MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Wiesenblume » Montag, 02. März 2026, 20:02:08

Warum hat der Täter Frauke nicht am Donnerstag, dem 22.6.2006, frei gelassen ? Darauf gibt es für mich nur vier mögliche Antworten. 1. Frauke war schon tot und konnte somit nicht mehr frei gelassen werden. 2. Frauke war schwer körperlich misshandelt worden. Und die Zeichen der Misshandlung trug sie auch für jeden sichtbar. 3. Frauke war dabei ein "Geheimnis" des Täters zu entlarven, was der Täter auf jeden Fall verhindern wollte. Der Täter wusste innerlich, dass Frauke nicht schweigen würde. 4. Der Täter war vorbestraft.--Wenn der Täter Frauke nur zwei Tage ihrer Freiheit beraubt hätte, hätte er sie nach der öffentlichen Suchmeldung einfach gehen lassen können.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Montag, 02. März 2026, 17:48:59

Gast7469 hat geschrieben: Montag, 02. März 2026, 11:05:19 Hier noch mal ein paar weitere Gedanken von mir in gewohnter Ausführlichkeit u.a. zu den Kontaktaufnahmen.
Ein paar dutzend Seiten zuvor hatte sich ein User gewundert, wieso alle gleich so alarmiert waren, nur weil Frauke nicht nach Hause gekommen war, und fand das ungewöhnlich, bis hin zu verdächtig, im Sinne von vielleicht hatte Frauke zuvor Probleme (z.B. psychischer Art) geäußert und alle hatten Angst, sie würde sich was antun. Das glaube ich nicht, aber ungewöhnlich finde ich die schnelle Reaktion auch. Wäre ich mit 21 so urplötzlich verschwunden wie Frauke, wäre das entweder niemandem aufgefallen oder es wäre jemandem aufgefallen, aber es hätte niemandem sonderlich gejuckt. Selbst meine Mutter hätte sich wahrscheinlich erst nach einer Woche gewundert, warum ich mich nicht mehr melde, und erst noch ne Woche wäre sie vielleicht zur Polizei und mitnichten wäre sie so hartnäckig gewesen wie Fraukes Mutter- aber gut vielleicht tue ihr da auch unrecht.
Wie die Suche nach Frauke begonnen hat, alle in Alarmstimmung - Frauke ist nicht nach Hause gekommen letzte Nacht, niemand weiß wo sie ist, - das Rumtelefonieren, der zeitige Gang zur Polizei, die Suchplakate - das ist beispielhaft, so sollte das immer ablaufen. Aber es ist nicht selbstverständlich und auch nicht für jeden normal, denn nicht jeder ist so beliebt wie Frauke, hat so viele gute Freunde, so eine enge Bindung zur Mutter. Für jemanden, der nicht so ist und lebt wie Frauke, ist das eine andere Welt.
Ich glaube, dass auch der Täter jemand war, der ganz anders war als Frauke, der nicht damit gerechnet hat, dass auf Fraukes Verschwinden schon so zeitig so eine enorme, für ihn unverhältnismäßige Aufruhr erfolgte. Für mich ist sicher, dass er vor allem durch die öffentlichen Meldungen im Radio und im Internet aufgeschreckt wurde, dass die Polizei bereits informiert ist und sucht, und ihm schlagartig bewusst wurde, dass er hier ein Verbrechen begeht, welches für ihn nicht ohne Strafe bleiben wird, gesellschaftliche Ächtung inklusive.
Dass er nicht damit gerechnet hat, ist für mich ein Indiz dafür, dass der Täter Frauke nicht kannte. Wenn er sie kannte, oder überhaupt schon mal mit ihr Kontakt hatte, hätte er schon durch ihr Verhalten -extrovertiert, gesprächig, gut vernetzt, viele Kontakte, geht gern aus - gemerkt, dass sie niemand ist, deren Verschwinden lange unbemerkt bleiben würde. Aber ich schließe eine geplante Tat eh nahezu aus.
Dasselbe gilt für Frau Liebs. Ja, es geht um ihre Tochter, dennoch finde ich Frau Liebs überdurchschnittlich hartnäckig, interessiert engagiert und das ist sie im Fall ihrer ermordeten Tochter ja auch bis heute. Den Dingen auf den Grund gehen, nicht passiv bleiben, sich nicht abwimmeln oder einschüchtern lassen - diese Charakterzüge wird sie nicht erst mit dem Verschwinden ihrer Tochter gezeigt haben. Ich glaube, dass der Täter auch Frau Liebs nicht kannte bzw, wenn er von ihr gehört hat (immerhin war sie Schuldirektorin des Gymnasiums in Bad Driburg) wusste er zum Zeitpunkt des Zustiegs in sein Auto nicht, dass Frauke ihre Tochter ist. Es gibt ja Leute, die glauben, die "Entführung" von Frauke zielte hauptsächlich darauf ab, Frau Liebs zu treffen, an ihr Rache zu nehmen. Das glaube ich nicht.
Ich schrieb schon einmal, dass beide - Frauke und der Täter- sich auf den Plan geeinigt haben könnten, dass Frauke freigelassen wird unter der Bedingung, dass sie keine Anzeige stellt und Stillschweigen über die Identität des Täters bewahrt, damit dieser unbehelligt davon kommt.
Frauke hätte allen Zuhause sagen können: Ich war die ganze Zeit in Paderborn. Ich war nicht freiwillig weg, aber ich habe das geklärt mit demjenigen. In Nieheim und Umgebung war ich definitiv nie, ich war die ganze Zeit in Paderborn.
Der Täter hatte nur Fraukes Wort, aber er hatte keine Sicherheit. Er musste befürchten, dass sie einknicken würde vor ihren Eltern und Freunden. Jemand wie Fraukes Mutter hätte sehr wahrscheinlich darauf bestanden, dass Frauke nicht den Täter schützt, sondern zur Polizei geht, den Täter anzeigt und mithilft, dass die Polizei ihn findet.
Auch die Polizei hätte sagen können: Sorry, wir können niemanden frei herumlaufen lassen, der junge Frauen tagelang festhält. Aber ein erfolgreiches Ergreifen wäre von Fraukes Unterstützung abhängig gewesen. Ohne Frauke als überlebende Zeugin hätte die Polizei den Täter nicht gefunden. Das wissen wir heute mit Sicherheit. Denn Frauke hat nicht überlebt, konnte nicht erzählen und der Täter läuft bis heute frei rum.
Der Täter wird gut aufgepasst haben, dass Frauke, während er sie gefangenhielt, nichts Relevantes über ihn erfuhr. Zwar wird Frauke eine Menge anhand seines Verhaltens und Auftretens über ihn erfahren haben, dennoch bin ich sicher, dass sie nicht seinen Nachnamen wusste, wo er arbeitet und wo genau er wohnte Straße Hausnummer und Ort bzw wo er sie gefangenhielt. Mit Fraukes Hilfe wäre die Polizei aber sehr wahrscheinlich auf ihn gekommen.
Ich glaube, dass der Täter zusätzliche Sicherheit forderte. Bevor er Frauke freilässt, wollte und brauchte er die öffentliche Meldung, dass die Polizei Nieheim und Umgebung als Festhalteort ausschließt und sich die Suche jetzt allein auf Paderborn konzentriert. Deswegen wurden gezielt Fahrten in mehrere Funkzellen Paderborns unternommen, aus denen Frauke C anrufen sollte. Mögliche Gründe, warum sie nur C kontaktierte, wurden ja schon in sämtlichen Interviews genannt u.a. weil er fast immer erreichbar war. Und ich glaube, er wurde auch deshalb kontaktiert, weil der Täter am Beispiel der SMS, die 0.49 Uhr aus der Funkzelle Nieheim Entrup raus ging, sehen konnte, wie gut die Informationsweitergabe funktionierte. Anhand einer harmlose SMS an C konnte die Polizei in Erfahrung bringen, wo sich das Handy zum Zeitpunkt des Versendens befunden hat, und diese Information gelangte von der Polizei ins Internet und ins Radio. Und diesen Informationsweg wollte man schließlich noch einmal nutzen. C war nur der, an den die Informationen herangetragen wurden, der sie weitergeben sollte.
