MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Trucrime89 » Freitag, 09. Januar 2026, 19:51:08

NinJa hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:25:46 Was findet ihr an der Hand auffällig?

Den Schwenk auf Fraukes Plakat finde ich auch zunächst auffällig.
Aber ich hätte das denke ich auch mitgefilmt, weil es in Paderborn zur WM einfach schon Thema war.Sozusagen als Gesamteindruck.
Da sind frische Wunden zu erkennen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Freitag, 09. Januar 2026, 18:06:38

HP1 hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 00:07:21 Zweitens, krankhaft übertriebene Eifersucht.
Es geht gar nicht um T´s Suizid. Höchstens in dem Sinn, dass man aus Sicht eines solchen Täters Frauke anlasten könnte, hier Niels Situation für ihre Annäherung auszunutzen, oder sich eigentlich gar nicht für ihn, sondern nur für den Suizid zu interessieren.
Auch gerade so eine Person wäre doch aber zuvor als übermäßig an Niels interessiert aufgefallen, hätte doch selbst in seiner Situation die Nähe und Rolle als Trösterin gesucht, wäre in Äußerung und Verhalten als aggressive Konkurrentin von Frauke in Erscheinung getreten.
Dagegen die Vorstellung einer zurückhaltenden, unauffällig bleibenden Person (warum?), die jedoch so viel Aggression und kriminelle Energie gebündelt gegen Frauke aufbringt? Mir kaum vorstellbar.
Ich würde erwarten, dass so jemand zuerst auf Frauke zugehen und mit "Klartext", Drohungen und Warnungen versucht hätte, sie wegzubeißen. Vielleicht noch bevor man bei Niels und Umfeld Stimmung gegen Frauke gemacht hätte. Und das wiederum hätte Frauke doch jedenfalls irgendwem im Anschluss mitgeteilt. Eine solche Szene erst auf Fraukes Heimweg vom Pub wäre natürlich eine Option. Aber dann auch noch auf eine (gelingende) Entführung vorbereitet sein, falls sie nicht klein beigibt?
Ich weiß nicht, kann mir einfach keine Person vorstellen, die gleichzeitig und im Nachgang gegenüber Niels/Umfeld unauffällig geblieben wäre.
Warum zurückhaltend und unauffällig bleiben?
Vielleicht weil es eine zurückhaltende Person ist.
Und es "klüger" ist, Gefühle wie Eifersucht und Wut für sich zubehalten.
Oder wer möchte schon gerne als "Neidling" in Erscheinung treten?
Die Umstände des Selbstmordes haben vielleicht Zurückhaltung geboten, oder auch Zusammenhalt.
Wenn jemand dort "Stimmung" gegen Nils und Frauke gemacht hätte, wäre er vielleicht geächtet worden.

Ein für mich vorstellbares Szenario:
Jemand hatte "Redebedarf", wollte Frauke einschüchtern, ihr drohen, sie ängstigen.
Und wollte das an einem abgeschiedenen, einsamen Ort machen. Vielleicht hatte er dabei Unterstützung und war nicht alleine.
Und dann ist die Sache aus dem Ruder gelaufen, eskaliert.
Aus der Einschüchterung ist eine Entführung geworden, schliesslich ein Mord.
Aber Frauke so lange festzuhalten oder gar ihr Mord war nicht geplant gewesen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Freitag, 09. Januar 2026, 17:47:20

NinJa hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 01:37:05 Mit dem Blickwinkel, dass bei einem solchen Szenario N. vor Frauke geschützt werden sollte oder auch dem Eifersuchtszenario, da gebe ich dir recht.
Aber, ich hatte @caro jetzt so verstanden dass sie zB meine "Theorie" aufgegriffen hatte - ansonsten bitte korrigieren @caro - dass es ihr/ihm eben eher darum ging N.und/oder Frauke wegen T. zu bestrafen.
Ja, auch das würde ich für denkbar halten.

Beide Ereignisse für sich allein bergen schon großes Konfliktpotential und können zu Zerwürfnissen führen.
Ein Selbstmord auf der einen Seite - Trauer und Schock bei den Hinterbliebenen.
Gefühle der Ohnmacht und Demütigung. Tabu, eventl. Gerede und gegenseitige Schuldzuweisungen.

Auf der anderen Seite der neue Partner eines Freundes/Bekannten oder allgemein ein neues Mitglied in einer Clique, welches man absolut nicht ausstehen kann.
Auch hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Es bringt einen neuen Vibe mit. Vielleicht kommt das neue Mitglied bei den anderen besser an, ist unbeschwerter, lustiger.

Frauke war dabei Nils im Sturm zu erobern.

Und jemand anderes fühlte sich außen vor, übersehen, übergangen.
Gerade jetzt, wo man sich vielleicht Zusammenhalt und Ruhe wünschte. Ein denkbares Szenario.

Das also die Situation und die Umstände des Selbstmordes hier wie ein Gefühlsverstärker und Brandbeschleuniger gewirkt haben könnte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NinJa » Freitag, 09. Januar 2026, 16:25:46

Gast hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 14:41:34 Ja, ist in der Tat etwas eigenartig das Video und der Filmer und seine Hand.
Was findet ihr an der Hand auffällig?

