VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 04. Februar 2026, 04:37:00

Es sind einige Antworten sehr interessant, beispielsweise die Antwort zur Frage der Lagerung des Leichnams.
Der Ort, an dem der Leichnam des Kindes offenbar längere Zeit gelegen hatte, war keine sterile Umgebung. Entomologische (Untersuchung nekrophager Insekten) und palynologische (Pollen-)Analysen des Schädels des kleinen Émile ergaben, dass es sich zwar um einen vor Witterungseinflüssen geschützten, aber dennoch relativ offenen Ort handelte. Typische Beispiele: eine Scheune, eine Garage, ein verlassenes Haus…
In der Umgebung gibt es sicher sehr viele Orte, wo die Leiche gelagert worden sein könnte. . Ohne besondere Anhaltspunkte /Hinweise wäre es sicher zu aufwändig diese zu untersuchen.


Was ist eigentlich, wenn der Leichnam tatsächlich an einem Ort gelagert worden ist, den die Großmutter nun angegeben hat und für den sie genaue Untersuchungen beantragt hat. Wäre das automatisch entlastend oder könnte man nicht hinterfragen, wie sie auf diesen Ort kommt, wo es sich doch evtl. um Täterwissen handelt?

Außerdem ist die Antwort zur Unfallfrage interessant. Der Reporter stellt nochmals klar, dass die Justiz davon ausgeht, dass Émile durch einen Schlag auf den Kopf gestorben ist, also nicht durch einen Sturz, was auf einen Unfall hindeuten wurde.

Gleich die erste Antwort ist ebenfalls interessant, nämlich dass der Reporter von einer Aufklärung des Falles ausgeht, weil die Aufklärung vom Willen einer Person abhängt. Ich interpretiere das dahingehend, dass eine Person ihr Schweigen brechen wird . Das ist sehr optimistisch. Ich glaube eher daran, dass zunächst die Spurentechnik eine maßgeblcihe Rolle bei der Aufklärung spielen wird und erst dann durch Untersuchungsergebnisse der Druck auf eine bestimmte Person erhöht wird, so dass sie redet. .

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Mittwoch, 04. Februar 2026, 04:25:37

@Ichhier

Danke, das ist ein interessanter Bericht aus dem "Le Parisien". Ich stelle die Fragen an Ronan Folgoas ( leitender Reporter des "Le Parisien") und seine Antworten hier mal in deutscher Übersetzung ein.

Tod des kleinen Émile:
„Er erlag einem heftigen Schlag durch einen Gegenstand, davon sind die Ermittler überzeugt.“
In diesem außergewöhnlichen Fall gab es am Montag eine neue Wendung, als die Großeltern mütterlicherseits weitere Ermittlungen beantragten. Ronan Folgoas, leitender Reporter, beantwortete Ihre Fragen am Dienstag, dem 3. Februar.
Ihre Fragen, unsere Antworten
Glauben Sie, dass wir jemals die Wahrheit über Émiles Schicksal erfahren werden? Oder steuern wir auf einen ähnlichen Fall wie Gregory zu? Vielen Dank!

Robinson
Ja, ich habe das Gefühl, dass die Wahrheit irgendwann ans Licht kommen wird, auch wenn sie heute noch verborgen zu sein scheint. Vielleicht hängt es nur vom Willen einer einzigen Person ab, die genau weiß, was am 8. Juli 2023 auf tragische Weise geschehen ist.
Können wir mit Sicherheit sagen, dass ein Dritter am Verschwinden und/oder Tod von Émile beteiligt war?
Luis92

Das Gericht hat erneut festgestellt, dass das Kind an den Folgen eines heftigen Schlags starb. Zudem steht fest, dass sein Leichnam lange Zeit an einem geschützten Ort lag, bevor sein Schädel und einige Knochen in der freien Natur gefunden wurden. Ein Teil seiner sterblichen Überreste wurde daher überführt.
Ihre Fragen, unsere Antworten
In einer Ihrer Antworten erwähnen Sie eine Gruppe von 30 Personen für die DNA-Probenentnahme. Waren nicht nur 17 Personen am Ort des Geschehens anwesend, als das Kind verschwand?
Sido

Sie haben Recht, Sido, 17 Personen befanden sich am 8. Juli 2023 gegen 17:15 Uhr in der Nähe des Ortes, an dem die Person verschwand. Es ist jedoch anzunehmen, dass auch andere Personen, deren Aufenthaltsort zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig geklärt ist, für die Staatsanwaltschaft und die Ermittler von Interesse sein könnten.
Ihre Fragen, unsere Antworten
Man geht davon aus, dass die Leiche entkleidet und unter sterilen Bedingungen aufbewahrt wurde, bevor sie an dem Fundort abgelegt wurde. Es überrascht mich, dass bei den Hauptverdächtigen keine weiteren Gegenstände, wie beispielsweise ein Gefrierschrank, sichergestellt wurden, da Anthropologen dieses konkrete Detail nach Émiles Tod feststellen konnten.
Juliette

Der Ort, an dem der Leichnam des Kindes offenbar längere Zeit gelegen hatte, war keine sterile Umgebung. Entomologische (Untersuchung nekrophager Insekten) und palynologische (Pollen-)Analysen des Schädels des kleinen Émile ergaben, dass es sich zwar um einen vor Witterungseinflüssen geschützten, aber dennoch relativ offenen Ort handelte. Typische Beispiele: eine Scheune, eine Garage, ein verlassenes Haus…
Hallo. Warum fordern die Großeltern weitere Ermittlungen? Haben sie einen Verdacht gegen jemanden oder wollen sie von der Sache ablenken? Vielen Dank für Ihre Antworten.
Patty

