VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Dienstag, 03. Februar 2026, 04:16:06

Nun gibt es wieder etwas Neues:

Mort du petit Emile : l'avocat de la grand-mère du garçon réclame des investigations complémentaires
Il demande, notamment, aux deux juges d'instruction du pôle criminel d’Aix-en-Provence chargées de l'affaire, que des lieux autour du hameau soient fouillés



L'avocat de la grand-mère du petit Emile Soleil, disparu à l'été 2023 dans le hameau du Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence), et dont une partie du cadavre a été retrouvée neuf mois plus tard, fin mars 2024, a déposé en fin de semaine dernière une vingtaine de demandes d'actes d'investigations complémentaires, a appris franceinfo lundi 2 février, auprès de cet avocat.



L'avocat Julien Pinelli réclame, notamment, aux deux juges d'instruction du pôle criminel d’Aix-en-Provence chargées de l'affaire, que des lieux autour du hameau soient fouillés. Lors d'un déplacement dans le hameau au mois de novembre, la partie civile avait identifié "certains sites" et procédé à "certaines observations" qui ont conduit à demander ces "actes complémentaires."



"Certains témoignages mériteraient quelques compléments"
"Un certain nombre d'investigations doivent être conduites", affirme Julien Pinelli qui souhaite aussi que des témoins puissent être réentendus, car "certains témoignages mériteraient quelques compléments". Il juge également que des expertises "de la téléphonie pourraient être utilement approfondies".

Julien Pinelli n'entend pas "critiquer le travail admirable des enquêteurs", mais estime que "la partie civile ne peut demeurer un témoin passif d'une procédure qui engage la vie de sa famille". Cette demande d'actes est déposée par l'avocat de la grand-mère d'Emile, mais toute la famille du garçon s'y associe.

"Il nous paraît parfaitement légitime de contribuer à la recherche de la vérité", ajoute l'avocat qui souhaite que "le magistrat instructeur" ordonne ces investigations, "qui, à ce jour, n'ont pas été conduites". Il espère que les résultats de ces investigations pourront "éclaircir les circonstances dans lesquelles le petit Emile Soleil a perdu la vie".
Le 9 décembre dernier, les grands-parents du petit Émile avaient été entendus en qualité de partie civile par les deux juges d’instruction, chargées du dossier. C'était la première fois que les magistrates chargées de l’affaire auditionnaient ces quatre proches de l’enfant, depuis leur garde à vue le 25 mars 2025. Ils avaient été à l'époque placés en garde à vue pour homicide volontaire et recel de cadavre, mais étaient ressortis libres.

Le petit Emile, âgé de deux ans et demi, a disparu le 8 juillet 2023, au Haut-Vernet, au lendemain de son arrivée chez ses grands-parents pour des vacances. Près de neuf mois plus tard, le 30 mars 2024, ses ossements et ses vêtements ont été retrouvés à environ 1,7 km du hameau. L'enquête, menée par les gendarmes de la section de recherches de Marseille, avait permis d'établir que le petit garçon avait été victime d'un "traumatisme facial violent", évoquant "la probable intervention d'un tiers", selon le procureur d'Aix-en-Provence.

Si les grands-parents demandent aux enquêteurs de s’intéresser à d’autres hypothèses, la piste intra familiale n'a pas été refermée par les gendarmes. Faute de charges suffisantes, à ce jour, aucune mise en examen n’a été prononcée dans cette affaire.

Übersetzt:
Tod des kleinen Emile: Die Anwältin der Großmutter des Jungen fordert weitere Ermittlungen.
Insbesondere bittet er die beiden mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichter der Strafabteilung von Aix-en-Provence, Orte rund um den Weiler zu durchsuchen.

Die Anwältin der Großmutter des kleinen Emile Soleil, der im Sommer 2023 im Weiler Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) verschwand und dessen Leiche neun Monate später, Ende März 2024, teilweise gefunden wurde, stellte Ende letzter Woche rund zwanzig Anträge auf zusätzliche Ermittlungsmaßnahmen, wie franceinfo am Montag, dem 2. Februar, von der Anwältin erfuhr.

Anwalt Julien Pinelli beantragt insbesondere, dass die beiden Untersuchungsrichter des Strafgerichts Aix-en-Provence, die mit dem Fall betraut sind, Durchsuchungen der Gebiete um den Weiler anordnen. Bei einem Besuch des Weilers im November identifizierten die Kläger „bestimmte Orte“ und machten „bestimmte Beobachtungen“ , die zu dem Antrag auf diese „zusätzlichen Ermittlungen“ führten.

„Einige Zeugenaussagen würden von einer weiteren Erläuterung profitieren.“
„Es müssen mehrere Untersuchungen durchgeführt werden“, sagt Julien Pinelli, der auch hofft, dass Zeugen erneut befragt werden können, da „einige Aussagen weitere Untersuchungen rechtfertigen“. Er glaubt außerdem, dass „ Telefonaufzeichnungen sinnvollerweise eingehender analysiert werden könnten“.

Julien Pinelli beabsichtigt nicht, „die bewundernswerte Arbeit der Ermittler zu kritisieren “, sondern ist der Ansicht, dass „die Nebenklägerin nicht tatenlos zusehen kann, wie ein Verfahren das Leben ihrer Familie beeinflusst “. Dieser Antrag auf Ermittlungsmaßnahmen wurde vom Anwalt von Emiles Großmutter gestellt, wird aber von der gesamten Familie des Jungen unterstützt.

„Es erscheint uns völlig legitim, zur Suche nach der Wahrheit beizutragen“, fügt der Anwalt hinzu, der hofft, dass der Untersuchungsrichter diese Ermittlungen anordnen wird, „die bisher nicht durchgeführt wurden“. Er hofft, dass die Ergebnisse dieser Ermittlungen „Licht auf die Umstände werfen werden, unter denen der junge Emile Soleil ums Leben kam“.


Am 9. Dezember wurden die Großeltern des kleinen Émile als Nebenkläger von den beiden mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichtern angehört. Es war das erste Mal, dass die Richter diese vier Verwandten des Kindes seit ihrer Inhaftierung am 25. März 2025 befragten. Damals waren sie wegen Totschlags und Leichenverheimlichung inhaftiert, aber wieder freigelassen worden.

Der zweieinhalbjährige Emile verschwand am 8. Juli 2023 in Haut-Vernet, einen Tag nachdem er zu einem Urlaub bei seinen Großeltern angekommen war. Knapp neun Monate später, am 30. März 2024, wurden seine sterblichen Überreste und seine Kleidung etwa 1,7 km vom Weiler entfernt gefunden. Die Ermittlungen der Gendarmen der Kriminalpolizei Marseille ergaben, dass der Junge Opfer eines schweren Gesichtstraumas geworden war, was laut Staatsanwaltschaft Aix-en-Provence auf die wahrscheinliche Beteiligung einer dritten Person hindeutet .

