VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 09. Januar 2026, 10:40:10

@Ichhier

Ja, das war zu lesen, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern belastet ist. Die Polizei soll es durch Abhöraktionen mitbekommen haben. Ich könnte mir vorstellen, dass Émiles Vater vielleicht mal spricht, weil er anders aufgewachsen ist als seine Frau und deren Geschwister. Es war auch zu lesen, dass Großvater V. ihm vorgeworfen haben soll den Sohn nicht richtig erzogen zu haben. Émile galt ja wohl in der Großeltern-Familie mütterlicherseits als nicht zu bändigen. Das ist aber alles Hörensagen aus den Zeitungen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Freitag, 09. Januar 2026, 10:30:19

Meine Gedanken: es wird seit dem Verschwinden von E kein normaler Alltag/Familienleben mehr möglich sein. Es scheint ja auch so, dass bereits ein Bruch zw E Eltern und der restlichen Familie vorliegen. Evtl äußern sich weitere Kinder kritisch, hinterfragen usw.
Da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Mutter mit ihrem Mann bricht, um nicht die anderen Kinder auch noch zu verlieren.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 09. Januar 2026, 10:04:19

@Ichhier

Ich schätze Großmutter V. als starke Persönlichkeit ein. Hier hat mal jemand geschrieben, dass von ihrer Seite das Geld kam. Die Familie ist ihr ganzer Lebensinhalt und daher würde sie sich auch nicht gegen ihren Mann stellen. Wenn die Familie auseinanderbricht und das würde sie, wenn Großvater V. sich verantworten müsste ( vermutlich würden die Eltern auch das Sorgerecht für die minderjährigen Kinder verlieren, wenn aufkommt, dass der Vater zuschlägt und die Mutter es duldet). Die Kinder wurden von ihr zumindest zeitweise in den unteren Klassen unterrichtet, denn in Frankreich gibt es keine Schulpflicht sondern eine Bildungspflicht, der man nicht zwangsläufig durch einen Schulbesuch nachkommen muss. Also sind die Kinder völlig auf die Eltern fixiert. Die haben absoluten Gehorsam gelernt und das geht nur, wenn der eigene Wille gebrochen worden ist. Ausschließen möchte ich es nicht, dass irgendwann mal jemand redet, beispielsweise wenn eines der Kinder mal einen Partner hat, der anders ist weil er nicht so streng erzogen worden ist. Momentan ist es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass jemand redet.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Freitag, 09. Januar 2026, 08:12:59

@AngRa wie schätzt Du denn die Großmutter ein? Würde sie sich gegen ihren Mann stellen? Ich könnte mir vorstellen, sollte innerhalb der Familie etwa passiert sein, was zum Tod von E geführt hat, sich Sichtweisen ändern können.

Zuerst steht wohl im Vordergrund, möglichst weiteren Schaden abzuwenden, die Familie zusammenzuhalten, keine weiteren Kinder durch Abwendung zu verlieren usw.

Die Situation wird für alle unerträglich sein und ohne Aufklärung wird sich das auch nicht ändern. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ein Familienmitglied seine Meinung ändert und aussagt.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 09. Januar 2026, 05:19:25

Es gibt einen neuen Bericht vom 8.1.2026 über den Priester Claude Gilliot, der Émile getauft hat und der sich später am 15.3.2025 das Leben genommen hat. In dem Bericht kommt Arthur Herlin vom Paris Match zu Wort, der damals auch mit dem Pfarrer gesprochen hatte. Die Zeitschrift hatte außerdem vom Pfarrer bereits kurz nach Émiles Verschwinden Bilder von Émile bekommen. . Über Arthur Herlin erfährt man beim Googeln, dass er als Kirchen und Vatikan-Experte gilt.





Affaire Émile : "Le prêtre soupçonnait le...", glaçantes révélations sur l’islamologue qui l’a baptisé avant de disparaitre
Le patriarche soupçonné par Claude Gilliot qui avait baptisé son petit-fils
À l'antenne, l'animatrice Aurélie Casse lui a alors posé une question cruciale : "Il avait déjà dit qu'il soupçonnait le grand-père ?". Ce à quoi Arthur Herlin a répondu : "Oui. (...) Dès le début, il m'a expliqué que Philippe pouvait être quelqu'un qui pourrait être ferme, voir un peu agressif avec ses enfants, qu'il l'avait déjà surpris mettre une fessée violente à l'un d'eux. S'il me l'a dit, je pense qu'il en a parlé à un paroissien ou une personne de confiance, et Phillippe l'a su. Ayant su que le Père m'avait accueilli et avait donné une photo à Paris Match, ça a provoqué sa colère. Une colère noire". Particulièrement agacé, Philippe Vedovini l'aurait d'ailleurs "insulté de tous les noms".

