von Catch22 » Samstag, 14. März 2026, 12:02:24
Unfallort: Brückerl oder Parkplatz?
Gast111213 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. März 2026, 22:48:04
2. die Theorie mit dem Brückerl ist für mich auch die wahrscheinlichste.
Meine Antwort richte ich nicht allein an @Gast111213, sondern an alle, die aktiv mitdenken möchten.
Die Darstellung in der ARD-Doku (Sturz vom Seilbahnparkplatz aus) basiert offenkundig auf einem Irrtum hinsichtlich der Startzeit des Anrufversuchs, der erst am 12.11.2025 aufgeklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die betreffenden Sequenzen der Doku bereits abgedreht und hätten nur noch mit großem Aufwand an den veränderten Sachstand angepasst werden können.
Unter Zugrundelegung der realen Startzeit des Anrufversuchs ergibt sich, dass der Sturz in den Bärbach bereits beim Brückerl erfolgt sein könnte.
Nachfolgend die Eckdaten – die Erläuterungen dazu der Übersichtlichkeit halber in Spoilern zum Aufklappen:
Anrufversuch
► Startzeit: 2:31:25 Uhr
Akkutemperatur + Wasserkontakt
► erster Wasserkontakt: spätestens um 2:32:15 Uhr
► oder spätestens um 2:30:57 Uhr?
► Screenshot der Temperaturkurve im Spoiler
Zeitfenster bis Wasserkontakt
► Start: Ecke Schlossberg-/Kampenwandstr.
► Startzeit: 2:28:00 Uhr
(oder 2:28:31 oder 2:28:35 Uhr?)
► Wasserkontakt (Variante A): spätestens um 2:32:15 Uhr
→ Zeitfenster max. 4:15 Min. (= 255 Sek.)
► Wasserkontakt (Variante B): spätestens um 2:30:57 Uhr
→ Zeitfenster max. 2:57 Min. (= 177 Sek.)
Wegstrecke + Geschwindigkeit + Unfallrisiko
► Variante A: Zeitfenster max. 4:15 Min. (= 255 Sek.)
► Variante B: Zeitfenster max. 2:57 Min. (= 177 Sek.)
► Wegstrecke bis Brückerl: ca. 240 m
→ Variante A: 0,94 m/s = 3,39 km/h
→ Variante B: 1,36 m/s = 4,88 km/h
► Wegstrecke bis auf Parkplatz an Bach: ca. 360 m
→ Variante A: 1,41 m/s = 5,08 km/h
→ Variante B: 2,03 m/s = 7,32 km/h
→ Am ehesten einer „normalen“ Gehgeschwindigkeit dürfte die Wegstrecke bis zum Brückerl entsprechen.
Geo-Datenpunkte
► Führt die Hypothese eines
konstanten Fehlers zur Lösung? Eine Drehung der Strecke um
45 Grad entgegen dem Uhrzeigersinn ab Datenpunkt 6 ergibt ein frappierendes Bild!
► Stürzte Hanna bei Geopunkt 8 (auf der um 45 Grad gedrehten Teilstrecke) nahe des Brückerls in den Bärbach?
►
2 Karten dazu im Spoiler!
Selbst bin ich zu der 45-Grad-Fehlerhypothese überfragt. Vielleicht können @Lento, @String27 oder andere dazu etwas beitragen. Die auffällige
Konstanz eines möglichen Fehlers weist m. E. auf eine
fixe, quasi
immobile Ursache hin – wie beispielsweise Berge oder Gebäude im Zusammenspiel mit einer ungünstigen Satellitenposition.
Fundort Ring + Gürtel
► Fundort: Bärbach, auf Höhe Regenwasserablauf Parkplatz
► im Bachbett ca. 100 m stromabwärts vom Brückerl
Totwasserbereich beim Brückerl
Eine abschließende Bewertung kann damit natürlich nicht getroffen werden. Ich habe mich bemüht, das öffentlich zugängliche Datenmaterial zusammenzutragen und zu erläutern, so dass nun jeder eigene Berechnungen und Gedankenexperimente anstellen kann.
