MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast u » Freitag, 17. April 2026, 00:25:10

Johnny77 hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 23:22:53 Eine sehr gute Frage!
Fish hatte eine größere Gruppe im Pub angegeben als Isabella, zumindest öffentlich.
Ja, er schrieb, dass F. und Freund auch dort waren. Und das hat er ggü. der Polizei auch so angegeben,wenn ich das richtig verstanden habe.
Sollte das stimmen, kann F. jedenfalls nicht bis 22.15 auf Arbeit gewesen sein.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast12345 » Freitag, 17. April 2026, 00:11:23

schnelllergast hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:56:35 Gute Frage, ja!

In dem Zusammenhang stellte ich mir auch die Frage, warum nicht als erstes eine SMS verfasst wurde und dann abgewartet, wie darauf "reagiert" wird?
Nein, die erste Kontaktaufnahme (also die erste Nachricht in der besagten Nacht um 00.49 Uhr beziehe ich jetzt nicht ein, da diese noch "normal" klang) war ein Anruf. Erst beim zweiten Kontakt wurde zunächst eine SMS verschickt, dann aber doch wieder ein Anruf angenommen.

Die Frage mit dem Auffliegen durch jedes weitere Gespräch stellt sich auch und insbesondere dann, wenn F selbst durch die Gegend transportiert wurde und sprach: jedes Mal große Gefahr, dass sie Namen nennt oder flüchtet oder gesehen wird.
Warum also dann nicht Frauke einmal dazu zwingen, dass sie sagt, sie brauche eine Auszeit?
Es muss einen Sinn dahinter geben "Nachweise" zu bringen, dass Frauke lebt.

Mein Erklärungsversuch orientiert sich am Zweck der Anrufe:

Die Anrufe dienten dazu - den Tötungszeitpunkt zu verschleiern - Suchen zu verzögern und -Alibi zu verschaffen.
Wenn Frauke sich "nachweislich" eine Woche noch meldet, also ja am Leben ist, und der Täter aber in der Woche ständig anderswo war, womöglich sogar eine Helferin hatte, die anrief, ist das für den Täter ein recht gutes Alibi. Wenn der Täter zum Tötungszeitpunkt kein Alibi hatte, hätte ihn dieses Vorgehen gerettet. (Bei nur einem Anruf - Auszeit -hätte dies mit dem Alibi und der "nachweislich" lebenden Frauke ja nicht funktioniert)
Ich denke man wurde auch von Anruf zu Anruf mutiger, nachdem beim ersten sehr kurzen 20 sekunden Anruf kein Verdacht geschöpft wurde.
Womöglich war es dem Täter auch recht egal, ob die Anrufe als Fake angezweifelt werden, da sie diesbezüglich nicht wirklich etwas zu verlieren hatten, es war halt quasi "ein Versuch" wert.

Ich glaube nicht, dass Frauke am ersten Abend getötet wurde. Die meisten Todesarten, die eine eskalierende Situation erklären würden, konnten ausgeschlossen werden. Am wahrscheinlichsten sollen Medikamente/ Drogen oder Ersticken sein. Das spricht nicht für meinen Mord bzw. Totschlag im Affekt.

Ich vermute, dass Frauke den ihr bestens bekannten Täter auf dem Nachhauseweg getroffen hat, arglos in dessen Auto gestiegen ist und (entgegen vorheriger Absicht) dann doch nicht mehr sofort nach Hause wollte. Im Laufe des Abends geriet dann etwas außer Kontrolle, dass der Täter sie nicht mehr gehen lassen konnte/wollte. Er ließ sie anrufen, damit sich die Suche verzögert und Frauke glaubte bestimmt in den ersten Tagen auch noch, dass sie den Täter dazu bewegen kann, sie gehen zu lassen. Zum Schluss schwante ihr dann, dass das nicht mehr der Fall sein würde, was auch ihre Verzweiflung erklärt.

