MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

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Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von HP1 » Mittwoch, 07. Januar 2026, 21:38:12

@Shadow

Danke für die Infos zum Schmuck.
Mir geht es dabei um den Punkt, dass etwa Nasenring oder auch Fingerringe an einem über Zeit lebend festgehaltenen Opfer verbleiben würden, Dinge wie Halskette oder Armreif/Armband jedoch eher abgenommen/abgelegt worden wären, zusammen mit der Kleidung.
Die fehlende Kleidung im Paket spricht übrigens auch gegen die von mir skizzierte Variante eines Missbrauchs+Tötung vor Ort.

Mehrere Beteiligte wegen des Verbringungsaufwands steht dem Wissen und der Vorstellung entgegen, dass bei geplanten Sexualmorden Einzeltäter ohne Mitwisser sehr wahrscheinlich sind.

Auf das gebrauchte Verpackungsmaterial (Renovierung...) gebe ich nicht so viel. Abgesehen davon, dass sich zeitliche Übereinstimmungen mit Renovierungsarbeiten vor 30 Jahren heute kaum noch überprüfen ließen - jeder malert irgendwann mal zu Hause, ich habe auch gebrauchte Malerfolie im Keller, falls ich die mal für irgendwas brauchen kann, und die liegt schon ein paar Jahre dort. Meine Wildwanne im Kofferraum hat Mörtelanhaftungen, weil die ursprünglich fürs Hochziehen einer Carport-Trennwand gekauft wurde.

Was ich im Zusammenhang "Verpackung" nach wie vor bemerkenswert finde, ist die Verwendung des Klebeband-Abrollers.
Das Klebeband hat diese gezackten Abriss-Enden von so einem Gerät.

Hätte jemand, der aus Sparsamkeit für Sonjas Verpackung vorhandene gebrauchte Folie verwendet hat, hierfür extra so einen Abroller gekauft, wo man für den sporadischen/einmaligen Gebrauch genauso eine Schere benutzen kann? Kaum, so ein Teil kostete damals schon was, so Kram ist seither eher billiger geworden. Heutzutage liegt so ein Teil bei 15-20 Euro, sagt Amazon.

Hätte jemand, der aus Vorsicht kein Verpackungsmaterial zeitnah zum Verschwinden kaufen wollte und der deshalb gebrauchte Folie genutzt hat, dann für die Verpackung so ein optionales Teil im Baumarkt oÄ gekauft? Nein.

Hätte jemand, der aus Zeitdruck das verwendet hat, was da war, dafür extra noch so ein optionales Teil gekauft? Nein.

Denkbar natürlich, und vielleicht auch die nahe liegendste Version: Der hatte die alte Folie, aber grad kein Klebeband. Musste welches kaufen und hat dann im Geschäft statt zum Klebeband zum Set Abroller+Klebeband gegriffen. Wäre dann etwas, was er vorher nicht gebraucht/benutzt und deshalb auch nicht gehabt hätte, anzunehmend auch danach nicht unbedingt auf einmal gut brauchen könnte. Spräche dann für jemanden, der Gründlichkeit schätzt, der Wert drauf legt, die Dinge ordentlich zu machen. Das deckt sich mit der Wahl des Ablageorts, könnte man sagen.
Das alles natürlich nur eine Assoziationskette, keine Argumentation.

Nahe liegender allerdings, der hatte den Abroller bereits. Nach meiner Vorstellung (damals vielleicht noch mehr als heute) kein Gegenstand, der zur üblichen Haushaltsausstattung gehörte, den viele halt einfach so hatten. Schon eher jemand, der regelmäßig größere Pakete (Folie oder Karton) damit zu verschließen hätte. Private Garagenverkäufer per Versand kann man für 1995 weitgehend ausschließen, ist ein deutlich neuerer Trend, Ebay- und Zalando-Junkies sowieso. Würde da eher auf beruflich tippen, Handwerk oder Logistik. Die Verwendung eines Abrollers von der Arbeit (dort irgandwann mal allgemein oder konkret für den Zweck Sonja "entliehen" vielleicht) wäre denkbar. Jemand, der sowas regelmäßig bei der Arbeit nutzt, hätte vielleicht auch eher als die Allgemeinheit eins für den Hausgebrauch.

Alles natürlich nur eine Gedankensammlung. Keine belastbaren Schlüsse möglich, keine heute verwertbaren Ansätze enthalten. Nur optionale Puzzleteile.


@Kjansen86
Ob nun 50 oder 60kg ist da ja eigentlich nicht entscheidend.
Unhandlichkeit - schau dir mal die Fotos vom "Paket"/Verpackungsmaterial an, Link ist hier irgendwo auf den vorangehenden Seiten zu finden. Recht groß und schlecht zu greifen, glatte Oberfläche. Eine Tragehilfe (Gurt, Seil) wurde vor Ort nicht gefunden, wobei das auch etwas wäre, was der Täter gut wieder mitgenommen haben könnte. Auch keine Rede von entsprechenden Spuren an der Folie, auf den Fotos auch nichts derartiges zu erkennen. Denkbar höchstens, dass an der Stelle Täterwissen zurückgehalten wurde.
Ob auf keiner Route die Verwendung einer Schubkarre oder einer Wanne als Schlitten tatsächlich nicht machbar gewesen wäre aufgrund des Untergrunds, müsste man eigentlich tatsächlich vor Ort nochmal überprüfen. Verlasse mich bei der Einschätzung halt auf Fotos und Aussagen von Ortsbesuchern.