Desweiteren glaube ich, dass der Täter spätestens ab Donnerstagabend mit der Radiomeldung es nicht mehr wagte, Fraukes Handy anzuschalten. Nicht nur aus Sorge, dass gerade in dem Moment Anrufe und SMSen eingehen könnten. Ich glaube, was ihm am meisten Angst machte, war, ob die Polizei noch zu ganz anderen Dingen fähig war, z.B die Möglichkeit hatte, das Handy sobald es an war, direkt zu orten oder nachträglich zu orten. Die meiste Panik hatte er mMn davor, dass jeden Moment eine Einsatzgruppe sein Wohnhaus stürmen könnte. Die Ungewissheit, was macht die Polizei, was wird im Hintergrund vorbereitet, dürfte ihm sehr zu schaffen gemacht haben. Ich glaube, nach dem Anruf am Donnerstag wurde Fraukes Handy erst wieder zum Freitagabend-Anruf an Ort und Stelle in Paderborn angeschaltet, um die SMS an C abzusenden. Danach blieb es noch ein paar Minuten an, so dass F kurz darauf anzurufen konnte. Danach würde es wieder ausgeschaltet. Der Täter hatte gar nicht die Möglichkeit länger ins Handy zu schauen und zu überlegen, wen man statt C sonst anrufen könnte.
Als Donnerstagabend das Radio meldet, dass Frauke vermisst wird und die erste SMS aus der Funkzelle Nieheim Entrup gesendet wurde, und der Schock erst mal verdaut war, überlegten beide, was man tun könnte. Erst einmal galt es ein Lebenszeichen zu senden, Eltern und Freunde zu beruhigen damit die Suchbemühungen sich nicht weiter ausweiten und die Polizei noch anfängt bestimmte Orte rund um/Nieheim zu filzen. Noch in derselben Nacht fuhr der Täter mit Frauke nach Paderborn, aber weit weg von der Innenstadt, Funkzelle Sennelager OT Dreihausen.
Frauke: „Hallo C, ich wollte sagen, dass es mir gut geht und dass ich bald nach Hause komme. Sage Mama und Papa und den anderen Bescheid."
Warum nicht nur Mama und Papa, die für die Vermisstenanzeige bei der Polizei verantwortlich sein dürften, sondern auch "den anderen"? Weil die anderen wahrscheinlich maßgeblich am Verteilen der Suchplakate beteiligt sein düften. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der Täter diese Plakate gesehen hat.
Dass sie aus Paderborn anrief, erwähnte sie nicht. Ich glaube, dass es dahingehend auch keinen Druck vom Täter gegeben hat, da ich glaube, beide davon ausgingen, dass die Polizei ohnehin durch die Funkzellenauswertung erfährt, von wo aus sie anruft.
Man muss sich mal in die Situation hineinversetzen. Wir wissen, dass sie Polizei erst im Nachhinein aktiv die Daten anfordern muss. So etwas geht nicht sofort und von selbst. Aber ich glaube der Täter wusste das nicht. Und auch Frauke dürfte das nicht gewusst haben. Beide mussten davon ausgehen, dass die Polizei sofort oder sehr zeitnah erfährt, wenn ein Anruf oder eine SMS von Fraukes Handy abgesetzt wird und sofort weiß, aus welcher Funkzelle angerufen wurde. Alleine schon weil sie ein Interesse haben sollten, eine Vermisste zu finden und ein Verbrechen aufzuklären. Die Polizei hatte nur den Kontakt aus Nieheim Entrup öffentlich am Donnerstagabend im Radio, in der Zeitung und im Internet kommuniziert. Die Kontakte Donnerstag und Freitag wurden erst nach dem Wochenende der Familie/ Frau Liebs mitgeteilt. Die anderen bis einschließlich Dienstag erst Wochen später.
Frauke wird alles andere als überrascht gewesen sein, dass ihre Eltern die Polizei verständigt und ihre Freunden eine Suchaktion gestartet hatten. Nachdem sie und der Täter Donnerstagabend aus dem Radio erfuhren, das sie als vermisst gemeldet wurde und die Polizei nach ihr sucht, wird sie und auch der Täter geglaubt haben, dass die Polizei intensiv ermittelt (selbst wenn sie Lebenszeichen sendet), und weitere Meldungen zu ihrem Verschwinden und den Kontaktaufnahme von ihrem Handy aus im Radio, in der Zeitung und im Internet folgen würden. Gut möglich, dass auch falsche Vorstellungen zur Polizeiarbeit aus Film und Fernsehen da mit rein spielten. Nie wurden Lügen erzählt wie Ich nehme eine Auszeit, ich bin freiwillig weg, ich möchte nicht dass ihr mich sucht. Vielleicht weil beide wussten, dass niemand das glauben würde und weil es ja auch keine Option war. Frauke sollte ja gar nicht weg/ beim Täter bleiben, sie sollte zurück noch Hause, bloß der Täter sollte davonkommem.
Nach dem Anruf am Donnerstag wartet der Täter also den ganzen Freitag darauf, dass wie am Donnerstagabend im Radio oder Internet die Meldung kommt, dass die Vermisste aus einer Funkzelle in Paderborn angerufen hat. Da die Funkzellenauswertung nur eine einmalige Sache war, erfuhren weder die Polizei noch C und damit alle anderen, dass Frauke aus Paderborn angerufen hatte. Für den Kontakt am Freitag traute sich der Täter dann direkt nach Paderborn, vielleicht weil ihm tagsüber nirgends Polizeipräsenz aufgefallen war. Dieses Mal bekam Frauke die Anweisung in der SMS an C explizit zu erwähnen, dass sie sich in Paderborn befindet.
Ich komme heute nach Hause. Bin in Paderborn
Auch als ihr Bruder anrief, erwähnte sie Paderborn: Ich bin in Paderborn frag nicht ich komme nach Hause
Wenn es für den Täter wirklich eine Option war, Frauke Samstagabend freizulassen, dann wäre ein Anruf am Samstagnachmittag nicht mehr notwendig gewesen, sondern nur unnötig riskant. Entweder er hat nie beabsichtigt, Frauke an diesem Abend gehen zu lassen und sie nur anrufen lassen, um den Schein ihr gegenüber zu wahren, oder es gab einen anderen Grund für den Anruf.
Was ist, wenn der Täter (und auch Frauke) den ganzen Samstag darauf gewartet hatten, dass im Radio oder im Internet die Meldung kommt, dass die letzten 3 Kontaktaufnahmen aus Paderborn stammen, und bestenfalls die Polizei Nieheim als Aufenthaltsort abhakt und sich jetzt voll auf Paderborn konzentriert? Vielleicht auch ein freiwilliges Verschwinden nicht ausschließt.
Was ist, wenn der Tag verging und bis Mittag kam nichts, und der Täter und auch Frauke aber unbedingt bis zum Abend die Meldung der Polizei "brauchten", dass Nieheim raus ist, damit der Täter sich sicher fühlte und ihr Plan aufgeht? Ein weiterer Anruf war notwendig und der Täter gestattete Frauke diesen am Samstagnachmittag 14.23 Uhr, damit sie noch einmal ihre Heimkehr am Abend und mit Nachdruck Paderborn erwähnte. MMn war das der Grund für den Anruf, abweichend von den anderen Uhrzeiten - nicht die Arbeit oder weil er wo abends Fußball schauen wollte.
Frauke: „Ich komme nicht so spät zurück. Komme heute Abend nach Hause."
Chris: „Bist du verletzt?"
Frauke: „Nein. Ich bin in Paderborn. Ich bin in Paderborn. Ich bin in Paderborn."

