MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Mittwoch, 08. April 2026, 11:14:53

Update
Psychopathie Abgleich PCL-R (auf Basis von Pressemeldungen, Gerüchten, SM Bilder und Videos)

1. Trickreich sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme: mgl. Hinweis -> Selbstdarstellung Fotograf und Modeln im Autohaus
2. Erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl (Grandiosität): unklar
3. Pathologisches Lügen: mgl. Hinweis -> Satteldiebstahl „bis zum Ende“ verleugnet?
4. Betrügerisch-manipulatives Verhalten: mgl. Hinweis -> Ausnutzen von Männern, bis dato keine Fürsprecher bekannt, Tümpelzeugen als „Spurenspender“, Verschaffen von eigenem Alibi über nahestehende Personen
5. Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein: mgl. Hinweis -> Satteldiebstahl „bis zum Ende“ verleugnet? Tümpelzeugen als „Spurenspender“, 6 Messerstiche, Laufen mit Messer in der Hand bis Tümpel, Recherche nach Wildschweine fressen Leichen ?
6. Oberflächliche Gefühle (Affektverflachung):mgl. Hinweis -> fb Post an D, Hinweis Polizeibeamte Auffindesituation
7. Gefühlskälte, Mangel an Empathie: mgl. Hinweis -> gehbehinderte Freundin in unwegsames Gelände. Kein Verständnis über gemeinsamen Erziehungsauftrag D und M ggü. F, fb Posts, Bericht des Nachbarn über empathieloses Verhalten, ggf. unglaubwürdige Show beim Auffinden, Polizeizeugen, Würdelose Darstellung totes Pferd, Laufen mit Messer bis zum Tümpel ?
8. Parasitärer Lebensstil: mgl. Hinweis -> Ausnutzen der Großeltern, Nachbarn passen auf das Pferd auf, und von M („arbeitet wie ein Berserker“ für sie), Finanzielle Unterstützung von M
9. Mangelnde Verhaltenskontrolle (Impulsivität): mgl. Hinweis -> Bericht über Beschimpfungen von M
10. Frühe Verhaltensauffälligkeiten (vor dem 10. Lj.): keine Hinweise ?
11. Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen: mgl. Hinweis -> leben bei Grosseltern, kein eigener Haushalt, Job unklar, ggf. Sozialhilfe
12. Impulsivität: mgl. Hinweis -> Post über Suizidversuch
13. Verantwortungslosigkeit: mgl. Hinweis -> Post über Suizidversuch, emotionale Erpressung, Würdelose Darstellung totes Pferd
14. Mangelnde Bereitschaft/Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen: Ausritt mit Kutsche und Pferd bei zu hoher Aussentemperatur ?
15. Viele kurzzeitige eheähnliche Beziehungen: mgl. Hinweis -> die Berichte über Männerbekanntschaften, frühe Schwangerschaft, nichts über Vater bekannt
16. Jugendkriminalität (13–18 Jahre): nichts bekannt?
17. Vielseitige Kriminalität (polytrope Kriminalität): nichts bekannt?
18. Missachtung von Weisungen und Auflagen: mgl. Hinweis -> Pferd im Garten vergraben
19 Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger): unklar ?
20. Promiskuität: mgl. Hinweis -> angebliche erotische Fotos, knappe Kleidung, Berichte über Männergeschichten

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kobra6 » Dienstag, 07. April 2026, 23:19:43

