MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Geben Sie den Code genau so ein, wie Sie ihn sehen; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Wenn Sie eine Datei oder mehrere Dateien anhängen möchten, geben Sie die Details unten ein.

Maximale Dateigröße pro Anhang: 1 MiB.

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Shadow » Freitag, 23. Januar 2026, 20:33:44

Wenn es die selbe Person ist , welche ich denke.
Als Randfigur flog er ne Zeitlang unter dem Radar.
Ich habe auch vermutet , das nur noch die Smoking Gun fehlen könnte.

Allerdings gäbe es ja noch die Theorie , das er Unterstützung u.a. Zum Entführungszeitpunkt gehabt Haben könnte.
Selber nicht dort zu sein , damit hätte er rein theoretisch die Ermittler austricksen können.

Dann schaut man sich seine Bezugsperson / mögliche Hilfe an , welche Interessen gepflegt wurden.
u.a. Fußball schauen , Hundetraining.( Benhausener Feld?)

Womit wir wieder beim Geo - Profiling wären.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 20:30:21

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 20:16:30 Na ob das so ist bleibt erstmal abzuwarten. Fakt ist dass du 2024 hier im Thread selbst mit gerätselt hast warum jetzt die CCU wohl den Fall übernommen hat.. aber auch die besten Spieler können bekanntlich Eigentore schießem.
Ja, es wurden knapp 40 Fälle übernommen. Aber das heißt nicht, dass diese alle sofort bearbeitet werden.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 20:27:48

MrNightsky hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 20:13:43 Gibt es mittlerweile Belege dafür?

Und wie schaut es mit dem Nullge aus? Irgendwie lässt mich das nicht mehr los.
Dazu kann ich nichts sagen. In dem Stream war der Kontext ein anderer. es ging um eine Person aus F erweitertem Freundeskreis, der 2te Hop sozusagen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Detective Bartek » Freitag, 23. Januar 2026, 20:21:48

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.
Vielen Dank, dass du meine Theorie wertschätzt. Ich bin mir fast sicher, dass es noch eine weitere Person gibt, die den Ermittlern anfangs entgangen ist, weil sie Frauke neu kannte und von Anfang an schlechte Absichten ihr gegenüber hatte. Das passt perfekt zu deiner Schilderung.

Er könnte sie an diesem Abend irgendwohin eingeladen haben, deshalb fragte sie beim Abendessen, wo Nieheim liegt. Möglicherweise schrieb sie ihm auch, dass sie sich doch nicht mit ihm treffen würde, und nannte dabei versehentlich die Bar, in die sie zum Spiel ging. Sie sagte das Treffen mit ihm ab, weil sie auch N treffen wollte. Für ihn reichte das jedoch aus, um sie nach dem Spiel irgendwo in der Nähe der Bar zu überraschen und ihr ein Treffen vorzuschlagen — und Frauke stimmte sehr spontan zu, wie wir wissen, war sie manchmal so spontan.

Und so kam es zur Entführung, genau nach dem Plan des Täters. Tatsächlich war er kein Mechaniker; das alles war eine Lüge, ein Nebelvorhang.

Ich verstehe auch das Argument, dass es nicht unbedingt Nieheim sein musste, da die Funkzellen ein großes Gebiet abdecken. Aber dennoch liegt es außerhalb von Paderborn, näher als weiter entfernt, und genau dort, wo sie noch am selben Abend beim Abendessen gefragt hatte, wo Nieheim liegt. Um 0:49 Uhr befand sie sich plötzlich in der Nähe dieses Ortes. Das ist einfach ein zu großer Zufall.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Freitag, 23. Januar 2026, 20:20:05

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 12:27:27 Vor Jahren fragte mich Frau Liebs am Telefon einmal, ob ich eine Idee hätte, was wir im Fall Frauke Liebs noch unternehmen könnten. Ich schlug ihr daraufhin vor zu versuchen, eine eigene Untersuchung der Asservate auf eigene Kosten bei einer Forensik unserer Wahl durchführen zu lassen und dementsprechend bei der zuständigen Ermittlungsbehörde anzufragen, ob dies möglich sei. Frau Liebs, bei der mein Vorschlag durchaus großen Anklang fand, tat das dann auch. Im Ergebnis wurde ihr dieses Anliegen seitens der EB abschlägig beschieden, mit der Begründung, dass es erst vor zwei Jahren eine (turnusmäßige) Untersuchung gegeben habe bzw. die letzte erst zwei Jahre her sei.
Die Begründung der Behörden finde ich etwas mager und nicht so glaubwürdig. Kosten für die Forensik wären abgedeckt und die Asservate fachgerecht ins Labor überstellt, also keine Gefahr der Zerstörung oder Kontamination.
Die wollten vermutlich einem "Gesichtsverlust" vorbeugen, so meine Meinung.
Wir nehmen mal an, ein externes Labor hätte Fremd-DNA gefunden. Wie würde es dann weitergehen? Ist eine erneuter Antrag auf Untersuchung noch denkbar oder ist diese Tür zu?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 20:16:30

