MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von ocram84 » Dienstag, 03. November 2026, 19:04:50

Gast hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 15:15:02 Er lässt sie sogar unvorbereitet ans Telefon gehen als ihr Bruder anruft.
Sie verrät aber nichts. Er hätte sie niemals anrufen lassen, wenn er sich nicht hätte auf sie verlassen können. Kann ein Fremder in sie wirklich so großes Vertrauen gehabt haben? Wie konnte er sich denn so so so sicher sein, dass sie nicht sagen wird, wo sie ist und wer sie festhält?
Darauf gibt es nur eine Antwort:

Sie hatten eine Beziehung zueinander.

Und man würde vermuten, dass diese Beziehung nicht mit der Entführung begann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Dienstag, 03. November 2026, 18:51:18

@ Hybla Vielleicht. Was macht dich eigentlich so sicher, dass es ein Bekannter gewesen ist? Wie hoch schätzt du die Chancen ein, dass jemand aus ihrem Bekanntenkreis die Chancen derart gut sah, mit Entführung und Mord nicht aufzufliegen?

@ Gast Auch richtig. Sinnbefreite komme heute nach hause, bin in paderborn, kann ich dir erklären- Satz-Hülsen.
Wenn sie wusste, dass es das letzte Gespräch sein wird, war sie aber ziemlich gefasst...kein Zusammenbruch. Sagt noch, bis bald... Ich würde sagen, hätte sie gewusst es ist das sicher letzte Telefonat hätte sie ihre letzte Chance konsequent genutzt, innerhalb 5m30. Aber hat sie nun mal nicht, einen Namen fallen lassen, das wäre schnell gegangen, wenn ihr Ende dann auch ein sicheres war. Aber wenn sie die Wahrscheinlichkeit eh selbst erkennen musste, das nicht zu überleben, hätte sie all-in gehen müssen. Sie muss aber nicht einmal gewusst haben, in wessen Fängen sie gelandet war. Es ging gar nie um sie.

Aber wem hätte sie es nicht zugetraut, dass ___ sie tatsächlich umbringt und verbringt? Wen hätte sie nicht verraten, obwohl ihr die Gelegenheit dazu quasi mehrfach über die Woche verteilt ans Ohr gehalten wurde?
Konnte sie nicht oder wollte sie nicht?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Dienstag, 03. November 2026, 17:58:11

Gast hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 12:30:39 Grundsätzlich nachvollziehbar. Das Buddeln eines Loches würde ja aber auch dafür sprechen, dass jemand beteiligt war. Nach wie vor ist für mich denkbar, dass er sie dort noch lebend hinbrachte, ihr erzählte, er werde nun ihre Familie benachrichtigen, damit sie dann dort eben hinkommen und sie abholen für eine Übergabe, sie war ohnehin stark dehydriert, konnte aber noch irgendwie mit ihm laufen, vllt mit verbundenen Augen und schon sehr schwach, dort aber sedierte er sie so, dass er Tod zwangsläufig eintreten musste und ging. Die Uhr könnte er wirklich abgenommen haben, damit sie keine Orientierung hat wie lange sie da ggf schon liegt oder so. Er könnte auch mit ihr gemeinsam die Stelle gar nicht aufgesucht haben, sondern tatsächlich etwas weiter weg stehen geblieben sein, keine Ahnung. Dort wegzulaufen hätte ihr jedenfalls wenig gebracht, dafür war sie zu müde und desorientiert. Das Tragen ihres leblosen Körpers halte ich nämlich für eine echte Herausforderung für einen Menschen alleine und geht eben gar nicht einfach mal so schnell.

Das muss dann aber jemand gewesen sein, der vom Fach ist, für mich wäre gut ein Arzt vorstellbar.
Ich bezweifel, dass es so abgelaufen ist. So eine Sedierung lässt immer irgendwann nach und wenn sie so schwach gewesen wäre, hätte er sie auch ohne Sedierung ablegen können.
Außerdem benötigen Sedierung keine besonderen Kentnisse eines Arztes. Dies bekommt ein Pfleger genauso hin wie jemand der regelmäßig Drogen konsumiert. KO Tropfen werden Frauen ja auch nicht ausschließlich von Ärzten untergejubelt

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Dienstag, 03. November 2026, 17:50:25

Aber der Täter hat doch die Anrufe gewiss mitgehört, oder glaubst du nicht?
Er hat doch gehört wie die Personen reagierten, wie sie drauf waren. Damit muss er gewusst haben, dass alle nach ihr suchen. Selbst Frauke sagt doch selbst irgendwann, sie wisse dass man nach ihr suche.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Dienstag, 03. November 2026, 16:37:46