Obwohl die Großeltern die Ermittler gebeten haben, auch andere Möglichkeiten zu prüfen, schließt die Polizei eine Familienfehde nicht aus. Mangels Beweisen wurde in diesem Fall bisher keine Anklage erhoben.

https://www.franceinfo.fr/faits-divers/ ... 79314.html


Ich bin gespannt darauf, ob und wie die Ermittlungsbehörden auf die Anträge reagieren. Bislang wurde ein gegen Familienmitglieder bestehender Tatverdacht nicht ausgeschlossen. Meiner Meinung nach könnte es sich bei den Anträgen letzten Endes um Nebelkerzen handeln. Die Arbeit der Ermittlungsbehörden wird in Frage gestellt, auch wenn das Gegenteil behauptet wird.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Sonntag, 01. Februar 2026, 08:40:12

AngRa hat geschrieben: Samstag, 31. Januar 2026, 04:05:27 Nehmen wir mal an, dass Émile durch einen unglücklichen Sturz ums Leben gekommen ist. Warum wurde das dann nicht sofort gemeldet? Der ganze Aufwand mit dem Leichenversteck und der Leichenverlagerung passen meiner Meinung nach schon nicht zu einem Sturz / Unfall, abgesehen von fehlenden Spuren.
Naja, manche Menschen sind in der Lage sich dem zu stellen, wenn sie Scheiße gebaut haben (ob nun mit einer Form von Eigenverschulden oder rein "schicksalshaft") und offene Ehrlichkeit das einzig Richtige ist. Andere (und nicht wenige) bekommen schon beim Gedanken an Vorwürfe und Kritik Herzrasen und Panik, ist eine unwillkürliche starke Stressreaktion, neuronal ähnlich einer Phobie. Da dann mit vertuschen wollen, nein müssen zu reagieren, die einzige Option, in der sie überhaupt handlungsfähig sind. Das ist als Muster schon im Kind angelegt das nicht zugeben will, einen Keks genommen zu haben, könnte man sagen. Menschen, die in einem von Negativkritik und Strafe geprägten Umfeld aufgewachsen sind und erzogen wurden, sind da besonders anfällig.
Ja, und dass Entdecktwerden nicht nur nach dem Geschehen, sondern im Versuch des Vertuschens noch weit schlimmer für die Person wäre und dieser Weg, einmal eingeschlagen, deshalb weiter verfolgt werden muss, ist wohl nachvollziehbar.

Man kann annehmen, dass jemand in diesem Fall (Emile) damit doch wohl nicht "durchgekommen" wäre. Nur, da spielt uns unsere Vorstellung von "Wahrscheinlichkeit" einen Streich. Es passieren überall und andauernd Vorkommnisse (auch schwerwiegende), die der Verursacher zu vertuschen sucht. Entsprechend der Wahrscheinlichkeit kommen sie damit in den meisten Fällen nicht durch. Aber eben weil es viele Fälle gibt, ist die Frage nicht ob auch mal einer damit durchkommt, sondern lediglich wann. Neben all den erwartbaren Fällen, wo die Vertuschung scheitert (oft schon im Ansatz) sind also ein paar wenige (auch "sehr wenige") Fälle erwartbar, wo die Vertuschung soweit gelingt. Und davon lesen wir dann in der Zeitung, oder im HET-Forum. Wäre es nicht Emile im französischen Le Vernet gewesen, würden wir hier jetzt vielleicht über Lucas aus Connemara oder Liese aus Oberammergau schreiben - und uns wundern, wie Täter und Hergang bis heute unerkannt bleiben konnte.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Sonntag, 01. Februar 2026, 08:21:28

Nochmals zu den Verletzungen am Schädel von Émile.

BFMTV schreibt dazu Folgendes:


Le rapport anthropologique qui a été rendu au début de l'année 2025 après l'expertise de la boîte crânienne de l'enfant révèle une lésion à côté du zygomatique droit, l'os situé en haut de la pommette. Cette lésion écarte la possibilité d'un choc avec un véhicule, d'une intervention animale ou d'une chute accidentelle d'Émile. L'hypothèse privilégiée par l'expert est celle d'une lésion consécutive à un coup volontaire porté, potentiellement, avec un objet.
Übersetzt:

Der Anfang 2025 nach der Untersuchung des Kinderschädels erstellte anthropologische Bericht wies eine Verletzung neben dem rechten Jochbein, am oberen Rand des Wangenknochens, nach. Diese Verletzung schloss einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, das Eingreifen eines Tieres oder einen Sturz von Émile als mögliche Ursachen aus. Der Sachverständige ging davon aus, dass die Verletzung durch einen vorsätzlichen Schlag, möglicherweise mit einem Gegenstand, verursacht wurde.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 80379.html

Ich halte Info BFMTV für eine gut unterrichtete und seriöse Quelle, die regelmäßig ausführlich über den Fall berichtet hat. Demnach ist es so, dass das Verletzungsbild auf eien vorsätzlichen Schlag hindeutet. Ich nehme diese Information daher als gegeben hin, auch wenn sich der Staatsanwalt öffentlich dazu nicht geäußert hat.

Aus dem oben verlinkten Bericht geht ebenfalls hervor, dass die Ermittlungsbehörden auf der Suche nach dem möglichen Werkzeug sind mit denen der Schlag ausgeführt worden sein könnte.

Gleichzeitig sind nun die beiden Fahrräder in den Focus gerückt. Ich glaube aber nicht, dass sich durch die neue Information, dass die Fahrräder dem Onkel gehört haben und dass er mit ihnen regelmäßig während seines Aufenthalts in Haut - Vernet herumgefahren ist, ein Verdacht gegen ihn erhärten lässt.

Viel mehr sieht es so aus, dass die vier Familienmitglieder, ( die auch schon zeitweise verhaftet und dann wieder frei gelassen worden waren), und ihre Anwälte bislang keine plausible Erklärungen liefern konnten, die sie endültig völlig entlasten. Informationen kommen von ihnen offenbar immer nur kleckerweise, wie auch schon am Anfang kurz nach dem Verschwinden von Émile die Polizei nicht wusste, dass neben Émile noch weitere acht Kinder im Haus lebten und somit als potentielle Zeugen in Frage kommen. Offenbar wurde das von den Großeltern erst viel später erwähnt. Wer weiß, wann das geschehen ist. Genauso sieht es mit den beiden Fahrrädern aus. Dass sie noch benutzt worden sind, war offenbar lange nicht bekannt. Ist erst kurz vor Weihnachten bekannt geworden. Nun werden sie halt aufwändig untersucht. Dazu dann stets die Beteuerung, dass man mit der Polizei zusammen arbeitet und an der Wahrheit interessiert ist. Dass da auf Seiten der Ermittlungsbehörden Misstrauen besteht, kann ich nachvollziehen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Samstag, 31. Januar 2026, 12:10:58

In einer solchen Situation setzt die Fähigkeit, rational zu handeln, bei vielen Menschen vermutlich aus.
Was ist zu tun?
...den Vater anrufen?
...die ältere Schwester?
...die Mutter?
Der Schock sitzt tief und das Blut scheint in den Adern zu gefrieren.
Dann kommt die Frage auf, was als Nächstes zu tun ist - den Notruf wählen?
Nun kommt die Erkenntnis, dass es Émiles Eltern gestanden werden muss.
Wie würden sie damit umgehen?
Dann wäre es für alle unter diesen Umständen besser, wenn sie glauben, dass Émile weggelaufen ist.

