MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Montag, 02. November 2026, 22:21:49

Möglicher Heimweg, rein instinktiv: Liboriberg gerade runter, 1x links abbiegen am Rosentor auf Kilianstrasse, damit hätte sie die Bahngleise überquert, Kreuzung Kilianstrasse/Karlstrasse 1x rechts abbiegen, und dann wäre sie schnurstracks geradeaus nach Hause gelaufen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von rechts \ / links » Montag, 02. November 2026, 22:11:05

Gast007 hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 21:14:40 Ich denke, Frauke‘s Leichnam sollte gefunden werden. Man hätte die Kleidung entsorgen können oder die Leiche vergraben können. Dann wäre ihre Leiche vielleicht nie gefunden worden.
Off topic : ein Bekannter von mir hat sich ein Haus gekauft, dessen Vorbesitzer Jäger war. Da gab es unten im Keller tatsächlich einen Kühlraum im z.B erlegte Rehe zu lagern.
Vielleicht wurde Frauke vom Täter gar nicht unmittelbar nach der Tat beim Fundort abgelegt sondern auf diese Art und Weise „zwischengelagert“ damit er in Ruhe den idealen Ablageort suchen konnte. Würde vielleicht auch eine Begründung dafür sein, dass sie so spät gefunden wurde. Ach ja, und da die Jagdsaison ja wohl irgendwann im Oktober beginnt, wurde die Kühlkammer dann auch vielleicht anderweitig benötigt…
Nein, kommt nicht hin. Frauke muss kurz nach ihrer Tötung im Wald abgelegt worden sein. Von ihr war nur noch das Skelett übrig und es braucht eben seine Zeit bis dieser Verwesungsgrad erreicht ist.
Wahrscheinlich war dem Mörder die Leiche auch nicht so wichtig, er hätte sie sonst mit Sicherheit vergrbaen und alle Gegenstände verschwinden lassen plus Klamotten. Der wollte die Leiche einfach nur halbwegs schnell und sicher loswerden.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast007 » Montag, 02. November 2026, 21:14:40

Ich denke, Frauke‘s Leichnam sollte gefunden werden. Man hätte die Kleidung entsorgen können oder die Leiche vergraben können. Dann wäre ihre Leiche vielleicht nie gefunden worden.
Off topic : ein Bekannter von mir hat sich ein Haus gekauft, dessen Vorbesitzer Jäger war. Da gab es unten im Keller tatsächlich einen Kühlraum im z.B erlegte Rehe zu lagern.
Vielleicht wurde Frauke vom Täter gar nicht unmittelbar nach der Tat beim Fundort abgelegt sondern auf diese Art und Weise „zwischengelagert“ damit er in Ruhe den idealen Ablageort suchen konnte. Würde vielleicht auch eine Begründung dafür sein, dass sie so spät gefunden wurde. Ach ja, und da die Jagdsaison ja wohl irgendwann im Oktober beginnt, wurde die Kühlkammer dann auch vielleicht anderweitig benötigt…

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Montag, 02. November 2026, 19:26:50

Ist es auch.
Ich finde lediglich den Hergangs des Leichenfundes sehr eigenartig. Zwei unbekannte Personen lassen sich von jemandem mitnehmen, der dann beide kurz in seinem Auto sitzen lässt und findet dann die Leiche und alle drei waren mehr oder weniger am Tatort.
Als hätte der Finder die Gunst der Stunde genutzt und sich zwei Zeugen eingeladen. Um dann endlich mal in Ruhe nach seiner Leiche zu schauen. Er hätte es wohl ungünstig gefunden alleine dort gewesen zu sein bzw. hätte er sich vllt verdächtig verhalten.
Ich fand jedenfalls dass das Hinzuziehen von Personen zur Ablagestelle ja auch Gina H. mehrfach genutzt hat. Sie wollte ihr Opfer eben nicht alleine „finden“.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Montag, 02. November 2026, 19:13:12