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 20:04:44 Ich denke, dass auch der Iven als Forenoberhaupt lieber gehaltvolle Beiträge begrüßt, als den X-ten "Hobbyermittler auf Tiktok", der irgendeine Scheiße von sich gibt, die überhaupt nicht stimmen kann.
Na ob das so ist bleibt erstmal abzuwarten. Fakt ist dass du 2024 hier im Thread selbst mit gerätselt hast warum jetzt die CCU wohl den Fall übernommen hat.. aber auch die besten Spieler können bekanntlich Eigentore schießem.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von MrNightsky » Freitag, 23. Januar 2026, 20:13:43

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:25 Wenn du mit dem lyrisch begabt auf das Ori Gedicht anspielen möchtest, das hat damit nichts zu tun.
Gibt es mittlerweile Belege dafür?

Und wie schaut es mit dem Nullge aus? Irgendwie lässt mich das nicht mehr los.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Iven » Freitag, 23. Januar 2026, 20:09:12

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:43:21 Brauchst du nicht.

Dieser Podcast "enthüllt", dass die CCU 2024 noch gar nicht am Frauke Fall dran war:

.https://podcasts.apple.com/de/podcast/l ... 1600075301

Ja, das ist natürlich auch ein Punkt, der klar belegt, dass dieser "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Aber darum ging's mir nicht, entscheidend war hier noch ganz was anderes, viel Einfacheres.
Und wie gesagt, ob ich das erzählen kann/darf, bespreche ich bei Gelegenheit einmal mit meinem Kollegen, der entscheidet.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 20:04:44

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:01:26 Danke Iven. Dann werde ich natürlich nicht näher auf weitere Äußerungen eingehen. Falls du weitere Infos geben kannst wär das natürlich schon Recht interessant.

Ocram84 zu deinem verlinken Podcast finde ich nichts dazu. Es gibt lediglich eine Folge aus 2022 zu FL.
Und mal bei allem Respekt, ich denke dass Forenmitglieder und speziell dazu noch Iven, keinen Vormund brauchen um zu entscheiden was sie zu tun oder zu lassen haben.
Ich finde es sehr gut dass man hier relativ frei seine Meinungen und Gedanken äußern darf. Die muss nicht jeder gut finden. Im Zweifelsfall steht es jedem frei die Beiträge zu überspringen.
Ich denke, dass auch der Iven als Forenoberhaupt lieber gehaltvolle Beiträge begrüßt, als den X-ten "Hobbyermittler auf Tiktok", der irgendeine Scheiße von sich gibt, die überhaupt nicht stimmen kann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:25

MrNightsky hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 19:37:45 Ist diese Person zufällig ein Technik-Nerd und lyrisch begabt?
Wenn du mit dem lyrisch begabt auf das Ori Gedicht anspielen möchtest, das hat damit nichts zu tun.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Detective Bartek » Freitag, 23. Januar 2026, 19:45:02

