von z3001x » Mittwoch, 02. September 2026, 12:15:57
Clara Fall hat geschrieben: ↑Mittwoch, 02. September 2026, 09:34:01
Naja, eigentlich sind ja die meisten ungelösten Fälle immer die, bei denen es sich um ein Zufallsopfer handelt und keine Verbindung zwischen Täter und Opfer besteht. Deswegen finde ich es schon ungewöhnlich, dass sich so lange nichts tut. Wenn es so abgelaufen ist, wie es den Anschein hat, wie kann es sein, dass so wenige Spuren oder Verwertbares zu Tage gekommen ist? Nach der aktuellen Lage, wäre es wahrscheinlich ein Totschlag Fall. Hier muss auch die Verjährungsfrist im Auge behalten werden. Irgendwann muss es dann zur Anklage kommen, auch ohne Leiche, es gab auch schon solche Fälle (z.B. im Fall Maike T.). Ob es dann von Vorteil ist, so lange gewartet zu haben?
Ich finde es halt seltsam, dass der Fall eigentlich so offensichtlich scheint und trotzdem kein Fortschritt zu verzeichnen ist. Kann es wirklich sein, dass der Beschuldigte auf "gut Glück" alles so gut vertuscht hat, obwohl es nicht geplant war? Irgendwie passt das alles nicht zusammen.
In Fällen, wo ein Strafprozess ohne Leiche geführt wird und es ggf. sogar zur Verurteilung kommt, gibt es in der Regel konkrete und eindeutige Hinweise auf eine Gewalthandlung. Konkret liegt meistens Blut des Opfers vor, in einer Weise und Örtlichkeit die signifikant genug ist, um vom gewaltsamen Tod auszugehen und oftmals eben auch von einem bestimmten Täter.
Bei Rebecca Reusch gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass überhaupt ein Tötungsdelikt vorliegt. Es ist nur anhand der Umstände wahrscheinlich. Und ebenso wie es keine konkreten Spuren eines Tötungsdelikts gibt, gibt es natürlich auch keine Spuren für die Täterschaft dieses spurenlosen, ausschließlich angenommenen Delikts.
Bei so einer Ausgangslage würde eine Anklage, die die StA beantragt, vom Gericht nicht einmal zugelassen werden, weil die Voraussetzung: Überwiegende Wahrscheinlichkeit der Verteilung des Angeklagten, nicht ansatzweise gegeben ist. Das ist keine Taktik, dass die warten. Die haben einfach nicht ansatzweise die Evidenz, die sie benötigen würden, um Anklage zu erheben. "Der TV" wie er immer genannt wird, ist ja nicht einmal dringend tatverdächtig.
Dass der Fall klar scheint, ist der Eindruck den man sich v.a., im Internet zurechtgelegt hat. Von der objektiven Sachlage ist alles dünn und Rebecca kann das Haus selbstbestimmt und lebend verlassen haben. Jedenfalls gibt es keine bekannten Umstände, die dagegen sprechen.
[quote="Clara Fall" post_id=360852 time=1788334441]
Naja, eigentlich sind ja die meisten ungelösten Fälle immer die, bei denen es sich um ein Zufallsopfer handelt und keine Verbindung zwischen Täter und Opfer besteht. Deswegen finde ich es schon ungewöhnlich, dass sich so lange nichts tut. Wenn es so abgelaufen ist, wie es den Anschein hat, wie kann es sein, dass so wenige Spuren oder Verwertbares zu Tage gekommen ist? Nach der aktuellen Lage, wäre es wahrscheinlich ein Totschlag Fall. Hier muss auch die Verjährungsfrist im Auge behalten werden. Irgendwann muss es dann zur Anklage kommen, auch ohne Leiche, es gab auch schon solche Fälle (z.B. im Fall Maike T.). Ob es dann von Vorteil ist, so lange gewartet zu haben?
Ich finde es halt seltsam, dass der Fall eigentlich so offensichtlich scheint und trotzdem kein Fortschritt zu verzeichnen ist. Kann es wirklich sein, dass der Beschuldigte auf "gut Glück" alles so gut vertuscht hat, obwohl es nicht geplant war? Irgendwie passt das alles nicht zusammen.
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In Fällen, wo ein Strafprozess ohne Leiche geführt wird und es ggf. sogar zur Verurteilung kommt, gibt es in der Regel konkrete und eindeutige Hinweise auf eine Gewalthandlung. Konkret liegt meistens Blut des Opfers vor, in einer Weise und Örtlichkeit die signifikant genug ist, um vom gewaltsamen Tod auszugehen und oftmals eben auch von einem bestimmten Täter.
Bei Rebecca Reusch gibt es keine konkreten Hinweise darauf, dass überhaupt ein Tötungsdelikt vorliegt. Es ist nur anhand der Umstände wahrscheinlich. Und ebenso wie es keine konkreten Spuren eines Tötungsdelikts gibt, gibt es natürlich auch keine Spuren für die Täterschaft dieses spurenlosen, ausschließlich angenommenen Delikts.
Bei so einer Ausgangslage würde eine Anklage, die die StA beantragt, vom Gericht nicht einmal zugelassen werden, weil die Voraussetzung: Überwiegende Wahrscheinlichkeit der Verteilung des Angeklagten, nicht ansatzweise gegeben ist. Das ist keine Taktik, dass die warten. Die haben einfach nicht ansatzweise die Evidenz, die sie benötigen würden, um Anklage zu erheben. "Der TV" wie er immer genannt wird, ist ja nicht einmal dringend tatverdächtig.
Dass der Fall klar scheint, ist der Eindruck den man sich v.a., im Internet zurechtgelegt hat. Von der objektiven Sachlage ist alles dünn und Rebecca kann das Haus selbstbestimmt und lebend verlassen haben. Jedenfalls gibt es keine bekannten Umstände, die dagegen sprechen.