MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Mittwoch, 18. März 2026, 10:00:22

Nesrin hat geschrieben: Mittwoch, 18. März 2026, 07:54:52 Was du von diesem Alibi hältst ist vollkommen unerheblich.

Den Ermittlungsbeamten hat es wohl offensichtlich gereicht.

N. wurde hinreichend überprüft, sein Auto untersucht, sein Handy lag den Ermittlern vor und die Anrufzeiten überschnitten sich mit seinen Arbeitszeiten. Somit wurde er als Tatverdächtiger ausgeschlossen.

Nur Leute, die sich für schlauer als die Polizei halten, sehen das anders.

Sagte Östermann nicht selbst einmal, er vermute, dem Täter bereits gegenübergesessen zu haben?
Das bedeutet natürlich nicht, dass N. der Täter ist. Aber ganz grundsätzlich zeigt es doch, dass nicht jeder "Ausgeschlossene" tatsächlich unschuldig sein muss.

Der Fall ist komplex, der Personen- und Bekanntenkreis groß, und die Ermittlungen sind in einigen Bereichen nicht optimal verlaufen. Vor diesem Hintergrund finde ich die Aussage "hält sich für klüger als die Polizei" doch sehr verkürzt gedacht.

Was man natürlich nicht unterschätzen sollte, ist die äußerst geringe Zahl an Personen, die öffentlich bekannt sind. Vieles, was N. betrifft, wirkt natürlich auffällig. Vielleicht gibt es aber auch zwei, fünf oder zehn weitere Personen, die noch auffälliger sind, zeitlich in die Abläufe passen oder ein (vermeintliches) Motiv haben ,die uns jedoch schlicht nicht bekannt sind. Dadurch richtet sich der Fokus natürlich stark auf N., weil er eben präsent ist.

Andererseits, und das ist natürlich nur meine subjektive Einschätzung, spricht einiges gegen den "großen Unbekannten". Der Abend des Verschwindens und die darauffolgenden Tage enthalten so viele Momente, die mich stutzig machen, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, dass niemand aus dem öffentlich bekannten Umfeld etwas weiß oder zumindest eine Ahnung hat.

Die Ermittlungsbeamten scheinen auch nicht mehr besonders motiviert den Fall zu bearbeiten. Vielleicht auch, weil ihnen bewusst ist, dass da was versemmelt wurde, was schwer bis gar nicht korrigierbar ist. Auch das natürlich nur eine Überlegung meinerseits.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Mittwoch, 18. März 2026, 09:15:53

@Trodat5203
Ein Alibi von einem Arbeitskollegen ist schon sehr werthaltig. Das ist ja nicht die Ehefrau, ein naher Verwandter oder jemand mit dem man zusammen aufgewachsen ist. Daneben gibt es einfach Probleme mit der Zeit. Nicht alles was hypothetisch möglich ist, kann in der Realität umgesetzt werden. Wenn N es von der Fahrzeit her geschafft haben könnte von seiner Arbeitsstelle die Strecke zum Nachhauseweg von FL zu bewältigen, heißt das ja nicht, dass er das auch wirklich geschafft hat, wenn man Widrigkeiten, wie Parkplatzsuchen oder was auch immer einkalkuliert. Die Polizei geht eben davon aus, dass die Zeitspanne für eine Tatbegehung zu knapp bemessen war. Das Gleiche gilt wohl in Bezug auf die Telefonate.