So könnte es gewesen sein, oder auch nicht.....

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Samstag, 31. Januar 2026, 04:05:27

Nehmen wir mal an, dass Émile durch einen unglücklichen Sturz ums Leben gekommen ist. Warum wurde das dann nicht sofort gemeldet? Der ganze Aufwand mit dem Leichenversteck und der Leichenverlagerung passen meiner Meinung nach schon nicht zu einem Sturz / Unfall, abgesehen von fehlenden Spuren.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Freitag, 30. Januar 2026, 10:30:11

Könnte die Ursache dafür der Aufprall des Lenkers eines sehr schnell gefahrenem Fahrrades sein, z. B. bergab?
Die Höhe könnte passen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 30. Januar 2026, 08:25:36

Ich vertrete die vorherrschende Hypothese, dass Émile durch einen gezielten Schlag getötet worden ist.

Hier kann man zu dieser Hypothese folgendes nachlesen:

Selon les révélations du « Parisien», le dernier rapport d’expertise, écrit à partir de l’analyse des ossements du petit garçon, démontre une «lésion à côté du zygomatique droit, l’os situé en haut de la pommette». L’hypothèse privilégiée à ce stade est celle d’une lésion consécutive à un coup volontaire, potentiellement porté par un objet.
Laut Enthüllungen in Le Parisien zeigt der neueste Expertenbericht, basierend auf der Analyse der Knochen des kleinen Jungen, eine „Läsion neben dem rechten Jochbein, dem Knochen am oberen Ende des Wangenknochens“. Die vorherrschende Hypothese ist derzeit, dass die Verletzung durch einen gezielten Schlag, möglicherweise mit einem Gegenstand, verursacht wurde.
https://www.24heures.ch/petit-emile-un- ... 2175503759


An einen Unfall, gar einen Fahrradsturz oder einen sonstigen Sturz glaube ich nicht. Ich gehe ferner davon aus, dass dem Kleinen ein gezielter Schlag verabreicht worden ist, weil er für irgendein ungehorsames Verhalten bestraft werden sollte. An einen fremden Täter glaube ich nicht. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine Tat, die innerhalb der Familie begangen worden ist.

Ob darin eine vorsätzliche Tötung zu sehen ist, muss durch Tatsachenfeststellung bewertet werden. Es gibt auch den Eventualvorsatz, d.h. dass eine Tötung billigend in Kauf genommen worden ist. Man könnte überlegen, dass man ein sehr kleines Kind, was keine 3 Jahre alt ist nicht fest auf den Kopf schlagen darf und wenn man es dennoch tut, dann nimmt man auch den Tod billigend in Kauf. Ich halte nichts davon, wenn man zu großzügig die Verteidigung eines Täters durchgehen lässt "Ich wollte das alles nicht".

Eine vorsätzliche Tat sehe ich aber hier nicht unbedingt als gegeben an, denn dem Schlag kann auch eine Rangelei vorausgegangen sein. Vielleicht war der Kleine aufgebracht und hat um sich geschlagen oder Ähnliches Man weiß über die Beweggründe und den Ablauf nach den vorliegen Informationen nichts.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 06:04:48

Entweder vom Fahrrad gefallen oder Emile hat rumgetobt und beim rumdrehen nicht bemerkt dass der Onkel auch mit hoher Geschwindigkeit daherkommt und beide sind dann zusammengestossen.

Aus Angst vorm Zorn der Eltern und Grosseltern nicht die Rettung gerufen und den totgeglaubten erst mal versteckt.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Freitag, 30. Januar 2026, 05:31:10

Gast A hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 16:46:50 Möglicherweise deutet etwas auf einen Aufprall bei einem der Fahrräder hin.
Wir, als Aussenstehende können nur spekulieren, was wirklich geschah und hoffen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Das war auch mein spontaner Gedanke, als ich beschlagnahmte Fahrräder und mutmaßlich tödliche Verletzungsmarken am Schädel durch einen Schlag gelesen habe. Da ist von "absichtlich und brutal" die Rede, aber auch nur, dass das Verletzungsmuster darauf hindeuten würde. Könnte Emile (unbeabsichtigt!?) mit einem Fahrrad umgefahren worden und dabei tödlich verletzt worden sein?

So insgesamt, was meint ihr - liegt hier eigentlich eine vorsätzliche Tat vor? Oder eher eine vertuschte Tat im Affekt, ggf. tatsächlich ein Unfall?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 30. Januar 2026, 04:21:00

Ja, wir können nur spekulieren.

Als Außenstehende können wir aber sehen, dass nach wie vor akribisch ermittelt wird. Das ist nach so langer Zeit auch nicht selbstverständlich.

Ich spekuliere, dass die Polizei sich im Herbst nochmals in den Ermittlungsakten die Erhebungen ( Bilder und Protokolle) zum Haus der Großeltern samt Nebengebäuden wie Garage und Scheune angesehen hat. Es mag zwar so sein, dass die Fahrräder (laut in Zeitungsberichten erwähnter) Aussage der Großmutter schon lange dort waren und hätten längst beschlagnahmt werden können. . Es ist aber möglich, dass sie deshalb nicht beschlagnahmt worden sind, weil niemand in ihnen einen Bezug zur Tat gesehen hat.Die Polizei kann nicht einfach etwas grundlos beschlagnahmen. Möglicherweise lagen sie herum, sahen aus wie verrosteter Schrott und wurden nicht mal als fahrtüchtig erachtet. Somit wurde nur das Fahrzeug und der Pferdeanhänger anfangs untersucht. Erst später könnte jemandem die Idee gekommen sein, dass sie doch fahrtüchtig gewesen sein könnten und als Fortbewegungsmittel etwa zum Transport der Leiche und / oder zur Fahrt zum Leichenversteck genutzt worden sein könnten. Da kam es dann zu der eneuten Befragung der vier Familienmitglieder, die in ihrer Eigenschaft als Nebenkläger gehört wurden, weil sie etwas zu den Fahrrädern sagen konnten. Bei der Befragung hat sich dann ergeben, dass Onkel M. mit den Fahrrädern gefahren sein will. Das war sicher neu, denn bislang gab es keine Aussagen dazu, auch nicht dazu, dass ihn jemand mit dem Fahrrad unterwegs gesehen hat. Jedenfalls wurde in den Zeitungen nicht über solche Sichtungen berichtet. Seine Angaben werden nun überprüft, also ob seine DNA feststellbar ist und ob sich vielleicht noch andere Spuren ergen, die tatrelevant sein könnten. Es stellt sich ggfflls. auch die Frage, warum niemand die Benutzung der Fahrräder bislang erwähnt hat.

