2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

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Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Lucky Luciano » Montag, 02. März 2026, 15:42:35

Kiepenkerl hat geschrieben: Montag, 02. März 2026, 09:25:51 https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-11622413

Das finde ich interessant. Es gibt Serienmörder die sage und schreibe 31 Anläufe nehmen bevor sie einmal töten. Wichtig scheint die Angst der Opfer zu sein. Also geht es meiner laienhaften Meinung nach auch viel darum, Leid und Qual zu erzeugen und sich daran zu ergötzen
Meinungen?
Auch wenn es vermutlich Serientäter gibt, die normabweichend handeln, ist bei den meisten überführten Serientätern ein "Modus Operandi" erkennbar gewesen. Also die Art seines Handelns, die das charakteristische Vorgehensmuster beschreibt. Das trifft auf Kurt Werner Wichmann als Täter in einer Vielzahl der Fälle jedenfalls nicht zu, denn allzu häufig liegen den Taten verschiedene Tatmuster zugrunde.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Heckengäu » Montag, 02. März 2026, 12:38:02

Kiepenkerl hat geschrieben: Montag, 02. März 2026, 11:01:49 Ich kam da so rein. Seltsam.
Aber danke für den freien Link
Noch seltsamer: Jetzt kann ich den verlinkten Artikel frei lesen.
Wer soll das verstehen?! :?
Ich werde daraus lernen, bei der nächsten Kassenschranke also etwas Gras wachsen lassen und dann wieder klicken!

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Montag, 02. März 2026, 11:49:08

Kiepenkerl hat geschrieben: Montag, 02. März 2026, 09:20:22 Das ist natürlich eine steile These. Kannst du das belegen.
Siehe meine Beiträge, ich werde es nicht nochmal wiederholen.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Kiepenkerl » Montag, 02. März 2026, 11:01:49

Ich kam da so rein. Seltsam.
Aber danke für den freien Link

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Heckengäu » Montag, 02. März 2026, 10:46:44

Kiepenkerl hat geschrieben: Montag, 02. März 2026, 09:25:51 https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-11622413

Das finde ich interessant. Es gibt Serienmörder die sage und schreibe 31 Anläufe nehmen bevor sie einmal töten. Wichtig scheint die Angst der Opfer zu sein. Also geht es meiner laienhaften Meinung nach auch viel darum, Leid und Qual zu erzeugen und sich daran zu ergötzen
Meinungen?
Bezahlschranke! :shock:
https://www.literaturcafe.de/serienmoer ... interview/
Hier ist alles frei zu lesen; zudem von 2011 - 3 Jahre später als das verlinkte Augengesperrte

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Kiepenkerl » Montag, 02. März 2026, 09:25:51

https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-11622413

Das finde ich interessant. Es gibt Serienmörder die sage und schreibe 31 Anläufe nehmen bevor sie einmal töten. Wichtig scheint die Angst der Opfer zu sein. Also geht es meiner laienhaften Meinung nach auch viel darum, Leid und Qual zu erzeugen und sich daran zu ergötzen
Meinungen?

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Kiepenkerl » Montag, 02. März 2026, 09:20:22

Das ist natürlich eine steile These. Kannst du das belegen.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 22:57:46

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 22:47:04 Unabhängig von den Paaren der Göhrde-Morde, kann ein Täter doch ganz unterschiedliche Taten begehen und erst ein Mädchen vergewaltigen und Jahre später Paare ermorden.
Bei einem Serientäter ist das möglich, aber nicht zu erwarten.

Der Mörder der Göhrde Paare hat einen bestimmten Opfertyp im Sinn, was mit seinem Motiv zusammenhängt.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von darkstar69 » Sonntag, 01. März 2026, 22:47:04

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 21:20:58 Falls mit Paare die Göhrde Paare gemeint sind...dann kann es nicht KWW oder sein Bruder gewesen sein, denn die Göhrde Paare wurden von jemand anderem ermordet.
Unabhängig von den Paaren der Göhrde-Morde, kann ein Täter doch ganz unterschiedliche Taten begehen und erst ein Mädchen vergewaltigen und Jahre später Paare ermorden.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 21:20:58

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 20:23:24 Weshalb sollte jemand, der seine Nachbarin würgt und Polizisten mit Waffen bedroht und dann eine Anhalterin vergewaltigt, nicht Jahre später auch Paare überfallen?
Falls mit Paare die Göhrde Paare gemeint sind...dann kann es nicht KWW oder sein Bruder gewesen sein, denn die Göhrde Paare wurden von jemand anderem ermordet.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von darkstar69 » Sonntag, 01. März 2026, 20:23:24

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13 Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind erstellen und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!
Ich kann mich nicht erinnern, dass die Fallanalytiker in der Doku des ZDF vom September 2025 sich im Täterprofil auf KWW bezogen oder sich auf diesen konzentriert hätten oä. Das Täterprofil ist meiner Ansicht nach nicht auf KWW bezogen.

