MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Donnerstag, 05. März 2026, 11:31:44

Jolu65 hat geschrieben: Donnerstag, 05. März 2026, 10:18:38 Es sollte als recht sicher gelten, dass SE nicht am Abend des 10.4. ausgehen wollte. Vielleicht wurde ihr nicht gedroht- im Sinne einer Gewaltanwendung- jedoch wurde sie ganz offensichtlich massiv überredet sich an diesem Abend in einem Szenelokal einzufinden. An diesem Abend sollte, so kann man schlussfolgern, für sie etwas Interessantes stattfinden. Man kann auch annehmen, dass sie sich nicht einfach zu einem öden Abend in einem Nachtcafé verabredet hat.

Und "Gremlinstimmen" nachts um 2 Uhr sind kein Scherz, sondern Stalking. Die Angerufene hat sich unmittelbar bedroht gefühlt, folglich ist der Anruf ein Drohanruf.
Deswegen werden sie sich auch Maria ausgesucht haben. Das waren Dumm-Junge-Streiche. .......Wer sagt denn, dass sie nicht ausgehen wollte. Die Eltern, natürlich. Warum ließ sich Sonja dann zunächst - lt. Mutter - verleugnen und dann ging sie selbst ans Telefon? Da haben wirs doch schon. Sonja wusste voraussichtlich von der Abwimmlerei ihrer Mutter gar nichts.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Jolu65 » Donnerstag, 05. März 2026, 10:18:38

Es sollte als recht sicher gelten, dass SE nicht am Abend des 10.4. ausgehen wollte. Vielleicht wurde ihr nicht gedroht- im Sinne einer Gewaltanwendung- jedoch wurde sie ganz offensichtlich massiv überredet sich an diesem Abend in einem Szenelokal einzufinden. An diesem Abend sollte, so kann man schlussfolgern, für sie etwas Interessantes stattfinden. Man kann auch annehmen, dass sie sich nicht einfach zu einem öden Abend in einem Nachtcafé verabredet hat.

Und "Gremlinstimmen" nachts um 2 Uhr sind kein Scherz, sondern Stalking. Die Angerufene hat sich unmittelbar bedroht gefühlt, folglich ist der Anruf ein Drohanruf.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Donnerstag, 05. März 2026, 06:32:58

Shadow hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 19:21:22 Das wird doch total ins lächerliche gezogen, mit den Gremlins stimmen.
Nur eine Spekulation das sie sich vor Gremlins stimmen gegruselt und das der Grund ihrer panischen , angstvollen Flucht zur Nachbarin gewesen sei.

Auf der HP wirkt der Drohanruf finde ich wie eine einschüchternde Warnung & vergleicht man dazu die Gesamtschau.

Sonja wurde überredet ,verlässt das Haus ca. 20:45 Uhr
—- Black Box—-( Mitternächtlicher Szene Treff?)
Maria bekommt den Drohanruf nach Mitternacht ca. 2 Uhr
Sonja wird im spirituellen Kraftort Kipfenberg gefunden

der Abend / Nacht nach verlassen der Wohnung gleicht im Grunde einer Black Box.
Nur der Drohanruf nach Mitternacht ist gesichert , alles andere des abend / nächtlichen Ablaufs beruht auf glauben.
...und schon wieder die HP, basierend einzig und alleine auf Meinungen und Eindrücken der Eltern, die alles andere als objektiv waren. Was willst du denn immer noch? Du hast ein riesiges Problem, dass die Eltern nicht Recht behalten haben mit ihrem Verdacht gegen den letzten Begleiter. Dann geh zur Polizei und sag denen, was sie falsch gemacht haben.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 04. März 2026, 19:21:22

Das wird doch total ins lächerliche gezogen, mit den Gremlins stimmen.
Nur eine Spekulation das sie sich vor Gremlins stimmen gegruselt und das der Grund ihrer panischen , angstvollen Flucht zur Nachbarin gewesen sei.

Auf der HP wirkt der Drohanruf finde ich wie eine einschüchternde Warnung & vergleicht man dazu die Gesamtschau.

