von Gast » Montag, 12. Oktober 2026, 17:58:06
Shadow hat geschrieben: ↑Freitag, 09. Oktober 2026, 10:55:07
@ Gast
Das ist der Punkt :
du meinst mit -bestehen-die aktuelle Form.
„Der Täter könnte Jäger sein“
Was aber wenn z.b. ein verstorbener Jäger eine jagdliche Verbindung 1995 zu diesem Gebiet vom Milieu gehabt hätte?
Dann könnte eine Verbindung trotzdem existiert haben aber nicht mehr aktuell sein.
Wenn es so gewesen sein könnte , könnte man sich in etwa ausrechnen, wie weit man mit den Massen Tests der Einheimischen aktuell kommen würde.
Mit dem Verdacht der Eltern Richtung Milieu, wurde schon damals keine Verbindung geprüft, siehe keine vollumfängliche Schelling Wohnung Prüfung einer möglichen Abhol Adresse.
Ich meine, dass man es recht zuverlässig auf einen kleinen Personenkreis eingrenzen könnte, wer 1995 und in den 10 oder 20 Jahren davor die dortige Jagdpacht hatte (gut möglich durchgehend ein Pächter, vielleicht zwei, maximal drei) und bis zu einem gewissen Grad auch, wer noch jagdberechtigt per Begehungsschein war. Das waren nicht viele, und andere Jäger hätten keinen Grund, sich dort besser auszukennen als jeder andere. Natürlich kann da jemand schon tot sein und vielleicht gibt es dann zu der Person noch irgendwo DNA zu gewinnen, vielleicht nicht. Muss ja nicht vor 30 Jahren verstorben sein - aufgrund der Verbringung wäre ja eher von einer (oder mehreren?) fitten, kräftigen, also nicht allzu alten Person(en) auszugehen, kein damals typischer ü60 Jagdpächter.
Nur mal so überschlagen, wenn man 40 als obere Altersgrenze annimmt, auch weil das für einen Ersttäter statistisch eigentlich schon zu alt wäre, dann würde der recht wahrscheinlich heute noch leben.
Wie gesagt, wenn eine Leiche im Wald gefunden wird, würde ich die zum (bekannten oder mutmaßlichen) Ablagezeitraum dort aktiven Jäger als Zeugen befragen wollen. Und wenn ich hier auch eine mögliche Tatperson wegen Ortskenntnis sehe, dann natürlich auch diejenigen, die zuvor dort aktiv und zum Tatzeitpunkt nicht zu alt waren.
Seit dem Fund wurde ja doch erheblicher Ermittlungsaufwand betrieben. Ich nehme doch an, das Thema "Jäger" wurde da doch sicher soweit abgefrühstückt.
Aber ich meine auch, dass "Revierjäger" nur eine mögliche Antwort unter einigen mehreren ist auf die Frage, wie der Täter zur Kenntnis der Ablagestelle gekommen ist und dass letztlich auch Menschen ohne benennbaren individuellen Bezug (außer mutmaßlich relative Wohnortnähe) zum Ort dort gewesen und die Stelle entweder gefunden oder sich bei der Tatplanung oder -begehung daran erinnert haben können.
Deine Vermutung einer verschwörerisch geplanten Entführung finde ich an sich spannend. Was ich daran allerdings völlig abwegig finde ist die Vorstellung, dass da jemand ein paar verkiffte Jugendliche als aktive Tathelfer und zumindest teilweise Mitwissende einbezogen haben sollte. Das wäre doch der blanke Wahnsinn, die Klientel kannst du doch nichtmal zum Milch holen schicken ohne dass die stolpern und den Euro verbiegen. Besonders auch deswegen, weil auch klar gewesen wäre, dass die nicht unerkannt bleiben, sondern jedenfalls in den Blick der Ermittlungen geraten würden. Ein Drohszenario gegenüber den Jugendlichen rettet da auch nichts. Das mag die einschüchtern können, dass sie nichts freiwillig sagen, aber das würde bei denen doch Stress, Druck und Angst nach der Tat noch deutlich erhöhen, da würde doch einer zusammenbrechen, mindestens einer. Und auch wenn tatsächlich nicht, das hätte derjenige, der sie mit ins Boot geholt hat, doch jedenfalls als massives Risiko erkennen müssen.
