MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Keks22 » Freitag, 13. März 2026, 09:33:21

Kalle hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 08:37:04 Ich sehe seine Aktivitäten kritischer. Es mag ihn ehren sich für D einzusetzen. Es ist auch verständlich dass D diese Unterstützung annimmt, daran ist nichts auszusetzen. Allerdings ist genau diese fehlende Distanz bzw. diese Motivation m.E. journalistisch problematisch. Er macht keinen Hehl daraus, insofern schafft er zumindest eine gewisse Transparenz. Aber Pressesprecher des Opfers zu sein, ist kein Journalismus. Aber genau das passiert und hier gibt es meiner Meinung nach einen Interessenskonflikt. Auf der Seite der vermeintlich Guten zu sein, ist legitim, aber eben verzerrend. Ohne andere Fälle tiefer strapazieren zu wollen, aber der Eiskeller-Fall hat jüngst sehr deutlich gezeigt, wie dramatisch sich ein Justizskandal entwickelt, der einer unreflektierte Glorifizierung des Opfers bei gleichzeitiger Diffamierung des unschuldig Verdächtigten und Angeklagten durch die Medien zum Prozessbeginn gegenüberstand. Der öffentliche Druck war derart, dass dieser bis in die Urteilsbegründung der inkompetenten Richterin hinein wirkt, und man beim Lesen denkt, man lese die Bildzeitung und kein Gerichtsurteil.

Eben dieser Trash-Journalismus macht sich beim Verlassen der Pfade einer halbwegs seriösen Verdachtsberichterstattung meines Erachtens mitschuldig.

Weiterhin fehlt mir das Verständnis für Pressevertreter die Zeugen belagern. Meiner Meinung nach ist das fahrlässig und kann Zeugenbeweise sowie auch die Unabhängigkeit des Gerichts beeinflussen. Es mag ja spannend sein hier Material zu haben das man diskutieren kann, aber es hat keinen Nutzen, sondern nur Schaden für eine Öffentlichkeit die an einem fairen und wahrheitssuchenden Prozess interessiert sein muss.
Genauso sehe ich das auch.

@Sronson
Vielen Dank für die Einreichung der Fragen.

Auch wenn ich gestern nicht mehr länger als 20 min dem Geschehen folgen konnte, geschuldet einem abendlichen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom , möchte ich doch anerkennen das die Fragen gestellt wurden und sich einige Mitforisten den Lifestream bis zu Ende angesehen haben.

Ich habe das heute früh nachgeholt. Allerdings auch unter enormer Anstrengung. Das liegt aber hauptsächlich am Creator und nicht an JS.
Dieses ständige kommentieren von irgendwelchen Kommentaren " wie kann man nur und das muss man doch verstehen " ist echt nervig.

Die Leute die irgendwo ihren Senf dazugeben ob nun bei TT, FB oder sonstwo brauch man doch nicht immer wieder erwähnen. Wer eine Kommentarfunktion freigibt muss halt auch negative Kommentare in Kauf nehmen und nicht nur Lobhuddeleien sowie"ihr seid die Besten" und tausend Herzchen einheimsen.

Die Leute im Raum Güstrow scheinen auch nicht mit genug Arbeit versorgt zu sein ,Sonst würden sie nicht ständig die Mutter stalken.

Aber nun zum eigentlichen Inhalt der Beantwortung der Fragen. Auf jeden Fall hatt JS diese ausführlich beantwortet.
Mir stellt sich nur die Frage wenn er sagt er hätte immer erst nachdem er das OK der Behörden bekommen hat, seine recherchierten Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen,
so viele Informationen die aber nicht direkt durch die Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft veröffentlicht wurden, in Livestreams von Wth diskutiert wurden.
Gibt also eine EB Informationen an einen JS heraus, damit der dann die Pressearbeit übernimmt?
Mir erklärt sich das alles nicht. Auch nehme ich ich das nicht als in Stein und Meissel gehauen hin, das hier keine mediale Vorverurteilung stattgefunden hat und keine indirekte Einflussnahme auf die Ermittlungen.
Da kann ein JS sich noch so erklären.

Mutter Dorina wäre gut damit beraten gewesen dieses Video auf dem Friedhof nicht zu drehen.
Nun regt man sich wieder darüber auf was sich doch dort für Kranke Menschen tummeln.
Und zu Argumentieren man will einer bestimmten noch nicht eingetretenen Situation vorweggreifen ist doch absolut unlogisch.
Wo sollen diese Videos noch hinführen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Freitag, 13. März 2026, 08:37:04

MeTa hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 01:54:52
Da kann ich nur zustimmen. Er ist außerdem, empathisch und authentisch, da er investigatives Handwerk mit echtem menschlichem Einsatz verbindet. JS - das Gesicht hinter Projekten wie „Wir kämpfen für Kinder“, wo er investigativen Journalismus mit direkter Hilfe verknüpft.
Ich sehe seine Aktivitäten kritischer. Es mag ihn ehren sich für D einzusetzen. Es ist auch verständlich dass D diese Unterstützung annimmt, daran ist nichts auszusetzen. Allerdings ist genau diese fehlende Distanz bzw. diese Motivation m.E. journalistisch problematisch. Er macht keinen Hehl daraus, insofern schafft er zumindest eine gewisse Transparenz. Aber Pressesprecher des Opfers zu sein, ist kein Journalismus. Aber genau das passiert und hier gibt es meiner Meinung nach einen Interessenskonflikt. Auf der Seite der vermeintlich Guten zu sein, ist legitim, aber eben verzerrend. Ohne andere Fälle tiefer strapazieren zu wollen, aber der Eiskeller-Fall hat jüngst sehr deutlich gezeigt, wie dramatisch sich ein Justizskandal entwickelt, der einer unreflektierten Glorifizierung des Opfers bei gleichzeitiger Diffamierung des unschuldig Verdächtigten und Angeklagten durch die Medien zum Prozessbeginn gegenüberstand. Der öffentliche Druck war derart, dass dieser bis in die Urteilsbegründung der inkompetenten Richterin hinein wirkt, und man beim Lesen denkt, man lese die Bildzeitung und kein Gerichtsurteil.
Der Prozess begann mit Bild Schlagzeile "Killer hält Freundin Messer an den Hals" (ich verstehe bis heute nicht warum solche Vorverurteilungen nicht strafrechtlich relevant sind) und endete mit der Zeit-Schlagzeile "Sie brauchten einen Mörder". Am Ende haben alle verloren und mal wieder das Vertrauen in die Justiz.