SonntagsGast hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 17:51:28 Wirkt unprofessionell und unseriös seitens einer Fachkraft, online ein Befund über die Psyche einer fremden Person zu erstellen. Stimmt man nicht zu oder 'gibt Widerworte', dauerts nicht lange und Polen ist offen und es wird angeordnet dass man dieses oder jenes nachschlagen sollte. Das Klima hat sich hier in ne merkwürdige Richtung entwickelt nach dem Motto 'It's my way or the highway'
Wenn User mit Fachkenntnissen (sei es beruflich oder durch intensive Auseinandersetzung mit dem Thema) ihre Sichtweise einbringen, bereichert das die Diskussion erheblich. Solange klar ist, dass es sich um Hypothesen und den Versuch handelt, ein logisches Verständnis zu entwickeln – und nicht um ein offizielles Gutachten –, ist das genau der Ansatz, um sich einem so komplexen Thema zu nähern.
Es geht darum, Puzzlestücke zusammenzufügen, um das „Warum“ hinter einer solchen Handlung („abscheuliche Tat“) verständlich zu machen. Und das gelingt am besten auf einer Ebene, die auf Argumenten und Fakten beruht.

Genau solche Beobachtungen konnte ich teilweise in den letzten Diskussionen von Caris, Meta ,Jane Doe u. Anderen machen und fand das ebenfalls sehr interessant. Es handelte sich um Präsumtionen. Wenn du der Meinung bist, dass das alles Unsinn ist, bitte ich um eine sachliche Gegenargumentation.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jane.Doe » Dienstag, 07. April 2026, 22:17:19

SonntagsGast hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 17:51:28 Wirkt unprofessionell und unseriös seitens einer Fachkraft, online ein Befund über die Psyche einer fremden Person zu erstellen. Stimmt man nicht zu oder 'gibt Widerworte', dauerts nicht lange und Polen ist offen und es wird angeordnet dass man dieses oder jenes nachschlagen sollte. Das Klima hat sich hier in ne merkwürdige Richtung entwickelt nach dem Motto 'It's my way or the highway'
Ja, aber bitte. Nachschlagen ist eben Usus, wenn man einigermaßen qualifizierte Beiträge absetzen will zu einem Thema oder einfach zu wenig weiß um konstruktiv und auf demselben Level mitzureden. Und wieso sollte man als 'Fachkraft' wie Du das nennst (ich glaube Du hast den richtigen Begriff da nicht ganz gefunden, aber sei's drum) hier nicht mitdiskutieren können? Niemand erstellt hier Befunde, es sind Hypothesen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von MeTa » Dienstag, 07. April 2026, 22:14:30

Caris hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 20:09:51
ansonsten bin ich Anfeindungen von Sonntagsgästen und co. Leid. --Ich versuche mit dem mir zur Verfügung stehenden Wissens auf der Basis der vorliegenden Informationen Einschätzungen zu treffen. Einen Anspruch, dass dies zu 100% richtig ist, stelle ich nicht. Ich kann aber von mir sagen, dass ich, was ich hier diesbzgl. schreibe, aus bestem Wissen und Gewissen schreibe und für mcih auch ohne vernünftigen Zweifel. restzweifel bleiben immer--auch übigens bei Gutachten die in Präsenz erstellt werden.
Ich kann dich vollkommen verstehen, liebe @Caris. Die „Sonntagsfahrer“ in solchen Diskussionen blockieren oft den Fluss, weil sie bei komplexen Themen nur auf Sicht fahren und dabei diejenigen ausbremsen, die die tieferen Zusammenhänge und die psychologische Systematik bereits erfasst haben.
Manchmal hilft es wirklich nur, stur auf der eigenen Spur zu bleiben und die „Lichthupe“ der Unwissenden im Rückspiegel zu ignorieren.
Jane.Doe hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 22:17:19 Ja, aber bitte. Nachschlagen ist eben Usus, wenn man einigermaßen qualifizierte Beiträge absetzen will zu einem Thema oder einfach zu wenig weiß um konstruktiv und auf demselben Level mitzureden. Und wieso sollte man als 'Fachkraft' wie Du das nennst (ich glaube Du hast den richtigen Begriff da nicht ganz gefunden, aber sei's drum) hier nicht mitdiskutieren können? Niemand erstellt hier Befunde, es sind Hypothesen.
Ganz genau!

