von Gast » Sonntag, 18. Oktober 2026, 22:20:34
Hybla_Valley hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 19:15:30
Meiner Meinung nach lässt sich daraus ableiten, dass der Täter um 0h49 bereits
im Besitz von Fraukes Nokia war und dieses einschaltete, um den Text der letzten
SMS zu prüfen - weil er mitbekommen hat, wie diese geschrieben wurde.
Er musste prüfen, ob er in der SMS womöglich namentlich erwähnt wird.
Das wäre ein wichtiger Grund für den Täter, das Nokia einzuschalten ....
Hätte Frauke dagegen das Nokia um 0h49 eingeschaltet, hätte sie sich garantiert
für die Verspätung entschuldigt und diese dann erklärt - hat sie aber eben nicht.
Weil es der Täter war, der das Nokia einschaltete ...
Um 0h49 war die Situation längst eskaliert.
Da sehe ich noch eine mögliche Abstufung dazwischen.
Frauke mag auf dem Heimweg noch wem begegnet und gequatscht haben, möglicherweise auch freiwillig in dessen Auto gestiegen sein, wie auch immer. Aber dass es im Rahmen des von ihr Gewollten gelegen hätte, um 0:49 in Nieheim zu sein, scheint recht unwahrscheinlich.
Aber bedeutet das zwangsläufig, dass die Situation vorher (ungeplant oder auch täterseitig so angestrebt) derart eskaliert sein muss, dass sie sich da klar in dessen Gewalt befunden hätte, er ihr Handy hatte usw.?
Ich will keine detailliert daherspekulierte Story erzählen, wie es genau gewesen sein könnte, das wäre müßig. Aber ich frage mich, kann es nicht im Verlauf nach 23 Uhr so gelaufen sein, dass man (und damit meine ich Frauke) zwar mehr oder weniger selbstbestimmt, jedoch aufgrund des Geschehens nicht unbedingt freiwillig im Sinne von folgenloser Entscheidungsfreiheit letztlich 0:49 im Raum Nieheim war. Die Situation zwar angespannt, wohl ungut, aber nach Fraukes Erleben zu dem Zeitpunkt nicht so, dass ihr nahe gelegen hätte, das Chris gegenüber zum Ausdruck zu bringen, oder gar um Hilfe zu fragen.
De facto war sie so oder so "in seiner Gewalt", wenn man berücksichtigt, dass er derjenige mit Auto war, mitten in der Nacht, mitten in der Pampa. Klar läuft es da letztlich nach seinem Willen. Was aber eben nicht bedeutet, dass Frauke da gefesselt, geknebelt, unter Drogen gesetzt, erpresst, mit Gewaltandrohung gefügig gemacht oder was auch immer sein musste. Wie gesagt, es muss 0:49 in Nieheim nicht entweder "freiwillig" im Sinne von "nach Lust und guter Laune" oder aber "unfreiwillig" im Sinne handfester, zielstrebiger Freiheitsberaubung gewesen sein. Da passt noch viel anderes dazwischen.
Worauf ich wegen der SMS hinaus will: Wenn die Situation so weit eindrücklich, fordernd, "dramatisch" gewesen wäre, dass sie Fraukes Erleben ganz im Hier und Jetzt gebunden hätte, dann könnte ich mir vorstellen, dass Frauke da zwar daran gedacht hätte Chris Bescheid zu geben, dann aber nur eine recht unbestimmte und völlige Standard-SMS schickt ohne dabei zu realisieren, dass um die späte Uhrzeit eigentlich zumindest eine klare Ansage gegenüber dem wartenden Chris nötig gewesen wäre, wann bzw. ob sie in der Nacht heimkommen würde. Dass sie noch eine kurze Smalltalk-Bemerkung zum Abend und Bezug zu ihrer beider Insider anbringt, wäre da für mich kein Widerspruch. Bei der "plauderfreudigen" Frauke würde mir das völlig im Rahmen einer stereotypen SMS scheinen, die in der Situation vor Ort von ihr ohne jede Aufmerksamkeit und Anteilnahme geschrieben wurde.
SImS74 hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 19:48:37
Wurde das Handy zwischenzeitlich also zumindest teilweise aufgeladen? Wo?
Nokia war damals mit Abstand Marktführer und hatte bei den meisten Modellen (auch dem von Frauke) einen einheitlichen Ladeanschluss. Viele hatten ein Nokia, und nicht wenige davon außer dem Ladestecker für die Steckdose auch ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto.
Sollte sie die SMS bereits zuvor geschrieben haben und der Versand scheiterte, weil das Handy da wieder ausging, dann hätte es auch danach in Nieheim mit dem Versand nicht geklappt ohne zwischenzeitliches Aufladen.
Aber wenn die SMS erst da verfasst wurde, könnte sie auch ohne Aufladen beim (erstmaligen) Versuch erfolgreich rausgegangen sein.
Im Pub ist der Akku unter Dauerlast wegen hoher Umgebungstemperatur und schneller Folge von SMS-Versand und Empfang in die Knie gegangen, eine schwache Verbindung im Innern des Pubs könnte da ebenfalls die Akkulast erhöht haben. Dass die Restladung aber für ein späteres Einschalten, SMS-Schreiben und erfolgreichen Versand im Raum Mieheim gereicht hätte, gut möglich.
Alles nur Möglichkeiten, verschiedene Szenarien.