Eben dieser Trash-Journalismus macht sich beim Verlassen der Pfade einer halbwegs seriösen Verdachtsberichterstattung meines Erachtens mitschuldig.

Hier fehlt mir vor allem das Verständnis für Pressevertreter die Zeugen belagern und zu Aussagen drängen. Diese widerum verstehen nicht, dass außergerichtliche Einlassungen beeinflussen, und das wird ausgenutzt. Da ändert auch ein ruhiges, empathisches und vermeindlich sachliches Auftreten nichts. Es ist falsch im Sinne eines seriösen Journalismus aber durchaus nachvollziehbar in einer Opfer-Vertretung. Aber was bringt denn die Presse-Einlassungen der Zeugen O und M der Mutter von F ? Meiner Meinung nach nichts.

Ich finde das nachwievor fahrlässig, noch dazu im Schulterschluss mit RF die Persönlichkeitsrechte mit Füssen tritt um "für die gute Sache" zu kämpfen. Es kann Zeugenbeweise sowie auch die Unabhängigkeit des Gerichts beeinflussen.

Es mag ja spannend sein hier Material zu haben das man diskutieren kann, aber es hat keinen Nutzen für die EB, keinen Nutzen für die Opfer sondern das Risiko einem fairen und wahrheitssuchenden Prozess zu schaden.

Trotzdem ist er hier wie woanders natürlich gern genommener Lieferant, auch für mich, also lieber nicht den ersten Stein werfen.....insofern besten Dank für die Zusammenfassung.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Juve » Freitag, 13. März 2026, 08:34:03

Matthias aus Plau hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 08:06:38 Welche entlstende Punkte siehst Du nach den neueren Informationen ?
Ich selber sehe noch keine. Aber ich bin hier der "Noob"! D.h. auch wenn es umgekehrt die belastende Aussage sein wird, wäre es wichtig, sie nicht im Vorfeld schon kaputt zu machen oder zu schwächen!

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Matthias aus Plau » Freitag, 13. März 2026, 08:06:38

Juve hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 06:24:02 Da ich regelmäßig nicht nur hier, sondern auch im anderen Forum mitlese, kann ich sagen, dass beide Foren im Augenblick zu ihrer absoluten Höchstform auflaufen. Deshalb finde ich es schon sehr schade, dass es zwischen beiden nicht irgendeinen "informellen und diplomatischen" Informationskanal gibt und die Rivalität dominiert.

Unabhängig davon erscheint mir derzeit der erste Tümpelbesuch von entscheidender Bedeutung für das gesamte Verfahren zu sein. Dass es beabsichtigt ist, sich erst vor Gericht umfassend zu äußern finde ich die richtige Vorgehensweise. Gleichwohl scheint es im Umfeld des 1. Tümpelzeugen Leute zu geben, die es fast nicht mehr aushalten, ihre Sichtweise zurückhalten zu müssen (Stichwort: Nighthunter).

Auch wenn man mich jetzt hier steinigen wird, möchte ich schon gerne mitteilen: Bitte beschädigt nicht das Gewicht eurer Zeugenaussage und macht es erst umfänglich vor Gericht publik und nicht schon vorher irgendwo und auch nicht hier! Da die Aussage (je nach ihrem Kerninhalt) sich auch entlastend für Gina H. auswirken könnte, sollte sie nicht beschädigt, sondern voll intakt vor Gericht platziert werden.

So, und jetzt meine Frage: Wer wirft hier wohl den 1. Stein? ;)
Welche entlstende Punkte siehst Du nach den neueren Informationen ?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Juve » Freitag, 13. März 2026, 06:24:02

Da ich regelmäßig nicht nur hier, sondern auch im anderen Forum mitlese, kann ich sagen, dass beide Foren im Augenblick zu ihrer absoluten Höchstform auflaufen. Deshalb finde ich es schon sehr schade, dass es zwischen beiden nicht irgendeinen "informellen und diplomatischen" Informationskanal gibt und die Rivalität dominiert.

Unabhängig davon erscheint mir derzeit der erste Tümpelbesuch von entscheidender Bedeutung für das gesamte Verfahren zu sein. Dass es beabsichtigt ist, sich erst vor Gericht umfassend zu äußern finde ich die richtige Vorgehensweise. Gleichwohl scheint es im Umfeld des 1. Tümpelzeugen Leute zu geben, die es fast nicht mehr aushalten, ihre Sichtweise zurückhalten zu müssen (Stichwort: Nighthunter).

Auch wenn man mich jetzt hier steinigen wird, möchte ich schon gerne mitteilen: Bitte beschädigt nicht das Gewicht eurer Zeugenaussage und macht es erst umfänglich vor Gericht publik und nicht schon vorher irgendwo und auch nicht hier! Da die Aussage (je nach ihrem Kerninhalt) sich auch entlastend für Gina H. auswirken könnte, sollte sie nicht beschädigt, sondern voll intakt vor Gericht platziert werden.

So, und jetzt meine Frage: Wer wirft hier wohl den 1. Stein? ;)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von MeTa » Freitag, 13. März 2026, 01:54:52

Sronson hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 01:37:07 @MeTa
Auch an dich ein herzliches Dankeschön!