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 07. April 2026, 21:35:52

————————————— Moderationshinweis ————————————

Der Umgangston ist leider mal wieder rauer geworden.
Persönliche Angriffe sind nicht hilfreich, denn sie vergiften das Diskussionsklima.
Bitte formuliert eure Kritik sachlich und nachvollziehbar!

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 07. April 2026, 21:18:24

Caris hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 20:09:51 eine Erkrankung aus dem psychotischem Spektrum kam von mir hier an keinem Punkt, denn dies kann man aufgrund der vorliegenden Information mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen.
Vor einiger Zeit (als noch nicht bekannt war, dass die Tat geplant war) wurde spekuliert, dass Gina die Tat infolge einer Psychose begangen haben könnte, bspw. aufgrund einer fehlerhaften oder eigenständig abgesetzten Medikation. (Siehe hierzu z.B. den Fall Lindsay Clancy, die im Rahmen einer falsch behandelten postpartalen Depression im Wahn ihre 3 Kinder getötet hat).

Dies nur der Vollständigkeit halber. Du hast dich damals noch nicht an unserer Diskussion beteiligt.

^^^^^^^^^^^^^^
@SonntagsGast
Es ist völlig normal, dass in einer dynamischen Diskussion zu einem so „großen“ Fall Ansätze aufgegriffen und später wieder verworfen werden, z.B. wenn neue Infos dazukommen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Dienstag, 07. April 2026, 20:18:58

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 18:37:42 Im die Anklageerhebung begleitenden Interview sagt Herr Nowack auf die Frage nach dem Vorwand, unter dem Fabian aus der Wohnung gelockt wurde:



Das heißt nicht zwangsläufig, dass er den Vorwand nicht kennt.

https://m.youtube.com/watch?v=WdYHy-LTh8g
[Ab 03:26]
Ja, die knappe Antwort klingt eher nach “kein Kommentar” als “wissen wir nicht”. Beides möglich

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Caris » Dienstag, 07. April 2026, 20:09:51

Turmfalke23 hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 19:40:49 Psychosen waren gleich zu Anfang ein Thema hier.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass eine akute Psychose bei dem Tötungsdelikt von Fabian eine Rolle spielt.
Eine psychiatrische Erkrankung, deren Beeinträchtigungen bereits ein solch großes Ausmaß erreicht hat
wodurch Einsicht noch Realität von den sonst üblichen Lebenserfordernissen abweicht, ist diese Tat wie sie die
StA angibt: Meiner Meinung nach kaum durchführbar, ohne entsprechende Spuren zu hinterlassen.
eine Erkrankung aus dem psychotischem Spektrum kam von mir hier an keinem Punkt, denn dies kann man aufgrund der vorliegenden Information mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen. --Es liegt ja nun zudem auch wohl ein Gutachten vor, demnach keine Schuldunfähigkeit vorliegt. Bei psychotischem Geschehen wäre eingeschränkte Schuldfähigkeit zu prüfen und oft dann eben auch einzuschätzen. Bei narz./psychopath. ect. ist in aller Regel kein Realitätsverlust gegeben, die Realitätstestung ist intakt, vereinfacht: man weiß was man tut. Den Planungsgrad wie man ihn hier sieht, ist nicht erreichbar bei Vorliegen psychotischer Störungen.

ansonsten bin ich Anfeindungen von Sonntagsgästen und co. Leid. --Ich versuche mit dem mir zur Verfügung stehenden Wissens auf der Basis der vorliegenden Informationen Einschätzungen zu treffen. Einen Anspruch, dass dies zu 100% richtig ist, stelle ich nicht. Ich kann aber von mir sagen, dass ich, was ich hier diesbzgl. schreibe, aus bestem Wissen und Gewissen schreibe und für mcih auch ohne vernünftigen Zweifel. restzweifel bleiben immer--auch übigens bei Gutachten die in Präsenz erstellt werden.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Dienstag, 07. April 2026, 19:40:49

Caris hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 09:13:55 Psychosen wurden in deisem Forum von niemandem diagnostiziert soweit wich erinnere. Psychosen kann man hier mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen. Die Realitätstestung ist z.B. intakt.
.......