Der Anwalt von Émiles Großmutter mütterlicherseits möchte in dem Verfahren offensichtlich nicht länger nur passiver Nebenbeteiligter bleiben. Daher zeigt er durch diese Anträge auf Ermittlungsmaßnahmen den Wunsch, den Verlauf der Ermittlungen zu beeinflussen. Und das ist selbstverständlich sein gutes Recht. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass sein aktueller Status als Nebenbeteiligter keinerlei Aussage über den Ausgang des Verfahrens zulässt.
Können Sie uns sagen, wer zum Zeitpunkt des Verschwindens des Kindes anwesend war? Befand es sich in der Obhut und Aufsicht der Großeltern väterlicher- oder mütterlicherseits?
Alino

Im vergangenen Dezember veröffentlichten wir die Erkenntnisse der Ermittler aus den Minuten um Emiles Verschwinden . Der Großvater machte sich als Erster auf die Suche nach dem kleinen Jungen. Er ging die kleine Straße entlang, die am Haus der Familie vorbeiführt und zum Eingang des Weilers Haut-Vernet hinunterführt. Kurz darauf folgten ihm ein Onkel und eine Tante von Emile. Und tatsächlich waren es die Großeltern mütterlicherseits (die Eltern von Marie, der Mutter des kleinen Jungen), bei denen Emile seine Sommerferien in ihrem Ferienhaus verbrachte.
Was hat es mit der Beschlagnahmung der Fahrräder im Haus der Großeltern auf sich? Soll damit der Schmutz an den Reifen mit dem Boden an der Fundstelle von Émiles Knochen verglichen werden?
Jo
Im Dezember wurden im Haus der Familie in Haut-Vernet zwei Fahrräder, darunter ein Mountainbike, beschlagnahmt . Mindestens eines dieser Fahrräder wurde von Émiles Onkel benutzt, einem jungen Mann, der im vergangenen Frühjahr festgenommen wurde. Die Analysen der Fahrräder sollten Spuren von DNA, Blut oder auch Einwirkungen aufdecken. Und ja, es kann hilfreich sein, Schmutzspuren an den Felgen zu finden. Doch zweieinhalb Jahre nach Émiles Verschwinden und anderthalb Jahre, nachdem seine Leiche möglicherweise in den Wald gebracht wurde, wo sie gefunden wurde, kann man die Aussagekraft dieser Analysen durchaus infrage stellen.
Die wahrscheinlichste Hypothese wäre ein Tod durch Unfall?
Mrcurieux

Ermittler und Richter sind überzeugt, dass der Tod des kleinen Émile (er war zweieinhalb Jahre alt) auf einen heftigen Schlag mit einem Gegenstand auf den Wangenknochen zurückzuführen ist. Die Untersuchung des Schädels des Kindes bestätigt diese Überzeugung. Émile wurde demnach von einem Dritten getötet.
Hatte der Wanderer das Recht, den Schädel des kleinen Émile mitzunehmen? Und versucht die Großmutter, die Ermittler in die Irre zu führen?
Verheiratet


Es wäre zweifellos besser gewesen, wenn die Wanderin, die den Fund im März 2024 machte, die sterblichen Überreste nicht transportiert hätte . Offenbar fehlten ihr jedoch die Mittel, die Polizei zu verständigen, was sie nach ihrer Rückkehr umgehend tat. Daher kann man ihr kaum etwas vorwerfen. Was die gestern bekannt gegebenen Schritte der Großmutter und ihres Anwalts betrifft, sind alle Hypothesen und Interpretationen möglich. Die Möglichkeit, dass sich eine Nebenperson an den Ermittlungen und der Wahrheitsfindung beteiligt, sollte jedoch nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
Hallo Ronan. Immer wenn in den Medien neue Informationen über die familiären Verbindungen auftauchen, fordert Oma Vedovinis Anwalt systematisch weitere Ermittlungen – wie eine alte Leier. Wer kann diese neuen Ermittlungen anordnen und durchführen? Vor allem, da die meisten Ermittler wahrscheinlich die familiäre Seite bevorzugen. Beihilfe und unterlassene Hilfeleistung... Danke, Ronan, für deine Einschätzung!

Hallo Floever. Nur die Untersuchungsrichter können entscheiden, ob sie den Anträgen auf Ermittlungsmaßnahmen nachkommen, die kürzlich von der Anwältin von Émiles Großmutter mütterlicherseits gestellt wurden. Die Großmutter wurde zwar in Gewahrsam genommen, aber ohne Anklageerhebung wieder freigelassen. Sie gilt daher vor Gericht als Nebenklägerin. Anders als die drei anderen Personen, die im März 2025 in Gewahrsam genommen wurden (ihr Ehemann Philippe Vedovini und zwei ihrer inzwischen erwachsenen Kinder), suchte Anne Vedovini nicht unmittelbar nach Émiles Verschwinden nach ihm.
Ist es denkbar, die DNA aller Einwohner von Haut Vernet und der gesamten Familie von Émile zu sammeln?
Livie