Le patriarche soupçonné par Claude Gilliot qui avait baptisé son petit-fils
À l'antenne, l'animatrice Aurélie Casse lui a alors posé une question cruciale : "Il avait déjà dit qu'il soupçonnait le grand-père ?". Ce à quoi Arthur Herlin a répondu : "Oui. (...) Dès le début, il m'a expliqué que Philippe pouvait être quelqu'un qui pourrait être ferme, voir un peu agressif avec ses enfants, qu'il l'avait déjà surpris mettre une fessée violente à l'un d'eux. S'il me l'a dit, je pense qu'il en a parlé à un paroissien ou une personne de confiance, et Phillippe l'a su. Ayant su que le Père m'avait accueilli et avait donné une photo à Paris Match, ça a provoqué sa colère. Une colère noire". Particulièrement agacé, Philippe Vedovini l'aurait d'ailleurs "insulté de tous les noms".

"Il ne savait plus vers qui se tourner..."
"Il lui a dit qu'il ne le reverra plus et qu'il fera tout pour le renvoyer de la paroisse, ce qu'il a réussi à faire (...)", a précisé Arthur Herlin, interloqué que les autorités l'aient interrogé sur le tard, "en février 2024". Difficile pour lui d'accepter que le diocèse ait nié son suicide en évoquant une "mort naturelle". "Après sa mise au banc(...), il n'avait pas de raisons concrètes de sa mise à pied. L'évêque ne l'a même jamais reçu. Ça lui faisait énormément de mal, parce qu'il avait célébré la messe du baptême d'Émile... Le mariage de Marie et Colomban, il était dans cette paroisse depuis vingt ans. (...)", a renchéri le journaliste. "Il ne savait plus vers qui se tourner, il me l'a dit au mois de janvier dernier. Il commençait même à s'inquiéter de ne plus pouvoir célébrer la messe dans sa région d'origine dans le Nord"
Übersetzt:
Der Fall Émile: „Der Priester verdächtigte…“, erschreckende Enthüllungen über den islamischen Gelehrten, der ihn taufte und dann verschwand.
Der Patriarch, der von Claude Gilliot verdächtigt wurde, weil er seinen Enkel getauft hatte
Live stellte Moderatorin Aurélie Casse ihm dann eine entscheidende Frage: „ Hatte er schon gesagt, dass er den Großvater verdächtigt?“ Worauf Arthur Herlin antwortete: „Ja. (...) Er erklärte mir von Anfang an, dass Philippe jemand sein könne, der streng , ja sogar etwas aggressiv mit seinen Kindern umgehe , und dass er ihn schon einmal dabei erwischt habe, wie er eines von ihnen heftig geschlagen habe. Wenn er mir das erzählt hat, denke ich, dass er mit einem Gemeindemitglied oder einer Vertrauensperson gesprochen hat, und Philippe hat es erfahren. Zu wissen, dass der Priester mich willkommen geheißen und Paris Match ein Foto gegeben hatte, entfachte seinen Zorn. Eine rasende Wut .“ Besonders verärgert soll Philippe Vedovini ihn aufs Übelste beschimpft haben .
„Er wusste nicht mehr, an wen er sich wenden sollte…“
„ Er sagte ihm, er würde ihn nie wiedersehen und alles tun, um ihn aus der Gemeinde zu entfernen, was ihm auch gelang “, erklärte Arthur Herlin, verwundert darüber, dass die Behörden ihn erst so spät, im Februar 2024, befragten. „Es fiel ihm schwer zu akzeptieren , dass das Bistum seinen Selbstmord mit der Begründung ‚ natürlicher Ursachen ‘ bestritten hatte .“ „ Nach seiner Suspendierung gab es keine konkreten Gründe für seine Entlassung. Der Bischof hatte ihn nie getroffen. Das verletzte ihn sehr, denn er hatte Émiles Taufmesse gefeiert … Maries und Colombans Hochzeit; er war zwanzig Jahre lang in dieser Gemeinde gewesen “, fügte der Journalist hinzu. „ Er wusste nicht mehr, an wen er sich wenden sollte; das sagte er mir letzten Januar. Er machte sich sogar Sorgen, in seiner Heimatregion im Norden keine Messe mehr feiern zu können .“