Naja … die Anrufe haben ja durchaus funktioniert. Nicht, um die Familie zu beruhigen, das stimmt. Aber nehmen wir an, die Tatperson kam aus ihrem direkten oder indirekten Umfeld. Dann wird sie vermutlich schnell mitbekommen haben, wie die Polizei reagiert (Die Stufen die Anrufe ja als eher beruhigend ein). Das dürfte bei der Familie und den Freunden nicht gerade auf Begeisterung gestoßen sein, was sicher Thema war.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Anrufe deswegen an Chris gingen. Bei den Eltern wäre es deutlich schwerer gewesen, mal nachzufragen. Aber Chris hat sicher Isabella informiert, ist mit den Leuten aus ihrer Klasse ins Gespräch gekommen usw. Da erfuhren die jungen Leute schneller, was Stand der Dinge war.
Ganz theoretisch könnte das sogar den ersten Anruf begründet haben. Chris war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in Paderborn. Frauke kündigt an, "bald nach Hause zu kommen". Da liegt die Vermutung nahe, dass Chris ebenfalls nach Hause kommt. Man will ja wissen, was passiert ist, macht sich Sorgen. Sollte der Täter von dem Schlüssel gewusst haben, erhöhte das die Wahrscheinlichkeit weiter.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Dienstag, 03. November 2026, 15:19:14

Ich checke auch nicht, wieso er sie sagen lässt "Komme heute nach Hause", wo es schon nach 22 Uhr war.
Das ist total sinnbefreit. Hätte er sich Zeit verschaffen wollen, hätte er doch ihre Rückkehr für einen Tag in der Zukunft angekündigt, wie z.B. komme nächste Woche nach Hause.
So war ja vollkommen klar, dass die Familie unmittelbar Panik schiebt und genau eines vermittelt bekommt: Hier stimmt was nicht und unser Kind wurde entführt.

Er wollte das doch genau so haben. Überhaupt niemand sollte beruhigt werden und irgendwas glauben von dem, was Frauke erzählte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Dienstag, 03. November 2026, 15:15:02

Gaston hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 14:07:59 Warum soll sie anrufen, darf/kann dann aber nichts sagen?

Zum Abschluss ein +5Min.langes Telefonat, indem die Situation meinetwegen zwar aufgelöst wird, das aber völlig ohne weiteres und ohne jede Erklärung. Sie soll/kann/darf nicht sagen was gelaufen ist, das macht sie zu einer Gefahr, deshalb wird sie beseitigt. Es wird gar nicht klar was überhaupt gelaufen ist.
Richtig. Wozu die Anrufe? Anfangs womöglich um die Freunde/Familie zu beruhigen. Aber der Täter weiß ziemlich schnell, dass gar niemand beruhigt ist und lässt sie dennoch weiter anrufen, am Ende total benebelt (?) und verwachen sprechend, das beunruhigt doch eher als dass es beruhigt, dennoch lässt er sie anrufen, so viele Sekunde. Er lässt sie sogar unvorbereitet ans Telefon gehen als ihr Bruder anruft.
Sie verrät aber nichts. Er hätte sie niemals anrufen lassen, wenn er sich nicht hätte auf sie verlassen können. Kann ein Fremder in sie wirklich so großes Vertrauen gehabt haben? Wie konnte er sich denn so so so sicher sein, dass sie nicht sagen wird, wo sie ist und wer sie festhält? Beim 1. Mal, von mir aus, beim 2. Mal, von mir aus aber bei den weiteren Anrufen wusste sie langsam, dass er sie nicht gehen lassen wird, für ihn ein enormes Risiko, dass sie was verrät.

Wäre übrigens "Mama, Mama, Mama" ein Hinweis gewesen oder etwas, was sie nicht hätte sagen dürfen, dann hätte der Täter doch das Gespräch umgehend beendet, man muss doch davon ausgehen, dass er gar nicht groß eingegriffen hat.
In den Gesprächsprotokollen habe ich nicht ein einziges Mal gelesen, dass Frauke das Telefonat plötzlich durch Auflegen beendete zB ohne sich zu verabschieden.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Dienstag, 03. November 2026, 14:42:52

Gaston hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 14:07:59 Warum soll sie anrufen, darf/kann dann aber nichts sagen?
Warum DARF sie zum Schluss so lange anrufen ?
Vielleicht war das ja ein "Undoing" vor der eigentlichen Tat ....