Hallo Livie. Wie wir in vielen anderen Fällen gesehen haben, ist es technisch möglich, Hunderte von DNA-Proben zu sammeln und zu verarbeiten. In diesem Fall ist es daher möglich, DNA von einer Gruppe von etwa dreißig Personen zu gewinnen.

https://www.leparisien.fr/faits-divers/ ... 4PL5GE.php

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Dienstag, 03. Februar 2026, 20:22:22

https://www.leparisien.fr/faits-divers/ ... 4PL5GE.php

Hier werden Fragen zum Fall beantwortet. Wenn es mir richtig übersetzt wurde, sind da einige interessante Aussagen mit dabei

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Dienstag, 03. Februar 2026, 20:19:10

[quote=AngRa post_id=321227

Dass ein Familienmitglied gehandelt hat und die anderen nichts wissen, kann ich mir nicht vorstellen. In einem Haushalt mit vielen Personen kann einer vor dem anderen nichts geheim halten, so ist es jedenfals meine Vorstellung.
[/quote]

Ich könnte mir eher vorstellen, dass außerhalb des Hauses was passiert ist und dann dieses Familienmitglied die Geschichte vom Verschwinden erzählt hat.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Dienstag, 03. Februar 2026, 19:04:46

@Ichhier

Danke, dass Du den Bericht, in dem Onkel M. als schwarzes Schaf bezeichnet wird, eingestellt hast. Ich hatte das in Erinnerung, habe aber die Quelle nicht mehr gehabt.

Er soll wohl heutzutage lt. Berichten an einem unbekannten Ort in Südfrankreich arbeiten. Also hat er wohl das Design / Kunst -Studium aufgegeben oder unterbrochen. Zum Zeitpunkt der Ingewahrsamsnahme im März 2025 soll er noch im Hause der Eltern in Bouilladisse gewohnt haben, denn er soll dort aus dem Bett heraus in Gewahrsam genommen worden sein. Das habe ich mir gemerkt, weil es so dramatisch klingt.

Dass ein Familienmitglied gehandelt hat und die anderen nichts wissen, kann ich mir nicht vorstellen. In einem Haushalt mit vielen Personen kann einer vor dem anderen nichts geheim halten, so ist es jedenfals meine Vorstellung.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Dienstag, 03. Februar 2026, 18:09:41

L’étudiant en école de design, présenté comme « le mouton noir » de la famille et ayant essuyé plusieurs fois les sévères corrections paternelles, aurait-il pu avoir un geste malheureux envers le petit ? Philippe puis Anne n’ont pas exclu cette hypothèse devant les gendarmes.

https://www.valeursactuelles.com/clubva ... e-lenquete


Übersetzung:

Könnte der Designstudent, der als „schwarzes Schaf“ der Familie gilt und mehrfach strenge väterliche Züchtigungen erdulden musste, eine fatale Geste gegenüber dem Kleinen begangen haben? Philippe und Anne schlossen diese Hypothese gegenüber den Gendarmen nicht aus

Das ist mir neu, dass die Eltern nicht ausschließen, dass ihr Sohn etwas mit dem Tod des Enkels zu tun hat.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Ichhier » Dienstag, 03. Februar 2026, 18:04:25

AngRa hat geschrieben: Dienstag, 03. Februar 2026, 04:16:06

Ich bin gespannt darauf, ob und wie die Ermittlungsbehörden auf die Anträge reagieren. Bislang wurde ein gegen Familienmitglieder bestehender Tatverdacht nicht ausgeschlossen. Meiner Meinung nach könnte es sich bei den Anträgen letzten Endes um Nebelkerzen handeln. Die Arbeit der Ermittlungsbehörden wird in Frage gestellt, auch wenn das Gegenteil behauptet wird.
Ich habe auch gleich an Nebelkerzen gedacht.

Ich könnte mir noch vorstellen, dass ein Familienmitglied im Alleingang gehandelt hat und somit die anderen wirklich unwissend sind.

Weiter gehe ich auch davon aus, dass es sich um kein Unfallgeschehen handelt. Ich gehe davon aus, zumindest hoffe ich das sehr, dass die Mehrheit der Unfallverursacher nach dem ersten Schockmoment Hilfe holen und sich der Verantwortung stellen

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Dienstag, 03. Februar 2026, 11:31:54

Laut BFMTV geht es bei den Anträgen der Rechtsanwältin von Émiles Großmutter unter anderem auch um DNA Untersuchungen der Bewohner von Haut-Vernet.

Mort d'Émile: l'avocat de la grand-mère du petit garçon juge "opportun" des prélèvements ADN au Haut-Vernet
Ce lundi 2 février, sur BFMTV, Me Julien Pinelli a également évoqué la possibilité d'effectuer des prélèvements ADN sur les habitants du Haut-Vernet. "C'est quelque chose qui me semble opportun au regard des investigations qui ont été conduites", a affirmé l'avocat. "L'objectif, c'est d'arriver au constat selon lequel aucune porte ne sera restée fermée, aucune option n'aura pas été suivie".


Übersetzt:
Tod von Émile: Die Anwältin der Großmutter des kleinen Jungen hält DNA-Tests in Haut-Vernet für „angemessen“.

