKTEN widerlegt ist.
Aber ist natürlich nur eine Theorie, die man ja mal gedanklich spinnen kann.Auch wenn man den Eindruck kriegen kann Solitär hielte diese Theorie selbst für Fakt.

Pope hingegen hat auf seiner Ebene aber ja auch (größtenteils) Recht, nur argumentiert er nicht auf der hypothetischen Ebene, sondern was für die EB oder juristisch greifbar/verwertbar wäre. Auch wenn man den Eindruck kriegen kann Pope hielte einmal ermitteltes für ewigen Fakt.

Das sind halt verschiedene Ebenen.

Ich hoffe das die beiden jetzt nicht sich wieder nur diesselben Punkte verschiedener Ebenen um die Ohren hauen, vielleicht kommen ja doch noch neue Gedanken bei raus?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Kroko37 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:57:26

Das kann ja gut möglich sein, dass er F. manipuliert hat und sie in dem Glauben liess sie hätte eine Chance.
Er kann sie auch Anrufe annehmen lassen wenn für ihn die Gefahr gleich null ist.

Wie man daraus aber schliessen kann, dass er ihr hochüberlegen gewesen sein soll an Intelligenz ist mir schleierhaft.
Das hat auch gar nichts mit dem Alter zu tun.
Er ist schlicht und ergreifend in der viel besseren Position. Für diese Theorie jedenfalls.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Kroko37 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:42:13

Übrigens wenn ich auf die Briefe zurückgehe in Verbindung mit dem Pubbesuch.

Auf Grundlage dessen was im Podcast von Stawski bekannt wird.

Dann ist doch der Ablauf doch so, dass N. und F. beim Picknick wohl ein Treffen für 23 Uhr vereinbaren.
Oder sie vereinbaren etwas lose und danach sagt N. noch irgendwie zu, dass er und A. kommen. Am Montag zum Beispiel.
Am Dienstag höchstwahrscheinlich passiert das: F. hatte I. einen Brief geschrieben, dass N. und A. um 23 Uhr kommen.

Und dann ist doch die Frage ob sich I. als sie das erfahren hat sich und die anderen nicht zwischengeschoben hat sich im Pub zu treffen. Sie musste doch wissen, dass N. kommen wollte denn sonst hätte jener nicht bei ihr absagen müssen. Hat er aber weil I. vorher schon versucht hatte ihn noch zum Kommen zu überreden. Und dann hat aber folglich auch N. gewusst, dass I. und andere im Pub sind.

Und dann schickt I. aber eine SMS, dass F. doch gerne ins Pub kommen soll.
Was ist also der Sinn der SMS von I.? Zieht sie es in Zweifel, dass F. wirklich kommt?
Das Treffen im Pub stand doch schon. Sie haben doch ausgemacht und das dann wohl vorher schon mündlich, dass F. und I. in England-Farben kommen.

Hat sie es also nicht erwarten können, dass F. endlich kommt? Oder hatte sie Zweifel daran, dass F. kommt weil jene schon von der Absage von N. wusste?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Solitär » Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:39:07

Zimmer 101 hat geschrieben: Dienstag, 09. Juni 2026, 22:50:42 falsch! so wie fast alle deine naiv-realitaetsfernen theorien. es ist genau das was ein böser geist tun wuerde.
wenn du dich dazu in der lage siehst, deinen meinungskorridor zu vergroessern hier eine andere sicht. fraukes peiniger war ihr intellektuell hoch ueberlegen. wen hatte er eine woche unter seiner kontrolle? denk mal nach.
eine lebens unerfahrene gutmuetige junge frau, ein junger mensch der bis dato noch nie mit der boesen und dunklen seite des menschseins konfrontiert war. er war der tonangebende part und manipulator, er konnte mit frauke verfahren wie es ihm beliebte. die anrufe sind ein sicheres indiz fuer seine negative intelligenz. er liess frauke nur in dem glauben, selbstbestimmt handeln zu koennen. das maedchen hatte nie eine chance. glaubst du wirklich, zwei buddys aus normalen lebensverhaeltnissen kriegen das hin?
Schwierig. Du könntest Recht haben. Und da Du ein Profi und vom Fach zu sein scheinst, höre ich natürlich sehr genau hin, wenn Du dich hier äußerst.

Aber was genau tut nun der "böse geist". Er lässt Frauke telefonieren. Relativ frei bestimmt im letzten Gespräch sprechen. So jedenfalls der Eindruck des im Nachhinein verfassten Protokolls. Sie darf sogar weitersprechen, als sie sich anscheinend verhaspelt mit "ja, nein, nein".

Vorstellbar, dass ein kleiner Fingerzeig eines sadistischen Täters hier sehr schnell zu dem "nein, nein" geführt hat, da bin ich bei Dir.

Woraus schliesst Du aber, dass der "Peiniger von Frauke" ihr intelektuell hochüberlegen war? Dein Mitstreiter hier, @Pope1107, hat gerade das genaue Gegenteil für möglich gehalten.

