von z3001x » Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27
z3001x hat geschrieben: ↑Montag, 16. Februar 2026, 20:14:10Vielleicht dass sie anfangs der Devise "
Wer nichts macht, macht auch keine Fehler" treuste Anhänger gewesen zu sein scheinen?
Kjansen86 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24
Das ist eine Unterstellung. Die Müchner Polizei hatte der Sonderkommision schon früh umfangreiche Mittel für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt. Vo dieser wurden anschließend zahlreiche Spuren ermittelt.
Das ist löblich, dass sie mit ihren Kollegen kooperieren, wenngleich eigentlich auch nur eine Selbstverständlichkeit. Der Eindruck, dass die Ermittlungen der Münchner Polizei in der kardinal wichtigen Anfangsphase aber sehr schleppend verliefen und man viele Gründe oder Vorwände ersonnen hat, um am besten gar nicht aktiv zu werden, der basiert aber schon auf realen Umständen. Z.B. auf dem, dass die Münchner Polizei offenbar ja einfach behauptet oder spekuliert hat - ohne irgendeinen wirklichen Hinweis darauf - dass Sonja mit "Markbert" im Kroatien-Urlaub wäre und daher nicht als vermisst anzusehen wäre und sie somit nichts tun müssten. Gegengeprüft dürfen sie diese falsche Hypothese allerdings nicht haben, weil dann hätten sie ja erkannt, dass sie sich irren. Das wurde einfach spontan-fantasiebgabt aus dem Ärmel geschüttelt, und läuft daher durchaus unter der Rubrik haarsträubendes und fatales Versäumnis. Denn man weiß ja nicht, wie lange Sonja noch lebte und ob ein frühes Eingreifen sie, ihr Leben hätte sogar retten können. Die Chance so klein sie ggf war, wurde dadurch vertan.
Außerdem das bereits zuvor erwähnte nicht Gegenprüfen der Aussagen von Robert und den Jungs beim Kneipenpersonal - an sich eine Routineangelegenheit in so einer Situation. Sodass es offenbar auf reinem Gutglauben beruht, dass man deren Version als "wahr" abkauft, obwohl sie möglicherweise hinten und vorne nicht stimmt. Aber das kann man nun nicht mehr und nie mehr rausbekommen. Zu langes Zögern beim Einholen von Zeugenaussagen ist eben eine Säumnis von großer Tragweite.
z3001x hat geschrieben: ↑Montag, 16. Februar 2026, 20:14:10
Also allein der Umstand, dass sie die Bedienung des "Zum Vollmond" erst nach einem Jahr befragten, ob sie sich an die Anwesenheit der vier erinnert und ob sie deren Timeline stützt - und sie sich natürlich an nichts mehr erinnern kann, weil sie in der Zwischenzeit buchstäblich zehntausend und mehr neue Gäste gesehen und bedient hat - spricht Bände.
Kjansen86 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Mal ganz davon abgesehn, dass immer noch niemand sagen konnte warum die drei Jungs hier lügen sollten:
Auf die Gründe, warum sie lügen sollten bzw. könnten (was nicht heißt, dass sie es nachweislich tun) kommt man aber eigentlich ganz einfach, wenn man sich vor Augen hält, warum Menschen generell lügen. Nämlich wenn er oder sie der Ansicht ist, dass das Berichten der wirklichen resp. wahren Begebenheiten Unannehmlichkeiten oder empfindliche Nachteile nach sich ziehen würde. Außerdem gibt es Fällen wo Menschen einfach aus Gewohnheit lügen. Z.B. weil sie der Ansicht, dass ihnen prinzipiell niemand in die Karten schauen darf.
Hier sind minderjährige Jugendliche mit einer jungen Frau aus, die danach spurlos verschwindet. Es sind Drogen im Spiel, und Alkohol. Vermutlich dürften man nicht einmal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz. Und man hat Eltern, die mit den Aussagen bei der Polizei ggf konfrontiert würden. Allein das sind doch schon genügend Anhaltspunkte, wo ein Involvierter auf die Idee kommen könnte seine Darstellungen so aufzupolieren, dass sie unverdächtig erscheinen oder gleich komplett auf Märchenprogramm zu wechseln.
Nein sie müssen nicht Sonjas Mörder sein, wenn sie lügen, sie können viel tiefer liegende alltägliche Motive haben. Und die können dann aber dazu führen, dass der ganze Rahmen, der um den Abend des Verschwindens gebastelt wurde, ziemlicher Murks und unwahr ist. Und daher die tatsächliche Täterschaft und Ablauf unsichtbar bleibt.
Kjansen86 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Niemand hier, weder Sie noch ich noch sonst jemand, weiß genau, was die Polizei ermittelt hat.
Man weiß schon, dass sie den Aussagen dieser Jungs Glauben schenken, weil sie deren Variante in ihre Darstellung des Falls inkorporiert haben und man weiß halt auch, dass sie bei der Gegenprüfung der Aussagen nachlässig waren. Klar vieles weiß man nicht und was man nicht weiß kann man nicht beurteilen, weshalb es müßig ist, darüber zu reden.
Kjansen86 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Ich habe deshalb großes Vertrauen in die Polizei, weil sie sich dieses durch jahrzehntelange hervorragende Polizeiarbeit verdient hat.
Das nennt man dann wohl Urvertrauen, weil auf guten Ergebnissen dieser Polizeiarbeit basiert das Vertrauen in diesem Fall eindeutig nicht.