Gut, gehen wir davon weg und argumentieren faktenfrei unter unter der Annahme das Alibi stimme nicht und die Zeitangaben ebensowenig. Das ist völlig legitim.
Dann geht es jedoch wie immer um Motiv, Gelegenheit und Mittel.
Motiv:
Ein sexuelles Motiv ist nicht so klar erkennbar- scheidet m.E. aus.
Frauenhass- könnte sein. Dazu müsste man aber mehr über N wissen. Viel er im Betrieb verbal und körperlich aus der Rolle, ist er jetzt verheiratet, wenn ja was sagt seine Ehefrau ? - dazu wissen wir nichts. Allerdings hatte er ja neben FL durchaus normale soziale Beziehungen zu Frauen, beispielsweise zu I.. Deshalb scheidet dieses Motiv für mich auch aus.
Dominanz- galt N dahingehend als auffällig - also war er manipulativ ? In der medialen Darstellung war er eher das Gegenteil geschildert worden, was aber einen psychopathischen Wesenszug nicht ausschließt. Aber ein solcher Wesenszug bricht sich irgendwann Bahn und würde später wieder zum Tragen kommen. Das scheint jedoch nicht so zu sein.
Gelegenheit:
Nur wenn es nicht stimmt, was die Polizei ermittelt hat, hätte er die Gelegenheit die Tat zu begehen. Außerdem war er kein Einzelgänger. Eine Gefangene zu betreuen und die stattgefundene Kommunikation zu organisieren, wäre ihm sicher schwer gefallen, was eine Gelegenheit zu kompletten Tatbegehung einschrnkt, sie aber auch nicht verunmöglicht.
Mittel:
N wohnte bei seinen Eltern und war recht jung und vermutlich ohne größere finanzielle Mittel. Anzunehmen er hätte über Flächen verfügen können, um FL gefangen zu halten oder Transportmittel zu besitzen, um sie zu transportieren, halte ich persönlich für ausgeschlossen. Des Weiteren besteht ja der Verdacht FL wäre sediert gewesen, damit bei den Telefonaten alles für den Entführer glatt lief. Ich kann an dieser Stelle klar zum Ausdruck bringen, dass ein 21-jähriger Industriemechaniker niemals in der Lage gewesen wäre, FL medikamentös so "einzustellen".

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Nesrin » Mittwoch, 18. März 2026, 07:54:52

Trodat5203 hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 22:45:43 Entschuldigung aber was ist denn von einem Alibi zu halten, dass zwei Kumpels sich geben?
Was du von diesem Alibi hältst ist vollkommen unerheblich.

Den Ermittlungsbeamten hat es wohl offensichtlich gereicht.

N. wurde hinreichend überprüft, sein Auto untersucht, sein Handy lag den Ermittlern vor und die Anrufzeiten überschnitten sich mit seinen Arbeitszeiten. Somit wurde er als Tatverdächtiger ausgeschlossen.

Nur Leute, die sich für schlauer als die Polizei halten, sehen das anders.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Quellenblick » Mittwoch, 18. März 2026, 07:21:26

Trodat5203 hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 22:45:43 Entschuldigung aber was ist denn von einem Alibi zu halten, dass zwei Kumpels sich geben? Wieso soll Niels bei einigen Anrufen selber zeitgleich telefoniert haben? Hä? Verstehe diese Aussage von dir leider gar nicht. Wie meinst du das? Es wurde doch mit Fraukes Telefon angerufen, das wurde belegt durch die IMEI. Ja, vllt wollte Niels das nicht. Genau. Frauke aber schon evtl? Könnte sich daraus ein Problem ergeben haben? Je nach Desinteresse vllt....

Jolu meint wohl, dass N. zu der Zeit eines Anrufs unter anderen Menschen war, die ihm ein Alibi gegeben haben. Habe davon aber bisher noch nichts gelesen. Eine Quelle wäre schön!

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Mittwoch, 18. März 2026, 01:21:41

Hallo zusammen. Ich habe diesen tragischen Fall nie intensiv verfolgt. In den letzten 6 Wochen dann krankheitsbedingt schon weil ich zufällig auf einen Podcast auf YouTube gestossen bin. Ich habe dann auch viele andere Podcasts angehört (auch über Täterdenken) und die Filmbeiträge gesehen. Dann habe ich dieses Forum gefunden. Ich habe mir dann diese Kontaktinfos mit Anrufen und SMS angesehen die so verwirrend sind. Ich habe mir wie jeder die Frage gestellt warum das so ist. Warum lässt er Kontaktaufnahme zu? Und in dieser Form?