Die Decke hätte auch (und gerade) im Szenario eines Missbrauchs vor Ort zum Einsatz gekommen sein können.
Eben weil der Ort eine spätere Entdeckung maximal unwahrscheinlich machte, wäre auch der ungestörte Missbrauchsvollzug dort doch denkbar.
Wie oben zu Shadow gesagt, die im Paket fehlende Kleidung Sonjas spricht allerdings klar gegen diese Variante.


Nachtrag/Ergänzung:
Die Fotos zu den Überresten (Folien, Decke..) sind nicht mehr verfügbar, zumindest nicht auf der Seite der Polizei Bayern. Falls die jemand gespeichert hat oder eine andere verfügbare Seite kennt, bitte gerne hier Bescheid geben.

Habe mich wegen "Unhandlichkeit" nochmal an die Bilder erinnert.
Es sah so aus, dass die Leiche zunächst in eine klare/halbtransparente Folie (Malerfolie?!) als Rolle/"Wurst" eingerollt war. Diese Folie sowie das hier verwendete Klebeband wiesen augenscheinlich erhebliche, d.h. zeitlich ausgedehnt entstandene Verwitterungsspuren auf, sowie organische Anhaftungen (Erde, Baumnadeln, allgemein Gammel...).
Des Weiteren gibt es Bilder eines kompakteren "Pakets" aus dunkelgrauer Folie, eher Typ "Müllsack". Diese Folie und das verwendete Klebeband sind in augenscheinlich gutem, wenig/nicht verwitterten Zustand. Dem Format nach wäre anzunehmen, dass hier das gestreckte "Wurst"-Paket in Hockstellung gebracht, quasi "gefaltet" und neu eingepackt wurde.

Zusammen mit der Verwitterung und den Anhaftungen ergibt sich also mutmaßlich folgendes Bild:
Sonjas Leiche wurde zunächst gestreckt in Malerfolie eingepackt und so verbracht, war in dieser Form lang der Witterung ausgesetzt.
Zu einem späteren Zeitpunkt wurde das Paket neu umverpackt, dafür wurde das ursprüngliche Paket auf kompakteres Format zusammengefaltet.
In der neuen Außenverpackung kann das Paket nicht übermäßig lang der Witterung ausgesetzt gewesen sein. Nach meiner Erinnerung an die Fotos würde ich sagen, nicht länger als ein Jahr.
Eine so gelesene Spurenlage würde zu der getätigten Aussage passen, der Täter habe den Ort erneut (und zeitnah) aufgesucht.

Wie da die Decke involviert war, ist auf den Fotos nicht zu erkennen. War Sonja im ersten Paket darin eingewickelt? War sie überhaupt im ersten Paket? Oder war sie separat lose in die Felsspalte? In dem Fall, wurde sie dann beim zweiten Mal mit eingepackt oder blieb sie separat?
Weiß ich nicht, sieht man nicht auf den Bildern. Die Decke ist auf den Fotos erheblich unvollständig, löchrig, Farben/Motiv jedoch noch gut zu erkennen. Sieht für mich nicht danach aus, als wäre sie mit der sich zersetzenden Leiche im Paket gewesen, eher Tierfraß und so.
Die Decke war aus einer Art Fleecestoff, ich meine, ich hätte Polyacryl als Hauptbestandteil in Erinnerung. Wie sich das genau verhält unter diesem oder jenem chemischen oder Witterungseinfluss, etwa auch hinsichtlich Farbechtheit, weiß ich nicht.


Und zurück zur Verbringungssituation:
Eine ursprünglich gestreckt eingewickelte Leiche wäre für Schubkarre oder Wanne/Schlitten sowieso denkbar ungeeignet.
Allerdings könnte sie sowohl über einer Schulter, als auch vor dem Körper mit je einem Arm unter den Schultern und in den Kniekehlen ganz gut ohne weitere Tragehilfe getragen werden. Letztere Variante wäre allerdings bei dem dortigen Untergrund ungeeignet, weil man seine Schritte bzw. die Stelle des nächsten Schrittes nicht sehen kann. Auch hätte man keine Hand frei für eine ordentliche Lampe. Wie gesagt, damals noch keine starken LED-Stirnlampen, da hätte man damals viel eher etwa so ein Maglite-"Lichtschwert" gebraucht.
Also geschultert, 50-60kg. Müsste schon ein wirklich kräftiger Kerl gewesen sein, und die (kürzeste) Route von Norden her würde ich ausschleßen, wegen der Steigung dort.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kjansen86 » Mittwoch, 07. Januar 2026, 18:26:08

HP1 hat geschrieben: Mittwoch, 07. Januar 2026, 05:18:30 Die Ablagestelle ist nur mühsam zu erreichen. Unwegsames Gelände, Geröll und Bodenbewuchs laut Fotos und Berichten von Leuten, die vor Ort waren. Aus einer Richtung gehts bergauf, aus der anderen ist die Strecke ab befestigtem Weg (anfahrbar) mehrere hundert Meter weit.
Mühsam sich dort fortzubewegen, kann ich als Jäger sagen. Hab auch solche Bereiche im Revier und mache da zumindest bei Dunkelheit auf jeden Fall lieber einen Bogen drum, will mir nicht die Füße brechen.

