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von Turmfalke23 » Freitag, 28. August 2026, 21:36:48
von arcimboldo2.0 » Freitag, 28. August 2026, 20:59:51
„Ich nehme das Urteil an. Das ist das Einzige, was ich an Wiedergutmachung noch leisten kann.“ (auch „Das ist das Einzige, was ich jetzt noch gutmachen kann.“) Schlussworte von Hans S.
von Turmfalke23 » Freitag, 28. August 2026, 12:57:57
Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin ist in dem Prozess ein Urteil gefallen. Der 81 Jahre alte Angeklagte ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, wie der Vorsitzende Richter Rupert Stehlin im Landgericht Koblenz verkündete. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest.
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 26. August 2026, 20:55:00
Amy und ihr Bruder Walter
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 26. August 2026, 20:30:09
"Ich schließe mich den Worten meines Verteidigers an." Dass Hans S. im Gerichtssaal keine Worte des Bedauerns gefunden habe, sei auch seiner eigenen Überzeugung als Rechtsanwalt geschuldet, bekräftigt Klein: "Für einen Mord kann man sich nicht entschuldigen." Deshalb habe er ihm geraten, sich nicht in dieser Richtung zu äußern. Ihm gegenüber soll er Reue gezeigt haben.
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 26. August 2026, 16:11:44
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 26. August 2026, 15:41:11
von arcimboldo2.0 » Freitag, 21. August 2026, 10:38:00
sagt der sachverständige gerhard buchholz hat geschrieben: Auf der einen Seite getrieben von einer "chronischen Vergewaltigungsdisposition bei vermindertem Risikobewusststein" auf der anderen Seite durchaus liebevoller Ehemann mit unauffälligem Sexualverhalten. Auch zum Rückfallrisiko beim Angeklagten macht Buchholz Ausführungen: Dieses wäre zur Zeit der Tatbegehung eindeutig gegeben gewesen, sodass ihm seine "sehr ungünstige Prognose" auszustellen gewesen wäre, hätte sich diese Frage schon damals gestellt. ... Tatsache, dass er nach seiner Verurteilung 1999 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten sei, sich 2009 einer psychiatrischen Behandlung unterzogen und dabei kooperativ gezeigt habe.
sagt der damalige Kripobeamte Uwe Lang hat geschrieben: der ehemalige Kripobeamte Uwe Lang (68) aus. Er war damals Hauptsachbearbeiter im Fall Amy Lopez bei der Kripo Koblenz. Kurz nach dem Auffinden der Leiche am Tatort, dem General-Aster-Zimmer der Festungsanlage Ehrenbreitstein, habe es jede Menge Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, berichtet Lang. Zwei Hinweise kristallisierten sich demnach als besonders vielversprechend heraus. Erstens die Beobachtung einer Zeugin, die am frühen Morgen des Tattags einen jungen Mann auf dem Felsenweg zur Festung gesehen haben will. Anhand ihrer Angaben sei ein Phantombild angefertigt worden, sagt Lang. Zweitens hatten Autofahrer, die mit dem Auto hoch zur Festung fuhren oder von dort herunterkamen, ein Fahrrad gesehen, das zur Tatzeit an der Abzweigung des Fußwegs zum General-Aster-Zimmer vom Felsenweg abgestellt war.
Hans S. wurde 1945 in Bautzen geboren, bald darauf zog die Familie in den Westen, zunächst nach Lüdenscheid, dann weiter nach Boppard. Er sei ein "Problemkind" gewesen, hatte S. dem Gutachter gesagt, zweitweise wuchs er in einem Kinderheim auf, die Eltern seien mit ihren drei Kindern überfordert gewesen. Beruflich schlug er sich nach der Volksschule als Kellner durch, unter anderem in Bad Kreuznach und Koblenz. Die von Stehlin verlesene Liste von acht Vorverurteilungen beginnt 1961, zunächst wegen Diebstahls, dann auch schon wegen Sexualdelikten. Die gravierendsten Verurteilungen: 1974 durch das Landgericht Koblenz zu fünf Jahren Haft wegen Vergewaltigung und Entführung, 1986 durch das Landgericht Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft auf Bewährung wegen versuchter Vergewaltigung, 1999 durch das Landgericht Koblenz zu sieben Jahren Haft wegen versuchter Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung.