https://www.nextplz.fr/societe/526505-a ... ter-la-vie


Die Chronologie der Ereignisse, der enge zeitliche Bezug zwischen Émiles Beerdigung, dem anonymen Brief, der Beschlagnahme des Blumenkübels, der Selbstmord des Pfarrers, die Verfatung der Großeltern und zwei ihrer Kinder spricht dafür, dass es diese Verdächtigungen seitens des Priesters gab.Emiles Beerdigung fand am 8.2.2025 statt und wurde im Fernsehen übertragen. Das könnte den Priester wieder an seinen Verdacht und an den Streit mit dem Großvater erinnert haben . Er hatte Émile getauft, aber er durfte ihn nicht beerdigen. Unmittelbar vor seinem Selbstmord am 15.3.2025 könnte er den anonymen Brief verfasst haben, der am 13.3. 2025 dazu geführt hat, dass ein Blumenkübel und andere Gegenstände aus dem Bereich der Kapelle beschlagnahmt worden sind. Die Kapelle hatten ausschließlich die Vs genutzt und sie hatten auch einen Schlüssel zur Kapelle. Unmittelbar nach seinem Tod erfolgte auch die Verhaftung der vier Vs, die aber dann wieder freigelassen worden sind. Zum damaligen Zeitpunkt stand aufgrund von Untersuchungsergebnissen zwar fest, dass Émiles Leichnam kurz vor dem Fund umgelagert worden war, aber es fehlte noch an einer eindeutigen Todesursache, dem Schlag gegen das Jochbein. Es war also damals die Unfalltheorie nicht auszuschließen und es war der Lagerungsort nicht bekannt. Für eine Täterschaft sprachen damals vor allem wohl die Persönlichkeit des Großvaters und widersprüchliche Aussagen zum Ablauf vor dem Verschwinden, die Grund für die Mise en situation waren.

Der Fall kann meiner Meinung nach nur aufgeklärt werden, wenn die Ermittlungsbehörden den Ort finden an dem Émiles Leichnam über Monate hinweg gelagert worden ist. Ich gehe davon aus, dass die Behörden den Ort finden. Die Großmutter V. hat nun eigene Ermittlungen zum Ort angestellt. Auch sie scheint zu wissen, dass der Ort der Lagerung das letzte Puzzleteil im Fall ist und zur Überführung des Täters führen wird. Daher die kostspieligen Bemühungen durch Einschalten der Rechtsanwälte den Ort zu präsentieren. .

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Montag, 05. Januar 2026, 18:02:47

AngRa hat geschrieben: Montag, 05. Januar 2026, 04:24:49 Nochmals zu der Frage, die hier neulich aufgekommen ist, warum Émile die Kleidungsstücke ausgezogen worden sind. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass der Körper nicht in den gefundenen Kleidungsstücken gelbes T-Shirt und Hose verwest ist. Die Kleidungsstücke müssen also separat aufbewahrt worden sein und dann neben den Knochen platziert worden sein.


Ich habe überlegt, ob ihm vielleicht die Sachen ( Hose , gelbes T Shirt ) vor dem Mittagsschlaf ausgezogen worden sind und er wegen der Hitze nur mit Windel bekleidet den Mittagsschlaf halten sollte, damit er nicht übermäßig schwitzt und das Ausziehen vielleicht zur Prozedur vor dem Schlafen gehört hat. Zum Zudecken hatte er vielleicht eine ganz dünne Decke, ähnlich einem Laken. Im Bett hat er womöglich keine Ruhe gegeben, weil er am ersten Urlaubstag bei den Großeltern sehr aufgedreht war und ist vielleicht immer wieder aufgestanden und in der Windel umher gelaufen, vielleicht nicht nur im Haus sondern auch nach draußen in die Garage , wo er dann für sein Umherlaufen also für sein Ungehorsam, bestraft worden sein könnte . Der Zeuge, der ihn nach 17 Uhr im gelben T Shirt auf der Straße gesehen haben will, müsste sich unter diesen Umständen geirrt haben. Zeugenaussagen sind oft falsch und als schwächstes Glied in der Indizienkette bekannt.

Später hat man seine Knochen dann hoch in den Wald gebracht und die Klamotten daneben gelegt, damit es so aussah, als sei er von alleine weggelaufen und oben im Wald verdurstet. Man hat sich schon immer darüber gewundert, dass die Schnürsenkel der Wanderschuhe offen waren, als sie oben gefunden worden sind. Das war zwar eine offiziell nicht bestätigte Information, aber dementiert worden ist die Infoiramation auch nie.

Die Schnürsenkel wären offen gewesen, weil man ihm die Schuhe vor dem Mittagsschlaf ausgezogen hat.

Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.
Das ist genau das, was ich ebenfalls denke.
An die lange Siesta glaube übrigens auch nicht.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Montag, 05. Januar 2026, 11:16:07

Meiner Meinung nach konnte Émile gegen 17 Uhr nicht mehr vom Zeugen gesehen werden, weil er zu dem Zeitpunkt schon tot war.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Montag, 05. Januar 2026, 10:12:31

AngRa hat geschrieben: Montag, 05. Januar 2026, 04:24:49 (...)
Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.
Heißt, er wäre zu der angegebenen Zeit gar nicht gesehen worden? Oder er wäre da gesehen worden, aber nur mit Windel oder anderer Kleidung?

Warum ist der Fall eigentlich noch in der Rubrik "Vermisste"?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Montag, 05. Januar 2026, 04:24:49

Nochmals zu der Frage, die hier neulich aufgekommen ist, warum Émile die Kleidungsstücke ausgezogen worden sind. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass der Körper nicht in den gefundenen Kleidungsstücken gelbes T-Shirt und Hose verwest ist. Die Kleidungsstücke müssen also separat aufbewahrt worden sein und dann neben den Knochen platziert worden sein.