Zum Thema Anonymisierung des Zeugen wollte ich just noch etwas schreiben. Nun bin ich sehr froh, dass du dies übernommen hast. In den sozialen Medien haben sich ja die Betrugsvorwürfe überschlagen - Als hätten die Menschen noch nie davon gehört, wie man die Identität von Zeugen schützt…
Also, ganz ehrlich, da habe ich mir auch an den Kopf gefasst. Dabei ist es doch normal, dass man es so handhabt. Was bei SM als „Entlarvung“ gefeiert wird, ist eigentlich nur der Beleg dafür, dass hier handwerklich sauber gearbeitet wurde, um die Sicherheit (Anonymisierung) des Zeugen "Maik" zu gewährleisten.
Sronson hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 01:37:07
Wo bekommt man denn sowas her? Ich schreibe immer noch ganz old-school mit.
Oh, eben erst gesehen. :) Old-school ist gut, aber wenn es mal schnell gehen muss - damit: :D https://videotranscriber.ai/de/youtube- ... -generator
oder:
https://decopy.ai/de/youtube-video-summarizer/


Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 14:25:17 Den Journalisten selbst halte ich für sehr integer und engagiert, insbesondere weil er auch Teile seines Rohmaterials und nicht vermarktetes Videomaterial veröffentlicht, seine Medienarbeit selber kommentiert und sachlich erklärt, und um Transparenz und Opferschutz bemüht ist.
Caris hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 14:56:11 ja, sehe ich auch so. Der ist intrinsisch auch altruistisch motiviert, dem geht's nicht (primär) um sein Ego
Da kann ich nur zustimmen. Er ist außerdem, empathisch und authentisch, da er investigatives Handwerk mit echtem menschlichem Einsatz verbindet. JS - das Gesicht hinter Projekten wie „Wir kämpfen für Kinder“, wo er investigativen Journalismus mit direkter Hilfe verknüpft.

https://www.wirkaempfenfuerkinder.tv/

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Freitag, 13. März 2026, 01:37:07

@MeTa
Auch an dich ein herzliches Dankeschön!
MeTa hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 00:23:11 Zeugeninterview und journalistische Anonymisierung
Der Zeuge, genannt „Mike“ (Pseudonym), ist aktenkundig und wurde mehrfach von der Polizei befragt.
Das Interview wurde mit diesem Zeugen geführt, jedoch anonymisiert durch eine nachgesprochene Stimme und Verpixelung, um seine Identität zu schützen.
Die nachgesprochene Stimme wurde von Hecki übernommen, später auch von RTL mit eigener Stimme neu vertont, was üblich in der Branche ist.
Die Jacke, die der Zeuge im Interview trug, war eine von Hecki geliehene Jacke, um eine Wiedererkennung zu vermeiden.
Das Interview wurde nur in Auszügen veröffentlicht, das vollständige Material wird zurückgehalten, eventuell für spätere Dokumentationen.
Zum Thema Anonymisierung des Zeugen wollte ich just noch etwas schreiben. Nun bin ich sehr froh, dass du dies übernommen hast. In den sozialen Medien haben sich ja die Betrugsvorwürfe überschlagen - Als hätten die Menschen noch nie davon gehört, wie man die Identität von Zeugen schützt…
MeTa hat geschrieben: Freitag, 13. März 2026, 00:23:11Dann mal hier noch eine Zusammenfassung vom Video Transkript Genarator:
Wo bekommt man denn sowas her? Ich schreibe immer noch ganz old-school mit.
Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:48:02 “Abgesagter Termin”?
Gerüchten zufolge soll Gina am Morgen des 10.10.2025 spontan einen für diesen Tag geplanten Termin abgesagt haben. Als Begründung soll sie angegeben haben, dass ihr Fahrzeug defekt ist. (Ursprung und Wahrheitsgehalt unbekannt)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von MeTa » Freitag, 13. März 2026, 00:23:11

Sronson hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:44:16 *****************************************************************************Zusammenfassung des Livestreams von Hecki & Jens Schwarck (heute, 20 Uhr)
*****************************************************************************


[Korrekturen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht!]

https://m.youtube.com/watch?v=Zcu9c9gxgKI
Dann mal hier noch eine Zusammenfassung vom Video Transkript Genarator:

Kernthemen und Erkenntnisse

Filmen am Grab und Umgang mit der Familie
Die Familie von Fabian hat selbst entschieden, Bilder vom Grab zu veröffentlichen, um unkontrollierte Veröffentlichungen durch Dritte zu verhindern.
Der Friedhof in Güstrow ist klein, viele Leute aus der Gegend wissen um den Ort des Grabes.
Es gab unangemessene Diskussionen und Beobachtungen (z.B. Überwachung der Familie, Fotografieren, Nachstellen), die für die Betroffenen sehr belastend sind.
Die Mutter hat Angst, das Haus zu verlassen, da sie teilweise überwacht und belästigt wird.

Zeugeninterview und journalistische Anonymisierung
Der Zeuge, genannt „Mike“ (Pseudonym), ist aktenkundig und wurde mehrfach von der Polizei befragt.
Das Interview wurde mit diesem Zeugen geführt, jedoch anonymisiert durch eine nachgesprochene Stimme und Verpixelung, um seine Identität zu schützen.
Die nachgesprochene Stimme wurde von Hecki übernommen, später auch von RTL mit eigener Stimme neu vertont, was üblich in der Branche ist.
Die Jacke, die der Zeuge im Interview trug, war eine von Hecki geliehene Jacke, um eine Wiedererkennung zu vermeiden.
Das Interview wurde nur in Auszügen veröffentlicht, das vollständige Material wird zurückgehalten, eventuell für spätere Dokumentationen.

