MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 20:16:30

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 20:04:44 Ich denke, dass auch der Iven als Forenoberhaupt lieber gehaltvolle Beiträge begrüßt, als den X-ten "Hobbyermittler auf Tiktok", der irgendeine Scheiße von sich gibt, die überhaupt nicht stimmen kann.
Na ob das so ist bleibt erstmal abzuwarten. Fakt ist dass du 2024 hier im Thread selbst mit gerätselt hast warum jetzt die CCU wohl den Fall übernommen hat.. aber auch die besten Spieler können bekanntlich Eigentore schießem.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von MrNightsky » Freitag, 23. Januar 2026, 20:13:43

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:25 Wenn du mit dem lyrisch begabt auf das Ori Gedicht anspielen möchtest, das hat damit nichts zu tun.
Gibt es mittlerweile Belege dafür?

Und wie schaut es mit dem Nullge aus? Irgendwie lässt mich das nicht mehr los.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Iven » Freitag, 23. Januar 2026, 20:09:12

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:43:21 Brauchst du nicht.

Dieser Podcast "enthüllt", dass die CCU 2024 noch gar nicht am Frauke Fall dran war:

.https://podcasts.apple.com/de/podcast/l ... 1600075301

Ja, das ist natürlich auch ein Punkt, der klar belegt, dass dieser "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Aber darum ging's mir nicht, entscheidend war hier noch ganz was anderes, viel Einfacheres.
Und wie gesagt, ob ich das erzählen kann/darf, bespreche ich bei Gelegenheit einmal mit meinem Kollegen, der entscheidet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 20:04:44

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:01:26 Danke Iven. Dann werde ich natürlich nicht näher auf weitere Äußerungen eingehen. Falls du weitere Infos geben kannst wär das natürlich schon Recht interessant.

Ocram84 zu deinem verlinken Podcast finde ich nichts dazu. Es gibt lediglich eine Folge aus 2022 zu FL.
Und mal bei allem Respekt, ich denke dass Forenmitglieder und speziell dazu noch Iven, keinen Vormund brauchen um zu entscheiden was sie zu tun oder zu lassen haben.
Ich finde es sehr gut dass man hier relativ frei seine Meinungen und Gedanken äußern darf. Die muss nicht jeder gut finden. Im Zweifelsfall steht es jedem frei die Beiträge zu überspringen.
Ich denke, dass auch der Iven als Forenoberhaupt lieber gehaltvolle Beiträge begrüßt, als den X-ten "Hobbyermittler auf Tiktok", der irgendeine Scheiße von sich gibt, die überhaupt nicht stimmen kann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:25

MrNightsky hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:37:45 Ist diese Person zufällig ein Technik-Nerd und lyrisch begabt?
Wenn du mit dem lyrisch begabt auf das Ori Gedicht anspielen möchtest, das hat damit nichts zu tun.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Detective Bartek » Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:02

Gast7469 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 10:37:52 Das sind gute Einwände und u.a sind genau diese der Grund, warum ich natürlich auch Restzweifel habe, ob es wirklich so gewesen sein kann, wie ich mir das vorstelle.
Zuerst, ich glaube nicht, dass der Täter seine Tat geplant oder gewollt hatte. Es war natürlich keine Entführung oder so per Definition.
Ich favorisiere die Theorie, dass der Täter gegen 23 Uhr zum Pub fuhr im Glauben dort auf N zu treffen, zufällig traf er dort auf Frauke. Man kennt sich noch nicht, unterhält sich nett, weil man gemeinsame Bekannte hat. Ich glaube, der Täter bot Frauke an, sie zu N nach Schloss Neuhaus bringen zu können als kurzer Überraschungsbesuch quasi, weil er eh zu ihm will (N wusste davon nichts!)
Ich glaube, auf dem Weg dahin muss dann etwas passiert sein. Ich weiß nicht was, aber ich könnte mir vorstellen, dass Frauke infolge einer Auseinandersetzung verletzt und bewusstlos wurde und der Täter panisch die Strecke weiter fuhr Richtung Nieheim oder Umgebung, Frauke dort erst einmal versteckte und versorgte - mit der festen Absicht sie zeitnah wieder gehen zu lassen, wenn es ihr Zustand zuließ, wobei der genaue Zeitpunkt für ihn eher vage blieb -wie gesagt, der gute Wille war stets da.
Es mag blöd klingen, aber ich glaube, dass der Täter Frauke die ersten 48h quasi dort "vergessen" hat. Er hat ihr vielleicht in dem Raum, in dem sie eingesperrt war, Essen und Trinken da gelassen, Decken, Bücher, ein Film laufen lassen. Wir alle wissen, wie schnell so ein Tag vorbei geht, wenn man hier und da Besorgungen macht, wie gut lässt sich Unangenehmes aufschieben, verdrängen, vergessen, vor allem, wenn man vielleicht aufgrund psychischer Probleme eh zu so einem Verhalten neigt.
Erst Donnerstagabend als die Suche über das Radio öffentlich wurde und er erfuhr, dass die Polizei bereits herausgefunden hat, dass die erste SMS aus dem Raum Nieheim verschickt wurde, traf den Täter der Schlag und er merkte, dass das Ganze bereits richtig hohe Wellen schlägt und er hier eine Straftat begeht. Das setzte ihn enorm unter Druck.