Ich habe überlegt, ob ihm vielleicht die Sachen ( Hose , gelbes T Shirt ) vor dem Mittagsschlaf ausgezogen worden sind und er wegen der Hitze nur mit Windel bekleidet den Mittagsschlaf halten sollte, damit er nicht übermäßig schwitzt und das Ausziehen vielleicht zur Prozedur vor dem Schlafen gehört hat. Zum Zudecken hatte er vielleicht eine ganz dünne Decke, ähnlich einem Laken. Im Bett hat er womöglich keine Ruhe gegeben, weil er am ersten Urlaubstag bei den Großeltern sehr aufgedreht war und ist vielleicht immer wieder aufgestanden und in der Windel umher gelaufen, vielleicht nicht nur im Haus sondern auch nach draußen in die Garage , wo er dann für sein Umherlaufen also für sein Ungehorsam, bestraft worden sein könnte . Der Zeuge, der ihn nach 17 Uhr im gelben T Shirt auf der Straße gesehen haben will, müsste sich unter diesen Umständen geirrt haben. Zeugenaussagen sind oft falsch und als schwächstes Glied in der Indizienkette bekannt.

Später hat man seine Knochen dann hoch in den Wald gebracht und die Klamotten daneben gelegt, damit es so aussah, als sei er von alleine weggelaufen und oben im Wald verdurstet. Man hat sich schon immer darüber gewundert, dass die Schnürsenkel der Wanderschuhe offen waren, als sie oben gefunden worden sind. Das war zwar eine offiziell nicht bestätigte Information, aber dementiert worden ist die Infoiramation auch nie.

Die Schnürsenkel wären offen gewesen, weil man ihm die Schuhe vor dem Mittagsschlaf ausgezogen hat.

Diese Erklärung für die ausgezogene Kleidung wäre die einfachste und nach meiner Meinung auch die plausibelste. Die Aussage des Nachbarn zur Sichtung müsste dann auf einem Irrtum beruhen. Vielleicht hat er ihn so am Morgen so draußen gesehen mit dem gelben T Shirt und das dann verwechselt, weil alle zunächst davon ausgegangen sind, dass der Kleine kurz vor der Suchaktion das Anwesen verlassen hat und eigenständig weggelaufen ist. An ein Verbrechen hat zunächst niemand gedacht.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Montag, 29. Dezember 2025, 07:02:08

Ich vermute, dass durch die polizeilichen Maßnahmen in der Vorweihnachtszeit Druck aufgebaut werden sollte, von dem man sich vielleicht auch Auswirkungen auf die Stimmung innerhalb der Familie erhofft haben könnte. Die Fahrräder und die sonstigen Gegenstände hätten auch früher schon beschlagnahmt werden können, denn sie standen sicher schon länger herum. Aber sie wurden erst vor Weihnachten beschlagnahmt. In Erinnerung hatte man womöglich, dass die Mise en situation ebenfalls Druck ausgelöst haben könnte, der zur Verlagerung der Knochen und somit letzten Endes zum Leichenfund geführt hat.

Der Suizid des Beichtvaters steht auch im Raum. Über Hintergründe kann man nur spekulieren. Wegen der veröffentlichung eines Bildes von Émile soll es zum Streit mit dem Großvater gekommen sein und er soll dafür gesorgt haben, dass der Pfarrer seinen Kirchenposten verliert. Von außen erkennbar ist der große Einfluss den der Großvater innerhalb der Kirche haben muss. Er scheint ein angesehener Mann zu sein auf den die Oberen hören. Der offiziell bekannt gegebene Grund für den Streit kommt mir jedenfalls vorgeschoben vor.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Sonntag, 28. Dezember 2025, 17:53:09

Wir wissen nicht, wie die Stimmung jetzt innerhalb der Familie ist.
Stehen wirklich alle Familienmitglieder so eng beisammen, dass keine Briefmarke dazwischen passt?
Wer weiß alles, was wirklich geschehen ist, falls innwerhalb der Familie überhaupt etwas geschehen ist?
Weiß Frau V. etwas, oder hat sie einen Verdacht?
Wusste der Beichtvater was geschehen ist und konnte mit diesem Wissen nicht mehr leben?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Sonntag, 28. Dezember 2025, 04:23:33

Zur Unfalltheorie gibt es unterschiedliche Berichte. Nach Daoust soll ein Unfall nach wie vor im Bereich des Möglichen liegen. In anderen Berichten wird sie ausgeschlossen.