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 17:57:00 Ich gehe aber davon aus, dass ihm wichtig war - wie vermutlich jedem Mörder - dass die Leiche im Idealfall überhaupt nicht entdeckt wird.
Ich gehe die aber Recht, dass das schon Glück war, dass sie so lange dort lag und mit den Bedingungen. Allerdings wurde sie ja auch nicht gerade von irgendwem gefunden. Die gesamte Geschichte dahinter finde ich wiederum so passend, dass ich auch da nicht von Zufall oder Glück sprechen würde. Jemand hat sich womöglich zuvor davon überzeugt, dass sie lange genug dort lag und dann auch gefunden wird.
Ich denke mal, dass er einfach aus der Gegend in und um Paderborn kam und deswegen paar gute Stellen kannte. Das war natürlich kein Glück sondern gewollt. Ich komme ja selber aus OWL und kenne genug einsame Orte.
Wie viel Glück er am Ende wirklich hatte ist schwer einzuschätzen. Hat er sigh die stelle ausgeguckt oder musste er panisch und schnell einen Ort finden und hat einfach auf bekanntes zurückgegriffen?
Klar wünscht sich jeder Mörder, dass die Leiche nicht gefunden wird aber ich denke auch es werden Vorkehrungen getroffen für den Fall der Fälle.
Evtl könnte man einen Förster ausschließen, weil die Leiche gefunden wurde oder spricht es für einen Förster, weil es gedauert hat? Finde ich alles super schwer zu beantworten

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Montag, 02. November 2026, 17:57:00

Doerty hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 13:25:26 Wo der Täter wirklich Glück hatte ist, dass die Leiche lange genug nicht gefunden wurde, sodass keine DNA mehr gefunden wurde. Da kann man nicht planen, höchstens noch, dass die Leiche nicht sofort entdeckt
Ich gehe aber davon aus, dass ihm wichtig war - wie vermutlich jedem Mörder - dass die Leiche im Idealfall überhaupt nicht entdeckt wird.
Ich gehe die aber Recht, dass das schon Glück war, dass sie so lange dort lag und mit den Bedingungen. Allerdings wurde sie ja auch nicht gerade von irgendwem gefunden. Die gesamte Geschichte dahinter finde ich wiederum so passend, dass ich auch da nicht von Zufall oder Glück sprechen würde. Jemand hat sich womöglich zuvor davon überzeugt, dass sie lange genug dort lag und dann auch gefunden wird.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Montag, 02. November 2026, 13:36:46

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 13:09:55 Das stimmt. Dann mag das mitunter auch Glück gewesen sein.
Wenn da das Laub nicht heruntergetreten gewesen wäre, hätte man sie vielleicht bis heute nicht gefunden ...
Die Stelle war schon hervorragend ausgewählt.
Problemlos mit Fahrzeug zu erreichen und verdammt einsam ....
Sobald man dort damals - vor dem Borkenkäferbefall - eingebogen war, war man selbst von der Landstrasse
von vorbeifahrenden Fahrzeugen praktisch unsichtbar - man hätte schon gezielt dorthin blicken müssen.

Ein fast perfektes Versteck ...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Montag, 02. November 2026, 13:25:26

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 13:09:55 Das stimmt. Dann mag das mitunter auch Glück gewesen sein. Aber alles andere und in Summe? Nein, so viel Glück kann man doch nicht haben. Er hätte ja, wäre Frauke ein zufälliges Opfer gewesen, mit seinem Opfer Glück gehabt, die maximal kooperativ war und ihn bis zuletzt nicht verraten hatte, ja es nicht einmal versucht hat, nehme ich an (lediglich das Mama, Mama, Mama wäre als Hinweis denkbar)
Wo der Täter wirklich Glück hatte ist, dass die Leiche lange genug nicht gefunden wurde, sodass keine DNA mehr gefunden wurde. Da kann man nicht planen, höchstens noch, dass die Leiche nicht sofort entdeckt

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Montag, 02. November 2026, 13:09:55

Miwei hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 12:10:28 Der Ablageort der Leiche war gut ausgesucht, allerdings hätte die Leiche viel früher gefunden werden können, da
war viel Glück dabei .
Das stimmt. Dann mag das mitunter auch Glück gewesen sein. Aber alles andere und in Summe? Nein, so viel Glück kann man doch nicht haben. Er hätte ja, wäre Frauke ein zufälliges Opfer gewesen, mit seinem Opfer Glück gehabt, die maximal kooperativ war und ihn bis zuletzt nicht verraten hatte, ja es nicht einmal versucht hat, nehme ich an (lediglich das Mama, Mama, Mama wäre als Hinweis denkbar)

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hybla_Valley » Montag, 02. November 2026, 12:42:42

Miwei hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 12:10:28 Der Ablageort der Leiche war gut ausgesucht, allerdings hätte die Leiche viel früher gefunden werden können, da
war viel Glück dabei .
Vor allem findet man diese Stelle nicht 'zufällig' ....
Er kannte sie bereits.
Ich tippe darauf, dass er in der Gegend zumindest einen Teil seiner Kindheit und/oder Jugend verbracht hat.
Normalerweise kommt man dort nämlich nicht hin.
Und Jäger oder Förster gibt's da wohl nicht so viele - die wird man ja bestimmt befragt haben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Blanka » Montag, 02. November 2026, 12:23:33