Kritik an anderen Berichterstattungen und öffentlichen Debatten
Kritik wird an einer anderen Content-Creatorin (Frau Girtz) geübt, die angeblich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet.
Die Gesprächspartner betonen die Wichtigkeit von journalistischer Integrität und Wahrhaftigkeit.
Diskussionen in sozialen Medien und speziellen Facebook-Gruppen wurden als teilweise hetzerisch und strafrechtlich bedenklich beschrieben.
Urheberrechtsverletzungen durch die unerlaubte Verbreitung von Material in solchen Gruppen werden ebenfalls kritisiert.

Mediale Vorverurteilung und Rolle der Medien
Die Gesprächspartner weisen darauf hin, dass sie die Ermittlungen nicht beeinflussen und stets nach polizeilichen Erkenntnissen berichten.
Es wird betont, dass die Unschuldsvermutung gilt, und eine mediale Vorverurteilung nicht beabsichtigt ist.
Der Staatsanwalt bestätigte, dass die Medienarbeit keinen Einfluss auf die Polizeiermittlungen hat.
Dennoch existiert eine klare öffentliche Wahrnehmung und mediale Aufmerksamkeit, die den Fall begleitet.

Persönlicher Eindruck von der Tatverdächtigen „Gina“
Jens hat die Tatverdächtige mehrfach getroffen und beschreibt sie als aufbrausend, unehrlich und widersprüchlich in ihren Aussagen.
Sie bestreitet jegliche Tatbeteiligung und betont ihre frühere Rolle als Ziehmutter des Kindes.
Es wird ein Muster von Diebstählen und Schuldzuweisungen an anderen Personen bei ihr beschrieben.
Fragen zur Motivation und Verhalten werden von den Journalisten kritisch hinterfragt, ohne abschließende Urteile zu fällen.

Verfahrensfragen und Prozessvorbereitung
Die Tatverdächtige hat das Recht, im Prozess zu schweigen, was als Verteidigungsstrategie angenommen wird.
Jens plant, die Prozessberichterstattung vor Ort zu begleiten, verweist aber auf begrenzte Platzkapazitäten und mögliche Losverfahren für Journalisten.
Aussagen über Mordmerkmale (z.B. Heimtücke) werden kurz erklärt, die genaue Anzahl der Verletzungen ist für den Tatbestand nicht entscheidend.

Umgang mit Spekulationen und Meinungsfreiheit
Differenziert wird zwischen zulässiger Berichterstattung über Tatverdächtige und unzulässigen Spekulationen bzw. Verleumdungen über Unbeteiligte.
Kritisiert wird die Verbreitung von Verschwörungstheorien und falschen Anschuldigungen, die besonders Unbeteiligte betreffen.
Die Moderatoren betonen die Verantwortung von Community-Managern, Diskussionen zu moderieren und Hassrede zu verhindern.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von MeTa » Donnerstag, 12. März 2026, 23:54:16

Turmfalke23 hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:13:10 Es geht in dem nachfolgenden Video um einen selbsternannten Ermittler, der Fabians Mutter das Leben schwer macht, und dass das Grab von Fabian gewissen Menschen anscheinend nicht heilig ist.

https://www.youtube.com/watch?v=FZ73OwJJFcc
Um wen es hier geht, wissen wir, glaube ich, alle. Ich wollte den Typ nicht noch einmal erwähnen, da jedoch teilen von Dorina und R. ausdrücklich gewünscht ist, hier der Artikel dazu.
„Weiteres unerträgliches Leid“ Markus Rahmsdorf – Möchtegern-Sheriff aus Neubrandenburg.

Schon als Fabian vermisst war, setzte er sich – ausgestattet mit Rettungsklamotten und Rucksack – in den Zug und wollte die Suche unterstützen. Er nahm Kontakt zu den Angehörigen und ihren Freunden auf. Doch die wollten irgendwann nichts mehr mit ihm zu tun haben. Davon lässt sich ein Markus Rahmsdorf aber nicht beeindrucken. Er versuchte immer wieder, die Mama von Fabian zu kontaktieren, bis sie ihn schließlich blockierte und ihn schriftlich aufgefordert hat, jegliche Kontaktaufnahme zu unterlassen. Interessiert ihn nicht, er diskutiert auf TikTok weiterhin live mit Menschen über den Fall, die ebenfalls mehr als fragwürdig daher kommen. Er spekuliert zum Tathergang und möglichen Tätern, zieht über die Mama und ihre Freundinnen her und wirft den Ermittlern indirekt Fehler vor.

„Ich fühle mich von Ihnen bedrängt, belästigt und benutzt. Rufen Sie mich nicht weiter an Ich möchte mit Ihnen keinen Kontakt“, schreibt Fabians Mama schon fast flehend an Rahmsdorf .
https://www.wir-sind-mueritzer.de/allge ... zweiflung/

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von MeTa » Donnerstag, 12. März 2026, 23:44:57

Sronson hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:44:16
• Außerdem soll Gina in Krakow gesehen worden sein, wie sie einen Benzinkanister befüllte.
Danke für die gute Zusammenfassung! Hier könnte man noch erwähnen, dass Jens gesagt hat, dass es ja erstmal viele verschiedene Gründe geben kann, warum man Benzin in Kanister füllt. In dieser ländlichen Gegend wird der Rasen gemäht, da gibt's eine Kettensäge, da gibt's alle möglichen Sachen und für all das braucht man irgendwie immer und überall Benzin. Und jeder Dritte dort in der Region fährt mit einem Pickup durch die Gegend. Er weiß auch nicht genau, ob es sich bei dem Brandbeschleuniger um Benzin handelte.