Sonja wurde überredet ,verlässt das Haus ca. 20:45 Uhr
—- Black Box—-( Mitternächtlicher Szene Treff?)
Maria bekommt den Drohanruf nach Mitternacht ca. 2 Uhr
Sonja wird im spirituellen Kraftort Kipfenberg gefunden

der Abend / Nacht nach verlassen der Wohnung gleicht im Grunde einer Black Box.
Nur der Drohanruf nach Mitternacht ist gesichert , alles andere des abend / nächtlichen Ablaufs beruht auf glauben.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Mittwoch, 04. März 2026, 17:53:04

Shadow hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 17:42:26 wer wohl eine blühende Fantasie hat siehe Gremlins stimmen bist du-
Ich entnehme die Information der Homepage dort steht schwarz auf weiß - Drohanruf -
Du machst ständig daraus, einen Spassanruf.
Ist deine Interpretation.

Sonja und Robert waren nicht zuerst in der Schelling Straße und sind dann zum Vollmond weiter.
Es hieß es war ein spontaner Treff im Vollmond, die WHG kam erst später auf dem Rückweg.

Keine Ahnung warum du ständig die Infos verdrehst und dann auch noch tadelst, wenn andere sich daran halten um daraus die These abzuleiten.
Beim Anruf bei Maria sollen verzerrte und, zumindest für sie, gruselige Stimmen zu hören gewesen sein. Es geistert die Theorie rum, dass diese an die Stimmen der Gremlins angelehnt waren, und sie soll sich vor Angst in die Wohnung einer Nachbarin geflüchtet haben
.

Auszug aus allesMist

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 04. März 2026, 17:42:26

wer wohl eine blühende Fantasie hat siehe Gremlins stimmen bist du-
Ich entnehme die Information der Homepage dort steht schwarz auf weiß - Drohanruf -
Du machst ständig daraus, einen Spassanruf.
Ist deine Interpretation.

Sonja und Robert waren nicht zuerst in der Schelling Straße und sind dann zum Vollmond weiter.
Es hieß es war ein spontaner Treff im Vollmond, die WHG kam erst später auf dem Rückweg.

Keine Ahnung warum du ständig die Infos verdrehst und dann auch noch tadelst, wenn andere sich daran halten um daraus die These abzuleiten.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Mittwoch, 04. März 2026, 17:16:41

Shadow hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 16:32:30 Ich befürchte das sie mitkommen sollte aber nicht wollte.
Als sie zum vermuteten, geplanten nächtlichen Szene Treff nicht erschien, bekam sie den Drohanruf.

Der Drohanruf , wurde auch nicht der breiten Öffentlichkeit z.B. Kriminalsendungen erwähnt, wir kennen ihn nur von den Eltern.( siehe Homepage)
Also eig eine interne Information , da Maria darüber schweigen sollte.
Wenn Maria also eine Info über ein mögliches, nächtliches Treffen zum 11.4. gehabt haben könnte, wäre ihr Hinweis wohl eh irrelevant gewesen.
weil angenommen wurde Sonja wäre zuletzt am SMP gewesen.
Deine Phantasie ist einfach mit nichts zu übertreffen. Und was hast du immer mit der Nachbarin. Was hat sie den groß zum Fall beitragen können? Dass sie die beiden um ca. 21.45 im Hausflur gesehen hat. Warum auch nicht? Sie wollten bestimmt zu den Jungs aus der Schellingstraße und als diese nicht zu Hause waren, gingen sie weiter zum Vollmond, Das passt doch und nachts war es ja ruhig im Haus. Was hast du eigentlich für ein Problem mit deinem 11.4.? Ich meine, dass es sogar dwarf war, die in allesMist erwähnt hat, dass Gremlingsstimmen nachgeahmt wurden ......und zack machen irgendwelche Unbeteiligte einen Drohanruf daraus. Mach jetzt mal endlich halblang.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Mittwoch, 04. März 2026, 17:08:43