Den Schwenk auf Fraukes Plakat finde ich auch zunächst auffällig.
Aber ich hätte das denke ich auch mitgefilmt, weil es in Paderborn zur WM einfach schon Thema war.Sozusagen als Gesamteindruck.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NINJa » Freitag, 09. Januar 2026, 16:22:06

Gasti hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 14:29:20 Ja, man kann das natürlich hier nicht zu 100% sagen, nur an Hand der hier vom Pünktchenmann veröffentlichten Beiträge. Dazu müsste man denjenigen vor sich haben und eine Art Gutachten von einem Fachmann erstellen lassen. Was ich sagen kann, dass die Beiträge - jedenfalls gemäss meiner Einschätzung - erlebnisbasiert waren. Kurze Erläuterung, Du kannst es ja im Detail nachlesen, was das bedeutet:

In der Forensischen Psychiatrie bezieht sich „erlebnisbasiert“ (oder „erlebnisbegründet“) hauptsächlich auf die Aussagepsychologie und bedeutet, dass eine Aussage auf einer echten, persönlichen Erfahrung beruht, erkennbar durch sogenannte Realkennzeichen, was die Aussage als glaubhafter im Vergleich zu Erfundenem (Fakten- statt Erlebnisorientierung) einstuft, und spielt eine Rolle bei der Glaubhaftigkeitsbegutachtung von Zeugen- und Täteräußerungen.
Und @ gasti, was du mit "Erlebnisbasiert" beschreibst, das ist ja genau der Punkt warum so viele - wie ich auch - beim Pünktchenmann so aufgemerkt haben. Ob man ihn jetzt für einen Wichtigtuer oder für den Täter hält, ich denke seine emotionale - und auch plausible - Art der Beschreibung hat hier die alle irgendwie aufhorchen lassen.
Das mit den "Realkennzeichen" ist genau der Punkt dabei

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 09. Januar 2026, 16:18:31

HP1 hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 09:17:52 [...]
Ja, der letzte Anruf. Es wird immer wieder gefragt, warum hat er sie da noch anrufen lassen, warum hat er sie so frei sprechen lassen, warum hat sie selbst da nichts ausgeplaudert?
Der sonst eiskalte, da aber generöse Täter, der nichts zu befürchten gehabt hätte, weil Frauke eh nichts zu seiner Identifizierung Hinreichendes gewusst hätte - immer wieder angeführt, und jedesmal und bis heute eine Antwort, die nicht passt aus verschiedenen Gründen. Kann ich gern auch nochmal begründen, muss hier aber irgendwann auch mal zum Ende kommen.


[...]
Hallo @HP1,
magst du den Punkt erläutern?
In der Annahme dass Frauke dachte sie komme da im gegenseitigem Einverständnis mit dem Täter noch aus der Sache raus erscheint es mir noch irgendwie plausibel dass sie ( sofern sie etwas gewusst hätte) nichts über ihren Ort, Entführer, Fahrzeugmodel etc ausgeplaudert hätte.
Aber beim letzten Telfonat (was ja auch als Abschied gedeutet wird) will mir da nur pure Angst in den Kopf, warum sie nichts weiter gesagt hätte. Oder, m.E.n. wahrscheinlicher, pures Unwissen. Immerhin hat sie sich ja mindestens 1x "verplappert", da hätte sie sich stattdessen auch - zumindest 1x -belastender "verplappern" können. Zumindest bis vor ihrem ersten "Patzer".

Was passt da deiner Meinung nach "aus verschiedenen Gründen" nicht?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 09. Januar 2026, 16:07:03

@Gasti

Ein Stück weit sehe ich das genauso, bin mir aber mit meiner Einschätzung nicht so sicher wie du offenbar.
Ist halt ohne Kenntnis der Person, ohne Vergleichsäußerungen (die man etwa bei einer Befragung nebenbei mit produzieren würde) und nur in Textform ohne Stimme und Körpersprache zumindest mir nicht eindeutig beantwortbar.
Würde auch bedeuten, dass ich ziemlich richtig gelegen hätte, und mich schreckt natürlich etwas die mit dieser Annahme verbundene Selbstgefälligkeit ;)

Nur der Vollständigkeit halber, das könnte auch wer komplett selbst ausgedacht haben und dabei nur völlig zufällig dieselben Ideen wie ich gehabt haben. Ich meine, Zufälle scheinen hier ja allgemein nicht gerade Mangelware zu sein.

Aber jedenfalls, worauf stützt du deine Überzeugung, was siehst du als so eindeutig erlebnisbasiert an? Bestimmte Stellen/Passagen (welche?) oder eher systematisch/konzeptionell begründet? Würde mich sehr interessieren, bin neugierig...


Ja, und der ihr unbekannte Täter, so wie du es kurz umreißt. Der entführt eine Frau, hält sie fest (wozu?) und tritt ihr gegenüber so auf, dass sie fast eine Woche lang versucht, ihn zu belabern. Gelingt nicht, aber immerhin fährt er mit ihr in der Gegend rum, damit sie zu Hause anrufen und ihre Heimkehr ankündigen kann, besser als nichts. Irgendwie... inkonsistent.