So beispielsweise hier:
Die Richter gehen davon aus, dass Émile den Weiler nicht lebend verließ. Wissenschaftliche Untersuchungen, die nach dem Fund von Knochen im Frühjahr 2024 durchgeführt wurden, ergaben, dass sein Tod durch ein heftiges Gesichtstrauma verursacht wurde , das mit einem Schlag durch eine menschliche Hand oder sogar einen Gegenstand übereinstimmt . Als Ursache wurde eine kleine Verletzung in der Nähe des rechten Jochbeins des Kindes festgestellt, die nicht mit einer Verletzung durch einen Autounfall vereinbar ist. Trotz mehrerer Aufenthalte in Polizeigewahrsam wurde bisher keine Anklage erhoben.


https://www.midilibre.fr/2025/12/17/mor ... 117158.php


Der ehemalige Kommandeur der Nationalen Gendarmerie General Francois Daoust hat meiner Meinung nach auch keinen Einblick in die Ermittlungsakten. Seine Expertise hat aus diesem Grund auch kein besonderes Gewicht. Manchmal kommt er mir so vor wie ein französischer Axel Petermann, der sich gerne äußert.

Ich sehe es auch nicht so wie der General Daoust, dass die Nebenermittlungen der Großmutter in einem Ermittlungsverfahren etwas völlig Normales seien. Es mag ja sein, dass Zeugen ihre Theorie der Polizei vortragen. Ungewöhnlich ist aber nach meiner Meinung, dass Anwälte bei den Ermittlungen zugegen waren. Das ist ein Aufwand, den sich andere aus Kostengründen gar nicht leisten können. Die stundenlange Anwesenheit der Anwälte, die ja auch Personen der Justiz sind, empfinde ich als ungewöhnlich. Auf mich wirkt das sehr wie eine Inszenierung der Unschuld von jemandem der es sich leisten kann, weil Geld offenbar keine Rolle spielt. .

Die Ermittlungsbehörden sind bestrebt alles dafür zu tun, damit es später ein faires Gerichtsverfahren geben kann ohne offizielle Vorverurteilungen im Vorfeld. Darin sehe ich den Grund für die Zurückhaltung mit Äußerungen und auch mit Informationen. Ich glaube aber schon, dass die eine oder andere Information nach außen an die Presse gelangt. Die neuen intensiven Ermittlungen erkläre ich mir eher mit dem Ergebnis der Untersuchungen, dass Emile durch einen Schlag auf den Kopf getötet worden ist und dass ein Unfall somit ausgeschlossen werden kann.

Es ist meiner Meinung nach auch bemerkenswert, dass die Ermittlungen immer vor großen christlichen Festen an Schwung aufnehmen. Die Mise en situation fand vor Ostern statt, die neuen Beschlagnahmen und die Vernehmungen fanden vor Weihnachten statt. Vor diesen großen christlichen Festen sind Katholiken angehalten ihr Gewissen zu erforschen und auch zu beichten.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von papaya » Samstag, 27. Dezember 2025, 15:58:06

Vielen Dank AngRa für den Artikel.

Cantine ist hier von Google etwas seltsam mit Brotdose übersetzt. Es ist eher ein großer Transportkoffer, siehe zB

https://www.sori.fr/produit/malle-canti ... 30-can970/

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Samstag, 27. Dezember 2025, 14:57:26

Hier ein neuer Bericht zum Stand der Ermittlungen (La Dépêche du Midi vom 25.12.2025) mit einem Interview des ehemaligen Kommandeurs der Nationalen Gendarmerie General Francois Daoust:

ENTRETIEN. Mort d’Émile : après la saisie des vélos, où va l’enquête ? "La thèse de l’accident est toujours à l’étude"



De "nouveaux éléments" ont été saisis par les enquêteurs au domicile des grands-parents du petit Émile Soleil, en ce début de semaine. Le général François Daoust, ancien commandant du pôle judiciaire de la gendarmerie nationale, décrypte les récentes avancées de l’enquête.


La Dépêche du Midi : De nouvelles saisies "d’éléments" ont eu lieu en ce début de semaine au domicile des grands-parents du petit Émile. Quel regard portez-vous sur l’évolution de l’enquête ?

Général François Daoust : L’enquête suit une logique méthodique : il s’agit de fermer des portes au fur et à mesure. Les enquêteurs avancent pas à pas, et cherchent à mettre en cohérence les témoignages, les indices matériels et les résultats d’expertises. Les éléments d’enquête avaient montré que le corps de l’enfant avait été déplacé après sa mort : les enquêteurs sont ainsi à la recherche d’un objet qui aurait pu permettre de dissimuler le corps du petit Émile. Il pourrait s’agir tout aussi bien d’une malle, d’une cantine, voire d’un sac à dos.

Les enquêteurs sont aussi en quête d’un objet qui aurait pu provoquer le "traumatisme facial violent" qui a été détecté sur le crâne de l’enfant. Dans ce cadre, deux vélos ont été saisis par les enquêteurs : ils seront soumis à expertise.


Que peut-on attendre de ces expertises ?