Jolu65 hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 13:02:14 Es gab einen Drohanruf bei der Freundin Sonjas.
War ihr vielleicht die Verabredung am 10.4. auch unter einer Drohung entstanden ?
Ach, jetzt ist es schon ein Drohanruf. Zunächst war mal nur die Rede davon, dass Markbert Gremlingsstimmen nachgeahmt hat. Aber klar, auch die Anrufe bei Sonja wurden zuerst mit Betteln und später schon mit fast gedroht beschrieben. Da steigert sich irgendwer gewaltig in etwas hinein. Irgendwer, der unbedingt dem letzten Begleiter die Schuld an Sonjas Verschwinden geben wollte? Wer war das wohl?

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 04. März 2026, 16:32:30

Ich befürchte das sie mitkommen sollte aber nicht wollte.
Als sie zum vermuteten, geplanten nächtlichen Szene Treff nicht erschien, bekam sie den Drohanruf.

Der Drohanruf , wurde auch nicht der breiten Öffentlichkeit z.B. Kriminalsendungen erwähnt, wir kennen ihn nur von den Eltern.( siehe Homepage)
Also eig eine interne Information , da Maria darüber schweigen sollte.
Wenn Maria also eine Info über ein mögliches, nächtliches Treffen zum 11.4. gehabt haben könnte, wäre ihr Hinweis wohl eh irrelevant gewesen.
weil angenommen wurde Sonja wäre zuletzt am SMP gewesen.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kjansen86 » Mittwoch, 04. März 2026, 16:31:39

z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Der Eindruck, dass die Ermittlungen der Münchner Polizei in der kardinal wichtigen Anfangsphase aber sehr schleppend verliefen und man viele Gründe oder Vorwände ersonnen hat, um am besten gar nicht aktiv zu werden, der basiert aber schon auf realen Umständen. Z.B. auf dem, dass die Münchner Polizei offenbar ja einfach behauptet oder spekuliert hat - ohne irgendeinen wirklichen Hinweis darauf - dass Sonja mit "Markbert" im Kroatien-Urlaub wäre und daher nicht als vermisst anzusehen wäre und sie somit nichts tun müssten.
Dies würde zunächst mal die Vermisstenstelle und nicht die Mordkommision betreffen. Aber auch hier reden Sie nur aus der Position der Rückschau. In München werden jedes Jahr mehrere Tausend Personen als vermisst gemeldet. Die allermeisten tauchen von allein nach ein paar Tagen wieder auf. Hinzu kommt, dass Sonja erwachsen war, es keine Hinweise auf ein Verbrechen gab und Ferien waren. Hier werden Ermittlungen nun mal nicht sofort aufgenommen. Das ist völlig normal und wäre damals so ähnlich bei jeder Vermisstenstelle gelaufen. Dass der Fall nach 2 Wochen an die Mordkommision übergeben wurde, war auch ein völlig normaler Zeitrahmen.
z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Außerdem das bereits zuvor erwähnte nicht Gegenprüfen der Aussagen von Robert und den Jungs beim Kneipenpersonal - an sich eine Routineangelegenheit in so einer Situation
Schon wieder dieser Punkt. Niemand hier, weder Sie, noch ich, noch sonst jemand, hat die Ermittlungsakten gelesen. Also weiß hier auch niemand was, wo und wann ermittelt wurde. Diese "Ermittlungslücken" von denen hier so oft geraunt wird, sind erst mal nur Lücken in **unserem** Wissen. Sonst nichts.
z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Auf die Gründe, warum sie lügen sollten bzw. könnten (was nicht heißt, dass sie es nachweislich tun) kommt man aber eigentlich ganz einfach, wenn man sich vor Augen hält, warum Menschen generell lügen.
Meine Frage war nicht warum Menschen generell lügen. Das weiß ich auch: um sich einen Vorteil zu verschaffen. Meine Frage war warum hier konkret gelogen werden sollte? Also welcher Vorteil, im Rahmen einer tatrelevante Vertuschung, ist hier im Spiel? Im Gegensatz dazu sind mir die Nachteile zumindest klar. Zum Beispiel ist jedes unnötige Detail ein möglicher Fallstrick und die Jungs haben ja eine Reihe von Details ohne ersichtlichen Grund geliefert. Und wer weiß, vielleicht durften sie sich nicht mal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz ...
z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Vermutlich dürften man nicht einmal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz
... Halt ... Moment! Argumentieren Sie jetzt für meine Position?
z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Das nennt man dann wohl Urvertrauen, weil auf guten Ergebnissen dieser Polizeiarbeit basiert das Vertrauen in diesem Fall eindeutig nicht.
Komplett falsch. Erstens sind Sie es, der die Polizeiarbeit in diesem Fall anzweifelt. Das als Grundlage für die Gesamteinschätzung zu nehmen, ist ein klassicher Zirkelschluss. Zweitens, wenn man wissen will, wie gut eine Gruppe arbeitet, muss man sich die Gesamtbilanz anschauen. Und die ist bei der Münchner Mordkommision nun mal exzellent. Das nicht zu sehen, nennt man dann wohl Urmisstrauen.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Jolu65 » Mittwoch, 04. März 2026, 13:02:14