Nun werden die Fahrräder im Labor in Bordeaux untersucht und man darf gespannt sein, was die Untersuchungen ergeben. Auf jeden Fall geht von den neuen Maßnahmen das Signal aus, dass es mit den Ermittlungen weiter geht und dass es keine Ruhe geben wird. Es wird Druck entfaltet. Als Reaktion darauf sehe ich die von der Großmutter erwähnten eigenen Ermittlungsergebnisse unter Beteiligung der Rechtsanwälte, deren Bewertung wohl noch aussteht.

Die Staatsanwaltschaft äußert sich zu den neuen Maßnahmen nicht. Auf jeden Fall wurde aber öffentlichkeitswirksam durchgestochen ( von wem auch immer) , dass es neue Untersuchungen im Labor in Bordeaux gibt, was schon etwas besonderes ist, denn man kann davon ausgehen, dass die Untersuchungen teuer sind und nicht einfach mal so in Auftrag gegeben werden. .

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Donnerstag, 29. Januar 2026, 16:46:50

Möglicherweise deutet etwas auf einen Aufprall bei einem der Fahrräder hin.
Wir, als Aussenstehende können nur spekulieren, was wirklich geschah und hoffen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Donnerstag, 29. Januar 2026, 05:26:52

Zur Klarstellung:

Im französischen Strafgesetzbuch ( Code Penal, Art 434-7) ) gibt es den Straftatbestand "recel de cadavre" , was in den Berichten der Zeitungen oft mit "verbergen einer Leiche" übersetzt wird. Es handelt sich um ein Vergehen, das mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe und Geldstrafe geahndet wird.

Wegen Tötung und wegen dieses Delikts wird im Falle von Émile seit längerem ermittelt. In unserem Strafgesetzbuch gibt es diesen Straftatbestand "Verbergen einer Leiche" nicht.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:20:25

Hier noch der Bericht von BFMTV auf den Bezug genommen worden ist in Auszügen:
Selon nos informations, ces deux vélos ont été envoyés au laboratoire bordelais du professeur Christian Doutremepuich, l'un des plus grands spécialistes français de l’analyse ADN, pour y être expertisés. Une source proche de l’enquête précise à BFMTV que "ces expertises sont toujours en cours".

Ce sont des vélos qui n'ont pas été saisis "au hasard". Le 16 décembre dernier, les enquêteurs de la section de recherches de Marseille ont saisi deux vélos chez les grands-parents d'Émile, petit garçon disparu en juillet 2023 puis retrouvé mort en mars 2024, au Haut-Vernet: le premier dans le garage et le second dans une remise de leur maison. Selon les informations de BFMTV, si les enquêteurs se sont intéressés à ces deux vélos en particulier c'est parce que Maximin, l'un des oncles du petit garçon avait pour habitude de les utiliser lors de ses vacances au Haut-Vernet.

Toujours selon nos informations, ces deux vélos ont été envoyés au laboratoire bordelais du professeur Christian Doutremepuich, l'un des plus grands spécialistes français de l’analyse ADN, pour y être expertisés. "Ces expertises sont toujours en cours", indique une source proche de l’enquête contactée par BFMTV.

Le laboratoire a pour mission de mettre au jour tous les éléments d’ADN identifiables sur les deux vélos, d’identifier les profils des personnes derrière ces éventuelles traces, et d’indiquer s’il s’agit d’empreintes digitales, de sang ou de tout autre élément d’ADN. À charge ensuite aux deux juges d’instruction d'Aix-en-Provence d’analyser ces éventuels éléments, et d’en tirer des conclusions si nécessaire.

Présent au Haut-Vernet
Maximin, 20 ans aujourd'hui, était présent au Haut-Vernet lors de la disparition du petit garçon, le 8 juillet 2023. Il vit aujourd'hui dans le sud de la France et travaille. Il n'a jamais pris publiquement la parole et tient à "préserver son anonymat". Il est l'un des neuf oncles et tantes d'Émile et fils de Philippe et Anne Vedovini.

Philippe et Anne Vedovini, les grands-parents d'Émile, Maximin et Marthe, l'une des tantes du petit garçon, avaient été placés en garde à vue en mars 2025, sans qu'aucune poursuite ne soit retenue contre eux à l'issue.

Ces gardes à vue avaient été déclenchées notamment après les déclarations faites par un témoin qui dit avoir aperçu le petit Émile descendre la rue le jour de sa disparition, puis dans un laps de temps "très court" de quelques minutes Philippe, le grand-père, Maximin, l'oncle et Marthe, la tante du petit garçon descendent à leur tour cette rue du hameau. Ce même témoin a ensuite rapidement aperçu ces trois membres de la famille remonter la rue en sens inverse.

Au total, six enquêteurs de la section de recherches de Marseille se sont rendus au Haut-Vernet, le 16 décembre dernier, là même où Émile, deux ans et demi, a disparu. Ces mêmes enquêteurs y sont retournés le lundi 22 décembre 2025 au matin, soit à deux reprises, en moins de huit jours.

Übersetzt:

Unseren Informationen zufolge wurden die beiden Fahrräder zur Untersuchung an das Labor von Professor Christian Doutremepuich in Bordeaux geschickt, einem der führenden DNA-Experten Frankreichs. Eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen teilte BFMTV mit, dass die Untersuchungen noch andauern.

Diese Fahrräder wurden nicht zufällig beschlagnahmt. Am 16. Dezember beschlagnahmten Ermittler der Kriminalpolizei Marseille zwei Fahrräder bei den Großeltern von Émile, einem kleinen Jungen, der im Juli 2023 verschwand und im März 2024 in Haut-Vernet tot aufgefunden wurde: das erste in der Garage und das zweite in einem Schuppen auf ihrem Grundstück. Laut BFMTV konzentrierten sich die Ermittler insbesondere auf diese beiden Fahrräder, da Maximin, einer der Onkel des Jungen, sie regelmäßig während seiner Ferien in Haut-Vernet benutzte.