Welche "eine ganze Menge" Dinge deuten denn auf einen ihr unbekannten Täter hin? Nicht, dass ich das ausschließen möchte, aber bei den darauf hindeutenden Dingen, die mir so einfallen könnten, kommt nichts insgesamt irgendwie Naheliegendes heraus.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasti » Freitag, 09. Januar 2026, 14:44:48

@HP

Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen und Deine Geduld. Ich wollte Dich nur ein bisschen herausfordern.

Ich könnte auf vieles eingehen. Nur soviel: Sei versichert, der Pünktchenmann hat seine Beiträge nicht auf Deinen Thesen aufgebaut, sich diese nicht angeeignet oder zu eigen gemacht oder verwendet. Das hat er gar nicht nötig. Weil seine Ausführungen, jedenfalls zum Teil, sind m.E. eindeutig erlebnisbasiert.

Eine kleine Anmerkung trotzdem noch: Deine "Hauptheorie" - wenn ich es richtig verstehe - baut ja darauf auf, dass Frauke den Täter wenigstens flüchtig gekannt hat. Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, dass sie den Täter überhaupt nicht gekannt hat. Darauf deuten ebenfalls eine ganze Menge Dinge hin. Und dann kann alles wieder völlig anders gewesen sein. Viele Dinge, die hier versucht werden zu enträtseln, könnten auch auf das Naturell von Frauke zurückzuführen sein: Sie könnte versucht haben einen ihr fremden Entführer zu überzeugen sie wieder laufen zu lassen, ihr das aber leider nicht gelungen ist, deshalb ihr Frust im letzten Gespräch. Sie soll ja sehr redegewandt, "outgoing" wenn nicht "dominant" gewesen sein, "hatte die Hosen in der Beziehung mit Chris an", "war ein lautes Kind" lt. Frau Liebs, etc.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 09. Januar 2026, 14:41:34

Ja, ist in der Tat etwas eigenartig das Video und der Filmer und seine Hand.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gasti » Freitag, 09. Januar 2026, 14:29:20

Gast hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 10:28:49 @Gastii

Es gibt nachweislich immer wieder Menschen, die Morde gestehen an Menschen, die nachweislich dann doch einige Jahre später lebendig wieder auftauchen. Sehr aktuell ist dies sogar gerade in den Medien gewesen.

Weshalb also sollte nun ein Pünktchenmann deiner Meinung nach besonders authentisch und glaubwürdig sein? Woran machst du das fest? Das könnte Wichtigtuerei sein, wie sie häufig vorkommt. Und selbstverständlich könnte die Story teilweise einfach abgekupfert sein. Mich wundert etwas, dass du das einfach so glaubst und gar nicht in Frage stellst, dass sich da jemand bewusst oder unbewusst was ausgedacht hat, womit er rein gar nichts zu tun hat.
Ja, man kann das natürlich hier nicht zu 100% sagen, nur an Hand der hier vom Pünktchenmann veröffentlichten Beiträge. Dazu müsste man denjenigen vor sich haben und eine Art Gutachten von einem Fachmann erstellen lassen. Was ich sagen kann, dass die Beiträge - jedenfalls gemäss meiner Einschätzung - erlebnisbasiert waren. Kurze Erläuterung, Du kannst es ja im Detail nachlesen, was das bedeutet:

In der Forensischen Psychiatrie bezieht sich „erlebnisbasiert“ (oder „erlebnisbegründet“) hauptsächlich auf die Aussagepsychologie und bedeutet, dass eine Aussage auf einer echten, persönlichen Erfahrung beruht, erkennbar durch sogenannte Realkennzeichen, was die Aussage als glaubhafter im Vergleich zu Erfundenem (Fakten- statt Erlebnisorientierung) einstuft, und spielt eine Rolle bei der Glaubhaftigkeitsbegutachtung von Zeugen- und Täteräußerungen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion Video YouTube

von Trucrime89 » Freitag, 09. Januar 2026, 10:43:26

Hallo alle zusammen,

Ich wollte auf YouTube nach Videos schauen von der WM 2006 in Paderborn. Um nochmals das Gefühl zu bekommen welch ein Feeling damals herrschte.
Wie dem auch sei,
Bei der Suche nach solchen Videos bin ich auf eins gestoßen was ich etwas interessant finde.
Das Video ist vom 24.06.2006 von Paderborner HBF nach dem Deutschland Sieg gegen gegen Schweden C.a 19:20Uhr
Frauke sagt bek einen ihrer Gespräche, dass sie weißt das die Polizei nach ihr sucht…
Achtet auf die ersten Sekunden des Videos auf die Hand des „Filmers“ und achtet auf Sekunde 27.
iwi nimmt er Frauke bewusst auf.

https://youtu.be/JSNJn44Fb0w?si=Ga85uyqRSH_Y9twh

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 09. Januar 2026, 10:28:49

@Gastii

Es gibt nachweislich immer wieder Menschen, die Morde gestehen an Menschen, die nachweislich dann doch einige Jahre später lebendig wieder auftauchen. Sehr aktuell ist dies sogar gerade in den Medien gewesen.

