von Gast7469 » Samstag, 31. Januar 2026, 11:37:49
Detective Bartek hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Januar 2026, 22:43:19
Eine Frage an euch, mal aus einer anderen Kategorie.
Was glaubt ihr: Welcher Fakt aus der Geschichte der Entführung und Ermordung von Frauke, den wir nicht kennen und über den wir nur spekulieren können, würde uns – wenn wir ihn kennen würden – mit Sicherheit zur Lösung dieses Falls und zur Identifizierung des Täters führen?
Welches Detail dieses Falls würde uns helfen, voranzukommen, wenn wir es zu 100% klären könnten (also wenn es ein Fakt wäre und keine Spekulation)?
Sicher: Beim Entwickeln eigener Theorien stößt man irgendwann auf eine Wand, und es frustriert, dass man diese Frage nicht einfach als Tatsache wissen kann.
Vielleicht hilft uns diese Übung dabei, herauszuarbeiten und uns bewusst zu machen, welche Information uns im weiteren Verlauf der Untersuchung dieses Falls wirklich weiterbringen würde.
Also ein Detail im Frauke Fall steht für mich zu 100% fest:
Die SMS ist authentisch und wurde aus freien Stücken von Frauke geschrieben (so wie das auch ihre Angehörigen und Freunde einschätzen) und zwar kurz nachdem sie auf den Täter traf, wahrscheinlich gegen/kurz nach 23 Uhr. Die SMS wurde nur verspätet an C zugestellt. Für 0:49 macht der Inhalt keinen Sinn. Diesen Insider, nicht gegen England, hätte ein anderer nicht gewusst und ein Täter hätte auch nicht Komme später geschrieben, sondern vielleicht so etwas wie: Du brauchst nicht länger warten. Übernachte bei einer Freundin o.ä.
Daraus schließe ich:
-Frauke ist nicht bei jemanden eingestiegen, der ihr anbot, sie nach Hause zu fahren, denn dann wäre ihre Komme-später-SMS nicht notwendig gewesen
-Sie wurde nicht auf dem Heimweg einfach so von der Straße weggeschnappt und in ein Auto gezerrt, sondern sie ist freiwillig mit dem Täter mit
Die SMS klingt nach freudiger Aufbruchsstimmung, so als wurde ihr unerwartet etwas ganz Interessantes, Spannendes vorgeschlagen, was vielleicht mit dem Zielort oder mit einer Person zusammenhing, die sie dort glaubte anzutreffen. I. erwähnte nicht, dass Frauke diese freudige Aufbruchsstimmung schon zeigte, als sie sich von ihr verabschiedete. Also muss diese erst danach in ihr aufgekommen sein.
Sicher ist auch, der Zustieg ins Auto steht nicht im Zusammenhang mit etwas Unangenehmen. Es handelt sich also nicht um ein Problemgespräch o.ä. Auch dass jemand ihre Hilfe brauchte und dazu irgendwo mit ihr hinfahren wollte, schließe ich aus.
Die SMS zeigt, dass Frauke dem Täter vertraute, sich sicher fühlte.
Das deutet darauf hin, dass sie die Person (gut) kannte oder aber, wenn sie sich nicht kannten, sie beide gemeinsame Freunde und Bekannte hatten. Aber diese Freunde und Bekannte werden mit Sicherheit keine gemeinsamen aus ihrer Kindergarten- oder Schulzeit gewesen sein. Sondern, ich glaube, Frauke wäre am ehesten zu jemanden eingestiegen, der genau mit den Leuten bekannt oder befreundet war, mit denen sie gerade erst noch im Pub zusammen saß.
Der Täter muss Frauke etwas in Aussicht gestellt haben, das bei ihr großes Interesse weckte, vielleicht einen Ort, wo sie am liebsten noch in dieser Nacht hin wollte oder ein Treffen mit der Person ihres Interesses oder ein hochinteressantes Gespräch etc. Ich glaube, die Gelegenheit muss ihr einmalig vorgekommen sein, also nicht unbedingt etwas, was man auf den nächsten Tag oder aufs nächste Wochenende hätte verschieben können. Es war eine Jetzt oder Nie Situation. Der Täter ließ ihr die Wahl, ob sie einsteigt oder nicht. Er war mMn kurz davor, loszufahren (oder sowieso dort hinzufahren) und bot ihr an, mitzukommen. Ich glaube, Frauke musste nur kurz überlegen und stieg dann ein. Er hat sie mMn nicht erst überreden oder überzeugen müssen.