Unseren Informationen zufolge wurden die beiden Fahrräder zur Untersuchung an das Labor von Professor Christian Doutremepuich in Bordeaux geschickt, einem der führenden DNA-Experten Frankreichs. „Die Untersuchungen dauern noch an“, sagte eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen gegenüber BFMTV.

Das Labor hat die Aufgabe, alle identifizierbaren DNA-Spuren auf den beiden Fahrrädern zu sichern, die Profile der Personen hinter diesen Spuren zu ermitteln und festzustellen, ob es sich um Fingerabdrücke, Blut oder eine andere Art von DNA handelt. Anschließend obliegt es den beiden Untersuchungsrichtern in Aix-en-Provence, diese Beweise zu analysieren und gegebenenfalls Schlussfolgerungen zu ziehen.


Anwesend in Haut-Vernet
Maximin, heute 20 Jahre alt, war in Haut-Vernet anwesend, als der kleine Junge am 8. Juli 2023 verschwand. Er lebt und arbeitet derzeit in Südfrankreich. Er hat sich nie öffentlich geäußert und möchte anonym bleiben. Er ist einer von Émiles neun Onkeln und Tanten und der Sohn von Philippe und Anne Vedovini.





https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 80379.html


War es dieser Onkel, der ursprünglich an einer Hochschule Kunst und Design studiert hat? Er galt wohl nach einem früheren Bericht als schwarzes Schaf der Familie, was immer das auch heißen mag.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:11:01

Ein neuer Bericht über den Fortgang der Ermittlungen vom 28.1.2026

Mort du petit Emile : l'enquête avance, deux vélos saisis et expertisés, les traces d'ADN permettront-elle de résoudre le mystère ?


Deux vélos saisis lors d'une récente perquisition au domicile des grands-parents dans le hameau du Haut-Vernet seraient en cours d'expertise dans un laboratoire spécialisé, révèle BFMTV. Les enquêteurs espèrent y déceler des traces d'ADN qui permettraient de faire la lumière sur les circonstances de la mort de l'enfant en 2023.


S'approche-t-on de la fin du mystère qui entoure la mort du petit Emile au Haut-Vernet à l'été 2023 ? Ce mercredi, BFMTV révèle que les enquêteurs tentent de faire "parler" les deux vélos saisis en décembre dernier lors d’une perquisition menée au domicile des grands-parents de l'enfant, l’un dans le garage, le second dans une remise de la propriété.

Recherche d'ADN

Les vélos seraient actuellement en cours d'analyse au laboratoire d'Hématologie Médico-légale (LHML) de Bordeaux, afin de tenter d'y isoler des traces d'ADN issues d’empreintes digitales, de sang ou de tout autre élément corporel. Dirigée par le professeur Christian Doutremepuich considéré comme "le pape de l'ADN" en France, c'est cette même équipe qui a repéré la trace d'au moins un ADN étranger à la famille lors de l'analyse des ossements et vêtements du petit garçon. Son corps avait été retrouvé le 30 mars 2024 à proximité du hameau Vernet où il avait disparu à l'âge de 2 ans.

Contactés par France 3 Provence-Alpes, le laboratoire n'a pas donné suite, et le procureur d'Aix-en-Provence Jean-Luc Blachon a fait savoir qu'il ne s'exprimerait pas. Selon une source proche de l'enquête contactée par BFMTV, les analyses "seraient toujours en cours".

Vélos utilisés par un oncle
Les vélos saisis étaient utilisés par Maximin, l’un des neuf oncles et tantes du petit garçon, lors de ses vacances au Haut-Vernet. Aujourd'hui âgé de 20 ans, le jeune homme était présent dans le hameau lors de la disparition du petit garçon, le 8 juillet 2023.



Depuis le sud de la France où il vit aujourd'hui, il ne s'est jamais exprimé, appelant à la préservation de son anonymat. Aux côtés de ses parents Philippe et Anne Vedovini (grands-parents d'Émile), ainsi que de Marthe, une autre tante de l'enfant, Maximin avait été placé en garde à vue en mars 2025 pour "homicide involontaire" et "recel de cadavre", avant d'être relâchés sans poursuite. Néanmoins le procureur de la République d'Aix-en-Provence a déclaré ultérieurement que "la piste familiale n'est pas écartée" et que ces personnes avaient été remises en liberté parce que "les charges n'étaient pas suffisantes pour conduire à une mise en examen quelconque dans ce dossier." Le 9 décembre 2025, les quatre protagonistes ont une nouvelle fois été auditionnés par les juges d'instruction du pôle criminel d'Aix-en-Provence, cette-fois-ci en tant que parties civiles, comme l'apprenait France Télévisions.

Témoin clé
Ces gardes à vue faisaient suite au témoignage d'un voisin du Haut-Vernet, relayé par Le Parisien. Témoin clé dans l'affaire et dernière personne à avoir vu Emile en vie, l'homme affirme ainsi l'avoir aperçu descendre la rue devant chez lui peu avant sa disparition.



Quelques minutes après le passage d'Emile, il aurait observé le grand-père d'Emile, Philippe Vedovini, suivre le même chemin, puis un peu plus tard l'oncle et la tante Maximin et Marthe, descendant à leur tour la rue. Le grand-père serait remonté en sens inverse 7 à 10 minutes plus tard, selon ce témoin. Soit moins d'une heure avant que la disparition de l'enfant ne soit officiellement déclarée à la gendarmerie par sa grand-mère Anne Vedovini, auparavant restée au domicile familial.

Coup intentionnel
La dernière expertise anthropologique de la boîte crânienne a mis en évidence une lésion de petite taille au niveau du zygomatique droit, laissant suggérer un coup intentionnel et brutal porté au petit Emile avec un objet, qui serait à l'origine du décès.


Übersetzt:
Tod des kleinen Emile: Die Ermittlungen schreiten voran, zwei Fahrräder wurden sichergestellt und untersucht – werden DNA-Spuren zur Aufklärung des Falls beitragen?


Zwei Fahrräder, die bei einer kürzlichen Durchsuchung des Hauses der Großeltern im Weiler Haut-Vernet sichergestellt wurden, werden laut BFMTV in einem Speziallabor untersucht. Die Ermittler hoffen, DNA-Spuren zu finden, die Aufschluss über die Umstände des Todes des Kindes im Jahr 2023 geben könnten.

Nähern wir uns dem Ende des Rätsels um den Tod des kleinen Emile in Haut-Vernet im Sommer 2023? BFMTV enthüllt diesen Mittwoch, dass die Ermittler versuchen, die beiden Fahrräder zu „erklären“, die im vergangenen Dezember bei einer Durchsuchung des Hauses der Großeltern des Kindes beschlagnahmt wurden – eines in der Garage, das andere in einem Schuppen auf dem Grundstück.