Psychosen waren gleich zu Anfang ein Thema hier.

Ich halte es für ausgeschlossen, dass eine akute Psychose bei dem Tötungsdelikt von Fabian eine Rolle spielt.
Eine psychiatrische Erkrankung, deren Beeinträchtigungen bereits ein solch großes Ausmaß erreicht hat
wodurch Einsicht noch Realität von den sonst üblichen Lebenserfordernissen abweicht, ist diese Tat wie sie die
StA angibt: Meiner Meinung nach kaum durchführbar, ohne entsprechende Spuren zu hinterlassen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Keks22 » Dienstag, 07. April 2026, 19:16:22

Bis zur Bekanntgabe ob es einen Prozess gibt und wenn ja wann dieser beginnt kann man ja wenn man will auch erstmal alle fünf grade sein lassen.
Und dann muss erstmal bewiesen werden ob die mit dem Knacks auch zu einem Kindesmord fähig war.
An erster Stelle muss man ja auch schlüssig darlegen können wie und wann und wo es zu dem geplanten und heimtückischen Mord gekommen ist und ob wirklich ein Vorwand nötig war um Fabian in die Gewalt des Täters zu bringen.
Der Angeschuldigten ein Motiv anzudichten auf Grund ihrer ferndiagnostizierten psychopathischen Charaktereigenschaften kann fatale Folgen haben.
Hier bewegt man sich auf ganz dünnem Eis.
Allerdings ein vor Ort erstelltes Gutachten wenn es die Angeschuldigte zulässt ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung und kann bei lückenloser Indizienkette und eines tatsächlichen Motivs zu einer Verurteilung beitragen.
Bis dahin gilt es abzuwarten und auch mal darüber nachzudenken ob es nicht doch jemand anders getan haben könnte. Vielleicht gibt es ja noch andere potentiellen Leute mit Störungen im Oberstübchen im Umfeld.

Das GH für mich erstmal zweitrangig als Täterin in Frage kommt hatte folgende Gründe.
1. Sie ist eine Mutter, ja ich weiss auch Mütter töten,
Aber vorrangig ist sie eine Mutter und es ist offiziell nichts bekannt das sie ihre mütterlichen Pflichten verletzt hat.

2. Sie hat sich längere Zeit auch um Fabian gekümmert. Und es ist nichts bekannt das sie ihm Böses getan hat. Dorina hat ihn gerne zu GH gelassen und Fabian war gerne dort.

3. Sie hat sich bisher keines Verbrechens schuldig gemacht.
Ja es gab Strafdelikte, die man nicht ignorieren kann. Aber wer in ihrem Umfeld ist evtl auch straffällig geworden? Dazu wissen wir nichts. Mit was für Leuten pflegte sie regelmäßig Umgang.

4. Sie ist dreimal an den Tatort/Fundort gefahren und hat sich dadurch selber verdächtig gemacht und sich ggf aus Angst in Widersprüche verwickelt .

5. Ihr Ex und Ihre Großeltern stehen zu Ihr

6. Es gibt noch zu viele Ungereimtheiten, Gerüchte und Spekulationen .

Und zu guter letzt. Es ist bisher nichts bekannt das sie mit Fabian am Freitag gesichtet wurde. Weder am Tümpel noch in Güstrow. Und DNS am Fundort scheint es auch nicht zu geben bzw überhaupt beweislastiges Material.
Aber hier gilt es abzuwarten was der Prozess hervorbringt.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Dienstag, 07. April 2026, 18:44:03

Sronson hat geschrieben: Sonntag, 05. April 2026, 19:02:17 Vielen Dank für deine Ausführungen zum Thema Tatverdacht.