Doch auch am Samstagabend blieb die ersehnte Meldung um Radio aus. Der Plan ging nicht auf und Frauke kam nicht frei.
Dann Sonntagnacht ein weiterer Anruf an C, neuer Versuch für Montag, aber der Täter machte nicht mehr mit.
Und wenn jetzt einer denkt, dann müssen der Täter und auch Frauke ja ziemlich ahnungslos und blöd gewesen sein. Ja vielleicht waren die ahnungslos, aber so zu Denken ist nicht blöd, sondern menschlich. Jemand, der nicht vom Fach ist oder sich beliest/ informiert, der weiß nicht, wie die Polizei arbeitet, wann sie Vermisstgemeldete sucht und wann nicht, welche Maßnahmen sie ergreift oder unterlässt. Die meisten Leute dürften Polizeiarbeit nur aus Film und Fernsehen kennen und aus Spannungsgründen werden da nicht die Hände in den Schoß gelegt.
Fur mich ist sicher, der Täter ist niemand, der die Kontaktaufnahmen genossen hat. Er hat sie nicht veranstaltet, um Frauke und ihre Angehörigen zu quälen, Macht auszuüben, zu dominieren oder allein aus Spaß an der Freude. Wären die Anrufe selbst und das Quälen Fraukes oder der Angehörigen das Ziel gewesen, der eigentliche Sinn von allem, dann hätte der Täter alle Register ziehen können, ganz andere Sachen veranstalten können.
Ich glaube, dass der Täter sich sehr wenig mit Frauke beschäftigt hat, sehr wenig mit ihr geredet hat. Samstagnachmittag wiederholte Frauke nur das wenige was der Täter ihr Freitagabend gesagt hatte, heute Abend kommst du nach Hause, auch nicht so spät. Ich glaube, dass war der bisher einzige Kontakt zwischen ihr und dem Täter an diesem Tag. Bei dem Anruf soll sie laut Podcast langsam gesprochen haben, schwach geklungen haben. Ich glaube sie war die ganze Zeit ohne Frischluft, Tageslicht, ohne menschlichen Kontakt, ohne Gespräche, ohne Zeitvertreib, kaum Flüssigkeit, sicher hat sie an dem Tag viel geschlafen, um die Zeit rumzukriegen bis zum Abend, wo sie hoffte, freigelassen zu werden. Ich denke nicht, dass betäubende Substanzen/ Medikamente nötig waren damit sie so klang wie von C beschrieben.
Ich würde nie sagen, dass wenn das Radio das und das gemeldet hätte, und die Angehörigen das und dies nicht getan hätten, dann wäre Frauke freigelassen worden. Ich tendiere eher zu nein, der Täter hätte sie auch dann nicht freigelassen.
Aber ich frage mich, was passiert wäre, hätte die Polizei ernsthaft ermittelt und alle Funkzellen sofort ermitteln können. Vielleicht hätte man sich dann Samstagnachmittag gedacht: Mhm die letzten 3 Kontaktaufnahmen kamen aus Paderborn. Vielleicht wird die junge Frau gezwungen aus diesen anzurufen. Gut möglich, dass die Erwähnung von Nieheim den Täter aufgeschreckt hat. Wir geben eine öffentliche Mitteilung raus. Das Radio soll melden, dass Nieheim als Aufenthaltsort raus ist, die Meldung ein Irrtum war und jetzt Paderborn im Fokus steht und wir weder ein Verbrechen noch Freiwilligkeit ausschließen konnen. Mal schauen, was passiert.
Manche glauben ja, der Täter hatte Ahnung von Funkzellen oder hatte Kontakte zu Polizei, wo er aus erster Hand Information bekam. Das glaube ich nicht. Er musste keine bestimmte Funkzelle anfahren, nur irgendeinen Ort in Paderborn, der sich eignet, menschenleer ist.
Ich glaube auch nicht, dass der Täter mit dem nahen Umfeld von Frauke bekannt war und jemanden hatte, der, ohne es zu Wissen, Informationen an ihn weitergab. Der Täter hatte keine Ahnung, was die Polizei machte oder nicht machte oder was die Angehörigen und Fraukes nahes Umfeld um C etc wussten. Und die Polizei tat nichts und nichts gelangte mehr an die Öffentlichkeit. Das war das Problem.
Sehr komplex und ja, sicherlich auch alle möglich.

Aber insgesamt tendierst du ja zu einem fremden Täter, richtig?

Das halt ich mittlerweile für absolut ausgeschlossen.

Viel zu viele Fakten und dahingehend auch Theorien sprechen für mich eine eindeutige Sprache: es muss eine Beziehungstat gewesen sein, jemand den sie kannte.

Was für mich in allen Theorien komplett zu kurz gekommen ist bzw. sind:

-> die Ex-Freunde von Frauke. Da gibt es ja zwischen Chris und dem Anbandeln mit N. zwei Personen, über die nichts, überhaupt nichts, bekannt ist.

Einzig die - aus dem Medien entnommene Tatsache - das es da einen Freund bei Schwalenberg (müsste dann bei Schieder sein?!) gab, zu dem die Beziehung nur wenige Wochen endete...

Ich bleibe dabei: Chris spielt eine vehement wichtige Figur in diesem Fall - als zusätzliches "Opfer". Derjenige wusste genau um die Vergangenheit und auch anhaltende Konstellation zu Chris. Nur so lassen sich die Kontaktaufnahmen erklären.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Zebra » Montag, 02. März 2026, 17:17:40

Interessante Gedanken @Gast7469

Vor einer Weile hatte ich ebenfalls die Vermutung, die Anrufe von Frauke dienten - nach ihrer ersten SMS - rein der Tatsache, dass Nieheim als Tat-/Verwahrort von der Bildfläche verschwinden sollte. Nur deswegen sollte sie immer wieder Paderborn erwähnen, nur deswegen sollte sie noch einige Tage lang anrufen, immer wieder aus Paderborn als würde sie sich dort tatsächlich herum treiben.

Die Anrufe selbst, da stimme ich dir ebenfalls zu, folgen überhaupt keinem Schema. Sie sollte nicht einmal sagen, dass sie ihre Ruhe will, dass sie mal Abstand braucht und die Leute ihr mal nicht auf den Zeiger gehen sollen. Logisch, das würde ihr ja auch sonst keiner glauben. Es könnte sein, dass Frauke gleich dem Täter sagte "Du, das glaubt mir aber eh keiner von meinen Leuten, die wissen, dass ich so nicht bin". Es könnte sein, dass der Täter ziemlich sicher auch wusste, dass das unglaubwürdig gewesen wäre, weil er sie und ihre Freunde/Familie genau kannte.
Aber wenn man sich mal genauer fragt, WOZU sollte sie denn eigentlich anrufen, dann fällt einem ja nur ein, dass sie das sollte, weil Nieheim in den Fokus gerückt war und da raus sollte.