S. war in den Kreis der Verdächtigen und damit auch in die Ermittlungsakte geraten durch seine Verurteilung zu sieben Jahren Haft vor dem Landgericht Koblenz am 9. Januar 1999 wegen versuchter Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung. Unsere Zeitung hatte damals ausführlich berichtet. Schon 2001 gab S. eine Speichelprobe ab, die aufgrund der damals limitierten labortechnischen Möglichkeiten aber keinen Treffer ergab.
von Turmfalke23 » Freitag, 21. August 2026, 08:09:42
von arcimboldo2.0 » Freitag, 21. August 2026, 08:00:53
- Am 16. Januar kommt die Kripo zum ersten Mal zu ihm ins Seniorenheim (dna probe genommen) - Am 11. Februar liegt dann das Resultat vor. - Am 23. Februar 2026 fährt die Kriminalpolizei in einem Zivilfahrzeug an einer Seniorenresidenz in der Region Koblenz vor. (verhaftung) - In einer Probe stimmen alle 16 Marker überein, in einer zweiten sind es immerhin noch 11 von 16. - die Klebefolien, die 1994 zur Sicherung von Spuren an Kleidung und Körper der damals 24-jährigen US-Touristin angefertigt worden sind. - Ende Januar 2020 wird das Beweismaterial ans hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden geschickt, um es auf Hautschuppen untersuchen zu lassen. - vier unterschiedliche DNA-Spuren ermittelt. Drei davon können nacheinander ausgeschlossen werden. Am Ende bleibt die männliche DNA „C“. Es ist der genetische Fingerabdruck von Amy Lopez’ Mörder. Die winzigen Hautschuppen sind auf dem Oberschenkel und an der Innenseite der Hose des Opfers gefunden worden. - „Er hat viel geplaudert“, erinnert sich die Beamtin. (susanne lindenbauer) - Etwa, dass er viel auf der Festung Ehrenbreitstein unterwegs gewesen sei. - „Bei der Bundesgartenschau habe er dort als Security gearbeitet. (die war 15. April 2011 bis 16. Oktober 2011) - Justizvollzugsanstalt Wittlich (U-haft) - IQ von 109 „Der Beschuldigte war erheblich vorbestraft“, erklärt die Kriminalhauptkommissarin. Und zwar einschlägig bei Sexualdelikten. Zudem hat er ein Fahrrad besessen, das auf die Beschreibung von Zeugen passt, die es 1994 in der Nähe des Tatorts gesehen haben wollen. Schließlich können die Ermittler sogar nachweisen, dass sich Hans S. kurz vor dem Mord an der US-Touristin in Ehrenbreitstein aufgehalten hat – ausgerechnet bei seinem Bewährungshelfer. Vallendarer Facharzt Gerhard Buchholz ein psychiatrisches Gutachten erstellt. ..chronische Vergewaltigungsdisposition und einen narzisstischen Charakter. Hinzu komme eine dissoziale Verhaltensbereitschaft. Und Hans S. sei über einen langen Zeitraum nicht mehr auffällig geworden. Eine ambulante Psychotherapie habe ihn offenbar stabilisiert.
Staatsanwalt Julian Gislay / Foto Thomas Frey dpa
Verteidiger Volker Klein / Foto Thomas Frey dpa
von arcimboldo2.0 » Freitag, 21. August 2026, 07:23:30
- das vorläufige Ende einer kriminellen Karriere, die Ende 1967 beginnt - Seither hat sich der Mann immer wieder an Frauen und Mädchen vergangen. - 1998 in Koblenz versucht hat, eine 16-Jährige zu vergewaltigen. Dazu hat er das Mädchen mit einem Elektroschocker bedroht. - Facebook-Profil des Tatverdächtigen. - „Er war relativ klein und untersetzt“ Seine jungen Opfer wählt er dabei häufig willkürlich auf Autofahrten aus. Dann zwingt er Mädchen mit vorgehaltenem Messer oder Schreckschusspistolen ins Auto. Oft wird er dabei auch gewalttätig. In Köln etwa schlägt er mit einer Eisenstange auf ein Pärchen ein, weil er die Frau vergewaltigen will. Und seine Sozialprognose fällt denkbar schlecht aus: „Deutlich negativ“, sagt der Sachverständige von der Fachklinik Andernach 1999 im Prozess vor dem Koblenzer Landgericht aus. Der Angeklagte bagatellisiere seine Delikte, zeige kaum Einsicht. Er könne nicht mehr therapiert werden. Die Möglichkeiten seien „praktisch ausgeschöpft“. Mit anderen Worten: eine tickende Zeitbombe. ..älteren Bildern aus den 1990er-Jahren zeigt er sich mit freiem Oberkörper am Lagerfeuer. In dem Jahr, in dem Amy Lopez ermordet wird, verbringt er mit seiner damaligen Frau einen scheinbar unbeschwerten Urlaub. Dazu hat er zahlreiche Familienfotos in die sozialen Medien eingestellt. Die meiste Zeit sei er im Internet unterwegs gewesen. „Er war ein ziemlicher Technikfreak.“ Sehr nett und freundlich sei seine Partnerin gewesen. Wie sie es mit dem Mann habe aushalten können, habe sie nie verstanden. „Liebe war da sicher nicht im Spiel“, ist sich die Ex-Nachbarin sicher.