Wie verhält es sich, wenn sich während einer Zeugenvernehmung ein Anfangsverdacht gegen den Zeugen entwickelt?
...
Wann wird ein Zeuge zum Beschuldigten? Eine wirklich gute Frage.

Verteidiger Rea Andreas O. hat seiner Mandantin Gina geraten, zu schweigen. 
Hier lag aber bereits der Haftbefehl vor. Zuvor hat sie lt. Ermittler/StA Angaben gemacht, die sowohl widersprüchlich waren als auch Anhaltspunkte dafür liefern, dass sie selbst was mit der Tat zu tun hat.
Laut Medienberichten wurde Gina mehrmals vorgeladen und die Ermittler haben den Status als Zeugin oder evtl. Verdacht vermutlich
hinreichend erklärt.
Rea. Andreas O. stellte den unterschiedlichen Status in diesem Fall in einem kurzen Statement auch dar.
Die Frage, wann ein Zeuge zum Beschuldigten wird ist strafprozessual vor allem vor dem HIntergrund der
unterschiedlichen Zeugnis- bzw. Auskunftsverweigerungsrechte des Zeugen respektive Beschuldigten und der damit
korrespondierenden Belehrungspflichten relevant. Wird ein Beschuldigter zu Unrecht noch als Zeuge vernommen und
dementsprechend nicht gem. §§ 136, 163 a Abs. 4 S. 2 belehrt, dann ist diese Aussage nicht verwertbar. Nachfolgende
Aussagen könnten evtl. nur dann verwertbar sein, wenn der nunmehr als Beschuldigter Vernommene qualifiziert belehrt
wurde .Eine qualifizierte Belehrung setzt voraus, dass der Beschuldigte auf die fehlende Verwertbarkeit seiner früheren
Aussage hingewiesen wird.
https://www.juracademy.de/assets/course ... digten.pdf

Beispiel:
Im Fall Alexandra R. wurde ein Zeuge sogar kurzzeitig festgenommen und einer Straftat beschuldigt.
Vorwurf damals der OStA Alexandra H.: nachweislich eine Falschaussage, denn der Zeuge habe sich plötzlich erinnert, Alexandra R. in Rumänien gesehen zu haben, allerdings bei ungünstigen Witterungsverhältnissen.
Bei den Ermittlern gab er als Zeuge an, Alexandra R. seit Jahren nicht gesehen zu haben.
Ergebnis: 1 Tag Haft sowie Anzeige gem. StGB 153, durfte dann aber wieder in sein Heimatland zurück ;)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 07. April 2026, 18:37:42

Heckengäu hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 17:55:28 Du darfst gerne suchen. Ich habe das jetzt auch getan.
Weder in Schrift noch in Wort ist dazu durch mich etwas zu finden.
Im die Anklageerhebung begleitenden Interview sagt Herr Nowack auf die Frage nach dem Vorwand, unter dem Fabian aus der Wohnung gelockt wurde:
Das kann ich Ihnen nicht sagen.
Das heißt nicht zwangsläufig, dass er den Vorwand nicht kennt.

https://m.youtube.com/watch?v=WdYHy-LTh8g
[Ab 03:26]

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Feee » Dienstag, 07. April 2026, 18:13:05

https://www.berliner-kurier.de/panorama ... i.10028796

Hier ist der Link dazu, wo Harald Nowack sagt, der eine will den Vorwand nicht nennen, der andere kann ihn nicht nennen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 07. April 2026, 17:55:28

Bernhard hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 17:23:35 Ich bin mir ziemlich sicher schon vor ca. einem Monat Harald Nowack gehört zu haben wie er sagte zwei Personen hätten von dem Vorwand gewusst, einer schweigt und der andere kann nicht mehr reden. Ich finde die Quelle allerdings gerade nicht. Das war ein längeres (mehrere Minuten) Interview.
Du darfst gerne suchen. Ich habe das jetzt auch getan.
Weder in Schrift noch in Wort ist dazu durch mich etwas zu finden.
Spoiler
v.png
v.png (56.73 KiB) 722 mal betrachtet
Man muss bedenken, welche Flut an Videos von diletantischen,
selbsternannten besserwisssenden Trittbrettfahrer ins Netz geströmt ist.