Ich habe das Video jetzt ebenfalls gerade zu Ende geschaut. Der Moment am Ende des Videos, als Fabians Foto zusammen mit der Hintergrundmusik eingeblendet wurde, war sehr bewegend. Es wurde nochmal klar, dass es hier um Fabian geht, was auch das zentrale Thema des Videos war, da auch diese Facebook-Gruppe kritisiert wurde, in der ausschließlich Hetze, unter anderem gegen Fabians Angehörige, betrieben wird.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 12. März 2026, 23:36:20

@Gästin-A
Herzlichen Dank für deine Ergänzungen, Bewertungen und Korrekturen. Genauso stelle ich mir Teamwork hier im HET vor!
Gästin-A hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 23:13:27Was mich - persönlich - gestört hat, war der Punkt, einer Frau, die sich 4 Jahre lang um das Kind des Partners gekümmert hat (also vom Lebensalter 4-8), den Begriff Stiefmutter abzusprechen, sondern zu sagen „Sie war halt die Partnerin des Vaters. Gerade von JS hätte ich hier gern eine differenzierte Sichtweise erwartet, denn sich kümmern und mütterliches Verhalten hat nichts mit dem Ehestatus zum leiblichen Elternteil zu tun.
Das sehe ich genauso. Eine Ehe vorauszusetzen, ist im 21. Jahrhundert etwas antiquiert. Wobei ich finde, dass die Bezeichnung „Stiefmutter“ negativ konnotiert ist und deshalb nicht unbedingt zu einer Frau passt, bei der sich ein Kind über längere Zeit wie in einem 2. Zuhause gefühlt hat. Den Begriff „Bonusmama“ find ich persönlich viel passender, nur leider setzt er sich bisher schwer durch.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gästin-A » Donnerstag, 12. März 2026, 23:13:27

@Sronson

Danke für die Zusammenfassung, ich würde zu dem Punkt Krakow gern noch was sagen, weil ich das gerade gehört habe 😅
JS hatte von diesem Gerücht keine Kenntnis, es wäre wohl in einer Kneipe erzählt worden. (Hecki hatte ihn danach gefragt)

Was ich sehr gut fand, war die Erklärung, wie das Interview mit dem TZ gemacht wurde, worauf da geachtet wurde, usw. JS scheint wirklich sehr sauber und genau zu arbeiten. Ich fand das einen spannenden Einblick, auch wie das dann quasi in die Medienwelt geleitet wird und was die draus machen.

Was mich - persönlich - gestört hat, war der Punkt, einer Frau, die sich 4 Jahre lang um das Kind des Partners gekümmert hat (also vom Lebensalter 4-8), den Begriff Stiefmutter abzusprechen, sondern zu sagen „Sie war halt die Partnerin des Vaters. Gerade von JS hätte ich hier gern eine differenzierte Sichtweise erwartet, denn sich kümmern und mütterliches Verhalten hat nichts mit dem Ehestatus zum leiblichen Elternteil zu tun.

Ebenso fand ich es schräg, dass sich eine Weile über all die Leute ausgelassen wurden, die stalken [ich sag nur: RF vor der Schule von Ginas Sohn] oder ständig im Internet drüber reden und falsche Tatsachen verbreiten, Hecki aber selbst öffentlich in den Raum stellt, Fabians Vater würde mit Spendengeldern Fabians Anwalt zahlen. Raffaela kommentierte in dem Live auf eine Frage zuerst mit „Nein, das stimmt nicht“ und dann schiebt sie nach „zumindest wissen wir es nicht, es ist uns nicht bekannt…“. Ich finde es schon wichtig, den Unterschied der beiden Nachrichten zu reflektieren, va wenn man richtig verstanden werden will.
Genauso das Video über das Grab, das geheim bleiben sollte, nun aber bewusst zum Geburtstag gezeigt wurde, um anderen vorzukommen, weil ja eh jeder wisse, dass Fabian in Güstrow begraben sei, gleichzeitig aber nicht wollen, dass Menschen da tiefer reingehen.
Ich denke, ich bin geistig zu alt, um zu verstehen, warum sowas medial alles dokumentiert werden muss.

Danke übrigens, dass du die Fragen eingereicht hast, sronson. Ich fand das auch sehr wohlwollend diesem Forum hier beantwortet, im Gegensatz zur fb-Gruppe ;-)

In diesem Sinne. Gute Nacht 🌙

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Matthias aus Plau » Donnerstag, 12. März 2026, 23:03:15

Sronson hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:44:16 *****************************************************************************Zusammenfassung des Livestreams von Hecki & Jens Schwarck (heute, 20 Uhr)
*****************************************************************************

Der Tümpelbesuch mit Zeuge „Maik“

• Laut Schwarck soll Gina den zweiten Tümpelzeugen („Maik“) gebeten haben, sie in der Nacht zu begleiten, wollte den Grund dafür aber nicht am Telefon nennen.
• Jens machte Andeutungen, dass Gina ihr Handy in dieser Nacht zu Hause gelassen hat.
• Der Zeuge sollte die Polizei rufen. Als er dies aus Angst, selbst verhaftet zu werden, ablehnte, ging Gina nicht selbst zur Polizei, sondern brachte noch eine Freundin zum Tümpel.

Zum Interview von Jens Schwarck mit Gina:

• Schwarck sprach am Mittwoch nach dem Fund der Leiche mit ihr.
• Er empfand ihre Aussagen als nicht schlüssig, außerdem sei sie schnell aufbrausend geworden.
• Sie zeigte Unverständnis darüber, selbst unter Verdacht zu stehen und betonte, sie hätte Fabian ja nicht allein gefunden.
• Sie bestritt jede Beteiligung an seinem Tod und erklärte wiederholt, sie hätte sich immer um ihn gekümmert. Er sei „wie ein Ziehkind“ gewesen und sie für ihn „wie eine Mutter“.
• Schwarck stellte ihr mehrfach dieselben Fragen zu Zeiten und Aufenthaltsorten am 10.10. Dabei hätte sie sich widersprochen.