Klugscheißer hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 12:00:28 https://www.welt.de/print-welt/article1 ... erfen.html
Veröffentlicht am 12.10.2006

Handy-Ortung war damals durchaus schon möglich.
Aber nicht innerhalb von Minuten, die es gebraucht hätte. Bzw. wenn dann nur mit großem Aufwand, und die Funkwagen wären ihm im Industriegebiet aufgefallen.
Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 02:05:10 Und dann lässt er sie am Ende über 5 Minuten lang telefonieren ohne sich große Sorgen zu machen. Sie darf sogar noch nach ihrer Schwester verlangen und das Gespräch wird scheinbar nicht einmal durch Frauke beendet, sondern durch C. Hätte womöglich noch länger andauern können.
Also war der Täter doch so a) abgebrüht, dass er das Risiko locker eingehen konnte oder b) tiefenentspannt, weil er bestens informiert war, dass die Familie nicht mal ein Aifnahmegerät organisiert hat und er sie hätte auch zwei Stunden lang sprechen lassen können oder C) er kannte sich so gut aus, dass er sicher wusste, dass es keine Gefahr gibt, weil man ihren exakten Standort eben nicht orten konnte.
Vielleicht war er nicht ganz so empathielos wie vermutet, und er ließ sie diesen Abschied gewähren, wonach das Telefonat ja auch klingt. Würde dann besser zu einem Eskalationsszenario passen als zu einer lang geplanten Tat.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Montag, 02. November 2026, 12:10:28

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 11:06:21 Also jemand, der unterdurchschnittlich intelligent wäre und technisch nicht bewandert, hätte Fehler gemacht (zB das Handy stundenlang angemacht). Außerdem wäre Frauke ihm entwischt, und sei es nur durch Hinweise am Telefon gewesen. Er hat das alles aus seiner Sicht perfekt gelöst. Inklusive der Ablage der Leiche passierten ihm keine Fehler, trotz zahlreicher Telefonate seines Opfers, das letzte über 5 Minuten lang.
Der Ablageort der Leiche war gut ausgesucht, allerdings hätte die Leiche viel früher gefunden werden können, da
war viel Glück dabei .

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Klugscheißer » Montag, 02. November 2026, 12:00:28

Miwei hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 23:37:55 War 2006 eine schnelle Rückverfolgung eines Gespräches
überhaupt möglich und welche Hilfsmittel waren dazu
erforderlich ? ...
https://www.welt.de/print-welt/article1 ... erfen.html
Veröffentlicht am 12.10.2006

Handy-Ortung war damals durchaus schon möglich.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Montag, 02. November 2026, 12:00:17

Zur Erinnerung, so waren die Zeiten damals.
Letztlich war es bereits damals keine besonders verantwortungsbewusste Entscheidung, als junge Frau in Bahnhofsnähe, eine oft besonders lebhafte Gegend, abends alleine unterwegs zu sein.
Falls sie sich durchaus verantwortungsbewusst gezeigt hat, dann würde das eher für einen möglicherweise angetretenen Heimweg in die südliche Richtung sprechen, aus der "Gefahrenzone'Bahnhofsnähe raus sozusagen. ZB Husener/Winfriedstr.
„Die Polizei geht in den vier WM-Wochen am Stock. Die Bürger werden die gestiegene Kriminalitätsbelastung deutlich zu spüren bekommen.“

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg (54), ergänzt: „Die Polizei wird zur WM an vielen Stellen fehlen. Schon jetzt werden die Kollegen mit der alltäglichen Kriminalität nicht mehr fertig. Das wird sich zur Weltmeisterschaft noch verschärfen.“ Auch Wolfgang Speck (59), Vorsitzender der Deutschen Polizei-gewerkschaft, sagt mit Blick auf die Sicherheitslage: „Wir werden an unsere Grenzen stoßen.“
Quelle: https://m.bild.de/news/2006/wm-unterwel ... gle.com%2F

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Montag, 02. November 2026, 11:06:21