Aber es passt eben durchaus auf das Persönlichkeitsprofil, das von KWW erstellt wurde. Beide Profile wurden nach dem DNA-Fund miteinander verglichen. Das haben sie dann an die Polizeiermittler weitergegeben.

Weshalb sollte jemand, der seine Nachbarin würgt und Polizisten mit Waffen bedroht und dann eine Anhalterin vergewaltigt, nicht Jahre später auch Paare überfallen? 1989 wird er da noch nicht an DNA gedacht haben.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Lucky Luciano » Sonntag, 01. März 2026, 17:09:34

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 16:48:08 Du weißt, wen ich meine. Falls du ihn jemals siehst, geh ihm so schnell wie möglich aus dem Weg. :shock:
Läuft... ;-)

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 16:48:08

Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 16:29:07 Wir bleiben diesbezüglich ja noch in Kontakt. ;-)
Du weißt, wen ich meine. Falls du ihn jemals siehst, geh ihm so schnell wie möglich aus dem Weg. :shock:

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Lucky Luciano » Sonntag, 01. März 2026, 16:29:07

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:40:53 Dauber weiß ich nichts,sorry.

Ich weiß nur, dass es im bereits erwähnten Schweizer Mordfall (dem Mord an dem Paar in Laupen), den ich verfolgt habe, sehr auffällig war, dass der Verdächtige aufgrund der angeblich erdrückenden DNA-Spuren fast 15 Monate in Untersuchungshaft verbrachte!!

Du wirst es nicht glauben, aber Ende Mai 2025 fragte ich den Staatsanwalt nach dem Stand der Ermittlungen in Mordfall Laupen und ob bald ein Prozess stattfinden würde … zwei Wochen später wurde dieser Prozess in den Medien angekündigt, ja echt :-)

Wie ich bereits sagte, bin ich überzeugt, den Verantwortlichen für diese Morde und andere Morde zu kennen. Das ist keine Angeberei; ich habe ihn einfach am richtigen Ort gesucht und gefunden. Man muss kein Profiler sein, und ich bin es ganz sicher nicht, aber wenn man weiß, wer es ist, lassen sich die Taten und andere Handlungen dieses Mörders sehr leicht erklären und deshalb kann ich auch behaupten, dass KWW, der im Mordfall an dem Paar in Volkenschwand verurteilte Mann, und auch der im Mordfall Laupen verurteilte Spanier, nicht die Täter sind.
Wir bleiben diesbezüglich ja noch in Kontakt. ;-)

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 15:40:53

Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:15:06 Naja, die verlassen sich zumeist auf Gutachten. Aber gerade in der Schweiz setzt da eigentlich ein Umdenken ein. Dank des RA Mark Schweizer (Buch: Beweiswürdigung und Beweismaß). Dort untersucht er mit Methoden der Wahrscheinlichkeits- und Entscheidungstheorie das praktisch wichtige Thema der freien Beweiswürdigung. Er kontrastiert die rationale Tatsachenfeststellung mit der tatsächlichen, intuitiven Überzeugungsbildung der Richter. Er argumentiert, dass der Grad richterlicher Überzeugung, der notwendig ist, ehe ein Richter eine tatsächliche Behauptung als wahr akzeptieren darf (Beweismaß), gesenkt werden sollte.

Er schult Gutachter in der Schweiz, was sich positiv auf die Beweiswürdigung auswirkt.
Dauber weiß ich nichts,sorry.

Ich weiß nur, dass es im bereits erwähnten Schweizer Mordfall (dem Mord an dem Paar in Laupen), den ich verfolgt habe, sehr auffällig war, dass der Verdächtige aufgrund der angeblich erdrückenden DNA-Spuren fast 15 Monate in Untersuchungshaft verbrachte!!