Mir fällt hierfür einer ein, auf den alles passt und um dessen Hals die Schlinge sich stetig zuzieht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Donnerstag, 16. April 2026, 23:58:14

Laut Fish ist Isabellas Bruder mit dabei im Pub gewesen und laut ToxicFriend arbeitete er Juni 2006 in der selben Firma wie N., A, und Bruder von A., wenn ich alles richtig verstanden habe.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 16. April 2026, 23:53:25

chrissy hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 23:18:35 (..... ..... ..... .....) Ould Triangel (..).
Was natürlich die wenigsten wissen: Die Ould Triangel bezieht sich auf die große, noch heute vorhandene Triangel im Mittelpunkt des Gefängnishofes, die jeden Morgen geschlagen wurde, um die Häftlinge im Dubliner Mountjoy Prison zu wecken.

Ausserdem: Pub ist die Abkürzung für Public House. Der Name wurde eingeführt zur Unterscheidung zwischen einem Wohnhaus und einer Schenkwirtschaft, zu denen Frauen und Kindern übrigens der Zutritt verboten war.
Es war folgedem der einzige Ort, an dem Männer unter sich sein konnten.
Ausser den Clubs für die näselnden Aristokraten in reicher Zahl in grossen Städten.

Denn im England der früheren Zeit gab es reichlich grosse Häuser von Gentry, z.B. Manor House, Old House, Longleat House;
während die grossen, prächtigen Gebäude der Adeldynastien den Namen Hall hatten, also Partridge Hall, Haddon Hall etc. pp.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasto » Donnerstag, 16. April 2026, 23:28:06

Sorry aber ich hab das leise Gefühl das Frauke für das Spiel selber so gar nichts über hatte..
Wieviel weiss man über Isabellas Bruder?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Donnerstag, 16. April 2026, 23:22:53

Bastian hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 23:03:28 An den Bruder und Freund hat er sich auch falsch erinnert?
Eine sehr gute Frage!
Fish hatte eine größere Gruppe im Pub angegeben als Isabella, zumindest öffentlich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Polizei nicht vom Anfang an solche Sachen ganz genau weiss. Wird der Öffentlichkeit 20 Jahre lang was vorgegaukelt und wenn ja, warum denn das?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 16. April 2026, 23:21:09

Quellenblick hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 19:05:49 Um den Fish-Faden aufzugreifen: Es verhält sich so, dass Fish richtig sagte, dass die Gruppe den Weg rechts entlang nahm. Allerdings hat er sich weiter falsch erinnert: Frauke wurde vor dem Aufbrechen der Gruppe verabschiedet. Fish nahm deswegen an – weil Frauke beim Weggehen der Gruppe nicht auf dem Weg nach rechts dabei war – sie den Weg nach links genommen haben muss. Das ist aber natürlich nicht belegbar: Frauke war weg, bevor die Gruppe rechtsrum ging.
Ok, das ist eine nachvollziehbare Erklärung für den Irrtum. Es war ja auch sehr viel los und voller Menschen vor der Pubtür (so ähnlich sagte es Isabella mal). Muss ein ziemliches Gewimmel gewesen sein.
Hat er sich denn auch falsch erinnert bzgl. Isabellas Bruder F.? Er soll ja an dem Abend auch im Pub gewesen sein, mit einem Freund.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 16. April 2026, 23:19:27

JohnLemon hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 22:11:58 Ich frage mal in die Runde.

der 20. Juni 2006. Kein gewöhnlicher Tag. Spieltag. Nationaler Rausch. Ecuador vs. Deutschland. 16 Uhr Anstoß.

Wer war damals im Alter 16+ und was habt Ihr dort unternommen? Public-Viewing?

Das sind Tage, die vergisst man nicht. Nationales Ausnahme-Ereignis.
Nix.

Sommer war gut, schönes Wetter lange und das einzig auffällige war dass die schönste Flagge der Welt endlich zu ihrem Recht kam.