Les objets saisis – comme ces vélos – sont envoyés en laboratoire. L’objectif, c’est de rechercher d’éventuelles traces ADN de l’enfant. Si des traces sont trouvées, il faut ensuite les expliquer. Ces traces sont-elles le fruit d’un simple contact de l’enfant avec l’objet ? Ou traduisent-elles un impact, peut-être accidentel ? Un vélo qui tombe – par exemple – sur la tête d’un petit enfant, peut provoquer une fracture. Tout ce qui peut être lié, directement ou indirectement, à la blessure observée sur le crâne de l’enfant est expertisé.


L’expertise de ces vélos pourrait également s’attarder sur les pneus : des traces appartenant à des deux roues auraient pu être détectées à proximité de l’endroit où les ossements du petit Émile ont été retrouvés.


Ces saisies ont eu lieu au domicile des grands-parents du petit Émile : la thèse d’une responsabilité familiale est toujours à l’étude ?

En vérité, cette piste n’a jamais été totalement écartée : même si les grands-parents sont ressortis libres de la garde à vue qui avait été menée en mars 2025, cette piste reste à l’étude. Si des éléments matériels apparaissent, d’autres perquisitions pourraient suivre. Bien sûr, d’autres pistes sont envisagées : l’hypothèse d’un tiers ayant causé accidentellement la mort de l’enfant, puis dissimulé le corps, reste elle aussi ouverte.


La piste de l’accident reste donc toujours sur la table ?

Elle reste tout à fait crédible. Globalement, plusieurs éléments permettent de dire si des lésions qui sont observées sur un ossement correspondent à une blessure volontaire ou non. Si plusieurs traces d’impacts sont détectées, cela peut signifier qu’il y a eu des coups répétés. Dans le cas du petit Émile, on parle d’une lésion au niveau du zygomatique droit. Difficile de dire si le coup qui a provoqué ce traumatisme facial était volontaire ou non.



L’avocat d’Anne Vedovini, la grand-mère d’Émile, a indiqué qu’elle avait réalisé un "complément d’enquête" en réunissant des "notes" et des "réflexions" sur le dossier. Cette dernière souhaite par ailleurs réaliser une "demande d’actes complémentaires" d’ici janvier. Est-ce une démarche habituelle ?



Oui, c’est une pratique courante. Des personnes impliquées dans une affaire, même sans être soupçonnées dans une enquête, peuvent mener leur propre réflexion et vouloir la transmettre au magistrat. Par ailleurs, l’avocat peut solliciter le juge d’instruction pour mener des expertises supplémentaires ou des analyses plus poussées. Cela permet parfois d’éclaircir un point resté flou ou de vérifier certaines hypothèses. Ces demandes sont fréquentes dans les affaires complexes.



Comment l’enquête va-t-elle évoluer dans les prochaines semaines ?

On sait aujourd’hui qu’une vingtaine d’enquêteurs restent mobilisés sur cette enquête, effectuant perquisitions et saisies, aussi bien chez les proches du petit Émile que chez des personnes citées dans ce dossier. Le but à terme ce sera d’affiner le travail anthropologique et de dire si les lésions qui ont été observées sur le crâne du petit Émile sont le fruit de coups volontaires ou non. Bien sûr, il s’agira de savoir quel objet a provoqué ce traumatisme facial et enfin, de chercher à identifier le lieu exact où le drame a eu lieu.



Übersetzt:
INTERVIEW. Tod von Émile: Wie geht die Untersuchung nach der Beschlagnahme der Fahrräder weiter? „Die Unfalltheorie wird noch geprüft.“

Ermittler beschlagnahmten Anfang der Woche im Haus von Émile Soleils Großeltern „neue Beweismittel“. General François Daoust, ehemaliger Kommandeur der Justizabteilung der Nationalen Gendarmerie, erläutert die jüngsten Entwicklungen in den Ermittlungen.

La Dépêche du Midi: Anfang dieser Woche wurden im Haus der Großeltern des kleinen Émile erneut Gegenstände beschlagnahmt. Wie beurteilen Sie den Fortschritt der Ermittlungen?

General François Daoust : Die Ermittlungen werden methodisch geführt: Es geht darum, Spuren systematisch zu verwerfen. Die Ermittler gehen Schritt für Schritt vor und versuchen, Zeugenaussagen, Spuren am Tatort und Gutachten abzugleichen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Leiche des Kindes nach seinem Tod bewegt wurde; die Ermittler suchen daher nach einem Gegenstand, der zum Verstecken der Leiche des kleinen Émile verwendet worden sein könnte. Dies könnte ein Koffer, eine Brotdose oder auch ein Rucksack sein.

Die Ermittler suchen außerdem nach einem Gegenstand, der die schweren Gesichtsverletzungen am Schädel des Kindes verursacht haben könnte. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden zwei Fahrräder sichergestellt und werden nun von Experten untersucht.


Was können wir von diesen Expertenbewertungen erwarten?