Und mit zig Kilo unhandlicher Last?
Sonja war recht leicht aber so viel ich weiß, ist es nicht einfach eine tote Person zu tragen. Anscheinend ist ein Leichnam extrem unhandlich. Der weite Transport ist daher tatsächlich ungewöhnlich.
HP1 hat geschrieben: Mittwoch, 07. Januar 2026, 05:18:30 Und mit dem lebenden Opfer hingehen? Klebeband überm Mund, Hände gefesselt und "angeleint", sie unter Gewaltandrohung nötigen, dass man zusammen zum (späteren) Ablageort geht? Dort dann Missbrauch, Tötung, Einpacken und in die Felsspalte werfen.
Halte ich trotzdem für sehr unwahrscheinlich. Die Tatsache dass diese komische Decke zusammen mit ihrer Leiche gefunden wurde, spricht dafür, dass der Täter nicht mit einer Entdeckung rechnete und alles was er mit zu der Felsspalte nahm auch dort verbrachte. Ich denke, dass es tatsächlich nur ihr Körper, die Plastikplane und diese Decke waren.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 07. Januar 2026, 16:56:22

Was ganz anderes, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, enthielten die Überreste Schmuckstücke von Sonja, diese allerdings unvollständig. Erinnere ich mich da richtig, und gibt es zufällig eine Auflistung, was da war und was fehlte (soweit damals rekonstruierbar)?
Hallo HP1,

Bezüglich Schmuck dazu hatte ich recherchiert & folgende 3 Zeitungsartikel gefunden.

1.Zwar entdeckte man in dem Waldstück einen Großteil des Skeletts der 19-Jährigen, auch ihren Schmuck und ihren Nasenring -
2.Auch einige ihrer Ringe lagen dort. Sonja trug sie gerne an mehreren Fingern.
3.sie trug beim verlassen der elterlichen Wohnung ihr Pentagramm Amulet.


Also Fund ihres Nasenringes & einige ihrer Ringe.
Ob unter Schmuck auch ihr Amulett zusammengefasst war , bleibt offen.

Mit deiner Erfahrung als Jäger hast du ja eingehend beschrieben wie schwer es gewesen sein dürfte ca.60 kg Gewicht durch so einen Abhang allein zu bewerkstelligen.
Das Versteck wirkt ausgeklügelt & mit Hilfe wohl besser zu erreichen als alleine.

Es steht in den Medien :
Für die Ermittler ist es daher naheliegend, dass der Täter im Jahr 1995 entweder privat renoviert oder gebaut hat oder aber beruflich in dieser Branche tätig war.

Gesucht wird also ein Einzeltäter.
Was wenn nicht der Täter selbst ,sondern ein möglicher Helfer seine Bau Materialien zur Verfügung gestellt haben könnte , um Sonja mitzuhelfen zu verstecken?
Wenn ein möglicher Helfer stolz auf das ausgeklügelte Versteck gewesen wäre & deswegen etwas über Sonja aufbewahrte.
Dann könnten die möglichen Merkmale eher auf einen Helfer deuten mit evtl.Verbindungen nach Kipfenberg.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von HP1 » Mittwoch, 07. Januar 2026, 12:08:41

Gast562 hat geschrieben: Mittwoch, 07. Januar 2026, 06:21:24 Starker, enger Ortsbezug. Das ist realistisch. Dann wäre der Täter eventuell auch nicht bei Tagesslicht aufgefallen, weil er öfters dort unterwegs war, Waldarbeiten tätigte oder Wild fütterte.
Nicht im April. Wie gesagt, da ist der Nachwuchs grad unterwegs oder frisch da, da wird nicht gestört, auch nicht durch Waldarbeiten.
Fütterungsvorschriften Bayern 1995 weiß ich grad nicht, müsste ich nachschauen, wäre aber jedenfalls nicht die Jahreszeit, das eher vorm oder im Winter.
Ich überlege gerade, mit einem Paket solcher Größe im Wald würde jemand auf den ersten Blick vielleicht für einen Wilderer gehalten werden.

Den starken Ortsbezug meine ich da auf jeden Fall eher persönlich und emotional als im Sinne von "ist da beruflich oÄ oft". Eher so in Richtung Kindheitserlebnisse vielleicht.

Naja, ist nur eine spontane Gedankensammlung. Nichts, was unbedingt so gewesen sein müsste.
Aber der Punkt Mühe/Machbarkeit bei einer Verbringung ist schon real.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast562 » Mittwoch, 07. Januar 2026, 06:21:24

HP1 hat geschrieben: Mittwoch, 07. Januar 2026, 05:18:30

Das genau(!) der Ort vorab schon für den Täter eine ganz besondere Bedeutung gehabt hätte, wäre eine Erklärung, aber in welcher Weise sollte das so gewesen sein? Oder zumindest die nahe Umgebung (nicht "Kipfenberg" oder "der Wald dort", denke eher an eine Umgebung von bestenfalls ein paarhundert Metern)? Also nicht nur gute Ortskenntnis, sondern ein individuell explizit starker, enger Ortsbezug. Jemand der mit genau dem Ort/nahe Umgebung auf irgendeine Weise eng verbunden wäre.
Wiederholtes Aufsuchen wäre da als stark erwartbar gegeben.