Aber Fussball ist schrecklich albern. 20 Mann oder Fau in kurzen Hosen rennen einem Ball hinterher und nur 2 sollen den Ball fangen.
Das ist doch Plem Plem! :P Besser wäre umgekehrt: 10 Mann pro Tor und 2 auf dem Platz - Mann gegen Mann! :lol:

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von chrissy » Donnerstag, 16. April 2026, 23:18:35

JohnLemon hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:52:16 Ebenso wird zu wenig über das Haupt-Act am 20. Juni berichtet: das Spiel der dt. Nationalmannschaft. Ist hier irgendwas vorgefallen? Gab es da die Kontaktaufnahme durch den Täter? Hierüber gibt es kaum Infos.
Das ist ein guter Punkt. Darüber hab ich auch schon mal nachgedacht. Frauke schaute sich ja vor dem Essen mit ihrer Mutter dieses Spiel auch im Ould Triangel an.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von chrissy » Donnerstag, 16. April 2026, 23:10:56

JohnLemon hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 22:11:58 Ich frage mal in die Runde.

der 20. Juni 2006. Kein gewöhnlicher Tag. Spieltag. Nationaler Rausch. Ecuador vs. Deutschland. 16 Uhr Anstoß.

Wer war damals im Alter 16+ und was habt Ihr dort unternommen? Public-Viewing?

Das sind Tage, die vergisst man nicht. Nationales Ausnahme-Ereignis.
Ich habe D. gegen Ecuador im public viewing draußen verfolgt. An meinem Tisch sass ein Mann aus Ecuador, der am Darwin-Institut auf den Galapagos-Inseln arbeitete. Ich habe mich mit ihm am nächsten Tag nochmal getroffen und ihm geholfen, eine Deutschlandtour, die er vorhatte, beratend zu organisieren. Was mir noch in Erinnerung ist: Er hielt die Geschichte um den Bären Bruno für einen Witz, vor allem dass Spezialkräfte aus einem anderen Land eingeflogen wurden. Er sagte ständig unter Lachen: wegen einem! Bären.... . Wir haben immer noch in sporadischer Regelmäßigkeit Mail-Kontakt... und ein Räuchermännle und Zwetschgenmännle ziert an Weihnachten seine Fensterbank..
Was ich mit der Geschichte sagen will: Man war sehr offen, vor allem ausländischen Gästen gegenüber und hilfsbereit. Man wollte sich als guter, unkomplizierter Gastgeber präsentieren.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasto » Donnerstag, 16. April 2026, 23:09:42

Selbst wenn Frauke nicht selber rauchte wärs intressant zwecks Sorte...Da war doch im Het der kuriose Zeuge der den Hinweis gab auf den Forstarbeiter der genau dort was verloren bzw gesucht hatte?
Der Täter war ortskundig und ich denke der wusste zum Zeitpunkt der Ablage sogar über die Frequenz der Strasse Bescheid

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Bastian » Donnerstag, 16. April 2026, 23:03:28

Quellenblick hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 19:40:17 Nein, weiß es aber aus erster Hand. Gibt Gründe, warum Fish das Posting gelöscht hat (z.B. dass er dazu gefragt wurde und jetzt im Nachhinein sieht, dass er sich falsch erinnerte). Glaub es, oder lass es bleiben. Ich halte mich nicht mit Spekulationen auf, die schon widerlegt sind, sondern schaue, was man mit dem machen kann, was bekannt ist. Das Ergebnis spricht ja für sich.
An den Bruder und Freund hat er sich auch falsch erinnert?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Bastian » Donnerstag, 16. April 2026, 22:39:00

Non_Toxic hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 19:00:14 Ich denke, dass das Unheil mit dem Schützenfest in Wewer begann. Dieses Fest blieb als eines der traurigsten Jahre in Erinnerung. Zum Ablauf konnte ich folgende Rekonstruktion erstellen:

• Freitag, 19. Mai 2006: Zapfenstreich und Auftakt des Schützenfestes.
• Samstag, 20. Mai 2006: Schützenball; in dieser Nacht geschah das Unglück, als N. mit seinen Freunden Geburtstag feiern wollte, bis Th. einfach verschwand.
• Sonntag, 21. Mai 2006: Der Tag, an dem der 21-jährige Jungschütze Th. morgens leblos gefunden wurde. Zusätzlich sorgte ein Sturm am Nachmittag dafür, dass der Festumzug abgebrochen und das Bataillon mit Bussen zum Zelt evakuiert werden musste.
• Montag, 22. Mai 2006: Schützenfrühstück