Am Montag, dem 2. Februar, erwähnte Anwalt Julien Pinelli auf BFMTV auch die Möglichkeit, DNA-Proben von den Bewohnern von Haut-Vernet zu nehmen. „Angesichts der bisherigen Ermittlungen erscheint mir dies angebracht“, erklärte der Anwalt. „Ziel ist es, sicherzustellen, dass kein Weg unversucht blieb und keine Option außer Acht gelassen wurde.“


https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 20042.html


-----------------------------------------------------------


Das Thema fremde DNA Spur an Émiles Kleidung und entsprechende Untersuchungen der Bewohner von Haut-Vernet stand schon mal im Raum. Einige Bewohner hatten angeboten freiwillig Proben abzugeben.

Dazu gab es folgenden Bericht:


Alors que les enquêteurs établissent un important travail de recoupage des ADN, des habitants du Vernet se disent prêts à fournir le leur si cela est nécessaire. "Je serai le premier à le faire si c’était demandé" réagit François Balique, le maire du Vernet.
Selon nos informations, une "trace" étrangère à celle de la famille a été découverte par les équipes du professeur Christian Doutremepuich et le laboratoire d'hématologie médico-légale de Bordeaux lors des récentes expertises menées sur les ossements et les vêtements de l'enfant.

Le procureur de la république d’Aix-en-Provence, Jean-Luc Blachon, ne souhaite "ni confirmer, ni infirmer" cette information et en appelle "au respect du secret de l’instruction".

"Attention aux corrélations hâtives"
Cette "trace" peut être un élément important ou totalement insignifiant. En somme, c’est un élément fragile et les enquêteurs le savent. Selon nos informations, la section de recherches de Marseille continue de travailler comme d'habitude, pas à pas, et sans se mettre une pression néfaste.

Übrrsetzt:
Während die Ermittler umfangreiche DNA-Abgleiche durchführen, haben die Einwohner von Le Vernet angeboten, bei Bedarf Proben abzugeben. „Ich wäre der Erste, der das tun würde, wenn ich darum gebeten würde“, antwortete François Balique, der Bürgermeister von Le Vernet.
Nach unseren Informationen wurde bei den jüngsten Gutachten, die an den Knochen und der Kleidung des Kindes angefertigt wurden, von den Teams um Professor Christian Doutremepuich und dem forensischen Hämatologielabor von Bordeaux eine „Spur“ entdeckt, die nicht zu der Familie gehörte .

Der Staatsanwalt von Aix-en-Provence, Jean-Luc Blachon, möchte diese Information weder bestätigen noch dementieren und ruft zur Wahrung der Geheimhaltung der Ermittlungen auf.

„Vorsicht vor voreiligen Schlüssen!“
Diese „Spur“ könnte ein wichtiges Element oder völlig bedeutungslos sein. Kurz gesagt, es handelt sich um ein fragiles Beweisstück, und die Ermittler wissen das. Unseren Informationen zufolge arbeitet die Forschungseinheit in Marseille wie gewohnt Schritt für Schritt weiter, ohne sich selbst unnötig unter Druck zu setzen.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-e ... 00197.html



Offenbar kam es aber nicht zu den Untersuchungen, weil es wohl möglich erschien, dass die fremde DNA Spur auch durch Verunreinigung an die Kleidung geraten sein könnte, so dass Tatrelevanz nicht unbedingt gegeben ist.

Bleibt abzuwarten, ob diese Spur nun weiter verfolgt wird und ob DNA Untersuchungen angeordnet werden. Vielleicht eignet sich die fragile Spur aber auch nicht zum Abgleich. Es wäre aber gut, wenn die Geheimhaltung der Ermittlungen hier nicht mehr so streng gehandhabt wird, denn das führt nur zu Spekulationen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Dienstag, 03. Februar 2026, 04:16:06

Nun gibt es wieder etwas Neues:

Mort du petit Emile : l'avocat de la grand-mère du garçon réclame des investigations complémentaires
Il demande, notamment, aux deux juges d'instruction du pôle criminel d’Aix-en-Provence chargées de l'affaire, que des lieux autour du hameau soient fouillés



L'avocat de la grand-mère du petit Emile Soleil, disparu à l'été 2023 dans le hameau du Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence), et dont une partie du cadavre a été retrouvée neuf mois plus tard, fin mars 2024, a déposé en fin de semaine dernière une vingtaine de demandes d'actes d'investigations complémentaires, a appris franceinfo lundi 2 février, auprès de cet avocat.



L'avocat Julien Pinelli réclame, notamment, aux deux juges d'instruction du pôle criminel d’Aix-en-Provence chargées de l'affaire, que des lieux autour du hameau soient fouillés. Lors d'un déplacement dans le hameau au mois de novembre, la partie civile avait identifié "certains sites" et procédé à "certaines observations" qui ont conduit à demander ces "actes complémentaires."



"Certains témoignages mériteraient quelques compléments"
"Un certain nombre d'investigations doivent être conduites", affirme Julien Pinelli qui souhaite aussi que des témoins puissent être réentendus, car "certains témoignages mériteraient quelques compléments". Il juge également que des expertises "de la téléphonie pourraient être utilement approfondies".

Julien Pinelli n'entend pas "critiquer le travail admirable des enquêteurs", mais estime que "la partie civile ne peut demeurer un témoin passif d'une procédure qui engage la vie de sa famille". Cette demande d'actes est déposée par l'avocat de la grand-mère d'Emile, mais toute la famille du garçon s'y associe.