Starker, enger Ortsbezug. Das ist realistisch. Dann wäre der Täter eventuell auch nicht bei Tagesslicht aufgefallen, weil er öfters dort unterwegs war, Waldarbeiten tätigte oder Wild fütterte.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von HP1 » Mittwoch, 07. Januar 2026, 05:18:30

Die Ablagestelle ist nur mühsam zu erreichen. Unwegsames Gelände, Geröll und Bodenbewuchs laut Fotos und Berichten von Leuten, die vor Ort waren. Aus einer Richtung gehts bergauf, aus der anderen ist die Strecke ab befestigtem Weg (anfahrbar) mehrere hundert Meter weit.
Mühsam sich dort fortzubewegen, kann ich als Jäger sagen. Hab auch solche Bereiche im Revier und mache da zumindest bei Dunkelheit auf jeden Fall lieber einen Bogen drum, will mir nicht die Füße brechen.

Und mit zig Kilo unhandlicher Last? Ich hab den Vergleich mit geschossenen Sauen hier früher schonmal angebracht, ich hatte in den letzten Wochen wieder mehrfach das Vergnügen...
Bergauf schon wegen Gleichgewicht unrealistisch, und auch ohne Steigung eine quälende Anstrengung bei längerer Strecke. Bei 60kg+ müsste man da echt ein Bär sein, um das überhaupt irgendwie zu bewerkstelligen. Karre oder Wanne/Schlitten entfällt als Möglichkeit bei dem Untergrund.
Zu zweit zumindest in Sachen Gewicht machbar, aber alles andere als leicht, angenehm.

Und wie gesagt bei Dunkelheit nochmal eine andere Nummer. Dann höchstens mit starker Beleuchtung. Damalige Stirnlampen (weil man ja die Hände zum Tragen braucht, so ein Folienpaket eignet sich nicht für Tragegurte, wurde auch nichts Derartiges gefunden, soweit wir wissen) aus der Vor-LED-Zeit nach meinem Dafürhalten definitiv zu schwach. Noch eine dritte Person mit richtigem Scheinwerfer?
Bei Dunkelheit ist kaum wer im Wald unterwegs - doch, Jäger... wobei die Jahreszeit um/kurz nach Sonjas Verschwinden als Setzzeit keine Jagdzeit ist, da lässt man das Wild möglichst ungestört. Aber jedenfalls, da mit starkem Licht bei Dunkelheit wäre super auffällig auch auf weitere Entfernung, WENN noch irgendjemand anders dort unterwegs sein sollte.

Auch wenn man es für unwahrscheinlich halten mag, insgesamt spräche vieles für eine Verbringung bei Tageslicht.

Und mit dem lebenden Opfer hingehen? Klebeband überm Mund, Hände gefesselt und "angeleint", sie unter Gewaltandrohung nötigen, dass man zusammen zum (späteren) Ablageort geht? Dort dann Missbrauch, Tötung, Einpacken und in die Felsspalte werfen.
Wäre, gerade für einen Einzeltäter, logistisch jedenfalls einfacher, machbarer.
Nur so als Gedanke - wenn jemand den Ablageort und zwangsläufig auch dessen Umgebung gut gekannt hat (wovon ja praktisch sicher auszugehen ist, oder?), wäre ihm der als mehr oder weniger perfekt geeignete Ablageort nicht vielleicht auch als gut geeigneter Ort für einen vorangehenden Missbrauch (als anzunehmendes Tatmotiv) in den Sinn gekommen?

Und von einer anderen Richtung her gedacht, hätte jemand die Leiche so mühsam verbracht, wenn er eine leichtere Möglichkeit gehabt/gesehen hätte, sie gut zu verstecken, verschwinden zu lassen? Ich denke da an ein größeres, ungestörtes Privatgrundstück, oder Gewässer, Boot und ein paar Steine im Paket, sowas. Zerteilen und verbrennen wie das Höxter-Paar bei einem seiner Opfer wäre bei ausreichend Ungestörtheit ebenfalls deutlich einfacher (und noch nachhaltiger als die Leiche zu verstecken), müsste einem als Methode halt auch irgendwie liegen.

Wie auch immer, für so eine Verbringung (also ohne die Variante, dass das Opfer selbst hingelaufen ist) muss jemand schon sehr gute Gründe und einen Mangel an geeigneten und weniger mühsamen Alternativen haben.

Das genau(!) der Ort vorab schon für den Täter eine ganz besondere Bedeutung gehabt hätte, wäre eine Erklärung, aber in welcher Weise sollte das so gewesen sein? Oder zumindest die nahe Umgebung (nicht "Kipfenberg" oder "der Wald dort", denke eher an eine Umgebung von bestenfalls ein paarhundert Metern)? Also nicht nur gute Ortskenntnis, sondern ein individuell explizit starker, enger Ortsbezug. Jemand der mit genau dem Ort/nahe Umgebung auf irgendeine Weise eng verbunden wäre.
Wiederholtes Aufsuchen wäre da als stark erwartbar gegeben.

Oder allgemein das Bedürfnis nach fortlaufender Aufsuchbarkeit, der Ort nur geeignet, ohne dass es "genau dort" sein müsste? Auch da wieder die Frage, hätte es da nicht leichtere Alternativen gegeben? Gerade hier wäre eine deutliche Nähe zu seinem gewöhnlichen Aufenthaltsort (Wohnort) einschlägiges Kriterium.

Was ganz anderes, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, enthielten die Überreste Schmuckstücke von Sonja, diese allerdings unvollständig. Erinnere ich mich da richtig, und gibt es zufällig eine Auflistung, was da war und was fehlte (soweit damals rekonstruierbar)?