Einen Auftritt hatte auch der Spielmannszug von Wewer, der 2006 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Th. muss am Abend des Schützenballs vom Festzelt im/nahe Wiesenweg Richtung Schlosspark gelaufen sein (ca. 15 Minuten Gehweg), welcher durch die Alme durchzogen wird. In diesem bewaldeten Gebiet, also nahe der Alme muss die Leiche am Sonntag gefunden worden sein. Durch diese räumliche Nähe verbreitete sich die Nachricht am Sonntagmorgen sehr schnell unter den Gästen, während die polizeiliche Spurensicherung vor Ort im Einsatz war und die Bruderschaft versuchte, das Protokoll unter Schock fortzuführen. Ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen. Wenn man sich die Timeline ansieht, stellt sich die Frage, ob am Schützenball etwas vorgefallen ist, das Th. zu seinem Entschluss bewogen hat. Th. war verschwunden und wurde tot aufgefunden – und trotzdem machte N. sich scheinbar keine Sorgen, als nur exakt einen Monat später, am 20. Juni 2006, seine neue Bekannte Frauke ebenfalls spurlos verschwindet – um später ebenfalls tot in einem Waldstück aufgefunden zu werden.

Betrachtet man die Geografie, liegen zwischen dem Fundort von Th. und dem „Totengrund“ bei Lichtenau etwa 20 Kilometer, aber die B64 ist die zentrale Lebensader, die den Westen (Wewer) mit dem Osten (Lichtenau) verbindet. Die B64 umschließt Paderborn wie eine Tangente. Wenn das Unheil in Wewer begann und im Totengrund endete, bilden die Driburger Straße und die B64 die physische Brücke dazwischen. Ein Täter mit tiefer Ortskenntnis nutzt genau diese Strecke. In den Telefonaten gab es zwei Situationen, in denen Frauke etwas vehement dreimal wiederholte: „Ich bin in Paderborn“ und „Mama“. Wenn man sich das auf Google Maps anschaut, fällt auf, dass die B64 wie eine fast schnurgerade Achse Wewer im Westen mit der Driburger Straße im Osten verbindet. Es wirkt, als sei dieser Korridor das eigentliche Operationsgebiet gewesen, in dem sich der Täter sicher fühlte. Bis auf Paderborn-Sennelager im Norden liegen alle Standorte der Lebenszeichen – von Mönkeloh im Westen bis Nieheim im Osten – direkt auf dieser B64-Achse.

Selbst wenn mit „Mama“ nicht die Driburger Straße gemeint war, sondern Bad Driburg, führt von Paderborn aus ebenfalls die B64 dorthin. Vielleicht wollte Frauke einen dreifachen Hinweis geben (3x Wiederholung): 1. auf das Umfeld der Driburger Straße, 2. auf den Spielplatz (wo man oft „Mama“ hört) und 3. auf Bad Driburg (wobei auch hier die B64 Paderborn (3x „Ich bin in Paderborn“) und Bad Driburg („Mama“) verbindet). Hätte die Polizei Kontrollen auf der B64 eingeführt oder Kameraaufnahmen ausgewertet, hätte man ein Auto identifizieren können, das zu den Telefonzeiten auf dieser Strecke unterwegs war. Ich sehe hier ein Muster, das durch die einzige Ausnahme bestätigt wird: Paderborn-Sennelager am Donnerstag, den 22. Juni um 22:26 Uhr. Dies ist der einzige Tag, der N. durch seine Spätschicht bis 22:15 Uhr ein Alibi gibt. In der Mitte zwischen Sennelager und Paderborn liegt Schloss Neuhaus, und auch Hövelhof (N. Wohnort) ist nicht weit entfernt.
Ein weiteres Puzzlestück, das selten beachtet wird: Die geografische Klammer zwischen den Fundorten besteht durch das hydrologische System von Altenau und Alme. Die Altenau entspringt im Bereich des Totengrunds bei Lichtenau und mündet unterhalb von Wewer in die Alme. Damit bilden beide Orte, der Totengrund (Ost) und Wewer (West), die Endpunkte desselben Wasserweges. Ein naturverbundener Mensch oder ein Pilzsammler wie F., könnte das sicher gewusst haben. Es ist die Verbindung zwischen Quelle und Mündungsebene.