DNA-Forschung
Die Fahrräder werden derzeit im Labor für forensische Hämatologie (LHML) in Bordeaux analysiert, um DNA-Spuren aus Fingerabdrücken, Blut oder anderen Körperspuren zu sichern. Unter der Leitung von Professor Christian Doutremepuich, dem in Frankreich als „Papst der DNA“ geltenden Experten, identifizierte dasselbe Team bei der Analyse der Knochen und Kleidung des kleinen Jungen mindestens eine Spur fremder DNA. Seine Leiche wurde am 30. März 2024 in der Nähe des Weilers Vernet gefunden, wo er im Alter von zwei Jahren verschwunden war.

Das Labor reagierte nicht auf eine Anfrage von France 3 Provence-Alpes, und der Staatsanwalt von Aix-en-Provence, Jean-Luc Blachon, erklärte, er werde sich nicht äußern. Laut einer Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen, die von BFMTV kontaktiert wurde, dauern die Analysen noch an .

Fahrräder, die ein Onkel benutzt
Die beschlagnahmten Fahrräder wurden von Maximin, einem der neun Onkel und Tanten des kleinen Jungen, während seiner Ferien in Haut-Vernet benutzt. Der heute 20-jährige junge Mann befand sich in dem Weiler, als der kleine Junge am 8. Juli 2023 verschwand.

Von seinem derzeitigen Wohnsitz in Südfrankreich aus schweigt er und bittet um Anonymität. Zusammen mit seinen Eltern, Philippe und Anne Vedovini (Émiles Großeltern), und Marthe, einer weiteren Tante des Kindes, wurde Maximin im März 2025 wegen fahrlässiger Tötung und Leichenverheimlichung festgenommen, später jedoch ohne Anklageerhebung wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft in Aix-en-Provence erklärte später, dass eine familiäre Verbindung nicht ausgeschlossen werden könne und die Freilassung der Betroffenen erfolgte, da die Beweislage für eine Anklageerhebung nicht ausreiche. Am 9. Dezember 2025 wurden die vier Personen erneut von den Untersuchungsrichtern der Strafabteilung in Aix-en-Provence vernommen, diesmal als Nebenkläger, wie France Télévisions berichtete .


Hauptzeuge
Diesen Verhaftungen gingen die Aussagen eines Nachbarn aus Haut-Vernet voraus, über die Le Parisien berichtete . Der Mann, ein wichtiger Zeuge in dem Fall und der Letzte, der Emile lebend gesehen hat, behauptet, ihn kurz vor seinem Verschwinden die Straße vor seinem Haus entlanggehen gesehen zu haben.

Wenige Minuten nachdem Emile vorbeigegangen war, sah er angeblich Emiles Großvater, Philippe Vedovini, denselben Weg entlanggehen und kurz darauf dessen Onkel und Tante, Maximin und Marthe. Laut diesem Zeugen kehrte der Großvater 7 bis 10 Minuten später in entgegengesetzter Richtung zurück. Dies geschah weniger als eine Stunde, bevor Emiles Verschwinden von seiner Großmutter, Anne Vedovini, die im Haus der Familie geblieben war, offiziell bei der Polizei gemeldet wurde.

Absichtlicher Treffer
Die jüngste anthropologische Untersuchung des Schädels ergab eine kleine Verletzung am rechten Jochbein, was auf einen absichtlichen und brutalen Schlag mit einem Gegenstand gegen den kleinen Emile hindeutet, der seinen Tod verursacht haben dürfte.


https://france3-regions.franceinfo.fr/p ... 89641.html




Die Ermittlungen der Polizei gehen also weiter. Von den in Auftrag gegebenen Ermittlungen der Großmutter ist bislang nichts zu lesen.

Offenbar gerät nun der Onkel näner in den Focus der Ermittlungen.

Ob er es war den ein Zeuge mit einem Rucksack hat in die Berge gehen sehen? Er könnte es auch gewesen sein, der sich soinngemäß geäußert hat, dass Émile nicht zu bändigen gewesen sein und dass so etwas mal hat kommen müssen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Samstag, 24. Januar 2026, 11:21:31

AngRa hat geschrieben: Samstag, 24. Januar 2026, 04:42:17 Es wurde zur Ablage der Knochen ein Ort im Wald gewählt, der zwar so nahe am Ort des Verschwindens lag, dass der Kleine ihn zu Fuß erreichen konnte, der aber auch so abseits gelegen war, dass ein früheres Auffinden nicht hätte erfolgen müssen, so dass niemand stutzig werden konnte, dass die Knochen nicht längst gefunden worden waren. Die Verlagerung der Knochen war im Nachhinein gesehen ein Fehler, denn nun gab es etwas zum Untersuchen ( Knochen, Kleidung, Fundort) und nach den heutigen Möglichkeiten kann man auch nach langer Lagerungszeit viel feststellen. .
Ja, das vermittelt ein bisschen den Eindruck, als hätte da jemand im Nachgang und wohl nicht anfänglich/längerfristig geplant ein eigenmächtiges Verschwinden und Versterben Emiles ohne Einwirkung Dritter vortäuschen wollen.
Natürlich ist uns aufgrund der Details (etwa Bekleidungsstatus als Beispiel) unmittelbar klar, dass es so nicht gewesen sein kann. Einem so motivierten Täter hätte das eigentlich klar sein müssen, dass das so nicht funktionieren kann.
Ja, "eigentlich". Da könnte man jetzt zu dem Schluss kommen, so kanns nicht gewesen sein.

Oder aber man überlegt, für was für einen Täter das denn nicht unbedingt so klar (und handlungsweisend) gewesen sein müsste.
Da komme ich in meiner Vorstellung erstmal auf einen ausgeprägt einfach gestrickten, vielleicht auch einfältigen Menschen, oder aber einen auffallend naiven Menschen. Also so oder so auf jemanden, der sich von der Situation ein für sich selbst wohl recht anschauliches, aber in den Details wenig ausgeprägtes, realistisches Bild macht.
Da sehe ich entweder einen deutlich unterdurchschnittlich intelligenten Menschen, oder ein Kind. Auch einen Jugendlichen/Heranwachsenden könnte ich mir da vorstellen.

Warum? Es geht weniger (jedenfalls nicht nur) darum, dass die Person vollumfänglich meinen und nach reiflicher Überlegung überzeugt sein müsste, wenn die Überreste da im Wald gefunden werden, dann wäre ja naheliegend klar, dass Emile wohl weggelaufen und dort zu Tode gekommen sei.
Es geht auch darum, dass derjenige seine Anschauung der Situation vielleicht auf diesem einfachen Niveau hält und nicht weiter hinterfragt, um sich Handlungsfähigkeit herzustellen. So eine Herangehensweise/Handlungsstrategie, die auch oder vielleicht sogar überwiegend auf Glauben/Hoffen basiert, dass es gutgehen kann. So ein "ich mach das, was mir spontan/intuitiv plausibel erscheint" - etwa weil der Mensch keine (oder keine gute) Erfahrung mit sorgfältig und detailliert durchdachten Entscheidungsprozessen hat.
Und da wären wir neben dem naiven Kind (wo das als Muster der Entscheidungsfindung voll passt) und dem unterintelligent-einfältigen Erwachsenen eben auch bei dem Jugendlichen/Heranwachsenden, wo wenig durchdachte Spontanhandlungen, Überreaktion und Handeln nach vereinfachten Anschauungen wegen "Wollen" statt "Akzeptieren der Sachlage" kein unerwartetes Muster wären.