[quote=Hybla_Valley post_id=367126 time=1792343730]
Meiner Meinung nach lässt sich daraus ableiten, dass der Täter um 0h49 bereits
im Besitz von Fraukes Nokia war und dieses einschaltete, um den Text der letzten
SMS zu prüfen - weil er mitbekommen hat, wie diese geschrieben wurde.
Er musste prüfen, ob er in der SMS womöglich namentlich erwähnt wird.
Das wäre ein wichtiger Grund für den Täter, das Nokia einzuschalten ....
Hätte Frauke dagegen das Nokia um 0h49 eingeschaltet, hätte sie sich garantiert
für die Verspätung entschuldigt und diese dann erklärt - hat sie aber eben nicht.
Weil es der Täter war, der das Nokia einschaltete ...
Um 0h49 war die Situation längst eskaliert.
[/quote]
Da sehe ich noch eine mögliche Abstufung dazwischen.
Frauke mag auf dem Heimweg noch wem begegnet und gequatscht haben, möglicherweise auch freiwillig in dessen Auto gestiegen sein, wie auch immer. Aber dass es im Rahmen des von ihr Gewollten gelegen hätte, um 0:49 in Nieheim zu sein, scheint recht unwahrscheinlich.
Aber bedeutet das zwangsläufig, dass die Situation vorher (ungeplant oder auch täterseitig so angestrebt) derart eskaliert sein muss, dass sie sich da klar in dessen Gewalt befunden hätte, er ihr Handy hatte usw.?
Ich will keine detailliert daherspekulierte Story erzählen, wie es genau gewesen sein könnte, das wäre müßig. Aber ich frage mich, kann es nicht im Verlauf nach 23 Uhr so gelaufen sein, dass man (und damit meine ich Frauke) zwar mehr oder weniger selbstbestimmt, jedoch aufgrund des Geschehens nicht unbedingt freiwillig im Sinne von folgenloser Entscheidungsfreiheit letztlich 0:49 im Raum Nieheim war. Die Situation zwar angespannt, wohl ungut, aber nach Fraukes Erleben zu dem Zeitpunkt nicht so, dass ihr nahe gelegen hätte, das Chris gegenüber zum Ausdruck zu bringen, oder gar um Hilfe zu fragen.
De facto war sie so oder so "in seiner Gewalt", wenn man berücksichtigt, dass er derjenige mit Auto war, mitten in der Nacht, mitten in der Pampa. Klar läuft es da letztlich nach seinem Willen. Was aber eben nicht bedeutet, dass Frauke da gefesselt, geknebelt, unter Drogen gesetzt, erpresst, mit Gewaltandrohung gefügig gemacht oder was auch immer sein musste. Wie gesagt, es muss 0:49 in Nieheim nicht entweder "freiwillig" im Sinne von "nach Lust und guter Laune" oder aber "unfreiwillig" im Sinne handfester, zielstrebiger Freiheitsberaubung gewesen sein. Da passt noch viel anderes dazwischen.
Worauf ich wegen der SMS hinaus will: Wenn die Situation so weit eindrücklich, fordernd, "dramatisch" gewesen wäre, dass sie Fraukes Erleben ganz im Hier und Jetzt gebunden hätte, dann könnte ich mir vorstellen, dass Frauke da zwar daran gedacht hätte Chris Bescheid zu geben, dann aber nur eine recht unbestimmte und völlige Standard-SMS schickt ohne dabei zu realisieren, dass um die späte Uhrzeit eigentlich zumindest eine klare Ansage gegenüber dem wartenden Chris nötig gewesen wäre, wann bzw. ob sie in der Nacht heimkommen würde. Dass sie noch eine kurze Smalltalk-Bemerkung zum Abend und Bezug zu ihrer beider Insider anbringt, wäre da für mich kein Widerspruch. Bei der "plauderfreudigen" Frauke würde mir das völlig im Rahmen einer stereotypen SMS scheinen, die in der Situation vor Ort von ihr ohne jede Aufmerksamkeit und Anteilnahme geschrieben wurde.
[quote=SImS74 post_id=367132 time=1792345717 user_id=12252]
Wurde das Handy zwischenzeitlich also zumindest teilweise aufgeladen? Wo?
[/quote]
Nokia war damals mit Abstand Marktführer und hatte bei den meisten Modellen (auch dem von Frauke) einen einheitlichen Ladeanschluss. Viele hatten ein Nokia, und nicht wenige davon außer dem Ladestecker für die Steckdose auch ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto.
Sollte sie die SMS bereits zuvor geschrieben haben und der Versand scheiterte, weil das Handy da wieder ausging, dann hätte es auch danach in Nieheim mit dem Versand nicht geklappt ohne zwischenzeitliches Aufladen.
Aber wenn die SMS erst da verfasst wurde, könnte sie auch ohne Aufladen beim (erstmaligen) Versuch erfolgreich rausgegangen sein.
Im Pub ist der Akku unter Dauerlast wegen hoher Umgebungstemperatur und schneller Folge von SMS-Versand und Empfang in die Knie gegangen, eine schwache Verbindung im Innern des Pubs könnte da ebenfalls die Akkulast erhöht haben. Dass die Restladung aber für ein späteres Einschalten, SMS-Schreiben und erfolgreichen Versand im Raum Mieheim gereicht hätte, gut möglich.
Alles nur Möglichkeiten, verschiedene Szenarien.