Du wirst es nicht glauben, aber Ende Mai 2025 fragte ich den Staatsanwalt nach dem Stand der Ermittlungen in Mordfall Laupen und ob bald ein Prozess stattfinden würde … zwei Wochen später wurde dieser Prozess in den Medien angekündigt, ja echt :-)

Wie ich bereits sagte, bin ich überzeugt, den Verantwortlichen für diese Morde und andere Morde zu kennen. Das ist keine Angeberei; ich habe ihn einfach am richtigen Ort gesucht und gefunden. Man muss kein Profiler sein, und ich bin es ganz sicher nicht, aber wenn man weiß, wer es ist, lassen sich die Taten und andere Handlungen dieses Mörders sehr leicht erklären und deshalb kann ich auch behaupten, dass KWW, der im Mordfall an dem Paar in Volkenschwand verurteilte Mann, und auch der im Mordfall Laupen verurteilte Spanier, nicht die Täter sind.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Lucky Luciano » Sonntag, 01. März 2026, 15:15:06

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 15:01:54 Im Mordfall Volkenschwand wurde meiner Meinung nach ebenfalls jemand zu Unrecht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vielleicht ist es an der Zeit, Richter hinsichtlich DNA-Spuren und deren Bedeutung nachzuschulen.
Naja, die verlassen sich zumeist auf Gutachten. Aber gerade in der Schweiz setzt da eigentlich ein Umdenken ein. Dank des RA Mark Schweizer (Buch: Beweiswürdigung und Beweismaß). Dort untersucht er mit Methoden der Wahrscheinlichkeits- und Entscheidungstheorie das praktisch wichtige Thema der freien Beweiswürdigung. Er kontrastiert die rationale Tatsachenfeststellung mit der tatsächlichen, intuitiven Überzeugungsbildung der Richter. Er argumentiert, dass der Grad richterlicher Überzeugung, der notwendig ist, ehe ein Richter eine tatsächliche Behauptung als wahr akzeptieren darf (Beweismaß), gesenkt werden sollte. Sehr lesenswertes Buch.

Er schult Gutachter in der Schweiz, was sich positiv auf die Beweiswürdigung auswirkt.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 15:01:54

Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:56:48 In DE gibt es jedenfalls mittlerweile genug Fälle, die erstinstanzlich zu einer Verurteilung führten, im Berufungsverfahren von der nächst höheren Instanz aber wieder eingefangen wurden.
Im Mordfall Volkenschwand wurde meiner Meinung nach ebenfalls jemand zu Unrecht zu lebenslanger Haft verurteilt.

Vielleicht ist es an der Zeit, Richter hinsichtlich DNA-Spuren und deren Bedeutung nachzuschulen.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Lucky Luciano » Sonntag, 01. März 2026, 14:56:48

Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13 Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!
Das sehe ich genauso.
Assis hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13Noch etwas zum Thema DNA, Anklagen und Verurteilungen.

Kürzlich wurde in der Schweiz ein Spanier verurteilt (Mordfall Laupen), weil seine DNA an Tatorten und sogar an der Kleidung eines der Opfer gefunden wurde.

Der Angeklagte leidet an Psoriasis, die zu starkem Hautschuppenverlust führt. Als Bekannter der Opfer gab er vor Gericht an, sie zu kennen und gelegentlich besucht zu haben. Er lieferte jedoch keine Erklärung dafür, warum seine DNA an den Hosenbeinen der Opfer gefunden wurde. Der Angeklagte hatte zum Zeitpunkt der Morde aber ein Alibi, das ihn entlastete.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die DNA des Angeklagten auf die Hosenbeine gelangt sein müsse, als er, der Angeklagte, das Opfer angeblich bewegt hat, und der Richter glaubte dies, ohne die Staatsanwaltschaft zu fragen, ob die DNA auch auf anderem Wege auf die Hosenbeine gelangt sein könnte!

Das Alibi des Spaniers wurde durch die gefundenen DNA-Spuren widerlegt, und er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Meiner Meinung nach ein einseitiger Prozess. Hätte der Richter dem Staatsanwalt kritische Fragen gestellt, hätte er möglicherweise herausgefunden, dass die fragliche DNA an den Hosenbeinen des Opfers auch beim An- und Ausziehen der Hose, als die Hosenbeine den Boden berührten, auf diese gelangt sein könnte. Aber nein, gefundene DNA reicht aus, unabhängig davon, wie oder wann sie hinterlassen wurde, um jemanden zu verurteilen, selbst wenn er ein Alibi hat, das ihn entlastet, wie bei KWW der Fall ist.
Da kann man nur hoffen, dass sein Anwalt in Berufung geht. In DE gibt es jedenfalls mittlerweile genug Fälle, die erstinstanzlich wegen einer DNA zu einer Verurteilung führten, im Berufungsverfahren von der nächst höheren Instanz aber wieder eingefangen wurden. Das ist auch wichtig, denn wenn eine DNA keinen Tatbezug aufweist oder wie bei dem von Dir beschriebenen Fall ein stichhaltiges Alibi außer Acht gelassen wird, ist das anfechtungswürdig.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von Assis » Sonntag, 01. März 2026, 14:40:13