Kurz, unsere Wahrnehmung der Situation im Nachgang, in Kenntnis und Beachtung der Details, intelligent analysierend und im gegenseitigen Austausch reflektierend - das muss nicht die Entscheidungs- und Handlungsgrundlage des Täters widerspiegeln, bei Weitem nicht. Plausibles Täterhandeln und argumentativ beste Handlungsoption sind nicht deckungsgleich - was aber natürlich nicht heißt, jedes x-beliebige Handeln wäre gleich wahrscheinlich. Es muss aus Täterperspektive schon gute Gründe dafür geben, ihn überzeugende Sinnhaftigkeit haben.

Ja, Angst ist ein schlechter Berater. In meinen Augen würde der Stress und das emotional starke Bedürfnis nach einer (irgendeiner) Lösung, wenn man die Überreste aus Entdeckungsangst loswerden will/muss, genau so eine Entscheidungsgrundlage (Handeln nach einfacher Anschauung, auf Glauben/Hoffen bauend) begünstigen.

In dem Zusammenhang, die Überreste loswerden "müssen"... gerade wenn ich mir einen Täter wie die oben herausgestellten Typen vor Augen halte, könnte so ein Akt des "Loswerdens" der Überreste und Kolportieren eines verbrechenfreien Hergangs auch stark emotional motivert sein, so ein "sich freimachen" von der Last der Tat, die (auch) durch die fortdauernden Ermittlungen bedrohlich präsent bleibt. Also gar nicht unbedingt aus einer objektiv gegebenen Notwendigkeit, etwa weil die Überreste am vorigen Ort akut auffindungsgefährdet wären, eher in Richtung Entlastungshandlung für den inneren Stress fortlaufend empfundener Bedrohung.


Das alles natürlich nicht mehr als ein paar Gedanken ins Blaue, ausgehend vom spontanen Eindruck und der Möglichkeit, dass mit der Ablage vielleicht ein eigenmächtiges Verschwinden Emiles mit Todesfolge vorgespiegelt werden sollte.
Natürlich gut möglich, dass das überhaupt nicht zutrifft.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Samstag, 24. Januar 2026, 04:42:17

@HP1

Ja, das verstecken der Leiche nach der Tat und die spätere Verlagerung der Knochen waren jeweils größere Aktionen und sie erfolgten meiner Meinung nach wohl überlegt und teilweise situationsbedingt, so wie es jeweils für den Täter aus seiner Sicht am vorteilhaftesten war. .

Das Verstecken der Leiche nach der Tat an einen unbekannten Ort erfolgte um ein spurloses Verschwinden des Kleinen mit unbekanntem Schicksal vorzutäuschen. Vorteilhaft aus Sicht des Täters war damals, dass es längere Zeit dauerte bis überhaupt wegen einer Straftat ermittelt worden ist . Immerhin war es möglich, dass der Kleine einfach weggelaufen ist und sich irgendwo versteckt und dann verlaufen hat und dabei ums Leben gekommen ist. Es gab daher lange Zeit keine förmlichen Zeugenvernehmungen und auch keine intensive Spurenermittlung an dem Ort, wo sich der Kleine zuletzt aufgehalten hat. Beides ist besonders misslich, denn die förmlichen Zeugenaussagen entstanden spät und waren nicht mehr authentisch, weil sie nicht unbeeinflusst von Gesprächen mit anderen blieben und eventuelle Spuren konnten mit der Zeit auch beseitigt werden. Bis dahin lief aus Sicht des Täters alles gut.

Die Verlagerung der sterblichen Überreste erfolgte dann Monate später, weil der Täter womöglich Angst vor Entdeckung des Verstecks hatte , denn die Ermittlungen verliefen nicht im Sande. Sie nahmen kein Ende, womit der Täter sehr wahrscheinlich nicht gerechnet hatte. Angst ist aber immer ein schlechter Ratgeber. Émiles verzweifellte Eltern wollten außerdem endlich Klarheit über das Schicksal ihres Kindes haben. Diese emotionale Komponente könnte den Täter ebenfalls zum Handeln bewegt haben. Es wurde zur Ablage der Knochen ein Ort im Wald gewählt, der zwar so nahe am Ort des Verschwindens lag, dass der Kleine ihn zu Fuß erreichen konnte, der aber auch so abseits gelegen war, dass ein früheres Auffinden nicht hätte erfolgen müssen, so dass niemand stutzig werden konnte, dass die Knochen nicht längst gefunden worden waren. Die Verlagerung der Knochen war im Nachhinein gesehen ein Fehler, denn nun gab es etwas zum Untersuchen ( Knochen, Kleidung, Fundort) und nach den heutigen Möglichkeiten kann man auch nach langer Lagerungszeit viel feststellen. .

Dass die Ermittlungen intensiv fortgeführt werden, liegt meiner Meinung nach auch an den Aussagen des Taufpriesters. Seiner Auffassung kommt Gewicht zu, denn er war sicher nicht jemand, der gerne andere belastet hat und sich interessant machen wollte. Außerdem war er jemand, der Familie V. gut kannte, die ansonsten wohl gerne unter sich blieb. .

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Freitag, 23. Januar 2026, 09:25:50

AngRa hat geschrieben: Freitag, 23. Januar 2026, 06:03:41 Für mich ist die Verlagerung der Knochen das Besondere an dem Fall. So etwas würde ein fremder Täter meiner Meinung nach nicht machen und das kurz vor der Mise en situation. Man fragt sich warum der Aufwand der Verlagerung betrieben worden ist. Mir fällt als rationaler Grund nur ein, dass ein unmittelbar bevorstehender Fund der sterblichen Überreste befürchtet worden ist und als emotionaler Grund, dass Émile beigesetzt werden konnte und die Eltern Gewissheit über das Schicksal erhalten sollten. Trotzdem bleibt die Verlagerung sehr besonders. Wer ist überhaupt auch zum Transport von Knochen in der Lage?
:!:

Das ist eine "große Aktion":
Ausgeprägter direkter Umgang mit den Überresten (länger als "nur kurz") und grundsätzlich gesteigerter Nachtatstress, "Entdeckungsangst", während man mit den Überresten unterwegs ist - ziemlich unabhängig davon, wie groß das tatsächliche Entdeckungsrisiko dabei bei objektiver Betrachtung gewesen sein mag.
Genau das: Das braucht auf jeden Fall eine gewichtige Motivation, entweder eine Verlegung als mehr oder weniger zwingend notwendig angesehen oder aber stark emotional geprägte Gründe.