Meine Schlüsse daraus sind, dass der Täter überdurchschnittlich intelligent ist. Ich gehe eher von einer geplanten Tat aus wobei auch eine Affekthandlung nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Das macht es zwar dann problematischer für ihn, aber trotzdem nicht unmöglich auch so durchzukommen. Mit glücklichen Umständen.

Dabei bin ich erst einmal nicht von einem Motiv ausgegangen (wobei so viele verschiedene nicht denkbar sind) sondern wie man diese abscheuliche Tat ausgeführt haben könnte. Ich habe dann zig Hypothesen aufgestellt und mit Wahrscheinlichkeiten verknüft, die ich später auch alle hier gefunden habe. Hat mich nicht zu einem Ergebnis. Wie viele andere auch.
Problem waren die erste SMS und die Anrufe. Die Kooperation des Opfers mit dem Täter. Und die Sicherheit, dass es den Täter nicht verraten wird.

Ich ging dann auch davon aus, dass das Puzzle mit den nicht öffentlich bekannten Informationen und nicht vorhandenen Spuren nicht zu lösen ist wenn sich so viele Leute 20 Jahre damit beschäftigen und sich den Kopf zerbrechen.
Die große Gefahr ist, dass man an jeder gedanklichen Kreuzung beim nächsten Schritt halt falsch abbiegen kann und dann in der Sackgasse sitzt.
Und man kann hier aus meiner Sicht schnell falsch liegen. Schon bei der ersten SMS.
Trotzdem ging ich immer davon aus, dass die Lösung simpler ist als gedacht.

Und dann habe ich mir einige andere Fälle angesehen. Und darauf abgestellt was für den Täter das Wichtige ist. Danach habe ich mir die wichtigsten Infos nochmal alle angesehen. Nochmal die SMS und Anrufe analysiert. Die gewählten Worte. Dann einzelne Kontaktaufnahmen mal ausgeblendet und nur einzelne angesehen und verglichen. Immer mit im Hinterkopf, dass es nur Erinnerungs-Protokolle sind.

Nochmal vor allem die Stawski-Produktionen angesehen. Dann den MaE-Podcast nochmal. Und wieder die Kontaktinhalte. Und die Standorte von wo sie kamen. Manchmal hatte man den Eindruck, der Täter hätte gezaubert. Weil es so irgendwie nicht funktionieren kann. Nur mit einem großen Risiko entdeckt zu werden. Wer würde so ein Risiko eingehen?
Das Risiko kann man nicht ganz ausschliessen aber eben minimieren.

Ein wesentlIcher Punkt ist meines Erachtens dann nicht nur der Inhalt sondern auch die Dauer der Anrufe. Es wird dann auch im nächsten Schritt klar warum bestimmte Orte für Kontaktaufnahmen ausgewählt wurden. Meines Erachtens eben auch Nieheim. Auch die Zeitpunkte sind für mich dann im Gesamtzusammenhang klar. Selbst der Ablageort macht dann Sinn. Die sterblichen Überreste durften /sollten scheinbar auch gefunden werden. Nur nicht zu früh.

Auf dem Papier bin ich zumindest zu einer Lösung mit 3 Varianten gekommen wie das abgelaufen sein könnte. 3 Varianten deshalb weil nicht alles bekannt ist.

Dass der Täter für die Tat nicht längst einsitzt, ist meines Erachtens auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen.
Intelligenz, gutes Allgemeinwissen und Ortskenntnis, Rhetorik und Glück. Zeit spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle weil die EB zu spät dran waren und geschlampt haben.