Weshalb also sollte nun ein Pünktchenmann deiner Meinung nach besonders authentisch und glaubwürdig sein? Woran machst du das fest? Das könnte Wichtigtuerei sein, wie sie häufig vorkommt. Und selbstverständlich könnte die Story teilweise einfach abgekupfert sein. Mich wundert etwas, dass du das einfach so glaubst und gar nicht in Frage stellst, dass sich da jemand bewusst oder unbewusst was ausgedacht hat, womit er rein gar nichts zu tun hat.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 09. Januar 2026, 09:29:32

MB77 hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 07:42:25 Fand es auch immer auffällig, das I und N nicht erkannt werden wollen.
Bei Niels völlig verständlich. Immer wieder und bis heute verdächtigt, abschätzende, negative und ehrverletzende Unterstellungen und Zuschreibungen, mit denen auch sein Umfeld und er selbst wiederholt bedrängt wurden, also nicht nur das öffentliche Blabla etwa in Hobbydetektiv-Foren.
Von Niels gibts kaum was online, keine Bilder, kaum irgendwo sein Name zu finden, Accounts/Profile nicht oder sehr eingeschränkt öffentlich einsehbar.

Und Bella, in der Doku? Da wo sie im Pub mit Kamera von hinten den Abend plastisch-anschaulich schildert, das Publikum "reinholt", regelrecht teilhaben lässt? Klassische Einleitung einer spannenden Erzählung, True Crime, Unterhaltungsformat.
Fakt: Es waren nicht nur Frauke, Bella und Jamie dort, sondern (mindestens) drei weitere Personen. Sie hat Frauke nicht wie beschrieben an der Tür verabschiedet, "sehe es noch heute vor mir, wie sie sich umdreht" oder so. Sondern man hat den Pub gemeinsam verlassen, an der Liboristraße ist die Gruppe Richtung Innenstadt zum nächsten Lokal, Frauke hat sich dort verabschiedet.
Diese ganze Interviewpassage mindestens "auch" redaktionell passend gestaltete "Story", sowas wie "Verpflichtung zur Wahrheit" wenn dann nur im Groben vorhanden. In diesem Sinne, das Setting mit Originalschauplatz, Kamera von hinten, die Beleuchtung - stimmungsvolle redaktionelle Entscheidung, Regieanweisung. Wäre es wirklich (nur) um ihre Anonymität gegangen, da kann man auch verpixeln, ihre Stimme einfach aus dem off, oder Aufnahme von hinten einfach an irgendeinem Schreibtisch, so wie etwa bei Chris oder Karen.
Bellas "Anonymität" hier nichts, woraus sich irgendetwas fallbezogen Relevantes mutmaßen ließe, meine ich.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 09. Januar 2026, 09:17:52

Gastii hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 23:03:04 @HP

… hattest Du hier nicht geschrieben dass Du den Pünktchenmann für unglaubwürdig hältst. Und ich glaube sogar angedeutet, er könnte auf Deinen Ideen seine Fake-Storyline aufgebaut haben.

Viel absurder, voreingenommener und von sich selbst überzeugter geht es fast nicht.

Natürlich ist die Story des Pünktchenmannes glaubwürdig und authentisch und baut nicht auf Deinen Ideen zum Fall auf.

Auch wenn vielleicht nicht alles genau so passiert ist, wie von ihm geschildert, waren die Beitröge des Pünktchenmannes mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit - Hans-Ludwig Kröber würde begutachten - „erlebnisbasiert“.
Ich hatte lange vor diesem Auftritt das Szenario entwickelt und hier gepostet, dass Frauke mit einer ihr aus dem Alltag bekannten männlichen Person, gut möglich Kollege aus dem KH, denkbar auch Berufsschule oder z.B. auch Nachbarschaft, zusammengetroffen ist. Jemand mit hinreichend Bekanntschaft, um noch zu quatschen, sich vielleicht auf ein Bier einladen zu lassen, möglicherweise spontan etwa noch schnell zum McDrive nach Bad Driburg mitzufahren. Aber nicht so, dass anderen die Person als "bekannt" präsent/auffällig gewesen wäre, keine "gemeinsamen Freunde", kein auffälliger Niederschlag in Telefonaten, Chats, Freundschaften auf Fraukes genutzten social media Plattformen. Die Möglichkeit, dass sie von sich aus noch wo vorbeigeschaut haben könnte betont, aber immer offengelassen, dass sie genauso gut auch zufällig zusammengetroffen sein könnten.

Ausgangspunkt die Frage, wie die erste SMS an Chris zustande gekommen sein könnte. Ein Verfassen bald nach 23 Uhr in PB wäre situativ und in ihrem Wortlaut gut passend, ohne Irritation. Irgendwelche täterseitige Agitation bei dieser SMS (Fake-SMS in Nieheim verfasst, um...) hielt und halte ich aus verschiedenen Gründen für unwahrscheinlich.
Eine bald nach 23 Uhr verfasste SMS würde auf eine vorgesehene Heimkehr so etwa 0-1 Uhr hindeuten meine ich, früher wäre keine SMS nötig, merklich später Chris gegenüber etwas rücksichtslos und hätte zumindest einen entsprechend etwas anderen SMS-Text bedingt. Mit etwas mehr als nur einem kurzen Quatschen "im Vorbeigehen" passt das, die spontane Fahrt zum Mecces würde etwa gut in dieses Zeitfenster reinpassen.
Dass so ein Szenario um die SMS technisch praktisch gar nahe gelegt wird, habe ich mit umfangreichen Tests mit zwei baugleichen Geräten sowie mehreren alten sowie identischen (baugleich, selber Hersteller) neuen Akkus mehrfach reproduzierbar nachgestellt, überprüft (und hier ebenfalls veröffentlicht): Wenn das Handy im Pub mit ihrem Akku beim simsen ausgegangen war, lässt es sich idR erneut einschalten, eine SMS tippen, geht aber beim versuchten Versand wieder aus. Nach etwas Stromversorgung (die so oder so wahrscheinlich benötigt wurde, ohne ging es in der Mehrzahl der Testdurchläufe nicht) geht die SMS dann beim erneuten Einschalten (im Szenario also 0.49) automatisch raus, WENN zwischenzeitlich der Akku nicht aus dem Gerät entfernt wurde. Also Aufladen per Kabel, KEIN weiterer Akkutausch zwischen Pub und FZ Nieheim. Das ein Knackpunkt, denn wenn man, um den möglichen Ablauf nachzustellen, den leegehenden Akku durch Entnahme simuliert, ist die zu versendende SMS nicht mehr im Speicher, kommt man zu unzutreffenden Schlussfolgerungen.