"In der Forensik und Kriminalpsychologie bezeichnet „Undoing“ (Ungeschehenmachen) ein spezifisches Verhalten
von Tätern direkt nach einem Tötungsdelikt. (...)
Beim Undoing versucht der Täter, die begangene Tat symbolisch ungeschehen zu machen oder das Opfer in einen Zustand zurückzuversetzen, der vor dem Mord bestand. Dieses Verhalten wird meist durch massive, plötzliche Schuldgefühle, Reue oder eine emotionale Überforderung unmittelbar nach dem Gewaltausbruch ausgelöst.

Typische Verhaltensmuster (Tatortinszenierung)
• Pflege und Herrichten: Der Täter wäscht das Blut vom Opfer ab, kämmt ihm die Haare oder zieht ihm saubere Kleidung (!) an.
• Schlafähnliche Position: Die Leiche wird ins Bett gelegt, zugedeckt (!) oder so auf einem Sofa positioniert, als ob die Person friedlich schlafen würde.
• Verdecken von Verletzungen: Das Gesicht oder schwere Wunden werden mit einem Tuch, einer Decke oder Kleidung abgedeckt, damit der Täter das Resultat seiner Tat nicht mehr sehen muss.
• Religiöse oder respektvolle Gesten: Die Hände des Opfers werden gefaltet, oder es werden Blumen, Kruzifixe (!) oder Kerzen in der Nähe platziert.

Kriminalpsychologische Bedeutung
Für die Ermittler (wie Kriminalbiologen, Rechtsmediziner und Profiler) liefert ein Tatort mit Undoing-Spuren wertvolle Hinweise
auf das Täter-Opfer-Verhältnis und die Persönlichkeit des Täters:
• Nahe Beziehung: Undoing tritt fast ausschließlich auf, wenn Täter und Opfer in einer engen persönlichen oder emotionalen Beziehung standen (z. B. Ehepartner, Partner, Familienmitglieder). Einem völlig fremden Raubmörder ist das emotionale Befinden des Opfers nach der Tat in der Regel egal.
• Beziehungstat / Affekt: Die Tat geschieht oft impulsiv aus einer extremen emotionalen Situation heraus (z. B. im Streit). Sobald der Affekt nachlässt, bricht die Realität über den Täter herein, was zu den beschriebenen Handlungen führt." (wikipedia)

Der Täter wusste wahrscheinlich genau, dass der Anruf der Letzte sein wird ....
Die Länge des Telefonats war vielleicht ein 'Undoing' vor der eigentlichen Tat.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Dienstag, 03. November 2026, 14:07:59

Warum soll sie anrufen, darf/kann dann aber nichts sagen?

Zum Abschluss ein +5Min.langes Telefonat, indem die Situation meinetwegen zwar aufgelöst wird, das aber völlig ohne weiteres und ohne jede Erklärung. Sie soll/kann/darf nicht sagen was gelaufen ist, das macht sie zu einer Gefahr, deshalb wird sie beseitigt. Es wird gar nicht klar was überhaupt gelaufen ist.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Dienstag, 03. November 2026, 14:07:10

Heckengäu hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 12:50:03 Die Täterschaft hat ihr alles genommen:
Ihre Freiheit, ihre Würde, ihr Eigentum, ihre Selbstbestimmung, ihre Familie, ihre Zukunft, ihr Leben
Naja...das ist sehr pauschal. Und trifft mehr oder weniger auf jeden Mord zu. Ich sehe bei diesem Täter aber zumindest keine bewusste Fokussierung auf diesen Aspekt. Er hat ihr z.b die Kleidung gelassen - selbst die Schuhe. Vielleicht sogar bewusst dieses Kreuz. Das letzte Telefonat wird von vielen als möglicherweise bewusster/ erlaubtet Abschied gewertet....
Sie war im völlig ausgeliefert, er hätte ihr problemlos (noch) mehr Eigentum und "Würde" nehmen können. Hat er aber nicht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 03. November 2026, 12:50:03

SGE hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 10:41:08 Warum nimmt er ihr die Uhr überhaupt ab?
Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 11:18:55 Öfter zu lesen ist ja die Theorie, dass es der zeitlichen Desorientierung diente. Ist natürlich möglich, aber dazu konnte Frauke die Zeit dann doch zu gut einordnen.
Die Täterschaft hat ihr alles genommen:
Ihre Freiheit, ihre Würde, ihr Eigentum, ihre Selbstbestimmung, ihre Familie, ihre Zukunft, ihr Leben