Bleibt aber dennoch die Frage, weshalb sie überhaupt noch lebte beim 1. Anruf. Dann plante der Täter meiner Meinung nach doch gar nicht ihren Tod. Denn dann hätte er sie ja gleich töten können. Wieso verbrachte er überhaupt noch, bis zur Radiomeldung meine ich, so viel Zeit mit ihr und wozu überhaupt? Welchen zweck verfolgte er denn im Allgemeinen? Wäre sie ein zufälliges Sexualgewaltopfer gewesen, so hätte er sie bestimmt nicht als Ballast noch lebend bis zur Radiomeldung mit sich herum gefahren oder bei sich zu Hause versteckt. Das passt einfach nicht zur Begegnung eines Zufallsopfers mit einem Täter. Später wurde die Leiche nicht einmal sorgfältig versteckt. Auch da stellt sich die Frage: Weshalb hat er sich so wenig Mühe gegeben? Er hatte sie irgendwo unterbringen können die gesamte Woche, wo sie nie gefunden wurde, weshalb ich denke, dass er alleine wohnte und sehr methodisch und planvoll vorgegangen sein muss, sonst hätte Frauke flüchten können oder wäre entdeckt worden. Aber ihre Leiche wiederum hat er relativ achtlos abgelegt, fast stümperhaft.

Was sein könnte: Dass der Täter mit dem Aufbewahren von Opfern, lebend und später nicht mehr lebend, durchaus Erfahrungen hatte aus der Vergangenheit. Aber mit dem Ablegen oder Vergraben/Verschwinden einer Leiche überfordert war und es zum 1. Mal gemacht hat. Wieso er dann aber Frauke nicht auch dort belassen konnte, wo sie bereits war, darüber kann man ja auch nur wild spekulieren. Leichenspürhunde hätten bei einer Hausdurchsuchung bestimmt auch angeschlagen, ob sie nun woanders hin transportiert worden wäre oder nicht, bleibt dahingestellt.
Aber hat sich mal jemand gefragt, ob Frauke ggf. an ihrem späteren Auffindeort womöglich noch lebend abgelegt wurde? Schon stark dehydriert und kaum noch bewegungsfähig, aber (noch nicht) tot. So würde für mich einleuchten, wieso er sie dort einfach wie schlafend abgelegt hatte und keine weiteren Maßnahmen ergriffen hat.
In seiner Gedankenwelt kam das ja fast einem "Freilassen" gleich und er sieht keine Schuld bei sich, schließlich war sie ja selbst Schuld, dass sie keine Kraft mehr hatte um Hilfe zu rufen. Möglich, dass er da noch mehrmals nach ihr gesehen hat und sich dann nach einigen wenigen Tagen sicher sein konnte, dass sie keine Hilfe mehr gerufen hat und sie niemand fand.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast7469 » Montag, 02. März 2026, 11:05:19