In meinem Szenario kommt es nach einem abgelehnten Annäherungsversuch zur Eskalation, Insistieren oder frustriert aggressive Reaktion seinerseits. Verortet hatte ich das spekulativ zum Mecces-Parkplatz oder irgendwo dort in der Pampa, wo man vielleicht gehalten hat, um seinen Burger zu essen, im Restaurant ists nicht so dolle. Von seiner Seite vielleicht dabei der Hintergedanke, bessere Situation, um sein Glück zu versuchen? (Den Punkt hatte ich damals nicht ausgeführt).
Die Verortung zum Mecces, Bad Driburg, bei meinem Szenario durch die Nähe zur FZ Nieheim motiviert, wo man dann ja etwas später jedenfalls gewesen ist.
Beim Pünktchenmann an der Stelle die Abweichung, die Szene habe in PB auf einem Uni-Parkplatz stattgefunden. Er sei nach einer der Schelle für Frauke ohne konkretes Ziel losgefahren (mit Frauke), Kopf freikriegen, nachdenken, vielleicht mit ihr die Sache klären, wie auch immer. Mir völlig plausibel. Er hat nach der Schelle Stress, Handlungsdruck, aber keinen Plan, keine Zielstrebigkeit. Erstmal den Ort verlassen, Frauke nicht gehen lassen (ob "festsetzen" da schon explizites Motiv, wäre offen) - mE gut nachvollziehbares Verhalten.

Im Weiteren die Situation, dass Frauke zumindest zunächst noch klar von ihrer baldigen Heimkehr ausging, dass die Anrufe eine Reaktion auf die Donnerstag einsetzende medial öffentliche (uA Radio) und "offizielle" (Polizeilogo auf den ausgehängten Flyern) Suche nach ihr als potentiellem Verbrechensopfer gewesen seien. Die Situation vor Ort die, dass man einen möglichst folgenlosen Ausgang (für beide) suchte/anstrebte, was sich aber angesichts ihres immer länger dauernden Fernbleibens und vielleicht auch seinerseits fehlendem Vertrauen, dass sie die Klappe halten würde, zunehmend als unrealistisch erwies.
Hatte ich so aus den Anrufen (Timing, Inhalte) als gut passendes Szenario hinter den Anrufen geschlossen. Auch als Motivation für das so ungewöhnliche Stattfinden der Anrufe als solches passt es mMn: Wenn Frauke tatsächlich (wie auch immer man das gestaltet hätte) bald heimkommen und dabei dann im Rückblick soweit "Harmlosigkeit" bestehen sollte, dass sie einfach "die Klappe halten" kann, dann sind diese Anrufe mit ihrem Inhalt doch genau das, was naheliegt, wenn es sich noch unbestimmt (aber "jedenfalls nur kurz, bis morgen") verzögert. Der Täter (und Frauke) hier vielmehr noch ganz in der Vorstellung, dass es irgendwie einen solchen Ausgang nehmen muss - zu realisieren, dass es das nicht kann, da muss man beiden bei so einem Verlauf doch ein paar Tage Zeit einräumen können, meine ich.
Auch der Punkt, dass in dem Szenario die eigene Wahrnehmung gar nicht die einer zielgerichteten, von vornherein böswilligen Entführung mit geplanter Tötung, sondern vielmehr ein "hineingeraten sein" mit zunächst Zielsetzung eines für alle möglichst folgenlosen Ausgangs wäre, dürfte die Hemmschwelle, mit seinem (de facto) Entführungsopfer herumzufahren und die Anrufe zu machen, erheblich gesenkt haben. Geht man dagegen stattdessen von der klaren Perzeption eines zu vertuschenden Kapitalverbrechens aus, wäre mMn jegliches zusätzliche Risikoempfinden massiv stressbehaftet und entsprechend mit hohen Hemmschwellen versehen. Nicht ohne Grund telefonieren Entführungsopfer in aller Regel nicht mehr mit ihren Leuten.