Ich glaube auch, dass sie unter Umständen etwas nicht auf dem Schirm hatten was aber eben kein Hexenwerk ist. Und dann ist man falsch abgebogen und hat weitere Zeit vergeudet. Ich kann mir vorstellen, dass man später darauf gestossen ist und daher der zuständige KHK damals sagte, es könne sein, dass er dem Täter schon gegenübergesessen hätte. Und dass man etwas nicht beachtet hätte. Es nutzt ihm aber nichts weil die Beweise fehlen.

Vielleicht sitzt deswegen auch keine Cold Case Unit an diesem Fall.
Und übrigens gehe ich auch davon aus, dass diese Theorie hier auch einige andere haben oder hatten. Ich habe nicht alle Beiträge lesen können.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trodat5203 » Dienstag, 17. März 2026, 22:45:43

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 22:41:37 Ja, offenbar gab es ganz offensichtliche Ermittlungs- oder Fahndungsfehler. Aber wenn ein Arbeitskollege N ein Alibi gibt und N bei einigen Anrufen belegbar nicht telefoniert zu haben scheint..... was soll man sagen ?
Dann ist ja eine Täterschaft eher unwahrscheinlich. Zudem sehe ich kein richtiges Motiv. N. hätte ja sicher eine bessere Gelegenheit finden können, eine sexuelle Beziehung zu FL aufzubauen. So wie es aber scheint, hatte er das ja gar nicht vor......
Entschuldigung aber was ist denn von einem Alibi zu halten, dass zwei Kumpels sich geben? Wieso soll Niels bei einigen Anrufen selber zeitgleich telefoniert haben? Hä? Verstehe diese Aussage von dir leider gar nicht. Wie meinst du das? Es wurde doch mit Fraukes Telefon angerufen, das wurde belegt durch die IMEI. Ja, vllt wollte Niels das nicht. Genau. Frauke aber schon evtl? Könnte sich daraus ein Problem ergeben haben? Je nach Desinteresse vllt....

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Dienstag, 17. März 2026, 22:41:37

Ja, offenbar gab es ganz offensichtliche Ermittlungs- oder Fahndungsfehler. Aber wenn ein Arbeitskollege N ein Alibi gibt und N bei einigen Anrufen belegbar nicht telefoniert zu haben scheint..... was soll man sagen ?
Dann ist ja eine Täterschaft eher unwahrscheinlich. Zudem sehe ich kein richtiges Motiv. N. hätte ja sicher eine bessere Gelegenheit finden können, eine sexuelle Beziehung zu FL aufzubauen. So wie es aber scheint, hatte er das ja gar nicht vor......

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Dienstag, 17. März 2026, 22:09:53

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 14:23:06 Das ist ja das was ich überspitzt mit "Hysterie" bezeichnet habe. Es werden immer wieder Argumente ausgetauscht bzgl. einer Täterschaft von N. Nun schließt ihn die Polizei als Täter aus, weil es zeitlich nicht hinkommt, dass er die Tat begangen haben kann und ein Arbeitskollege ihm ein Alibi gibt. Solange das so ist, bringen Dskussionen es könne doch auch anders gewesen sein eigentlich nichts. Wir wissen weniger als die Polizei und wenn deshalb die Polizei klar sagt er war ´ s nicht, dann war es nicht.
Das muss man hinnehmen, man darf aber fragen, wer war ´ s dann.
Folglich helfen statistische Wahrscheinlichkeiten gar nicht weiter. Ich weiß auch nicht, warum trotz erkennbarer Gleichartigkeit der Fälle Mühlinghaus und Liebs von Einigen ein Zusammenhang kategorisch ausgeschlossen wird. Ich würde beiden Familien anraten einmal darüber nachzudenken, ob es nicht einen Bekannten odet besser eine Bekannte gibt, die beide Familien kennen.
Ich glaube eigentlich weniger an Uniformträger, sondern an eine Frau, zu der sowohl FL und TM arglos mitgegangangen oder mitgefahren war. Denn so würde sich deren jeweilig sehr gräuschloses Verschwinden am besten erklären lassen. Zu Frauen steigt man eher in ein Auto und lässt sich mitnehmen..... Kennt eigentlich jemand den Beruf von Herrn oder Frau Mühlinghaus ?