"Il nous paraît parfaitement légitime de contribuer à la recherche de la vérité", ajoute l'avocat qui souhaite que "le magistrat instructeur" ordonne ces investigations, "qui, à ce jour, n'ont pas été conduites". Il espère que les résultats de ces investigations pourront "éclaircir les circonstances dans lesquelles le petit Emile Soleil a perdu la vie".
Le 9 décembre dernier, les grands-parents du petit Émile avaient été entendus en qualité de partie civile par les deux juges d’instruction, chargées du dossier. C'était la première fois que les magistrates chargées de l’affaire auditionnaient ces quatre proches de l’enfant, depuis leur garde à vue le 25 mars 2025. Ils avaient été à l'époque placés en garde à vue pour homicide volontaire et recel de cadavre, mais étaient ressortis libres.

Le petit Emile, âgé de deux ans et demi, a disparu le 8 juillet 2023, au Haut-Vernet, au lendemain de son arrivée chez ses grands-parents pour des vacances. Près de neuf mois plus tard, le 30 mars 2024, ses ossements et ses vêtements ont été retrouvés à environ 1,7 km du hameau. L'enquête, menée par les gendarmes de la section de recherches de Marseille, avait permis d'établir que le petit garçon avait été victime d'un "traumatisme facial violent", évoquant "la probable intervention d'un tiers", selon le procureur d'Aix-en-Provence.

Si les grands-parents demandent aux enquêteurs de s’intéresser à d’autres hypothèses, la piste intra familiale n'a pas été refermée par les gendarmes. Faute de charges suffisantes, à ce jour, aucune mise en examen n’a été prononcée dans cette affaire.

Übersetzt:
Tod des kleinen Emile: Die Anwältin der Großmutter des Jungen fordert weitere Ermittlungen.
Insbesondere bittet er die beiden mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichter der Strafabteilung von Aix-en-Provence, Orte rund um den Weiler zu durchsuchen.

Die Anwältin der Großmutter des kleinen Emile Soleil, der im Sommer 2023 im Weiler Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) verschwand und dessen Leiche neun Monate später, Ende März 2024, teilweise gefunden wurde, stellte Ende letzter Woche rund zwanzig Anträge auf zusätzliche Ermittlungsmaßnahmen, wie franceinfo am Montag, dem 2. Februar, von der Anwältin erfuhr.

Anwalt Julien Pinelli beantragt insbesondere, dass die beiden Untersuchungsrichter des Strafgerichts Aix-en-Provence, die mit dem Fall betraut sind, Durchsuchungen der Gebiete um den Weiler anordnen. Bei einem Besuch des Weilers im November identifizierten die Kläger „bestimmte Orte“ und machten „bestimmte Beobachtungen“ , die zu dem Antrag auf diese „zusätzlichen Ermittlungen“ führten.

„Einige Zeugenaussagen würden von einer weiteren Erläuterung profitieren.“
„Es müssen mehrere Untersuchungen durchgeführt werden“, sagt Julien Pinelli, der auch hofft, dass Zeugen erneut befragt werden können, da „einige Aussagen weitere Untersuchungen rechtfertigen“. Er glaubt außerdem, dass „ Telefonaufzeichnungen sinnvollerweise eingehender analysiert werden könnten“.

Julien Pinelli beabsichtigt nicht, „die bewundernswerte Arbeit der Ermittler zu kritisieren “, sondern ist der Ansicht, dass „die Nebenklägerin nicht tatenlos zusehen kann, wie ein Verfahren das Leben ihrer Familie beeinflusst “. Dieser Antrag auf Ermittlungsmaßnahmen wurde vom Anwalt von Emiles Großmutter gestellt, wird aber von der gesamten Familie des Jungen unterstützt.

„Es erscheint uns völlig legitim, zur Suche nach der Wahrheit beizutragen“, fügt der Anwalt hinzu, der hofft, dass der Untersuchungsrichter diese Ermittlungen anordnen wird, „die bisher nicht durchgeführt wurden“. Er hofft, dass die Ergebnisse dieser Ermittlungen „Licht auf die Umstände werfen werden, unter denen der junge Emile Soleil ums Leben kam“.


Am 9. Dezember wurden die Großeltern des kleinen Émile als Nebenkläger von den beiden mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichtern angehört. Es war das erste Mal, dass die Richter diese vier Verwandten des Kindes seit ihrer Inhaftierung am 25. März 2025 befragten. Damals waren sie wegen Totschlags und Leichenverheimlichung inhaftiert, aber wieder freigelassen worden.

Der zweieinhalbjährige Emile verschwand am 8. Juli 2023 in Haut-Vernet, einen Tag nachdem er zu einem Urlaub bei seinen Großeltern angekommen war. Knapp neun Monate später, am 30. März 2024, wurden seine sterblichen Überreste und seine Kleidung etwa 1,7 km vom Weiler entfernt gefunden. Die Ermittlungen der Gendarmen der Kriminalpolizei Marseille ergaben, dass der Junge Opfer eines schweren Gesichtstraumas geworden war, was laut Staatsanwaltschaft Aix-en-Provence auf die wahrscheinliche Beteiligung einer dritten Person hindeutet .