Die beschlagnahmten Gegenstände – wie beispielsweise diese Fahrräder – werden in ein Labor geschickt. Dort wird nach Spuren der DNA des Kindes gesucht. Werden Spuren gefunden, müssen diese analysiert werden. Stammen diese Spuren von einem einfachen Kontakt zwischen dem Kind und dem Gegenstand? Oder deuten sie auf einen Aufprall hin, möglicherweise einen Unfall? Ein Fahrrad, das beispielsweise auf den Kopf eines kleinen Kindes fällt, kann einen Bruch verursachen. Alles, was direkt oder indirekt mit der am Schädel des Kindes festgestellten Verletzung in Verbindung stehen könnte, wird untersucht.

Die Analyse dieser Fahrräder könnte sich auch auf die Reifen konzentrieren: Spuren von zwei Rädern könnten in der Nähe des Fundorts der Knochen des kleinen Émile entdeckt worden sein.

Diese Anfälle ereigneten sich im Haus der Großeltern des kleinen Émile: Wird die Theorie der familiären Verantwortung noch untersucht?

Tatsächlich wurde diese Spur nie völlig ausgeschlossen: Obwohl die Großeltern im März 2025 aus der Haft entlassen wurden, wird diese Möglichkeit weiterhin untersucht. Sollten physische Beweise auftauchen, könnten weitere Suchaktionen folgen. Selbstverständlich werden auch andere Wege verfolgt: Die Hypothese, dass ein Dritter den Tod des Kindes versehentlich verursacht und die Leiche anschließend versteckt hat, bleibt ebenfalls bestehen.

Die Möglichkeit eines Unfalls wird also weiterhin in Betracht gezogen?

Es bleibt absolut glaubwürdig. Insgesamt können mehrere Faktoren dazu beitragen, festzustellen, ob Knochenverletzungen auf eine vorsätzliche Verletzung zurückzuführen sind oder nicht. Werden mehrere Aufprallspuren festgestellt, könnte dies auf wiederholte Schläge hindeuten. Im Fall des kleinen Émile handelt es sich um eine Verletzung am rechten Jochbein. Es ist schwer zu sagen, ob der Schlag, der dieses Gesichtstrauma verursacht hat, vorsätzlich war oder nicht.

Anne Vedovinis Anwältin, die Großmutter von Émile, gab an, eine „ergänzende Untersuchung“ durchgeführt zu haben, indem sie „Notizen“ und „Überlegungen“ zu dem Fall sammelte. Sie beabsichtigt außerdem, bis Januar einen „Antrag auf weitere Ermittlungsmaßnahmen“ einzureichen. Ist dies ein übliches Vorgehen?


Ja, das ist gängige Praxis. Personen, die mit einem Fall befasst sind, auch wenn sie nicht unter Verdacht stehen, können eigene Analysen erstellen und diese dem Richter vorlegen. Darüber hinaus kann ein Anwalt beantragen, dass der Untersuchungsrichter zusätzliche Gutachten oder detailliertere Analysen anordnet. Dies kann mitunter Unklarheiten beseitigen oder bestimmte Hypothesen bestätigen. Solche Anträge sind in komplexen Fällen häufig.


Wie werden die Ermittlungen in den kommenden Wochen voranschreiten?

Wir wissen nun, dass rund zwanzig Ermittler weiterhin an den Ermittlungen beteiligt sind und sowohl in den Wohnungen von Émiles Angehörigen als auch in den Wohnungen der im Fall genannten Personen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen durchführen. Ziel ist es, die anthropologischen Untersuchungen zu verfeinern und festzustellen, ob die Verletzungen an Émiles Schädel durch vorsätzliche Schläge verursacht wurden. Selbstverständlich muss auch der Gegenstand identifiziert werden, der diese Gesichtsverletzungen verursacht hat, und schließlich der genaue Tatort ermittelt werden.




https://www.ladepeche.fr/2025/12/25/ent ... 129362.php

Nach diesem Bericht wird die Unfalltheorie nicht ausgeschlossen.

Interessant ist, dass der General als Versteck für das Kind auch einen Rucksack erwähnt. Das lässt an einen der Onkel von Émile denken, der mit einem Rucksack auf dem Weg in die Berge gesehen worden ist.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Mittwoch, 24. Dezember 2025, 16:18:14

Gesegnete und friedvolle Weihnachten für alle 🙏

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast » Mittwoch, 24. Dezember 2025, 14:45:34

Zum Umlagern des Schädels könnte ein Fahrrad benutzt worden sein und zu dem Zeitpunkt solls ja matschig gewesen sein.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 24. Dezember 2025, 04:15:15

Seit das Ergebnis der forensischen Untersuchungen bekannt ist, nämlich dass Émile durch einen Schlag gegen den Kopf gestorben ist, gehe ich von einer gezielten Tat und nicht mehr von einem Unfallgeschehen aus. Ein Unfall mit einem Fahrzeug oder ein Sturz wurden als Todesursache ausgeschlossen.