Das was ich hier geschrieben habe ist nur eine Idee, über die man vielleicht diskutieren sollte.
Sehe ich anders, da die Kripo insgesamt kritisch gesehen werden kann. Insbesondere deren Arbeit im Fall Liebs. Einzelheiten und Negativbeispiele für „Pannen“ gibts genügend.

Gibt es diese nachhaltigen Ergebnisse für die zeitlichen Aspekte, die uns nicht bekannt sind? Glauben tue ich es nicht, wissen ebenso wenig.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Scheich Manfred » Dienstag, 17. März 2026, 21:54:55

Wiesenblume hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 21:45:15 Der Fall fand nicht nach dem Fall Frauke Liebs statt, sondern ein Jahr zuvor. Der Mord an Anja Hieke in Magdeburg, der inzwischen gelöst ist, weist Ähnlichkeiten zum Fall Frauke Liebs auf. Die Fälle hängen für mein Verständnis nicht zusammen. Aber es kommt schon öfter vor, dass Täter ähnlich agieren.
Jolu bezog sich in seinem Post auf den Vermisstenfall Tanja Mühlinghaus, 1998, Wuppertal.
Der Fall Anja Hieke ist mir leider nicht bekannt.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Wiesenblume » Dienstag, 17. März 2026, 21:45:15

Scheich Manfred hat geschrieben: Montag, 16. März 2026, 23:14:38 Bei deiner These gehe ich nicht mit, schon aus einem Grund nicht: Zwischen den beiden Fällen liegen acht Jahre und in den Jahren nach Frauke wurde kein anderer Fall registriert, der nach diesem Schema abgelaufen ist.
Der Fall fand nicht nach dem Fall Frauke Liebs statt, sondern ein Jahr zuvor. Der Mord an Anja Hieke in Magdeburg, der inzwischen gelöst ist, weist Ähnlichkeiten zum Fall Frauke Liebs auf. Die Fälle hängen für mein Verständnis nicht zusammen. Aber es kommt schon öfter vor, dass Täter ähnlich agieren.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Dienstag, 17. März 2026, 19:12:43

Was ich noch erstaunlicher finde und deshalb da so beharrlich bin, ist das Faktum, dass in den Podcasts die Mütter beider Opfer recht ähnlich klingen. Sie wirken auf mich "austauschbar".
Wenn man mich fragen würde, wer in Frage käme sich an mir zu rächen für etwas vielleicht ganz Banales, das ich so gar wahrgenommen habe und was vielleicht Jahrzehnte zurückliegt, könnte ich auch nicht auf Anhieb sagen, was das sein könnte. Sowohl im Fall TM als im Fall FL gibt es ja neben den eigentlichen Gewaltopfern auch andere Opfer. Insbesondere die Mütter zeigen sich in erster Linie jedenfalls in der medialen Darstellung betroffen. Von den Vätern weiß man nicht viel.
Es kann ja sein, dass ich völlig falsch liege, aber ich würde nach etwaigen Anknüpfungspunkten in der Vergangenheit nachgegen und besonders prüfen, ob es jemanden gibt, der in beiden Familien bekannt sein kann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SasiSaarbrooklyn » Dienstag, 17. März 2026, 18:31:06

Es gibt mehrere Kriminalfälle, in denen Täter nach dem Mord das Handy des Opfers nutzten, um Nachrichten zu verschicken. Sei es, um ein "Lebenszeichen" vorzutäuschen, Ermittler in die Irre zu führen oder Zeit für die Beseitigung der Leiche zu gewinnen.
In den 90ern waren es dann eben Briefe o. Ä. Ich sehe eher hier Parallelen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Else » Dienstag, 17. März 2026, 16:16:36