Da ist es möglich bis wahrscheinlich, dass gesagt wurde "Statsanwalt Herr Nowack hat gesagt dass..."
Ich habe mich davon vollständig ferngehalten und nur öffentlich rechtliche Bildwerke des NDR gesehen.
Und wenn es gefunden werden wird, was ändert das? Nichts. Denn es ist nur Allgemeinwissen der Realität.
Die, die einsitzt, schweigt, und der Bub ist tot.

Also kann man nur mutmassen dass die Tatverdächtige vor Gericht sich dazu vielleicht äussert.
Das erwarte ich keineswegs, auf gar keinen Fall.
Ihre Motive sind so krude dass sie weder eine Strafmilderung noch sonst einen Vorteil daraus ziehen könnte.

Ein vertrauensvolles kleines Kind, zu dem sie sich selbst als Ziehmutter bezeichnete gegenüber 3., auf solche
heimtückische, geplante, überaus grausame Weise zu ermorden und dann auch noch den ermordeten kleinen
Jungen zu verbrennen, das ist bar jeglichem Vorstellungsvermögen und wird es auch für immer bleiben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jane.Doe » Dienstag, 07. April 2026, 17:52:25

SonntagsGast hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 17:13:31 Eine Menge Behauptungen.
Bodenhaftung in dieser Runde offensichtlich für viele ein Fremdwort und stattdessen macht sich eine Überheblichkeit breit, die ihresgleichen sucht. Der Bezug zum vorliegenden Fall ist nicht vorhanden, eine angebliche Psychopathie der Angeschuldigten eher konstruiert als tatsächlich von ihrem Verhalten abgeleitet.
Ui, wunder Punkt? Probleme mit Überheblichkeit?
Die lässt sich super easy aushebeln, wenn Du eine psychische Erkrankung bei der TV nach jetzigem Kenntnisstand sachlich fundiert ausargumentatieren kannst.

Go for it! 🙃

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von SonntagsGast » Dienstag, 07. April 2026, 17:51:28

Wirkt unprofessionell und unseriös seitens einer Fachkraft, online ein Befund über die Psyche einer fremden Person zu erstellen. Stimmt man nicht zu oder 'gibt Widerworte', dauerts nicht lange und Polen ist offen und es wird angeordnet dass man dieses oder jenes nachschlagen sollte. Das Klima hat sich hier in ne merkwürdige Richtung entwickelt nach dem Motto 'It's my way or the highway'

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Bernhard » Dienstag, 07. April 2026, 17:23:35

Heckengäu hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 16:02:47 Das ist die einzige "neue Meldung" seit einem Monat überhaupt.
Ich bin mir ziemlich sicher schon vor ca. einem Monat Harald Nowack gehört zu haben wie er sagte zwei Personen hätten von dem Vorwand gewusst, einer schweigt und der andere kann nicht mehr reden. Ich finde die Quelle allerdings gerade nicht. Das war ein längeres (mehrere Minuten) Interview.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Nikas » Dienstag, 07. April 2026, 17:20:21

Ich habe keinen psychologischen Background.
Aber ich finde es trotzdem - sagen wir befremdlich - dass hier „diagnostiziert“ wird, anhand von der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Informationen.
Wenn das alles so einfach wäre, bräuchte man ja gar keine Gutachter mehr, die entweder nach Aktenlage (die wir nicht vollständig kennen) und/oder nach persönlichen Gesprächen / Begutachtungen (an denen wir auch nicht teilnehmen werden) zu einer Schlussfolgerung kommen.