[quote=z3001x post_id=322875 time=1771269250 user_id=138]Vielleicht dass sie anfangs der Devise "[i]Wer nichts macht, macht auch keine Fehler[/i]" treuste Anhänger gewesen zu sein scheinen?[/quote][quote=Kjansen86 post_id=323206 time=1771438524]
Das ist eine Unterstellung. Die Müchner Polizei hatte der Sonderkommision schon früh umfangreiche Mittel für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt. Vo dieser wurden anschließend zahlreiche Spuren ermittelt.[/quote] Das ist löblich, dass sie mit ihren Kollegen kooperieren, wenngleich eigentlich auch nur eine Selbstverständlichkeit. Der Eindruck, dass die Ermittlungen der Münchner Polizei in der kardinal wichtigen Anfangsphase aber sehr schleppend verliefen und man viele Gründe oder Vorwände ersonnen hat, um am besten gar nicht aktiv zu werden, der basiert aber schon auf realen Umständen. Z.B. auf dem, dass die Münchner Polizei offenbar ja einfach behauptet oder spekuliert hat - ohne irgendeinen wirklichen Hinweis darauf - dass Sonja mit "Markbert" im Kroatien-Urlaub wäre und daher nicht als vermisst anzusehen wäre und sie somit nichts tun müssten. Gegengeprüft dürfen sie diese falsche Hypothese allerdings nicht haben, weil dann hätten sie ja erkannt, dass sie sich irren. Das wurde einfach spontan-fantasiebgabt aus dem Ärmel geschüttelt, und läuft daher durchaus unter der Rubrik haarsträubendes und fatales Versäumnis. Denn man weiß ja nicht, wie lange Sonja noch lebte und ob ein frühes Eingreifen sie, ihr Leben hätte sogar retten können. Die Chance so klein sie ggf war, wurde dadurch vertan.
Außerdem das bereits zuvor erwähnte nicht Gegenprüfen der Aussagen von Robert und den Jungs beim Kneipenpersonal - an sich eine Routineangelegenheit in so einer Situation. Sodass es offenbar auf reinem Gutglauben beruht, dass man deren Version als "wahr" abkauft, obwohl sie möglicherweise hinten und vorne nicht stimmt. Aber das kann man nun nicht mehr und nie mehr rausbekommen. Zu langes Zögern beim Einholen von Zeugenaussagen ist eben eine Säumnis von großer Tragweite.
[quote=z3001x post_id=322875 time=1771269250 user_id=138]
Also allein der Umstand, dass sie die Bedienung des "Zum Vollmond" erst nach einem Jahr befragten, ob sie sich an die Anwesenheit der vier erinnert und ob sie deren Timeline stützt - und sie sich natürlich an nichts mehr erinnern kann, weil sie in der Zwischenzeit buchstäblich zehntausend und mehr neue Gäste gesehen und bedient hat - spricht Bände.
[/quote][quote=Kjansen86 post_id=323206 time=1771438524]Mal ganz davon abgesehn, dass immer noch niemand sagen konnte warum die drei Jungs hier lügen sollten:[/quote]Auf die Gründe, warum sie lügen sollten bzw. könnten (was nicht heißt, dass sie es nachweislich tun) kommt man aber eigentlich ganz einfach, wenn man sich vor Augen hält, warum Menschen generell lügen. Nämlich wenn er oder sie der Ansicht ist, dass das Berichten der wirklichen resp. wahren Begebenheiten Unannehmlichkeiten oder empfindliche Nachteile nach sich ziehen würde. Außerdem gibt es Fällen wo Menschen einfach aus Gewohnheit lügen. Z.B. weil sie der Ansicht, dass ihnen prinzipiell niemand in die Karten schauen darf.
Hier sind minderjährige Jugendliche mit einer jungen Frau aus, die danach spurlos verschwindet. Es sind Drogen im Spiel, und Alkohol. Vermutlich dürften man nicht einmal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz. Und man hat Eltern, die mit den Aussagen bei der Polizei ggf konfrontiert würden. Allein das sind doch schon genügend Anhaltspunkte, wo ein Involvierter auf die Idee kommen könnte seine Darstellungen so aufzupolieren, dass sie unverdächtig erscheinen oder gleich komplett auf Märchenprogramm zu wechseln.
Nein sie müssen nicht Sonjas Mörder sein, wenn sie lügen, sie können viel tiefer liegende alltägliche Motive haben. Und die können dann aber dazu führen, dass der ganze Rahmen, der um den Abend des Verschwindens gebastelt wurde, ziemlicher Murks und unwahr ist. Und daher die tatsächliche Täterschaft und Ablauf unsichtbar bleibt.
[quote=Kjansen86 post_id=323206 time=1771438524]Niemand hier, weder Sie noch ich noch sonst jemand, weiß genau, was die Polizei ermittelt hat.[/quote] Man weiß schon, dass sie den Aussagen dieser Jungs Glauben schenken, weil sie deren Variante in ihre Darstellung des Falls inkorporiert haben und man weiß halt auch, dass sie bei der Gegenprüfung der Aussagen nachlässig waren. Klar vieles weiß man nicht und was man nicht weiß kann man nicht beurteilen, weshalb es müßig ist, darüber zu reden.
[quote=Kjansen86 post_id=323206 time=1771438524]Ich habe deshalb großes Vertrauen in die Polizei, weil sie sich dieses durch jahrzehntelange hervorragende Polizeiarbeit verdient hat.[/quote] Das nennt man dann wohl Urvertrauen, weil auf guten Ergebnissen dieser Polizeiarbeit basiert das Vertrauen in diesem Fall eindeutig nicht.