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 14:23:06 Das ist ja das was ich überspitzt mit "Hysterie" bezeichnet habe. Es werden immer wieder Argumente ausgetauscht bzgl. einer Täterschaft von N. Nun schließt ihn die Polizei als Täter aus, weil es zeitlich nicht hinkommt, dass er die Tat begangen haben kann und ein Arbeitskollege ihm ein Alibi gibt. Solange das so ist, bringen Dskussionen es könne doch auch anders gewesen sein eigentlich nichts. Wir wissen weniger als die Polizei und wenn deshalb die Polizei klar sagt er war ´ s nicht, dann war es nicht.
Das muss man hinnehmen, man darf aber fragen, wer war ´ s dann.
Folglich helfen statistische Wahrscheinlichkeiten gar nicht weiter. Ich weiß auch nicht, warum trotz erkennbarer Gleichartigkeit der Fälle Mühlinghaus und Liebs von Einigen ein Zusammenhang kategorisch ausgeschlossen wird. Ich würde beiden Familien anraten einmal darüber nachzudenken, ob es nicht einen Bekannten odet besser eine Bekannte gibt, die beide Familien kennen.
Ich glaube eigentlich weniger an Uniformträger, sondern an eine Frau, zu der sowohl FL und TM arglos mitgegangangen oder mitgefahren war. Denn so würde sich deren jeweilig sehr gräuschloses Verschwinden am besten erklären lassen. Zu Frauen steigt man eher in ein Auto und lässt sich mitnehmen..... Kennt eigentlich jemand den Beruf von Herrn oder Frau Mühlinghaus ?

Das was ich hier geschrieben habe ist nur eine Idee, über die man vielleicht diskutieren sollte.


Nun ja, von Bochum nach Wuppertal ist es nicht weit.
Und später durch Umzug der Mutter nach Paderborn, ergibt auch Sinn.
Sogar das jeweilige Alter könnte passen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Jolu65 » Dienstag, 17. März 2026, 14:23:06

Das ist ja das was ich überspitzt mit "Hysterie" bezeichnet habe. Es werden immer wieder Argumente ausgetauscht bzgl. einer Täterschaft von N. Nun schließt ihn die Polizei als Täter aus, weil es zeitlich nicht hinkommt, dass er die Tat begangen haben kann und ein Arbeitskollege ihm ein Alibi gibt. Solange das so ist, bringen Dskussionen es könne doch auch anders gewesen sein eigentlich nichts. Wir wissen weniger als die Polizei und wenn deshalb die Polizei klar sagt er war ´ s nicht, dann war es nicht.
Das muss man hinnehmen, man darf aber fragen, wer war ´ s dann.
Folglich helfen statistische Wahrscheinlichkeiten gar nicht weiter. Ich weiß auch nicht, warum trotz erkennbarer Gleichartigkeit der Fälle Mühlinghaus und Liebs von Einigen ein Zusammenhang kategorisch ausgeschlossen wird. Ich würde beiden Familien anraten einmal darüber nachzudenken, ob es nicht einen Bekannten odet besser eine Bekannte gibt, die beide Familien kennen.
Ich glaube eigentlich weniger an Uniformträger, sondern an eine Frau, zu der sowohl FL und TM arglos mitgegangangen oder mitgefahren war. Denn so würde sich deren jeweilig sehr gräuschloses Verschwinden am besten erklären lassen. Zu Frauen steigt man eher in ein Auto und lässt sich mitnehmen..... Kennt eigentlich jemand den Beruf von Herrn oder Frau Mühlinghaus ?