Für das „Fachpersonal“ hier, mag es sicher die ein oder anderen Anhaltspunkte für die ein oder andere Diagnose geben. Und dass es in der Natur der (gesunden) Menschen liegt, irgendwie so eine schlimmer Tat nachvollziehen zu wollen, wieso es dazu kam, ist vermutlich auch klar.
Aber teilweise wirkt es hier so, als würde sich tatsächlich darum gestritten werden, welche Ferndiagnose auf jeden Fall und welche auf keinen Fall in Frage kommen kann.

Ist das aus der Ferne überhaupt zu beurteilen? Ich denke nein.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von SonntagsGast » Dienstag, 07. April 2026, 17:13:31

Caris hat geschrieben: Dienstag, 07. April 2026, 09:13:55 Psychosen wurden in deisem Forum von niemandem diagnostiziert soweit wich erinnere. Psychosen kann man hier mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen. Die Realitätstestung ist z.B. intakt.
--Vielleicht machts Du Dir mal die Mühe, die Beiträge hinsichtlich Psychopathie und anderen Störungen desselben Spektrums (Narzissmus/Anitsozial/Borderline) nochmals aufmerksam zu lesen, dann müsstest Du nciht derartige Kommentare hier abgeben.
Es geht um gravierende emotionale Einschränkungen u.a. hinsichtliche Emapthiefähigkeit, Gewissen, und reduzierter Angst.
Der Mensch ist aber komplex und die Merkmale treten auf einem Kontinuum auf.
Bei Entdeckung in Tränen ausbrechen kann entweder gespielt sein oder natürlich echt. Niemand will gerne auffliegen mit den gegebenen Konsequenzen.. Diese Angst ist schon da.

Eine Menge Behauptungen.
Bodenhaftung in dieser Runde offensichtlich für viele ein Fremdwort und stattdessen macht sich eine Überheblichkeit breit, die ihresgleichen sucht. Der Bezug zum vorliegenden Fall ist nicht vorhanden, eine angebliche Psychopathie der Angeschuldigten eher konstruiert als tatsächlich von ihrem Verhalten abgeleitet.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Dienstag, 07. April 2026, 16:05:36

Caris hat geschrieben: Sonntag, 05. April 2026, 21:19:12 genau, man wird ihr wahrscheinlcih eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnostizieren können. Die Borderlinemerkmale dominieren nicht bzw. haben auch einfach nicht die höchste Toxizität hier, sondern die im Rahmen von antisozial bzw. darüber hinausgehend die gravierenden emotionalen Defizite von Psychopathisch (ebenfalls nur als kombinierte PKS verschlüsselbar).
Was auch noch oft der Fall ist, ist, dass Frauen die eigtl. eher in Richtung narz. oder antisoziale PKS oder eben gar Psychopathie gehen, als Borderline diagnostiziert werden, weil es wohl politisch korrekter ist.
Im neuen ICD-11 kommt man um die Namen herum und kann einfach eine schwere PKS vergeben und dann optional die dazugehörigen Merkmale beschreiben. Da kann man sich dann individuell etwas Passendes zusammenbasteln.
Woran ich gedanklich immer beim Abgleich von Störungsmerkmalen mit dem wenig bekannten über die TV geknabbert habe, ist meine laienhafte Vorstellung von Narzissmus so wie er oft für die Allgemeinheit vereinfacht darstellt wird. Weitergeholfen hat mir nach Recherche dann, dass ich über die Unterscheidung in "grandiosen" und "vulnerablen" Narzissmus gestolpert bin. Zweiteres, insbesondere vor der Gesamtschau der Nachrichten, Gerüchten und Hinweisen, erscheint mir in Kombination mit der BPS Strömung als Hypothese jetzt schon recht stimmig - auch vor dem Hintergrund einer etwaigen traumatischen, sexuellen Gewalterfahrung.

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