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Klugscheißer » Dienstag, 03. November 2026, 12:43:55

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 19:26:50 Ist es auch.
Ich finde lediglich den Hergangs des Leichenfundes sehr eigenartig. Zwei unbekannte Personen lassen sich von jemandem mitnehmen, der dann beide kurz in seinem Auto sitzen lässt und findet dann die Leiche und alle drei waren mehr oder weniger am Tatort.
Als hätte der Finder die Gunst der Stunde genutzt und sich zwei Zeugen eingeladen. Um dann endlich mal in Ruhe nach seiner Leiche zu schauen. Er hätte es wohl ungünstig gefunden alleine dort gewesen zu sein bzw. hätte er sich vllt verdächtig verhalten.
Ich fand jedenfalls dass das Hinzuziehen von Personen zur Ablagestelle ja auch Gina H. mehrfach genutzt hat. Sie wollte ihr Opfer eben nicht alleine „finden“.
Im Stern Podcast liest sich das jedoch etwas anders.
Dem Jäger war heruntergetretenes Gras aufgefallen und er folgte der Spur.
Dabei entdeckte er einen weißen Turnschuh und verständigte die Polizei.

Wie auch immer, wir waren nicht dabei.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Dienstag, 03. November 2026, 12:30:39

Miss_Erfolg hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 09:57:13 Was ich mich schon öfter gefragt habe, ist, warum Uhr und Handtasche nicht mit abgelegt wurden. Das könnte vielleicht dafür sprechen, dass er eher hoffte, die Stelle würde nicht gefunden werden.

Geht man davon aus, dass der Täter die Tat nicht geplant hat, erklärt das vielleicht auch die Art der Ablage. Kommt man als "normaler Mensch" ungeplant in so eine Situation, muss der Stresspegel enorm sein. Da fühlt man sich vermutlich permanent beobachtet. Also buddelt man kein Loch, sondern legt den Körper ab und verschwindet. Man hofft auf Zeit, Tiere und Witterung.
Grundsätzlich nachvollziehbar. Das Buddeln eines Loches würde ja aber auch dafür sprechen, dass jemand beteiligt war. Nach wie vor ist für mich denkbar, dass er sie dort noch lebend hinbrachte, ihr erzählte, er werde nun ihre Familie benachrichtigen, damit sie dann dort eben hinkommen und sie abholen für eine Übergabe, sie war ohnehin stark dehydriert, konnte aber noch irgendwie mit ihm laufen, vllt mit verbundenen Augen und schon sehr schwach, dort aber sedierte er sie so, dass er Tod zwangsläufig eintreten musste und ging. Die Uhr könnte er wirklich abgenommen haben, damit sie keine Orientierung hat wie lange sie da ggf schon liegt oder so. Er könnte auch mit ihr gemeinsam die Stelle gar nicht aufgesucht haben, sondern tatsächlich etwas weiter weg stehen geblieben sein, keine Ahnung. Dort wegzulaufen hätte ihr jedenfalls wenig gebracht, dafür war sie zu müde und desorientiert. Das Tragen ihres leblosen Körpers halte ich nämlich für eine echte Herausforderung für einen Menschen alleine und geht eben gar nicht einfach mal so schnell.

Das muss dann aber jemand gewesen sein, der vom Fach ist, für mich wäre gut ein Arzt vorstellbar.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Dienstag, 03. November 2026, 11:18:55

SGE hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. November 2026, 10:41:08 Warum nimmt er ihr die Uhr überhaupt ab?
Öfter zu lesen ist ja die Theorie, dass es der zeitlichen Desorientierung diente. Ist natürlich möglich, aber dazu konnte Frauke die Zeit dann doch zu gut einordnen.

Die Uhr könnte bei einer Rangelei kaputtgegangen sein. Vielleicht hat der Täter sie auch gefesselt und wollte deswegen, dass Frauke sie abnimmt. Vielleicht hat Frauke sie auch einfach selbst abgenommen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SGE » Dienstag, 03. November 2026, 10:41:08

Warum nimmt er ihr die Uhr überhaupt ab?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Dienstag, 03. November 2026, 09:57:13

Was ich mich schon öfter gefragt habe, ist, warum Uhr und Handtasche nicht mit abgelegt wurden. Das könnte vielleicht dafür sprechen, dass er eher hoffte, die Stelle würde nicht gefunden werden.