Wir wissen doch so gut wie nichts über den Täter. Ausser dass er die Anrufe und die Gesprächsinhalte zugelassen hat und Frauke durch ihn "irgendwie" verstorben ist / getötet worden ist. Vielleicht hast Du mehr Hintergrundwissen und bist professionell unterwegs, aber ich bin auch nicht ganz blöd und kann zumindest aus den Gesprächen mir nicht zwingend erschliessen, dass der "Peiniger" Frauke intellektuell hoch überlegen war - ich will es allerdings auch nicht ausschliessen.

Ich halte einen solchen Täter, wie Du ihn eindrücklich beschreibst, für durchaus möglich. Die äußeren Umstände lassen mich jedoch etwas anderes vermuten. Und die "zwei buddys aus normalen Lebensverhältnissen": Wie normal sind diese Verhältnisse, wenn sich der beste Freund von N an seinem Geburtstag suizidiert hat und sich N dafür sehr schuldig fühlt und des Nachts das Grab seines suizidierten Freundes besucht. Das sind ja keine "normalen Lebensverhältnisse", zudem wir nicht wissen, was T dazu bewogen hat sich zu suizidieren - es liegt nahe, dass er damit N schaden wollte / ihn damit extrem verletzen wollte, wenn er dies am Geburtstag von N gemacht hat.

Und dass kurz darauf Frauke als neue Bekannte von N ermordet wird, deutet ja auch nicht gerade auf "normale" Lebensverhältnisse von N hin. Zudem kommt er ziemlich "creepy" rüber: Erst behauptet er es wäre mit Frauke so gewesen, als hätten sie sich schon immer gekannt (Seelenverwandte) - später sagt er, dass Frauke sich um ihn wegen ihres Samariterfimmels gekümmert hätte - nicht gerade nett von ihm - und deshalb lasse ich hier auch jeden Respekt ihm gegenüber vermissen. Mal abgesehen davon, dass Frau Liebs nach Durchsicht der Akten anscheinend der Überzeugung ist, dass N gar kein Alibi hat und damit auch A nicht.

Wenn Du Lust hast, können wir uns aber gerne mal bei einem Kaffee über die Geschichte austauschen. Ich habe gerade - wie man merkt - recht viel Zeit. Ich denke über Deinen Text auch noch mal nach.

ps. Du hast mir meine letzte Frage nicht beantwortet, warum Du von einem Zwillingsbruder von A in Deinem letzten Beitrag sprichst (gibt es ja nicht) und damit indirekt C da mit reinziehst (weil der hat ja einen eineiigen Zwillingsbruder), den Du somit in Verdacht hast mit der Sache zu tun zu haben?!?. Das macht Deine Beiträge leider nicht glaubwürdiger, wobei ich schon davon ausgehe, wie gesagt, dass Du vom Fach bist.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:35:51

Scheich Manfred hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:29:10 Viele Überlegungen in diesem Fall sind plausibel, keine Frage. Wenn aber über einen bestimmten Sachverhalt KEINE Gewissheit vorherrscht, dann bleibt es schlichtweg nur eine Annahme und die einzig angemessene Antwort auf obige Fragestellung lautet: Wir wissen es nicht. Frauke ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu jemandem ins Auto gestiegen; was wenn ihre Fahrt sie nach Bad Driburg geführt hat, z.b. ins Mäkkes und die SMS dort geschrieben wurde? Wissen wir ebenfalls nicht, aber diese Möglichkeit besteht.
Wir wissen es nicht. Deshalb schreiben wir ja von hypothetischen Abläufen und Theorien. Und dabei ist es absolut legitim, eine bestehende Verabredung und eine SMS um kurz nach 23 Uhr anzunehmen. Auf Plausibilität wird im Anschluss geprüft, weitest gehend subjektiv, versteht sich.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Scheich Manfred » Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:29:10

Kroko37 hat geschrieben: Mittwoch, 10. Juni 2026, 00:04:26 Plausibel ist aber, dass F. die SMS selbst geschrieben hat. So haben es auch die EB angenommen.
Ferner wäre plausibel, dass sie diese zumindest nicht erst um kurz vor 00:49 Uhr geschrieben hat.
Sie wurde Zuhause erwartet. Und 00:49 Uhr ist nicht plausibel.

Nicht bekannt wäre dann der Ort und wer sie am Ende versendet hat.
Viele Überlegungen in diesem Fall sind plausibel, keine Frage. Wenn aber über einen bestimmten Sachverhalt KEINE Gewissheit vorherrscht, dann bleibt es schlichtweg nur eine Annahme und die einzig angemessene Antwort auf obige Fragestellung lautet: Wir wissen es nicht. Frauke ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu jemandem ins Auto gestiegen; was wenn ihre Fahrt sie nach Bad Driburg geführt hat, z.b. ins Mäkkes und die SMS dort geschrieben wurde? Wissen wir ebenfalls nicht, aber diese Möglichkeit besteht, nur mal so als Beispiel.
Mir käme nie in den Sinn, meine Annahmen und Theorien als in Stein gemeisselt zu kommunizieren, etwas was ich z.b. dem User Solitär explizit zum Vorwurf mache. Ich habe etwas dagegen wenn jede nur erdenkliche Informationen in eine Theorie hineingezwängt und frisiert werden damit der im Vorfeld auserkorene Schuldige auch tatsächlich der Schuldige verbleibt.

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