Also jemand, der unterdurchschnittlich intelligent wäre und technisch nicht bewandert, hätte Fehler gemacht (zB das Handy stundenlang angemacht). Außerdem wäre Frauke ihm entwischt, und sei es nur durch Hinweise am Telefon gewesen. Er hat das alles aus seiner Sicht perfekt gelöst. Inklusive der Ablage der Leiche passierten ihm keine Fehler, trotz zahlreicher Telefonate seines Opfers, das letzte über 5 Minuten lang.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Doerty » Montag, 02. November 2026, 10:59:13

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 02:05:10
Da muss ich widersprechen, das Täterverhalten deutet auf kein besonderes Fachwissen hin.
Ich hab hier schon mal als Beispiel meine Gras Einkäufe damals genannt. Die Dealer haben die Fähigkeiten der Ortung eher überschätzt. Wenn man kriminelle Dinge tut, macht man sich um zig Sachen Gedanken und das tut selbst der dümmste Straßenapotheker. Das die exakte Ortung eine gewissen Zeit brauch sieht man in jeden US Krimi Film oder Serie. Bei Aktenzeichen XY kann man lernen, dass nach volljährigen nicht sofort gesucht wird, gerade wenn sie sich melden.
Genauso brauch das Sedieren keine besonderen Fachkenntnisse. Mit Drogen kriegt es jeder Dealer hin und mit Medis geht es sogar noch leichter, da die Wirkung besser abzusehen ist.
Ich glaube jetzt nicht, dass es ein Drogendealer war, es dient nur als Beispiel, dass man sich für den Tatverlauf Alltagswissen ausreicht

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Montag, 02. November 2026, 09:55:38

Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 02:05:10 Ja, das wäre möglich gewesen. Aber den exakten Standort ja eher nicht, nur eben wieder die Funkzelle.
Spoiler
Der Gedanke ist übrigens brillant: Der Täter wusste beim letzten Anruf ganz gewiss,
- Frauke wurde öffentlich gesucht
- Man hat bereits die erste Funkzelle ermittelt, das wusste er
- Polizei war also involviert
- er war so vorsichtig, dass das Telefon nur für die SMSen und Telefonate kurz eingeschaltet war
- (((er kannte sich also so gut aus, dass er wusste,))) dass das wichtig war
Für mich ist das immer noch ein Typ Nerd.
Spoiler
Zur damaligen Zeit musste man sich schon mit dieser damals neuen Telefonie, Funkzellen und Standortübermittlung auskennen im überhaupt zu wissen, das es wichtig ist, dass er ihr Handy immer nur ganz kurz ins Netz lässt. Der durchschnittliche Habdynutzer wusste das damals keinesfalls. Sowas wie Standortübermittlung ist ja erst Jahre später bekannt und genutzt worden. Ich wusste damals nichts davon und bin in Fls Alter und technisch überdurchschnittlich interessiert gewesen. Das passt für mich jedenfalls nicht zu einem Typ, dem die Technik eher fremd war, im Gegenteil.
Aber aus Tätersicht machte es von vornherein Sinn sich darüber Gedanken zu machen. Ob Nerd oder nicht, anfangs hat er es sich so gedacht und durchgezogen: kurze, unauffällige Sms versenden, kurzer Anruf, wieder Sms, Bruder's Anruf noch entgegen nehmen, noch einzwei Anrufe, dann Funkstille und am Dienstag dann das 5,30m-Gespräch.
Gast hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 02:05:10 Und dann lässt er sie am Ende über 5 Minuten lang telefonieren ohne sich große Sorgen zu machen.
Spoiler
Sie darf sogar noch nach ihrer Schwester verlangen und das Gespräch wird scheinbar nicht einmal durch Frauke beendet, sondern durch C. Hätte womöglich noch länger andauern können.
Also war der Täter doch so a) abgebrüht, dass er das Risiko locker eingehen konnte oder b) tiefenentspannt, weil er bestens informiert war, dass die Familie nicht mal ein Aifnahmegerät organisiert hat und er sie hätte auch zwei Stunden lang sprechen lassen können oder C) er kannte sich so gut aus, dass er sicher wusste, dass es keine Gefahr gibt, weil man ihren exakten Standort eben nicht orten konnte.
a) Wie könnte er das locker eingehen können? Er hatte zuvor noch aufgepasst diesbezüglich.
b) nein
c) Wie sicher ist das, wenn es bereits Technik wie IMSI-Catcher gab, die auch eingesetzt wurde
Spoiler
(bestätigt mE durch einen Entscheid des Bundesverfassungsgerichts noch im Oktober desselben Jahres, dass die Technik rechtskräftig eingesetzt werden durfte, da sie ja keine Inhalte mitschnitt.)
Was kriegen wir noch mit in diesen 5 Minuten Gesprächsprotokoll?
Was noch mehr als wie dass schon mal die Zeit selbst eindeutig mehr wurde?
Beziehungsweise was fehlt? nach über 5 Minuten noch immer...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gaston » Montag, 02. November 2026, 08:23:58