Eine so aufwändige Verbringung "für die Ewigkeit", aber an anderer Stelle eine Tatplanung, wo "waghalsig" wohl noch untertrieben wäre? Das passt für mich überhaupt nicht zusammen.
Ich persönlich glaube an einen Einzeltäter, durchgeplante Sexualstraftat mit vorgesehenem Mord und Verstecken der Leiche. Da hat jemand seine umfangreiche, phantasievolle und perverse gedankliche Wichsvorlage vermutlich über Jahre gepflegt und entwickelt und dann irgendwann nach einem inneren "was wäre wenn..."-Prozess in die Tat umgesetzt, so in etwa. Sonja dann ein zufälliges Opfer, der Täter jedoch nicht zufällig vor Ort, sondern auf der Suche, also beim Zusammentreffen bereits in der Tatausführung.
Ob sich Missbrauch und Mord im Raum München abgespielt und dann die Leiche nach Kipfenberg gebracht wurde, Sonja nach Raum Kipfenberg entführt und die weitere Tat dort stattgefunden hat, nicht zu sagen. Auch ein dritter Ort zwischen Abgreifen und Verbringen wäre grundsätzlich denkbar.
Da tendiere ich allerdings am ehesten dazu, dass Sonja abgegriffen und überwältigt/fixiert/betäubt und dann in den Raum Kipfenberg zur weiteren Tatbegehung entführt wurde.
Die Leiche kann direkt in die Felsspalte verbracht worden sein. Ein zunächst anderes Versteck und dann später die Verbringung der Überreste in die Felsspalte wäre auch möglich. Da wäre es wichtig, den Polizeifotos der verschiedenen Folien und Klebebänder sowie deren Verschmutzung und Verwitterung eine plausible Geschichte zu geben. Eine zweimalige Verpackung, wo die erste, innere Folie Verschmutzung und erhebliche Verwitterung (mehr als die äußere) aufweist, spräche bedingt für eine Umbettung. Das kann man auf den Fotos so erkennen wollen, muss man aber nicht.
Aber vielleicht war es auch ganz anders, das weiß (fast) keiner.
[quote=Shadow post_id=366203 time=1791536107 user_id=9071]
@ Gast
Das ist der Punkt :
du meinst mit -bestehen-die aktuelle Form.
„Der Täter könnte Jäger sein“
Was aber wenn z.b. ein verstorbener Jäger eine jagdliche Verbindung 1995 zu diesem Gebiet vom Milieu gehabt hätte?
Dann könnte eine Verbindung trotzdem existiert haben aber nicht mehr aktuell sein.
Wenn es so gewesen sein könnte , könnte man sich in etwa ausrechnen, wie weit man mit den Massen Tests der Einheimischen aktuell kommen würde.
Mit dem Verdacht der Eltern Richtung Milieu, wurde schon damals keine Verbindung geprüft, siehe keine vollumfängliche Schelling Wohnung Prüfung einer möglichen Abhol Adresse.
[/quote]
Ich meine, dass man es recht zuverlässig auf einen kleinen Personenkreis eingrenzen könnte, wer 1995 und in den 10 oder 20 Jahren davor die dortige Jagdpacht hatte (gut möglich durchgehend ein Pächter, vielleicht zwei, maximal drei) und bis zu einem gewissen Grad auch, wer noch jagdberechtigt per Begehungsschein war. Das waren nicht viele, und andere Jäger hätten keinen Grund, sich dort besser auszukennen als jeder andere. Natürlich kann da jemand schon tot sein und vielleicht gibt es dann zu der Person noch irgendwo DNA zu gewinnen, vielleicht nicht. Muss ja nicht vor 30 Jahren verstorben sein - aufgrund der Verbringung wäre ja eher von einer (oder mehreren?) fitten, kräftigen, also nicht allzu alten Person(en) auszugehen, kein damals typischer ü60 Jagdpächter.
Nur mal so überschlagen, wenn man 40 als obere Altersgrenze annimmt, auch weil das für einen Ersttäter statistisch eigentlich schon zu alt wäre, dann würde der recht wahrscheinlich heute noch leben.