Das was ich hier geschrieben habe ist nur eine Idee, über die man vielleicht diskutieren sollte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Quellenblick » Dienstag, 17. März 2026, 13:05:47

JohnLemon hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 12:17:09 Naja, ich glaube nicht, dass es gerade eine "Hysterie" um N. gibt bzw. gegeben hat. Vielmehr ist die entstandene Diskussion hier im Forum darauf zurück zu führen, dass nun seit Jahren eine Diskussion überhaupt möglich/erlaubt ist. Ja, die Diskussion wird um den jüngsten Podcast "befeuert", aber wer sich mit dem Fall in all den Jahren auseinander gesetzt hat, wird automatisch immer wieder auf N. (und auch A.) stoßen.

Solange der Fall nicht aufgeklärt ist, wird sich das wohl auch immer und laufend wiederholen. Dafür gibt es einfach zu viele Zweifel und auch denkbar ungünstige Aussagen, die benannte Personen weiterhin in einem denkbar ungünstigen Licht stehen lassen.

Die gesamte Diskussion rund um fremde Täterschaft halte ich nach wie vor für überflüssig und viel zu komplex gedacht. Diese Tat wird sich in die Statistik einbringen lassen und wohl auch nicht davon abweichen - Täter aus dem nahen Umfeld inkl. beziehungstechnischer Hintergründe.

Es ist nur so verdammt traurig und auch erschütternd, dass der oder die Täter nach nun mehr 20 Jahren keine Eier in der Hose hat/haben, um zumindest den Hinterbliebenen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen. Entweder ist der oder sind die Täter so abgebrüht und gefühlslos unterwegs oder sie haben unendlich viel Angst vor den Konsequenzen, die sich wohl rein rechtlich in Grenzen halten würden.

Dennoch spielt die Zeit gegen den/die Täter, auch wenn diese sich nach diesem langen Zeitraum in Sicherheit wiegen. Der Durchbruch wird kommen, davon bin ich überzeugt - ob durch neue Untersuchungsmöglichkeiten, Digitalisierung oder aber das Nachermitteln durch eine CC-Unit. Und dann wirds ganz übel für denjenigen/diejenigen.
Danke für die Einschätzung.
Ich kenne den Fall nun noch nicht lange, aber mich hat es doch schon sehr verwundert, dass der Zeitrahmen, der auf eine bestimmte Person wohl zutraf (45+- wenige Minuten), nicht hätte aufgehen können... Die Suchfunktion scheint nicht zu gehen und ich nehme an, dass das Ganze schon oft besprochen wurde. Dennoch: Kann ein Mensch eigentlich zu einem Pub fahren und erst danach Geld abheben oder liegt das im Bereich des Unmöglichen? Wenn da der Kumpel nicht wäre, mit dem man in der Nacht Zeit verbracht hätte, wäre das ggf. zeitlich aufgegangen? Ich entschuldige mich im Voraus für etwaige Verärgerungen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Dienstag, 17. März 2026, 12:17:09

Naja, ich glaube nicht, dass es gerade eine "Hysterie" um N. gibt bzw. gegeben hat. Vielmehr ist die entstandene Diskussion hier im Forum darauf zurück zu führen, dass nun seit Jahren eine Diskussion überhaupt möglich/erlaubt ist. Ja, die Diskussion wird um den jüngsten Podcast "befeuert", aber wer sich mit dem Fall in all den Jahren auseinander gesetzt hat, wird automatisch immer wieder auf N. (und auch A.) stoßen.

Solange der Fall nicht aufgeklärt ist, wird sich das wohl auch immer und laufend wiederholen. Dafür gibt es einfach zu viele Zweifel und auch denkbar ungünstige Aussagen, die benannte Personen weiterhin in einem denkbar ungünstigen Licht stehen lassen.

Die gesamte Diskussion rund um fremde Täterschaft halte ich nach wie vor für überflüssig und viel zu komplex gedacht. Diese Tat wird sich in die Statistik einbringen lassen und wohl auch nicht davon abweichen - Täter aus dem nahen Umfeld inkl. beziehungstechnischer Hintergründe.