Es gab einen Drohanruf bei der Freundin Sonjas.
War ihr vielleicht die Verabredung am 10.4. auch unter einer Drohung entstanden ?

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 04. März 2026, 12:09:31

Ich vertraue auch der Polizeiarbeit. Was sollen sie versäumt haben?
Das du diese Frage noch stellst Kartoffelsack.
Ich drück es mal einfach aus.

Haus voller Zeugen nicht auswerten = nicht gut

Es wäre Aufgabe der Ermittler gewesen die Geschichte der Jungs zu überprüfen ob sie überhaupt stimmt.
Und dafür hätten sich die Nachbar Hinweise angeboten.
NACH der Auswertung der Geschichte der Jungs hätte die Arbeitshypothese erfolgen müssen, um einen möglichen Zustieg ausschließen zu können.

Warum hätte die Gruppe bei Maria einen Scherzanruf starten sollen, wenn Sonja zuvor etwas geschehen wäre?

Verdreh doch bitte nicht immer die Aussagen.
Deiner persönlichen Auffassung war es ein Spassanruf.
Auf der HP von den Eltern ,heißt es eindeutig Drohanruf.
Also sollten wir ihn auch als Drohanruf behandeln , welcher in der Nacht von Sonjas Verschwinden kam und zuerst abgestritten wurde.
Maria war dermaßen verängstigt und suchte Schutz bei der Nachbarin.
Ein ehemaliges Sektenmitglied deutet diesen Anruf als eine in der Sektenszene durchaus übliche Art der Androhung von Sanktionen bei Ungehorsam.

So und wenn du bei der Original Aussage bleibst ohne ihn jedesmal zu verdrehen gelangest du zu folgender Frage :
Warum hätte die Gruppe bei Maria einen Drohanruf starten sollen, wenn Sonja zuvor etwas geschehen wäre?

Ja, und dann gelangen wir zur Frage ob die Clique in gefährliche Kreise geraten sein könnte & Maria als Teil der Clique von einem nächtlichen Szene Treffen gewusst haben könnte.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kartoffelsack » Mittwoch, 04. März 2026, 08:06:05