Vgl. dazu auch die Überlegungen von @Lento:
viewtopic.php?p=320215#p320215
viewtopic.php?p=320265#p320265
Die Aufgabe, aufzuklären, was wann wo weshalb geschehen ist, kommt Polizei und StA zu. Von dieser Seite indessen ist seit Monaten kein Mucks zu hören, auch nicht über die vollmundig angekündigte Aufarbeitung ihrer Fehlleistungen.
Herr W.
Gast111213 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 12. März 2026, 22:48:04
1. was genau hat es mit Herr W auf sich? Inwiefern hat man ihn in Betracht gezogen?
Öffentlich bekannt ist darüber nahezu nichts. Herr W. ist zwischenzeitlich verstorben. Er war wohl wegen eines oder mehrerer Sexualdelikte vorbestraft, lebte in Aschau und zählte seinerzeit zu den von der Soko Club priorisierten Personen. Ob er zeitweilen auch als Beschuldigter geführt wurde, weiß ich nicht.
[color=#00BFBF][size=115][u][b]Unfallort: Brückerl oder Parkplatz?[/b][/u][/size][/color]
[quote=Gast111213 post_id=325598 time=1773352084]
2. die Theorie mit dem Brückerl ist für mich auch die wahrscheinlichste.
[/quote]
Meine Antwort richte ich nicht allein an @Gast111213, sondern an alle, die aktiv mitdenken möchten.
Die Darstellung in der ARD-Doku (Sturz vom Seilbahnparkplatz aus) basiert offenkundig auf einem Irrtum hinsichtlich der Startzeit des Anrufversuchs, der erst am 12.11.2025 aufgeklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die betreffenden Sequenzen der Doku bereits abgedreht und hätten nur noch mit großem Aufwand an den veränderten Sachstand angepasst werden können.
Unter Zugrundelegung der realen Startzeit des Anrufversuchs ergibt sich, dass der Sturz in den Bärbach bereits beim Brückerl erfolgt sein könnte.
Nachfolgend die Eckdaten – die Erläuterungen dazu der Übersichtlichkeit halber in Spoilern zum Aufklappen:
[u][b]Anrufversuch[/b][/u]
► Startzeit: 2:31:25 Uhr
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
Als zeitlicher Ankerpunkt wird Hannas gescheiterter Anrufversuch gesehen. Dessen im Handy gespeicherter Zeitstempel von [u]2:32:09 Uhr[/u] wurde zunächst als Startzeit des Anrufaufbaus interpretiert. Richtig aber ist, dass es sich dabei um den Zeitpunkt der [u]Beendigung[/u] des Anrufaufbaus handelt. (Der Grund dafür liegt offenbar in der Unterschiedlichkeit der Betriebssysteme Android und iOS; Hanna besaß ein iPhone XR.)
Demzufolge musste von diesem zeitlichen Ankerpunkt die Zeitdauer des Anrufaufbaus abgezogen werden. Ein diesbezüglicher Datensatz des Providers beginnt um 2:31:25 Uhr und zeigt eine Dauer von [u]45 Sekunden[/u].
Rechnet man von dem im Handy gespeicherten Zeitstempel um 2:32:09 Uhr 45 Sekunden zurück, kommt man auf 2:31:24 Uhr – mit 1 Sekunde Abweichung zu dem vom Provider erfassten Datensatz. (1 Sekunde stellt wohl die kleinste erfasste Messeinheit dar, weshalb es sich realitier auch um nur wenige Millisekunden gehandelt haben könnte.)
Daraus ergibt sich, dass der Anrufversuch um 2:31:24 bzw. [u]2:31:25 Uhr[/u] gestartet worden sein musste.
Der Irrtum hinsichtlich der Startzeit des Anrufversuchs konnte erst am 11. Sitzungstag der Hauptverhandlung am 12.11.2025 nach Einvernahme des Datenforensikers Dr. Kochneff (LKA) aufgeklärt werden.
Siehe Berichte von Rabunsel und Pressespiegel
• zum 9. Sitzungstag (23.10.2025):
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-860#id36846677[/size]
[size=85][url]viewtopic.php?p=306188#p306188[/url][/size]
• zum 11. Sitzungstag:
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-885#id36909755[/size]
[size=85][url]viewtopic.php?p=308962#p308962[/url][/size]
• sowie dieses Posting von Rabunsel:
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-945#id37179491[/size]
[/spoiler2]
[u][b]Akkutemperatur + Wasserkontakt[/b][/u]
► erster Wasserkontakt: spätestens um 2:32:15 Uhr
► oder spätestens um 2:30:57 Uhr?