Es gibt einfach zu viele Zufälle. Th. verschwand am 20.05.2006, Frauke am 20.06.2006. Nach Kübler-Ross verläuft Trauer in Phasen; Phase 2 (Zorn) und Phase 3 (Verhandeln, eine Phase hoher Unsicherheit) passen zeitlich genau auf das Umfeld im Juni. Dazu kommt, dass die Personen N, A, G und teilweise F nicht nur einen Bezug zu den Funkmasten haben, sondern auch im gleichen Betrieb gearbeitet haben – einer vermutlich in Leitungsposition – und einer davon nahe der Driburger Straße wohnte. Wenn es einen Täterkreis aus 3-4 Personen gibt, erklärt das die wechselnden Orte, die Alibi-Konstruktion und die Zeit für die „Pflege“ eines gefangenen Menschen.

An der Leiche wurde ein Gegenstand gefunden, der nicht von Frauke war, und laut „Mord auf Ex“ fehlte ein vierter Gegenstand von ihr. Neben Handy, Tasche, Geldbörse und Uhr haben wir nun vier fehlende Gegenstände (das Handy wurde vermutlich vernichtet) bei vier Verdächtigen (Trophäen?). Im letzten Telefonat sagte Frauke, sie habe keine Angst. Wenn sie den Täter kannte, würde das eine geringere Angst erklären („Der tut mir schon nicht wirklich weh“). Auch das „Framing“ von C. ist auffällig: Frauke durfte scheinbar nur ihn anrufen, damit er als Täter dasteht. Wäre ihre Schwester beim letzten Telefonat nicht bei ihm gewesen, wäre er wohl bis heute der Hauptverdächtige. Eine Woche nach dem Verschwinden stand die Polizei bei N. auf der Arbeit – genau im Zeitrahmen des letzten Anrufs. Musste Frauke weg, weil die Ermittler eine neue Spur verfolgten? Da an den Knochen keine Brüche oder Einkerbungen gefunden wurden, könnte sie durch Medikamente ruhiggestellt worden sein, was am Ende zum Tod führte. Das könnte rechtlich auf Totschlag hinauslaufen. Mit Blick auf die Verjährungsfrist von 20 Jahren für Totschlag würde das die aktuelle Unruhe beim Täterkreis erklären. Insgesamt glaube ich an einen manipulativen Täter aus Fraukes Umfeld, der Macht ausüben wollte und sich in der Gegend perfekt auskannte.

Der Kreis schließt sich.

Ein abschließender Gedanke: Habt ihr schon einmal daran gedacht, dass I. vielleicht gar nicht primär N. schützten will, sondern eigentlich F.?
Sehr starker Beitrag. Ich versuche mich in deine Gedankengänge hineinzuversetzen. Deswegen würde ich dich gerne bei der Geographie helfen, wenn du erlaubst. Ich stamme aus Paderborn und finde deinen Ansatz, den Sinn hinter den gewählten Wegen zu verstehen echt gut.

Doch verstehe ich deine gerade Linie von Wewer bis zur Driburger nicht. Könntest du mir den genaueren Weg kurz aufzeichnen. Weil es gibt zwei Wege von Wewer bis zur Driburger. Den einen schnellen, und den anderen verworrenen, der Mönkeloh und die Borchener Straße beinhaltet. Dazu noch den Südring, die Uni, die Warburger Straße (dort geht’s runter auf geradem Wege zum Irish Pub)
Den Teil mit dem Flussverlauf würde ich nicht so viel Gewichtung schenken. Die Höhenunterschiede auf diesem von dir skizzierten Weg sind Brutal.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Donnerstag, 16. April 2026, 22:14:20

Gasto hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:55:26 Die Sache mit den Zigaretten kommt daher dass neben Fraukes Leiche ziemlich sicher eine Zigarettenverpackung lag..Zig Leute inkl mir selber bearbeiten das Bild so scharf wie möglich inkl Fotographen mit ihren Möglichkeiten die sie ausschöpfte, das Bild gibt eine Zigarretenschachtel..Ist das vl sogar der Hinweis von ...?
Das Bild mit der Schachtel wurde vor ca. 10 Jahren ausgiebig diskutiert. Wenn ich mich richtig erinnere, war die Schlussfolgerung, dass es nicht vom Jahr 2006 stammt. Die Aussage von Malinka, dass Frauke nicht geraucht hatte, wurde auf Nachfrage Jahre später getroffen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Donnerstag, 16. April 2026, 22:11:58

Ich frage mal in die Runde.

der 20. Juni 2006. Kein gewöhnlicher Tag. Spieltag. Nationaler Rausch. Ecuador vs. Deutschland. 16 Uhr Anstoß.