Der Täter muss ihr sympathisch und zugewandt gewesen sein. Ich bin sicher, sie wäre nicht zu jemanden ins Fahrzeug gestiegen oder mit jemanden mitgegangen, der ernst, wortkarg oder seltsam war. Da hätte das Ziel noch so toll sein können, ich glaube, Frauke wäre nur mitgekommen, wenn sie auf der Hinfahrt und Rückfahrt einen interessanten Gesprächspartner gehabt hätte.
Ich schlleße folgende Sachen aus:
- Ich glaube nicht, dass man in dieser Nacht noch Frauke mit Bier oder McDonald's hätte locken können. Sie war die ganze Zeit im Pub mit ihrer 1 Cola zufrieden und dürfte sich zuvor im Restaurant satt gegessen haben. Und kurz vor Mitternacht will sie sich noch einmal den Bauch vollschlagen? Und um dahinzukommen noch mal ein Stück rausfahren? Für mich unwahrscheinlich.
- Auch raus ist für mich eine Fahrt zu einem Ziel außerhalb Paderborns, aus Langeweile oder um irgendetwas Verrücktes oder Illegales zu machen, zb um mitten in der Nacht ein Windrad zu besteigen oder gar nach Nieheim zu fahren, um mitternächtlich dort nach einem Schrauber zu suchen. MMn völlig abwegig.
- Ich schließe auch aus, dass sie nach der Absage von N aus Frust mit irgendeinem dahergelaufenen Typen anbandelte. So wie Frauke sich verhielt, war sie selbstsicher und mit sich im Reinen. Kein Gezicke, weil C seinen Schlüssel vergaß und sie
abhängig von ihm war und ihren Abend ggf hätte umplanen müssen. Laut I kein Beleidigt sein, weil N absagte.
- Ich schließe auch aus, dass ihr auf dem Heimweg Mr. Wow über den Weg lief und sie mit ihm zu einem ruhigen Plätzchen fuhr, um einen ONS zu haben, wofür sie laut ihrer Schwester gar nicht der Typ war.
-Ich glaube auch nicht, dass Frauke ein geheimes Doppelleben führte und von ihrem Lover (vielleicht von der Sorte Familienvater, Geschäftsmann, Lehrer) abgepasst wurde, mit dem sie eine heimliche Affäre hatte.
- Ich glaube auch nicht, dass irgendeine Bekannte/ irgendein Bekannter aus der Schwesternschule/dem Krankenhaus etc. sie hätte überreden können, eine Runde zu drehen (Wozu und wohin eigentlich?) Um zu quatschen? Was kann so einmalig und spannend gewesen sein, dass so ein zufälliges Treffen derart zeitlich ausartet, dass man damit nicht bis zum nächsten Tag warten kann oder bis zum nächsten Telefonat/ verabredeten Treffen?
-Frauke ist nicht mit jemandem mit, der ihr vorschlug, woanders weiterzufeiern - macht keinen Sinn, sie war in guter Gesellschaft gewesen und wollte nicht mit I und den anderen weiter zur nächsten Location. Hätte I am nächsten Tag mitbekommen, dass Frauke doch nicht so müde war, wie sie behauptet hat, und noch mit ganz anderen Leuten weitergefeiert hat, ich glaube, sie hätte sich sehr über Frauke gewundert. Ich persönlich glaube ja, Frauke wäre, wenn dann, nur noch zu Orten oder Personen gefahren, die für I verständlich und nachvollziehbar gewesen wären. Ein Ziel, das I nicht überrascht hätte, vielleicht weil Frauke bereits die letzten Tage oder Stunden an etwas oder jemanden reges Interesse gezeigt hat.
Wäre ich ein Ermittler im Frauke-Fall, ich wüsste, wem ich da noch mal auf den Zahn fühlen würde.
Wenn man außerdem noch berücksichtigt, wie sich Frauke bei den Anrufen verhalten hat, dann kann man den Täter auch weiter eingrenzen. Denn daraus kann man schließen, wie der Täter sich Frauke gegenüber verhalten halt.
Man kann den Täter noch immer finden. Aber man wird ihn auf keinen Fall finden, wenn man bestimmte Personen von vorne herein ausschließt, sei es aus Pietätsgründen, weil der oder diejenige ohnehin schon so ein schweres Leben hat oder hatte, oder weil sie nicht männlich sind oder weil sie so gar nicht in das stereotype Bild passen, das man von einem Frauenmörder hat.