► Screenshot der Temperaturkurve im Spoiler
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
In der ARD-Doku heißt es, der Gutachter für Thermodynamik, Professor Hansen habe ermittelt, dass das Handy mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erst um 2:33:35 Uhr (wie im ersten Rechtsgang angenommen, entspricht dem ersten extrem „ungenauen“ Geopunkt 12) Kontakt mit dem Wasser gehabt habe, sondern [u]mindestens 1:20 Minuten[/u] früher. Dies würde bedeuten: [u]spätestens um 2:32:15 Uhr[/u].
Der Sensor des Handyakkus verzeichnete jedoch bereits ab [u]2:32:17 Uhr[/u] den Beginn eines signifikanten Abfalls der Temperatur. Physikalisch bedarf es eines gewissen Zeitraums, bis die an der Außenhaut des Handys veränderte Temperatur an den Akku und dessen Sensor vordringt und dort gemessen werden kann. Deshalb erscheint es wenig wahrscheinlich, dass zwischen Wasserkontakt und Beginn des Temperaturabfalls am Sensor nur wenige Sekunden gelegen hätten.
Unklar bleibt leider, auf Grundlage welcher Daten und Messungen Hansen zu seiner Aussage gelangte, zumal die Verteidigung aufgrund der Aussage des Gutachters davon ausgeht, der Wasserkontakt sei [u]vor[/u] Beginn des Anrufversuchs erfolgt.
Unter der Annahme, dass vom Beginn des Temperaturabfalls um 2:32:17 Uhr mindestens 1:20 Minuten zurückzurechnen seien, müsste der erste Kontakt mit dem kalten Wasser bereits [u]spätestens um 2:30:57 Uhr[/u] erfolgt sein. Verwirrung!
Letztgenannte Annahme könnte gestützt werden durch Experimente, die der User Tincho auf [size=100]Allm[/size]ystery anstellte. Sein iPhone 15 tauchte er in 10 °C kaltes Wasser und las parallel dazu den Temperatursensor des Akkus aus, dokumentiert in Videoclips:
► nach 50 Sek. Abfall um ca. 2 °C,
► nach 1:20 Min. deutliches Absinken.
Siehe hier:
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-948#id37188937[/size]
Screenshot aus der ARD-Doku (mit Nachtrag einzelner Temperaturwerte):
[attachment=2]Akkutemperatur_Handy_mit_Nachtrag.png[/attachment]
Quelle (ARD-Doku, Teil 3, ab Min. 10:16, Link mit Sprungmarke):
[size=85]https://www.ardmediathek.de/video/tod-nach-der-disco-der-eiskeller-fall/folge-3-ein-neues-urteil/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4NjE4M19nYW56ZVNlbmR1bmc?startTime=616[/size]
Aus dem aufgehobenen [url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699]Urteil[/url] (Rdnr. 575):
► Sensordaten:
• 2:23:13 Uhr: Wert 3150 → 31,69 °C
• 2:29:45 Uhr: Wert 2879 → 28,79 °C
• 2:31:47 Uhr: Wert 2719 → 27,59 °C
• 2:32:17 Uhr: Wert 2700 → 27,39 °C
• 2:34:19 Uhr: Wert 1759 → 17,49 °C
• 2:35:21 Uhr: Wert 1459 → 14,59 °C
[/spoiler2]
[u][b]Zeitfenster bis Wasserkontakt[/b][/u]
► Start: Ecke Schlossberg-/Kampenwandstr.
► Startzeit: 2:28:00 Uhr [size=85](oder 2:28:31 oder 2:28:35 Uhr?)[/size]
► Wasserkontakt (Variante A): spätestens um 2:32:15 Uhr
→ Zeitfenster max. 4:15 Min. (= 255 Sek.)
► Wasserkontakt (Variante B): spätestens um 2:30:57 Uhr
→ Zeitfenster max. 2:57 Min. (= 177 Sek.)