Hier noch mal ein paar weitere Gedanken von mir in gewohnter Ausführlichkeit u.a. zu den Kontaktaufnahmen.
Ein paar dutzend Seiten zuvor hatte sich ein User gewundert, wieso alle gleich so alarmiert waren, nur weil Frauke nicht nach Hause gekommen war, und fand das ungewöhnlich, bis hin zu verdächtig, im Sinne von vielleicht hatte Frauke zuvor Probleme (z.B. psychischer Art) geäußert und alle hatten Angst, sie würde sich was antun. Das glaube ich nicht, aber ungewöhnlich finde ich die schnelle Reaktion auch. Wäre ich mit 21 so urplötzlich verschwunden wie Frauke, wäre das entweder niemandem aufgefallen oder es wäre jemandem aufgefallen, aber es hätte niemandem sonderlich gejuckt. Selbst meine Mutter hätte sich wahrscheinlich erst nach einer Woche gewundert, warum ich mich nicht mehr melde, und erst noch ne Woche wäre sie vielleicht zur Polizei und mitnichten wäre sie so hartnäckig gewesen wie Fraukes Mutter- aber gut vielleicht tue ihr da auch unrecht.
Wie die Suche nach Frauke begonnen hat, alle in Alarmstimmung - Frauke ist nicht nach Hause gekommen letzte Nacht, niemand weiß wo sie ist, - das Rumtelefonieren, der zeitige Gang zur Polizei, die Suchplakate - das ist beispielhaft, so sollte das immer ablaufen. Aber es ist nicht selbstverständlich und auch nicht für jeden normal, denn nicht jeder ist so beliebt wie Frauke, hat so viele gute Freunde, so eine enge Bindung zur Mutter. Für jemanden, der nicht so ist und lebt wie Frauke, ist das eine andere Welt.
Ich glaube, dass auch der Täter jemand war, der ganz anders war als Frauke, der nicht damit gerechnet hat, dass auf Fraukes Verschwinden schon so zeitig so eine enorme, für ihn unverhältnismäßige Aufruhr erfolgte. Für mich ist sicher, dass er vor allem durch die öffentlichen Meldungen im Radio und im Internet aufgeschreckt wurde, dass die Polizei bereits informiert ist und sucht, und ihm schlagartig bewusst wurde, dass er hier ein Verbrechen begeht, welches für ihn nicht ohne Strafe bleiben wird, gesellschaftliche Ächtung inklusive.
Dass er nicht damit gerechnet hat, ist für mich ein Indiz dafür, dass der Täter Frauke nicht kannte. Wenn er sie kannte, oder überhaupt schon mal mit ihr Kontakt hatte, hätte er schon durch ihr Verhalten -extrovertiert, gesprächig, gut vernetzt, viele Kontakte, geht gern aus - gemerkt, dass sie niemand ist, deren Verschwinden lange unbemerkt bleiben würde. Aber ich schließe eine geplante Tat eh nahezu aus.
Dasselbe gilt für Frau Liebs. Ja, es geht um ihre Tochter, dennoch finde ich Frau Liebs überdurchschnittlich hartnäckig, interessiert engagiert und das ist sie im Fall ihrer ermordeten Tochter ja auch bis heute. Den Dingen auf den Grund gehen, nicht passiv bleiben, sich nicht abwimmeln oder einschüchtern lassen - diese Charakterzüge wird sie nicht erst mit dem Verschwinden ihrer Tochter gezeigt haben. Ich glaube, dass der Täter auch Frau Liebs nicht kannte bzw, wenn er von ihr gehört hat (immerhin war sie Schuldirektorin des Gymnasiums in Bad Driburg) wusste er zum Zeitpunkt des Zustiegs in sein Auto nicht, dass Frauke ihre Tochter ist. Es gibt ja Leute, die glauben, die "Entführung" von Frauke zielte hauptsächlich darauf ab, Frau Liebs zu treffen, an ihr Rache zu nehmen. Das glaube ich nicht.
Ich schrieb schon einmal, dass beide - Frauke und der Täter- sich auf den Plan geeinigt haben könnten, dass Frauke freigelassen wird unter der Bedingung, dass sie keine Anzeige stellt und Stillschweigen über die Identität des Täters bewahrt, damit dieser unbehelligt davon kommt.
Frauke hätte allen Zuhause sagen können: Ich war die ganze Zeit in Paderborn. Ich war nicht freiwillig weg, aber ich habe das geklärt mit demjenigen. In Nieheim und Umgebung war ich definitiv nie, ich war die ganze Zeit in Paderborn.
Der Täter hatte nur Fraukes Wort, aber er hatte keine Sicherheit. Er musste befürchten, dass sie einknicken würde vor ihren Eltern und Freunden. Jemand wie Fraukes Mutter hätte sehr wahrscheinlich darauf bestanden, dass Frauke nicht den Täter schützt, sondern zur Polizei geht, den Täter anzeigt und mithilft, dass die Polizei ihn findet.
Auch die Polizei hätte sagen können: Sorry, wir können niemanden frei herumlaufen lassen, der junge Frauen tagelang festhält. Aber ein erfolgreiches Ergreifen wäre von Fraukes Unterstützung abhängig gewesen. Ohne Frauke als überlebende Zeugin hätte die Polizei den Täter nicht gefunden. Das wissen wir heute mit Sicherheit. Denn Frauke hat nicht überlebt, konnte nicht erzählen und der Täter läuft bis heute frei rum.
Der Täter wird gut aufgepasst haben, dass Frauke, während er sie gefangenhielt, nichts Relevantes über ihn erfuhr. Zwar wird Frauke eine Menge anhand seines Verhaltens und Auftretens über ihn erfahren haben, dennoch bin ich sicher, dass sie nicht seinen Nachnamen wusste, wo er arbeitet und wo genau er wohnte Straße Hausnummer und Ort bzw wo er sie gefangenhielt. Mit Fraukes Hilfe wäre die Polizei aber sehr wahrscheinlich auf ihn gekommen.
Ich glaube, dass der Täter zusätzliche Sicherheit forderte. Bevor er Frauke freilässt, wollte und brauchte er die öffentliche Meldung, dass die Polizei Nieheim und Umgebung als Festhalteort ausschließt und sich die Suche jetzt allein auf Paderborn konzentriert. Deswegen wurden gezielt Fahrten in mehrere Funkzellen Paderborns unternommen, aus denen Frauke C anrufen sollte. Mögliche Gründe, warum sie nur C kontaktierte, wurden ja schon in sämtlichen Interviews genannt u.a. weil er fast immer erreichbar war. Und ich glaube, er wurde auch deshalb kontaktiert, weil der Täter am Beispiel der SMS, die 0.49 Uhr aus der Funkzelle Nieheim Entrup raus ging, sehen konnte, wie gut die Informationsweitergabe funktionierte. Anhand einer harmlose SMS an C konnte die Polizei in Erfahrung bringen, wo sich das Handy zum Zeitpunkt des Versendens befunden hat, und diese Information gelangte von der Polizei ins Internet und ins Radio. Und diesen Informationsweg wollte man schließlich noch einmal nutzen. C war nur der, an den die Informationen herangetragen wurden, der sie weitergeben sollte.
Desweiteren glaube ich, dass der Täter spätestens ab Donnerstagabend mit der Radiomeldung es nicht mehr wagte, Fraukes Handy anzuschalten. Nicht nur aus Sorge, dass gerade in dem Moment Anrufe und SMSen eingehen könnten. Ich glaube, was ihm am meisten Angst machte, war, ob die Polizei noch zu ganz anderen Dingen fähig war, z.B die Möglichkeit hatte, das Handy sobald es an war, direkt zu orten oder nachträglich zu orten. Die meiste Panik hatte er mMn davor, dass jeden Moment eine Einsatzgruppe sein Wohnhaus stürmen könnte. Die Ungewissheit, was macht die Polizei, was wird im Hintergrund vorbereitet, dürfte ihm sehr zu schaffen gemacht haben. Ich glaube, nach dem Anruf am Donnerstag wurde Fraukes Handy erst wieder zum Freitagabend-Anruf an Ort und Stelle in Paderborn angeschaltet, um die SMS an C abzusenden. Danach blieb es noch ein paar Minuten an, so dass F kurz darauf anzurufen konnte. Danach würde es wieder ausgeschaltet. Der Täter hatte gar nicht die Möglichkeit länger ins Handy zu schauen und zu überlegen, wen man statt C sonst anrufen könnte.
Als Donnerstagabend das Radio meldet, dass Frauke vermisst wird und die erste SMS aus der Funkzelle Nieheim Entrup gesendet wurde, und der Schock erst mal verdaut war, überlegten beide, was man tun könnte. Erst einmal galt es ein Lebenszeichen zu senden, Eltern und Freunde zu beruhigen damit die Suchbemühungen sich nicht weiter ausweiten und die Polizei noch anfängt bestimmte Orte rund um/Nieheim zu filzen. Noch in derselben Nacht fuhr der Täter mit Frauke nach Paderborn, aber weit weg von der Innenstadt, Funkzelle Sennelager OT Dreihausen.
Frauke: „Hallo C, ich wollte sagen, dass es mir gut geht und dass ich bald nach Hause komme. Sage Mama und Papa und den anderen Bescheid."
Warum nicht nur Mama und Papa, die für die Vermisstenanzeige bei der Polizei verantwortlich sein dürften, sondern auch "den anderen"? Weil die anderen wahrscheinlich maßgeblich am Verteilen der Suchplakate beteiligt sein düften. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der Täter diese Plakate gesehen hat.
Dass sie aus Paderborn anrief, erwähnte sie nicht. Ich glaube, dass es dahingehend auch keinen Druck vom Täter gegeben hat, da ich glaube, beide davon ausgingen, dass die Polizei ohnehin durch die Funkzellenauswertung erfährt, von wo aus sie anruft.
Man muss sich mal in die Situation hineinversetzen. Wir wissen, dass sie Polizei erst im Nachhinein aktiv die Daten anfordern muss. So etwas geht nicht sofort und von selbst. Aber ich glaube der Täter wusste das nicht. Und auch Frauke dürfte das nicht gewusst haben. Beide mussten davon ausgehen, dass die Polizei sofort oder sehr zeitnah erfährt, wenn ein Anruf oder eine SMS von Fraukes Handy abgesetzt wird und sofort weiß, aus welcher Funkzelle angerufen wurde. Alleine schon weil sie ein Interesse haben sollten, eine Vermisste zu finden und ein Verbrechen aufzuklären. Die Polizei hatte nur den Kontakt aus Nieheim Entrup öffentlich am Donnerstagabend im Radio, in der Zeitung und im Internet kommuniziert. Die Kontakte Donnerstag und Freitag wurden erst nach dem Wochenende der Familie/ Frau Liebs mitgeteilt. Die anderen bis einschließlich Dienstag erst Wochen später.
Frauke wird alles andere als überrascht gewesen sein, dass ihre Eltern die Polizei verständigt und ihre Freunden eine Suchaktion gestartet hatten. Nachdem sie und der Täter Donnerstagabend aus dem Radio erfuhren, das sie als vermisst gemeldet wurde und die Polizei nach ihr sucht, wird sie und auch der Täter geglaubt haben, dass die Polizei intensiv ermittelt (selbst wenn sie Lebenszeichen sendet), und weitere Meldungen zu ihrem Verschwinden und den Kontaktaufnahme von ihrem Handy aus im Radio, in der Zeitung und im Internet folgen würden. Gut möglich, dass auch falsche Vorstellungen zur Polizeiarbeit aus Film und Fernsehen da mit rein spielten. Nie wurden Lügen erzählt wie Ich nehme eine Auszeit, ich bin freiwillig weg, ich möchte nicht dass ihr mich sucht. Vielleicht weil beide wussten, dass niemand das glauben würde und weil es ja auch keine Option war. Frauke sollte ja gar nicht weg/ beim Täter bleiben, sie sollte zurück noch Hause, bloß der Täter sollte davonkommem.
Nach dem Anruf am Donnerstag wartet der Täter also den ganzen Freitag darauf, dass wie am Donnerstagabend im Radio oder Internet die Meldung kommt, dass die Vermisste aus einer Funkzelle in Paderborn angerufen hat. Da die Funkzellenauswertung nur eine einmalige Sache war, erfuhren weder die Polizei noch C und damit alle anderen, dass Frauke aus Paderborn angerufen hatte. Für den Kontakt am Freitag traute sich der Täter dann direkt nach Paderborn, vielleicht weil ihm tagsüber nirgends Polizeipräsenz aufgefallen war. Dieses Mal bekam Frauke die Anweisung in der SMS an C explizit zu erwähnen, dass sie sich in Paderborn befindet.
Ich komme heute nach Hause. Bin in Paderborn
Auch als ihr Bruder anrief, erwähnte sie Paderborn: Ich bin in Paderborn frag nicht ich komme nach Hause
Wenn es für den Täter wirklich eine Option war, Frauke Samstagabend freizulassen, dann wäre ein Anruf am Samstagnachmittag nicht mehr notwendig gewesen, sondern nur unnötig riskant. Entweder er hat nie beabsichtigt, Frauke an diesem Abend gehen zu lassen und sie nur anrufen lassen, um den Schein ihr gegenüber zu wahren, oder es gab einen anderen Grund für den Anruf.
Was ist, wenn der Täter (und auch Frauke) den ganzen Samstag darauf gewartet hatten, dass im Radio oder im Internet die Meldung kommt, dass die letzten 3 Kontaktaufnahmen aus Paderborn stammen, und bestenfalls die Polizei Nieheim als Aufenthaltsort abhakt und sich jetzt voll auf Paderborn konzentriert? Vielleicht auch ein freiwilliges Verschwinden nicht ausschließt.
Was ist, wenn der Tag verging und bis Mittag kam nichts, und der Täter und auch Frauke aber unbedingt bis zum Abend die Meldung der Polizei "brauchten", dass Nieheim raus ist, damit der Täter sich sicher fühlte und ihr Plan aufgeht? Ein weiterer Anruf war notwendig und der Täter gestattete Frauke diesen am Samstagnachmittag 14.23 Uhr, damit sie noch einmal ihre Heimkehr am Abend und mit Nachdruck Paderborn erwähnte. MMn war das der Grund für den Anruf, abweichend von den anderen Uhrzeiten - nicht die Arbeit oder weil er wo abends Fußball schauen wollte.
Frauke: „Ich komme nicht so spät zurück. Komme heute Abend nach Hause."
Chris: „Bist du verletzt?"
Frauke: „Nein. Ich bin in Paderborn. Ich bin in Paderborn. Ich bin in Paderborn."