[quote="Detective Bartek" post_id=320249 time=1769636599]
Eine Frage an euch, mal aus einer anderen Kategorie.
Was glaubt ihr: Welcher Fakt aus der Geschichte der Entführung und Ermordung von Frauke, den wir nicht kennen und über den wir nur spekulieren können, würde uns – wenn wir ihn kennen würden – mit Sicherheit zur Lösung dieses Falls und zur Identifizierung des Täters führen?
Welches Detail dieses Falls würde uns helfen, voranzukommen, wenn wir es zu 100% klären könnten (also wenn es ein Fakt wäre und keine Spekulation)?
Sicher: Beim Entwickeln eigener Theorien stößt man irgendwann auf eine Wand, und es frustriert, dass man diese Frage nicht einfach als Tatsache wissen kann.
Vielleicht hilft uns diese Übung dabei, herauszuarbeiten und uns bewusst zu machen, welche Information uns im weiteren Verlauf der Untersuchung dieses Falls wirklich weiterbringen würde.
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Also ein Detail im Frauke Fall steht für mich zu 100% fest:
Die SMS ist authentisch und wurde aus freien Stücken von Frauke geschrieben (so wie das auch ihre Angehörigen und Freunde einschätzen) und zwar kurz nachdem sie auf den Täter traf, wahrscheinlich gegen/kurz nach 23 Uhr. Die SMS wurde nur verspätet an C zugestellt. Für 0:49 macht der Inhalt keinen Sinn. Diesen Insider, nicht gegen England, hätte ein anderer nicht gewusst und ein Täter hätte auch nicht Komme später geschrieben, sondern vielleicht so etwas wie: Du brauchst nicht länger warten. Übernachte bei einer Freundin o.ä.
Daraus schließe ich:
-Frauke ist nicht bei jemanden eingestiegen, der ihr anbot, sie nach Hause zu fahren, denn dann wäre ihre Komme-später-SMS nicht notwendig gewesen
-Sie wurde nicht auf dem Heimweg einfach so von der Straße weggeschnappt und in ein Auto gezerrt, sondern sie ist freiwillig mit dem Täter mit
Die SMS klingt nach freudiger Aufbruchsstimmung, so als wurde ihr unerwartet etwas ganz Interessantes, Spannendes vorgeschlagen, was vielleicht mit dem Zielort oder mit einer Person zusammenhing, die sie dort glaubte anzutreffen. I. erwähnte nicht, dass Frauke diese freudige Aufbruchsstimmung schon zeigte, als sie sich von ihr verabschiedete. Also muss diese erst danach in ihr aufgekommen sein.
Sicher ist auch, der Zustieg ins Auto steht nicht im Zusammenhang mit etwas Unangenehmen. Es handelt sich also nicht um ein Problemgespräch o.ä. Auch dass jemand ihre Hilfe brauchte und dazu irgendwo mit ihr hinfahren wollte, schließe ich aus.
Die SMS zeigt, dass Frauke dem Täter vertraute, sich sicher fühlte.
Das deutet darauf hin, dass sie die Person (gut) kannte oder aber, wenn sie sich nicht kannten, sie beide gemeinsame Freunde und Bekannte hatten. Aber diese Freunde und Bekannte werden mit Sicherheit keine gemeinsamen aus ihrer Kindergarten- oder Schulzeit gewesen sein. Sondern, ich glaube, Frauke wäre am ehesten zu jemanden eingestiegen, der genau mit den Leuten bekannt oder befreundet war, mit denen sie gerade erst noch im Pub zusammen saß.
Der Täter muss Frauke etwas in Aussicht gestellt haben, das bei ihr großes Interesse weckte, vielleicht einen Ort, wo sie am liebsten noch in dieser Nacht hin wollte oder ein Treffen mit der Person ihres Interesses oder ein hochinteressantes Gespräch etc. Ich glaube, die Gelegenheit muss ihr einmalig vorgekommen sein, also nicht unbedingt etwas, was man auf den nächsten Tag oder aufs nächste Wochenende hätte verschieben können. Es war eine Jetzt oder Nie Situation. Der Täter ließ ihr die Wahl, ob sie einsteigt oder nicht. Er war mMn kurz davor, loszufahren (oder sowieso dort hinzufahren) und bot ihr an, mitzukommen. Ich glaube, Frauke musste nur kurz überlegen und stieg dann ein. Er hat sie mMn nicht erst überreden oder überzeugen müssen.