Wie gesagt, wenn eine Leiche im Wald gefunden wird, würde ich die zum (bekannten oder mutmaßlichen) Ablagezeitraum dort aktiven Jäger als Zeugen befragen wollen. Und wenn ich hier auch eine mögliche Tatperson wegen Ortskenntnis sehe, dann natürlich auch diejenigen, die zuvor dort aktiv und zum Tatzeitpunkt nicht zu alt waren.
Seit dem Fund wurde ja doch erheblicher Ermittlungsaufwand betrieben. Ich nehme doch an, das Thema "Jäger" wurde da doch sicher soweit abgefrühstückt.
Aber ich meine auch, dass "Revierjäger" nur eine mögliche Antwort unter einigen mehreren ist auf die Frage, wie der Täter zur Kenntnis der Ablagestelle gekommen ist und dass letztlich auch Menschen ohne benennbaren individuellen Bezug (außer mutmaßlich relative Wohnortnähe) zum Ort dort gewesen und die Stelle entweder gefunden oder sich bei der Tatplanung oder -begehung daran erinnert haben können.
Deine Vermutung einer verschwörerisch geplanten Entführung finde ich an sich spannend. Was ich daran allerdings völlig abwegig finde ist die Vorstellung, dass da jemand ein paar verkiffte Jugendliche als aktive Tathelfer und zumindest teilweise Mitwissende einbezogen haben sollte. Das wäre doch der blanke Wahnsinn, die Klientel kannst du doch nichtmal zum Milch holen schicken ohne dass die stolpern und den Euro verbiegen. Besonders auch deswegen, weil auch klar gewesen wäre, dass die nicht unerkannt bleiben, sondern jedenfalls in den Blick der Ermittlungen geraten würden. Ein Drohszenario gegenüber den Jugendlichen rettet da auch nichts. Das mag die einschüchtern können, dass sie nichts freiwillig sagen, aber das würde bei denen doch Stress, Druck und Angst nach der Tat noch deutlich erhöhen, da würde doch einer zusammenbrechen, mindestens einer. Und auch wenn tatsächlich nicht, das hätte derjenige, der sie mit ins Boot geholt hat, doch jedenfalls als massives Risiko erkennen müssen.
Eine so aufwändige Verbringung "für die Ewigkeit", aber an anderer Stelle eine Tatplanung, wo "waghalsig" wohl noch untertrieben wäre? Das passt für mich überhaupt nicht zusammen.
Ich persönlich glaube an einen Einzeltäter, durchgeplante Sexualstraftat mit vorgesehenem Mord und Verstecken der Leiche. Da hat jemand seine umfangreiche, phantasievolle und perverse gedankliche Wichsvorlage vermutlich über Jahre gepflegt und entwickelt und dann irgendwann nach einem inneren "was wäre wenn..."-Prozess in die Tat umgesetzt, so in etwa. Sonja dann ein zufälliges Opfer, der Täter jedoch nicht zufällig vor Ort, sondern auf der Suche, also beim Zusammentreffen bereits in der Tatausführung.
Ob sich Missbrauch und Mord im Raum München abgespielt und dann die Leiche nach Kipfenberg gebracht wurde, Sonja nach Raum Kipfenberg entführt und die weitere Tat dort stattgefunden hat, nicht zu sagen. Auch ein dritter Ort zwischen Abgreifen und Verbringen wäre grundsätzlich denkbar.
Da tendiere ich allerdings am ehesten dazu, dass Sonja abgegriffen und überwältigt/fixiert/betäubt und dann in den Raum Kipfenberg zur weiteren Tatbegehung entführt wurde.
Die Leiche kann direkt in die Felsspalte verbracht worden sein. Ein zunächst anderes Versteck und dann später die Verbringung der Überreste in die Felsspalte wäre auch möglich. Da wäre es wichtig, den Polizeifotos der verschiedenen Folien und Klebebänder sowie deren Verschmutzung und Verwitterung eine plausible Geschichte zu geben. Eine zweimalige Verpackung, wo die erste, innere Folie Verschmutzung und erhebliche Verwitterung (mehr als die äußere) aufweist, spräche bedingt für eine Umbettung. Das kann man auf den Fotos so erkennen wollen, muss man aber nicht.
Aber vielleicht war es auch ganz anders, das weiß (fast) keiner.