Nicht falsch verstehen, Frauke hatte mit Sicherheit sehr große Angst und sie dürfte auch sehr geschwächt gewesen sein durch Hunger, Durst, Schlafmangel, Bewegungsmangel, Mangel an frischer Luft, mangelnde Hygiene. Und ich glaube auch, dass Frauke gefesselt gewesen sein dürfte, spätestens seit Donnerstagabend.

Der Täter war durchaus sehr gefährlich, mM nach weil er stark dazu neigt, Unangenehmes aufzuschieben, zu verdrängen, zu vergessen. Er ist keiner, der aktiv quält, körperliche Gewalt ausübt, der andere aktiv töten würde. Kurz gesagt, er ist der Typ Mensch, der anderen schadet, in dem er sie "vergisst", vernachlässigt, der einfach aufhört sich zu kümmern, der eher abwarten würde, bis jemand aufgrund von Vernachlässigung von selbst stirbt.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Frauke fürchtete, sie würde nichts mehr zum Essen und zur Trinken bekommen oder wieder tagelang einsam in einem Raum eingesperrt verharren, wenn sie nicht kooperiert, sondern schreit oder im Fahrzeug randaliert.

Wie gesagt, ich glaube der Täter willigte ein, sie auf jeden Fall freilassen zu wollen, vertröstete sie aber immer wieder. Vielleicht gab er an, Zeit zu brauchen, seine Angelegenheiten regeln zu wollen, für den Fall, dass er verhaftet wird.
Aber ich bin mir sicher, dass er wusste, dass er es nicht schaffen würde, Frauke freizulassen. Ich glaube, dass er ihr das schließlich auch Sonntag nach dem Anruf durch die Blume mitgeteilt hat. Er kann sie nicht gehen lassen, da sie, solange sie lebt, ihn verraten und identifizieren kann.
Frauke hat das dann auch genau so ihrer Schwester und C mitgeteilt.
K: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"

Der letzte Anruf am Dienstag war mMn dazu gedacht, herauszufinden, wie viel die Angehörigen wissen. Er ließ Frauke frei reden. Er wusste, dass sie nichts über ihn wusste, ihn nicht verraten konnte und würde. Nach dem Anruf stand für ihn fest- niemand weiß etwas- kein Freilassen also, Frauke muss sterben. Und ich könnte mir vorstellen, während der Täter darüber nachdachte, wie er das anstellen sollte, sie zu töten, hat er sie einfach passiv aggressiv verdursten oder an einem Hitzschlag sterben lassen.
Ich denke, Frauke hatte auch noch am Tag des letzten Anrufs immer noch Hoffnung, aber sie wird begriffen haben, dass sie mit Gesprächen, Gutzureden, Kooperation und mit dem Glauben an das Gute im Menschen, nicht lebend aus der Sache herauskommen wird. Nur noch durch Flucht und Kampf etc. Aber dazu kam es dann wohl nicht mehr.

Und wenn jetzt einer sagt, dass dieses Verhalten eher zu einer Frau passt - ja, ich gehe stark von einem weiblichen Täter aus, wobei ich auch die Mittäterschaft eines männlichen Täters annehme, der eventuell weiter Druck gemacht hat und/ oder die Leiche entsorgt hat.