Doch auch am Samstagabend blieb die ersehnte Meldung um Radio aus. Der Plan ging nicht auf und Frauke kam nicht frei.
Dann Sonntagnacht ein weiterer Anruf an C, neuer Versuch für Montag, aber der Täter machte nicht mehr mit.
Und wenn jetzt einer denkt, dann müssen der Täter und auch Frauke ja ziemlich ahnungslos und blöd gewesen sein. Ja vielleicht waren die ahnungslos, aber so zu Denken ist nicht blöd, sondern menschlich. Jemand, der nicht vom Fach ist oder sich beliest/ informiert, der weiß nicht, wie die Polizei arbeitet, wann sie Vermisstgemeldete sucht und wann nicht, welche Maßnahmen sie ergreift oder unterlässt. Die meisten Leute dürften Polizeiarbeit nur aus Film und Fernsehen kennen und aus Spannungsgründen werden da nicht die Hände in den Schoß gelegt.
Fur mich ist sicher, der Täter ist niemand, der die Kontaktaufnahmen genossen hat. Er hat sie nicht veranstaltet, um Frauke und ihre Angehörigen zu quälen, Macht auszuüben, zu dominieren oder allein aus Spaß an der Freude. Wären die Anrufe selbst und das Quälen Fraukes oder der Angehörigen das Ziel gewesen, der eigentliche Sinn von allem, dann hätte der Täter alle Register ziehen können, ganz andere Sachen veranstalten können.
Ich glaube, dass der Täter sich sehr wenig mit Frauke beschäftigt hat, sehr wenig mit ihr geredet hat. Samstagnachmittag wiederholte Frauke nur das wenige was der Täter ihr Freitagabend gesagt hatte, heute Abend kommst du nach Hause, auch nicht so spät. Ich glaube, dass war der bisher einzige Kontakt zwischen ihr und dem Täter an diesem Tag. Bei dem Anruf soll sie laut Podcast langsam gesprochen haben, schwach geklungen haben. Ich glaube sie war die ganze Zeit ohne Frischluft, Tageslicht, ohne menschlichen Kontakt, ohne Gespräche, ohne Zeitvertreib, kaum Flüssigkeit, sicher hat sie an dem Tag viel geschlafen, um die Zeit rumzukriegen bis zum Abend, wo sie hoffte, freigelassen zu werden. Ich denke nicht, dass betäubende Substanzen/ Medikamente nötig waren damit sie so klang wie von C beschrieben.
Ich würde nie sagen, dass wenn das Radio das und das gemeldet hätte, und die Angehörigen das und dies nicht getan hätten, dann wäre Frauke freigelassen worden. Ich tendiere eher zu nein, der Täter hätte sie auch dann nicht freigelassen.
Aber ich frage mich, was passiert wäre, hätte die Polizei ernsthaft ermittelt und alle Funkzellen sofort ermitteln können. Vielleicht hätte man sich dann Samstagnachmittag gedacht: Mhm die letzten 3 Kontaktaufnahmen kamen aus Paderborn. Vielleicht wird die junge Frau gezwungen aus diesen anzurufen. Gut möglich, dass die Erwähnung von Nieheim den Täter aufgeschreckt hat. Wir geben eine öffentliche Mitteilung raus. Das Radio soll melden, dass Nieheim als Aufenthaltsort raus ist, die Meldung ein Irrtum war und jetzt Paderborn im Fokus steht und wir weder ein Verbrechen noch Freiwilligkeit ausschließen konnen. Mal schauen, was passiert.
Manche glauben ja, der Täter hatte Ahnung von Funkzellen oder hatte Kontakte zu Polizei, wo er aus erster Hand Information bekam. Das glaube ich nicht. Er musste keine bestimmte Funkzelle anfahren, nur irgendeinen Ort in Paderborn, der sich eignet, menschenleer ist.
Ich glaube auch nicht, dass der Täter mit dem nahen Umfeld von Frauke bekannt war und jemanden hatte, der, ohne es zu Wissen, Informationen an ihn weitergab. Der Täter hatte keine Ahnung, was die Polizei machte oder nicht machte oder was die Angehörigen und Fraukes nahes Umfeld um C etc wussten. Und die Polizei tat nichts und nichts gelangte mehr an die Öffentlichkeit. Das war das Problem.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trodat5203 » Sonntag, 01. März 2026, 17:39:53

Trucrime89 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 09:37:27 A. Antwort im Podcast: Sinngemäß „egal wer da vor der Tür steht er war es nicht“