Gast7469 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 10:37:52 Das sind gute Einwände und u.a sind genau diese der Grund, warum ich natürlich auch Restzweifel habe, ob es wirklich so gewesen sein kann, wie ich mir das vorstelle.
Zuerst, ich glaube nicht, dass der Täter seine Tat geplant oder gewollt hatte. Es war natürlich keine Entführung oder so per Definition.
Ich favorisiere die Theorie, dass der Täter gegen 23 Uhr zum Pub fuhr im Glauben dort auf N zu treffen, zufällig traf er dort auf Frauke. Man kennt sich noch nicht, unterhält sich nett, weil man gemeinsame Bekannte hat. Ich glaube, der Täter bot Frauke an, sie zu N nach Schloss Neuhaus bringen zu können als kurzer Überraschungsbesuch quasi, weil er eh zu ihm will (N wusste davon nichts!)
Ich glaube, auf dem Weg dahin muss dann etwas passiert sein. Ich weiß nicht was, aber ich könnte mir vorstellen, dass Frauke infolge einer Auseinandersetzung verletzt und bewusstlos wurde und der Täter panisch die Strecke weiter fuhr Richtung Nieheim oder Umgebung, Frauke dort erst einmal versteckte und versorgte - mit der festen Absicht sie zeitnah wieder gehen zu lassen, wenn es ihr Zustand zuließ, wobei der genaue Zeitpunkt für ihn eher vage blieb -wie gesagt, der gute Wille war stets da.
Es mag blöd klingen, aber ich glaube, dass der Täter Frauke die ersten 48h quasi dort "vergessen" hat. Er hat ihr vielleicht in dem Raum, in dem sie eingesperrt war, Essen und Trinken da gelassen, Decken, Bücher, ein Film laufen lassen. Wir alle wissen, wie schnell so ein Tag vorbei geht, wenn man hier und da Besorgungen macht, wie gut lässt sich Unangenehmes aufschieben, verdrängen, vergessen, vor allem, wenn man vielleicht aufgrund psychischer Probleme eh zu so einem Verhalten neigt.
Erst Donnerstagabend als die Suche über das Radio öffentlich wurde und er erfuhr, dass die Polizei bereits herausgefunden hat, dass die erste SMS aus dem Raum Nieheim verschickt wurde, traf den Täter der Schlag und er merkte, dass das Ganze bereits richtig hohe Wellen schlägt und er hier eine Straftat begeht. Das setzte ihn enorm unter Druck.

Nicht falsch verstehen, Frauke hatte mit Sicherheit sehr große Angst und sie dürfte auch sehr geschwächt gewesen sein durch Hunger, Durst, Schlafmangel, Bewegungsmangel, Mangel an frischer Luft, mangelnde Hygiene. Und ich glaube auch, dass Frauke gefesselt gewesen sein dürfte, spätestens seit Donnerstagabend.

Der Täter war durchaus sehr gefährlich, mM nach weil er stark dazu neigt, Unangenehmes aufzuschieben, zu verdrängen, zu vergessen. Er ist keiner, der aktiv quält, körperliche Gewalt ausübt, der andere aktiv töten würde. Kurz gesagt, er ist der Typ Mensch, der anderen schadet, in dem er sie "vergisst", vernachlässigt, der einfach aufhört sich zu kümmern, der eher abwarten würde, bis jemand aufgrund von Vernachlässigung von selbst stirbt.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Frauke fürchtete, sie würde nichts mehr zum Essen und zur Trinken bekommen oder wieder tagelang einsam in einem Raum eingesperrt verharren, wenn sie nicht kooperiert, sondern schreit oder im Fahrzeug randaliert.

Wie gesagt, ich glaube der Täter willigte ein, sie auf jeden Fall freilassen zu wollen, vertröstete sie aber immer wieder. Vielleicht gab er an, Zeit zu brauchen, seine Angelegenheiten regeln zu wollen, für den Fall, dass er verhaftet wird.
Aber ich bin mir sicher, dass er wusste, dass er es nicht schaffen würde, Frauke freizulassen. Ich glaube, dass er ihr das schließlich auch Sonntag nach dem Anruf durch die Blume mitgeteilt hat. Er kann sie nicht gehen lassen, da sie, solange sie lebt, ihn verraten und identifizieren kann.
Frauke hat das dann auch genau so ihrer Schwester und C mitgeteilt.
K: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"

Der letzte Anruf am Dienstag war mMn dazu gedacht, herauszufinden, wie viel die Angehörigen wissen. Er ließ Frauke frei reden. Er wusste, dass sie nichts über ihn wusste, ihn nicht verraten konnte und würde. Nach dem Anruf stand für ihn fest- niemand weiß etwas- kein Freilassen also, Frauke muss sterben. Und ich könnte mir vorstellen, während der Täter darüber nachdachte, wie er das anstellen sollte, sie zu töten, hat er sie einfach passiv aggressiv verdursten oder an einem Hitzschlag sterben lassen.
Ich denke, Frauke hatte auch noch am Tag des letzten Anrufs immer noch Hoffnung, aber sie wird begriffen haben, dass sie mit Gesprächen, Gutzureden, Kooperation und mit dem Glauben an das Gute im Menschen, nicht lebend aus der Sache herauskommen wird. Nur noch durch Flucht und Kampf etc. Aber dazu kam es dann wohl nicht mehr.