Den Fall Andrea Lohagen kannte ich noch nicht. Der Täter konnte anscheinend 23 Jahre lang mit seiner Schuld leben, an der Tötung einer 16 jährigen beteiligt gewesen zu sein, aber nicht damit, dass seine Familie und sein Umfeld wissen, dass er ein Mörder ist. Find ich krass.
Deine Theorie ist interessant, vieles passt, und du hast gut dargestellt, dass es sich um einen Täter handeln könnte, der nichts geplant hatte und bei dem die Situation außer Kontrolle geraten ist.
Dennoch gibt es sehr wichtige Punkte, bei denen ich erhebliche Zweifel habe – insbesondere in technischer und logistischer Hinsicht.

Du gehst davon aus, dass es sich um einen Bekannten von N handeln könnte, also um jemanden ungefähr im Alter von N und Frauke. Eine so junge Person hätte jedoch enorme Schwierigkeiten gehabt, Frauke überhaupt für mindestens eine Woche verborgen zu halten. Dazu kommt, dass der Täter ein Fahrzeug zur alleinigen Verfügung hätte haben müssen, mit dem er Frauke transportierte. Er hätte sie regelmäßig vom Versteck ins Auto und wieder zurück bringen müssen – und das Tag für Tag, ohne dass irgendjemand etwas bemerkt? Freunde, Familie, Kollegen am Arbeitsplatz?

Ein weiterer Punkt ist die mögliche Mitwirkung Dritter. Wenn jemand beim Festhalten von Frauke geholfen hätte, nachdem die Situation außer Kontrolle geraten war, müsste auch diese Person erhebliche psychische Probleme gehabt haben. Jede halbwegs „normale“ Person hätte doch gesagt: Entschuldige dich bei Frauke, erklär die Situation und lass sie frei.
Egal ob Bruder, Freund oder etwa die Partnerin des Täters – wer würde sich darauf einlassen, eine Frau festzuhalten und später sogar zu töten, dabei das eigene Leben ruinierend, falls man entdeckt wird? Wer würde zustimmen, gemeinsam mit dem Täter und Frauke durch genau die Stadt zu fahren, in der sie verschwunden ist und nach der bereits öffentlich gesucht wird?

Die technischen und logistischen Anforderungen sind extrem hoch – selbst bei einem lange vorbereiteten Entführungsdelikt. Dass so etwas spontan, durch einen etwa 20-Jährigen, dem die Situation entgleitet, möglich gewesen sein soll, der zufällig über ein perfektes Versteck, ein dauerhaft verfügbares Fahrzeug und die nötige Abgebrühtheit verfügte und dabei so riskant agierte, erscheint mir letztlich kaum vorstellbar.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von MrNightsky » Freitag, 23. Januar 2026, 19:37:45

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.
Ist diese Person zufällig ein Technik-Nerd und lyrisch begabt?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 19:01:26

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02 Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).
Danke Iven. Dann werde ich natürlich nicht näher auf weitere Äußerungen eingehen. Falls du weitere Infos geben kannst wär das natürlich schon Recht interessant.

Ocram84 zu deinem verlinken Podcast finde ich nichts dazu. Es gibt lediglich eine Folge aus 2022 zu FL.
Und mal bei allem Respekt, ich denke dass Forenmitglieder und speziell dazu noch Iven, keinen Vormund brauchen um zu entscheiden was sie zu tun oder zu lassen haben.
Ich finde es sehr gut dass man hier relativ frei seine Meinungen und Gedanken äußern darf. Die muss nicht jeder gut finden. Im Zweifelsfall steht es jedem frei die Beiträge zu überspringen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 18:43:21

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02 Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).
Brauchst du nicht.

Dieser Podcast "enthüllt", dass die CCU 2024 noch gar nicht am Frauke Fall dran war:

.https://podcasts.apple.com/de/podcast/l ... 1600075301

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Iven » Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 [...]

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei.

Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 18:23:24

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:19:48 Bitte nicht.

Wenn dieser Fall eines nicht mehr braucht, dann sind es Personen, die im Internet behaupten "mehr zu wissen".
Sehe ich ähnlich. Würde mir gerne selbst einen Eindruck verschaffen.

Bei TT werd ich ohnehin..

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 18:19:48

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:10:20 Wärst du bitte so freundlich und nennst uns ein paar Details? Ggf. sogar eine Stream-Aufzeichnung?
Bitte nicht.