darkstar69 hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:15:05 Die Fallanalytiker beziehen sich konkret und ausschließlich auf die Doppelmorde in der Göhrde. Sie analysieren diese Fälle und nichts anderes. Daher ist es für diese Aussagen in der ZDF-Doku vom September 2025 mMn nicht wichtig, ob es andere, viele oder wenige Fälle gibt, in denen Macht, Dominanz und Kontrolle eine Rolle spielen. Diese Fallanalyse gilt ausschließlich dem Täterprofil und dem Tätermotiv der Doppelmorde in der Göhrde.

Deshalb ist es mMn um so wesentlicher, auch zu benennen, dass in den Doppelmorden in der Göhrde diese Phänomene eine große und relevante Rolle gespielt haben.
Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung.

Wenn, wie es hier offenbar der Fall ist, Profiler ein Täterprofil auf Grundlage von angenommen Verhalten, die nahezu bei jedem Mordfall zusehen sind erstellen und dieses dann auch noch mit einem Motiv verknüpfen, habe ich ernsthafte Zweifel. Denn das erstellte Täterprofil enthält praktisch nichts, was konkret auf KWW hindeutet. Absolut nichts.

Darüber hinaus haben sich diese Profiler, wie sie selbst zugeben, ausschließlich auf KWW konzentriert, nachdem DNA in einem der Fahrzeuge des Opfers gefunden wurde. Meiner Meinung nach ist dies nicht Aufgabe der OFA, sondern normale Polizeiarbeit.

Sie, die OFA, waren viel zu einseitig und haben sich ausschließlich auf KWW konzentriert, wobei sie klare Hinweise ignoriert haben, die KWW als Täter ausschließt. KWW war ein Autoliebhaber der oft mit seinen eigenen Fahrzeugen unterwegs war ... aber nein, bei den Göhrde Morde dachte KWW: Weißt du was, heute werde ich zum Spaß mal den Fahrzeugen meiner Opfer nutzen und meine DNA darin hinterlassen!! Obwohl ich, KWW, früher Anhalterinnen ins Visier hatte, suche ich mir jetzt zur Abwechslung mal Paare aus!

Noch etwas zum Thema DNA, Anklagen und Verurteilungen.

Kürzlich wurde in der Schweiz ein Spanier verurteilt (Mordfall Laupen), weil seine DNA an Tatorten und sogar an der Kleidung eines der Opfer gefunden wurde.

Der Angeklagte leidet an Psoriasis, die zu starkem Hautschuppenverlust führt. Als Bekannter der Opfer gab er vor Gericht an, sie zu kennen und gelegentlich besucht zu haben. Er lieferte jedoch keine Erklärung dafür, warum seine DNA an den Hosenbeinen der Opfer gefunden wurde. Der Angeklagte hatte zum Zeitpunkt der Morde aber ein Alibi, das ihn entlastete.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die DNA des Angeklagten auf die Hosenbeine gelangt sein müsse, als er, der Angeklagte, das Opfer angeblich bewegt hat, und der Richter glaubte dies, ohne die Staatsanwaltschaft zu fragen, ob die DNA auch auf anderem Wege auf die Hosenbeine gelangt sein könnte!

Das Alibi des Spaniers wurde durch die gefundenen DNA-Spuren widerlegt, und er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Meiner Meinung nach ein einseitiger Prozess. Hätte der Richter dem Staatsanwalt kritische Fragen gestellt, hätte er möglicherweise herausgefunden, dass die fragliche DNA an den Hosenbeinen des Opfers auch beim An- und Ausziehen der Hose, als die Hosenbeine den Boden berührten (wo sich auch Hautschuppen befinden), auf diese gelangt sein könnte. Aber nein, gefundene DNA reicht aus, unabhängig davon, wie oder wann sie hinterlassen wurde, um jemanden zu verurteilen, selbst wenn er ein Alibi hat, das ihn entlastet, wie bei KWW der Fall ist.

Re: 2-FACH DOPPELMORD IM STAATSFORST GÖHRDE, NIEDERSACHSEN, 1989

von darkstar69 » Sonntag, 01. März 2026, 14:10:39

Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:28:10 Ich sagte nicht, dass sie nicht zutreffen. Ich halte sie für einseitig in der Darstellung und für "zu absolut" und ausschließlich.