Und wenn jetzt einer sagt, dass dieses Verhalten eher zu einer Frau passt - ja, ich gehe stark von einem weiblichen Täter aus, wobei ich auch die Mittäterschaft eines männlichen Täters annehme, der eventuell weiter Druck gemacht hat und/ oder die Leiche entsorgt hat.

Den Fall Andrea Lohagen kannte ich noch nicht. Der Täter konnte anscheinend 23 Jahre lang mit seiner Schuld leben, an der Tötung einer 16 jährigen beteiligt gewesen zu sein, aber nicht damit, dass seine Familie und sein Umfeld wissen, dass er ein Mörder ist. Find ich krass.
Deine Theorie ist interessant, vieles passt, und du hast gut dargestellt, dass es sich um einen Täter handeln könnte, der nichts geplant hatte und bei dem die Situation außer Kontrolle geraten ist.
Dennoch gibt es sehr wichtige Punkte, bei denen ich erhebliche Zweifel habe – insbesondere in technischer und logistischer Hinsicht.

Du gehst davon aus, dass es sich um einen Bekannten von N handeln könnte, also um jemanden ungefähr im Alter von N und Frauke. Eine so junge Person hätte jedoch enorme Schwierigkeiten gehabt, Frauke überhaupt für mindestens eine Woche verborgen zu halten. Dazu kommt, dass der Täter ein Fahrzeug zur alleinigen Verfügung hätte haben müssen, mit dem er Frauke transportierte. Er hätte sie regelmäßig vom Versteck ins Auto und wieder zurück bringen müssen – und das Tag für Tag, ohne dass irgendjemand etwas bemerkt? Freunde, Familie, Kollegen am Arbeitsplatz?

Ein weiterer Punkt ist die mögliche Mitwirkung Dritter. Wenn jemand beim Festhalten von Frauke geholfen hätte, nachdem die Situation außer Kontrolle geraten war, müsste auch diese Person erhebliche psychische Probleme gehabt haben. Jede halbwegs „normale“ Person hätte doch gesagt: Entschuldige dich bei Frauke, erklär die Situation und lass sie frei.
Egal ob Bruder, Freund oder etwa die Partnerin des Täters – wer würde sich darauf einlassen, eine Frau festzuhalten und später sogar zu töten, dabei das eigene Leben ruinierend, falls man entdeckt wird? Wer würde zustimmen, gemeinsam mit dem Täter und Frauke durch genau die Stadt zu fahren, in der sie verschwunden ist und nach der bereits öffentlich gesucht wird?

Die technischen und logistischen Anforderungen sind extrem hoch – selbst bei einem lange vorbereiteten Entführungsdelikt. Dass so etwas spontan, durch einen etwa 20-Jährigen, dem die Situation entgleitet, möglich gewesen sein soll, der zufällig über ein perfektes Versteck, ein dauerhaft verfügbares Fahrzeug und die nötige Abgebrühtheit verfügte und dabei so riskant agierte, erscheint mir letztlich kaum vorstellbar.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von MrNightsky » Freitag, 23. Januar 2026, 19:37:45

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.
Ist diese Person zufällig ein Technik-Nerd und lyrisch begabt?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Abe Applebaum » Freitag, 23. Januar 2026, 19:01:26

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02 Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).
Danke Iven. Dann werde ich natürlich nicht näher auf weitere Äußerungen eingehen. Falls du weitere Infos geben kannst wär das natürlich schon Recht interessant.

Ocram84 zu deinem verlinken Podcast finde ich nichts dazu. Es gibt lediglich eine Folge aus 2022 zu FL.
Und mal bei allem Respekt, ich denke dass Forenmitglieder und speziell dazu noch Iven, keinen Vormund brauchen um zu entscheiden was sie zu tun oder zu lassen haben.
Ich finde es sehr gut dass man hier relativ frei seine Meinungen und Gedanken äußern darf. Die muss nicht jeder gut finden. Im Zweifelsfall steht es jedem frei die Beiträge zu überspringen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 18:43:21

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02 Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).
Brauchst du nicht.

Dieser Podcast "enthüllt", dass die CCU 2024 noch gar nicht am Frauke Fall dran war:

.https://podcasts.apple.com/de/podcast/l ... 1600075301

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Iven » Freitag, 23. Januar 2026, 18:24:02

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 [...]

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei.

Schon nach dem Lesen dieses ersten Satzes war mir klar, dass Dein "Hobbyermittler" nicht die Wahrheit sagt.
Warum das de facto so ist, kann ich vielleicht später einmal erzählen (muss ich erst mal mit einem Kollegen besprechen).

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 18:23:24

ocram84 hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:19:48 Bitte nicht.