Ermittlungen:

• Bei einer Hausdurchsuchung wurden mehrere Schuhpaare sichergestellt.
• Außerdem soll Gina in Krakow gesehen worden sein, wie sie einen Benzinkanister befüllte.

Interviewanfragen an Ginas Umfeld:

• Jens bot Angehörigen von Gina, die von ihrer Unschuld überzeugt sind, mehrfach Interviews an. Niemand nahm dieses Angebot an.
• Auch Unterstützer außerhalb der Familie wollten nicht öffentlich sprechen.
• Mathias soll laut Schwarck gesagt haben, dass er seine Einstellung überdenken würde, falls es zu einer Anklage kommt. Jens glaubt, dass er weiterhin an Ginas Unschuld festhält und möchte ihn noch einmal interviewen.

Zur journalistischen Arbeit:

• Laut Schwarck wurden alle veröffentlichten Infos mit den Ermittlungsbehörden abgestimmt.
• Es wurde nichts veröffentlicht, was den Behörden nicht längst bekannt war.
• Jens soll über weitere Infos verfügen, die er derzeit nicht öffentlich machen möchte.

Langfristige journalistische Vorhaben

• Der erste Tümpelzeuge und die Spazierfreundin wollen sich nach ihren Zeugenaussagen vor Gericht auf Interviews einlassen.
• Jens plant dazu eine Dokumentation.

Zur rechtlichen Lage:

• Hetze und Verleumdungen gegen die Angehörigen von Fabian sind strafbar und werden von der Staatsanwaltschaft verfolgt, sofern sie dieser bekannt werden.

[Korrekturen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht!]

https://m.youtube.com/watch?v=Zcu9c9gxgKI
Vielen Dank für die Zusammenfassung 👍

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 12. März 2026, 23:02:53

Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 22:48:02…und konntest du die Forums-Fragen “platzieren“?
Ja, ab 01:04:03: https://m.youtube.com/watch?v=Zcu9c9gxgKI

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Donnerstag, 12. März 2026, 22:48:02

@Catch22 Dankeschön für die umfassende Darstellung und Einordnung einer “Unschuldsvermutung”
Matthias aus Plau hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 19:27:28 …..
….. abgesagter Termin am Tattag usw. usw. hinzu. ….. Alles kann ganz anders natürlich sein. Es gilt ja die Unschuldsvermutung bis zur Verurteilung.
“Abgesagter Termin”?

@Stronson schließe mich der Frage von @Gästin-A zum noch nicht gesehenen Live an und konntest du die Forums-Fragen “platzieren“?
Dankeschön für die Zusammenfassung

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 12. März 2026, 22:44:16

*****************************************************************************Zusammenfassung des Livestreams von Hecki & Jens Schwarck (heute, 20 Uhr)
*****************************************************************************

Der Tümpelbesuch mit Zeuge „Maik“

• Laut Schwarck soll Gina den zweiten Tümpelzeugen („Maik“) gebeten haben, sie in der Nacht zu begleiten, wollte den Grund dafür aber nicht am Telefon nennen.
• Jens machte Andeutungen, dass Gina ihr Handy in dieser Nacht zu Hause gelassen hat.
• Der Zeuge sollte die Polizei rufen. Als er dies aus Angst, selbst verhaftet zu werden, ablehnte, ging Gina nicht selbst zur Polizei, sondern brachte noch eine Freundin zum Tümpel.

Zum Interview von Jens Schwarck mit Gina:

• Schwarck sprach am Mittwoch nach dem Fund der Leiche mit ihr.
• Er empfand ihre Aussagen als nicht schlüssig, außerdem sei sie schnell aufbrausend geworden.
• Sie zeigte Unverständnis darüber, selbst unter Verdacht zu stehen und betonte, sie hätte Fabian ja nicht allein gefunden.
• Sie bestritt jede Beteiligung an seinem Tod und erklärte wiederholt, sie hätte sich immer um ihn gekümmert. Er sei „wie ein Ziehkind“ gewesen und sie für ihn „wie eine Mutter“.
• Schwarck stellte ihr mehrfach dieselben Fragen zu Zeiten und Aufenthaltsorten am 10.10. Dabei hätte sie sich widersprochen.

Ermittlungen/Gerüchte:

• Bei einer Hausdurchsuchung wurden mehrere Schuhpaare sichergestellt.
• Außerdem soll Gina in Krakow gesehen worden sein, wie sie einen Benzinkanister befüllte.

Interviewanfragen an Ginas Umfeld:

• Jens bot Angehörigen von Gina, die von ihrer Unschuld überzeugt sind, mehrfach Interviews an. Niemand nahm dieses Angebot an.
• Auch Unterstützer außerhalb der Familie wollten nicht öffentlich sprechen.
• Mathias soll laut Schwarck gesagt haben, dass er seine Einstellung überdenken würde, falls es zu einer Anklage kommt. Jens glaubt, dass er weiterhin an Ginas Unschuld festhält und möchte ihn noch einmal interviewen.

Zur journalistischen Arbeit:

• Laut Schwarck wurden alle veröffentlichten Infos mit den Ermittlungsbehörden abgestimmt.
• Es wurde nichts veröffentlicht, was den Behörden nicht längst bekannt war.
• Jens soll über weitere Infos verfügen, die er derzeit nicht öffentlich machen möchte.

Langfristige journalistische Vorhaben

• Der erste Tümpelzeuge und die Spazierfreundin wollen sich nach ihren Zeugenaussagen vor Gericht auf Interviews einlassen.
• Jens plant dazu eine Dokumentation.

Zur rechtlichen Lage:

• Hetze und Verleumdungen gegen die Angehörigen von Fabian sind strafbar und werden von der Staatsanwaltschaft verfolgt, sofern sie dieser bekannt werden.

