von JohnLemon » Donnerstag, 05. Februar 2026, 07:11:56
Nesrin hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. Februar 2026, 06:32:51
Man kann ja wohl davon ausgehen, dass die beiden am Tag von Fraukes Verschwinden, also am 20.06. die gleiche Schicht hatten.
A. muss ebenfalls Spätschicht gehabt haben.
Nachtschicht geht nicht, da hätte er nicht mit N. unterwegs sein können und Frühschicht macht auch keinen Sinn, bis 2 Uhr nachts unterwegs sein und am nächsten Morgen um 6 Uhr anfangen.
Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass beide die gleiche Schicht hatten, die ganze Woche hindurch.
Die Ermittlungsbeamten haben das überprüft, die Arbeitszeitkarten der beiden wurden überprüft, da wären Unregelmäßigkeiten aufgefallen.
Arbeitszeitkarten bzw. Arbeitszeitaufzeichnung konnte früher - damit meine ich vor 20 Jahren - in vielen Betrieben manipuliert werden und zwar problemlos. Insbesondere in der Industrie und in Großbetrieben.
Ich selbst war um 2005 in einem Betrieb von 400 Mitarbeitern - reiner Bürobetrieb. Jeder hatte eine Chipkarte, die zum Einlass und zur Zeiterfassung diente. Und es wurde dort beschissen und zwar ohne Ende, u. a. Start Zeiterfassung und dann ging es erstmal ans Büdchen oder in die Kantine..
Aus meinem Freundeskreis weiss ich ähnliche Szenarien. Metallverarbeitender Betrieb mit 1.500 Mitarbeitern. Da war das, insbesondere in Nachtschichten, völlig normal das man sich registrierte, teils alkoholisiert dann zum Ausnüchtern oder für ein Schläfchen in die Ecke setzte. Frühzeitiges Verlassen der Schicht mit späterem Ausstempeln durch Kollegen, etc. pp -> da war alles möglich.
Letztlich kam und kommt es auf den Betrieb an, insbesondere die Größe und es ist natürlich ein Unterschied ob man in der Instandsetzung arbeitet oder in der fortlaufenden Produktion.
Bei N. waren ja scheinbar derart viele freie Zeiten während der Arbeitszeit vorhanden, um SMS zu schreiben. Also war er sicher nicht im Accord oder unter voller Kontrolle tätig.
Wenn sich die Kripo also “nur” auf die Arbeitszeiterfassung und Aussagen von A. verlassen hat, ja dann weiss ich auch nicht mehr weiter.
Östermanns Aussagen hierzu: (ab 39:45)
https://www.stern.de/panorama/verbreche ... 09250.html
Man hat sich wohl wirklich auf wenige Aussagen/Alibis gestützt, das ist mein Eindruck.
[quote=Nesrin post_id=321494 time=1770269571 user_id=9515]
Man kann ja wohl davon ausgehen, dass die beiden am Tag von Fraukes Verschwinden, also am 20.06. die gleiche Schicht hatten.
A. muss ebenfalls Spätschicht gehabt haben.
Nachtschicht geht nicht, da hätte er nicht mit N. unterwegs sein können und Frühschicht macht auch keinen Sinn, bis 2 Uhr nachts unterwegs sein und am nächsten Morgen um 6 Uhr anfangen.
Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass beide die gleiche Schicht hatten, die ganze Woche hindurch.
Die Ermittlungsbeamten haben das überprüft, die Arbeitszeitkarten der beiden wurden überprüft, da wären Unregelmäßigkeiten aufgefallen.
[/quote]
Arbeitszeitkarten bzw. Arbeitszeitaufzeichnung konnte früher - damit meine ich vor 20 Jahren - in vielen Betrieben manipuliert werden und zwar problemlos. Insbesondere in der Industrie und in Großbetrieben.
Ich selbst war um 2005 in einem Betrieb von 400 Mitarbeitern - reiner Bürobetrieb. Jeder hatte eine Chipkarte, die zum Einlass und zur Zeiterfassung diente. Und es wurde dort beschissen und zwar ohne Ende, u. a. Start Zeiterfassung und dann ging es erstmal ans Büdchen oder in die Kantine..
Aus meinem Freundeskreis weiss ich ähnliche Szenarien. Metallverarbeitender Betrieb mit 1.500 Mitarbeitern. Da war das, insbesondere in Nachtschichten, völlig normal das man sich registrierte, teils alkoholisiert dann zum Ausnüchtern oder für ein Schläfchen in die Ecke setzte. Frühzeitiges Verlassen der Schicht mit späterem Ausstempeln durch Kollegen, etc. pp -> da war alles möglich.
Letztlich kam und kommt es auf den Betrieb an, insbesondere die Größe und es ist natürlich ein Unterschied ob man in der Instandsetzung arbeitet oder in der fortlaufenden Produktion.
Bei N. waren ja scheinbar derart viele freie Zeiten während der Arbeitszeit vorhanden, um SMS zu schreiben. Also war er sicher nicht im Accord oder unter voller Kontrolle tätig.
Wenn sich die Kripo also “nur” auf die Arbeitszeiterfassung und Aussagen von A. verlassen hat, ja dann weiss ich auch nicht mehr weiter.
Östermanns Aussagen hierzu: (ab 39:45)
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/podcast-frauke-liebs--die-suche-nach-dem-moerder--folge-5-32909250.html
Man hat sich wohl wirklich auf wenige Aussagen/Alibis gestützt, das ist mein Eindruck.