Geht man davon aus, dass der Täter die Tat nicht geplant hat, erklärt das vielleicht auch die Art der Ablage. Kommt man als "normaler Mensch" ungeplant in so eine Situation, muss der Stresspegel enorm sein. Da fühlt man sich vermutlich permanent beobachtet. Also buddelt man kein Loch, sondern legt den Körper ab und verschwindet. Man hofft auf Zeit, Tiere und Witterung.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Dienstag, 03. November 2026, 09:20:34

Gast007 hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 21:14:40 Ich denke, Frauke‘s Leichnam sollte gefunden werden. Man hätte die Kleidung entsorgen können oder die Leiche vergraben können. Dann wäre ihre Leiche vielleicht nie gefunden worden.
Off topic : ein Bekannter von mir hat sich ein Haus gekauft, dessen Vorbesitzer Jäger war. Da gab es unten im Keller tatsächlich einen Kühlraum im z.B erlegte Rehe zu lagern.
Vielleicht wurde Frauke vom Täter gar nicht unmittelbar nach der Tat beim Fundort abgelegt sondern auf diese Art und Weise „zwischengelagert“ damit er in Ruhe den idealen Ablageort suchen konnte. Würde vielleicht auch eine Begründung dafür sein, dass sie so spät gefunden wurde. Ach ja, und da die Jagdsaison ja wohl irgendwann im Oktober beginnt, wurde die Kühlkammer dann auch vielleicht anderweitig benötigt…
Das hätte man aber bestimmt am Grad der Verwesung des Leichnams feststellen können. Ob sie da 5 Wochen oder 4 Monate lag, hätte bestimmt einen enormen Unterschied gemacht, meinst du nicht?

Aber ich gehe ebenfalls davon aus, dass Fraukes Leichnam gefunden werden sollte. Wäre dieser Jäger jedenfalls nicht dort aufgetaucht, wäre sie bis heute womöglich verschwunden. Damit aber hätte der Täter scheinbar nicht leben können. Er hätte sie nämlich schlicht auch einfach verschwinden lassen können -stattdessen meldete sie sich zig Mal bei C und telefoniert mit ihrer Familie. Wozu? Er hätte es gar nicht aushalten können, dass sie einfach verschwindet, er wollte das wohl so. Und wie hätte er aushalten können, dass ihre Familie und ihre Freunde ewig hoffen, dass Frauke noch lebt? Er wollte einfach wieder eine Rolle spielen und erträgt doch gar nicht, dass es still ist um ihn. Stellt euch vor, hier im HET wäre es still um Frauke, der Fall würde ruhen und keiner befasst sich damit mehr. Müsste doch wohl für den Täter unerträglich sein, keine Rolle mehr zu spielen.
Ich glaube, dass wir hier fast alle wissen, dass der Täter mitliest.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Dienstag, 03. November 2026, 08:32:13

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 19:26:50 Ist es auch.
Ich finde lediglich den Hergangs des Leichenfundes sehr eigenartig. Zwei unbekannte Personen lassen sich von jemandem mitnehmen, der dann beide kurz in seinem Auto sitzen lässt und findet dann die Leiche und alle drei waren mehr oder weniger am Tatort.
Als hätte der Finder die Gunst der Stunde genutzt und sich zwei Zeugen eingeladen. Um dann endlich mal in Ruhe nach seiner Leiche zu schauen. Er hätte es wohl ungünstig gefunden alleine dort gewesen zu sein bzw. hätte er sich vllt verdächtig verhalten.
Ich fand jedenfalls dass das Hinzuziehen von Personen zur Ablagestelle ja auch Gina H. mehrfach genutzt hat. Sie wollte ihr Opfer eben nicht alleine „finden“.
Woher hast du den genauen Ablauf des Leichenfundes ? Ich finde in erste Linie nur Quellen die berichten, dass ein Jäger sie gefunden hat

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von SGE » Dienstag, 03. November 2026, 08:19:11

Von Samstag, 24.06.2006, bis Montag, 26.06.2006 war Schützenfest in Hövelhof. Vielleicht daher die abweichenden bzw. fehlenden Anrufzeiten. Jäger sind wohl häufig auch Mitglied iin Schützenvereinen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Montag, 02. November 2026, 22:21:49

Möglicher Heimweg, rein instinktiv: Liboriberg gerade runter, 1x links abbiegen am Rosentor auf Kilianstrasse, damit hätte sie die Bahngleise überquert, Kreuzung Kilianstrasse/Karlstrasse 1x rechts abbiegen, und dann wäre sie schnurstracks geradeaus nach Hause gelaufen.

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