Der Täter muss ihr sympathisch und zugewandt gewesen sein. Ich bin sicher, sie wäre nicht zu jemanden ins Fahrzeug gestiegen oder mit jemanden mitgegangen, der ernst, wortkarg oder seltsam war. Da hätte das Ziel noch so toll sein können, ich glaube, Frauke wäre nur mitgekommen, wenn sie auf der Hinfahrt und Rückfahrt einen interessanten Gesprächspartner gehabt hätte.
Ich schlleße folgende Sachen aus:
- Ich glaube nicht, dass man in dieser Nacht noch Frauke mit Bier oder McDonald's hätte locken können. Sie war die ganze Zeit im Pub mit ihrer 1 Cola zufrieden und dürfte sich zuvor im Restaurant satt gegessen haben. Und kurz vor Mitternacht will sie sich noch einmal den Bauch vollschlagen? Und um dahinzukommen noch mal ein Stück rausfahren? Für mich unwahrscheinlich.
- Auch raus ist für mich eine Fahrt zu einem Ziel außerhalb Paderborns, aus Langeweile oder um irgendetwas Verrücktes oder Illegales zu machen, zb um mitten in der Nacht ein Windrad zu besteigen oder gar nach Nieheim zu fahren, um mitternächtlich dort nach einem Schrauber zu suchen. MMn völlig abwegig.
- Ich schließe auch aus, dass sie nach der Absage von N aus Frust mit irgendeinem dahergelaufenen Typen anbandelte. So wie Frauke sich verhielt, war sie selbstsicher und mit sich im Reinen. Kein Gezicke, weil C seinen Schlüssel vergaß und sie
abhängig von ihm war und ihren Abend ggf hätte umplanen müssen. Laut I kein Beleidigt sein, weil N absagte.
- Ich schließe auch aus, dass ihr auf dem Heimweg Mr. Wow über den Weg lief und sie mit ihm zu einem ruhigen Plätzchen fuhr, um einen ONS zu haben, wofür sie laut ihrer Schwester gar nicht der Typ war.
-Ich glaube auch nicht, dass Frauke ein geheimes Doppelleben führte und von ihrem Lover (vielleicht von der Sorte Familienvater, Geschäftsmann, Lehrer) abgepasst wurde, mit dem sie eine heimliche Affäre hatte.
- Ich glaube auch nicht, dass irgendeine Bekannte/ irgendein Bekannter aus der Schwesternschule/dem Krankenhaus etc. sie hätte überreden können, eine Runde zu drehen (Wozu und wohin eigentlich?) Um zu quatschen? Was kann so einmalig und spannend gewesen sein, dass so ein zufälliges Treffen derart zeitlich ausartet, dass man damit nicht bis zum nächsten Tag warten kann oder bis zum nächsten Telefonat/ verabredeten Treffen?
-Frauke ist nicht mit jemandem mit, der ihr vorschlug, woanders weiterzufeiern - macht keinen Sinn, sie war in guter Gesellschaft gewesen und wollte nicht mit I und den anderen weiter zur nächsten Location. Hätte I am nächsten Tag mitbekommen, dass Frauke doch nicht so müde war, wie sie behauptet hat, und noch mit ganz anderen Leuten weitergefeiert hat, ich glaube, sie hätte sich sehr über Frauke gewundert. Ich persönlich glaube ja, Frauke wäre, wenn dann, nur noch zu Orten oder Personen gefahren, die für I verständlich und nachvollziehbar gewesen wären. Ein Ziel, das I nicht überrascht hätte, vielleicht weil Frauke bereits die letzten Tage oder Stunden an etwas oder jemanden reges Interesse gezeigt hat.
Wäre ich ein Ermittler im Frauke-Fall, ich wüsste, wem ich da noch mal auf den Zahn fühlen würde.
Wenn man außerdem noch berücksichtigt, wie sich Frauke bei den Anrufen verhalten hat, dann kann man den Täter auch weiter eingrenzen. Denn daraus kann man schließen, wie der Täter sich Frauke gegenüber verhalten halt.
Man kann den Täter noch immer finden. Aber man wird ihn auf keinen Fall finden, wenn man bestimmte Personen von vorne herein ausschließt, sei es aus Pietätsgründen, weil der oder diejenige ohnehin schon so ein schweres Leben hat oder hatte, oder weil sie nicht männlich sind oder weil sie so gar nicht in das stereotype Bild passen, das man von einem Frauenmörder hat.