Wenn dieser Fall eines nicht mehr braucht, dann sind es Personen, die im Internet behaupten "mehr zu wissen".

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 18:10:20

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.
Wärst du bitte so freundlich und nennst uns ein paar Details? Ggf. sogar eine Stream-Aufzeichnung?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 17:52:30

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 12:27:27 Vor Jahren fragte mich Frau Liebs am Telefon einmal, ob ich eine Idee hätte, was wir im Fall Frauke Liebs noch unternehmen könnten. Ich schlug ihr daraufhin vor zu versuchen, eine eigene Untersuchung der Asservate auf eigene Kosten bei einer Forensik unserer Wahl durchführen zu lassen und dementsprechend bei der zuständigen Ermittlungsbehörde anzufragen, ob dies möglich sei. Frau Liebs, bei der mein Vorschlag durchaus großen Anklang fand, tat das dann auch. Im Ergebnis wurde ihr dieses Anliegen seitens der EB abschlägig beschieden, mit der Begründung, dass es erst vor zwei Jahren eine (turnusmäßige) Untersuchung gegeben habe bzw. die letzte erst zwei Jahre her sei.
Das ist krass. Die EB erlauben das nicht mit derartiger Begründung?!

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 23. Januar 2026, 16:35:55

Leni hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 13:18:48 Wenn die Brüder die Identität des anonymen Zeugen enthüllen würden, würden sie dann nicht etwa bestätigen, dass es sich so zugetragen hat, wie der anonyme Zeuge behauptet?
Ja, das ist wohl wahr.

Wobei auch die Information zur Anwesenheit im Pub an jenem Abend aus einer Situation stammen soll, wo der Zeuge bei einer entsprechenden Äußerung der betreffenden Person anwesend gewesen sei. Da weiß man (bzw. zumindest ich) natürlich nicht, in wieweit die Situation so war, dass derjenige den Personenkreis soweit eingrenzen und den Zeugen identifizieren könnte. Und ob derjenige das möglicherweise nicht auch mehr als einmal geäußert hat, bei unterschiedlicher "Besetzung".
An der Stelle wäre allerdings auch zu sehen, dass dem Zeugen womöglich nicht vorab klar/absehbar war, dass die Herkunft dieser Information (Anwesenheit bei dieser Äußerung) so explizit publik würde. Also anders als bei dem Besuch der Ablagestelle, wo es auch ohne bekannte Details dem Betreffenden nachvollziehbar sein müsste, von wem diese Information stammen muss.

Die Frage wäre dann halt, ob der Zeuge wohl da soweit "um die Ecke gedacht" hat, dass der Bruder die Kenntnis seiner Identität nicht offenlegen könnte, ohne damit auch den geschilderten Hergang grundsätzlich zu bestätigen. Das wäre ja durchaus auch ein Vorgehen, zu dem man ihm da raten und wie man die betreffende Information verbreiten könnte, nicht wahr?

Und die Frage, ob es ihm wohl genug "Anonymität" wäre, wenn der Bruder es nur inoffiziell wüsste, ohne es Dritten gegenüber offenzulegen (jegliche etwaige Mittäter oder Mitwisser, auch im Nachgang, natürlich ausgenommen).

Insgesamt halt fraglich, ob und in wieweit er das überhaupt so genau im Detail durchdacht hat.
Aber dass er mit einer (wahren) Aussage zu der Situation seine Identität gegenüber dem Bruder wohl offenlegen (zumindest "einer von beiden") würde, das ist ja doch unmittelbar ersichtlich, dafür brauchts keinen nennenswerten Denkprozess.


Alles recht kurios.
Das einzig Sinnvolle wäre, wenn der sich persönlich bei der EB meldet, seine Aussage wiederholt und auch den zweiten Mitfahrer benennt.
Aber das ist nicht passiert und wird wahrscheinlich auch nicht mehr passieren. Davon kann man nun halten, was man will.

Man muss halt auch sehen, es gab ja dann irgendwann Ermittlungen, Durchsuchungen, ohne das Ergebnis eines Nachweises und (soweit man weiß) auch ohne neue Spuren/Ermittlungsansätze.
Fraglich, ob allein die Bestätigung des Aufsuchens der Ablagestelle irgendwie als Nachweis einer Täterschaft oder sonstwie Beteiligung gewertet werden könnte.
Ich meine, der hat (spekulativ...) die Überreste zufällig gefunden, hat sie nicht gemeldet (vielleicht weil er nicht selbst in Verdacht geraten wollte?), und wollte da aus irgendeiner Faszination heraus oder was auch immer nochmal "nachschauen", als er die beiden Mitfahrer im Auto hatte. Warum nicht, wie sollte man da was anderes nachweisen?