A. Hat innerlich Zweifel die er mit einer absoluten Aussage überdeckt.

Seine Aussagen geben seine allgemeine Haltung wieder gegenüber N. und nicht die Wirklichkeit.
Ich finde das ebenfalls merkwürdig. "egal wer da vor der tür steht" das zeugt von hoher Loyalität, andererseits schwächt er im nächsten Satz diese absolute Aussage wieder ab, indem er sagt " ich bin quasi der Zeuge"

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Sonntag, 01. März 2026, 15:16:15

Im näheren Umfeld gäbe es auch noch weibliche Personen,die mit entsprechender Mithilfe (männlich) aus Eifersucht als Tatmotiv die Entführung und Tod von F.L
verursacht haben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast_ » Sonntag, 01. März 2026, 14:34:04

Trucrime89 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 09:37:27 A. Antwort im Podcast: Sinngemäß „egal wer da vor der Tür steht er war es nicht“

A. Hat innerlich Zweifel die er mit einer absoluten Aussage überdeckt.

Seine Aussagen geben seine allgemeine Haltung wieder gegenüber N. und nicht die Wirklichkeit.
Andy erzählt nur von den damaligen Ereignissen ( kann man glauben oder nicht glauben). jeden ausgesprochenen Satz überinterpretieren damit es in eine Täterschaft von Nils reinpaßt ist Vorverurteilung. Stell bitte deine persönlichen Mutmaßungen nicht als Tatsachen dar, das führt schnell zu Mißverständissen.
Warum wird in diesem Forum das Anprangern von Nils neuerdings geduldet? Der Ermittlungsstand ist seit Jahren unverändert. Die ehemaligen Verdächtigen Chris, Nils und Andy sind außen vor. Möchte mir das jemand näher erklären?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trucrime89 » Sonntag, 01. März 2026, 09:37:27

A. Antwort im Podcast: Sinngemäß „egal wer da vor der Tür steht er war es nicht“

A. Hat innerlich Zweifel die er mit einer absoluten Aussage überdeckt.

Seine Aussagen geben seine allgemeine Haltung wieder gegenüber N. und nicht die Wirklichkeit.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trucrime89 » Sonntag, 01. März 2026, 09:29:45

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit ihr im Wohnmobil unterwegs war. Mit dem Wohnmobil die Leiche zum Totengrund zu bringen, wäre zu riskant gewesen.

Wenn ich als Täter meine Gelüste in einem solchen Ausmaß ausleben wollte, würde ich mir keine selbstbewusste 21-Jährige als Geisel nehmen.

Es bleibt also nur noch ein persönliches Motiv übrig. Und ich denke sogar was sehr traurig für die Polizei wäre, dass jemand von hier, der von Anfang an dabei war, durch gezielte Fragen ihn ins Wanken hätte bringen können.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird N. Alibi durch A. bestätigt, der lediglich fünf bis zehn Minuten von der Polizei vernommen wurde?!?
Quelle: Stern – der neue Bekannte.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass A. wirklich glaubt, er sei an diesem Tag mit N. unterwegs gewesen, obwohl es in Wirklichkeit ein anderer Tag war.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Samstag, 28. Februar 2026, 14:54:27

Ja, Täterprofil könnte passen, aber solche Menschen suchen
sich sonst mmer wieder neue Opfer ,keine Wiederholung,
Das mysteriöse an diesem Fall ist halt, dass das Opfer sich
noch melden durfte und dabei seinen Peiniger nicht verraten
hat.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Samstag, 28. Februar 2026, 06:12:56

Hbs
So sehe ich das auch.,..irgendwann geht die Falle zu..

Der Täter dürfte damals ein richtiges Wohnmobil zur Verfügung gehabt haben.....angeschafft und für Besuche von konzerten, Fahrten zum Erreichen von urlLaubszielen u.dortigen Aufenthalt....ohne ein zimmerauswaerts mieten zu müssen, mobile sextreffen...auf Parkplätzen.
Man kann mit einer Frau die freiwillig mitfährt...zu zweit darin leben..

Aber mit jemanden darin zu leben....der gezwungen wird....darin zu leben....sehr sehr schwierig.
Schlafen, Toiletten Gänge, Lebensmittel bechaffung, .......eigentlich alles mega schwierig

Vielleicht hätte er nur einen Transporter VW Bus, VW lt,, Ford Transit.
Sein Wohnhaus könnte etwas abseits auf dem grundstuck gestanden haben......vielleicht mit elektrischen Garagentor.....direkt Zugang von der Garage ins Haus.

Ältere Eltern....vielleicht im Sommer ein Elternteil zur Kur.....zweite Person fuhr mit.. privates Zimmer.
Taeter...derber Junggeselle.....disco Zeit vorbei.
Stieg sie freiwillig ein, ja vielleicht....da er ein entfernter arbeitskollege war. Bessere Gruß bekanntschaft
Wurde aber nach Einstieg spaeter in seinem fahrzeug betäubt.. ...als sie wieder aussteigen wollte....vielleicht hatte er mit Frauke schon zuvor mal eiinen sexuellen Kontakt...der für ihn mega war...für sie vielleicht nicht die gewünschte Erfüllung.
Weitere sexTreffen kamen zu nicht mehr zu Stande...nur noch gelegentl. Kurz Gespraeche.
Vielleicht hätte er leichte Drogen in seinen besitz.....U. man parkte zunächst irgendwo in der Nähe ihrer Wohnung....er fuhr sie sicher u. Kostenlos nach hause
Manche Männer kennen kaum private Frauen....nur anschaffende.....Straßenstrich....am guenstigsten.
Kontaktaufnahme eines bezahl Profis....der dunkele Laternen oder Sandkisten Kontakte kennt.
Hallo ...was kostet heute der süße Spaß???
Letztendlich für den Mann alles zum Kotzen....er will aber locker rüberkommen...sein Taschengeld schmälert sich mehr als gewünscht.....

Stalkte er frauke zuvor....eher nein...
Es sei denn, er sah sie öfters zuvor alleine nach Hause gehen...U. fuhr getarnt hinter ihr her
Warum war der Täter wahrscheinlich über 30j. Alt...gut organisiert.
Er machte sich nicht auffällig....er organisierte ein einseitiges gewünschtes Zterusammenleben..
Fehlerfrei ????? Sie durfte telefonieren.....sie hielt sich an die Regeln...welches Druckmittel setzte er ein...Verbrennungen zufügen.....Biden, Beine oder Füße.....sie hatte Angst u. Bekam Ekel vor ihm.
Was mir auffiel....der taeter konnte seine Tat nicht mehr im guten beenden. Er hatte sich durch drohmassnahmen u. Seinen sextrieb verzockt. Waren doch Drogen im Spiel???

Es war nie seine einzige Tat.....er hätte sich damit schon befasst.