von arcimboldo2.0 » Freitag, 21. August 2026, 07:12:57
Gespräch mit Heimleiterin in 2026 hat geschrieben: Einblick in das Vorstrafenregister des 81-Jährigen gehabt zu haben. Denn es ist ellenlang. Der vermeintlich nette ältere Herr ist ein notorischer Sexualstraftäter. Über Jahrzehnte hinweg ist er immer wieder einschlägig auffällig geworden. 1999 wird er wegen versuchter Vergewaltigung einer 16-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Gutachter attestiert ihm, empathielos und untherapierbar zu sein. Und der damals 54-Jährige räumt sogar freimütig ein, noch mehr Straftaten auf dem Kerbholz zu haben, die nie gesühnt worden seien. Der heute 81-Jährige ist demnach vor wenigen Jahren zusammen mit seiner schwer kranken Frau eingezogen. „Die beiden haben in einem Appartement im Außenbereich gewohnt“, erinnert sich die leitende Mitarbeiterin. Die Frau habe Pflege benötigt. Ihr Mann nicht. „Der war noch sehr mobil und ist oft spazieren gegangen“, sagt sie. „Er hat immer von der Festung Ehrenbreitstein erzählt“, sagt die leitende Mitarbeiterin. „Da ist er oft unterwegs gewesen.“ Offenbar sein Lieblingsplatz. Übergriffig sei der 81-Jährige aber nie geworden. Weder körperlich noch verbal. An anzügliche Kommentare könne sich niemand erinnern.
von arcimboldo2.0 » Freitag, 21. August 2026, 07:06:15
vermutlich die Schwestern, im Jahr 2007/2008 hat geschrieben: - Marianne D. (Name von der Redaktion geändert) - ihr früherer Mieter - gleich über ihr wohnt - Die zweite Etage, 55 qm - Der 62-Jährige gilt als aufdringliche Nervensäge. - „Der war ein Schwätzer sondergleichen.“ - 2007 taucht zum ersten Mal ein fremder Mann im Haus auf, um ihre Untermieterin in der zweiten Etage zu besuchen. - Aber es ist ihr Partner. „Sie hatte mir vorher erzählt, dass sie sich von ihm getrennt hat.“ - Seine Frau war freundlich und nett“, - Der neue Mieter ist gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden. - „Einmal hat er mir erzählt, dass er mit einer 16-Jährigen gechattet hat, - „Ich denke, es war eine Zweckgemeinschaft“ - Und sie war eindeutig der dominante Part in der Beziehung.“ - Die Frau sei bei Nachbarn und im Kegelklub beliebt gewesen. - Bis auf einen Minijob habe er nichts gearbeitet. Die Miete zahlt seine Frau. „Die ist putzen gegangen.“ Der Mann, den sein Gutachter 1999 vor dem Koblenzer Landgericht als untherapierbar und empathielos bezeichnet, liebt Katzen. „Die hat er gefüttert“, erinnert sich seine Vermieterin. Auch wenn er unterwegs nach Ehrenbreitstein ist, habe er immer etwas zum Fressen für sie dabei gehabt. „Oben auf der Festung ist er immer spazieren gegangen“, erinnert sie sich. Das hat auch schon ihre Nachbarin gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Kehrt der mutmaßliche Mörder von Amy Lopez an den Tatort im General-Aster-Zimmer zurück? Empfindet er ein Gefühl des Triumphs, wenn er aus seinem Küchenfenster hoch zur Festung schaut? Das bleibt vorerst reine Spekulation.
von arcimboldo2.0 » Donnerstag, 20. August 2026, 14:34:48
user_long_weekend_auf_allesmist hat geschrieben:Der Richter sagte eben, dass am kommenden Mittwoch die Plädoyers vorgesehen sind, vorbehaltlich noch eingehender Beweisanträge. Und dann könnte am 28.08. das Urteil ergehen.
von arcimboldo2.0 » Donnerstag, 20. August 2026, 14:26:02
Der Tatverdächtige im Mordfall Amy Lopez war bereits 1999 als «Ermittlungsspur» erfasst worden. Damals gab es aber keine weiteren Anhaltspunkte. Der Hinweis beruhte auf einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung im Jahr 1999. Im Zuge einer Neubewertung des Falls habe man jüngst Personen in den Blick genommen, die bei den damaligen Ermittlungen nicht im Fokus standen. «Auf dieser Grundlage wurde bei einer Vielzahl von Personen eine freiwillige DNA Vergleichsprobe erhoben.» 25.02.2026, 14:51 Uhr / dpa/lrs https://www.rhein-zeitung.de/rheinland- ... 06562.html
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 19. August 2026, 18:45:26
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 19. August 2026, 18:24:18
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 19. August 2026, 16:04:26
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 19. August 2026, 12:51:07
von arcimboldo2.0 » Mittwoch, 19. August 2026, 12:26:30
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