[Korrekturen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht!]

https://m.youtube.com/watch?v=Zcu9c9gxgKI

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Donnerstag, 12. März 2026, 22:13:10

Es geht in dem nachfolgenden Video um einen selbsternannten Ermittler, der Fabians Mutter das Leben schwer macht, und dass das Grab von Fabian gewissen Menschen anscheinend nicht heilig ist.

https://www.youtube.com/watch?v=FZ73OwJJFcc

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gästin-A » Donnerstag, 12. März 2026, 22:02:22

Hat jemand das live gesehen?
Mich würden eure Eindrücke interessieren.

(Ich bin derzeit bei der Hälfte…)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Matthias aus Plau » Donnerstag, 12. März 2026, 19:27:28

Kalle hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 16:41:25 Die Geschichte die man vermuten könnte, wurde ja immer wieder mal "angerissen" so oder so ähnlich, vermutlich auch das was sie M weisgemacht hat und der wohl bis heute glaubt (?) :

"Mir hat jemand erzählt er habe etwas in der Nähe von Kl. Upahl gefunden was wohl wie eine Sexpuppe aussah die einer angezündet hat. Weil ja der Fabian verschwunden ist, hat mir das keine Ruhe gelassen, also bin ich los und habe im Wald tatsächlich etwas gefunden, wo ich mir nicht sicher war was es war. Es sah wirklich wie ein Puppe aus. Es war mir gruselig und unheimlich und ich hatte Angst. Also habe ich dann Maik gebeten mit mir da noch mal zu kucken. Also sind wir hingefahren und wir haben die Leiche entdeckt."


Könnte man ja erstmal so zur Polizei tragen und dann fährt die halt dahin.

Was für einen Sinn würde das machen ?
--> Wenn die Geschichte stimmt, spricht ja auch nichts dagegen.
--> Wenn die Geschichte nicht stimmt, hätte G trotzdem etwas erreicht: Sie hat eine Erklärung und einen Zeugen für sich generiert und eben die besagten Spuren gelegt, wobei es wohl eher um die Legitimierung ihrer eigenen ging, und vielleicht gar nicht Maik hinhängen wollte. Denn wenn Maik mitfährt, dann hat zumindest er ja schonmal "gekauft", dass G einen Grund hatte dort zu sein. Je mehr also dort hingehen weil sie ihre Geschichte zum Besten gibt, desto mehr bestätigen dass G ja diese Angst hatte das die Puppe eventuell ihr Ziehsohn ist. Wenn er und andere das bestätigen, wird die Puppengeschichte "wahrer".

Nun wird man irgendwann fragen müssen: Ja von wem kommt das denn mit der Sexpuppe ? Der soll das mal zu Ihrer Entlastung bestätigen. Ihren Freunden kann sie sagen - ach den kennst Du nicht - so ein Bekannter halt. Den EB muss sie sagen wer, solange sie Zeugin ist. Sollte sie in Verdacht geraten, schweigt sie.

Das das alles jetzt nicht besonders toll und clever ist, ist schon klar. Aber es ist vergleichbar mit landläufigen Versuchen andere ein eigenes Alibi zu gewinnen, oder Behauptungen warum man wann wo war, das ist bei den kleinsten Gaunereien gang und gäbe.
Kalle ich kann Dir da nur zustimmen. Wie ich ja bereits mehrfach vor längerer Zeit schon schrieb, diente für mich das ganze Nachtatverhalten der Supenüberdeckung, sowie, wie sagtest du passend, ihrer eigenen „Spurenlegitimierung“ sowie das Spurenhinterlassen anderer. Ich glaube einfach das die Sichtung Lamberts am Tattag auf Gegenseitigkeit beruhte. Ich unterstelle einfach, das sie ihn auch gesehen hat und ihr ab da klar war, das wird erhebliche schwierigkeiten mit sich bringen. Ab da wird und muss ihr klar gewesen sein, sich irgendetwas einfallen lassen zu müssen. Wobei ich mir recht sicher bin, dass das dann folgende Nachtatverhalten bezogen auf die Nächte, nicht allein auf ihren Mist gewachsen ist. Für mich war sie gezwungen Fabian aufzufinden um nochmals eine Suprenlegitimation zu erstellen. Denn über kurz OHNE lang wäre Fabian gefunden worden. Und zwangsläufig wäre sie vernommen, überprüft und sonstiges worden. Ich glaube auch das es ohne Lambert auch kein Feuer gegeben hätte. Das Feuer war der Anfang der Nachtathandlung. Panik.

Die Sichtung Lamberts (Fahrzeug) vom Tatort kommend zur passenden Zeit am Tag des Verschwindens von Fabian, ist für mich das belastendste Indiz ihrer möglichen Täterschaft überhaupt. Zusätzlich kommen noch Sichtung Güstrow, abgesagter Termin am Tattag usw. usw. hinzu. Das sich Personen dazu hinreissen lassen haben nachts mit ihr umherzuschwirren… Was will man dazu sagen. Männer ?

Das ist alles nur meine Sicht der Dinge. Alles kann ganz anders natürlich sein. Es gilt ja die Unschuldsvermutung bis zur Verurteilung.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Catch22 » Donnerstag, 12. März 2026, 19:11:16

Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 13:29:33 Aber gerade weil es wenig entlastendes Material zu geben scheint, bzw. bisher veröffentlicht wurde, ist doch aufgrund der Unschuldsvermutung, “der Annahme der Unschuld” auch ein entsprechender Raum einzuräumen?
So ist es. Wer sollte bislang „entlastendes Material“ veröffentlicht haben? Die Verteidigung tut gut daran (vor allem nachdem eine Haftprüfung gescheitert war), entlastende Beweismittel, Beweisanträge und rechtlichen Vortrag dort anzubringen, wo sie hingehören: bei Gericht.