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
Aus dem aufgehobenen [url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699]Urteil[/url] (Rdnr. 732):
► Die Videoüberwachung zeige, dass Hanna „zielstrebig“ auf der Schlossbergstraße in Richtung Kampenwandstraße gehe. Ab 2:28:00 Uhr sei sie nicht mehr zu sehen.
Widerspruch: Geopunkt 1 an der Ecke Schlossberg-/Kampenwandstr. um 2:28:31 Uhr (aufgehobenes [url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699]Urteil[/url], Rdnr. 582)!
Weiterer Widerspruch: Startzeit laut ARD-Screenshot der Temperaturkurve: 2:28:35 Uhr!
[img]https://www.het-forum.de/download/file.php?id=9949[/img]
Welche Zeitangabe ist richtig?
[/spoiler2]
[u][b]Wegstrecke + Geschwindigkeit + Unfallrisiko[/b][/u]
► Variante A: Zeitfenster max. 4:15 Min. (= 255 Sek.)
► Variante B: Zeitfenster max. 2:57 Min. (= 177 Sek.)
► Wegstrecke bis Brückerl: ca. 240 m
→ Variante A: 0,94 m/s = 3,39 km/h
→ Variante B: 1,36 m/s = 4,88 km/h
► Wegstrecke bis auf Parkplatz an Bach: ca. 360 m
→ Variante A: 1,41 m/s = 5,08 km/h
→ Variante B: 2,03 m/s = 7,32 km/h
→ Am ehesten einer „normalen“ Gehgeschwindigkeit dürfte die Wegstrecke bis zum Brückerl entsprechen.
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
Aus dem aufgehobenen [url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699]Urteil[/url] (Rdnr. 748):
► Strecke Ecke Schlossberg-/Kampenwandstr. bis Ecke Burgweg/Kampenwandstr. (Brückerl) = „fast“ 240 m
→ 2:42 Min. bei „normaler“ Gehgeschwindigkeit [≈ 3,6 km/h]
Bei einer BAK von 2,06 ‰ erscheint auf einer hindernisfreien Strecke eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 3,39 bis 4,88 km/h gerade noch realistisch. Hingegen 7,32 km/h (oder auch nur 5,08 km/h) anzunehmen, erscheint fraglich, zumal Hanna, stark alkoholisiert, auch noch hätte durch die Hecke schlüpfen und über den Zaun steigen müssen, um auf das Seilbahngelände zu gelangen.
[b]Deshalb dürfte Hanna meiner Ansicht nach kaum weiter als bis zum Brückerl gekommen sein, wo sie in den Bärbach stürzte.[/b]
Ein Unfall ist jederzeit und überall möglich. Trunkenheit steigert das Risiko enorm. Eine BAK von 2,06 ‰ steht für Volltrunkenheit, nicht für einen Schwips. [b]Gerechnet ab Beginn des Vorglühens, musste Hanna ca. 145–180 ml reinen Alkohol konsumiert haben. Dies entspricht etwa 380–475 ml Wodka.[/b] Draußen an der kalten, frischen Luft kommt der „Kick“. Übelkeit und Schwindel setzen ein. Aufgrund medizinischer Befunde (Mageninhalt, Resturin, acetylierte Glukose als Hinweis auf einen Harnwegsinfekt) liegen Erbrechen und Urinieren nahe. Im Bereich des Brückerls gibt es kein durchgehendes Geländer. Nässe, feuchtes Gras und Laub, glatte Sohlen, Dunkelheit, die starke Alkoholisierung und der defekte Reißverschluss der Hose befördern ein Ausrutschen, einen Fehltritt oder das Gleichgewicht zu verlieren.
[/spoiler2]
[u][b]Geo-Datenpunkte[/b][/u]
► Führt die Hypothese eines [u]konstanten[/u] Fehlers zur Lösung? Eine Drehung der Strecke um [u]45 Grad entgegen dem Uhrzeigersinn[/u] ab Datenpunkt 6 ergibt ein frappierendes Bild!
► Stürzte Hanna bei Geopunkt 8 (auf der um 45 Grad gedrehten Teilstrecke) nahe des Brückerls in den Bärbach?