z3001x hat geschrieben: Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27 Das ist löblich, dass sie mit ihren Kollegen kooperieren, wenngleich eigentlich auch nur eine Selbstverständlichkeit. Der Eindruck, dass die Ermittlungen der Münchner Polizei in der kardinal wichtigen Anfangsphase aber sehr schleppend verliefen und man viele Gründe oder Vorwände ersonnen hat, um am besten gar nicht aktiv zu werden, der basiert aber schon auf realen Umständen. Z.B. auf dem, dass die Münchner Polizei offenbar ja einfach behauptet oder spekuliert hat - ohne irgendeinen wirklichen Hinweis darauf - dass Sonja mit "Markbert" im Kroatien-Urlaub wäre und daher nicht als vermisst anzusehen wäre und sie somit nichts tun müssten. Gegengeprüft dürfen sie diese falsche Hypothese allerdings nicht haben, weil dann hätten sie ja erkannt, dass sie sich irren. Das wurde einfach spontan-fantasiebgabt aus dem Ärmel geschüttelt, und läuft daher durchaus unter der Rubrik haarsträubendes und fatales Versäumnis. Denn man weiß ja nicht, wie lange Sonja noch lebte und ob ein frühes Eingreifen sie, ihr Leben hätte sogar retten können. Die Chance so klein sie ggf war, wurde dadurch vertan.
Außerdem das bereits zuvor erwähnte nicht Gegenprüfen der Aussagen von Robert und den Jungs beim Kneipenpersonal - an sich eine Routineangelegenheit in so einer Situation. Sodass es offenbar auf reinem Gutglauben beruht, dass man deren Version als "wahr" abkauft, obwohl sie möglicherweise hinten und vorne nicht stimmt. Aber das kann man nun nicht mehr und nie mehr rausbekommen. Zu langes Zögern beim Einholen von Zeugenaussagen ist eben eine Säumnis von großer Tragweite.

Auf die Gründe, warum sie lügen sollten bzw. könnten (was nicht heißt, dass sie es nachweislich tun) kommt man aber eigentlich ganz einfach, wenn man sich vor Augen hält, warum Menschen generell lügen. Nämlich wenn er oder sie der Ansicht ist, dass das Berichten der wirklichen resp. wahren Begebenheiten Unannehmlichkeiten oder empfindliche Nachteile nach sich ziehen würde. Außerdem gibt es Fällen wo Menschen einfach aus Gewohnheit lügen. Z.B. weil sie der Ansicht, dass ihnen prinzipiell niemand in die Karten schauen darf.
Hier sind minderjährige Jugendliche mit einer jungen Frau aus, die danach spurlos verschwindet. Es sind Drogen im Spiel, und Alkohol. Vermutlich dürften man nicht einmal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz. Und man hat Eltern, die mit den Aussagen bei der Polizei ggf konfrontiert würden. Allein das sind doch schon genügend Anhaltspunkte, wo ein Involvierter auf die Idee kommen könnte seine Darstellungen so aufzupolieren, dass sie unverdächtig erscheinen oder gleich komplett auf Märchenprogramm zu wechseln.
Nein sie müssen nicht Sonjas Mörder sein, wenn sie lügen, sie können viel tiefer liegende alltägliche Motive haben. Und die können dann aber dazu führen, dass der ganze Rahmen, der um den Abend des Verschwindens gebastelt wurde, ziemlicher Murks und unwahr ist. Und daher die tatsächliche Täterschaft und Ablauf unsichtbar bleibt.
Man weiß schon, dass sie den Aussagen dieser Jungs Glauben schenken, weil sie deren Variante in ihre Darstellung des Falls inkorporiert haben und man weiß halt auch, dass sie bei der Gegenprüfung der Aussagen nachlässig waren. Klar vieles weiß man nicht und was man nicht weiß kann man nicht beurteilen, weshalb es müßig ist, darüber zu reden.