Was könnte man vom Auffindeort vielleicht ablesen, rein spekulativ natürlich?
- Deutet die Ortswahl darauf hin, dass die Überreste bald gefunden werden sollten? (Entsprechend Gewissheit für die Eltern, Beisetzung als Motiv)
- Von wo aus ist der Ort jeweils gut erreichbar (Dauer, Weg ohne Zeugen, Nutzung Fahrzeug, ggf. auch Fahrrad)?
- Darauf folgend: Könnte die Ortswahl auch gewollt auf unzutreffende Ausgangsorte hindeuten, also als "falsche Fährte"?
- Die gleichen Fragen in allgemeinem Kontext: Deutet der Fund der Überreste auf mögliche Hergangsdetails hin, und könnte das in dem Fall dann auch gerade ein gewollter Anschein sein?
- Was kann durch das Auffinden der Überreste alles definitiv ausgeschlossen werden?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 23. Januar 2026, 06:03:41

Es gibt keine offiziellen Berichte darüber , was die minderjährigen Kinder am Nachmittag vor Émiles Verschwinden gemacht haben. Es war in einigen Berichten zu lesen, dass sie im Schwimmbad waren. Aber mit wem sollen sie dort gewesen sein, wenn die ältesten Geschwister und die Eltern im Haus waren? Bekannt aus Berichten ist weiter, dass die Großmutter in der Küche Bohnen geschnippelt haben soll. Das macht Sinn, dass sie mit Essensvorbereitung beschäftigt war, denn es war für 9 Kinder ( 8 eigene Kinder und 1 Enkelkind) und zwei Erwachsene zu kochen. Der Zeitaufwand dafür muss beträchtlich sein.


Für mich ist die Verlagerung der Knochen das Besondere an dem Fall. So etwas würde ein fremder Täter meiner Meinung nach nicht machen und das kurz vor der Mise en situation. Man fragt sich warum der Aufwand der Verlagerung betrieben worden ist. Mir fällt als rationaler Grund nur ein, dass ein unmittelbar bevorstehender Fund der sterblichen Überreste befürchtet worden ist und als emotionaler Grund, dass Émile beigesetzt werden konnte und die Eltern Gewissheit über das Schicksal erhalten sollten. Trotzdem bleibt die Verlagerung sehr besonders. Wer ist überhaupt auch zum Transport von Knochen in der Lage?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Mittwoch, 21. Januar 2026, 15:57:55

Wir alle haben ein, mehr oder weniger, konkretes Bild von der Familie, zusammengesetzt aus so ziemlich Allem, was die Medien bislang hergaben.
Bei jedem neuen Bericht, der dazukommt, verschiebt sich bei mir das Bild immer wieder in die eine, oder in die andere Richtung.

Von den Berichten über Zeugenaussagen, die am Anfang des Falls zu lesen waren und die ich für glaubwürdig halte, sind mir einige ganz besonsders im Gedächtnis geblieben:
1. Eine Zeugin sah ein Kleinkind in Windeln. Deshalb habe ich ein Bild von Émile nur mit einer Windel bekleidet im Kopf.
2. Frau V. wollte unbedingt vermeiden, dass ihr Mann von einem Crash eines ihrer Teeniekinder erfährt. (Soviel zu einer liebe- und vertrauensvollen Ehe)
3. Frau V. war am 9. JulI mit ihren Kindern im Schwimmbad. Wollte sie ihre jüngeren Kinderdamit vor dem Trouble schützen und ablenken?
4. Ein ca. 16-jähriger Junge sagte mehrfach vor sich hin, dass so etwas geschehen musste, weil Émile unhatbar o. Ä. ist.
Auf was bezog sich das? Ging er davon aus, dass Émile weggelaufen ist, oder meinte er doch etwas anderes?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 21. Januar 2026, 04:29:15

Ich gehe davon aus, dass alle Kinder der Familie zum Gehorsam und somit zum Kuschen erzogen worden sind und das hat auch in abgeschwächter Form auf den Vater von Émile abgefärbt. Die Familie sehe ich als eingeschworene Gemeinschaft, die gegen den Rest der Welt zusammenhält. Sie haben auch wohl eine spezielle politische Sicht und halten von gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen nicht allzu viel, fühlen sich nur der traditionellen katholischen Kirche verbunden. Auch diese Sicht schweißt zusammen . Großvater V. stufe ich als Person mit zwei Seiten ein. Sicher kann er freundlich sein und dann gibt es aber noch eine dunkle, aggressive Seite, die nicht nur von den Nachbarn aus Haut-Vernet meist hinter vorgehaltener Hand so beschrieben worden ist sondern eben auch ganz öffentlich von dem Priester. . Über den Vater von Émile ist bekannt, dass auch er den Taufpriester zur Rede gestellt hat, obwohl gerade er wegen der Hochzeit und der Taufe des ersten Kindes eine besondere Beziehung zu ihm gehabt haben muss. . Er soll ihn zwar zur Rede gestellt haben, aber nicht so beschimpft haben wie sein Schwiegervater. Die Sichtweise seines Schwiegervaters hat er aber wohl weitgehend übernommen und das obwohl der Taufpriester ihn getraut und seinen Sohn getauft hat. Wegen des anonymen Briefes wurde auch im Raum Paris ermittelt. Émiles Vater soll aus dem Departement Yvelines stammen, was zum Großraum Paris gehört. Ich habe schon daran gedacht, dass noch Familienmitglieder von Émiles Vater in diesem Raum wohnen und vielleicht etwas mit dem anonymen Brief zu tun haben könnten, (der so viele Ermittlungen ausgelöst hat,) weil sie auch auf der Beerdigung des Kleinen waren und dort vielleicht etwas erfahren haben könnten. Das ist aber reine Spekulation von mir. Vielleicht denken auch sie so wie Großvater V. Auf jeden Fall scheinen Ermittlungen im Großraum Paris keinen Durchbruch ergeben zu haben.

Es ist schon merkwürdig, dass die Polizei am ersten Tag des Ermittelns glaubte, dass nur Émile und die Großeltern im Hause lebten. Die anderen Kinder waren nicht zu sehen. Ich vermute, dass sie unter dem unmittelbaren Eindruck der Geschehnisse nicht auf die Polizei treffen sollten. Da wurde Zeit gebraucht um sie einzustellen auf das, was zu sagen ist. Diesen Gedanken hat wahrscheinlich auch die Polizei.

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