► [b]2 Karten dazu im Spoiler![/b]
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
Aus dem aufgehobenen [url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2024-N-26699]Urteil[/url] (Rdnr. 582 f, 1069):
► Geo-Datenpunkte:
• Geopunkt 1: 2:28:31 Uhr
• Geopunkt 9: 2:31:14 Uhr
• Geopunkt 10: 2:31:26 Uhr
• Geopunkt 11: 2:31:41 Uhr
• Geopunkt 12: 2:33:35 Uhr
Geht man davon aus, dass sich das Handy spätestens um 2:32:15 Uhr oder womöglich bereits spätestens ab 2:30:57 Uhr im Bärbach befand, liegt es nahe, dass die Messungen ab dem Bereich des Burghotels bzw. des Brückerls grundlegend falsch sein könnten.
Auffällig ist, dass die Geodaten ab Punkt 6 auf Höhe des Burghotels bis hin zum letzten, vermeintlich noch „validen“ Geopunkt 11 – und sogar darüber hinaus bis zu dem sehr „ungenauen“ Geopunkt 12 – allesamt eine Wegstrecke beschreiben, die, wenn man sie [u]um 45 Grad gegen den Uhrzeigersinn dreht[/u], exakt dem direkten Weg zum [u]Brückerl[/u] und dann dem [u]Lauf des Bärbachs[/u] folgt. Herausgearbeitet hatte dies XluX auf [size=100]Allm[/size]ystery.
Die rekonstruierte Karte der Geopunkte von Rabunsel ([size=100]Allm[/size]ystery):
[attachment=1]Karte_Geopunkte_Rabunsel.jpg[/attachment]
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/i/a68kq78wejpl_Radien_GPS_Aschau_mod.jpg[/size]
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-940#id37174075[/size]
Dieselbe Karte mit einer 45-Grad-Drehung der Geopunkte 6 bis 12 (rot und pink, XluX, [size=100]Allm[/size]ystery):
[attachment=0]Karte_Geopunkte_ab_Burghotel_45_Grad_gedreht_XluX.jpg[/attachment]
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/i/rixpoh57lvws_a68kq78wejpl_Radien_GPS_Aschau_mod_neu.jpg[/size]
[size=85]http[size=100]s://ww[/size]w.allm[size=100]ystery.d[/size]e/themen/km168746-946#id37183045[/size]
Dies legt die Vermutung nahe, dass ab Geopunkt 6 eine [u]konstante[/u] Fehlerquelle zugrundeliegen könnte wie etwa eine bestimmte, ungünstige Satellitenposition, eine fixe Abschattung durch Berge oder Bauwerke.
Vgl. dazu auch die Ausführungen von @String27 zu Position und Verfügbarkeit der Satelliten in der fraglichen Nacht:
[size=85][url]viewtopic.php?p=322118#p322118[/url][/size]
Eine Abschirmung unter Wasser hingegen muss nicht sofort und anhaltend aufgetreten sein, wenn sich das Handy in der Umhängetasche befand. Während der ersten Minuten könnte noch genügend Luft in der Tasche gewesen sein, so dass die Tasche mit dem Handy sehr oberflächennah oder sogar auf der Oberfläche trieb. Dafür spricht der (offenbar durch Wasserkontakt des Displays) um [u]2:31:25 Uhr[/u] gestartete Anrufaufbau mit [u]Verbindung ins Mobilfunknetz[/u]. Und auch um [u]2.40 Uhr[/u] bestand eine Verbindung ins Mobilfunknetz, als das Handy eine SMS des Providers über entgangene Anrufe des Nachbarn P. empfing. Soweit Mobilfunkempfang besteht, kann keine wesentliche Abschirmung unter Wasser vorliegen.
Folgt man der [u]45-Grad-Fehlerhypothese[/u], wäre das Handy bei Geopunkt 9 (um 2:31:14 Uhr) bereits etliche Meter im Bärbach getrieben. Ein erster Wasserkontakt hätte demnach nicht erst um 2:32:15 Uhr erfolgt sein können (wie laut der ARD-Doku angeblich von Gutachter Hansen ermittelt), sondern durchaus schon um 2:30:57 Uhr! Denn 17 Sekunden später hätte das Handy (bei um 45 Grad gedrehter Teilstrecke) Geopunkt 9 erreicht, der bereits etliche Meter stromanwärts vom Brückerl läge.