An der Stelle auch mal anders bedacht: Eine Frauke, die vom ersten Tag an Todesangst gehabt hätte, situativ dem Täter gewaltsam zur Willenlosigkeit unterworfen, in der Zeit ggf. wiederholt misshandelt (etwa sexuell, irgendein Motiv für fortgesetztes Festhalten des lebenden Opfers muss es da ja auch geben) - wäre die in der Lage gewesen, auch nach 5 Tagen (Sonntag) noch ihr Sprüchlein aufzusagen, die bald heimkommende Frauke zu mimen, der es soweit gut geht, dass man sich keine Sorgen machen soll?
Klar kenne ich da die üblichen Schlagwörter des Einwands, Drogen, Sedierung, Drohung. Nur mal so: Bevor Drogen/Medis einen Menschen in Todesangst wirksam beruhigen, setzen sie vor allem deren Fähigkeit zur Selbstkontrolle herab, Verhalten wird deutlich impulsgesteuerter - und damit das Opfer weit unzuverlässiger und weniger befähigt, etwas glaubhaft vorzuspielen. Achtung: Heißt nicht, es wären keine Drogen/Medis im Spiel gewesen (weiß man nicht), sondern dass auch bzw. gerade in dem Fall eine Frauke, die an ihre baldige Heimkehr glaubt, wahrscheinlich gewesen wäre.
Dagegen eine Frauke, die zwar unfreiwillig und fremdbestimmt in einer absolut unerwünschten Situation ist, aber dennoch zunächst die ihr glaubhafte (weil noch zutreffende) Perspektive auf Freilassung und Kooperation als sinnvollem Weg hatte? Die mit dem Täter wegen gemeinsamem Interesse in gewisser Weise auch "auf Augenhöhe" war, jedenfalls im Vergleich zu einem Entführungsopfer, das missbraucht und mit Aussicht auf spätere Ermordung völlig objektifiziert, "entmenschlicht" gewesen wäre? Passt so viel besser zu ihrem Auftreten, dazu, dass sie überhaupt tagelang so auftreten konnte.
Es wird immer wieder angeführt, ihr Auftreten wäre auffällig gewesen, gedämpft, Fragen nicht oder nur teilweise oder ausweichend beantwortend. Natürlich, wie auch sonst? Das war Stress, Frauke stand unter Druck und Zwang, war mutmaßlich übermüdet (glaube nicht, dass sie in der Woche gut geschlafen hat). Natürlich konnte/durfte sie nichts über ihre tatsächliche Situation preisgeben, antwortete ausweichend oder gar nicht.
Aber Chris, der Frauke ja gut kannte, berichtet darüber hinaus nichts von Eindrücken, Frauke hätte irgendwelche Anflüge von Angst, Panik, Fassungsverlust usw. in ihrer Stimme oder in ihren Antworten gezeigt (also Do-So, der letzte Anruf am Dienstag kommt noch). Man war sich zu dieser Zeit nicht sicher, ob etwas Schlimmes passiert sei, viel eher maximal beunruhigt darüber nicht zu wissen, was los sei. Dass man da gleichzeitig ganz von der katastrophalen Möglichkeit eines schlimmen Verbrechens vereinnahmt war, völlig klar. Ich denke die entsprechenden Interviewpassagen mit Ingrid Liebs geben diese damalige Situation gut nachvollziehbar wieder. Die Äußerungen von Karen zum letzten Telefonat, das sie sehr betroffen gemacht hatte und ihr/ihnen wie ein Abschied vorgekommen war drücken implizit aus, dass dies zuvor von ihnen/Umfeld nicht so bzw. nicht so eindeutig wahrgenommen wurde.

Beim letzten Anruf eine klare Veränderung bei Frauke. Ein Tag Pause davor, gut möglich dass da "etwas passiert" war, eine Veränderung eingetreten war, was ihre Sicht auf ihre Situation verändert hatte. Wäre aber eine fragwürdige Annahme, wenn sie bereits davor von Beginn an in Todesangst gewesen wäre, in einer ihr als aussichtslos wahrnehmbaren Situation gefangen, in der sie nichts als sich unterwerfen konnte.

Ja, der letzte Anruf. Es wird immer wieder gefragt, warum hat er sie da noch anrufen lassen, warum hat er sie so frei sprechen lassen, warum hat sie selbst da nichts ausgeplaudert?
Der sonst eiskalte, da aber generöse Täter, der nichts zu befürchten gehabt hätte, weil Frauke eh nichts zu seiner Identifizierung Hinreichendes gewusst hätte - immer wieder angeführt, und jedesmal und bis heute eine Antwort, die nicht passt aus verschiedenen Gründen. Kann ich gern auch nochmal begründen, muss hier aber irgendwann auch mal zum Ende kommen.


Jedenfalls:
Ich hatte ein Szenario lange vor dem Auftritt des PM entworfen und als mir hoch wahrscheinlich benannt und argumentativ detailliert begründet, das eben dessen Darstellung ziemlich genau vorweggenommen hat. Die Abweichungen bei der Verortung des Übergriffs und anschließend die Erklärung wie es zur (bei ihm nicht weiter bedeutsamen) Ortsmarke "Nieheim" gekommen war, interessant und jedenfalls einleuchtend.
Nenn es voreingenommen, selbst überzeugt - es ist, wie es ist.

