von Jolu65 » Mittwoch, 18. März 2026, 09:15:53
@Trodat5203
Ein Alibi von einem Arbeitskollegen ist schon sehr werthaltig. Das ist ja nicht die Ehefrau, ein naher Verwandter oder jemand mit dem man zusammen aufgewachsen ist. Daneben gibt es einfach Probleme mit der Zeit. Nicht alles was hypothetisch möglich ist, kann in der Realität umgesetzt werden. Wenn N es von der Fahrzeit her geschafft haben könnte von seiner Arbeitsstelle die Strecke zum Nachhauseweg von FL zu bewältigen, heißt das ja nicht, dass er das auch wirklich geschafft hat, wenn man Widrigkeiten, wie Parkplatzsuchen oder was auch immer einkalkuliert. Die Polizei geht eben davon aus, dass die Zeitspanne für eine Tatbegehung zu knapp bemessen war. Das Gleiche gilt wohl in Bezug auf die Telefonate.
Gut, gehen wir davon weg und argumentieren faktenfrei unter unter der Annahme das Alibi stimme nicht und die Zeitangaben ebensowenig. Das ist völlig legitim.
Dann geht es jedoch wie immer um Motiv, Gelegenheit und Mittel.
Motiv:
Ein sexuelles Motiv ist nicht so klar erkennbar- scheidet m.E. aus.
Frauenhass- könnte sein. Dazu müsste man aber mehr über N wissen. Viel er im Betrieb verbal und körperlich aus der Rolle, ist er jetzt verheiratet, wenn ja was sagt seine Ehefrau ? - dazu wissen wir nichts. Allerdings hatte er ja neben FL durchaus normale soziale Beziehungen zu Frauen, beispielsweise zu I.. Deshalb scheidet dieses Motiv für mich auch aus.
Dominanz- galt N dahingehend als auffällig - also war er manipulativ ? In der medialen Darstellung war er eher das Gegenteil geschildert worden, was aber einen psychopathischen Wesenszug nicht ausschließt. Aber ein solcher Wesenszug bricht sich irgendwann Bahn und würde später wieder zum Tragen kommen. Das scheint jedoch nicht so zu sein.
Gelegenheit:
Nur wenn es nicht stimmt, was die Polizei ermittelt hat, hätte er die Gelegenheit die Tat zu begehen. Außerdem war er kein Einzelgänger. Eine Gefangene zu betreuen und die stattgefundene Kommunikation zu organisieren, wäre ihm sicher schwer gefallen, was eine Gelegenheit zu kompletten Tatbegehung einschrnkt, sie aber auch nicht verunmöglicht.
Mittel:
N wohnte bei seinen Eltern und war recht jung und vermutlich ohne größere finanzielle Mittel. Anzunehmen er hätte über Flächen verfügen können, um FL gefangen zu halten oder Transportmittel zu besitzen, um sie zu transportieren, halte ich persönlich für ausgeschlossen. Des Weiteren besteht ja der Verdacht FL wäre sediert gewesen, damit bei den Telefonaten alles für den Entführer glatt lief. Ich kann an dieser Stelle klar zum Ausdruck bringen, dass ein 21-jähriger Industriemechaniker niemals in der Lage gewesen wäre, FL medikamentös so "einzustellen".
@Trodat5203
Ein Alibi von einem Arbeitskollegen ist schon sehr werthaltig. Das ist ja nicht die Ehefrau, ein naher Verwandter oder jemand mit dem man zusammen aufgewachsen ist. Daneben gibt es einfach Probleme mit der Zeit. Nicht alles was hypothetisch möglich ist, kann in der Realität umgesetzt werden. Wenn N es von der Fahrzeit her geschafft haben könnte von seiner Arbeitsstelle die Strecke zum Nachhauseweg von FL zu bewältigen, heißt das ja nicht, dass er das auch wirklich geschafft hat, wenn man Widrigkeiten, wie Parkplatzsuchen oder was auch immer einkalkuliert. Die Polizei geht eben davon aus, dass die Zeitspanne für eine Tatbegehung zu knapp bemessen war. Das Gleiche gilt wohl in Bezug auf die Telefonate.
Gut, gehen wir davon weg und argumentieren faktenfrei unter unter der Annahme das Alibi stimme nicht und die Zeitangaben ebensowenig. Das ist völlig legitim.
Dann geht es jedoch wie immer um Motiv, Gelegenheit und Mittel.
Motiv:
Ein sexuelles Motiv ist nicht so klar erkennbar- scheidet m.E. aus.
Frauenhass- könnte sein. Dazu müsste man aber mehr über N wissen. Viel er im Betrieb verbal und körperlich aus der Rolle, ist er jetzt verheiratet, wenn ja was sagt seine Ehefrau ? - dazu wissen wir nichts. Allerdings hatte er ja neben FL durchaus normale soziale Beziehungen zu Frauen, beispielsweise zu I.. Deshalb scheidet dieses Motiv für mich auch aus.
Dominanz- galt N dahingehend als auffällig - also war er manipulativ ? In der medialen Darstellung war er eher das Gegenteil geschildert worden, was aber einen psychopathischen Wesenszug nicht ausschließt. Aber ein solcher Wesenszug bricht sich irgendwann Bahn und würde später wieder zum Tragen kommen. Das scheint jedoch nicht so zu sein.
Gelegenheit:
Nur wenn es nicht stimmt, was die Polizei ermittelt hat, hätte er die Gelegenheit die Tat zu begehen. Außerdem war er kein Einzelgänger. Eine Gefangene zu betreuen und die stattgefundene Kommunikation zu organisieren, wäre ihm sicher schwer gefallen, was eine Gelegenheit zu kompletten Tatbegehung einschrnkt, sie aber auch nicht verunmöglicht.
Mittel:
N wohnte bei seinen Eltern und war recht jung und vermutlich ohne größere finanzielle Mittel. Anzunehmen er hätte über Flächen verfügen können, um FL gefangen zu halten oder Transportmittel zu besitzen, um sie zu transportieren, halte ich persönlich für ausgeschlossen. Des Weiteren besteht ja der Verdacht FL wäre sediert gewesen, damit bei den Telefonaten alles für den Entführer glatt lief. Ich kann an dieser Stelle klar zum Ausdruck bringen, dass ein 21-jähriger Industriemechaniker niemals in der Lage gewesen wäre, FL medikamentös so "einzustellen".