Technisch war so einiges schon möglich. Also den Eindruck gewinnt man, dass der mit der Telefonie spielte, als ob er wüsste was er tut, was er sich erlauben kann. Also nehmen wir einfach mal an er war technisch bewandert oder zumindest so auf dem Stand, dass er Wissen darüber verfügte, was technisch/behördlich möglich war, wahrscheinlich oder nicht.

Und dann ruft man aus der Benhauser Zone an. Das ist nicht weit von Fraukes Wohnung, das sind doch nur ein paar km, 4+ evt.,10Min.Fahrt.
Mir kommt da die Aussage von Frau Liebs wieder in den Sinn, hatte ich auch schon gepostet, dass die Gesuchten sich ja recht nahe im Umkreis aufgehalten haben mussten. Der Täter also evt. immer einen neuen Anlauf unternommen haben könnte, Frauke zurückzubringen. Bis auf Nieheim war man ja nie weit. Aber daran glaube ich eigentlich nicht.

Das letzte Gespräch wird eröffnet, aber weiterhin ohne etwas zu sagen, ohne Forderung, Frauke bleibt vage, bis sie doch mehr wagt, und gleich an die Regeln erinnert wird.
Durch ihre Antwort, "Das geht nicht, ich lebe noch", bringt sie aber zum Ausdruck, dass es ihr sehr wohl möglich wäre, zurück zu kommen, da sie ja noch lebe. Es stand bloss ausser Frage dass sie lebend frei gelassen werden würde. Aber warum kam das nicht in Frage?
Hätte ein unbekannter Täter zwangsläufig darauf bestanden, ihr Schweigen sicherzustellen? Oder aber zeigt dieser Umstand alternativlos an, dass sich Täter und Opfer gekannt hatten?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast » Montag, 02. November 2026, 02:05:10

Ja, das wäre möglich gewesen. Aber den exakten Standort ja eher nicht, nur eben wieder die Funkzelle.
Der Gedanke ist übrigens brillant: Der Täter wusste beim letzten Anruf ganz gewiss,
- Frauke wurde öffentlich gesucht
- Man hat bereits die erste Funkzelle ermittelt, das wusste er
- Polizei war also involviert
- er war so vorsichtig, dass das Telefon nur für die SMSen und Telefonate kurz eingeschaltet war
- er kannte sich also so gut aus, dass er wusste, dass das wichtig war

Und dann lässt er sie am Ende über 5 Minuten lang telefonieren ohne sich große Sorgen zu machen. Sie darf sogar noch nach ihrer Schwester verlangen und das Gespräch wird scheinbar nicht einmal durch Frauke beendet, sondern durch C. Hätte womöglich noch länger andauern können.
Also war der Täter doch so a) abgebrüht, dass er das Risiko locker eingehen konnte oder b) tiefenentspannt, weil er bestens informiert war, dass die Familie nicht mal ein Aifnahmegerät organisiert hat und er sie hätte auch zwei Stunden lang sprechen lassen können oder C) er kannte sich so gut aus, dass er sicher wusste, dass es keine Gefahr gibt, weil man ihren exakten Standort eben nicht orten konnte.

Für mich ist das immer noch ein Typ Nerd. Zur damaligen Zeit musste man sich schon mit dieser damals neuen Telefonie, Funkzellen und Standortübermittlung auskennen im überhaupt zu wissen, das es wichtig ist, dass er ihr Handy immer nur ganz kurz ins Netz lässt. Der durchschnittliche Habdynutzer wusste das damals keinesfalls. Sowas wie Standortübermittlung ist ja erst Jahre später bekannt und genutzt worden. Ich wusste damals nichts davon und bin in Fls Alter und technisch überdurchschnittlich interessiert gewesen. Das passt für mich jedenfalls nicht zu einem Typ, dem die Technik eher fremd war, im Gegenteil.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Miwei » Sonntag, 01. November 2026, 23:37:55

War 2006 eine schnelle Rückverfolgung eines Gespräches
überhaupt möglich und welche Hilfsmittel waren dazu
erforderlich ? ...und ich denke nach wie vor über die
seltsamen Anrufe nach,welche den Todes-
fall.F.L. so mysteriös machen

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