Wenn dieser Fall eines nicht mehr braucht, dann sind es Personen, die im Internet behaupten "mehr zu wissen".
Sehe ich ähnlich. Würde mir gerne selbst einen Eindruck verschaffen.

Bei TT werd ich ohnehin..

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Freitag, 23. Januar 2026, 18:19:48

JohnLemon hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 18:10:20 Wärst du bitte so freundlich und nennst uns ein paar Details? Ggf. sogar eine Stream-Aufzeichnung?
Bitte nicht.

Wenn dieser Fall eines nicht mehr braucht, dann sind es Personen, die im Internet behaupten "mehr zu wissen".

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 18:10:20

Abe Applebaum hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 15:40:27 Der von Bartek geäußerte Gedanke zu einem möglicherweise frei erfundenen Schrauber aus Nieheim, der in Wahrheit ebenso gut Bauarbeiter, Banker oder etwas völlig anderes sein könnte, erscheint mir äußerst interessant. Die früh platzierte Nebelkerze, die von Anfang an den Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt hat.

Unstrittig ist, dass dem Täter in dieser Hinsicht eine nahezu perfekte Tat gelungen ist. Nicht aus Genialität heraus, sondern durch eine Kombination aus ausreichender Cleverness und einer erheblichen Portion Glück. Entscheidend scheint mir aber etwas anderes. Er muss es über Jahre geschafft haben, seinem engsten Umfeld ein vollkommen unauffälliges Bild von sich zu vermitteln.

Am Ende wird vermutlich nur ein glücklicher DNA Treffer oder ein Mitwisser, der sich äußert, Bewegung in den Fall bringen.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Hobbyermittler, der Anfang 2024 in mehreren TT Streams erklärte, die Cold Case Einheit sei deutlich weiter, als öffentlich bekannt sei. Er war sich sehr sicher, dass der Fall in dem Jahr noch gelöst werde. Interessant war vor allem eine seiner Aussagen. Sowohl CC als auch er hätten unabhängig voneinander eine Spur zu einer bislang nicht öffentlich bekannten Person verfolgt.
Zwischen den Zeilen wurde deutlich, dass es sich dabei um jemanden handeln müsse, der in keine der bekannten Schablonen passt. Er gab Details preis, die nur auf einen "neuen Unbekannten" TV schließen lassen. Vergesst also N, die Asseln Brüder oder Gestalten wie Pünktchen.

Laut seinen Angaben hatte er die Person sogar selbst bereits befragt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch ohne jeden Verdacht. Sie stand damals nicht im Fokus, galt eher als beiläufige Randfigur und verschwand wieder aus dem Blickfeld.

An der Glaubwürdigkeit dieser Aussagen habe ich keinen Zweifel. Der Hobbyermittler verfügte über ein ungewöhnlich tiefes Wissen zum Fall und zu internen Abläufen, das man sich kaum allein aus öffentlichen Quellen aneignen kann.

Was bleibt also.. Sehr wahrscheinlich wurde diese Person im Hintergrund längst intensiv überprüft und es existieren zahlreiche Indizien, die ein klares Gesamtbild ergeben. Was offenbar noch fehlt, ist der eine entscheidende Beweis, der eine eindeutige Zuordnung zum Tathergang ermöglicht.

Also Andrew - so nenne ich dich jetzt einfach mal, solltest du hier mitlesen. Mich würde sehr interessieren, ob sich in der Zwischenzeit etwas bewegt hat oder ob Stillstand herrscht. Die Möglichkeit anonym zu posten, ist ja gegeben.
Wärst du bitte so freundlich und nennst uns ein paar Details? Ggf. sogar eine Stream-Aufzeichnung?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von JohnLemon » Freitag, 23. Januar 2026, 17:52:30

Iven hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 12:27:27 Vor Jahren fragte mich Frau Liebs am Telefon einmal, ob ich eine Idee hätte, was wir im Fall Frauke Liebs noch unternehmen könnten. Ich schlug ihr daraufhin vor zu versuchen, eine eigene Untersuchung der Asservate auf eigene Kosten bei einer Forensik unserer Wahl durchführen zu lassen und dementsprechend bei der zuständigen Ermittlungsbehörde anzufragen, ob dies möglich sei. Frau Liebs, bei der mein Vorschlag durchaus großen Anklang fand, tat das dann auch. Im Ergebnis wurde ihr dieses Anliegen seitens der EB abschlägig beschieden, mit der Begründung, dass es erst vor zwei Jahren eine (turnusmäßige) Untersuchung gegeben habe bzw. die letzte erst zwei Jahre her sei.
Das ist krass. Die EB erlauben das nicht mit derartiger Begründung?!