Es gab ja gegen Ende 2024 eine weitere Durchsuchung in der Gegend, ich meine in Lichtenau. War zeitnah nach dem Auftritt des Pünktchenmanns hier, aber galt wohl nicht dem (sagte Iven).
Keine Ahnung, ob da jemand hier mehr darüber weiß (und vielleicht teilen möchte...), aber ein Zusammenhang mit den Brüdern könnte da ja bestehen - Freund oder Verwandter, der involviert gewesen sein könnte, oder ein Gebäude, das damals vielleicht zur Verfügung gestanden hätte oder wo ggf. tatrelevante Gegenstände aufbewahrt sein könnten, was auch immer.
Aber vielleicht galt diese Durchsuchung auch einem völlig anderen Ermittlungskontext.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27

Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Agatha Christie » Freitag, 23. Januar 2026, 14:09:13

Trodat5203 hat geschrieben: Donnerstag, 22. Januar 2026, 19:56:14 Ja, aber nichts desto trotz ist es schon abenteuerlich von einer verletzten Hand und einem gefilmten Suchplakat auf den Täter zu schließen. :o
Das sehe ich auch so.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Leni » Freitag, 23. Januar 2026, 13:18:48

HP1 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 09:59:40 Bei den Brüdern bringt halt einzig das angebliche Aufsuchen der Ablagestelle vor dem öffentlichen Auffinden einen der beiden tatsächlich mit der Tat in Verbindung, und genau dieser Punkt ist nicht bestätigt/überprüfbar, beruht nur auf der Behauptung einer anonymen Person.
Und genau da liegt die Irritation, der Zweifel an der Glaubwürdigkeit:
Hätte das Aufsuchen der Ablage so stattgefunden wie geschildert, dann wäre diesem Bruder doch die Identität des anonymen Zeugen bekannt. Bzw. man will ja damals zu zweit bei ihm mitgefahren sein, aber dennoch, der wüsste dann wohl genau, wer es ist. Und auch wenn es bei der Anonymität vielleicht gar nicht in erster Linie darum geht, von den Brüdern nicht identifiziert zu werden, die könnten dann ja dennoch ohne Weiteres dessen Identität gegenüber der Polizei oder auch allgemein öffentlich ("im Dorf") kundtun.
Wenn die Brüder die Identität des anonymen Zeugen enthüllen würden, würden sie dann nicht etwa bestätigen, dass es sich so zugetragen hat, wie der anonyme Zeuge behauptet?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Wiesenblume » Freitag, 23. Januar 2026, 12:52:49

Leider funktioniert hier bei mir gerade etwas nicht. Entschuldigt bitte. Ich halte User Barteks Theorie für die wahrscheinlichste.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Wiesenblume » Freitag, 23. Januar 2026, 12:51:43

Detective Bartek hat geschrieben: Donnerstag, 22. Januar 2026, 23:44:15 Ich erinnere mich an einen Thread, in dem Iven (viele Grüße an dich) schrieb, dass Frau Liebs ihm in einem Gespräch bestätigt habe, dass Frauke tatsächlich gefragt habe, wo Nieheim liegt, weil sie dort einen Mechaniker kennengelernt hatte – während eines abendlichen Essens mit ihm und Chris am Tag ihres Verschwindens. Man kann das also als Tatsache ansehen.

Später in derselben Nacht schickt Frauke eine SMS aus Nieheim. Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, das als reinen Zufall zu betrachten.
In diesem Fall gibt es viele Paradoxien und vermeintliche Zufälle, aber es ist unmöglich, dass alles nur Zufall war. Ich habe das Gefühl, dass – so wie der Suizid von Thomas und die Entführung von Frauke theoretisch zwei voneinander unabhängige Ereignisse sein könnten – die Frage von Frauke nach Nieheim jedoch kein Zufall war.

Ich habe zwei Theorien zu diesem Thema, unter der Annahme, dass es sich hierbei nicht um einen Zufall handelt.