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Alex123 » Dienstag, 06. Januar 2026, 21:51:14

Im Gegensatz zur "tatrelevanten" DNA von 2023 kann man den Ermittlern die Gesamtschau von 1995 als Tatsache abnehmen mit dem Ergebnis, dass Sonja am Stieglmayrplatz letztmalig durch ihren Bekannten lebend gesehen wurde.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Uleb » Montag, 05. Januar 2026, 18:12:04

Karl August ist 1879 an Herzversagen gestorben, angeblich. Kein Beleg dafür, wir machen trotzdem weiter mit Vermutungen. Könnte völlig sinnlos sein, aber wir machen weiter! Denn: Wir glauben an Mord! Auch auf Youtube hat mal wer gesagt, er kam durch fremde Hand zu Tode und dann war da noch diese eine Magd, die was entscheidendes gesagt haben soll in 1880!

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Montag, 05. Januar 2026, 17:04:52

Tag Uleb, da bist du ja wieder

Mein Motto hat sich nicht geändert
„glauben ist nicht wissen“.
SMP —> Kein Beleg = keine Gewissheit
Also wie kann ich von etwas ausgehen ,was ich nicht weiß?
Eben ,ich lass mir alle Optionen offen.

Ich hatte nicht gemeint das es der ultimative Hinweis zur Burg ist aber es wirkt auf mich als passt er zu den Nachbar Hinweisen ins Bild.
Deswegen lieber Uleb , lieber mal sich etwas genauer mit der Platte beschäftigen , als sie zu schnell in die Ecke zu legen ;)

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast562 » Montag, 05. Januar 2026, 11:09:19

Uleb hat geschrieben: Sonntag, 04. Januar 2026, 21:31:10 Sag mal Shadow, wie oft willst du diese immergleiche Leier eigentlich noch abspulen? 🤔
Unter einem YouTube Video hat mal irgendwer was behauptet. Der ultimative Hinweis natürlich! 🤭
Und dann immer dieses sinnlose Rumreiten auf der Nachbarin...
Leg mal dringend ne neue Platte auf, du!
So sehe ich das auch. Die Polizei hat die Aussage der Nachbarin auch noch nie als wichtig eingestuft, was verständlich ist. Der letzte Begleiter und die Jungs waren glaubhaft. Da spielt es keine Rolle, ob Sonja und ihr Begleiter eventuell ( sie ist sich ja nicht mal ganz sicher) um 21.45 im Treppenhaus waren. Mit dieser Theorie wird total abgelenkt. Womöglich wurden damit auch Zeugen daran gehindert, eine Aussage in eine andere Richtung zu tätigen. Egal. Fakt ist, dass Sonja in Kipfenberg gefunden wurde und der Täter sich dort ausgekannt haben muss.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Uleb » Sonntag, 04. Januar 2026, 21:31:10

Sag mal Shadow, wie oft willst du diese immergleiche Leier eigentlich noch abspulen? 🤔
Unter einem YouTube Video hat mal irgendwer was behauptet. Der ultimative Hinweis natürlich! 🤭
Und dann immer dieses sinnlose Rumreiten auf der Nachbarin...
Leg mal dringend ne neue Platte auf, du!

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Sonntag, 04. Januar 2026, 18:07:00

Kipfenberg war nie Treffpunkt für Okkultisten.
Der Fundort der Leiche ist auch nicht auf dem Grundstück der Burg verortet.
Sonja Engelbrecht könnte jedoch in okkultistischen Kreisen verkehrt haben.
Der 11.4. gilt im Okkultismus als Unsichtbarkeitstag.
@ Jolu65
Der 11.4. ist aber auch der Geburtstag von Anton La Vey der Gründer der satanischen Bibel, einer der wichtigsten okkulten Festtage.
Ein Beleg gibt es nicht aber dafür einen Hinweis von jemanden vom Burg Video , der meinte das sich früher dort die Gothic Szene getroffen hätte.
Das Sonja in Okkulten Kreisen verkehrte, teilte damals der Beauftragte für Sekten den Eltern mit, ob sie das jedoch aber selber wusste weiß man nicht.
Dann gibt es die Frage, aus welchem Grund man das Lokal am Stiegekmaierplatz verlassen hat, um in eine Privatwohnung zu gehen. Was hat man dort gemacht ? Brettspiele gespielt, psychotrope Substanzen genossen, okkulte Rituale durchgeführt oder alles zusammen ? Wieso weiß man das nicht ?
Du meinst bestimmt was nach dem angeblichen Vollmond Besuch passierte.
Man weiß es nicht, weil die Ermittlungen sich von Anfang an auf den SMP konzentrierte , dadurch galt nur Einstieg ab SMP.—-> Ermittlungslücke Schelling Wohnung
Doch laut Eltern gab es gar keinen Beweis für den SMP, um die Schelling WHG für die Ermittlungen ungeprüft ausschließen zu können.
Deswegen hatten dann die Eltern eigene Nachforschungen angestellt über die Schelling WHG & die Nachbarn haben ihnen erzählt das die Gruppe muxmäuschen leise war bei einer sonst hellhörigen Wohnung.
Desweiteren berichten Nachbarn von Kontakten mit „ obskuren Gestalten“ ( weitere Sekten Mitglieder?) die häufig dort gesehen wurden.
Rein theoretisch wäre somit ein früherer Zustieg möglich gewesen & die Frage ob die Gruppe überhaupt in der Nacht in der Schelling Wohnung an einem okkulten Feiertag gewesen war.
Auf eine leere Wohnung deuten 2 Nachbarn :
Der aufmerksame Rentner Cop der keinerlei Geräusche vernahm in fraglicher Nacht.
Sowie die Nachbarn die sich auf den Zeugen Aufruf gemeldet hatte & sich sicher war Sonja gesehen zu haben im Hausflur.
Allerdings zu einer Zeit wo sie angeblich im Vollmond sein sollte.
Nachdem der Vater Nachforschungen angestellt hatten , hörten die Besuche der obskuren Gestalten abrupt auf.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Jolu65 » Sonntag, 04. Januar 2026, 17:20:54

Kipfenberg war nie Treffpunkt für Okkultisten.
Der Fundort der Leiche ist auch nicht auf dem Grundstück der Burg verortet.
Sonja Engelbrecht könnte jedoch in okkultistischen Kreisen verkehrt haben.
Der 11.4. gilt im Okkultismus als Unsichtbarkeitstag.