Aehnl. Taten........Tanja muehlinghaus Wuppertal, Ingrid sonleitner München,
Inka koentges, Hannover

Ist der Täter heute verheiratet.....eher nein...
Wahrscheinl. Übergewicht, kein gepflegtes aussehen.
Starker Raucher
Ich glaube...die Polizei kennt den Täter, schweigt aber wie ein grab

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von DB Cooper » Freitag, 27. Februar 2026, 19:10:14

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Polizei Informationen zurück hält, die einen Mord beweisen KÖNNTEN. Es ist aber genau so wahrscheinlich, dass ein Verdächtiger mit Anwalt auf Totschlag plädieren würde. Hätte man einen TV, dann würden sie ihn aber entsprechend auf links drehen und mit heutigen forensischen Techniken könnte was drin sein. Man sieht es bei dem Amy Lopez Fall, das war scheinbar erst heute technisch möglich. Die Einträge zum Thema N. als TV in den letzten Wochen finde ich aber gar nicht mal uninteressant. Manchmal steckt der Teufel im Detail, und das kann sehr klein sein. Aber natürlich ist das nur mein Gedanke, ich will hier niemanden in Verdacht bringen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Oliver Cromwell » Freitag, 27. Februar 2026, 18:33:45

2k Kleber hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 16:40:45 hätte von dir als erfahrene Foristin mehr Grips erwartet! So kann man sich täuschen!
Deine Tonlage und deine Denke sind unterstes Niveau. Ich soll den Mund halten während du dieses Recht für dich beanspruchst und noch kackendreist Meinungskorridore festlegst? Jetzt dein ernst???
Auf den Presseportalen der Kripo gibt es aktuell rund um Frauke Liebs keine neuen Meldungen. Es wäre klug wenn du Friseurklattsh und sonstige Biertischanalysen nicht für voll nehmen würdest.
Könnt ihr jetzt bitte aufhören, euch gegenseitig die Augen auszukratzen und euch wieder auf das Thema konzentrieren?

Wenn ihr irgendeinen Klärungsbedarf habt, dann macht das bitte per PN und stört nicht alle anderen friedliebenden hier.

Danke

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von 2k Kleber » Freitag, 27. Februar 2026, 16:48:09

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 16:12:59 Genau und deswegen halte ich Vieles für nicht mehr up2date. Die Welt dreht sich halt weiter und m. M. nach sollte es Anpassungen oder rechtliche Zonen geben, die den Täter-Opfer-Schutz berücksichtigt und dennoch Optionen bietet. In Härtefällen oder aber nach einem gewissen Zeitraum. Das würde auch den Druck insgesamt auf Behörden erhöhen.

Man stelle sich vor Frau Liebs erhält Einsicht und bringt irgendetwas ins Rollen..
Das wird in Deutschland nicht geschehen. Dass es Organisationen wie den weißen Ring gibt hat genau mit dieser unflexiblen Gesetzeslage zu tun.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von 2k Kleber » Freitag, 27. Februar 2026, 16:40:45

Else hat geschrieben: Donnerstag, 26. Februar 2026, 19:07:16 Was mischt du dich denn hier ein??

Heisst du Nesrin???

Melde dich erst mal an, dann kannst du mitreden.
hätte von dir als erfahrene Foristin mehr Grips erwartet! So kann man sich täuschen!
Deine Tonlage und deine Denke sind unterstes Niveau. Ich soll den Mund halten während du dieses Recht für dich beanspruchst und noch kackendreist Meinungskorridore festlegst? Jetzt dein ernst???
Auf den Presseportalen der Kripo gibt es aktuell rund um Frauke Liebs keine neuen Meldungen. Es wäre klug wenn du Friseurklattsh und sonstige Biertischanalysen nicht für voll nehmen würdest.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Oliver Cromwell » Freitag, 27. Februar 2026, 16:30:58

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 16:12:59 Genau und deswegen halte ich Vieles für nicht mehr up2date. Die Welt dreht sich halt weiter und m. M. nach sollte es Anpassungen oder rechtliche Zonen geben, die den Täter-Opfer-Schutz berücksichtigt und dennoch Optionen bietet. In Härtefällen oder aber nach einem gewissen Zeitraum. Das würde auch den Druck insgesamt auf Behörden erhöhen.

Man stelle sich vor Frau Liebs erhält Einsicht und bringt irgendetwas ins Rollen..
Ja, daher greift auch nicht das IFG. Hiervon sind solche Art von Akten ausgeschlossen, da sie hochsensible Informationen enthalten.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 27. Februar 2026, 16:12:59

Trodat5203 hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 08:31:11 Ja, aber die Strafprozessordnung sieht halt keine Kommunikation mit Angehörigen vor.
Genau und deswegen halte ich Vieles für nicht mehr up2date. Die Welt dreht sich halt weiter und m. M. nach sollte es Anpassungen oder rechtliche Zonen geben, die den Täter-Opfer-Schutz berücksichtigt und dennoch Optionen bietet. In Härtefällen oder aber nach einem gewissen Zeitraum. Das würde auch den Druck insgesamt auf Behörden erhöhen.

Man stelle sich vor Frau Liebs erhält Einsicht und bringt irgendetwas ins Rollen..

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast_X » Freitag, 27. Februar 2026, 09:34:19

Else hat geschrieben: Donnerstag, 26. Februar 2026, 14:47:50 Jetzt lass mal so langsam gut sein!!!!

Nicht umsonst sagt man, daß ganz Paderborn wüsste, wer der Mörder ist.

Auch die Kripo weiss es.

Was fehlt , ist nur ein einziger Zeuge!!!
Ach 🐞... Du hast KEIN Monopol auf den Fall Frauke Liebs. Weder hier noch auf Youtube.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trodat5203 » Freitag, 27. Februar 2026, 08:31:11

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 08:14:06 Dass man Dritten keine Akteneinsicht bzw. nur begrenzte Einsicht währt, ist verständlich und auch geregelt nachvollziehbar.

Der Fall dümpelt in den Weiten der Leitz-Ordner vor sich hin. Wahrscheinlich nichtmal digitalisiert worden, was die Recherche und perspektivisch KI-Verwertung massiv vereinfachen würde.

Aber ab einem gewissen Zeitpunkt und damit verbundenem Stillstand müsste die Kripo bzw. die Gesetzesgebung angepasst agieren. Nach 20 Jahren ohne Durchbruch..

Aber so ist das in DE.

In diesem Fall müsste die rechtliche Öffnung, sofern irgendwie möglich, geschaffen werden Frau Liebs einzubinden.
Ja, aber die Strafprozessordnung sieht halt keine Kommunikation mit Angehörigen vor.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 27. Februar 2026, 08:14:06

Trodat5203 hat geschrieben: Freitag, 27. Februar 2026, 06:23:34 Die Polizeibehörden haben keine Ahnung, wer der Täter ist. Das liegt zum einen daran, dass damals alle nachgegangenen Spuren im Sande verliefen, man stellenweise nicht gründlich genug war und heutzutage ist einfach niemand von den damaligen Ermittlern mehr übrig. Auch Herr Waschkies ist erst seit wenigen Jahren mit dem Fall betraut, kennt aber die Akten keineswegs so gut wie Frau Liebs. Da müsste sich jemand Mal die gleiche Mühe machen wie sie es getan hat und die Akten von vorne bis hinten durcharbeiten. Das ist bei Spuren im vierstelligen Bereich eine harte Kleinarbeit. Dann würden evtl. noch mehr Fehler ans Licht kommen. Aber eine Krähe hackt doch der anderen kein Auge aus....
Dass man Dritten keine Akteneinsicht bzw. nur begrenzte Einsicht währt, ist verständlich und auch geregelt nachvollziehbar.

Der Fall dümpelt in den Weiten der Leitz-Ordner vor sich hin. Wahrscheinlich nichtmal digitalisiert worden, was die Recherche und perspektivisch KI-Verwertung massiv vereinfachen würde.

Aber ab einem gewissen Zeitpunkt und damit verbundenem Stillstand müsste die Kripo bzw. die Gesetzesgebung angepasst agieren. Nach 20 Jahren ohne Durchbruch..

Aber so ist das in DE.

In diesem Fall müsste die rechtliche Öffnung, sofern irgendwie möglich, geschaffen werden Frau Liebs einzubinden.

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