Obwohl die Großeltern die Ermittler gebeten haben, auch andere Möglichkeiten zu prüfen, schließt die Polizei eine Familienfehde nicht aus. Mangels Beweisen wurde in diesem Fall bisher keine Anklage erhoben.

https://www.franceinfo.fr/faits-divers/ ... 79314.html


Ich bin gespannt darauf, ob und wie die Ermittlungsbehörden auf die Anträge reagieren. Bislang wurde ein gegen Familienmitglieder bestehender Tatverdacht nicht ausgeschlossen. Meiner Meinung nach könnte es sich bei den Anträgen letzten Endes um Nebelkerzen handeln. Die Arbeit der Ermittlungsbehörden wird in Frage gestellt, auch wenn das Gegenteil behauptet wird.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Sonntag, 01. Februar 2026, 08:40:12

AngRa hat geschrieben: Samstag, 31. Januar 2026, 04:05:27 Nehmen wir mal an, dass Émile durch einen unglücklichen Sturz ums Leben gekommen ist. Warum wurde das dann nicht sofort gemeldet? Der ganze Aufwand mit dem Leichenversteck und der Leichenverlagerung passen meiner Meinung nach schon nicht zu einem Sturz / Unfall, abgesehen von fehlenden Spuren.
Naja, manche Menschen sind in der Lage sich dem zu stellen, wenn sie Scheiße gebaut haben (ob nun mit einer Form von Eigenverschulden oder rein "schicksalshaft") und offene Ehrlichkeit das einzig Richtige ist. Andere (und nicht wenige) bekommen schon beim Gedanken an Vorwürfe und Kritik Herzrasen und Panik, ist eine unwillkürliche starke Stressreaktion, neuronal ähnlich einer Phobie. Da dann mit vertuschen wollen, nein müssen zu reagieren, die einzige Option, in der sie überhaupt handlungsfähig sind. Das ist als Muster schon im Kind angelegt das nicht zugeben will, einen Keks genommen zu haben, könnte man sagen. Menschen, die in einem von Negativkritik und Strafe geprägten Umfeld aufgewachsen sind und erzogen wurden, sind da besonders anfällig.
Ja, und dass Entdecktwerden nicht nur nach dem Geschehen, sondern im Versuch des Vertuschens noch weit schlimmer für die Person wäre und dieser Weg, einmal eingeschlagen, deshalb weiter verfolgt werden muss, ist wohl nachvollziehbar.

Man kann annehmen, dass jemand in diesem Fall (Emile) damit doch wohl nicht "durchgekommen" wäre. Nur, da spielt uns unsere Vorstellung von "Wahrscheinlichkeit" einen Streich. Es passieren überall und andauernd Vorkommnisse (auch schwerwiegende), die der Verursacher zu vertuschen sucht. Entsprechend der Wahrscheinlichkeit kommen sie damit in den meisten Fällen nicht durch. Aber eben weil es viele Fälle gibt, ist die Frage nicht ob auch mal einer damit durchkommt, sondern lediglich wann. Neben all den erwartbaren Fällen, wo die Vertuschung scheitert (oft schon im Ansatz) sind also ein paar wenige (auch "sehr wenige") Fälle erwartbar, wo die Vertuschung soweit gelingt. Und davon lesen wir dann in der Zeitung, oder im HET-Forum. Wäre es nicht Emile im französischen Le Vernet gewesen, würden wir hier jetzt vielleicht über Lucas aus Connemara oder Liese aus Oberammergau schreiben - und uns wundern, wie Täter und Hergang bis heute unerkannt bleiben konnte.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Sonntag, 01. Februar 2026, 08:21:28

Nochmals zu den Verletzungen am Schädel von Émile.

BFMTV schreibt dazu Folgendes:


Le rapport anthropologique qui a été rendu au début de l'année 2025 après l'expertise de la boîte crânienne de l'enfant révèle une lésion à côté du zygomatique droit, l'os situé en haut de la pommette. Cette lésion écarte la possibilité d'un choc avec un véhicule, d'une intervention animale ou d'une chute accidentelle d'Émile. L'hypothèse privilégiée par l'expert est celle d'une lésion consécutive à un coup volontaire porté, potentiellement, avec un objet.
Übersetzt:

Der Anfang 2025 nach der Untersuchung des Kinderschädels erstellte anthropologische Bericht wies eine Verletzung neben dem rechten Jochbein, am oberen Rand des Wangenknochens, nach. Diese Verletzung schloss einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, das Eingreifen eines Tieres oder einen Sturz von Émile als mögliche Ursachen aus. Der Sachverständige ging davon aus, dass die Verletzung durch einen vorsätzlichen Schlag, möglicherweise mit einem Gegenstand, verursacht wurde.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 80379.html

Ich halte Info BFMTV für eine gut unterrichtete und seriöse Quelle, die regelmäßig ausführlich über den Fall berichtet hat. Demnach ist es so, dass das Verletzungsbild auf eien vorsätzlichen Schlag hindeutet. Ich nehme diese Information daher als gegeben hin, auch wenn sich der Staatsanwalt öffentlich dazu nicht geäußert hat.

Aus dem oben verlinkten Bericht geht ebenfalls hervor, dass die Ermittlungsbehörden auf der Suche nach dem möglichen Werkzeug sind mit denen der Schlag ausgeführt worden sein könnte.