Die Frage ist nun wie SE am Unsichtbarkeistag unsichtbar wird - und ob ihr Begleiter in dieser Nacht damit etwas zu tun haben könnte.
Dazu müsste man natürlich wissen, ob der aus der Gegend des Vampirismus stammende Mann an okkulistische Rituale und Symbole gebunden fühlte- nichts deutet jedoch darauf hin..
Dann gibt es die Frage, aus welchem Grund man das Lokal am Stiegekmaierplatz verlassen hat, um in eine Privatwohnung zu gehen. Was hat man dort gemacht ? Brettspiele gespielt, psychotrope Substanzen genossen, okkulte Rituale durchgeführt oder alles zusammen ? Wieso weiß man das nicht ?
Unmittelbar danach verschwindet SE und wird Jahre später in Kipfenberg als skelttierte Leiche eingewickelt in ein Handtuch, das auch gut und gerne aus einem Puff stammen könnte, gefunden.
Wie kommt sie dorthin bzw. wer brachte sie dorthin und vor allem warum ausgerechnet dorthin ?

Fragen, die in einen Kontext gebracht werden müssen und auch können.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast562 » Sonntag, 04. Januar 2026, 08:37:17

Kjansen86 hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 14:32:04 Bingo! Ich kann schon verstehen, warum die Eltern die Theorie der Polizei nicht akzeptieren wollten, denn das hätte bedeutet, den Tod des eigenen Kindes zu akzeptieren. Das Gleiche gilt für den Fall Rebecca Reusch, wo die Eltern ebenfalls Theorien haben, die für Außenstehende ziemlich unvernünftig erscheinen. Josef Wilfling, ehemaliger Leiter der Münchner Mordkommission, hat mal in einem Interview ausdrücklich anhand dieser beiden Fäll erklärt, wie schwierig durch diese Verzweiflung und das Nichtakzeptieren die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Angehörigen ist.

Was die ganzen vorgeblichen Ungereimtheiten anbelangt, beruht das sowieso nur auf der Darstellung der Eltern. Es ist mir unklar warum dem immer wieder soviel Gewicht beigemessen wird, da deren Darstellung ein Sammelsurium sämtlicher Anfängerfehler ist. Da wäre das hohe Gewicht, welches einzelnen Zeugenaussagen beigemessen wird, obwohl dies bekanntermaßen die Hauptquelle für Trugspuren ist. Dann das zufällige Aneinanderreihen von Merkwürdigkeiten ohne Zusammenhang (so genanntes Anomaly Hunting) sowie das Fehlen einer stimmigen Hypothese, welchen die angeblichen Merkwürdigkeiten erklären würde. Außerdem das Überinterpretieren von weichen Belegen (wie Nachtatverhalten) und das Ignorieren von harten Belegen (welche seit dem Fund von Sonjas Leiche ja vorhanden sind). Last not least, wäre da das vage Andeuten von sensationalistischen Mordtheorien, welche (i) nicht zu den angeblichen Merkwürdigkeiten passen und (ii) man zu Hauf in Groschenroman aber nicht in kriminalistischen Standardwerken findet.
Heute hätte man ganz andere Möglichkeiten. Allein angefangen bei dem angeblich nicht getätigten Anruf bei der Schwester. Es wäre heute möglich zu überprüfen, ob ein Anruf von der Telefonzelle aus abgegangen ist und vor allem wohin. Das hätte viel erspart. So wurde jahrelang - auch in den Medien - der Eindruck erweckt, dass der letzte Begleiter etwas mit Sonjas Verschwinden zu tun hat. Leider. Das war bestimmt für die Ermittlungen nicht von Vorteil.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kjansen86 » Samstag, 03. Januar 2026, 14:32:04

Gast562 hat geschrieben: Samstag, 03. Januar 2026, 12:08:29 Die Eltern haben sich in ihrer Verzweiflung meiner Meinung nach in etwas verrannt
Bingo! Ich kann schon verstehen, warum die Eltern die Theorie der Polizei nicht akzeptieren wollten, denn das hätte bedeutet, den Tod des eigenen Kindes zu akzeptieren. Das Gleiche gilt für den Fall Rebecca Reusch, wo die Eltern ebenfalls Theorien haben, die für Außenstehende ziemlich unvernünftig erscheinen. Josef Wilfling, ehemaliger Leiter der Münchner Mordkommission, hat mal in einem Interview ausdrücklich anhand dieser beiden Fäll erklärt, wie schwierig durch diese Verzweiflung und das Nichtakzeptieren die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Angehörigen ist.