Das nennt man dann wohl Urvertrauen, weil auf guten Ergebnissen dieser Polizeiarbeit basiert das Vertrauen in diesem Fall eindeutig nicht.
Ich vertraue auch der Polizeiarbeit. Was sollen sie versäumt haben? Sonja war volljährig. Sie waren also nicht verpflichtet, umgehend eine Suche zu starten. Zudem wurde der letzte Begleiter eingehend befragt und die Ermittler sind zu dem Ergebnis gekommen, dass er glaubhaft ist. Warum auch hätte er sich den Schuh des letzten Begleiters anziehen sollen, wenn in der Wohnung etwas passiert wäre? Das ergibt absolut keinen Sinn. Warum hätte er sich den SMP ausdenken sollen, wenn sich seine Wege am HBF sowieso wie immer von Sonja getrennt hätten? Warum hätte er sich einen Anruf bei der Schwester ausdenken sollen, wenn sie sich lt. Eltern nie von der Schwester abholen ließ? An diesem Tag war aber die Tochter der Schwester bei den Großeltern und die Schwester hätte also die Möglichkeit gehabt, Sonja abzuholen. Warum hätte die Gruppe bei Maria einen Scherzanruf starten sollen, wenn Sonja zuvor etwas geschehen wäre? In diesem Fall hätten sie wahrlich andere Probleme gehabt. Andauernd wird auf den Aussagen der Jungs herumgeritten. Im Gegenzug könnte man genauso die Aussage der Schwester anzweifeln, was den nicht getätigten Telefonanruf betrifft. War die Schwester denn wirklich zu Hause und konnte einen Anruf ausschließen? Ihr Kind hatte sie zumindest bei den Großeltern. Sie hätte also jederzeit die ganze Nacht bei ihrem damaligen Freund verbringen können. In all den Jahren waren verschiedene Ermittlungsteams mit dem Fall beschäftigt und alle kamen zum gleichen Ergebnis. Ein Ermittler hat nach dem Fund von Sonja in Kipfenberg auch nochmals in einem Video ausdrücklich bekräftigt, dass der letzte Begleiter nichts mit dem Verschwinden von Sonja zu tun hat.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von z3001x » Mittwoch, 04. März 2026, 00:41:27