Gleichzeitig sind nun die beiden Fahrräder in den Focus gerückt. Ich glaube aber nicht, dass sich durch die neue Information, dass die Fahrräder dem Onkel gehört haben und dass er mit ihnen regelmäßig während seines Aufenthalts in Haut - Vernet herumgefahren ist, ein Verdacht gegen ihn erhärten lässt.

Viel mehr sieht es so aus, dass die vier Familienmitglieder, ( die auch schon zeitweise verhaftet und dann wieder frei gelassen worden waren), und ihre Anwälte bislang keine plausible Erklärungen liefern konnten, die sie endültig völlig entlasten. Informationen kommen von ihnen offenbar immer nur kleckerweise, wie auch schon am Anfang kurz nach dem Verschwinden von Émile die Polizei nicht wusste, dass neben Émile noch weitere acht Kinder im Haus lebten und somit als potentielle Zeugen in Frage kommen. Offenbar wurde das von den Großeltern erst viel später erwähnt. Wer weiß, wann das geschehen ist. Genauso sieht es mit den beiden Fahrrädern aus. Dass sie noch benutzt worden sind, war offenbar lange nicht bekannt. Ist erst kurz vor Weihnachten bekannt geworden. Nun werden sie halt aufwändig untersucht. Dazu dann stets die Beteuerung, dass man mit der Polizei zusammen arbeitet und an der Wahrheit interessiert ist. Dass da auf Seiten der Ermittlungsbehörden Misstrauen besteht, kann ich nachvollziehen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Samstag, 31. Januar 2026, 12:10:58

In einer solchen Situation setzt die Fähigkeit, rational zu handeln, bei vielen Menschen vermutlich aus.
Was ist zu tun?
...den Vater anrufen?
...die ältere Schwester?
...die Mutter?
Der Schock sitzt tief und das Blut scheint in den Adern zu gefrieren.
Dann kommt die Frage auf, was als Nächstes zu tun ist - den Notruf wählen?
Nun kommt die Erkenntnis, dass es Émiles Eltern gestanden werden muss.
Wie würden sie damit umgehen?
Dann wäre es für alle unter diesen Umständen besser, wenn sie glauben, dass Émile weggelaufen ist.

So könnte es gewesen sein, oder auch nicht.....

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Samstag, 31. Januar 2026, 04:05:27

Nehmen wir mal an, dass Émile durch einen unglücklichen Sturz ums Leben gekommen ist. Warum wurde das dann nicht sofort gemeldet? Der ganze Aufwand mit dem Leichenversteck und der Leichenverlagerung passen meiner Meinung nach schon nicht zu einem Sturz / Unfall, abgesehen von fehlenden Spuren.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Freitag, 30. Januar 2026, 10:30:11

Könnte die Ursache dafür der Aufprall des Lenkers eines sehr schnell gefahrenem Fahrrades sein, z. B. bergab?
Die Höhe könnte passen.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 30. Januar 2026, 08:25:36

Ich vertrete die vorherrschende Hypothese, dass Émile durch einen gezielten Schlag getötet worden ist.

Hier kann man zu dieser Hypothese folgendes nachlesen:

Selon les révélations du « Parisien», le dernier rapport d’expertise, écrit à partir de l’analyse des ossements du petit garçon, démontre une «lésion à côté du zygomatique droit, l’os situé en haut de la pommette». L’hypothèse privilégiée à ce stade est celle d’une lésion consécutive à un coup volontaire, potentiellement porté par un objet.
Laut Enthüllungen in Le Parisien zeigt der neueste Expertenbericht, basierend auf der Analyse der Knochen des kleinen Jungen, eine „Läsion neben dem rechten Jochbein, dem Knochen am oberen Ende des Wangenknochens“. Die vorherrschende Hypothese ist derzeit, dass die Verletzung durch einen gezielten Schlag, möglicherweise mit einem Gegenstand, verursacht wurde.
https://www.24heures.ch/petit-emile-un- ... 2175503759


An einen Unfall, gar einen Fahrradsturz oder einen sonstigen Sturz glaube ich nicht. Ich gehe ferner davon aus, dass dem Kleinen ein gezielter Schlag verabreicht worden ist, weil er für irgendein ungehorsames Verhalten bestraft werden sollte. An einen fremden Täter glaube ich nicht. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine Tat, die innerhalb der Familie begangen worden ist.

Ob darin eine vorsätzliche Tötung zu sehen ist, muss durch Tatsachenfeststellung bewertet werden. Es gibt auch den Eventualvorsatz, d.h. dass eine Tötung billigend in Kauf genommen worden ist. Man könnte überlegen, dass man ein sehr kleines Kind, was keine 3 Jahre alt ist nicht fest auf den Kopf schlagen darf und wenn man es dennoch tut, dann nimmt man auch den Tod billigend in Kauf. Ich halte nichts davon, wenn man zu großzügig die Verteidigung eines Täters durchgehen lässt "Ich wollte das alles nicht".

Eine vorsätzliche Tat sehe ich aber hier nicht unbedingt als gegeben an, denn dem Schlag kann auch eine Rangelei vorausgegangen sein. Vielleicht war der Kleine aufgebracht und hat um sich geschlagen oder Ähnliches Man weiß über die Beweggründe und den Ablauf nach den vorliegen Informationen nichts.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast » Freitag, 30. Januar 2026, 06:04:48

Entweder vom Fahrrad gefallen oder Emile hat rumgetobt und beim rumdrehen nicht bemerkt dass der Onkel auch mit hoher Geschwindigkeit daherkommt und beide sind dann zusammengestossen.