Ich halte die Story des Pünktchenmannes nicht für per se unglaubwürdig, bzw. ihn für nicht authentisch. Da hast du vielleicht eine oder zwei Äußerungen von mir herausgegriffen und isoliert wiedergegeben.
Der eine oder andere Beitrag von mir nach dessen Auftritt mag auch provokativ in seine Richtugn gemeint gewesen sein, um etwa eine möglich Reaktion zu erreichen.
Ich frage mich vielmehr ergebnisoffen und bislang unbeantwortet:
- Ist der Pünktchenmann und seine Darstellung echt, und habe ich einfach mit meiner Hypothese richtig gelegen? (Würdest du wahrscheinlich sofort für zu selbst überzeugt halten, wenn du diese Möglichkeit von mir isoliert lesen würdest)
- Oder ist das "fan fiction" von irgend jemand? Als mutmaßlich hier regelmäßig mitlesender Autor könnte der sich natürlich dann an meiner früheren Hypothese bedient haben. So wie ich schreibe, ist das schon keine schlechte Vorlage, um so eine Story aus der Täterperspektive wiederzugeben, braucht natürlich dennoch (so oder so) noch erheblich Eigenleistung. Aber auch diese so geäußerte Möglichkeit wahrscheinlich in deinen Augen nur Hinweis auf Selbstgefälligkeit oder was auch immer meinerseits.
- Oder der Pünktchenmann hat als tatsächlicher Täter hier eine Geschichte erzählt, die jedoch nicht den tatsächlichen Ablauf wiedergibt, vielmehr war es ganz anders gelagert. Könnte ja auch sein, etwa als Ablenkung, weil sich manche neueren Gedankengänge oder Ermittlungsaktivitäten für ihn beunruhigend in Richtung Wahrheit bewegten, dann so als Ablenkungsmanöver, Nebelkerze motiviert. Auch der hätte als mutmaßlich treuer Mitleser hier sich gut bei meiner Hypothese bedienen können. Jaja, ich weiß, auch hier wieder meine Selbstgefälligkeit...

Hatte ich zumindest ansatzweise so hier zum Ausdruck gebracht, kann dir auch jeder bestätigen, mit dem ich ausführlicher (und nichtöffentlich) darüber geschrieben habe. Dass ich, wie du sagst, den Pünktchenmann für unglaubwürdig halten würde, trifft schlicht und einfach nicht zu. Bin nur unentschieden, kein entweder-oder.


Ansonsten, ich habs weiter oben mal erwähnt, sind für mich nach wie vor die Asseln-Brüder hoch interessant. Teils auch aus Gründen, die nichts hier im Öffentlichen verloren haben.

Und das ganze Bohei um das Stawski-Kasperletheater - Niels, der tote Thomas, Bella, Jamie, Chris, wenn man will auch noch der "Nieheim-Schrauber" - wie gesagt, das habe ich in verschiedenem Rahmen, mit verschiedenen Leuten und inklusive einiger Infos, die so nicht in den Dokus oder sonstwo öffentlich zu finden sind, aus verschiedenen Perspektiven und Hypothesen heraus wiederholt und zum Teil sehr umfangreich diskutiert in den letzten Jahren.
Bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass das letztlich immer im völlig Optionalen und mit Irritationen und unbeantworteten Fragen verbleibt, insgesamt mir nur wenig wahrscheinlich erscheint. Wenn ich dazu im Verlauf was poste, dann immer im Zusammenhang/Reaktion auf die Beiträge anderer, hab ansonsten keinen Anlass hier irgendwelche "Niels-Stories" zu kolportieren.
Den "Nieheim-Schrauber" hatte ich zuletzt noch auf dem Schirm, dann aufgrund Infos zu diesbezüglichen Ermittlungsergebnissen (seitens EB) aber abgehakt.
Ja, der Punkt, dass die zeitnah aufgetretenen, als Ereignisse per se schon unwahrscheinlichen Tode in Niels damaligem Leben, stochastisch betrachtet ausgesprochen auffällig sind, das ist mir schon ein Anlass, mir irgendeinen Reim darauf machen zu wollen, wie die sinnhaft zusammenhängen könnten. Ist aber der einzige Aufhänger, da soweit nichts weiter auf eine Tat entsprechend meiner "Mobbing-Skizze" hindeutet. Oder doch? Gibt da ein Detail, das allerdings optional zu sehen und definitiv vertraulicher Natur ist. Kann ich mit einem "Gastii" schon wegen fehlender Möglichkeit zu Austausch per PN nicht auseinandersetzen.


So weit, und nun mach dir am besten wieder mehr Gedanken über den Fall als zu mir, kommt vielleicht mehr dabei raus ;)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von MB77 » Freitag, 09. Januar 2026, 07:42:25

Fand es auch immer auffällig, das I und N nicht erkannt werden wollen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Freitag, 09. Januar 2026, 01:23:24

HP1 hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 00:07:21 Es muss doch vor allem Niels selbst nicht nur "aufgefallen" sondern eindringlich präsent gewesen sein, als passende Begriffe zur Beschreibung fallen mir grad ein: "surreal", "das Schicksal tritt nach" oder "ganz schlechter, makabrer Scherz".
Kam das zur Sprache oder nicht, hätte Stawski da überhaupt explizit nachfragen müssen?
Aus journalistischem Blickwinkel hätte das auch nur Sinn gemacht, wenn man es dann auch in die Richtung weiter entwickelt hätte. Also etwa in Richtung der Frage, ob ihm in seinem Umfeld jemand einfallen würde usw.
Manche "losen Enden" in der Story sind geeignet, beim Leser Spannung zu erzeugen, andere hinterlassen unaufgelöste Irritation, verkauft sich dann nicht besonders gut.
Ja, genau diese Frage (oder so ähnlich formuliert) meine ich doch.