Was die ganzen vorgeblichen Ungereimtheiten anbelangt, beruht das sowieso nur auf der Darstellung der Eltern. Es ist mir unklar warum dem immer wieder soviel Gewicht beigemessen wird, da deren Darstellung ein Sammelsurium sämtlicher Anfängerfehler ist. Da wäre das hohe Gewicht, welches einzelnen Zeugenaussagen beigemessen wird, obwohl dies bekanntermaßen die Hauptquelle für Trugspuren ist. Dann das zufällige Aneinanderreihen von Merkwürdigkeiten ohne Zusammenhang (so genanntes Anomaly Hunting) sowie das Fehlen einer stimmigen Hypothese, welchen die angeblichen Merkwürdigkeiten erklären würde. Außerdem das Überinterpretieren von weichen Belegen (wie Nachtatverhalten) und das Ignorieren von harten Belegen (welche seit dem Fund von Sonjas Leiche ja vorhanden sind). Last not least, wäre da das vage Andeuten von sensationalistischen Mordtheorien, welche (i) nicht zu den angeblichen Merkwürdigkeiten passen und (ii) man zu Hauf in Groschenroman aber nicht in kriminalistischen Standardwerken findet.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast562 » Samstag, 03. Januar 2026, 12:08:29

Kjansen86 hat geschrieben: Freitag, 02. Januar 2026, 19:43:21 Dies sind nur einige der vielen Probleme, die diese Hypothese hat. Gezielte Entführungen sind ohnehin sehr selten, und wie gesagt, ich habe noch nie davon gehört, dass dies von einer Sekte durchgeführt worden wäre. So etwas kommt in Groschenromanen oder entsprechenden Filmen vor, aber nicht im wirklichen Leben.

Aber drei (Drei!!!) Teenager dafür anzuheuern, schlägt dem Fass den Boden aus. In Fällen, in denen Fremde in einen Mordplan von den Tätern involviert werden, handelt es sich ausnahmslos um hartgesottene Typen, die wissen, was sie tun, während der Tat nicht nervös werden, und sich hinterher nicht bei der Polizei verquatschen. Harmlose Teenager einzubeziehen, und dann noch drei, ist noch nie vorgekommen, weil es einfach keinen Sinn ergibt.

Woher wussten außerdem diese ominösen Drahtzieher von der Bekanntschaft? Wie fand die Kontaktaufnahme statt? Wie überredet man jemanden an so einem irren Verbrechen teilzunehmen? Wozu waren die zwei weiteren Helfer an dem Abend überhaupt notwendig? Wie haben die Drei den Abend über die Nerven bewahrt, wenn sie dabei waren ein völlig irrsinniges Verbrechen zu begehen? Wieso sollten ihre Aussagen so viele Wiedersprüche aufweisen, wenn das Ganze von langer Hand geplant war? Wie haben die Drei es geschafft der Polizei diese angeblichen Wiedersrpüche glaubwürdig zu verkaufen? Waren das zufällig die besten Schauspieler Deutschlands? Wieso hat nie irgendjemand gequatscht, oder wenigstens anonym Hinweise gegeben, wenn das Ganze für reine Mitwisser, von denen es ja eine Menge geben muss, längst verjährt ist? Hat sich keiner von denen mal einem Partner oder so anvertraut? Sind das alles die besten Psychopaten Deutschlands? Die Liste liese sich noch lange fortsetzen.

Ich bin aber sicher, dass die ermittelden Beamten sich gar nicht erst so lange damit auseinander gesetzt haben und diese Hypothese recht schnell zu den Akten legten. Ich werde deren Beispiel jetzt folgen und das auch tun.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Eltern haben sich in ihrer Verzweiflung meiner Meinung nach in etwas verrannt. Dass die Jugendlichen nicht bereit waren, mit den Eltern zu reden, hat bestimmt einen triftigen Grund. Die Mutter sagte ja selbst bei Maischberger, dass sie die Häuser der Freunde fotografiert hätten und die Freunde sich belästigt gefühlt hätten. Wer weiß, was sonst noch vorgefallen ist. Die Uhrzeitfrage in der S-Bahn, das Angebliche Nichtwissen der Telefonnummer der Schwester usw., das sind für mich alles keine Gründe, die Aussage des letzten Begleiters an zu zweifeln. Zudem wurden Aussagen der Freunde (Sonja habe getrampt und sie habe der Schwester einen Freund ausgespannt) als Lügen abgetan. Möglicherweise auch ein Grund, weshalb die Freunde mit den Eltern keinen Kontakt mehr wollten. In der Homepage hieß es, dass Sonja sich in letzter Zeit mit einem gewissen Thomas gut verstanden habe. Dieser sei angeblich ein Exfreund von Silvia gewesen. Zwischenzeitlich gab es weitere Exfreunde der Schwester und möglicherweise führte dies zu Misssverständnissen und wurde von den Eltern oder Freunden falsch ausgelegt. Aber wie du selbst schreibst, können wir dieses Thema abhaken. Die Freunde haben mit Sonjas Tod nichts zu tun und das hat die Polizei auch immer wieder betont

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Kjansen86 » Freitag, 02. Januar 2026, 19:43:21

Gast562 hat geschrieben: Freitag, 02. Januar 2026, 09:27:45 Das sehe ich auch so. Vor allem hätte man genügend Möglichkeiten dazu gehabt, wenn Sonja alleine auf dem Weg nach Hause gewesen wäre. Dazu wäre kein angebliches Herauslocken aus dem Haus erforderlich gewesen. Die Ermittler gingen von Anfang an davon aus, dass Sonja nach dem Abschied von ihrem Begleiter auf ihren Mörder stieß und wie es aussieht, haben sie damit recht behalten. Zudem wollte Sonja ja ursprünglich den gemeinsamen Wagen nehmen. Wie hätte das dann in den Plan einer Sekte gepaßt?
Dies sind nur einige der vielen Probleme, die diese Hypothese hat. Gezielte Entführungen sind ohnehin sehr selten, und wie gesagt, ich habe noch nie davon gehört, dass dies von einer Sekte durchgeführt worden wäre. So etwas kommt in Groschenromanen oder entsprechenden Filmen vor, aber nicht im wirklichen Leben.

