von HE_Gffnkkd » Freitag, 06. November 2026, 16:30:24
Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 16:01:20
Nach meinem laienhaften Verständnis liegt Heimtücke dann vor, wenn die Arg- & Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausgenutzt wird. Ist im vorliegenden Fall nicht grds. davon auszugehen, dass Fabian arglos war? Hätte er einen Angriff auf sein Leben erwartet, wäre er doch gar nicht erst mit aufs Feld gegangen. MMn wurde sein Vertrauen bewusst missbraucht und somit ist der Tatbestand der Heimtücke erfüllt.
Grundlegend ist es richtig, dass die Arg- & Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausgenutzt werden muss. Das ist auch die Definition, die ich im Kopf hab.
Allerdings bezieht sich das nach meinem Verständnis auf den Moment des Beginns der Tötungshandlung, sprich in diesem Fall auf den Moment, in dem der Täter mit dem Messer aktiv wird.
Deswegen schrieb ich auch
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 13:52:25
Denn bei Heimtücke geht es im Kern unter anderem um die Frage, ob und falls ja, wann Fabian sich darüber im Klaren war, dass er attackiert wird und in Lebensgefahr schwebt.
Das er arglos war, als er aus der Wohnung gelockt wurde und auch nocht arglose war als er in Klein Upahl mit dem Täter zum Tümpel ging, ist natürlich eine notwendige Bedingung dafür, dass er zu Beginn der Tötungshandlung immer noch arglos war.
Die Bedingung ist allerdings nicht hinreichend.
Wenn der Täter zum Beispiel das Messer hervorholte, Fabian das sah und der Plan des Täters war, Fabian zu Boden zu ringen und dann auf ihm sitzend zu zuzustechen, dann wäre Fabian, je nachdem viel schnell das Ganze ging, nicht unbedingt mehr arglos gewesen und man könnte dann wohl auch nur noch schwer behaupten, der Täter hätte die Arglosigkeit ganz bewusst ausnutzen wollen.
[quote=Sronson post_id=369414 time=1793977280 user_id=9913]
Nach meinem laienhaften Verständnis liegt Heimtücke dann vor, wenn die Arg- & Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausgenutzt wird. Ist im vorliegenden Fall nicht grds. davon auszugehen, dass Fabian arglos war? Hätte er einen Angriff auf sein Leben erwartet, wäre er doch gar nicht erst mit aufs Feld gegangen. MMn wurde sein Vertrauen bewusst missbraucht und somit ist der Tatbestand der Heimtücke erfüllt.
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Grundlegend ist es richtig, dass die Arg- & Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausgenutzt werden muss. Das ist auch die Definition, die ich im Kopf hab.
Allerdings bezieht sich das nach meinem Verständnis auf den Moment des Beginns der Tötungshandlung, sprich in diesem Fall auf den Moment, in dem der Täter mit dem Messer aktiv wird.
Deswegen schrieb ich auch
[quote=HE_Gffnkkd post_id=369406 time=1793969545 user_id=12034]
Denn bei Heimtücke geht es im Kern unter anderem um die Frage, ob und falls ja, wann Fabian sich darüber im Klaren war, dass er attackiert wird und in Lebensgefahr schwebt.
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Das er arglos war, als er aus der Wohnung gelockt wurde und auch nocht arglose war als er in Klein Upahl mit dem Täter zum Tümpel ging, ist natürlich eine notwendige Bedingung dafür, dass er zu Beginn der Tötungshandlung immer noch arglos war.
Die Bedingung ist allerdings nicht hinreichend.
Wenn der Täter zum Beispiel das Messer hervorholte, Fabian das sah und der Plan des Täters war, Fabian zu Boden zu ringen und dann auf ihm sitzend zu zuzustechen, dann wäre Fabian, je nachdem viel schnell das Ganze ging, nicht unbedingt mehr arglos gewesen und man könnte dann wohl auch nur noch schwer behaupten, der Täter hätte die Arglosigkeit ganz bewusst ausnutzen wollen.