Vorab damit in den Medien hausieren zu gehen, um dem Tratsch nimmersatter Waschweiber gerecht zu werden, wäre nicht nur töricht, sondern unter bestimmten Voraussetzungen sogar strafbar (§ 353d Nr. 3 StGB).

Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 13:29:33 Kann @Catch22 etwas zur rechtlichen Idee und der praktischen Umsetzung der “Unschuldsvermutung” schreiben …
Gerne.

Die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung verlangt, dass jeder so lange als unschuldig anzusehen ist, bis in einem gerichtlichen Verfahren seine Schuld rechtskräftig festgestellt wurde.

Nicht der Beschuldigte bzw. Angeklagte muss seine Unschuld beweisen, sondern die Ermittlungsbehörden bzw. das Gericht dessen Schuld. Dazu zählt auch der Grundsatz, dass sich niemand selbst belasten muss („nemo tenetur se ipsum accusare“). Daraus fließt das Recht auf Aussage- und Auskunftsverweigerung (§§ 136 Abs. 1 Satz 2, 243 Abs. 5 Satz 1, 55 Abs. 1 StPO).

Mit empfindlichen Strafen bedroht sind beispielsweise üble Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB), falsche Verdächtigung (§ 164 StGB) und die Verfolgung Unschuldiger (§ 344 StGB). Daneben bestehen zivilrechtliche Ansprüche auf Unterlassung, Richtigstellung und Schadenersatz (einschließlich Schmerzensgeld). Vor allem eine Verpflichtung zu Schadenersatz trifft oft noch härter als eine strafrechtliche Verurteilung.

Die Unschuldsvermutung gilt auch für die Presse (siehe Pressekodex des Deutschen Presserats, insbesondere Richtlinien 13 und 8). Die Berichterstattung darf nicht vorverurteilen oder eine soziale Zusatzbestrafung mit Hilfe eines „Medien-Prangers“ sein. Zwischen Verdacht und erwiesener Schuld ist deutlich zu unterscheiden.

Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 13:29:33 … dass die bloße Erwähnung [der Unschuldsvermutung] nicht hinreichend sei.
Zu sagen: „Der Huber hat den Meier erschlagen! Es gilt die Unschuldsvermutung.“, hilft dem Huber nix, wenn daraufhin das ganze Dorf zu wissen glaubt: Der Huber war‘s, denn der Meier hat‘s gesagt!

Ob‘s der Huber wirklich war oder auch nicht, ob‘s Totschlag war, Mord oder sonstwas, muss erst von einem Gericht rechtskräftig festgestellt werden – in einem fairen Verfahren, in dem sich der Huber mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verteidigen können muss.

Caris hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 14:05:36 Ich habe das mit der Unschuldsvermutung von Catch22 so verstanden, dass ein reines Druntersetzen "es gilt die Unschuldsvermutung" halt nicht davon entbindet, sich in den Aussagen davor in anständiger Weise über TV zu äußern.
So einfach ist es nicht. Ersetze in obigem Beispiel „Huber“ durch „Caris" und Du wirst vielleicht besser verstehen, dass auch eine „in anständiger Weise“ geäußerte Beschuldigung eine falsche Beschuldigung wäre, falls Du tatsächlich nichts auf dem Kerbholz hättest.

Mittel der Wahl darf allenfalls der Konjuntiv sein, doch auch dabei gebietet die Unschuldsvermutung, Grenzen zu wahren. Haltlose Spekulationen ohne eine tatsächliche Grundlage (= Tatsachen) sind geeignet, Persönlichkeitsrechte zu verletzen.

Caris hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 14:05:36 Das ist halt die Frage, inwieweit Räume für Annahme der Unschuld eingeräumt werden müssen/können/sollen, wenn vielleicht/wahrscheinlich wenig Unschuldiges/Entlastendes zu finden ist…
Der Raum für die Annahme der Unschuld muss immer vorhanden sein – bis zum rechtskräftigen Beweis der Schuld.

Caris hat geschrieben: Donnerstag, 12. März 2026, 14:05:36 Dann kann es ja andersrum auch wieder kippen in mE komplett abstruse Alternativunschuldsszenarien die jeglicher Grundlage entbehren (und meist dann oft im Zuge auch noch Täter-Opfer-Umkehr betreiben).
Täter-Opfer-Umkehr ist ein verbreitetes Totschlagargument, um die Unschuldsvermutung aushebeln zu wollen. Tatsächlich aber können aus einer überstürzten und unkritischen Solidarität mit der Opferseite auch krasse Fehlurteile erwachsen. Ein prominentes Beispiel: der Fall Kachelmann.


Noch eine Randbemerkung: Bei Gericht erscheinende Zeugen werden in den Abstand verwiesen (§ 243 Abs. 2 Satz 1 StPO), d. h. sie werden wieder vor die Tür geschickt, damit sie nicht der Hauptverhandlung folgen, nicht hören können, was andere Zeugen aussagen. Sinn und Zweck ist es, möglichst unbeeinflusste Zeugenaussagen zu erlangen.

Wie kann dies noch gelingen, nachdem ein Fall – von vorne bis hinten, aber dennoch tendeziös und löchrig wie ein Schweizer Käse! – in Social Media, auf YouTube und TikTok durch die Mangel gedreht wurde und alle Zeugen mit Augen und Ohren daran festklebten?

Ein Scheißjob für Gericht, StA, Nebenklage und Verteidigung! Wenn Zeugen vor dem Hintergrund ihres eigenen, durch Klatsch und Tratsch vorab geprägten Kopfkinos über von ihnen subjektiv „wahrgenommene“, mutmaßliche Tatsachen aussagen, kann auch dies die Unschuldsvermutung und ein faires Verfahren gefährden – in jedem Falle aber bedroht es eine unvoreingenommene Wahrheitsfindung.

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