Hier nochmals nachzulesen:
Deux ans et demi après le début de l'enquête, l'expertise de la boîte crânienne du petit garçon a révélé une lésion à côté du zygomatique droit, l'os situé en haut de la pommette, liée à un coup volontaire porté potentiellement avec un objet. Cette lésion écarte donc la possibilité d'un choc avec un véhicule, d'une intervention animale ou d'une chute accidentelle d'Émile.
Übersetzt:
Zweieinhalb Jahre nach Beginn der Ermittlungen ergab die Untersuchung des Schädels des kleinen Jungen eine Verletzung neben seinem rechten Jochbein, dem Knochen am oberen Ende des Wangenknochens. Diese Verletzung könnte durch einen vorsätzlichen Schlag mit einem Gegenstand verursacht worden sein. Daher schließt diese Verletzung einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, einen Tierangriff oder einen Sturz von Émile aus.


https://www.bfmtv.com/police-justice/in ... 30442.html


Die Untersuchungen haben lange gedauert und sind nun offenbar mit ein Anlass für weitere Ermittlungen, die hoffentlich im neuen Jahr zur Aufklärung der Tat führen werden.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Dienstag, 23. Dezember 2025, 19:26:16

Falls auch nur eine Person mit dem Fahrrad am Fundort war, um den Schädel sdort abzulegen, hätte es Spuren gegeben, auf dem matschigen Weg.

Daher vermute ich eher ein Unfallgeschehen mit einem Fahrrad und anschliessender Vertuschung.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Dienstag, 23. Dezember 2025, 19:07:56

Einem neuen Bericht zufolge sind u. a. zwei Fahrräder aus dem Haus der Großeltern beschlagnahmt worden.
Mort du petit Émile : deux vélos ont été saisis chez ses grands-parents
Le 16 décembre, les enquêteurs ont perquisitionné la maison des grands-parents au Haut-Vernet où le petit garçon avait disparu en juillet 2023, rapporte BFM TV.
Près de trente mois après la disparition du petit Emile Soleil, dont le crâne avait été découvert en 2024, les enquêteurs sont retournés à deux reprises, les 16 et 22 décembre derniers, sur les lieux de sa disparition, au Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence), a révélé BFM TV lundi, évoquant la saisie d'un « objet volumineux ». Ce mardi, la chaîne affirme que deux vélos ont été saisis le 16 décembre lors d'une perquisition dans la maison des grands-parents, d'où avait disparu le petit garçon de deux ans et demi le 8 juillet 2023. Ils vont être expertisés.

Übersetzt:
Tod des kleinen Émile: Zwei Fahrräder im Haus seiner Großeltern beschlagnahmt
Am 16. Dezember durchsuchten Ermittler das Haus der Großeltern in Haut-Vernet, wo der kleine Junge im Juli 2023 verschwunden war, berichtet BFM TV.
Fast dreißig Monate nach dem Verschwinden des kleinen Emile Soleil, dessen Schädel 2024 gefunden wurde, kehrten Ermittler am 16. und 22. Dezember zweimal zum Ort seines Verschwindens in Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) zurück, wie BFM TV am Montag berichtete . Dabei wurde ein sperriger Gegenstand sichergestellt . Am Dienstag meldete der Sender, dass am 16. Dezember bei einer Durchsuchung des Hauses der Großeltern, aus dem der zweieinhalbjährige Junge am 8. Juli 2023 verschwunden war, zwei Fahrräder beschlagnahmt wurden . Sie werden nun von Experten untersucht.
https://www.ledauphine.com/faits-divers ... ds-parents

Es wundert mich nicht, dass angesichts dieser Entwicklungen seitens der Anwälte der Familienmitglieder für das neue Jahr Erklärungen vorbereitet worden sind. Auch die privaten Suchmaßnahmen sehe ich im Zusammenhang mit den neuen Ermittlungen und stufe sie als Ablenkungsmanöver ein. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Der Aufwand wundert mich dennoch etwas , denn die Anwälte, die immer anwesend waren und das über Stunden kosten viel Geld, da sie sicher über Honorarvereinbarung stundenweise bezahlt werden und man kann davon ausgehen, dass eine Stunde mehrere hundert Euros kosten wird. Das wird in Frankreich nicht anders sein als bei uns.

Das alles erinnert mich auch an den plötzlichen Schädelfund kurz nach der Mise en situation. Da kam auch Bewegung auf, weil sicher befürchtet worden ist, dass der Leichenablageort kurz vor der Auffindung stand und so noch schnell die Knochen, vor allem der Schädel umgelagert werden mussten. Der Schädel lag bekanntlich nach den forensisch - kriminaltechnischen Untersuchungen nur kurz vor der Auffindung im Gebiet des Fundortes.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Montag, 22. Dezember 2025, 20:42:56

Von der Polizei wurden Gegenstände beschlagnahmt und zwar dort an dem Ort, wo Émile verschwunden ist. Die Anwältin Colombiani lehnte eine Stellungnahme ab. .

https://www.bfmtv.com/police-justice/in ... 20572.html

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