Leider sind uns die Zeitstempel der Geopunkte 2 bis 8 nicht bekannt. Punkt 8 könnte (bei 45-Grad-Drehung) die Stelle bezeichnen, an der Hanna in den Bärbach stürzte.
[/spoiler2]
Selbst bin ich zu der 45-Grad-Fehlerhypothese überfragt. Vielleicht können @Lento, @String27 oder andere dazu etwas beitragen. Die auffällige [u]Konstanz[/u] eines möglichen Fehlers weist m. E. auf eine [u]fixe[/u], quasi [u]immobile[/u] Ursache hin – wie beispielsweise Berge oder Gebäude im Zusammenspiel mit einer ungünstigen Satellitenposition.
[u][b]Fundort Ring + Gürtel[/b][/u]
► Fundort: Bärbach, auf Höhe Regenwasserablauf Parkplatz
► im Bachbett ca. 100 m stromabwärts vom Brückerl
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
Der Gürtel könnte sich frühzeitig von der Jacke gelöst haben, aufgrund großer Oberfläche und geringer Masse von der Strömung weitergetragen worden sein und sich schließlich am Fundort verfangen haben.
Der Ring könnte bei einem fehlgeschlagenen Selbstrettungsversuch durch Geäst vom Finger gestreift worden sein und dürfte aufgrund seiner Masse und geringen Oberfläche sehr zeitnah auf den Grund des Bachs gesunken sein.
Der Regenwasserablauf des Parkplatzes begünstigt einen Selbstrettungsversuch schon deshalb, weil die griffige Betonkante des Ablaufs eine weitaus bessere Möglichkeit bietet, sich festzuhalten, als der instabile Uferbewuchs.
[/spoiler2]
[u][b]Totwasserbereich beim Brückerl[/b][/u]
[spoiler2=Spoiler – hier klicken!]
.
[quote=Gast111213 post_id=325598 time=1773352084]
Gab es dort [beim Brückerl] aber nicht den Ausschluss von Frau Rick, da der Körper dort nicht hätte „abfließen“ können?
[/quote]
Bei dieser Aussage waren RAin Rick und der Hydrologe von einem [u]toten[/u] Körper ausgegangen. Für einen lebenden Menschen, der zudem bei Bewusstsein ist, mag etwas anderes gelten. Möglicherweise könnten Bewegungen und Selbstrettungsversuche dazu führen, dass sich ein Mensch aus dem Totwasserbereich „befreit". Das weiß ich aber nicht.
[/spoiler2]
Eine abschließende Bewertung kann damit natürlich nicht getroffen werden. Ich habe mich bemüht, das öffentlich zugängliche Datenmaterial zusammenzutragen und zu erläutern, so dass nun jeder eigene Berechnungen und Gedankenexperimente anstellen kann.
Vgl. dazu auch die Überlegungen von @Lento:
[size=85][url]viewtopic.php?p=320215#p320215[/url][/size]
[size=85][url]viewtopic.php?p=320265#p320265[/url][/size]
Die Aufgabe, aufzuklären, was wann wo weshalb geschehen ist, kommt Polizei und StA zu. Von dieser Seite indessen ist seit Monaten kein Mucks zu hören, auch nicht über die vollmundig angekündigte Aufarbeitung ihrer Fehlleistungen.
[color=#00BFBF][size=115][u][b]Herr W.[/b][/u][/size][/color]
[quote=Gast111213 post_id=325598 time=1773352084]
1. was genau hat es mit Herr W auf sich? Inwiefern hat man ihn in Betracht gezogen?
[/quote]
Öffentlich bekannt ist darüber nahezu nichts. Herr W. ist zwischenzeitlich verstorben. Er war wohl wegen eines oder mehrerer Sexualdelikte vorbestraft, lebte in Aschau und zählte seinerzeit zu den von der Soko Club priorisierten Personen. Ob er zeitweilen auch als Beschuldigter geführt wurde, weiß ich nicht.