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von HP1 » Freitag, 23. Januar 2026, 16:35:55

Leni hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 13:18:48 Wenn die Brüder die Identität des anonymen Zeugen enthüllen würden, würden sie dann nicht etwa bestätigen, dass es sich so zugetragen hat, wie der anonyme Zeuge behauptet?
Ja, das ist wohl wahr.

Wobei auch die Information zur Anwesenheit im Pub an jenem Abend aus einer Situation stammen soll, wo der Zeuge bei einer entsprechenden Äußerung der betreffenden Person anwesend gewesen sei. Da weiß man (bzw. zumindest ich) natürlich nicht, in wieweit die Situation so war, dass derjenige den Personenkreis soweit eingrenzen und den Zeugen identifizieren könnte. Und ob derjenige das möglicherweise nicht auch mehr als einmal geäußert hat, bei unterschiedlicher "Besetzung".
An der Stelle wäre allerdings auch zu sehen, dass dem Zeugen womöglich nicht vorab klar/absehbar war, dass die Herkunft dieser Information (Anwesenheit bei dieser Äußerung) so explizit publik würde. Also anders als bei dem Besuch der Ablagestelle, wo es auch ohne bekannte Details dem Betreffenden nachvollziehbar sein müsste, von wem diese Information stammen muss.

Die Frage wäre dann halt, ob der Zeuge wohl da soweit "um die Ecke gedacht" hat, dass der Bruder die Kenntnis seiner Identität nicht offenlegen könnte, ohne damit auch den geschilderten Hergang grundsätzlich zu bestätigen. Das wäre ja durchaus auch ein Vorgehen, zu dem man ihm da raten und wie man die betreffende Information verbreiten könnte, nicht wahr?

Und die Frage, ob es ihm wohl genug "Anonymität" wäre, wenn der Bruder es nur inoffiziell wüsste, ohne es Dritten gegenüber offenzulegen (jegliche etwaige Mittäter oder Mitwisser, auch im Nachgang, natürlich ausgenommen).

Insgesamt halt fraglich, ob und in wieweit er das überhaupt so genau im Detail durchdacht hat.
Aber dass er mit einer (wahren) Aussage zu der Situation seine Identität gegenüber dem Bruder wohl offenlegen (zumindest "einer von beiden") würde, das ist ja doch unmittelbar ersichtlich, dafür brauchts keinen nennenswerten Denkprozess.


Alles recht kurios.
Das einzig Sinnvolle wäre, wenn der sich persönlich bei der EB meldet, seine Aussage wiederholt und auch den zweiten Mitfahrer benennt.
Aber das ist nicht passiert und wird wahrscheinlich auch nicht mehr passieren. Davon kann man nun halten, was man will.

Man muss halt auch sehen, es gab ja dann irgendwann Ermittlungen, Durchsuchungen, ohne das Ergebnis eines Nachweises und (soweit man weiß) auch ohne neue Spuren/Ermittlungsansätze.
Fraglich, ob allein die Bestätigung des Aufsuchens der Ablagestelle irgendwie als Nachweis einer Täterschaft oder sonstwie Beteiligung gewertet werden könnte.
Ich meine, der hat (spekulativ...) die Überreste zufällig gefunden, hat sie nicht gemeldet (vielleicht weil er nicht selbst in Verdacht geraten wollte?), und wollte da aus irgendeiner Faszination heraus oder was auch immer nochmal "nachschauen", als er die beiden Mitfahrer im Auto hatte. Warum nicht, wie sollte man da was anderes nachweisen?


Es gab ja gegen Ende 2024 eine weitere Durchsuchung in der Gegend, ich meine in Lichtenau. War zeitnah nach dem Auftritt des Pünktchenmanns hier, aber galt wohl nicht dem (sagte Iven).
Keine Ahnung, ob da jemand hier mehr darüber weiß (und vielleicht teilen möchte...), aber ein Zusammenhang mit den Brüdern könnte da ja bestehen - Freund oder Verwandter, der involviert gewesen sein könnte, oder ein Gebäude, das damals vielleicht zur Verfügung gestanden hätte oder wo ggf. tatrelevante Gegenstände aufbewahrt sein könnten, was auch immer.
Aber vielleicht galt diese Durchsuchung auch einem völlig anderen Ermittlungskontext.

Nach oben