z3001x hat geschrieben: Montag, 16. Februar 2026, 20:14:10Vielleicht dass sie anfangs der Devise "Wer nichts macht, macht auch keine Fehler" treuste Anhänger gewesen zu sein scheinen?
Kjansen86 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24 Das ist eine Unterstellung. Die Müchner Polizei hatte der Sonderkommision schon früh umfangreiche Mittel für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt. Vo dieser wurden anschließend zahlreiche Spuren ermittelt.
Das ist löblich, dass sie mit ihren Kollegen kooperieren, wenngleich eigentlich auch nur eine Selbstverständlichkeit. Der Eindruck, dass die Ermittlungen der Münchner Polizei in der kardinal wichtigen Anfangsphase aber sehr schleppend verliefen und man viele Gründe oder Vorwände ersonnen hat, um am besten gar nicht aktiv zu werden, der basiert aber schon auf realen Umständen. Z.B. auf dem, dass die Münchner Polizei offenbar ja einfach behauptet oder spekuliert hat - ohne irgendeinen wirklichen Hinweis darauf - dass Sonja mit "Markbert" im Kroatien-Urlaub wäre und daher nicht als vermisst anzusehen wäre und sie somit nichts tun müssten. Gegengeprüft dürfen sie diese falsche Hypothese allerdings nicht haben, weil dann hätten sie ja erkannt, dass sie sich irren. Das wurde einfach spontan-fantasiebgabt aus dem Ärmel geschüttelt, und läuft daher durchaus unter der Rubrik haarsträubendes und fatales Versäumnis. Denn man weiß ja nicht, wie lange Sonja noch lebte und ob ein frühes Eingreifen sie, ihr Leben hätte sogar retten können. Die Chance so klein sie ggf war, wurde dadurch vertan.
Außerdem das bereits zuvor erwähnte nicht Gegenprüfen der Aussagen von Robert und den Jungs beim Kneipenpersonal - an sich eine Routineangelegenheit in so einer Situation. Sodass es offenbar auf reinem Gutglauben beruht, dass man deren Version als "wahr" abkauft, obwohl sie möglicherweise hinten und vorne nicht stimmt. Aber das kann man nun nicht mehr und nie mehr rausbekommen. Zu langes Zögern beim Einholen von Zeugenaussagen ist eben eine Säumnis von großer Tragweite.
z3001x hat geschrieben: Montag, 16. Februar 2026, 20:14:10 Also allein der Umstand, dass sie die Bedienung des "Zum Vollmond" erst nach einem Jahr befragten, ob sie sich an die Anwesenheit der vier erinnert und ob sie deren Timeline stützt - und sie sich natürlich an nichts mehr erinnern kann, weil sie in der Zwischenzeit buchstäblich zehntausend und mehr neue Gäste gesehen und bedient hat - spricht Bände.
Kjansen86 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Mal ganz davon abgesehn, dass immer noch niemand sagen konnte warum die drei Jungs hier lügen sollten:
Auf die Gründe, warum sie lügen sollten bzw. könnten (was nicht heißt, dass sie es nachweislich tun) kommt man aber eigentlich ganz einfach, wenn man sich vor Augen hält, warum Menschen generell lügen. Nämlich wenn er oder sie der Ansicht ist, dass das Berichten der wirklichen resp. wahren Begebenheiten Unannehmlichkeiten oder empfindliche Nachteile nach sich ziehen würde. Außerdem gibt es Fällen wo Menschen einfach aus Gewohnheit lügen. Z.B. weil sie der Ansicht, dass ihnen prinzipiell niemand in die Karten schauen darf.
Hier sind minderjährige Jugendliche mit einer jungen Frau aus, die danach spurlos verschwindet. Es sind Drogen im Spiel, und Alkohol. Vermutlich dürften man nicht einmal zu der besagten Zeit in der Szenenkneipe aufhalten nach Jugendschutz. Und man hat Eltern, die mit den Aussagen bei der Polizei ggf konfrontiert würden. Allein das sind doch schon genügend Anhaltspunkte, wo ein Involvierter auf die Idee kommen könnte seine Darstellungen so aufzupolieren, dass sie unverdächtig erscheinen oder gleich komplett auf Märchenprogramm zu wechseln.
Nein sie müssen nicht Sonjas Mörder sein, wenn sie lügen, sie können viel tiefer liegende alltägliche Motive haben. Und die können dann aber dazu führen, dass der ganze Rahmen, der um den Abend des Verschwindens gebastelt wurde, ziemlicher Murks und unwahr ist. Und daher die tatsächliche Täterschaft und Ablauf unsichtbar bleibt.
Kjansen86 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Niemand hier, weder Sie noch ich noch sonst jemand, weiß genau, was die Polizei ermittelt hat.
Man weiß schon, dass sie den Aussagen dieser Jungs Glauben schenken, weil sie deren Variante in ihre Darstellung des Falls inkorporiert haben und man weiß halt auch, dass sie bei der Gegenprüfung der Aussagen nachlässig waren. Klar vieles weiß man nicht und was man nicht weiß kann man nicht beurteilen, weshalb es müßig ist, darüber zu reden.
Kjansen86 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:15:24Ich habe deshalb großes Vertrauen in die Polizei, weil sie sich dieses durch jahrzehntelange hervorragende Polizeiarbeit verdient hat.
Das nennt man dann wohl Urvertrauen, weil auf guten Ergebnissen dieser Polizeiarbeit basiert das Vertrauen in diesem Fall eindeutig nicht.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast43 » Dienstag, 03. März 2026, 21:46:42

Anbei ein interessanter Beitrag aus dem Jahre 1987 vom Spiegel zum Thema Satanskult bei Jugendlichen:

https://www.spiegel.de/politik/direkter ... 0013524672

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast » Dienstag, 03. März 2026, 20:10:39

Wurde nicht gesagt dass der Täter den Ablageort nochmal besucht hat, was ja schon ungewöhnlich wäre.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Uleb » Dienstag, 03. März 2026, 19:58:36

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 19:03:19 Es existieren in diesem und sehr vielen Fällen überhaupt keine "Fakten".

Bedeutung: Ein Fakt (oder Faktum) bezeichnet eine Tatsache, ein Ereignis oder einen wirklichen Sachverhalt. (Duden)

Die einzigen Fakten sind:
"Verlassen des Elternhauses gegen 20:45"
"Auffinden der Leiche in Kipfenberg"

Dazwischen gibt es keine Tatsachenbeweise, sondern lediglich Zeugenaussgen. Das sind jedoch eindeutig keine Fakten !