Warum hat Stawski den beiden diese Frage nicht gestellt?
Oder anders, warum taucht diese Frage im Podcast nicht auf?
Ist es aus Rücksicht?
Schliesslich rückt diese Frage jemanden aus ihren damaligen Freundes- und Bekanntenkreis unter Verdacht.
Und möglicherweise quälend, weil die beiden bis heute keine eindeutige Antwort darauf haben.

Aber wäre es vielleicht nicht sogar wichtig gewesen, die beiden in dem reichweitenstarken Podcast nochmals auf diese Frage zu stossen?
Um bei ihnen selbst und vor allem bei anderen noch mal Nachdenkprozesse anzustossen.


Bei Minute 40:46 (Folge 5) heißt es zu Nils "Wenn er zurückblickt, kann manchmal selbst gar nicht glauben, was in diesen Wochen alles passiert ist."
Und dann nach den beiden Ereignisse (und nicht etwa, ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte):
"Gott sei Dank hat man das so zu dem Zeitpunkt hinbekommen, alles so auf eine Reihe, ohne irgendwo einzuknicken ..."

Ob Schicksal oder nicht, bleibt hier erst mal unbeantwortet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 09. Januar 2026, 00:12:31

Gast hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 20:52:40 Und das in einem öffentlichen Forum?
https://www.youtube.com/shorts/fCxGaQfrA1U

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gastii » Donnerstag, 08. Januar 2026, 23:03:04

@HP

… hattest Du hier nicht geschrieben dass Du den Pünktchenmann für unglaubwürdig hältst. Und ich glaube sogar angedeutet, er könnte auf Deinen Ideen seine Fake-Storyline aufgebaut haben.

Viel absurder, voreingenommener und von sich selbst überzeugter geht es fast nicht.

Natürlich ist die Story des Pünktchenmannes glaubwürdig und authentisch und baut nicht auf Deinen Ideen zum Fall auf.

Auch wenn vielleicht nicht alles genau so passiert ist, wie von ihm geschildert, waren die Beitröge des Pünktchenmannes mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit - Hans-Ludwig Kröber würde begutachten - „erlebnisbasiert“.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Donnerstag, 08. Januar 2026, 20:52:40

HP1 hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 20:16:49
Sorry, vertrauliche Information.
Und das in einem öffentlichen Forum?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Donnerstag, 08. Januar 2026, 20:16:49

Gasti hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 18:39:03 Du scheinst nicht in ganzer Tiefe mit dem Fall vertraut zu sein, sonst wüsstest Du, daß N im 2. Stern Report zu diesem Fall selbst erklärt am Grab seines Freundes des öfteren des Nachts gewesen zu sein.

Aber nun gut. Auf den wichtigsten Aspekt meines Vortrags gehst Du gar nicht ein: Dass nämlich dieser Friedhof „einen Steinwurf“ entfernt von dem Ort liegt, einem Industriegebiet, aus dem Frauke angerufen hat.

Es gibt auch mehrere weitere örtliche Bezugspunkte zu N und den Telefonaten. Da es N ja laut EB nicht gewesen sein kann, könnte / muss es aus meiner Sicht darum jemand wahrscheinlich gewesen sein, der N kannte / mit N etwas zu tun hatte / ihm eins auswischen wollte / ihn verdächtig machen wollte. Weil. Ansonsten sind es der Zufälle einfach zuviel was diese örtlichen Verbindungen zu N und den Telefonaten angeht…
Das ist mir soweit alles vertraut. Wenn du "mit der Tiefe des Falls vertraut" an der Kenntnis der Interviews von Stawski festmachst, erklärt das manches.
Bin schon ein paar Jahre hier und den ganzen Kram um Niels inklusive detaillierte Durchsicht und Diskussion der verschiedenen (nicht nur vom Stern) Dokus habe ich hier schon mehrmals durch mit verschiedenen Leuten, mal im ÖF, mal per PN, mal per Mail. Von dem, was so alles an nichtöffentlichen Infos kursiert, dürfte ich auch das meiste kennen, etwaige neue Infos aus 2025 vielleicht nicht so. Wenn dich schon die Ortsnähe Friedhof Dören und mancher der Anrufe so begeistern... sorry, muss grad etwas grinsen.
Bitte hab Verständnis, wenn ich da vielleicht nicht allzu motiviert bin, eine weitere Karussellrunde zu drehen und lieber anderswo herumstochere, auch wenns zum Teil recht experimentell scheint, oder auch ist. Du scheinst hier gerade die Runde zu drehen, die so einige hier schon hinter sich haben, könnte man vielleicht sagen.
Ein bisschen Belustigung und Ironie wahrzunehmen ist anscheinend nicht so deins, sonst hättest du es vielleicht verstanden ;)
Nix für ungut, mach du deinen Kram und lass mich meinen machen.
Gast hat geschrieben: Donnerstag, 08. Januar 2026, 19:50:05 Was hat es jetzt mit Karen Liebs Meerschweinchen auf sich??
Sorry, vertrauliche Information.

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