Aus Angst vorm Zorn der Eltern und Grosseltern nicht die Rettung gerufen und den totgeglaubten erst mal versteckt.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von HP1 » Freitag, 30. Januar 2026, 05:31:10

Gast A hat geschrieben: Donnerstag, 29. Januar 2026, 16:46:50 Möglicherweise deutet etwas auf einen Aufprall bei einem der Fahrräder hin.
Wir, als Aussenstehende können nur spekulieren, was wirklich geschah und hoffen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Das war auch mein spontaner Gedanke, als ich beschlagnahmte Fahrräder und mutmaßlich tödliche Verletzungsmarken am Schädel durch einen Schlag gelesen habe. Da ist von "absichtlich und brutal" die Rede, aber auch nur, dass das Verletzungsmuster darauf hindeuten würde. Könnte Emile (unbeabsichtigt!?) mit einem Fahrrad umgefahren worden und dabei tödlich verletzt worden sein?

So insgesamt, was meint ihr - liegt hier eigentlich eine vorsätzliche Tat vor? Oder eher eine vertuschte Tat im Affekt, ggf. tatsächlich ein Unfall?

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Freitag, 30. Januar 2026, 04:21:00

Ja, wir können nur spekulieren.

Als Außenstehende können wir aber sehen, dass nach wie vor akribisch ermittelt wird. Das ist nach so langer Zeit auch nicht selbstverständlich.

Ich spekuliere, dass die Polizei sich im Herbst nochmals in den Ermittlungsakten die Erhebungen ( Bilder und Protokolle) zum Haus der Großeltern samt Nebengebäuden wie Garage und Scheune angesehen hat. Es mag zwar so sein, dass die Fahrräder (laut in Zeitungsberichten erwähnter) Aussage der Großmutter schon lange dort waren und hätten längst beschlagnahmt werden können. . Es ist aber möglich, dass sie deshalb nicht beschlagnahmt worden sind, weil niemand in ihnen einen Bezug zur Tat gesehen hat.Die Polizei kann nicht einfach etwas grundlos beschlagnahmen. Möglicherweise lagen sie herum, sahen aus wie verrosteter Schrott und wurden nicht mal als fahrtüchtig erachtet. Somit wurde nur das Fahrzeug und der Pferdeanhänger anfangs untersucht. Erst später könnte jemandem die Idee gekommen sein, dass sie doch fahrtüchtig gewesen sein könnten und als Fortbewegungsmittel etwa zum Transport der Leiche und / oder zur Fahrt zum Leichenversteck genutzt worden sein könnten. Da kam es dann zu der eneuten Befragung der vier Familienmitglieder, die in ihrer Eigenschaft als Nebenkläger gehört wurden, weil sie etwas zu den Fahrrädern sagen konnten. Bei der Befragung hat sich dann ergeben, dass Onkel M. mit den Fahrrädern gefahren sein will. Das war sicher neu, denn bislang gab es keine Aussagen dazu, auch nicht dazu, dass ihn jemand mit dem Fahrrad unterwegs gesehen hat. Jedenfalls wurde in den Zeitungen nicht über solche Sichtungen berichtet. Seine Angaben werden nun überprüft, also ob seine DNA feststellbar ist und ob sich vielleicht noch andere Spuren ergen, die tatrelevant sein könnten. Es stellt sich ggfflls. auch die Frage, warum niemand die Benutzung der Fahrräder bislang erwähnt hat.

Nun werden die Fahrräder im Labor in Bordeaux untersucht und man darf gespannt sein, was die Untersuchungen ergeben. Auf jeden Fall geht von den neuen Maßnahmen das Signal aus, dass es mit den Ermittlungen weiter geht und dass es keine Ruhe geben wird. Es wird Druck entfaltet. Als Reaktion darauf sehe ich die von der Großmutter erwähnten eigenen Ermittlungsergebnisse unter Beteiligung der Rechtsanwälte, deren Bewertung wohl noch aussteht.

Die Staatsanwaltschaft äußert sich zu den neuen Maßnahmen nicht. Auf jeden Fall wurde aber öffentlichkeitswirksam durchgestochen ( von wem auch immer) , dass es neue Untersuchungen im Labor in Bordeaux gibt, was schon etwas besonderes ist, denn man kann davon ausgehen, dass die Untersuchungen teuer sind und nicht einfach mal so in Auftrag gegeben werden. .

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von Gast A » Donnerstag, 29. Januar 2026, 16:46:50

Möglicherweise deutet etwas auf einen Aufprall bei einem der Fahrräder hin.
Wir, als Aussenstehende können nur spekulieren, was wirklich geschah und hoffen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

von AngRa » Donnerstag, 29. Januar 2026, 05:26:52

Zur Klarstellung:

Im französischen Strafgesetzbuch ( Code Penal, Art 434-7) ) gibt es den Straftatbestand "recel de cadavre" , was in den Berichten der Zeitungen oft mit "verbergen einer Leiche" übersetzt wird. Es handelt sich um ein Vergehen, das mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe und Geldstrafe geahndet wird.

Wegen Tötung und wegen dieses Delikts wird im Falle von Émile seit längerem ermittelt. In unserem Strafgesetzbuch gibt es diesen Straftatbestand "Verbergen einer Leiche" nicht.

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