Es ist nur so verdammt traurig und auch erschütternd, dass der oder die Täter nach nun mehr 20 Jahren keine Eier in der Hose hat/haben, um zumindest den Hinterbliebenen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen. Entweder ist der oder sind die Täter so abgebrüht und gefühlslos unterwegs oder sie haben unendlich viel Angst vor den Konsequenzen, die sich wohl rein rechtlich in Grenzen halten würden.

Dennoch spielt die Zeit gegen den/die Täter, auch wenn diese sich nach diesem langen Zeitraum in Sicherheit wiegen. Der Durchbruch wird kommen, davon bin ich überzeugt - ob durch neue Untersuchungsmöglichkeiten, Digitalisierung oder aber das Nachermitteln durch eine CC-Unit. Und dann wirds ganz übel für denjenigen/diejenigen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Dienstag, 17. März 2026, 11:53:02

Miwei hat geschrieben: Dienstag, 17. März 2026, 06:16:03 An Alle!
Frage, ab wann wäre der Tod von F.L bei z.B. Totschlag
verjährt? 20 Jahre nach dem Auffinden der Leiche oder
ab der Woche nach dem 27.6.2006 ( von der Gerichts-
medizin vermuteter Todeszeitpunkt) .
Und wird dieser Fall ev. bei Aktenzeichen XY wieder-
holt, an etwaige Mitwisser appelliert endlich zu reden!
Was denkt Ihr dazu ?
Aktenzeichen ist ausgeschlossen. Es wird keine öffentlichen Aufrufe der Behörden geben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Quellenblick » Dienstag, 17. März 2026, 09:24:27

Es dürfte wohl nach 20 Jahren soweit sein. Allerdings ist es zweifelhaft, ob sich dann jemand meldet: Selbst, wenn keine Gefängnisstrafe im Raum steht, sind die sozialen Kosten doch enorm für die jeweilige Person...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Dienstag, 17. März 2026, 06:16:03

An Alle!
Frage, ab wann wäre der Tod von F.L bei z.B. Totschlag
verjährt? 20 Jahre nach dem Auffinden der Leiche oder
ab der Woche nach dem 27.6.2006 ( von der Gerichts-
medizin vermuteter Todeszeitpunkt) .
Und wird dieser Fall ev. bei Aktenzeichen XY wieder-
holt, an etwaige Mitwisser appelliert endlich zu reden!
Was denkt Ihr dazu ?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Scheich Manfred » Montag, 16. März 2026, 23:14:38

Jolu65 hat geschrieben: Montag, 16. März 2026, 21:22:06 Ja, es könnte im weiteren Sinne etwas mit der Armee zu tun haben. Ein Aspekt, der dahingehend vielleicht beachtet werden sollte, weil
1. beide Fälle so wirken, als ob nach einem Ablaufplan etwas abgearbeitet wird
2. auf Armeegeländen viel Raum ist jemanden zu vestecken, wenn man sich auskennt
3. Uniformträger bewusst oder unbewusst Vertrauen entgegengebracht wird.

Ich frage mich, ob es vielleicht hier einen Anknüpfungspunkt ergibt. Ich glaube, dass die Fälle zusammenhängen KÖNNEN. Und ich glaube, dass ein Entführer sowohl TM als auch FL vermitteln konnte, die Familie zu kennen und damit Vertrauen genießt. Das kann ein Kollege oder eine Kollegin der Eltern gewesen sein oder in weitläufiger Bekannter von früher, vielleicht auch mit Bezug zur Bw.
Denn ich glaube weiterhin, dass beide Opfer freiwillig dem Entführer gefolgt sind- mein Eindruck.....
Bei deiner These gehe ich nicht mit, schon aus einem Grund nicht: Zwischen den beiden Fällen liegen acht Jahre und in den Jahren nach Frauke wurde kein anderer Fall registriert, der nach diesem Schema abgelaufen ist.

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