Wer war damals im Alter 16+ und was habt Ihr dort unternommen? Public-Viewing?

Das sind Tage, die vergisst man nicht. Nationales Ausnahme-Ereignis.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Donnerstag, 16. April 2026, 22:04:38

JohnLemon hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:52:16 Ebenso wird zu wenig über das Haupt-Act am 20. Juni berichtet: das Spiel der dt. Nationalmannschaft. Ist hier irgendwas vorgefallen? Gab es da die Kontaktaufnahme durch den Täter? Hierüber gibt es kaum Infos.

Weiter nicht unwichtig: Halb Deutschland war an jenem Tag im Fußballfieber, halb Deutschland am feiern und es floss Bier in rauen Mengen. Komplette Betriebe und Abteilungen waren zur Anstoßzeit vor dem TV. Auch in Betrieben komplette Lockerheit, teils Stillstand. Der Täter wird also nicht zu denjenigen gehört haben, die Alkohol getrunken haben aufgrund der Autofahrt. Klingt banal, lässt aber Viele ausschließen. Und genau diese Unübersichtlichkeit und der nationale Vollrausch kann für ein leichtes, „unsichtbares“ Spiel gesorgt haben.
Ich finde du hast wichtige Punkte genannt. Ich arbeite selber in einem Klinik ähnlichen Setting und der Kreis an Leuten die man "kennt" ist gewaltig.
Was auch meiner Meinung nach vielleicht überschätzt wird ist, dass Frauke auf keinen Fall bei jemand unbekannten eingestiegen wäre. Klar wenn jemand kommt 5mins quatscht und sagt komm mit hätte sie es wahrscheinlich nicht getan. Aber wie du beschrieben hast war die Stimmung 2006 sehr ausgelassen und wer dabei war so wie ich damals mit 15 weiß, dass einen mitgerissen hat. Dazu kommt noch die Story von Frauke, wie glaubte in der Disco jemanden erkannt zu haben und wieder kam und meinte, dass sie ihn nicht kenne aber jetzt kennen würde. Frauke war einfach sehr offen und dies gepaart mit der 2006er Stimmung in Deutschland könnte Fatal gewesen sein. Wenn jemand gut aussieht und gut quatschen kann, hätte er vielleicht Fraule überzeugen können. Da könnte auch der Knackpunkt liegen, warum der Fall ein Cold Case ist/wird

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasto » Donnerstag, 16. April 2026, 22:02:32

JohnLemon hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:52:16 Ebenso wird zu wenig über das Haupt-Act am 20. Juni berichtet: das Spiel der dt. Nationalmannschaft. Ist hier irgendwas vorgefallen? Gab es da die Kontaktaufnahme durch den Täter? Hierüber gibt es kaum Infos.

Weiter nicht unwichtig: Halb Deutschland war an jenem Tag im Fußballfieber, halb Deutschland am feiern und es floss Bier in rauen Mengen. Komujub66p66j8u6uuuette Betriebe und Abteilungen wareanstoßujub66j6j66zeit u66b66j66ju66z6u66jj 6vor dem TV. Auch in Betrieben komplette Lockerheit, teils Stillstand. Der Täter wird also nicht zu denjenigen gehört haben, die Alkohol getrunken haben aufgrund der Autofahrt. Klingt banal, lässt aber Viele ausschließen. Und genau diese Unübersichtlichkeit und der nationale Vollrausch kann für ein leichtes, „unsichtbares“ Spiel gesorgt haben.