Außerdem lege ich manchen hier anonym diskutierenden Personen nahe, nicht persönlich zu werden und sich gegenüber dem Plattformbetreiber erkennen zu geben,damit eine persönliche Beteiligung ausgeschlossen werden kann. Die hier versuchte einschüchternde Diskussionsweise legt eine persönliche Verstrickung nahe !
Ich hoffe ich habe mich klar ausgedrückt.
Aussagen in Bild und Ton der Eltern im TV sind also kein Fakten? Etwa Dinge, die sich auf die Kleidung beziehen? Oder ihre klar benannten, favorisierten Theorien? 🤔🧐
Aber bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist nicht alles Fakt, was sie sagen! Hier muss man schon unterscheiden können, zwischen verwertbar oder eben nicht.
Von Satanisten zu den Arabern verschleppt, gilt eher nicht als brauchbar 😉

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kjansen86 » Dienstag, 03. März 2026, 19:42:15

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 16:04:37 (a) SE und ihre Begleiter verbringen einen eher langweiligen Abend, SE bleibt am Stiglmaierplatz zurück und steigt in ein ihr unbekanntes Auto ein.
Keine Ahnung woher sie wissen, wie spannend der Abend verlaufen ist, aber ansonsten ist dies das wahrscheinlichste Szenario.
Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 16:04:37 (b) SE war gar nicht in der Schellingstraße; sie hatte eine Verabredung mit einem unbekannten Mann.
Dieses Szenario verstehe ich nicht. Welche Rolle spielen die drei Jungs dabei?
Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 16:04:37 (c) SE war in der Schellingstraße und verstarb dort beispielsweise an einer Überdosis ihr verabreichter Drogen.
Vor dem Fund ihrer Leiche war ein irgendwie gearteter Unfall in der Wohnung schon möglich. Mittlerweile ist das aber zu weit hergeholt.
Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 16:04:37 (d) Es gab okkultistisch-satanistische Rituale und SE verstarb in diesem Zusammenhang.
Es gibt de-facto keine Tötungen im Zusammenhang mit okkult-satanistischen Ritualen. Die wenigen Fälle, die als Satanistenmorde gelten, wurden ausnahmslos von Menschen mit schweren antisozialen Persönlichkeitsstörungen begangen. Solche Personen fallen auf wie ein bunter Hund und wären den Behörden sicherlich nicht durch die Lappen gegangen. Ganz im Gegenteil.
Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 16:04:37 (e) SE suchte ganz bewusst den Stiglmaierplatz in dieser Nacht auf.
Dieses Szenario verstehe ich auch nicht. Inwiefern ist das von Szenario (a) verschieden? Dort ist sie ja auch bewusst zum Stiglmaierplatz gegangen.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von z3001x » Dienstag, 03. März 2026, 19:20:52

Gast hat geschrieben: Dienstag, 03. März 2026, 13:18:09Zu "Sangerhausen Satanisten" weiss weder Google noch die schlaue KI was.
Ich meinte Sondershausen. Allerdings findet eine KI das in Kombi mit Satanistenmord.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Jolu65 » Dienstag, 03. März 2026, 19:03:19

Es existieren in diesem und sehr vielen Fällen überhaupt keine "Fakten".

Bedeutung: Ein Fakt (oder Faktum) bezeichnet eine Tatsache, ein Ereignis oder einen wirklichen Sachverhalt. (Duden)

Die einzigen Fakten sind:
"Verlassen des Elternhauses gegen 20:45"
"Auffinden der Leiche in Kipfenberg"

Dazwischen gibt es keine Tatsachenbeweise, sondern lediglich Zeugenaussgen. Das sind jedoch eindeutig keine Fakten !

Außerdem lege ich manchen hier anonym diskutierenden Personen nahe, nicht persönlich zu werden und sich gegenüber dem Plattformbetreiber erkennen zu geben,damit eine persönliche Beteiligung ausgeschlossen werden kann. Die hier versuchte einschüchternde Diskussionsweise legt eine persönliche Verstrickung nahe !
Ich hoffe ich habe mich klar ausgedrückt.

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