Aber drei (Drei!!!) Teenager dafür anzuheuern, schlägt dem Fass den Boden aus. In Fällen, in denen Fremde in einen Mordplan von den Tätern involviert werden, handelt es sich ausnahmslos um hartgesottene Typen, die wissen, was sie tun, während der Tat nicht nervös werden, und sich hinterher nicht bei der Polizei verquatschen. Harmlose Teenager einzubeziehen, und dann noch drei, ist noch nie vorgekommen, weil es einfach keinen Sinn ergibt.

Woher wussten außerdem diese ominösen Drahtzieher von der Bekanntschaft? Wie fand die Kontaktaufnahme statt? Wie überredet man jemanden an so einem irren Verbrechen teilzunehmen? Wozu waren die zwei weiteren Helfer an dem Abend überhaupt notwendig? Wie haben die Drei den Abend über die Nerven bewahrt, wenn sie dabei waren ein völlig irrsinniges Verbrechen zu begehen? Wieso sollten ihre Aussagen so viele Wiedersprüche aufweisen, wenn das Ganze von langer Hand geplant war? Wie haben die Drei es geschafft der Polizei diese angeblichen Wiedersrpüche glaubwürdig zu verkaufen? Waren das zufällig die besten Schauspieler Deutschlands? Wieso hat nie irgendjemand gequatscht, oder wenigstens anonym Hinweise gegeben, wenn das Ganze für reine Mitwisser, von denen es ja eine Menge geben muss, längst verjährt ist? Hat sich keiner von denen mal einem Partner oder so anvertraut? Sind das alles die besten Psychopaten Deutschlands? Die Liste liese sich noch lange fortsetzen.

Ich bin aber sicher, dass die ermittelden Beamten sich gar nicht erst so lange damit auseinander gesetzt haben und diese Hypothese recht schnell zu den Akten legten. Ich werde deren Beispiel jetzt folgen und das auch tun.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Freitag, 02. Januar 2026, 16:35:42

Die Vorstellung, dass sie dann auch noch drei Teenager darin verwickeln würden, ist dann nicht nur eine Räuberpistole, sondern schlichtweg völliger Unsinn. Ich kann Ihnen versichern, dass keiner der Ermittler jemals eine solche Hypothese in Betracht gezogen hat.

Aber sicher ist für einige nicht absurd, das die Vorstellung Zeugen könnten eingeschüchtert bzw. Druck ausgeübt worden sein weil bei einem Treffen etwas passiert sein könnte.

Die Ermittlungen betrafen nur die Jungs als ausgeschlossene Tatverdächtige (!) , jedoch nicht als Hypothese von eingeschüchterten Zeugen.
Denn die Einwände von den Eltern & Widersprüchlichkeiten von den Nachbar Hinweisen , spielten doch offensichtlich überhaupt gar keine Rolle bei den Ermittlungen.
Sonst hätte es auch keinen Ermittlungs Schwerpunkt von Anfang an ab SMP gegeben, den ja die Eltern kritisierten.

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Gast562 » Freitag, 02. Januar 2026, 09:27:45

Kjansen86 hat geschrieben: Dienstag, 30. Dezember 2025, 21:25:58 Das steht nicht deswegen bei Wikipedia weil es faktisch der Wahrheit entspricht, sondern weil die Medien die Eltern in diese Richtung zitiert haben. Und die Theorien der Eltern sind offentlichtlich falsch.


Die Ermittler haben in diese Theorien nicht viel Mühe investiert, weil sie als Profis wissen, dass das Räuberpistolen sind. Das Sekten einen Menschen entführen und in einer rituellen Handlung töten, habe ich noch nie gehört. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass so eine Gruppe so etwas vorhat, werden sie aber sicher nicht dazu drei unreife und unbescholtene Teenager engagieren. Das ist garantiert noch nie vorgekommen, weil so etwas Unsinn ist.
Das sehe ich auch so. Vor allem hätte man genügend Möglichkeiten dazu gehabt, wenn Sonja alleine auf dem Weg nach Hause gewesen wäre. Dazu wäre kein angebliches Herauslocken aus dem Haus erforderlich gewesen. Die Ermittler gingen von Anfang an davon aus, dass Sonja nach dem Abschied von ihrem Begleiter auf ihren Mörder stieß und wie es aussieht, haben sie damit recht behalten. Zudem wollte Sonja ja ursprünglich den gemeinsamen Wagen nehmen. Wie hätte das dann in den Plan einer Sekte gepaßt?

Re: MORDFALL SONJA ENGELBRECHT (19 †), MÜNCHEN, 1995

von Shadow » Mittwoch, 31. Dezember 2025, 17:10:02

Ja ,was nicht ins Weltbild passt, kann es nicht geben…
Nun gut, dann gebe ich mal wieder ab zum SMP.

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