Der Punkt mit Null am Steuer ist ebenfalls gut..Denke auch nicht dass ein Täter so zusätzliches Risiko eingehr

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von schnelllergast » Donnerstag, 16. April 2026, 21:56:35

Gast hat geschrieben: Donnerstag, 16. April 2026, 21:04:20 Naja, mit jedem weiteren Anruf und jedem weiteren Gesprächspartner stieg die Gefahr, aufzufliegen.
Bei einer in Echtzeit telefonierenden Person durch die Erkenntnis der Gesprächspartner, dass es sich nicht um Fraukes Stimme handelt und bei Aufnahmen von Fraukes Stimme durch nicht plausible Gesprächsverläufe.
Warum hätte der Täter + ggf. Komplizin es nicht bei einem Anruf belassen sollen, in dem Frauke bzw ihre Imitatorin beispielsweise sagt, dass sie eine Auszeit braucht und sich niemand Sorgen machen muss?
Gute Frage, ja!

In dem Zusammenhang stellte ich mir auch die Frage, warum nicht als erstes eine SMS verfasst wurde und dann abgewartet, wie darauf "reagiert" wird?
Nein, die erste Kontaktaufnahme (also die erste Nachricht in der besagten Nacht um 00.49 Uhr beziehe ich jetzt nicht ein, da diese noch "normal" klang) war ein Anruf. Erst beim zweiten Kontakt wurde zunächst eine SMS verschickt, dann aber doch wieder ein Anruf angenommen.

Die Frage mit dem Auffliegen durch jedes weitere Gespräch stellt sich auch und insbesondere dann, wenn F selbst durch die Gegend transportiert wurde und sprach: jedes Mal große Gefahr, dass sie Namen nennt oder flüchtet oder gesehen wird.
Warum also dann nicht Frauke einmal dazu zwingen, dass sie sagt, sie brauche eine Auszeit?
Es muss einen Sinn dahinter geben "Nachweise" zu bringen, dass Frauke lebt.

Mein Erklärungsversuch orientiert sich am Zweck der Anrufe:

Die Anrufe dienten dazu - den Tötungszeitpunkt zu verschleiern - Suchen zu verzögern und -Alibi zu verschaffen.
Wenn Frauke sich "nachweislich" eine Woche noch meldet, also ja am Leben ist, und der Täter aber in der Woche ständig anderswo war, womöglich sogar eine Helferin hatte, die anrief, ist das für den Täter ein recht gutes Alibi. Wenn der Täter zum Tötungszeitpunkt kein Alibi hatte, hätte ihn dieses Vorgehen gerettet. (Bei nur einem Anruf - Auszeit -hätte dies mit dem Alibi und der "nachweislich" lebenden Frauke ja nicht funktioniert)
Ich denke man wurde auch von Anruf zu Anruf mutiger, nachdem beim ersten sehr kurzen 20 sekunden Anruf kein Verdacht geschöpft wurde.
Womöglich war es dem Täter auch recht egal, ob die Anrufe als Fake angezweifelt werden, da sie diesbezüglich nicht wirklich etwas zu verlieren hatten, es war halt quasi "ein Versuch" wert.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasto » Donnerstag, 16. April 2026, 21:55:26

Die Sache mit den Zigaretten kommt daher dass neben Fraukes Leiche ziemlich sicher eine Zigarettenverpackung lag..Zig Leute inkl mir selber bearbeiten das Bild so scharf wie möglich inkl Fotographen mit ihren Möglichkeiten die sie ausschöpfte, das Bild gibt eine Zigarretenschachtel..Ist das vl sogar der Hinweis von ...?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Donnerstag, 16. April 2026, 21:52:16

Ebenso wird zu wenig über das Haupt-Act am 20. Juni berichtet: das Spiel der dt. Nationalmannschaft. Ist hier irgendwas vorgefallen? Gab es da die Kontaktaufnahme durch den Täter? Hierüber gibt es kaum Infos.

Weiter nicht unwichtig: Halb Deutschland war an jenem Tag im Fußballfieber, halb Deutschland am feiern und es floss Bier in rauen Mengen. Komplette Betriebe und Abteilungen waren zur Anstoßzeit vor dem TV. Auch in Betrieben komplette Lockerheit, teils Stillstand. Der Täter wird also nicht zu denjenigen gehört haben, die Alkohol getrunken haben aufgrund der Autofahrt. Klingt banal, lässt aber Viele ausschließen. Und genau diese Unübersichtlichkeit und der nationale Vollrausch kann für ein leichtes, „unsichtbares“ Spiel gesorgt haben.

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