Verstehe die Frage nicht.

Der Satz passt denklogisch irgendwie nicht, oder ich verstehe ihn nicht?!
Du hast mit Deinen Ausführungen dargelegt, weshalb Du der Ansicht bist, ich könne das nicht beurteilen und deuten.
Das ist deine Denklogik.


[quote="Lucky Luciano" post_id=324375 time=1772368090 user_id=8374



Nein. Das löst Todesangst aus. Für einen kurzen Moment, bis der Täter schießt. Leid und Qual erleben im Anschluss die Hinterbliebenen. Was Leid und Qual bei Tötungsdelikten m.E. auslöst, hatte ich aber auch weiter oben schon beschrieben. Folterungen, Gefangenschaft, Schlafentzug, mangelnde Versorgung mit Essen und Trinken bei Entführungen usw. Das löst Qualen und Leid aus.
...
Das trifft auch auf Situationen zu, wo Opfer mit einem Messer, einer Eisenstange, einem Baseballschläger oder was auch immer bedroht, respektive angegriffen werden. Macht und Dominanz ist doch nichts, was explizit auf Kopfschussmorde zutrifft.
...
Und was ist Deines Erachtens eine Abwertung, wenn ich Deine pauschal getätigte Aussage zu Tätermerkmalen bei Kopfschussmorden differenziere?
...
Entschuldigung, bei allem Respekt, aber das ist jetzt Unsinn. Weder die Tat noch die Verantwortung des Täters, wird hier in irgendeiner Weise verharmlost.

[/quote]

Ein kurzer Monet stellt kein Leid und keine Qual dar?
Von Gefangenschaft, Schlafentzug, mangelnde Versorgung usw hab ich nie gesprochen. Wenn man jemanden droht, ermordet zu werden sind es ohne Schlafentzug und Gefangennahme usw also keine Leiderfahrungen und keine Qualerfahrungen?
Ich sehe das eindeutig anders.

Wenn man eine Mord, in dem Menschen mit Kopfschuss getötet werden, nicht als quälende Leiderfahrung der Opfer darstellt und das auf einen "kurzen Moment" reduziert, bin ich irritiert. Ich sehe das eindeutig anders.

ich sehe durchaus eine Abwertung darin, dass man Opfern von Kopfschussmorden, die nur einen "kurzen Moment" an "Todesängsten" leiden müssen und sich daher deinen Ausführungen gemäß weniger quälen müssen. Im Umkehrschluss hieße das für mich, es sei besser mit Kopfschuss hingerichtet zu werden, als mit Messer erstochen oder Baseballschläger erschlagen zu werden, um Deine Beispiele aufzugreifen. Und wenn Opfer weniger leiden müssen, weil man so gnädig war, sie schnell hinzurichten, hat das Auswirkung auf die Verantwortung der Tat. Das empfinde ich als unpassend.

Ich habe Kopfschussmorde nicht explizit gegenüber Mord durch Erschlagen oder Erstechen gestellt. Ich habe auch nie geschrieben, dass Kopfschussmorde mehr Anteil an Dominanz, Macht oder Kontrolle hätten als Morde durch Messer oder Baseballschläger. Das ändert aber gar nichts daran, dass Kopfschussmorde durch die Nähe zum Opfer und diese explizite Tötungsabsicht darin diese Phänomene (genauso) beinhalten. Wenn man jemanden eine Pistole an den Kopf hält beinhaltet das nun mal eine besondere Demonstration und eine besondere Auswahl der Tötungsabsicht.
Das ändert also auch rein gar nichts an dem Täterprofil und den Tätermotiven in den Göhrde-Morden. Auch wenn andere Mörder in anderen Fällen andere Tatwaffen mit gleichem Motiv wählen.


Lucky Luciano hat geschrieben: Sonntag, 01. März 2026, 13:28:10
Die Kompetenz kann ich denen gar nicht absprechen. Ich kenne die nicht persönlich.

Wie ist denn das psychologische Gutachten über ihn entstanden? Ohne die zu untersuchende Person selbst? Die war ja schon tot.
Mit dem unteren Satz widerlegst Du den oberen.

Es geht um ein Täterprofil und dessen Motive der Fallanalytiker zu den Göhrde-Morden. Sie haben sich nie auf einen Täter oder Tatverdächtigen bezogen. Ich habe mich rein auf diese Worte der Analytiker bezogen.

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