Erste Theorie:
Frauke stand bereits seit dem Morgen oder seit einigen Tagen mit einer Person in Kontakt (wie sie sich kennengelernt haben könnten, wäre ein eigenes Thema), die sich als Mechaniker aus Nieheim ausgab. Und hier wird es interessant: Wie wir wissen, wurde der sehr verdächtige Mechaniker aufgrund eines wasserdichten Alibis ausgeschlossen. Aber was, wenn dieser Mann schon früher plante, Frauke etwas anzutun, und lediglich log, indem er behauptete, Mechaniker zu sein – in dem Wissen, dass es in Nieheim tatsächlich einen Mechaniker gibt, der im Ernstfall sehr verdächtig wirken würde? Nach dieser Logik wurde niemals ein anderer „Mechaniker aus Nieheim“ gefunden. Denn warum sollte der Täter Frauke sagen, womit er sich wirklich beschäftigt, wenn er eine Entführung plante?

Ich bin der Meinung, dass Frauke am Tag ihres Verschwindens mit ihrem späteren Mörder in Kontakt stand und dass ein Treffen zwischen ihnen thematisiert wurde. Es ist möglich, dass das Treffen mit Niels für sie Priorität hatte, weil er sie vielleicht mehr interessierte, und dass das andere Treffen nur ein Plan B war.
Ich leite das daraus ab, dass allgemein angenommen wird, Frauke sei müde gewesen und habe so schnell wie möglich nach Hause gehen wollen – gleichzeitig aber versuchte sie sehr lange, Niels noch am selben Abend zu einem Treffen zu überreden. Deshalb halte ich es für möglich, dass sie sich letztlich auf ein anderes Treffen eingelassen hat.
Genau diese beiden Theorien hatte ich auch schon. Und ich denke,dass er die gleiche Strategie bei dem Waldarbeiter angewandt hat. Er kennt die Umstände seiner in`s Rampenlicht gerückten Personen sehr genau.Und er schreckt nicht zurück ,ihnen den Mord an Frauke Liebs unterzuschieben.
Es könnte auch so gewesen sein, dass sie das Treffen mit dem späteren Täter absagte, dieser aber bereits wusste, dass sie in der Bar war, das Spiel schaute und gleich gehen würde. In diesem Fall hätte er zur Bar fahren und sie nach dem Verlassen überreden können, sich doch noch zu treffen, und Frauke hätte spontan, aus einem Impuls heraus, zugestimmt. Der Täter könnte zu Beginn des Treffens sehr überzeugend gewesen sein, und sie hätte sich aus irgendeinem Grund darauf eingelassen, mit ihm nach Nieheim zu fahren. Dort hätte er sie überwältigen können, weil er sich dort sicher fühlte, und sie gezwungen, die SMS zu schicken. Vom Fußballspiel hätte er entweder aus früheren Gesprächen oder während der Fahrt erfahren können, und Chris stand an erster Stelle in der Nachricht – auch über ihn hätte er zuvor etwas gehört haben können. Ich gehe davon aus, dass die SMS nicht freiwillig verschickt wurde, sondern genau zu diesem Zeitpunkt unter der Aufsicht des Täters.

Was haltet ihr von diesem Szenario des Beginns der Entführung?

Zweite Theorie:
Frauke lernte ihren späteren Mörder auf ähnliche Weise kennen wie in der ersten Theorie beschrieben, jedoch mit einer kleinen Abwandlung: Der Täter stammte aus Paderborn oder der Umgebung, und die Fahrt nach Nieheim ging von Frauke aus. Etwa nach dem Motto: „Das Gespräch läuft gut, lass uns eine kleine Fahrt machen – ich habe kürzlich jemanden aus Nieheim kennengelernt, willst du sehen, wo das liegt und wie es dort aussieht?“
Ein solcher Vorschlag wäre für den späteren Täter ein Geschenk des Himmels gewesen. Er hätte Frauke mitten in der Nacht aufs Land bringen und dort überwältigen oder sogar versuchen können, sie zu vergewaltigen.

Diese Theorie würde erklären, warum alle anderen Anrufe aus Paderborn und der Umgebung kamen – weil der Täter nichts mit Nieheim zu tun hatte, außer dieser einen Fahrt dorthin mit Frauke, ausgelöst durch ihre Neugier auf die Gegend von Nieheim aufgrund einer anderen, neuen und unzusammenhängenden Bekanntschaft.

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